Schlagwort: Nachbarschaftesakademie

  • Commons im P-Garten

    (Gu, NL)


    Wunschproduktion: 99 Jahre Prinzessinnengarten

    Werdet Commonisten: Prinzessinnengarten erhalten und als Gemeingut gemeinsam planen. #GewachsenUmZuBleiben


    Montag, 8. Oktober 16:00 – 21:00
    Laube im Prinzessinnengarten

    – English version below –

    © Fabian Willi Simon

    © Fabian Willi Simon

    Wie sieht die Zukunft des Prinzessinnengartens am Moritzplatz aus? Wie lässt sich dieser als Freiraum erhalten und als Gemeingut gemeinsam organisieren? In der Wunschproduktion machen wir Planung von unten und laden alle ein, sich aktiv zu beteiligen.

    „Eines Tages werden die Wünsche die Wohnung verlassen und auf die Straße gehen“ (Park Fiction, Hamburg). Der Prinzessinnengarten ist ein Pionierprojekt für einen sozial-ökologischen Freiraum. Seit 2009 wurde die ehemalige Brache mit Tausenden Helfer*innen in einen urbanen Garten für alle verwandelt und 2012 die geplante Privatisierung verhindert. Doch wie bei vielen Freiräumen und einer Vielzahl urbaner Gärten ist das, was von unten entstanden ist, nicht dauerhaft abgesichert, sondern wird lediglich als Zwischennutzung toleriert. Die städtische Planung kennt solche Orte nicht, ebenso wenig wie die Kategorie des Gemeinguts. Mit der „Wunschproduktion“ macht die Abendschule einen Raum auf, um gemeinsam darüber nachzudenken, wie der Prinzessinnengarten generationsübergreifend erhalten werden kann: nachbarschafts- und gemeinwohlorientiert. Können solche Freiräume darüber hinaus Modell dafür sein, wie Stadt angesichts der gegenwärtigen und zukünftigen Krisen sozial und ökologisch gerecht gestaltet werden kann?

    Ablauf:

    • 16:00 – 20:00 Uhr: „Wunschproduktion” – Planung von unten, Commons Abendschule im Prinzessinnengarten
    • 20:00 – 21:00 Uhr: Präsentation und Diskussion der Ergebnisse der Wunschproduktion
     
    Grenzen der Stadt, Grenzen des Wachstums 
    Gemeingüter jetzt!

     

    Freitag, 12. Oktober, 20:00 – 22:00 Uhr
    Laube im Prinzessinnengarten

    – English version below –

    © Marco Clausen, Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten als Gemeingut

    © Marco Clausen, Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten als Gemeingut

    Gemeingüter als Alternative zum Wachstumsparadigma: demokratisch, sozial und ökologisch gerecht. Common Grounds  e. V. lädt zur Diskussion mit Marco Clausen vom Prinzessinnengarten, John Jordan und Isabelle Freiaux (ZAD) und der New Yorkerin Paula Z. Segal, Gründerin von 596 Acres.

    Unter dem Motto „Nous sommes la nature qui se défend!“ (Wir sind die Natur, die sich selbst verteidigt!) ist in Westfrankreich mit der Zone à Défendre (ZAD) aus dem Widerstand gegen einen Großflughafen das größte Commoning-Experiment Europas entstanden. In New York hängen Aktivist*innen Schilder mit dem Aufruf “This is your land!“ an die Zäune von Brachflächen. Gemeingüter bedeuten, Flächen dem Markt zu entziehen, die Rechte marginalisierter Gruppen ebenso wie die Rechte der Natur zu respektieren und den Boden nicht länger auszubeuten, weder zur Extraktion noch zur Spekulation oder als Anlage. Müssten angesichts der längst überschrittenen Grenzen des Wachstums die Städte nicht Vorreiter für eine notwendige sozial-ökologische Transformation sein? Baustellenschilder wie „Berlin baut für die Wachsende Stadt“ deuten eher auf das Gegenteil hin: ein Mehr an Beton, Versiegelung, Verkehr, Ressourcen- und Landverbrauch. Die Auswirkungen  auf  kommende Generationen, ländliche Räume und die Biosphäre bleiben ausgeblendet.

    Diskussion über Gemeingüter als sozial-ökologische Alternative mit internationalen Gästen.

    Teilnehmende: Paula Z. Segal (Rechtsanwältin, New York City), John Jordan (Kunstaktivist), Isabelle Freiaux (ZAD), Marco Clausen (Mitgründer Prinzessinnengarten, Berlin)

    (mehr …)