Schlagwort: Nachbarschaftsgarten

  • Leipzig: Sensenkurse im Nachbarschaftsgarten

    (Bericht)
    Auf der Biotopfläche in Leipzig-Leutzsch der Nachbarschaftsgärten e.V. konnten am 12. Juni und
    03. September 2022 zwei Sensenkurse angeboten werden. Das Ziel derer war es die Technik des

    Sensens an die Teilnehmenden zu vermitteln und dabei die neuen Sensen dabei einzustellen. Damit

    sollte ein Grundstein für die gemeinschaftliche, zweimalige Mahd gelegt werden, sodass das auf der

    Gartenfläche befindliche Biotop „Streuobstwiese“ langfristig in eine blüten- und artenreiche Wiese

    umgewandelt wird.
    Das dafür benötigte Wissen wurde an den beiden Kurstagen von Sensenlehrer Herr Unger (alias
    Meister Ekkehard) vermittelt. Hierbei lernten die Teilnehmer (10 Personen/ Kurs) wie die Sense auf

    die jeweiligen Körpermaße angepasst, zusammengebaut und für ein optimales Mähergebnis richtig

    „in den Kreis“ gestellt wird. Viele neugierige Fragen zur Historie der Verwendung und der

    Herstellung von Sensen damals und heute wurden gestellt und aus dem breiten Erfahrungs- und

    Wissensschatz von Meister Ekkehard ausführlich beantwortet. Die Teilnehmer lernten des weiteren

    vom richtigen Schärfen des Sensenblattes („Wetzen“), der korrekten Mähtechnik und Körperhaltung

    sowie dem Dengeln. Mit Freude und Ausdauer probierten sich die Teilnehmer mit den, eigens auf

    sie angepassten, Sensen an der Umsetzung der richtigen Technik und konnten mit Hilfe der

    Rückmeldungen durch Herrn Unger schnell Fortschritte machen.

    Zum zweiten Kurs drehte sich alles ums Dengeln. An einem alten Sensenblatt konnte erprobt

    werden, wie viel Ausdauer und Maß es braucht, um eine ordentliches auswalzen des Metalls zu

    schaffen. Es wurden zwei Methoden vorgestellt. Außerdem konnte mit Hilfe von Meister Ekkehard

    noch ein Dengelbock für die Gemeinschaft gebaut werden, sodass wir unsere Sensen auch in der

    Zukunft selbstständig Dengeln können.

    In den folgenden Tagen konnten Besucher und Vereinsmitglieder das viele gesenste Heu bestaunen

    und selbst tätig werden mit den neuen Heurechen. Sie stellten Heuzelte auf, in denen sich nicht nur

    die Kinder gern versteckten. Das Schnittgut wird innerhalb des Gartens verwendet, für die

    Kaninchen, die Beete und Umzäunungen sowie für den Kompost.

    Die Früchte der Kurse zeigen sich im Engagement der Teilnehmer, von denen einzelne sich noch

    immer regelmäßig zum Üben und Vertiefen der Sensentechnik treffen. Des Weiteren konnte dank

    der Kurseund Teilnehmer in diesem Jahr diezweimaligeMahd daserste Mal erfolgreich

    durchgeführt werden. Ein Erfolg ist zudem, dass auch Interessierte aus der Nachbarschaft am Kurs

    teilgenommen haben, ihren eigenen Garten hinter dem Haus nun Sensen wollen. Das führt

    wiederum zur Vernetzung und der Nachbarschaftsgarten wird als Teil der Nachbarschaft weiter

    integriert und als wertvoller Akteur im Viertel gesehen.
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  • Garten Teil eines neu entstehden Nachbarschaftszentrums in Berlin

    (alerts)
    […]
    Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des neuen Stadtteilzentrums soll auf den Angeboten des neuen Nachbarschaftstreffs in der Leonorenstraße Ecke Saarburger Straße liegen. Hierfür haben die Mitarbeiter*innen auch schon sehr viele Ideen. „Neben dem klassischen Nachbarschaftscafé wollen wir hier zum Beispiel auch einige Co-Working-Plätze in einer schönen Atmosphäre und mit freiem WLAN-Zugang anbieten“, erzählt Katja Krause vom Stadtteilzentrum Steglitz e.V., eine der Verantwortlichen für das neue Stadtteilzentrum und Ansprechpartnerin für den Standort Lankwitz. „Dieses Angebot würde nicht nur den Nachbar*innen, sondern auch den Bewohner*innen der Gemeinschaftsunterkunft zugutekommen. In der Unterkunft haben sie nur einen sehr eingeschränkten Internetzugang“.  

    Die Kooperation mit der Gemeinschaftsunterkunft wird als ein wichtiger Teil der Arbeit an diesem Standort gesehen und kommt jetzt schon zur Geltung. Eines der bereits laufenden Projekte basiert ebenfalls darauf. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Nachbarschaftsgarten, der auf dem Gelände der Unterkunft entstehen wird. Dabei werden 20 Hochbeete aufgestellt und bepflanzt. Das Besondere daran ist, dass jedes Hochbeet jeweils von einem Bewohner der Unterkunft und einem Anwohner aus der Nachbarschaft gemeinsam gepflegt wird. Die „Paten“ kümmern sich zusammen um Bepflanzung, Bewirtschaftung und auch um die Ernte. Ein Team aus Ehrenamtlichen koordiniert und berät die engagierten Gärtner*innen bei Bedarf.  […]
    https://www.stadtteilzentrum-steglitz.de/2020/09/neues-stadtteilzentrum-fuer-steglitz-zehlendorf/ (mehr …)

  • Treffgarten in München: bisher nur Männer dabei

    (Projektbesuch)

    Die Nachbarschaftshilfe Grünwald hat vor ca. 1 Jahr einen Teil eines Gebäudes übernommen, in dem nun ein Nachbarschaftscafé, ein Second Hand Laden, die Tafel u.a. sind. Zu dem Gebäude gehört ein kleines Gartenstück. Dieses schließt nicht ganz direkt an den Außenbereich des Cafés an, ist aber in Sichtweite. Gebäude und Garten befinden sich in einer noch recht jungen Wohnbebauung (kleine Mehrfamilienhäuschen, unten mit Terasse, viel grün). Das kleine Gärtchen wird bisher von vier Anwohnern beackert, die sich über den Garten erst kennen gelernt haben. Schon in dieser kleinen Gruppe gibt es unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen, was denn wir gemacht, was gebraucht wird etc. Sie nutzen einen nahen Wasseranschluß, Geräte sind in einem Raum untergebracht, der sehr nah ist. Inzwischen gibt es auch ein zweite Fläche, die ein paar Meter entfernt ist und ein wenig größer. Wer vom Träger aus hier gärtnern wird, ist noch nicht ganz klar, die vier Männern haben aber schon losgelegt und Pflanzen in die Erde gebracht.
    Ein Teil der Ernte wird im Café genutzt, ein Teil in eine „Überflussbox“ für die Nachbarschaft gelegt.
    Der Leiter der Nachbarschaftshilfe möchte, dass der Garten sich öffnet, viel mehr Leute sich beteiligen werden, es Kinderbeete gibt, Workshops usw. Und er denkt auch daran, in Grünwald „city“ (der Treff ist am Rande des Bezirks) ein größeres Gartenprojekt anzulegen, da er sieht, was schon der kleine Garten vor dem Treff bewirkt (Kennenlernen, Schwätzchen über den Gartenzaun, Pflanzenspenden etc.) (mehr …)

  • viel Kultur im Prinz-Emil-Garten

    (Gu, alerts)

    […]
    Was ist neu in dieser Saison? Eine Veranstaltungsbühne und ein Atelier-Container machen auch Kulturveranstaltungen im Garten möglich. Ein Kindertheaterstück und drei Konzerte sind ab Frühjahr fest eingeplant, dazu kommen Lesungen und wie im vergangenen Jahr wird zum „Chill-Out“ regelmäßig ein Foodtruck am Freitagabend Gäste im Garten mit Getränken und gesundem Essen versorgen. „Hier haben wir wechselnde Foodtrucks eingeladen für ein vielfältiges Angebot“, sagt Sandra Freitag, die Leiterin des Nachbarschaftsheims.

    „Prinz Emil und die Kunst“ lautet der Titel für die Kunstprojekte. Der Atelier-Container kann dafür temporär angemietet werden. Ein Workshop im Juni in Zusammenarbeit mit „Behind Art“ ist fest eingeplant für Menschen mit und ohne Behinderung, in einer abschließenden Ausstellung sollen die geschaffenen Werke am Ende präsentiert werden, wenn das Wetter es zulässt, im Freien unter den hohen Bäumen.

    Und weil das Gärtnern anstrengend sein kann und der Rücken vielleicht beim Bücken verspannt, findet, wer mag, im Sommer ein sportliches Ausgleichsprogramm mit Qigong an den Mittwochabenden und Yoga am Samstagvormittag unter kundiger Leitung. Zwei Angebote, zu denen jeder willkommen ist. Schon am kommenden Samstag, 10. März, gehen die Vorbereitungsarbeiten für die rund dreißig Gartenfreunde weiter.
    http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/eroeffnung-mit-schaufel-und-pinsel_18566704.htm (mehr …)

  • Im Botnager Kleingarten entsteht ein Nachbarschaftsgarten

    (Gu, alerts)

    Mit dem Garten-Kultur-Labor schafft die Gemeinschaft der Gartenfreunde Botnang einen Nachbarschaftsgarten, der langfristig allen Nachbarn offen stehen soll. Das Konzept wurde mit dem ersten Preis der Renate Lingk-Stiftung belohnt.

    […]  Der Vorsitzende der Botnanger Gartenfreunde hatte sich im vergangenen Jahr an ein ambitioniertes Vorhaben gemacht. Rund 1000 Quadratmeter Fläche sollten unter der Führung der Gemeinschaft der Gartenfreunde zu einem Nachbarschaftsgarten umgewandelt werden – offen für interessierte Einzelpersonen aber auch für soziale und pädagogische Einrichtungen aus dem Stadtteil. Zaumseil, der von Beruf Architekt ist, erarbeitete ein Konzept für sein „Garten-Kultur-Labor“, mit dem er sich im vergangenen Jahr für den Förderpreis „Ich bin wertvoll“ der Renate-Lingk-Stiftung bewarb. Im vergangenen Herbst erreichte ihn dann die gute Nachricht: Das Garten-Kultur-Labor gewann den ersten Preis und damit eine Fördersumme in Höhe von 30 000 Euro. 2017 und 2018 stehen daher unter dem Motto „Ich bin wertvoll“.

    „Wenn wir den Preis nicht bekommen hätten, würde alles viel langsamer gehen“, sagt Zaumseil. Dank dem Geld konnten im Nachbarschaftsgarten gleich zu Jahresbeginn mehrere Projekte geplant und in Angriff genommen werden. Die Gartenfreunde erproben Kooperationen auf dem Gelände, etwa mit dem Spitalwaldkindergarten oder der Nikolauspflege. Im Februar richtete eine Garten- und Landschaftsbaufirma das Gelände her und Azubis des Berufsbildungswerks Stuttgart begannen mit dem Bau neuer Wege.

    Zaumseil hatte sich auch an die Schule für Farbe und Gestaltung in Feuerbach gewandt. „Mit der Schule habe ich vor Jahren schon einmal zusammengearbeitet“, sagt der Architekt. Bei Projekten im öffentlichen Raum versuche er immer Schulen mit einzubeziehen. Bei Thomas Schwarzwälder traf er auf Begeisterung. Der ist Lehrer einer Vabo-Klasse. Vabo steht für Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse. Schwarzwälders Schüler sind Geflüchtete um die 20, die in erster Linie die deutsche Sprache lernen. Der Lehrer sieht in solchen Projekten mehrere Vorteile: „So können die Schüler die Sprache besser vertiefen. Das ist für ihre berufliche Zukunft wichtig.“ Toll sei auch der zwischenmenschliche Faktor, denn in der Schule sitze man nie so zusammen.

    Eine Freude haben die Helfer vor allem den Kindern des Spitalwaldkindergartens gemacht. „Die sind derzeit die Hauptnutzer des Gartens“, sagt Zaumseil. Schon im vergangenen Jahr haben sie Beete angelegt und Kürbisse, Zucchini und Auberginen angebaut. „Sie führen das in diesem Jahr weiter und legen Familienbeete an“, sagt er. Denn langfristig soll das Garten-Kultur-Labor weiterwachsen. Zaumseils Ziel: „Die Nachbarschaftsgärten sollen irgendwann offen und für jeden nutzbar sein.“ Solange das Areal aber noch nicht fertig ist, steht es nur den Projektpartnern offen.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.nachbarschaftsgarten-in-botnang-ein-ort-der-allen-nachbarn-offen-stehen-soll.074ead68-f4c3-4d8a-b79b-9c60c9ae7c65.html (mehr …)

  • Statt Demenzgarten legen Kleingärtnern eine Nachbarschaftsgarten an

    (Gu, alters)

    Die Gartenfreunde Botnang geben nicht auf. Seit Jahren versuchen sie, vier Parzellen zwischen der Paul-Lincke-Straße und dem Gerhard-Winkler-Weg sinnvoll zu nutzen. Die rund 1000 Quadratmeter große Fläche ist stark abschüssig. Zudem liegen viele und teilweise sehr große Wurzeln unter der Erde, sagt der Vorsitzende Wolfgang Zaumseil. Kleingärtner habe es schon lange keine mehr gegeben, die diese Grundstücke pachten wollten. 2013 fanden dann erste Gespräche mit den Humanisten Baden-Württemberg statt, die in Kooperation mit der Demenzinitiative Stuttgart-West, den Demenzlotsen und eben den Botnanger Gartenfreunden den ersten Garten für Menschen mit Demenz in Stuttgart schaffen wollten. Bis zu 30 000 Euro wollten die Humanisten in dieses Pilotprojekt investieren. „Doch nach rund zwei Jahren ist das Vorhaben an zu hohen Auflagen gescheitert“, sagt Zaumseil. Die Gründe sind vielschichtig: Unter anderem war die gewünschte Anfahrt über den Gerhard-Winkler-Weg ein Problem. Die Frage nach den sanitären Anlagen war noch nicht geklärt. Und im Hinterkopf war dann auch noch die eventuelle Erweiterung des benachbarten Friedhofes. Zwar weiß auch beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt niemand, ob sie jemals kommt, aber wenn es irgendwann doch einmal passieren sollte, wären die rund 30 000 investierten Euro wohl verloren. Botnang kommt also für die Humanisten und für den Garten für Menschen mit Demenz nicht mehr in Frage, aber das Projekt ist deshalb noch nicht beerdigt. „Wir sind an anderer Stelle dran“, sagt Projektleiterin Heike Degen-Hientz von den Humanisten. Ende April könne sie mehr sagen.

    Doch auch die Gartenfreunde haben nach dem Scheitern des Gartens für Menschen mit Demenz den Kopf nicht in den Sand gesteckt. „Wir haben nun ein anderes Projekt für diese Flächen in Arbeit“, sagt Wolfgang Zaumseil. Es gehe um einen Nachbarschaftsgarten. Verschiedene Projektpartner sollen auf der Fläche der Gartenfreunde kleine Beete bekommen, die sie selbst bepflanzen und beackern können. Der benachbarte Kindergarten Spitalwald, das Familien- und Nachbarschaftszentrum, die Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt als Träger in der Betreuung der Flüchtlinge sowie die beiden Grundschulen hätten schon Interesse bekundet, sich an dem Projekt beteiligen zu wollen. Zudem sollen auf einem Teil der Fläche Imker die Gelegenheit bekommen, Bienenvölker unterzubringen.

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-botnang-gartenfreunde-wollen-ort-der-begegnung-schaffen.410fb573-8e8a-40cf-bf44-e7c6eec57391.html (mehr …)

  • geplanter IG am Spreeufer: alternatives Grundstück muss gesucht werden

    (Gu, alters, 26.9.)
    „Der interkulturelle Nachbarschaftsgarten in der Brommystraße am Spreeufer darf nicht eingerichtet werden. Die Bezirksverordnetenversammlung hatte sich Ende 2013 auf Antrag der Grünen für die Anlage dieses Gartens ausgesprochen. Das Gelände sei öffentliches Straßenland, Beete dürften dort nicht angelegt werden, teilte jetzt Baustadtrat Hans Panhoff (Grüne) mit. Außerdem gebe es keinen nutzbaren Wasseranschluss in der Nähe des beabsichtigten Geländes. Die Fraktion habe ihren Antrag im Vorfeld nicht mit dem Stadtrat abgestimmt, teilte eine Sprecherin der Grünen-Fraktion mit. Man werde an der Idee festhalten und nach alternativen Orten für einen Nachbarschaftsgarten suchen.“

    Das müsste das Projekt sein, was bei uns als Spreeacker verzeichnet ist. Prüfe ich nach
    Ergebnis der Prüfung: es ist ein anderes Projekt, was bei uns noch gar nicht in Erscheidnung getreten ist

    http://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article132632601/Wasseranschluss-fehlt-fuer-Nachbarschaftsgarten.html (mehr …)