(Mail)
Stand der Dinge: https://www.awo-kv-wesel.de/ueber-die-awo/oeffentlichkeitsarbeit/aktuelles/nachricht/erntezeit-im-zaubergarten-repelen-293/ (mehr …)
(Tel)
Der Frauenbund Schweinfurth hat vor einiger Zeit die Trägerschaft für den Mehrgenerationengarten übernommen (war vorher das Diakonische Werk).
Es gab Probleme mit den Anwohner*innen, da im Garten viel gefeiert und gegrillt wurde. Sie machen es nun so:
„In Zukunft wird der Garten weniger frequentiert werden, aufgrund der Situation einer bebauten Umgebung. Wir müssen uns an die gesetzlichen Vorgaben halten. Der Schwerpunkt der Gartenbelegung wird im Namen vorgeben: „Garten der Begegnung“. Unseren Mitgliedern wird natürlich dieser Garten für Zusammenkünfte zur Verfügung stehen.“ (mehr …)
(alerts)
Der Gemeinschaftsgarten in Frohnhausen ist einer der ältesten in Essen. Warum es für die Menschen dort um viel mehr geht als pflanzen und ernten. Auf einem kleinen Eck zwischen Mehrfamilienhäusern, Parkplatz und Straße pflegen in Frohnhausen einige Menschen ihr persönliches Idyll: Den Gemeinschaftsgarten Diergardtstraße. Wo sich bis 2013 ein Spielplatz befand, wachsen jetzt Obst, Gemüse, Kräuter und Stauden, Bienen summen und der Wind rauscht in den Blättern. Drei Generationen gärtnern hier gemeinsam, sie tauschen sich aus, unterstützen einander und nutzen ihr Netzwerk, um den Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken. Es ist einer der ältesten von mittlerweile 18 Gemeinschaftsgärten in Essen.
„Bei uns kann wirklich jeder mitmachen, egal woher, wie alt, ob Mann oder Frau“, sagt Udo Seibert. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Gemeinschaftsgartens in Frohnhausen. Als klar war, dass das ehemalige Spielplatzgelände umgenutzt werden sollte, warf er Zettel in die Briefkästen der Nachbarschaft und warb um Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Er habe viel Skepsis geerntet, sagt er rückblickend, aber er brachte schließlich doch eine kleine Gruppe zusammen.
Seitdem brüht Seibert jeden Mittwoch frischen Kaffee auf und kommt pünktlich um 15 Uhr in den Gemeinschaftsgarten, es kann dazukommen, wer mag, ob zum Gärtnern oder auf einen Plausch. Dass es hier so grün ist, dass Pflanzen wachsen, gedeihen und blühen, war viel Arbeit. Denn ideale Bedingungen fanden die Gründungsmitglieder vor acht Jahren nicht vor. „Es gab wenig Mutterboden auf einer Menge Bauschutt, wir bessern den Boden nach und nach aus“, sagt Seibert und wird von einem „Richtig so, Udo?“ aus dem Gemüsebeet unterbrochen. Gemeinschaft steht an erster StelleDort arbeitet Homeyra gerade an neuen Holzbegrenzungen, zwischen den kleinen Zäunen soll fruchtbarere Erde ausgebracht werden, damit die Ernte von Möhren, Radieschen, Kartoffeln, Salat und Kohl beim nächsten Mal üppiger ausfällt. Doch darum geht es an der Diergardtstraße auch gar nicht vorrangig, sondern um das soziale Miteinander und kleine Auszeiten im Grünen – viele haben keinen eigenen Garten oder Balkon.
Bei Ute Jonetat, die ebenfalls von Beginn an dabei ist, ist es anders. „Ich habe zuhause auch einen Garten, aber es ging mir um die Gemeinschaft“, sagt sie. Und sie ist dankbar für die Kontakte, die zwischen Himbeersträuchern und Gemüsebeet gepflegt werden. Homeyra etwa, die vor einigen Jahren aus Syrien nach Deutschland kam, hat den Garten zufällig entdeckt und kommt jetzt jede Woche vorbei. „Sie ist eine der Zuverlässigsten hier“, sagt Jonetat. „So ist eine Freundschaft entstanden.“
Drei Generationen kommen im Garten zusammen, von Kindern bis zu Senioren. „Manche Kinder haben hier zum ersten Mal eine Erdbeere selbst gepflückt, statt sie aus der Plastikschale aus dem Supermarkt zu nehmen“, sagt Jonetat. „Es schön zu sehen, dass so Wertschätzung für Lebensmittel entsteht.“ Wie Erdbeeren wachsen weiß Till Umlauf genau, der 26-jährige Biologie- und Spanisch-Student bringt sein Wissen gerne bei der Arbeit im Gemeinschaftsgarten ein. „Ich war von Anfang an begeistert vom Konzept“, sagt er.
Homeyra und Till haben im vergangenen Jahr das Kartoffel-Königspaar gebildet, auf das Kartoffelfest als Höhepunkt des Gartenjahres fiebern auch jetzt schon alle hin. Ernten kann hier eigentlich jede und jeder, was sie oder er mag. Die Kartoffeln aus dem Boden zu holen, das wird aber in Gemeinschaft zelebriert, auch wenn die Ernte aufgrund des Standorts und Bodens meist nicht gerade üppig ausfällt. Das Grundstück ist städtisch, eine Pacht zahlen die Gartenfans nicht und sie sind auch nicht als Verein organisiert, hier läuft alles ohne Verpflichtungen und neue Gesichter sind jederzeit willkommen. Probleme mit Vandalismus habe es bisher kaum gegeben, berichtet die Gruppe, das Konzept habe sich erprobt.
Wer den Garten an der Diergardtstraße kennenlernen möchte, ist dort jeden Mittwoch ab 15 Uhr willkommen. Am Freitag, 10. September 2021, wird ab 16 Uhr zudem gemeinsam Kräuterbutter hergestellt.
https://www.waz.de/staedte/essen/garten-in-frohnhausen-belebt-eine-ganze-nachbarschaft-id233059811.html (mehr …)
(alerts)
Der Verein Generationen Netz in Müllheim gestaltet ein knapp 1000 Quadratmeter großes Gartengrundstück am Warmbach zu einem Generationengarten um. Dort will der Verein einen Ort der Begegnung schaffen und gleichzeitig das aktive Gärtnern im städtischen Umfeld – weithin als „Urban Gardening“ bekannt – fördern. Die Stadt hat der Initiative tatkräftig unter die Arme gegriffen und ein Grundstück zur Verfügung gestellt. Der Gemeinderat quittierte einen ersten Zwischenbericht mit Zustimmung und großem Wohlwollen.
Das Generationen-Netz macht mit seinen Projekten schon längere Zeit von sich reden. So reaktivierte der Verein den Hebelpark, schuf mit Unterstützung der Stadt eine attraktive Naherholungszone und holte damit den Park aus der „Schmuddelecke“ hervor. Jetzt folgt mit dem Generationengarten das nächste Projekt, dessen Erfolg sich ebenfalls schon in einer frühen Phase abzeichnet.
Dazu suchte der Verein ein Grundstück möglichst in Innenstadtlage. Die Idee wurde von der Stadtverwaltung schnell und nach den Worten von Hans Richter, Erster Vorstand des Generationen Netzes, sehr wohlwollend aufgegriffen. Der für die städtischen Liegenschaften zuständige Fachbereichsleiter Patrick Weichert wurde an der Ecke Ziegleweg und Kochmatt fündig. Dort befand sich ein städtisches Grundstück, das schon länger nicht mehr genutzt wurde und verwildert war. „Wir haben im Februar dem Bürgermeister unser Konzept vorgelegt und bereits im März einen sehr fairen Pachtvertrag erhalten“, lobt Richter die Stadt. Dieser Vertrag läuft vorerst bis Ende Februar 2026 mit einer Option, den Pachtvertrag alle zwei Jahre zu verlängern.
Schon jetzt beteiligen sich zahlreiche Menschen an der Umgestaltung des Gartengrundstücks. „Wir haben mittlerweile ganze Familien, die sich engagieren. Der Jüngste ist fünf Jahre und unser ältester Senior blickt auf 88 Lebensjahre“, betont Hans Richter. Wer mitwirken möchte, muss Mitglied im Verein werden, weil die Nutzung ohne eine Mitgliedschaft eine nicht zulässige Unterverpachtung darstellen würde, erklärt Richter.
Das Grundstück wurde anhand eines Flächenplans strukturiert, die Gestaltung ist seit Anfang März bereits erstaunlich weit fortgeschritten. Vor der Gartenhütte wurde ein großer Bereich gepflastert, unter groß gewachsenen Bäumen wird eine Bank aufgestellt, an die Terrassenfläche schließt sich ein Kinderbereich an. Diese Gestaltungsflächen dienen vor allen Dingen als Orte der Begegnung und der Erholung – ganz nach der Lesart des Vereins natürlich für alle Generationen.
Weiterhin entsteht ein Pflanzenstreifen mit blühenden Stauden, die den Insekten als Nahrungsquelle dienen werden. Zwei Hochbeete wurden ebenfalls installiert und bereits bepflanzt, weitere Beete sollen folgen. Dort soll das aktive Gärtnern der Mitglieder erfolgen. Flankiert werden diese Flächen von einem Kräutergarten und einem Insektenhotel, das Grundstück wird mit einem Grünstreifen und einer Zaunanlage umgeben. „Wir kommen schnell voran. Spätestens nach den Sommerferien sollen die Flächen für Gemüse und Obst fertiggestellt sein“, berichtet Hans Richter weiter.
Die Idee vom gemeinsamen Gärtnern über alle Generationen hinweg scheint aufzugehen: Mittlerweile beantragen immer mehr Menschen eine Mitgliedschaft, darunter betagte Senioren ebenso wie Familien, die sich mit ihren Kindern in das Projekt tatkräftig einbringen. Seit Ende März seien 14 neue Mitglieder dem Verein beigetreten, der heute vier Generationen abdeckt. „Das sind, Stand heute, 68 Mitglieder und es werden von Woche zu Woche mehr“, freut sich der Vorsitzende. Viele der neuen Mitglieder seien zufällig an dem Grundstück vorbeigekommen, hätten neugierig die Aktivitäten beobachtet und sich nach den Projekt erkundigt.
Der Generationengarten kostet auch viel Geld. Deshalb sind Hans Richter und sein Vorstandsteam glücklich über die vielen Spenden von Firmen und Privatleuten. „Wir brauchen allerdings noch deutlich mehr Unterstützung“, wirbt Richter um weiteres Engagement. Dabei lobt er zahlreiche regionale Firmen, die das Projekt bereits kräftig unterstützt hätten.
Lässt es die Corona-Pandemie zu, dann wird der Generationengarten am 4. Juni um 16 Uhr mit einer kleinen Feier offiziell eingeweiht, ansonsten zu einem späteren Zeitpunkt.
https://www.badische-zeitung.de/generationengarten-in-muellheim-legt-gelungenen-start-hin–201895654.html (mehr …)
(Gu, aus alerts, 24.3)
Der interkulturelle Gemeinschaftsgarten „Himmelbeet“ in der Ruheplatzstraße 12 startet Anfang Mai in die Gartensaison. 160 Hochbeete werden jetzt wieder fit gemacht. Kiezbewohner beackern hier ihre kleinen Oasen und bauen Obst, Gemüse oder Kräuter an.Die Pachtbeete in dem Gemeinschaftsgarten sind alle schon vergeben. Doch auf der großen Fläche unweit vom Leopoldplatz gibt es auch einen Gemeinschaftsgarten, bei dem jeder mitmachen kann. Am 20. März hat das Himmelbeet-Team auf dem Wochenmarkt Leopoldplatz Sämlinge und Saatgut an interessierte Gartenfreunde vergeben. Sie züchten in den kommenden Wochen Kapuzinerkresse, Grünkohl, Brunkwinde und Anis-Ysop zu Hause an und bringen die Pflanzen zum Eröffnungsfest am 2. Mai in die Himmelbeet-Oase.
Auch zwölf Senioren vom Pflegeheim Goldenherz machen mit und wollen zukünftig gärtnern. In dem neuen generationenübergreifenden Projekt wollen die Himmelbeet-Macher Kinder und Senioren zusammenbringen. „Junges Grün und altes Wissen“ heißt das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Projekt. Künstlerisch begleitet wird es vom „Wir im Quartier“-Team, das im Auftrag des Quartiersmanagements Pankstraße Kunst und Kulturaktionen im Kiez organisiert. Die Senioren haben nicht nur die Pflanzbecher bekommen, sondern auch Pflanzenschilder gestaltet. Geplant war, dass sie das gemeinsam mit einer Willkommensklasse der Leo-Lionni-Schule machen. Doch wie Himmelbeet-Projektleiter Felix Lodes sagt, waren die 24 Flüchtlingskinder nicht gekommen. Die Schule hatte wohl Personalprobleme an dem Tag, so Lodes. Auch wenn der gemeinsame Auftakt nicht geklappt hat, soll es in den kommenden Monaten weitergehen. Die Senioren und Schüler sollen sich regelmäßig treffen. Nicht nur im Himmelbeet-Garten, wo weitere Aktionen geplant sind. Eine Idee ist zum Beispiel, dass die Schüler, die kaum Deutsch sprechen, im Hof des Seniorenheims Goldenherz in der Maxstraße gemeinsam mit den Bewohnern Hochbeete bauen und einen kleinen Garten anlegen. So etwas würde Lodes auch gern auf dem Schulhof der Leo-Lionni-Schule in der Müllerstraße machen.
http://www.berliner-woche.de/wedding/soziales/gemeinschaftsgarten-himmelbeet-startet-in-die-saison-d73195.html (mehr …)
(25.10., Gu Projektbesuch)
Der Drachengarten Murnau ist ein (noch) ganz kleiner Gemeinschaftsgarten unweit des Bahnhofs, der auf einer kommunalen Fläche entstanden ist, die an eine Kirche grenzt. AnsprechpartnerInnen sind jemand von der VHS und jemand vom Umweltamt. Es soll ein Mehrgenerationenprojekt sein und noch stärker werden. Bisher sind ein paar Beete (nur Kräuter) im Boden entstanden, die im Kreis angeordnet sind) und drumherum ist ein kleiner Zaun aus Weiden angelegt worden. Geräte werden mitgebracht, doch wollen sie eine Kiste bauen oder hinstellen. Wasser gab es bisher nur in Form von Regenwasser, doch wollen sie die Kirche ansprechen, ob sie das Regenwasser vom Dach sammeln können. Ansonsten denken sie über IBC-Container nach. Es gibt zwar ein Schild, doch auf dem steht lediglich „Drachengarten“. Es gibt dann ein aufkalppbares Infoboard, auf dem steht, um was es sich handelt und was als nächste Aufgaben ansteht. Es machen verschiedene Leute mit, eher Ältere. Ein paar Jugendliche sind dabei, die immer extra angesprochen werden. Sie sind derzeit auf der Suche nach einer Form für den Garten und die Betreuung des Gartens. Er ist so klein, dass es nicht so leicht vorstellbar ist, was man denn dort machen kann. Zumal, wenn man alleine da ist oder eben zu anderen Zeiten als die Gruppe. Das Projekt ist noch recht unbekannt, auch bei den anderen Vereinen. Sie wollen es im Rahmen von VHS-Veranstaltungen immer wieder vorstellen. Zu einer dieser VHS-Veranstaltungen kommt auch Ella und will Ausschnitte aus dem neuen Film vorstellen.
(Gu, Kurzrecherche 11.6.)
TT Witzenhausen initiiert(e) 2 Gartenprojekte:
„Ein generationenübergreifender Gemeinschaftsgarten entstand 2010. Das Grundstück wurde 2011 vom Land Hessen an eine Investorengruppe verkauft. Gemeinsam mit dem dort neugebauten Seniorenwohnheim der AWO planten wir einen Mehrgenerationengarten, der ab Frühjahr 2014 der Öffentlichkeit zur Verfügung steht.“