Berlin Mondiale hat eine ehemalige Schulgartenfläche in einen vielfältigen Quartiersort transformiert, den Campus Dammweg. Es ist ein Raum für verschiedene Organisationen und Projekte entstanden, die mit dem Ziel, eine lokale Gemeinschaft mit Nachbarn, einschließlich der Flora und Fauna, aufzubauen.
Dieser Garten dient nun als reales Labor für die Betrachtung der Idee des „Haus des Gärtnerns“. Welche Ressourcen benötigen Gemeinschaftsgärten genau von einem solchen Haus? Was ist in der Community bereits vorhanden und kann geteilt werden? Wie lassen sich Ideen in die Tat umsetzen und welche Möglichkeiten gibt es, das Projekt voranzutreiben?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wird es eine Podiumsdiskussion und Kleingruppengespräche geben. Beim gemeinsamen Abendessen wird es zudem weitere Möglichkeiten zum Austausch und Netzwerken geben.
Einschätzung einer Teilnehmerin: Es war eine entspannte und schöne Atmosphäre. Juan hat die Möglichkeit für einen Raum im Haus der Statistik vorgestellt und wir haben darüber diskutiert. Es gab unterschiedliche Bedarfe für ein House of Gardening. Ort zum Austausch, Ort für Lobbying, Ort für Vernetzung, Ort für Bildung und Gärtnern mit viel Ruhe, Gärtnern im Boden, Gewächshaus. Wie schnell der Prozess stattfinden soll, war auch eine offene Frage. Es gab keine finale Entscheidung. Ich glaub, einzelne werden die Idee im Haus der Statistik weiter verfolgen als erster Schritt für weitere Steps(mehr …)
(Telefonat) Die Gemeindereferetin hat aus privaten Interesse zusammen mit einer kleinern Ini, die auf einer bislang brachliegenden Fläche, die zum Pfarrhaus gehört, einen GG angelegt. Sie hatte bislang einen Bauerngarten 15km entfernt von ihrem Wohnort gepachtet, der nach der Saison immer untergepflügt wurde. Die Pfarrgartenfläche war bislang nur durch das Pfarrhaus gehend erreichbar. Der Pfarrer hat sich dafür eingesetzt, dass hier ein GG entstehen darf (OK des Kirchenvorstands, der die Fläche eigentlich verkaufen wollte, was aber nicht geklappt hat) und ein Tor für einen Zugang von der Straße aus spendiert. Die Gemeindereferentin hat ihre privaten Netzwerke genutzt, die Fläche wurde mit Traktor urbar gemacht, inzwischen gibt es einen Außenzapfhahn am Pfarrhaus über den via Schlauch zwei IBC Container gefüllt werden können. Über das BICK Förderprogramm (BiodiversitätsCheck in Kirchen) haben sie eine Anfangsförderung (2T Euro) bekommen und einen Berater von einer Ökostation in NRW an die Seite gestellt bekommen. Diese Beratung mit 50h/p.a. läuft insgesamt fünf Jahre. Der Berater hat den Boden beprobt und die Fläche kartiert, ihnen sagen können, wo auf der Fläche Schutt liegt, wo man anbauen kann etc. Alle Aktivitäten im Rahmen von BICK sind über BICK versichtert, so ist alles BICK-Projekt. Der Kirchenvorstand ist nicht interessiert an dem Garten, sie haben eher Angst, dass sie was finanzieren sollen oder was mit der Versicherung ist, mischen sich aber auch nicht ein. Es gibt eine Kooeration mit der Diakonie, nicht vermittelare Langzeitarbeitslose sind ab und an bei Garteneinsätzen dabei und können teilweise ihre alte Expertise dort anwenden. Auf einem Umweltmarkt kam es zum Kontakt mit einer Gesamtschule, die nix mit der Kirche zu tun haben wollte. Eine Lehrerein muss eine Garten AG machen und es sollte ein Gewächshaus gebaut werden. Wo die AG stattfinden und die Pflanzen dann hin sollten, war ungeklärt. Jetzt findet die AG im Garten statt. Die Gemeindereferentin hat vor verschiedenen Stellen Gelder eingeworben und auch einen Geld- Preis gewonnen. Das Matetial für ein Gerätehaus wurde von Lions finanziert, verabredet bei einer Kaffeebegegnung („was braucht ihr“) Organisiert ist der Garten so, dass es bisher 5 Beete gibt, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden, aber jede*r kann auch weitere Beete bauen oder im Boden gärtnern, Gruppen sind willkommen, „alles ist möglich“. Die Gemeindereferentin und oder ihre Kollegin (Engagementförderung) sind alle 2 – 3 Wochen fest vor Ort. Sie wollen aber gerne, dass der Garten unabhängig von ihnen wird und sich noch mehr Menschen dort einfinden und mitmachen. (mehr …)
Essbare Städte: „Durch einen Park wird flaniert, ein Garten wird beackert.“
VonPeter Riesbeck
Die Forscherin Ina Säumel erklärt, wie Städte essbar werden und warum urbane Gärten nicht nur Menschen zusammenbringen, sondern mancherorts sogar Ernährungskrisen verhindern könnten.
Frau Säumel, Sie beschäftigen sich an der Berliner Humboldt-Universität mit der Idee der essbaren Stadt. Woher kommt die Idee?
Säumel: Die Vorstellung ist sehr alt. Die Nahrungsmittelproduktion gehörte zur Stadt immer dazu. Die Gärten lagen entweder hinter dem Wohnhaus oder vor den Stadtmauern. Gärten und Gemüse war also immer eingebunden in die Stadtstruktur. Neu ist die Idee also nicht. Erst im Zuge der Industrialisierung hat sich das allmählich geändert. Aber auch da gab es die Kleingartenbewegung als klassischen Bestandteil der Städte. Im Osten Deutschlands hat sich diese Idee nach 1945 noch länger gehalten, im Westen wurde der beackerte Garten irgendwann in den 60er- und 70er-Jahren durch englischen Rasen und Hollywoodschaukel ersetzt. Seit ungefähr zehn, fünfzehn Jahren gewinnt die Bewegung der essbaren Stadt wieder mehr Zuspruch. Laubenkolonien sind sehr gefragt, dazu kommen andere Formen wie Urban Gardening.
Was zeichnet diese neue Gartenbewegung aus?
Das Community Gardening zielt eher auf das gemeinschaftliche Gärtnern. Hinzu kommt der Aspekt der Umweltbildung, wenn wir an Schulgärten denken. Das Thema Biodiversität wird neu gedacht, wie sich am Trend zur Stadtimkerei erkennen lässt. Der Trend zum bewussten Ernähren bringt aber auch einen neuen Fokus auf das Thema Essenskultur. So geht es im Zuge der Bewegung solidarische Landwirtschaft darum, wieder in Kontakt mit den Produzenten zu kommen.
Welche gesellschaftliche Funktion erfüllt der wiederentdeckte Trend zum Gärtnern?
Die essbare Stadt ist multifunktional. Wir produzieren auch Nahrungsmittel. Wir lieben die Tomaten, die wir selbst ziehen. Aber darüber hinaus geht es auch um eine sozio-kulturelle Funktion: Menschen zusammenbringen.
Beim Thema geht es aber um mehr als um Hobby und Community Building?
Es gibt längst tragfähige Geschäftsmodelle: Die ECF Farm in Berlin beliefert Rewe mit Hauptstadtbasilikum und Hauptstadtbarsch. Das ist nachhaltig, regional und rentabel. Und das ist Hightech. Etwas exotischer, aber auch im Kommen, sind Insektenfarmen. Die haben eher ein Problem, wie sie ihre Erzeugnisse unter die Menschen bringen, weil es da gewisse Vorbehalte gibt. Aber in Fitnessstudios läuft das schon hervorragend: Eiweißstoffe aus Mehlwürmern – das wird dort gern konsumiert.
Womit befassen Sie sich konkret im Rahmen der essbaren Stadt an der Humboldt-Universität?
Ursprünglich habe ich mich mit Biodiversität beschäftigt: Wie lässt sich die Stadt mit anderen gärtnerischen Strukturen vielfältiger machen. Daneben befassen wir uns mit Umwelt- und Klimaaspekten: Durch welche Gärtnermaßnahmen lässt sich die Stadt ökologischer machen? Dabei geht es um Schadstoffentlastung oder Kühlungsaspekte durch Begrünung. In diesem Zusammenhang haben wir auch das Kommen und Gehen urbaner Gartenprojekte beobachtet, die oft auf Selbstausbeutung basierten. So haben wir uns schließlich mit dem Thema befasst, wie sich Gärten gezielt in die Stadtplanung integrieren und verstetigen lassen.
Zur Person
Ina Säumel ist Biologin und Geografin studiert und leitet am Integrativen Forschungsinstitut für Transformationen von Mensch-Umwelt-Systemen der Berlin Humboldt-Universität das EU-Forschungsprojekt EdiCitNet zur „Integration von essbaren Stadtlösungen für sozial widerstandsfähige und nachhaltig produktive Städte.“
Essbare Stadt: Die Idee der Stadt als Selbstversorgungsort kommt im vergangenen Jahrzehnt in Großbritannien auf. Kassel zieht als erste Stadt in Deutschland nach. Singapur will bis zum Ende des Jahrzehnts 30 Prozent seines Gemüses selbst erzeugen. rp
Das bringt uns zum soziokturellen Aspekt des gemeinsamen Gärtnerns…
Ein Garten setzt eine andere Partizipationsbereitschaft voraus als ein Park. Durch einen Park wird flaniert, ein Garten wird beackert. Die Menschen bringen sich vielmehr ein, sie kommen in der Nachbarschaft miteinander ins Gespräch, auch soziale Gruppen, die sonst weniger miteinander zu tun haben. Stadtgärten sind ganz wichtig für das soziale Gewebe der Stadt. Das Geheimnis ist, dass die Menschen ihre Gärten gemeinsam entwickeln. Wir Experten sprechen von Co-Creation. Das ist ein anderer Ansatz von Partizipation. Klassische Stadtplanung setzt auf ein Modell, dann liegen die Pläne ein paar Wochen aus, aber kaum jemand schaut sich das an. Die Menschen werden nicht wirklich erreicht. Aber: Wenn man die Menschen von der Idee an miteinbezieht und gemeinschaftlich gestaltet, entwickelt sich ein ganz anderes Gefühl von Verantwortungsbewusstsein.
Sie betreuen an der HU das EU-Projekt „Edicitnet“, das unterschiedliche Konzepte urbaner Nahrungsmittelproduktion und Verteilung in dreizehn Städten fördert. Was machen die unterschiedlichen Kommunen?
Ein Teil unserer Städte setzt konkrete Projekte in sogenannten Real-Laboren um. Wir messen dabei Erfolge und Misserfolge. Andere Städte entwickeln Masterpläne, um die Lösungen der Essbaren Stadt gezielt einzusetzen und in ihrer Planung zu verankern. Die kubanische Hauptstadt Havanna ist sehr umtriebig, auch mit Blick auf die angespannte Versorgungslage. In Havanna werden achtzig Prozent des Gemüses für die Stadt vor Ort erzeugt. Auch Heilkräuter für die lokalen Apotheken wie Salbei oder Thymian werden dort angebaut. Das stellt auch die Stadtentwicklung vor besondere Herausforderungen, zum Beispiel, dass gute Böden nicht überbaut werden. Die Stadt ist aber auch ansonsten umtriebig. Auf den lokalen Märkten findet sich immer auch ein Stand mit einem Agrarwissenschaftler, der die Menschen berät, Saatgut oder Agrargeräte anbietet.
Das zielt vorrangig auf die Produktion. Gibt es auch andere Wege?
Montevideo setzt auf Umweltbildung. Die Stadt hat knapp 1,5 Millionen Einwohnern, erreicht aber mit bescheidenen Mitteln von jährlich 12 000 Euro sehr viel, etwa über ein Schulgartenprogramm. Schulgärten stehen in Deutschland nur noch in Thüringen auf dem Lehrplan – da lässt sich mit Blick auf Umweltbildung aber sehr viel erreichen: Woher kommen unsere Lebensmittel? Wie lassen sie sich nachhaltig produzieren? Welche Artenvielfalt lebt im Garten? Das sollte auch in anderen Bundesländern auf dem Lehrplan stehen.
Welche Vorhaben gibt es darüber hinaus?
Der Stadtstaat Singapur strebt an, bis zum Ende des Jahrzehnts dreißig Prozent seines Gemüses selbst zu erzeugen. Dabei geht es dann um Gebäude integriertes Farming und Fragen wie: Wie lassen sich Ressourcenkreisläufe also Wasser, Nährstoffe und Energie schließen und wie lässt sich Abwärme für die Gemüseerzeugung nutzen.
Welche Leuchtturmprojekte gibt es in Berlin?
Das gibt es zum einen den Gutsgarten Hellersdorf. Dort gab es ursprünglich Rieselfelder, das Gebiet wurde landwirtschaftlich genutzt. Dann kamen in den 1980er-Jahren die Plattenbauten. In den vergangenen Jahren haben dann Bewohner einen Gemeinschaftsgarten auf einer Gewerbegebietsbrache entwickelt. Jetzt errichtet die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Gesobau da rund 1500 neue Wohnungen. Das bringt den Zuzug von neuen Mietern. Wir beraten da. Es geht darum, das Wohnumfeldgrün so zu gestalten, dass es essbar wird. Das Ganze hat aber auch einen sozio-kulturellen Aspekt: neue und alte Mieter zusammenzubringen.
Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus diesen unterschiedlichen Projekten ziehen?
Eine ganze Reihe. Wir haben gemeinsam entwickelte Reallabore und Strategieplanungen, in denen wir die Prozesse und Ergebnisse dokumentieren. Unsere Devise heißt dabei auch „Jeder Fehler zählt“, weil man gerade auch aus Misserfolgen viel lernen kann. Wir integrieren alles in eine Toolbox, also einen Werkzeugkasten, in den Folgeprojekte ableiten können, welche Lösung für ihre Stadt, für ihr Viertel passen. Und wir haben einen Marktplatz, in denen sich Startups der Gartenszene austauschen könne, was gut funktioniert und was weniger gut. (mehr …)
(alerts) Das von der Uni initiierte Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten wird ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung haben Forscher der Rostocker Universität erfahren. Sie wurden vergangene Woche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der deutschen Unesco-Kommission für ihr Netzwerk Bildung für nachhaltige Entwicklung in Gemeinschaftsgärten (BNE) ausgezeichnet. Dieses wurde vom Institut für Grundschulpädagogik der Universität Rostock initiiert.
„Wir freuen uns“, sagt Frederik Ernst, der zu dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Lehrerbildung promoviert. Wie Nachhaltigkeit gelebt werden kann, zeigt das Rostocker Netzwerk. „Hier geht es darum, gemeinschaftlich konkrete Handlungsoptionen zu erfahren“, so Ernst. Jung und Alt im Garten zusammenzubringen, den Naturbezug zu stärken und zu erfahren, welche Apfelsorten es gibt und warum diese zu dieser Jahreszeit besser für das Klima und die Umwelt sind als Bananen, all das seien Themen.
Sich mit verschiedenen Menschen im Garten ausprobieren
„Nachhaltige Entwicklung beinhaltet aber auch einen sozialen Aspekt, der in Gemeinschaftsgärten wie zum Beispiel den Kleingartenanlagen eine große Rolle spielt“, betont der Forscher. Die Rostocker Kleingartenwelt sei sehr engagiert und stadtpolitisch aktiv. Auch das biete ein hervorragendes Lernfeld. Außerdem gebe es laut Ernst viele weitere spannende Gartenprojekte in der Hansestadt. Ziel sei es, dass bei dieser Arbeit alle an einem Strang ziehen und mit ganz verschiedenen Menschen im Garten ausprobieren, wie nachhaltiges Leben konkret aussehen könne und so den Garten als Bildungsort zu stärken, betont Ernst.
Sich gegenseitig helfen
„Ein nachhaltiges Leben beinhaltet neben der Umwelt und der Wirtschaft auch die soziale Komponente. Gemeinschaftsgärten würden sich dazu hervorragend eignen“, bricht Ernst eine Lanze für diese Art des Gärtnerns. „Man hilft sich beim Gießen, tauscht Gartenwissen und Pflanzen aus, plant gemeinsame Feste, engagiert sich zum Beispiel als Kleingarten in der Stadtpolitik, verbringt gemeinsame Tage im Garten und baut sein eigenes Biogemüse vor der Haustür an.“ Wer zu viel habe, verschenke es. „Das alles ist konkret gelebte Nachhaltigkeit“, so Ernst. Ziel der Netzwerkarbeit sei es, die vielen Initiativen in Rostock zusammenzubringen und Bildung für nachhaltige Entwicklung generationsübergreifend und über alle Bildungsebenen mit Freude im Garten umzusetzen.
Mit allen Sinnen erleben
Die Jury würdigte die Rostocker Uni-Initiative so: „Der Erlebnisgarten ist ein Gemeinschaftsgarten für alle Netzwerkpartner, in dem Schulgartenseminare veranstaltet werden und selbstverwaltete Veranstaltungen stattfinden.“ Hier können Studierende Bildung für nachhaltige Entwicklung mit allen Sinnen erleben und daran ganzheitlich aktiv mitgestalten. So zeige das Netzwerk im städtischen Kontext beispielhaft, wie Nachhaltigkeit gelebt werden könne, hob die Jury hervor.
(Gu, Mail) Auch in 2017 (zum dritten Mal) haben das Wuppertaler Gemeinschaftsgartennetzwerk eine tolles Programm auf die Beine gestellt. Der Gartenboden „Hortisol“ ist der Boden des Jahres 2017 und Thema der Aktionswochen vom 22. April bis zum 6. Mai 2017. Wir möchten aufmerksam machen auf die Bedeutung des Bodens, auf die Vielfalt der Lebewesen in und auf ihm und auf Möglichkeiten, wie jeder ganz einfach zum Bodenschutz beitragen kann und wie wir die Humusrevolution jetzt beginnen können. http://www.wuppertals-urbane-gaerten.de/gesund-ist-wer-im-dreck-wuehlt/(mehr …)
Circa 30 Akteure verschiedener Garten-Initiativen und Interessierte folgten gestern Abend (Montag 24. Oktober) der Einladung des Fachdienstes Stadtentwicklung in das große Glashaus an der Lichtenhainer Brücke. Nicht nur Ehrenamtler fanden den Weg zum Herbsttreffen, auch berufliche Akteure auf der Suche nach Mitstreitern z.B. für den Abenteuerspielplatzes Jena JuMäX e.V. waren vor Ort.Als Vertreter der Stadtverwaltung sprachen Herr Denis Peisker (Dezernent für Stadtentwicklung und Umwelt), Herr Dr. Ing. habil. Matthias Lerm (Fachdienstleiter Stadtentwicklung und Stadtplanung) sowie Frau Sabine Hirschleber (SB Lokale Agenda 21/ Nachhaltigkeit).
Die Moderation übernahm der Jenaer Landschaftsarchitekt Dipl.-Ing. Wolfram Stock.
Es wurde über Grundsätzliches wie die Versorgung mit Wasser und die Unterbringung von Gartenwerkzeugen gesprochen. Als mögliches Großprojekt zur Mitgestaltung sprach Herr Peisker die Freiflächen rund um den ehemaligen Jenaer Schlachthof an. Herr Lerm stellte den Grundgedanken zu mehr Grün in Jenas Innenstadt vor. Er selbst habe während seiner Studienzeit in Dresden Kirschbäume gepflanzt und damit viel bewirkt.
Wenn Studierende sich während der Studienzeit in Jena für die Pflege von Kleinstflächen, die dem Städtebau sonst mittels Kiesaufschüttung zum Opfer fallen würden, verantwortlich zeichneten wäre hier viel möglich.
Als Beispiel nannte Herr Lerm eine aktuell eher ungepflegte kleine Freifläche neben dem AOK-Gebäude (siehe Foto, Ecke Löbdergraben / Ludwig-Weimar-Gasse) in der Jenaer Innenstadt. Die Stadtverwaltung steht hierbei in Verhandlungen mit der Krankenversicherung. Eine größere „Werbefläche“ für Jenaer Garten-Initiativen, als eine gut gepflegte Fläche am Jenaer Straßenbahnknoten im Zentrum gäbe es wohl kaum. Hierzu braucht es aber Strukturen und Aktive, die Verantwortung übernähmen.
Ein weiteres Thema war die diesjährige Apfelernte und die damit verbundene Nutzung von Saftpressen und mobilen Mostereien in und um Jena.
Hier gilt es für das Jahr 2017 Standorte und Termine zu sammeln und diese Informationen der breiten Öffentlichkeit z.B. in den Aushängen der Jenaer Ortsteilräte zur Verfügung zu stellen.
Aktive des Stadtteilgartens Winzerla berichteten über die zweitägige Exkursion unter dem Titel „Urbanes Gärtnern im Kiez“ der Heinrich-Böll-Stiftung. Hierbei konnten sie zwei Gartenprojekte in der Hauptstadt Berlin besichtigen, vergleichen und Anregungen einholen.
Wem gehört das Netz? So könnte die Ausgangsfrage des Kooperationsprojektes lauten, in dem wir gemeinsam mit 9 europäischen Partnern lokale digitale Netzwerke entwickeln werden. Am 15. Juli stellen wir das Projekt und den ersten für die Nachbarschaftsakademie entwickelten Prototypen vor. Mit Initiativen und KünstlerInnen aus Berlin sowie unseren europäischen Partnern* tauschen wir uns über die Zusammenhänge von Netzwerktechnologien, zivilgesellschaftlichem Handeln und digitalen Gemeingütern aus. Können wir unsere Daten selbst besitzen und verwalten? Können Nachbarschaften eigene Netzwerke betreiben, um lokale Bedürfnisse besser miteinander abzustimmen? Können diese Netzwerke zu neuen nachbarschaftlichen Ökonomien führen? Ist ein Alltag ohne Google möglich? Kann ich daran ohne Spezialwissen teilhaben?
im Prinzessinnengarten in der Laube, im Rahmen der Nachbarschaftsakademie in der Laube (mehr …)