Schlagwort: Nachbarschaftsgärten Leipzig

  • Leipzig: Gartengruppe in den Nachbarschaftsgärten Josephstraße formiert sich neu

    Antrag, Antworten

    Wir vom Nachbarscha%sgärten e.V. in Leipzig Lindenau haQen durch die anhaltende Gentrifizierung der
    Stadt und insbesondere der Quar$ere Plagwitz & Lindenau, in den letzten Jahren immer wieder mit
    Flächenverlust auf Grund von Teilverkäufen und damit einhergehender Nachverdichtung des Wohngebietes
    zu kämpfen. Dadurch ist unsere einstmals 7000m2 große Gemeinscha%sgartenfläche auf nun ~550m2
    geschrump%. Diese verbleibende Fläche ist zwar sehr zukun%ssicher für den Verein, jedoch weitestgehend
    durch Pflastersteine versiegelt und dies darf auch nicht geändert werden.
    In den letzen Jahren haben wir den Fokus daher auf die sozialen Aspekte der Fläche gelegt und die offene
    FahrradwerkstaQ sowie die offene HolzwerkstaQ auf dem Gelände sehr weit entwickelt, wodurch wieder
    eine stabile Gemeinscha% gewachsen ist und die Angebote quar$erübergreifend bekannt und geschätzt
    sind. Zudem beherbergen wir auf dem Gelände eine Verteilersta$on der lokalen SoLaWi „Ackerilla“, welche
    mit regelmäßigen Küfas ebenfalls zur Gemeinscha%sbildung und gelebten Nachhal$gkeit im Quar$er
    beiträgt. Zudem konnten wir erfolgreich das größte Parklet Leipzigs vor dem Garten in der Josephstraße
    bauen und damit nicht nur ins Quar$er wirken, sondern auch die Sichtbarkeit und Niederschwelligkeit des
    Gartens stärken. All das führte dazu, dass die Mitgliederzahl in den letzen Jahren wieder s$eg und
    momentan bei 165 Menschen ist, welche sich auf beide Gartenflächen (Lindenau & Leutzsch) verteilen.

    Wir als Gartengemeinscha% möchten uns nun auf die Herausforderung bzw. Frage fokussieren, wie man
    neben den grünen Randstreifen des Grundstücks in Lindenau, auch auf der versiegelten Fläche das
    maximale Gartenerlebnis für Mensch und Tier erzeugen kann. Wir haben dafür gemeinsam einen neuen
    Flächenplan erstellt, um den Platz op$mal zu nutzen. Wir wollen auf der Fläche einen größeren Unterstand
    bauen, um Feuerholz, Gartenwerkzeuge, Kinderfahrräder und ggf. sogar Leihräder der FahrradwerkstaQ
    trocken und sicher abstellen zu können. Die dabei entstehende Dachfläche möchten wir gern bepflanzen,
    um wieder an Grünfläche zu gewinnen und die Biodiversität in dem hochverdichteten Wohngebiet zu
    fördern. Zudem wollen wir ein großes gemauertes Hochbeet errichten um Nutzpflanzen anzubauen sowie
    ein vorhandenes Teichbecken naturieren.
    Unser Anspruch ist auch hier so nachhal$g wie möglich zu arbeiten, weshalb wir wo immer es geht, mit
    second-hand Materialien aus der Region bauen werden. Die Steine für das Hochbeet würden wir für einen
    sehr guten Preis aus einem Gebäuderückbau beziehen können und das Konstruk$onsmaterial für den
    Unterstand aus dem in Leipzig Lindenau ansässigen 2nd-Hand-Baumarkt „Materialbuffet“. Die Pflanzen
    würden wir ebenfalls aus der lokalen Auenwald-Gärtnerei beziehen, da diese vor Ort gezüchtet und somit
    auch bestens an die hiesigen Verhältnisse angepasst sind.

    Gleichzeitig möchten wir diese Gelegenheit nutzen, um als Gartengemeinscha% durch solche für uns
    größeren Bau- und Pflanzprojekte in den ak$ven (Wissens-)Austausch zu kommen. Glücklicherweise haben
    wir im Verein Zimmerleute und einzelne Mitglieder, die bereits Schulungen zu Dachbegrünungen besucht
    haben, so dass wir die Planung sachgerecht intern leisten können. Die Umsetzung möchten wir dann als
    Workshop gestalten, um dieses Wissen prak$sch angewandt auch weiter zu streuen.

    Gärtnert ihr denn noch dem Sinne, dass auf der Fläche Gemüse angebaut wird? Wie viele Hochbeete gibt es, wer gärtnert dort und wie kann man beim Gärtnern mitmachen?
      
      • Es wird grundlegend gegärtnert. Die Fläche ist diese Saison allerdings noch stark im Wandel, da vor ein paar Monaten erst die benachbarte Baustelle fertiggestellt wurde und ein langer Streifen (ca. 4x15m) unseres Grundstücks für die Durchfahrt der Baufahrzeuge genutzt wurde. Dieser Streifen ist nun in ein Beetplateau verwandelt wurden mit allerhand Nutzpflanzen und sogar 3 Obstbäumen.
    Die 6 Hochbeete auf der Fläche haben wir in den letzten Garteneinsätzen abgebaut, mit dem Plan diese vereinzelten (teilweise maroden) Hochbeete aus Holz zu einem großen gemauerten zusammenzufassen.

    Oder ist das beantragte Hochbeet der Wiedereinstieg in den Gemüseanbau? Wie viel Platz der Gesamtfläche nutzt ihr für das Gärtnern (Essbares anbauen und ernten und insgesamt)?
        • In dem Sinne ja, das beantragte Hochbeet ist ein wichtiger Meilenstein beim Wiedereinstieg in den Gemüseanbau. von den insgesamt 550qm können wir derzeit ca. 20-25% begrünen/begärtnern. Davon ist in etwa 60-70% mit Insektenfreundlichen Blühpflanzen und essbaren Kräutern bepflanzt, der Rest mit Obst(sträuchern) und Gemüse.

    – Wenn ihr im Antrag von gärtnern schreibt und es sich nicht um Gemüse/Kräuter/Obst handelt, was macht die Gartengruppe?
        • Die Gartengruppe in der Josephstraße ist gerade erst wieder im Aufbau und momentan geht es um die Planung, Organisation und Anlage neuer bepflanzbarer Flächen sowie die Pflege der vorhandenen Grünstreifen, Kräuterbeete und des oben erwähnten Plateaus; sowie die Pflege der t.w. essbaren Pflanzen auf dem Parklet vor dem Garten.

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Wie kann man da mitmachen? Was passiert mit der Ernte?
        • Meines Wissens nach besteht die Gruppe derzeit aus 5 aktiven Personen, wobei wir in letzter Zeit wieder mehr Neuzugänge im Verein haben, die explizites Interesse am Gärtnern bekundeten. Da es aber wie erwähnt noch viel um Planung und Anlage zu bepflanzender Flächen geht, würde ich diese Personen noch nicht dazuzählen, da sie wahrscheinlich noch etwas Zeit brauchen sich in die Strukturen einzufinden um proaktiv Aufgaben zu übernehmen.

    Generell ist die Gartengruppe wie auch andere Gruppen im Verein als AG organisiert mit eigenem Chat-Kanal, selbstverwaltetem Budget und eben Eigenverantwortung und Entscheidungshoheit „ihres“ Bereiches.

    Es gibt eine weitere temporäre Gruppe, die sich gerade mit der Flächengestaltung generell beschäftigt und hier ist natürlich eine Schnittmenge.

    Auf der Fläche in Leutzsch sind derzeit 40 Menschen in der Chatgruppe bezüglich der Beete, realistisch aber 15 aktive Menschen. Diese treffen sich zwei mal die woche (do+so), teilen sich Gießdienste und die Erträge.
    So ähnlich möchten wir das in Lindenau auch wieder etablieren und nachdem die Werkstätten jetzt wieder auf einem stabilen Fundament engagierter Mitglieder stehen, braucht es nur einen kleinen Anstoß, dies auch für die Beetegruppe zu schaffen. Im Idealfall reichen die Erträge auch aus, um bei Garteneinsätzen oder offenen Gartennachmittagen daraus gemeinsam Mahlzeiten zu kochen oder Kuchen zu backen.

    – Wo sind die Gartengeräte bisher untergebracht?
        • Bisher sind sie in einer aus Palettenresten provisorisch gebauten Halterung auf der Rückseite des ehemaligen Hühnerstalls untergebracht. Dort sind sie allerdings nicht gut sortiert, nicht gut erreichbar, zu sehr der Witterung ausgesetzt und es ist zwar noch nichts passiert, aber es besteht die Sorge, dass sich die Kinder daran verletzen könnten, sollten sie unachtsam in der Ecke toben.

    – Wo kommt das Wasser her?
        • Das Gießwasser gewinnen wir vollständig durch Regenwassersammlung. Hierfür haben wir letztes Jahr mehrere gebrauchte IBC-Container und Regenfässer organisiert und an die Regenrinnen der Dachflächen angeschlossen bzw. an den kleineren Dächern (Sommerküche; ehemaliger Hühnerstall) selbst Regenrinnen installiert.

    – Wie groß soll das Hochbeet werden? Wie plant ihr das: Bau aus Ziegelsteinen, Holzverkleidung dann außen?
        • Das Hochbeet soll einen runden-organischen Umriss haben, aus gebrauchten Ziegel- bzw. Pflastersteinen gebaut werden und an der Sichtseite mit Holz verkleidet werden. Teilweise soll der obere Rand auch als Sitzfläche dienen und an diesen Stellen auch mit Holz beplankt werden. Insgesamt wird es eine Größe von ca. 3x4m haben

    – Was ist in dem Fertigpaket Dachbegrünung enthalten und woher kommen die Pflanzen?
       
    • In dem Fertigpaket sind enthalten: Schutzvlies, Dränage, Sedumcassetten, Kiesel, Sedummatten (vorkultiviert). Alles inklusive der Pflanzmatten kommen vom Anbieter „dachbegruenungselbermachen.de“ mit Hauptsitz in den Niederlanden.

    – Wie groß wird der Unterstand und wie werden da die Gartengeräte „sicher“ drunter untergebracht?
        • Der neue Unterstand soll ca. 3x6m groß werden. Die Gartengeräte sollen dort an einer innenseitigen Wand übersichtlich sortiert aufgehangen werden.

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  • Leipzig: klimaangepasstes Gärtnern bei den Nachbarschaftsgärten

    (Insta)
    m Rahmen des stadtweiten Projekts „Grüne Höfe“ vom BUND hat der Nachbarschaftsgärten e.V. 2023 in Lindenau ein Sukkulentenbeet angelegt. Vielen Dank an dieser Stelle- der Workshop hat super Spaß gemacht und wir freuen uns dieses Plus auf unsere Fläche haben zu können. Das Besondere am Sukkulentenbeet (eine gute Option auch für Dachbegrünungen) ist, dass geringe Erdbodentiefe und einfach Böden den ausgewählten Pflanzen reichen. Diese können, durch ihre wassserspeichernenden Blätter, lange Trockenphasen ideal überstehen. Neben dem Sukkulentenbeet gibt es auf der Vereinsfläche in Lindenau heimische Gehölze, eine Totholzecke, Steinstrukturen, Hochbeete und wilde Ecken – mit all diesem tragen wir zu einem urbanen Schutzraum für Insekten, Vögel, Kleintiere und einer Verbesserung des Stadtklimas bei. (mehr …)

  • Leipzig: Nachbarschaftsgarten Leutzsch macht Sensenworkshops

    (Antrag/Antworten)
    Der Start in 2019 auf der neuen Fläche in Leutzsch lief gut an und bekam richtig Schwung als der Brunnen im November installiert werden konnte. Durch die Tiefe des Grundwassers, ließ sich jedoch nur ein mit Strom betriebener Brunnen dafür nehmen. In den sehr trockenen Perioden, und die Jahre waren leider sehr trocken, bekamen wir durch eine hilfsbereite Mitgliedsfamilie Strom für die Füllung der Wassertanks. In 2020 wurde es aufgrund der vielen Einschränkungen schwierig dem Gemeinschaftsgartenkonzept gerecht zu werden. 

    Trotzdem versuchten wir  feste Strukturen durch regelmäßige Gartengespräche und über E-Mail und Telegram-Gruppen zu etablieren und wenn machbar den Zugang zu ermöglichen. Es wurden AGs gegründet, erst die für die Flächenplanung, die Gemeinsam Beeten Gruppe hat sich gegründet mit nun 38 Mitgliedern, die noch kleine Baugruppe und neben weiteren auch eine Baum- und Wiesen Gruppe mit versierten Baumpflegerinnen. So ist neben einem Gemeinschaftsbeet ein Permakulturbeet entstanden, einige Patenbeete für eigene Pflanzprojekte, eine Blühwiese, eine Kräuterspirale, Wein wurde angebaut, Frühbeete etabliert, ein Tauschregal und Spielgeräte sowie Sitzgruppen von einem Verein kamen in den Garten. Seit kurzem leben die Kaninchen in Leutzsch, da direkt neben dem Garten in Lindenau eine Großbaustelle entstanden ist und der ständige Lärm für die Tiere unerträglich war.

    Besonders der Bau der Sommerküche, die im Mai 2021 fertiggestellt wurde hat die Gemeinschaft zusammen gebracht. 500 gemeinsame Arbeitsstunden der Mitglieder haben zum Gelingen dieses großen Projektes beigetragen. Zwei Baumschnittkurse fanden zudem im Winter statt, die Ausgleichsfläche (für die Umwidmung von Streuobst in Gartenland) am Rande der Stadt wurde durch Mitglieder und Engagierte im Grünen Netzwerk mit Obstbäumen bepflanzt. Ein großer Geräteschuppen wurde aus einem alten aus Lindenau geupcyelt und beherbergt wichtige Gartengeräte, Gießkannen und anderes, was nicht verloren gehen darf. 

    In 2021 nahm der Garten am VielFalterGarten-Projekt teil und Mitglieder zählten Schmetterlinge. Ein richtiges Fest, um diese vielen Ereignisse gebührend zu feiern, konnte bisher leider noch nicht stattfinden, dafür viele kleine Einschulungen, Geburtstage im Kleinen Kreise, ein Flimmerabend, ein Urban-Gardening Workshop und ein paar Yogakurse. 

    In 2020 gab es im Sommer außerdem einen Sensen-Workshop, den wir mit Ekkehard Unger, einem ausgezeichneten Fachmann auf dem Gebiet des Sensens und Dengelns, durchführen ließen. Leider war der Zulauf gering mit 6 Teilnehmenden, wobei auch zwei davon gar nicht bis zum Schluss bleiben konnten. Wir bekamen das Feedback, dass 20 € pro Person für die anderen Interessenten nicht aufzubringen waren. Es wurde von Seiten einiger Mitglieder auch mehrfach danach gefragt, das Sensen zu wiederholen und die Wiese so insektenfreundlicher zu bewirtschaften. Im Moment beherrschen aktuell zu wenige dieses alte Handwerk, um der großen Wiese Herr zu werden.

    Insgesamt wollen wir solche Angebote für alle Menschen offen lassen und keinen davon ausschließen, auch nicht des fehlenden Geldes wegen. Deshalb haben wir diesen Workshop nochmals ins Auge gefasst und mit der zweimaligen Mahd an die Bedürfnisse der Streuobstwiese angepasst. Die Workshops wollen wir über einen anderen Fördertopf finanzieren. Sehr gerne wollen wir wieder Meister Ekkehard als Anleiter einladen. Mitmachen können einige beim Sensen und andere beim Zusammenrechen, manche beim Dengeln. Sicher wird es auch interessierte Zuschauer geben, da die Fläche auch für die Nachbarschaft offen ist. Erreichen wollen wir diese potentiellen Mitmachenden und Zuschauenden über Aushänge in der direkten Nachbarschaft und über die Gruppen bei Telegram. Das Ergebnis der Workshops wollen wir fotografisch und in Zahlen festhalten. Auch die Gründe für das Interesse wollen wir im Gespräch vor Ort herausfinden. Natürlich freuen wir uns ganz besonders, wenn wir damit neue Freunde für unsere einzigartige Streuobstwiese in der Stadt finden werden und so die Fläche auch für kommende Generationen erhalten werden kann.


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  • Nachbarschaftsgärten Leipzig: Grundstücke an der Siemeringstraße sind nun weg

    (Gu aus alerts)

    […]
    Wer heute durch die Josephstraße kommt, die auch mit Fördermitteln zu einer verkehrsberuhigten Spielstraße gemacht wurde, erkennt sie nicht wieder. Die Buchkinder haben hier einen Kindergarten bekommen. Von Tristesse keine Spur mehr.

    Etwas anders sieht es in der parallelen Siemeringstraße aus. Hier erinnert auch das desolate Pflaster noch an die alten Zeiten. Aber lange wird das so nicht mehr bleiben. Das ist seit dem Frühjahr 2014 eigentlich klar, als der Verkauf der hier liegenden Grundstücke der Nachbarschaftsgärten bekannt wurde. Die Nachbarschaftsgärtner kämpften zwar mit all ihren Möglichkeiten, versuchten die Stadt und insbesondere das ASW als Partner zu gewinnen, doch noch möglichst viel von den rustikalen Gartenflächen zu erhalten.

    Am Ende stand ein Kompromiss, der freilich trotzdem nicht viel von diesem kurzen grünen Abenteuer übrig ließ. Im Grunde schrumpfen die Nachbarschaftsgärten jetzt auf die wenigen Grundstücke an der Josephstraße.

    Aber dass auf einmal völlig andere Gesetze zu herrschen scheinen, wenn solche Grundstücksfragen geklärt sind und der Bauherr ans Bauen denken kann, das erlebten die Anwohner in dieser Woche. Mitten in der gerade begonnenen Vegetationsperiode rückten die Baumfäller an.

    „Als ich heute auf meinen Balkon trat, traf mich beinahe der Schlag“, berichtet eine Anwohnerin. „Auf dem an die Siemeringstraße angrenzenden Grundstück – einer großen Freifläche, die bis hinüber an die parallel verlaufende Josefstrasse grenzt – waren sämtliche Bäume gefällt worden. Das komplette Grundstück kahlrasiert. […]

    https://www.l-iz.de/politik/brennpunkt/2016/04/mitten-in-der-beginnenden-vegetationszeit-wurden-die-nachbarschaftsgaerten-an-der-siemeringstrasse-kahlrasiert-135471 (mehr …)

  • Petition zum Erhalt der Leipziger Nachbarschaftsgärten hat 5500 UnterstützerInnen

    Die Petition „Mut zur Lücke“ in Leipzig hat 5.500 UnterstützerInnen gewonnen, so dass gestern von openPetition eine persönliche Stellungnahme von den gewählten Vertretern des Stadtrats Leipzig eingefordert wurde. Hier werden die Stellungnahmen veröffentlicht:
    https://www.openpetition.de/…/mut-zur-luecke-nachbarschafts… (mehr …)

  • Nachbarschaftsgärten Leipzig starten Petition für Verbleib

    Hallo,

    wie ihr sicherlich mitbekommen habt stehen die Nachbarschaftsgärten vor dem Aus oder zumindest vor einschneidenden Veränderungen, die die Gärten in ihrer bisherigen Form so nicht existieren lassen. Deshalb haben wir uns entschlossen unseren Mut zusammen zunehmen und für unsere Gärten zu kämpfen.

    Bitte unterstützt uns doch in unseren Bemühungen für den Erhalt der Nachbarschaftsgärten und gegen die Verdrängung durch neue Spekulationsobjekte auf dem Wohnungsmarkt.

    Wir würden uns freuen, wenn ihr unsere Petition unterstützen und unser Anliegen weiter verbreiten könntet.

    Vielen 1000 Dank

    https://www.openpetition.de/petition/online/mut-zur-luecke-nachbarschaftsgaerten-erhalten

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  • Nachbarschaftsgärten Leipzig haben Erfahrung mit Freiwilligendienst

    (Gu, Kurzrecherche, 18.11.)

    „Europäische Freiwillige in den Nachbarschaftsgärten

    FAIRbund e.V. koordiniert die Europäischen Freiwilligen Projekte, welche auf dem Gelände des Nachbarschaftsgärten e.V. stattfinden. (www.verein-fairbund.de/euprojekte)

    Der Freiwillige hat die Möglichkeit während des Aufenthaltes intensiv Einblick in die projektbezogene Arbeit eines lokal arbeitenden Vereins zu erhalten, der im Sinne der Stadtentwicklung bürgernah in Leipzig arbeitet. Es ist wünschenswert, dass der Freiwillige sich ein Projekt, welches einen Bezug zur eigenen Kultur hat, ausdenkt und realisiert. Dieses Projekt könnte ein Fotoprojekt, ein interkultureller Abend, eine Ausstellung etc. sein. Der Freiwillige hat die Möglichkeit bei der Fahrradwerkstatt, der Holzwerkstatt oder der Freiflächengestaltung mitzuwirken. bisher waren bereits 3 Europäische Freiwillige bei den Nachbarschaftsgärten e.V. tätig. Sara Rossi aus Italien, Lauri Dufrenne aus Frankreich und Remi Echerbault aus Frankreich. Im Sommer 2010 und Frühjahr 2011 fanden jeweils 3 Wochen lang Workcamps im Rahmen des Grundtvig Programms Freiwilligendienst 50+ , das Projekt Travailler-Zusammen statt. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit FAIRbund e.V. und Concordia Picardie, Frankreich initiiert. Die agilen Franzosen haben das Strohballenhaus der Nachbarschaftsgärten renoviert, ein Pflanzenwörterbuch angefertigt und ein Am-Vieh-Theater gebaut.

    http://www.nachbarschaftsgaerten.de/projekte/freiwilligendienst

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  • Strohballenhaus der Leipziger Nachbarschaftgärten niedergebrannt

    (GU aus alerts vom 26.10.)

    Das Strohballenlehmhaus der Nachbarschaftsgärten in Leipzig Lindenau ist abgebrannt. Die Feuerwehr konnte es nicht mehr retten – wegen des Material war wohl nur noch ein kontrolliertes Abbrennen möglich.

    http://www.lvz-online.de/leipzig/polizeiticker/polizeiticker-leipzig/feuer-bricht-durch-dach-flachbau-in-leipzig-plagwitz-brennt-aus/r-polizeiticker-leipzig-a-260216.html

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  • Artikel zu den Nachbarschaftsgärten leipzig: Stadt will sich einsetzen

    (Gu, alters 19.9.)

    Leipzig. „Auf dem bundesweiten Hype für Leipzig baut sich längst eine städtische Maketingstrategie auf“, sagt Juliane Nagel. Die Linken-Abgeordnete hält am Mittwoch im Stadtrat ein kleines, flammendes Plädoyer für die Erhaltung der Nachbarschaftsgärten in Lindenau. SPD und Grüne unterstützen die Initiative.

    Auf Brachen zwischen Siemering- und Josephstraße haben engagierte Bürger seit 2004 urbane Gärten geschaffen. Die Flächen gehören der Kommune, einigen Privatpersonen – zu 80 Prozent aber einer Investmentgesellschaft. Die will nun verkaufen, damit im immer stärker gefragten Wohnviertel im Leipziger Westen neue Einfamilienhäuser entstehen können.

    Die Stadt soll sich nun für einen Interessensausgleich zwischen den Eigentümern und dem Verein der Nachbarschaftsgarten-Nutzer einsetzen, fordern die Politiker. „Wir begrüßen solche Zwischennutzungskonzepte“, sagte auch Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). In der Stellungnahme der Verwaltung, die Zustimmung für den fraktionsübergreifenden Antrag signalisierte, heißt es allerdings klar: „Der öffentliche Druck zur Verstetigung der Zwischennutzung ist teilweise hoch. Gleichwohl gilt das Eigentumsrecht.“

    Die Stadt wird jetzt im Gespräch mit allen Beteiligten prüfen, wie die Gärten erhalten werden können. Bis Ende des Jahres soll dem Stadtrat ein Ergebnis vorliegen.

    http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/eigenheime-geplant-stadt-will-sich-fuer-nachbarschaftsgaerten-leipzig-lindenau-einsetzen/r-citynews-a-255393.html (mehr …)

  • Impulse für die Nachbarschaftsgärten Leipzig

    (Gu, Tel, 21.5.)
    Frauke Hehl hat auf unsere Vermittlung hin die Nachbarschaftsgärten Leipzig mit anderen zusammen beraten.
    Der Kontext: “ […]Es gibt unter den Gärtnerinnen ein neues Bewusstsein für die Wichtigkeit der Flächen und auch den Willen darum zu kämpfen.
    Und die Stadt Leipzig kommt in den Zugzwang sich zu Zwischennutzung zu positionieren.
    Das ASW ist bereit mit uns mitzugehen und hat sich angeboten als Vermittler zwischen uns und den Eigentümern aufzutreten. Das betrifft im Moment vor allem die Schweizer Immobilien AG. Erste Schritte sind eingeleitet und bald wird ein Vertreter der Schweizer kommen und eine Ortsbegehung machen. Dabei können wir dann endlich mal von Angesicht zu Angesicht über diese grüne Oase sprechen.
    Der Verein hat sich aber dagegen entschieden selber zu kaufen. Was wir uns vorstellen können ist eine Pacht. Wir glauben das Eigentum Hierarchien aufmachen würde, die hier nicht her passen. Wir sind jetzt auf der Suche nach einem tragfähigen Konzept für die Verstetigung. Das könnte sein, dass eine Stiftung kauft und wir pachten, oder auch eine politische Entscheidung der Stadt Leipzig.
    Wir wollen uns im Mai zusammensetzen und ein solches Konzept ausarbeiten.“
    Frauke berichtet, dass es (mit den Methoden World Café und fish-bowl Diskussion) um ein brainstorming ging, was man jetzt machen kann. Die Anregungen, die gegeben wurden, gingen in Richtung: nicht nur die Fläche als ganzes denken, anteilig denken, mit den Teilen, die nicht dem Investor gehören mit Teilchen, die noch zu erwerben sind, die „Investorenfläche“ „zerschneiden“, „kleiner und dadurch unattraktiver machen“. Außerdem ging es auch um Möglichkeiten, wie man, wenn die Fläche selber erworben werden soll, die dafür notwenigen Kredite wieder refinanzieren könnte. Rosa Rose hatte z.B. überlegt, ob es eine Tiefgarage drunter geben könnte (nur um mal ein Beispiel zu haben, was so eine Investition refinanzieren könnte aus ihrer Sicht).
    Bei der Veranstaltung, die von 2 externen Moderatorinnen geleitet wurde, waren Unterstützer aus Politik und Verwaltung dabei. Insgesamt waren sie ca. 30 Leute. (mehr …)

  • Interview mit dem Leipziger Amt für Stadterneuerung bzgl

    (Gu aus google alerts vom 19.3.2014)

    Artikel zu Hintergründen und Möglichkeiten „der Stadt“ das Gelände der Nachbarschaftsgärten zu erhalten. Interview mit Stefan Geiss (Abteilungsleiter im Amt für Stadterneuerung und Wohnungsbauförderung): http://www.l-iz.de/Politik/Brennpunkt/2014/03/Lindenau-Stefan-Geiss-zur-aktuellen-Lage-der-Nachbarschaftsgaerten-54304.html

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