(Gu, Mail, 6.1.)
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Ein Mix aus Geplantem und Spontanem, Erwartetem und Überraschendem, Lust und Frust.
Alles in allem eine ganz gut ausbalancierte Sache. Und das, obwohl fast alle von uns am Anfang noch keinerlei Erfahrung in der Arbeit mit Geflüchteten hatten.
Ein kleines Jahresrückblicks-Video findet Ihr auf unserer Website.
Unsere Intention „Einfach anfangen – was machen“ hat sich in allem bewährt.
Wir haben wunderbare Menschen kennengelernt aus dem Heim, aus der Nachbarschaft, aus anderen Gärten und und und …
Wir haben eine Menge über uns selbst erfahren.
Preise bei den Wettbewerben „Respekt gewinnt“ des Berliner Ratschlags für Demokratie und „Urbane Paradiese“ der Grünen Liga Berlin sind ein toller Ansporn.
Ab Frühjahr 2016 können wir für Kinder von 9 – 14 J. aus dem Heim und aus der Nachbarschaft endlich qualifizierte naturerlebnispädagogische Freizeiterlebnisse anbieten (Kooperation mit Sylvester e.V.) – gefördert von der Kreuzberger Kinderstiftung.
Die Organisatoren des Berliner „Langen Tags der Stadtnatur“ haben heute bei mir angefragt, ob wir uns 2016 nicht beteiligen wollen.
Über den Herbst/Winter lassen wir unsere Nachbarschafts-Nähwerkstatt laufen (Kooperation mit offensiv 91 e.V.). Dafür haben wir Nähmaschinen, Zubehör und jede Menge Stoffe gespendet bekommen. Jetzt ist grade noch Neujahrspause. Aber ab nächster Woche geht`s weiter.
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Außerdem sind viele unserer Freund*innen aus dem Heim, mit denen wir 2015 gebaut, geplanzt und gefeiert haben, inzwischen nicht mehr dort. Im besten Fall haben sie inzwischen eigene Wohnungen, lernen Deutsch, arbeiten oder studieren, im schlechten Fall sind sie über Nacht abgeschoben worden.
Interessant ist aber auch, dass zahlreiche ehemalige Heimbewohner*innen immer noch in die Unterkunft kommen, sich Rat abholen bzw. Neuankömmlingen selbst Rat und Hilfe geben, Freunde besuchen oder einfach mal so zum gemeinsamen Kaffeetrinken vorbeischauen. Die hochengagierter Heimleitung hat wirklich eine Atmosphäre des Respekts und des Vertrauens geschaffen, das seinesgleichen sucht. Da können sich viele andere Heimbetreiber aber so was von eine Scheibe abschneiden. Auch daher ist es für uns besonders wohltuend, das Gartenprojekt an genau dieser Unterkunft zu realisieren. Helfer*innen, die ähnliches in anderen Berliner Unterkünften aufbauen möchten, bekommen schon mal zu hören „Das ist doch hier nicht Disneyland, wir sind doch kein Wohlfühlhotel.“ (mehr …)