Schlagwort: Müll

  • Düsseldorf: schwere Zeiten für Düsselgrün

    Du hattest uns letztes Jahr angeschrieben und gefragt, wie es uns geht. Ich habe nicht geantwortet, denn wir hatten eine schlimme Zeit im Garten.

    2024 sind schon vermehrt Menschenin den Garten gekommen, die da nicht wirklich was zu suchen hatten. Einige Jugendliche

    “ Kifferbanden“ haben sich regelmässig dort getroffen und Berge von Müll hinterlassen. Mobiliar würde zerstört und der Ernteklau war erheblich.Es fand Prostitution im Garten statt und  vorzugsweise in den Sommermonaten war der Garten, wenn wir nicht anwesend waren, Treffpunkt für Wohnungslose und Suchtkranke Personen.

    Die Düsselgrün Gärtner waren damit beschäftigt regelmässig den Müll, und angeschleppten Sperrmüll aus dem Garten zu entfernen und die Leute zum Verlassen des Gartens zu bewegen. Das Bienenhaus wurde zerstört und die Bienen wurden vertrieben.

    Einige Gärtner verließen den in 2024 gegründeten Verein und es gab wenig neue Interessenten für die Mitarbeit und die Gestaltung.

    2025 erlebten wir nochmal eine Steigerung der Umstände. 

    Zwar konnten wir die Ordnungsbehörden und die Polizei dazu bewegen den Garten zu schützen und öfter „Streife“zugehen,dennoch nahm die Anzahl der unerwünschten Besucher zu und der Vandalismus auch.

    Die Menschen haben regelrechte Lager gebaut , wo sie sich aufgehalten haben. Überall lagen Fäkalien.

    Wir müssen unser Wasser abstellen, weil die Suchtkranken davon getrunken haben und sich wuschen.

    2025 haben wir dann nochmal 3 aktive Mitglieder verloren.

    Wir sind auf das Gartenamt und diverse Politiker und Vereine zugegangen und haben versucht unsere Situation in die Öffentlichkeit zu bringen.

    Das Gartenamt finanziert uns einen Zaun, der jetzt im Frühjahr gebaut wird.

    Wir sind nun kein offener Gemeinschaftsgarten mehr und müssen gemeinsam mit der neuen Situation umgehen.

    In der Nacht vom 1-2.1.26 wurde im Düsselgrün Garten ein Brandanschlag verübt. Jemand hat unsere Theke und unseren Werkzeug Schrank angezündet.

    Nachbarn haben die Feuerwehr gerufen. Anbei ein paar Bilder von 2.1.26. Eine Nachbarin hat uns mittags informiert.

    Am letzten Wochenende hatten wir ein Jahresplanungstreffen. Wir werden auf jeden Fall versuchen weiter zu machen .

    Da wir nur noch circa 15 Aktive sind, können wir den Garten nicht mehr gewohnter Weise bespielen und müssen uns auf die Basisaufgaben konzentrieren. 

    Der Garten wird dieses Jahr 15 Jahre alt

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  • Leipzig: Lenes Garten wird aufgelöst

    (Mail9 tatsächlich sind wir gerade dabei, uns aufzulösen und den Garten abzubauen. In den letzten beiden Jahren wurde es immer schwieriger den frei zugänglichen Garten in Stand zu halten, was u.a. daran lag, dass er von wohnungslosen und drogenkonsumierenden Personen genutzt wurde, generell Vandalismus zum Opfer fiel und immer wieder stark vermüllt war (teilweise Dinge aus Kleiderkontainern, Matratzen und sonstiger Müll). Daran wurde zudem spürbar, dass sich der Park und das Klientel über die Jahre verändert hat. Auch die ehrenamtliche Kerngruppe des Vereins ist kleiner geworden, neue Personen sind nicht dazu gekommen. Nach reiflicher Überlegung und mit schweren Herzens ist geben wir nach 9 Jahren auf.

    wir hatten, als es extrem war, tatsächlich Kontakt zu Streetworkern und den Garten als Problemspot benannt. Es ist in der Zwischenzeit etwas entspannter geworden. Aber generell ist das Problem der Vermüllung (insbesondere an Lenes Tauscho) und des Vandalismus im Park bei der Stadt bekannt. 
    Wir haben viel Freude an dem Projekt gehabt! Der Aufwand, den Garten zu erhalten, hat auf Dauer dann unsere Kräfte überstiegen.
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  • Berlin: Laskerwiese kämpft mit den Herausforderungen des öffentlichen Raums

    Die Gruppe ist dabei, die Container von den restlichen Spuren des Brandanschlags zu säubern. Es sind 2 Container, wobei der eine ausgebrannt ist und ggf. durch die Feuerwehr der zweite dann aufgebrochen wurde – die Schlösser waren beide aufgebrochen, viel des Inhalts des zweiten Containers lag davor verstreut rum.
    Einiges konnten sie inzwischen wieder nachkaufen, u.a. durch unsere Förderung. Von Peace of Land haben sie einiges an Werkzeugen und Materialien geschenkt bekommen.
    Sie müssen nach wie vor neben dem Garten auch den Park instand halten. Der besteht aus Sitzbereichen, Staudenbeeten, neu angelegten Blühwiesen, Rasen, einem Hügel, einer „Sportstätte“(ob die dazu gehört, weiß ich nicht).
    Wasser bekommen sie zum einen vom Lidl-Dach->Zisterne->Leitung in den Garten mit Pumpe, Brunnen im Garten und für den Park nutzen sie Frischwasser
    Es kommen immer wieder neu Interessierte dazu, andere hören auf, u.a., da doch einiges kurz vorm Reifepunkte geklaut wird. Einige setzen nun eher auf Blumen und wollen damit noch mehr für Insektenvielfalt tun. Als ich da war, flog eine Holzbiene durch den Garten.
    Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten im Garten bauen sie immer mehr wieder da. Obdachlose nisten sich ein. Manche Menschen kacken in die Beete, immer wieder wird Müll einfach liegen gelassen, wobei es Mülleimer gibt. Diese reichen aber nicht und die Gruppe musste selbstgebaute wieder abnehmen, da der Bezirk/die Stadt einheitliche Mülleimer in den Parks möchte. Die Leerung der Mülleimer durch die BSR funktioniert, doch werden Säcke mit Müll derzeit nicht mehr abtransportiert. Bislang war das kein Problem.
    Der Park wird von Drogenmenschen genutzt, offener Drogenkonsum findet oft statt. Und es findet Vandalismus statt, derzeit ist ein Tor zum Garten eingetreten worden (die sind nicht abgeschlossen).
    Der Verein hat Kontakt mit Gangway gehabt, die sind aber nur 2x gekommen. Sie haben Kontakt mit den Schupos aufegommen mit Bitte, den Park/Garten mit in die Kontrollrunden aufzunehmen, sie versuchen, Garten und Park sauber und ordentlich zu halten (um nicht nach der Broken Windows Theroie dazu einzuladen, mehr Müll da zu lassen etc.), hat alles nix geholfen bisher oder nur wenig.
    Die Gruppe hat Verständnis für die Überforderung des Bezirks, in dem es viele Probleme gibt und Lakserwiese ist daran gemessen nur ein kleines Projekt.
    Ihr aktuelles Sorgenkind ist der Teich. Die Folie war kaputt, der Teich ist abgelassen, die Folie entfernt, nun muss er saniert werden.
    Sie haben für dieses Jahr schon recht viel Geld akquiriert. Von uns, FEIN-Mittel, Spenden wegen des Brands, doch reicht das noch nicht. Außerdem ist es richtig schwierig, Handwerker*innen für die Sanierung zu bekommen.
    Alle Gärtner*innen wohnen fussläufig vom Garten oder in kurzer Raddistanz. Meine Hauptgesprächspartnerin ist zum Garten gekommen, als es ihr eine Zeitlang seelisch nicht gut ging und sie Natur und Gemeinschaft brauchte. Sie ist im Vorstand und engagiert sich für Artenvielfalt und Insektenschutz. (mehr …)

  • Leipzig: Konzeptänderung bei Lenes Garten

    (Sachbericht)

    Hauptziel der Förderung war es in erster Linie, den urbanen, frei zugänglichen Garten
    InstandzuhaltenundinFormkleinererProjektezuerweitern.Dazuzählten
    hauptsächlichReparaturarbeiten,NeubautenundAnschaffungendiverserMaterialien.
    Auch in 2022 hat sich der Stadtteil Reudnitz, dessen Zentrum im Sommer der Lene-Voigt-
    Park darstellt, weiter vergrößert und erfreut sich großer Beliebtheit. So sind angrenzend
    indennächstenJahrengroßeBaumaßnahmen(Grundschule,Kita,Sporthalle,
    Gymnasium)geplant.ImStadtteilentstehenweitereLadengeschäfte,Cafésund
    Wohngebäude. Wir hoffen, die urbane Gartenfläche erhalten zu können, da Grünflächen,
    insbesondere Gärten, positive Erholungs- und Freizeitangebote sind. Lenes Schulgarten
    ist weiterhin Teil des Gesamtprojektes. Das offene Konzept des Gartens ist seit seiner
    Gründung 2016 beibehalten worden.

    Umsetzung
    Reparaturarbeiten, Neubauten, Anschaffungen sowie Vernetzung
    VordemoffiziellenSaisonstartwurdedieBeetemitHornspänegedüngtundneuer
    torffreierBio-ErdeausdemBaumarktaufgefüllt.PflanzenundSaatgutwurdenbei
    regionalen Anbietern erworben, wozu die Gärtnerei Annalinde GmbH (Jungpflanzen) und
    Beetliebe (Saatgut) zählten. Beim Frühjahrsputz im April 2022 folgte die Saisoneröffnung
    bei Kaffee und Kuchen mit einer Saatgutverschenkeaktion und einem Pflanzfest Anfang
    Mai. In den Sommermonaten kümmerten wir uns vor allem um die Pflanzen. Zudem
    kamen u.a. im Rahmen eines Stadtteilrundgangs viele Besucher*innen vorbei, denen wir
    den Garten vorstellten und fürFragen zur Verfügung standen.
    BeidenumgesetztenBaumaßnahmenwurdebesondersaufStabilitätund
    Reparierbarkeit geachtet. Konkret wurde der Schaukasten, der immer wieder mit Graffitis
    beschmutzt wurde, durch eine Holzvarianteersetzt. Diese neue Holztafel schützt die
    Aushänge(laminierteFolien)vorRegen,istneulackierbarbzw.kannabgeschliffen
    werden und sehr stabil. Der 1000 Liter fassende Wassertank wurde auf eine aufwendige
    Holzkonstruktion gesetzt, die ebenfalls sehr stabil ist und im Boden verankert wurde.Im
    Rahmen dessen konnte sich Lenes Garten als Wasserquelle bei der Initiative „Leipzig
    gießt“ registrieren.
    Für die kommende Saison werden wir uns dahingehend stärker bei

    Aktionen rund um Wasserknappheit engagieren und uns mit Freiwilligen bspw. um das
    Gießen der Bäume im Park kümmern. Bänke und Sitzgelegenheiten wurden mit neu
    erworbenem Holz bei einer gemeinsamen Aktion im Sommer 2022 baulich optimiert und
    ausgebessert,wozuaucheinNeuanstrichzählte.KleinereInstandsetzungsarbeiten
    folgten im Herbst 2022. Ein Flohmarkt im Garten konnte im Herbst realisiert werden. Das
    zeitgleich stattfindende Erntedankfest war ein großer Erfolg.

    Der Garten war in der Saison 2022 abermals von de nallgemeinen Problemen wie
    Vandalismus,Pflanzenklau und Vermüllung betroffen.Um dem Müllproblem
    entgegenzuwirken, wurde ein wöchentlicher Mülldienst einberufen, wofür Müllgreifer, –
    säcke,eine feuerfeste AbfalltonneundHandschuheangeschafftwurden.Neben dem
    „normal“ anfallenden Müll werden oft Kleidung und Kleinmöbel im Garten abgeladen, die
    durch uns ebenfalls fachgerechte entsorgt werden.
    Um im Austausch mit anderen Leipziger Gemeinschaftsgärten zu bleiben, engagierten
    wirunsweiterhinaktivbeiNELGE(NetzwerkLeipzigerGemeinschaftsgärten).Wir
    standen außerdem Studierenden und Forschenden, u.a. der Umweltwissenschaften und
    Stadtraumplanung aus verschiedenen Teilen Deutschlands für Umfragen und Interviews
    sowohl online als auch vor Ort zur Verfügung. Zudem fand in 2022 eine Vernetzung mit
    dem sich damals in Gründung befindlichen Stadtteilverein Ostbüro e.V. statt, das die
    Belange des Stadtteils in den Fokus nimmt.

    Erfahrungswerte
    In den letzten Jahren ist ein Wandel des Parks hin zu einen sozialen Brennpunkt
    beobachtbar, der uns vor neue Herausforderung stellt. Als wenig exponierter Bereich
    wird Lenes Garten auch zum temporären Rückzugsraum für Drogenkonsumierende oder
    Wohnungslose. In der Sommerzeit ist der Park in den Abendstunden stark frequentiert
    und wird zum Feiern genutzt. Aufgrund der genannten Punkte kommt es zu ständiger
    Vermüllung und anhaltenden Vandalismus, was unsere Frustrationsgrenze auf die Probe
    stellt.Insgesamt ließ das Interesse an einer verbindlichen Mitwirkung für eine Saison
    während und auch nach der Pandemie nach. Die wenigen Beetpat*innen gaben schnell
    aufundbliebendenGartenbzw.ihrerHochbeeteinheitvermehrtfern.Auchdie
    Workshopsverlorendaheranihrem„Workshopcharakter“,danurvereinzeltneue
    Beetpat*innenverbindlich zu Terminen kamen undauch die Kommunikation mit der
    „Kerngruppe“ war dadurch erschwert. Der Verein hat deshalb das Gartenkonzept für
    2023 angepasst und einen neuen Vorstand gewählt.

    Fazit / Ausblick
    Das offene Konzept des Gartens soll auch 2023 beibehalten, jedoch modifiziert werden.
    So wird es fortan keine Beetpat*innen für einzelne Beeteinheiten mehr geben, sondern
    nur noch kollekti vgegärtnert, wofür die Hochbeete als Gemeinschaftsbeete genutzt
    werden. Zudem wird Vereinen aus dem Stadtteil die Möglichkeit gegeben, Hochbeete in
    ihren Namen zu bewirtschaften. Die Aufgaben de rKommunikation und
    Öffentlichkeitsarbeit wurden auf mehrere Schulter naufgeteilt, damit die Planungen
    transparenter werden. Es sind erneutWorkshops zu Gartenkosmetik in Planung.Der
    Ostbüroe.V.bewirtschafteteinHochbeet,sodass die Zusammenarbeit mit lokalen
    Akteuren verstetigt werden konnte. Zudem besitzt Lenes Garten nun einen Instagram-
    Kanal.


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  • Berlin: Paulusgarten geht einmal um die Pauluskirche

    (Projektbesuch)

    Zunächst hat die Kirchengemeide das durch einen Nachbarn gestartete Gartenprojekt nicht weiter interessiert. Er bekam die Erlaubnis, die Flächen um die Kirche zu bepflanzen. Es kamen Menschen dazu und eine neue Pfarrerin organisierte das dann so, dass der Garten Teil des Angebots der Kirchengemeinde für die Nachbarschaft ist. Wer möchte, kann mitmachen – ohne Kirchengemeidenmitglied zu sein. Die ca. 10-köpfige Gruppe trifft sich jeden Samstag zum gemeinsamen Gärtern, eine bis zwei Gärtner*innen, die direkt gegenüber wohnen, gießen zwischendurch.
    Die Fläche wirkt teils wild überwuchert, teils sieht man, dass gegärtnert wird. Es gibt ein paar wenige Hochbeete, viele Sträucher und Stauden, einiges an Beeren und Kräutern und ein bisschen Gemüse. Seit kurzer Zeit haben sie mittels einer Schnur, die can 30 cm über dem Boden entlang des Gartens gespannt ist, eine ein bisschen sichtbare Markierung geschaffen, dass hier „etwa anderes anfängt“. Das Liegenlassen von Müll, das Zerdeppern von Flaschen etc. hat so ein wenig angenommen. Eine weitere Problematik ist, dass Spritzen gefunden werden und auch andere Drogen konsumiert werden. Sobald die Büsche runtergeschnitten sind, wird das weniger. Ab und an schläft auch jemand im Garten.
    Es gibt keine Schilder, die den Garten und die Möglichkeit, mitzumachen oder auch einfach zu ernten, doch das wollen sie nun angehen. Viele Interessierte denken, dass das ein Projekt der Kirche ist und sie zur Kirche gehören müssen, um mitzumachen. Viele trauen sich nicht, auch nur eine Beere zu ernten.
    Sie ernten Regenwasser von den Kirchendächern, doch es regnet nicht genug. Es gibt auch einen Wasseranschluss und seit kurzer Zeit haben sie einen Schlauch (vorher musste alles mit Kannen gegossen werden, was stundenlang gedauert hat). Werkzeug ist in einer für alle zugänglichen Kiste. Strom wird es auch bald geben, so dass elektrische Geräte angeschlossen werden können.
    Sie brauchen neue Erde und wollen auch mehr Gemüse anbauen.
    Der Garten wird regelmäßig im Gemeindebrief vorgestellt und auch auf der homepage der Kirchen wird er kurz erwähnt.

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  • Leipzig: Lenes Garten kämpft mit Vandalismus

    (Antrag/Antworten)

    ist Lenes Schulgarten die eine Parzelle von Lenes Garten für die DPFA zur Verfügung stellen? Ist diese Parzelle Teil von Lenes Garten oder ist die woanders?

    Der Schulgarten befindet sich in der hinteren Parzelle des Gartens, in der auch der Wassertank steht. Wir haben der Schule in der letzten Saison unsere Infrastruktur bzw. ganz konkret ein bestehendes Hochbeet zur Verfügung gestellt und dafür eine Spende von 120 EUR erhalten (was dem empfohlenen Spendenbetrag für die 4 Beeteinheiten eines Hochbeetes entspricht). Zudem haben die Schüler:innen gemeinsam mit den Lehrer:innen der Schule neben dem bestehenden ein eigenes Hochbeet, wofür wir Baupläne und Anleitung zur Verfügung gestellt haben, sowie unter Eigenregie ein grünes Klassenzimmer gebaut.

    – wer, wenn Sie das wissen, vermüllt und vandaliert und was haben Sie bisher ausprobiert? Gibt es hier Unterstützung von Seiten der Stadt? Betrifft das hauptsächlich den Garten oder den ganzen Park?

    Das Problem betrifft den ganzen Park und auch andere Initiativen vor Ort, wie bspw. Lenes Tauscho (= Tauschregal). Vandalismus in Form von Graffitis, Tags, mutwilliger Zerstörung oder in unserem Fall auch Pflanzenklau sind überall zu finden. Bei Lenes Garten kommt die versteckte Lage hinzu, die Personen einen Rückzugsraum bietet. Viele Geschehnisse im Garten sind auch einfach nicht nachvollziehbar, da sie vor allem abends/nachts ablaufen.

    Vor allem Jugendgruppen sitzen häufig im Garten, die für Müll und Vandalismus teilweise verantwortlich sind. Es halten sich auch Menschen im Garten auf, die dort Drogen konsumieren und genutzte Utensilien hinterlassen. Manchmal deuten Spuren auf Übernachtungsgäste, die ggf. obdachlos sind. Matratzen, Pappen und Decken auf den Bänken, aber auch Kleidung aus Kleiderspendekontainern oder Umsonstkisten finden sich an.

    Wir sind vor allem im Sommer sehr bemüht alle 1 bis 2 Tage aufzuräumen und potenziell für Kinder gefährliche Gegenstände zu entfernen und Ordnung zu wahren.

    Insgesamt hat der Vandalismus im Garten etwas nachgelassen, was uns eine gewisse Wertschätzung des Gartens vermittelt. Im Vergleich zu

    2016 ist die Drogenproblematik sichtbarer geworden.

    Die genannten Probleme sind bei der Stadt durchaus bekannt. Es gibt wohl auch verantwortliche Streetworker:innen für den Park. Zudem ist die Polizeipräsenz höher (auch/vor allem in Zeiten der Pandemie).

    – Was für Konzepte gibt es, um Vermüllung und den Vandalismus verhindern?

    Offene Kommunikation ist ein Konzept: Wenn wir Personen/Gruppen vor Ort antreffen, die Kippenstummel, Verpackungen etc. liegen lassen, sprechen wir das an und bitten um Beachtung der Sauberkeit.

    Wir haben einen Mülleimer neben der Sitzecke gut sichtbar aufgestellt (und angeschlossen). Dieser hat jedoch über die Jahre seine Form verloren und soll gegen eine stabilere Version mit fest angebrachten Deckel getauscht werden.

    Ansonsten erneuern wir regelmäßig unsere Aushänge im Garten, die über das Konzept oder auch mit kontextspezifischen Schildern zu Müll, Hundekot oder dem Garten als inadäquater Ersatz für eine öffentliche Toilette aufklären.

    Insgesamt versuchen wir einen „Broken window“-Effekt im Garten zu vermeiden, d. h. Verhaltensspuren zu beseitigen, die noch mehr ungewolltes Verhalten nach sich ziehen.

    – wie viele Beete gibt es derzeit und wie groß war nochmal die Fläche?

    Lenes Garten (ohne den Schulgarten) verfügt über 5 Hochbeete (davon ein flaches Beet, das sog. Kinderbeet), zwei kleine kubische Beete (Minze und Blumen für Insekten), eine Kartoffelpyramide und eine Kräuterspirale.

    Ein Hochbeet (3m x 1m) besteht aus 4 Beeteinheiten und wird von einzelnen Personen oder Gruppen bewirtschaftet.

    Die Fläche beträgt 490 m² (inklusive Hecken und Wege), davon sind 325m² als reine Gartenfläche ausgewiesen.

    – Die Stadt Leipzig fördert und unterstützt ja u.a. Gemeinschaftsgärten, haben Sie dort auch schon mal nach Unterstützung gefragt? Z.B. hinsichtlich des Grünschnittcontainers und des Häckslers und auch der Erde? (Benzin ist übrigens bei der anstiftung nicht förderfähig).

    Ja, das haben wir. Tatsächlich sind wir für den Verschnitt und dessen Entsorgung als Pächter:innen der Fläche selbst verantwortlich.

    Das Amt für Grünflächen und Gewässer ist unser Ansprechpartner bei der Stadt. Hinsichtlich der Verantwortlichkeiten anderer Stellen/Ämter/der im Park tätigen Personen, die für Reinigung, Pflege und Co. zuständig sind (v. a. die Stadtreinigung), gibt es keine transparente Kommunikation bzw. stellt sich diese als schwierig heraus. Es gibt keine verbindlichen Regelungen oder Absprachen.

    Wir sind bemüht, erneut Kontakt zur Stadtreinigung zu suchen, um günstige Möglichkeiten zur Entsorgung von Verschnitt zu finden. Bezüglich des kalkulierten Grünschnittkontainers und dessen hoher Kosten (399 EUR) haben wir lange gehadert und sind nach nochmaliger Beratung zu dem Entschluss gekommen, dass wir diese Position wieder aus dem Antrag streichen wollen. Die aktuellen Alternativen sind:

    – den vorhandenen bzw. neu anfallenden Verschnitt komplett zu häckseln (an ca. 2 Tagen vor Ort) inkl. der Gewinnung von Holzschnetzeln zur Weiterverwendung im Garten oder

    – der selbst organisierte Transport des Verschnitts in mehreren Touren zum Wertstoffhof Der zeitliche und auch ehrenamtliche Arbeitsaufwand ist hier wesentlich höher, aber in gemeinsamen Aktionen machbar.

    Die Stadt bietet auch eine Förderung an. Diese wurde vor einigen Jahren durch die Erweiterung der Fachförderrichtlinien von Kleingärten nun auch Gemeinschaftsgärten ermöglicht.

    Der Aufwand der Beantragung ist sehr hoch und vor allem an den Bedarfen der Kleingärten orientiert. Aus dem Austausch mit anderen urbanen Gärten wissen wir, dass es hier bzgl. der Verteilung der Fördersummen Probleme gab bzw. die beantragten Summen nicht voll gewährt werden konnten.

    – Was für ein Pavillion soll im Garten stehen und woher würden Sie diesen beziehen?

    Es handelt sich um einen robusten, auf- und abbaubaren Pavillon (Faltpavillon für ca. 90 EUR), den wir nur temporär für Veranstaltungen (Flohmarkt, Workshops, Saisonauftakt, etc.) als

    Sonnen- und Regenschutz aufstellen wollen. Wir dürfen leider keine festen Bauten auf der Fläche errichten, wozu auch selbst gebaute Pavillons oder Carportähnliche Überdachungen zu zählen sind. Daher müssen wir uns auf einfache Pavillons zurückgreifen, die leider nicht ewig halten. Hierbei handelt es sich um die zweite Anschaffung dieser Art.

    – Sollen Bänke und Tische für die Sitzecke selber gebaut oder fertig gekauft werden? Wenn Sie gebaut werden, wer würde da mitbauen?

    Die Bänke und der Tisch werden selbst geplant und errichtet. Gleiches gilt für die Unterkonstruktion des Wassertanks und die Igelhecke. Auch die bestehenden Bänke, die wir ebenfalls selbst gebaut hatten, werden repariert und erweitert (Austausch und Hinzufügen von Latten, Rückenlehne erneuern, Streichen). Dafür haben wir entsprechendes Material (vor allem das Holz, aber auch Schrauben, Farbe etc.) einberechnet. Das Ganze setzen wir in Workshops um und laden über unseren Newsletter bzw. Social Media Interessierte und unsere Gärtner:innen ein. Je nach Aufwand findet die Umsetzung des Workshops „Sitzecke“ in 1 bis 2 Tageseinsätzen statt, gegebenenfalls auch an zwei Wochenden.

    – Wo werden die Werkzeuge untergebracht und wie werden die gegen Vandalismus und Diebstahl gesichert werden können?

    Wir können die Werkzeuge und Gartengeräte (Schaufel, Spaten, Sägen, Schlauch, Wasseruhr etc.) nicht vor Ort lagern. Eine schwere und große Metallkiste, Laube bzw. Hütte (die wir nicht errichten dürfen) oder Ähnliches würden aufgebrochen werden und zu Diebstahl führen. Ungefähr in 50m Entfernung haben wir dir Möglichkeit über Gartenfreund:innen erhalten, unsere Geräte in einem eigenem Keller zu lagern, was seit mehreren Jahren gut funktioniert. Bei Bedarf werden die benötigten Dinge in den Garten gebracht und zur Verfügung gestellt.

    Ausgeschlossen davon sind die alltäglichen Gartenwerkzeuge, wie Kombihacke und Blumenkelle sowie Gießkannen, die über Zahlenschlösser gesichert am Wassertank hängen und von den Gärtner:innen, denen der Zahlencode vorliegt, genutzt werden können. Diese Schlösser müssen aufgrund von Verlust oder Vandalismus regelmäßig erneuert werden. Auch hier sind wir bemüht ein haltbares/unknackbares Schloss zu finden.

    – Wie beteiligen sich die Gärtner*innen nochmal an den Kosten und was trägt die Schule für die Finanzierung bei?

    Die Gärtner:innen beteiligen sich in Form einer Spende zur Nutzung der Beeteinheit. Ein Hochbeet besteht aus 4 Beeteinheiten, wobei wir pro Saison 20-40 EUR pro genutzter Beeteinheit veranschlagen.

    Die Schule zahlt für das von uns gestellte Hochbeet 120 EUR pro Saison.


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  • Augsburg: Gartopia gibt es nicht mehr

    (Mail)

    Nach mehrmaligem massivem Vandalismus, extremster Vermüllung, fehlendem Engagement der Gärtner und einer total bescheuerten Entbuschungsaktion der Stadt (dadurch ist die Hälfte der Fläche unbrauchbar) geben wir Gartopia wieder auf.
    Eigentlich wollten wir dem Ganzen dieses Jahr nochmal eine Chance geben. Nachdem letztes Jahr die Leute festgestellt haben, dass nicht immer Lockdown sein wird und sie dann keinen Bock mehr auf Gärtnern haben. Der Versuch neue Aktive zu finden, hat leider auch nicht geklappt.
    Bevor wir nun zu zweit alleine auf der ganzen Arbeit sitzen bleiben, geben wir die Fläche wieder ab.

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  • München: Werksgarten hat sich gut entwickelt

    (Projektbesuch)
    Der Werksgarten liegt direkt an einem der Eingänge des neu entstehenden WerkViertels. Der Garten ist ganz offen. Es gärtnern gut 20 Menschen hier, wer noch mitmachen möchte, kann ein Hochbeet bekommen und loslegen. Die Gruppe besteht aus Leuten, die auf dem Gelände oder in umliegenden Firmen arbeiten, inzwischen aber auch aus der Nachbarschaft kommen. Es gibt eine Koordinatorin, die mitgärtnert und einen Ansprechpartner von Seiten der OttoEckhart Stiftung, der auch bei der OTEC-AG arbeitet (http://www.otec-muenchen.de/), die das Gelände „entwickelt“. Den Gemeinschaftsgarten war für ihn von Anfang an Teil des Gesamt-Werkviertel-Konzepts. Ziel ist es, Menschen zusammen zu bringen, einen Ort zu haben, an dem sich Leute aus den Büros und der Nachbarschaft treffen und gemeinsam tätig werden können.
    Wasser kommt aus IBC-Containern, die von der GaLaBau-Firma befüllt werden, die für das Gesamtgelände zuständig ist.
    Die Stiftung bereitet die Hochbeete mit Erde und einer ersten Gemüsepflanzung vor und übergibt das dann den Gärtner*innen. Ca. 1x Monat gibt es einen kleinen Workshop oder eine kleine Veranstaltung.
    Sie haben beobachtet, dass die Beete im Gemeinschaftsgarten (sind gepflegt, man sieht, dass hier Leute Gemüse anbauen und sich kümmern) nicht als Mülleimer zweckentfremdet werden und auch nicht zerstört werden. Manche der anderen Beete auf dem Gelände sehen anders aus: Müll und Zigarettenkippen werden hier entsorgt.

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  • GG in Geislingen vor dem Aus

    (alerts)

    Für die Initiatorin des Geislinger Gemeinschaftsgartens Elke Bühler steht das Projekt vor dem Aus. Sie beklagt mangelndes Interesse und ein Müllproblem.

    „Ich bin traurig und enttäuscht“, sagt Elke Bühler, eine der Initiatorinnen des Geislinger Gemeinschaftsgartens. „Dass das Projekt in Geislingen nicht läuft, hätte ich nicht gedacht.“ Der Initiative gibt sie noch eine letzte Chance: „Wenn wir in diesem Jahr keine neuen Mitglieder bekommen, war es das mit dem Garten.“

    Müll und Unkraut statt Blumen und Gemüse

    In den 20 Hochbeeten des Gemeinschaftsgartens am Tälesbahnhof wuchert es wild. Das Gelände sieht verlassen aus und es sprießt jede Menge Unkraut. Unter der Sitzecke liegt Müll. Es fällt einem schwer sich vorzustellen, dass dort vor nicht allzu langer Zeit Blumen empor rankten und der Garten durch den Anbau von Gemüse ansprechend wirkte.

    Pflanzen Gemeinschaftsgarten beteiligt sich an Soja-Projekt

    Im Geislinger Gemeinschaftsgarten wird zum zweiten Mal Soja angebaut. Das Projekt soll helfen, Bio-Bohnen in Deutschland heimisch zu machen.

    Hinter dem Projekt Gemeinschaftsgarten steckt die Idee, einen „Treffpunkt für Jung bis Alt, für Migranten und Alteingesessene, für Nachbarn und für Studenten“ anzubieten. So ist es auf der Facebook-Seite nachzulesen. Die Geislinger Stadtgemeinschaft soll durch das Projekt enger zusammenwachsen, so der erklärte Anspruch. Doch die Realität sieht anders aus: „Eigentlich ist im Gemeinschaftsgarten nichts mehr los“, sagt Bühler.

    Kaum einer will sich noch engagieren

    Dass der Garten inzwischen wie ein Stück urbane Wildnis aussieht, liegt laut Bühler daran, dass sich kaum mehr Mitstreiter für das Projekt engagieren: „Einige unserer ehemaligen Aktiven sind umgezogen, haben keine Zeit mehr oder lassen sich von einer anliegenden Großbaustelle abschrecken.“ In Person von Anke Heller hörte zudem eine der beiden Initiatorinnen des Projekts aus Zeitgründen auf. Die „kritische Masse“, die es braucht, um das Projekt am Leben zu halten, liegt laut Bühler bei acht bis zwölf Personen. Für die Initiative waren aber selbst 14 Aktive, die es zur Hochphase gab, zu wenig. Wegen der zuletzt geringen Anzahl an Mitstreitern wurden die Aufgaben nur noch auf wenige Schultern verteilt. Ein regelmäßiges Treffen der Hobbygärtner gebe es derzeit nicht mehr. Das verbliebene halbe Dutzend an Aktiven habe in diesem Jahr lediglich eine Wildblumenmischung für Bienen ausgebracht.

    Urban Gardening Der Gemeinschaftsgarten geht in den Winterschlaf

    Der Gemeinschaftsgarten am Tälesbahnhof ist für die Winterpause vorbereitet. Einige Pflanzen bleiben zum Wohl der Natur stehen.

    30 Stunden, um den Müll anderer Leute aufzuräumen

    Den Freizeitgärtnern macht jedoch ein weiteres Problem zu schaffen: Laut Bühler lassen regelmäßig Personen, die sich auf dem Gelände aufhalten, ihren Müll liegen. „Obwohl ich es okay finde, wenn Leute sich dort hinsetzen, stört natürlich der Müll.“ Bereits in der Summe 30 Stunden seien die Mitglieder des Gemeinschaftsgartens damit beschäftigt gewesen, diese Hinterlassenschaften wegzuräumen. Um dem Problem Herr zu werden, habe man Mülltüten ausgehängt mit der Aufforderung, das Gelände sauberzuhalten. Genützt habe das nichts.

    Allerdings ist Bühler nach wie vor von der ursprünglichen Idee überzeugt:  „Es ist schön, der Natur nahe zu sein – und ein Erlebnis, wenn die eigenen Pflanzen wachsen“, sagt sie. Außerdem sei ein Gemeinschaftsgarten optimal für Leute, denen ein eigener Garten zu viel Arbeit ist.

    In Göppingen hat ähnliches Projekt gerade angefangen

    Während der Geislinger Gemeinschaftsgarten womöglich vor dem Aus steht, beginnt das Projekt in Göppingen erst: Bei der Oberhofengemeinde öffnete Anfang Juli ein solcher Garten. Bühler räumt dieser Initiative mehr Chancen ein: Es gebe im Unterschied zu Geislingen einen Wasseranschluss und Toiletten. Außerdem sei das Projekt von der Kirchengemeinde organisiert. (mehr …)

  • Neuland hat jetzt feste Öffnungszeiten

    (RSS)

    NeuLand hat jetzt feste Öffnungszeiten

    Nur eines der Zwischenlager von Flaschensammlern in unserem Garten.

    Wir haben lange mit uns gerungen. Sehr lange. Dann haben wir lange diskutiert. Sehr lange. Nach mehr als einem Jahr, in dem wir immer wieder das Für und Wider abgewogen haben, hat die Mitglieder-Versammlung des NeuLand e.V. mit großer Mehrheit eine Entscheidung getroffen. Und jetzt ist es so weit. Unser Garten hat ab sofort feste Öffnungszeiten. Und das Beste: Während dieser Zeiten stehen Euch verlässlich kompetente Ansprechpartner zur Verfügung. Von Beginn der Gartensaison Anfang März öffnen wir für Euch donnerstags und freitags von 16 Uhr bis 20 Uhr, samstags von 11 Uhr bis 20 Uhr und sonntags von 15 Uhr bis 18 Uhr. Das gilt bis zum Ende der Gartensaison im Oktober. Dann werden wir Bilanz ziehen und entscheiden, ob die Öffnungszeiten beibehalten werden. Bis zum Saisonbeginn ist der Garten ab sofort geschlossen. Der Eingang an der Koblenzer Straße bleibt zu. Am Eingang Alteburger Straße wird eine Tür mit einem Zugangs-Code installiert. Alle Gärtnerinnen und Gärtner erhalten natürlich den Code und können den Garten jederzeit betreten. Gruppen, die unseren Garten besuchen möchten, wenden sich bitte per Mail an uns unter info@neuland-koeln.de. Wir werden den Besuch auf jeden Fall ermöglichen.

    Reste eine nächtlichen Party in der Halle des Volkes.

    Wir haben die Frage gehört: „Dürft Ihr das?“ Ja. Wir haben mit dem Liegenschaftsbetrieb des Landes, dem das Grundstück gehört, einen Zwischennutzungsvertrag geschlossen. Wir sind sozusagen Hausherren und -herrinnen. Damit haben wir ein Stück weit Hausrecht. Die andere Debatte: Muss ein Gemeinschaftsgarten nicht ständig zugänglich sein? Zum einen: Niemand würde sagen, dass ein Hallenbad oder eine Stadtbücherei keine öffentlichen Orte sind, nur weil sie Öffnungszeiten haben. Zum anderen: Außer NeuLand gab es in den vergangenen Jahren kein Urban-Gardening-Projekt, das wir kennen und das immer offen stand.

    Jemand hatte zwei Kisten unserer Bienenvölker nachts umgetreten.

    Sieben Jahre lang war der Garten an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr geöffnet. Wir haben von Anfang an immer viel Arbeit damit gehabt, den Müll einzusammeln und zu entsorgen, den Besucherinnen und Besucher hinterlassen haben. Geschenkt. Aber jetzt reicht es: Wir haben keinen Bock mehr auf den Typen, der mit seinem Mercedes Sprinter am hellichten Tag in unseren Garten fährt, zwei von unseren Schubkarren einlädt und damit verschwindet. Oder auf den Typen, der an unserer Außensteckdose sein Elektro-Auto auflädt, weil er angeblich glaubt, dass ein „so tolles Projekt den Strom doch garantiert geschenkt bekommt“. Bekommt es übrigens selbstverständlich nicht. Er aber bei uns schon. Oder auf Typen, die zur Erntezeit mit Plastiktüten auftauchen, unser Gemüse klauen und sich dabei mit beiden Händen froschgrüne Erdbeeren in den Mund schieben.

    Alle zwei Monate Spermüll. Wir entsorgen für andere.

    Oder auf Typen, die mit Messern und Schraubenziehern möglichst weit unten in unsere Wassertanks stechen. Wir haben echt keinen Bock mehr auf Typen, die riesige alte Röhrenfernseher und schrottige große Trampolins über Nacht in unserem Garten „entsorgen“. Und Raclette-Grills, Staubsauger in mehreren Teilen, Kaffeemaschinen, Computer-Monitore, Autoreifen und so weiter auf der unendlichen Liste von Gegenständen, die nicht in die heimische Mülltonne passen. Und ja, wir haben keinen Bock mehr auf Typen, die in unserer Halle des Volkes Jägermeister-Orgien feiern, dabei in unsere Pflanzkisten pissen und in unsere blauen Tonnen scheißen. Es reicht. All diese Typen können gerne wegbleiben. Auf Euch andere freuen wir uns nach wie vor wie Bolle. Denn wir haben in den sieben Jahren jede Menge tolle Leute kennen gelernt. Leute wie Euch. Und das soll natürlich so bleiben. Kommt vorbei. Ihr wisst ja jetzt, wann wir da sind.

    und hier noch ein Artikel dazu:
    https://www.meinesuedstadt.de/neuland-hat-jetzt-oeffnungszeiten/


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  • Ab geht die Lucie will „Spielplatzregelung“, um Alkoholkonsum und Konflikte einzudämmen

    (Gu, RSS)

    Leider gibt es aktuell ein Problem, das uns herausfordert. Wie schon im letzten Sommer ist unser Dialog mit den Lucie “Stammgästen“, also den verschiedenen wohnungslosen, oft alkoholkranken Menschen, die sich dauerhaft auf dem Lucie-Flechtmann-Platz aufhalten, in Schieflage geraten. Letztes Jahr haben wir vermutlich unser eigenes Problem gefördert: Mit unserem Gewächshaus haben wir uns einerseits einen kleinen Traum erfüllt und in den frühen Sommermonaten Aubergine und Melonen in Bremen angebaut. Spätestens ab August jedoch war das Gewächshaus „besetzt“ und Gespräche mit den Wohnungslosen sind wirkunglos geblieben. Die Folge war, dass wir das Gewächshaus wieder abbauen mussten. Die nächtlichen Gelage, der Lärmpegel, vor allem auch der viele Müll, sowie eine unangenehme Atmosphäre auf dem Platz haben zu der Konsequenz geführt, dass es seitdem keine Überdachungen mehr auf der Lucie gibt.
    Wir haben den Wohnungslosen wiederholt erklärt: „Die Lucie ist Garten für alle, aber kein Platz zum Schlafen, kein Lager für Kleidung, Essen, Schlafsäcke usw.“. Und wir haben entsprechend gehandelt und alles entsorgt was nicht zum Garten gehörte.

    Zudem haben wir an verschiedenen Stellen nach Unterstützung gesucht, als die Stimmung gekippt und ein offener Streit zwischen „uns“ und den Wohnungslosen entstanden war. Doch weder im Ortsamt, noch bei der Inneren Mission, noch bei der Polizei hatte man Kapazitäten für unser Anliegen.

    Wir möchten nicht, dass sich diese Situation wiederholt!

    Gerade letztes Wochenende gab es eine Prügelei zwischen Betrunkenen auf dem Platz. Es wurde wieder dort geschlafen, ein Zelt aufgebaut, es gab viel Lärm und Müll. Von einer Nachbarin, dieser unser Projekt immer sehr unterstützt hat, haben wir nun gehört, dass eine Grenze überschritten ist: Sie stellt das Lucie-Projekt unter diesen Umständen in Frage.

    Das schockiert uns sehr auf der einen Seite, anderseits haben wir Verständnis. Auch wir sind von der Situation sehr genervt, haben genug Scherben weggefegt und unfruchtbare Gespräche geführt. Aber wir glauben nicht, dass ein Lucie-Flechtmann-Platz ohne Garten die Lösung ist. Die alkoholkranken Lucie-Stammgäste gäbe es auch ohne Garten immer noch. Sie sind ein Teil unserer Gesellschaft und unserer Stadt. Aber es müssen Regeln für ein gutes Miteinander eingehalten werden.

    Auch wissen wir, dass nicht jeder Lärm den Stammgästen zuzuschreiben ist. Die Neustadt verändert sich derzeit und es sind mehr Gruppen nachts laut unterwegs, als noch vor wenigen Jahren. Einen Teil des nächtlichen Lärms können wir daher nicht beeinflussen.

    Spielplatz-Regelung für die Lucie

    Wir haben aber folgende Idee, die dauerhaft zu einer angnehmeren Atmosphäre auf der Lucie führen soll: Wir möchten eine Spielplatzregelung einführen. Zwischen 8:00 und 18:00 Uhr soll auf dem Platz kein Alkoholkonsum erlaubt sein. Beispiele aus anderen Städten haben gezeigt, dass das funktioniert, z.B. Würzburg oder Potsdam. Wir haben lange darüber diskutuert und glauben, dass diese Regelung eine gute Lösung und Chance für die Lucie ist! Daher haben wir einen entsprechenden Bürgerantrag beim Ortsamt gestellt: Die Lucie soll ein Begegnungsort für alle Nachbar/innen bleiben und nicht nur für diejenigen, die sich lautstark und betrunken durchsetzen. (mehr …)

  • Reifestuhlgarten kämpft gegen Müll

    (Gu, Mail)
    Ja, wir waren auf der Suche nach MitgärtnerInnen. Aber außer schöner Worte tut sich da nichts. 

    Wir haben hier auch einen sehr schwierigen Stadtteil. Auf unserem Platz, der ja offen für alle ist, finden viele Trinkgelage statt.

    Zwei mal wurde schon unser Gerätehäuschen zerstört. Und eine unserer Hauptaufgabe besteht im Müll sammeln.

    Aber wir raffen uns immer wieder auf. Jetzt hat die Stadt gerade die Veranstaltung Eat&Meet genehmigt, die auf diesem Platz stattfinden soll.

    Dort, wo wir die Beete haben, waren auf dem Plan vom Amt für öffentliche Ordnung die Trucks eingezeichnet.

    Das Gartenbauamt hatte mich am Freitag darauf aufmerksam gemacht. Sonst hatte es keiner gemerkt.

    Da wundert es einen wenig, wie viel unsinniges so genehmigt wird. (mehr …)

  • Bezirksamt Mitte spricht sich gegen Hochbeetbau auf Spielplätzen aus

    (Gu, RSS, 8.3.)
    Himmelbeet aus Berlin setzt sich für „müllfreies spielen“ auf Weddinger Spielplätzen ein und hat sich mit verschiedenen Akteuren vernetzt, Ideen gesammelt etc.
    „Zur Info: Während des Netzwerktreffens erreichte uns die schriftliche Absage an das Vorhaben, zusammen mit Kindern auf einem der Spielplätze Hochbeete anzulegen. Das
    Grünflächenamt möchte mit einer solchen Genehmigung keinen Präzedenzfall für ähnliche Vorhaben schaffen: “Gemeinschaftsgärten sind grundsätzlich positive Vorhaben, in
    öffentlichen Grün – und Erholungsanlagen und auf öffentlichen Kinderspielplätzen sind sie aber nicht genehmigungsfähig.” (mehr …)

  • Zero-Waste Workshop beim Gartenbahnhof

    (Gu, RSS, 24.9.)
    Gemeinsam mit Olga und Gregor von Zero Waste Lifestyle (https://www.facebook.com/0wasteblog?fref=ts) laden wir euch dazu ein, mehr über die Zero Waste Bewegung zu erfahren. (mehr …)