Schlagwort: Neuwied

  • Neuwied: Mitstreiter*innen für Dorfgarten gesucht

    (alerts)

    Im Frühjahr konnte durch den Verein ReThink ein großes Grundstück in Neuwied-Oberbieber gepachtet werden, das nun der Dorfgemeinschaft zur Verfügung gestellt wird. Mitten im Dorf entsteht jetzt ein Gemeinschaftsgarten, der noch Platz für weitere Unterstützer, Ideen und Hobby-Gärtner hat.
    Neuwied. ReThink ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für einen nachhaltigeren Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen einsetzt. Der Verein hat seinen Sitz in Heimbach-Weis und setzt dort bereits zahlreiche Projekte um; die Mitglieder organisieren Hofflohmärkte, betreiben einen Bücherschrank und ein Tauschregal, organisieren regelmäßige Repair Cafés und bieten Workshops rund um das Thema Nachhaltigkeit im Alltag an. In Heimbach-Weis wird durch den Verein bereits ein kleinerer Gemeinschaftsgarten bewirtschaftet.

    „Bei der Organisation des ersten Oberbieberer Hofflohmarkts habe ich Meike und Andreas Barth, die Vorsitzenden von ReThink, kennengelernt“ resümiert Ortsvorsteherin Maren Dümmler, „und von dem entstehenden Projekt des Gemeinschaftsgartens in der Hochstraße erfahren“. Schnell waren die ersten Mitstreiter auch hier vor Ort gefunden und ein kleiner Schritt in Richtung Gartenprojekt-Oberbieber gemacht. „Neben einer klimaangepassten Bepflanzung und ökologischen Bewirtschaftung ist uns Nachhaltigkeit besonders wichtig“ so Andreas Barth. „Deshalb versuchen wir, nach Möglichkeit natürliche Kreisläufe und Ressourcen zu nutzen.“ „Das Grundstück ist 1.000 Quadratmeter groß und bietet noch viel Platz für weitere Ideen“, ergänzt Meike Barth.

    Erste Projekte verwirklicht
    Die ersten kleineren Projekte konnten bereits angegangen werden. So wurde das Grundstück in Bereiche untergliedert, ein Container zum Auffangen von kostbarem Regenwasser besorgt, eine Sitzecke aus Palettenmöbeln gebaut und kleinere Beete angelegt. Ein Bienenvolk ist auch bereits eingezogen und erfreut sich an der neuen Blühwiese, die direkt neben der gepachteten Fläche weitere 2.000 Quadratmeter bedeckt.

    Dankenswerterweise unterstützt die „anstiftung“, welche urbane Gärten, offene Werkstätten und viele weitere Initiativen in ganz Deutschland fördert, das Projekt bereits mit 1000 Euro, was die Umsetzung vieler Vorhaben sehr erleichtert.
    Geplant ist zudem, dass der evangelische Kindergarten einen eigenen Bereich zugeteilt bekommt. Spielgeräte, die derzeit im Hof der KiTa stehen und für den Abriss weichen müssen, können auf dieser Fläche aufgebaut und genutzt werden. Beim Umzug der Kinder in die Container bleibt somit eine gut nutzbare Außenfläche in fußläufiger Reichweite. Viele weitere Maßnahmen sind bereits in Planung: so sollen Sträucher und Obstbäume gepflanzt und Benjeshecken für die heimischen Kleintiere angelegt werden. Es wäre auch möglich einen alten Hühnerstall zu renovieren und zu nutzen.

    Um diese und andere Ideen zu verwirklichen, werden weitere Interessierte gesucht. „Jeder ist willkommen, ob mit gärtnerischen Vorkenntnissen oder nicht; die Ernte wird unter allen Helfenden geteilt. Es geht auch darum, die Gemeinschaft zu stärken oder mal neue Gartenformen wie Hügelbeet oder ‚Food Forest‘ zu erproben. Wir sind offen für Neues. Insbesondere freuen wir uns über weitere Personen, die von Zeit zu Zeit tatkräftig vor Ort mit anpacken“, rufen die Ansprechpartner vor Ort, Christine Welker-Krumm (E-Mail: christine.krumm@gmx.de) und Andreas Omerzu (E-Mail: andreas.omerzu@gmail.com, Telefon: 0178-1588596), dazu auf, sich zu melden. Alle Mitstreiter laden daher dazu ein, am 13. September um 17 zum Grundstück an der Hochstraße 68 zu kommen und sich über die Projekte zu informieren.

    Die Verantwortlichen freuen sich auch über Pflanzenspenden: wer Stauden oder Kräuter teilen kann, Pflanzen doppelt hat und abgeben möchte, oder auch weiteres Verbrauchsmaterial spenden kann, darf gerne den Kontakt suchen, um zu klären, ob und wann diese eingesetzt werden können. (PM)

    https://www.nr-kurier.de/artikel/146231-gemeinschaftsgarten-in-oberbieber—verein-sucht-noch-mitstreiter
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  • Neuwied. ReThink legt Klimagarten an

    (Antrag und Antworten)

    So wurde bereits
    eine Online-Leihplattform für Alltagsgegenstände ins Leben gerufen, sowie Upcycling- und
    Nachhaltigkeits-Workshops durchgeführt. Weiterhin organisieren wir regelmäßige Repair Cafés und
    dorfweite Hof- und Gartenflohmärkte, und konnten dank einer früheren Förderung der anstiftung
    einen florierenden Gemeinschaftsgarten im Ortsteil Heimbach-Weis aufbauen.
    Nun wollen wir auf einem neu gepachteten Grundstück im Ortsteil Oberbieber einen Klimagarten
    anlegen, mit dem wir die Prinzipien der ökologischen Gartenarbeit vermitteln, auf die
    Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Natur aufmerksam machen, und Wege für den
    Umgang mit selbigen aufzeigen wollen. Der Ort soll auch ein Treff-, Informations- und
    Erholungspunkt für die Menschen der Region sein.
    Die Arbeit am Klimagarten wurde bereits begonnen, doch ist noch viel Arbeit erforderlich, um aus
    dem neuen Grundstück einen naturnahen Arbeits- und Begegnungsort zu machen.
    Auf dem 2600m² umfassenden Grundstück (Hochstraße 68, 56566 Neuwied / Oberbieber) wurden
    bereits 1000m² zu einer insektenfreundlichen Blühwiese umgewandelt. Auf weiteren 1000m² wird
    der Neuwieder Klimagarten entstehen.
    Dieser Teil des Grundstücks wurde ordnungsgemäß von ReThink e.V. für eine Mindestlaufzeit von
    10 Jahren gepachtet, der Eigentümer erhebt jedoch als Unterstützung für das Projekt keinen
    Pachtzins. Die Kellerräume eines angrenzenden Wohnhauses können als Lagerfläche genutzt
    werden, ebenso kann von dort Strom und im Bedarfsfall Wasser bezogen werden. Das Regenwasser
    vom Hausdach kann für den Garten genutzt werden.
    Es hat sich bereits eine Gruppe von über 20 aktiven Helfer*innen gefunden, die mit Fortschreiten
    des Projekts sicher noch anwachsen wird.
    Anschließen kann sich jede*r Interessierte, um Versicherungsschutz und Haftung zu gewährleisten
    wird ein Beitritt zu ReThink e.V. empfohlen.
    Es gibt eine vereinsunabhängige Chatgruppe aller Helfer*innen für Planung und Koordination, in der
    auch gemeinsam Entscheidungen getroffen werden.
    Wir werden in unregelmäßigen Abständen Pressemitteilungen veröffentlichen, um über den
    Fortschritt des Projekts zu informieren und die Thematik der Klimawandelanpassung ins öffentliche
    Bewusstsein zu rücken. Bereits jetzt wird das Projekt von Stadtverwaltung und Politik mit großem
    Interesse wahrgenommen und verfolgt.
    Als primäre Maßnahmen müssen als Infrastruktur Wege angelegt und Wasserversorgung
    sichergestellt werden. Weiterhin entsteht ein kleiner Platz als Treff- und Diskussionsort.
    Parallel werden klima- und insektenfreundliche mehrjährige Stauden und Sträucher, sowie Bäume
    als Schattenspender und zur Stabilisierung des Erdbodens gesetzt. Ebenso werden mehrere
    (Hoch)beete für den Anbau von Obst und Gemüse angelegt, an deren Pflege sich Anwohner*innen,
    örtliche Vereine und die benachbarte Kindertagesstätte beteiligen wollen.
    Zur zusätzlichen Förderung der Biodiversität werden mehrere Benjeshecken angelegt.
    Während und nach der Anlage des Gartens werden wiederkehrende Workshops abgehalten, in
    denen die angewendeten Techniken und Prinzipien erklärt und praktisch demonstriert werden.
    Die Erträge des Gartens werden nach der Ernte unter allen Teilnehmer*innen kostenlos aufgeteilt.
    Eine Gewinnung von Saatgut für die kommende Saison ist geplant.
    Die laufenden Kosten des Projekts werden teils durch die Mitgliedsbeiträge und Spenden an
    ReThink e.V. finanziert. Gegebenenfalls werden weitere Fördergeber für zukünftige Teilprojekte
    hinzugezogen.

    • Was war vorher auf dem Grundstück?
      • Früher eine Gärtnerei, anschließend lag da Gelände über 20 Jahre brach. Der kleine Wald, der sich derweil gebildet hatte, musste vergangenes Jahr gerodet werden.
    • da Politik und Verwaltung das Projekt mit großem Interesse wahrnehmen, haben Sie dort schon nach Fördermöglichkeiten nachgefragt?
      Das haben wir. Fördermittel seitens der Stadt bestehen nicht, uns wurden jedoch ein paar öffentliche Förderprogramme empfohlen.
      Die meisten davon haben jedoch andere Schwerpunkte, eines würde jedoch konkrete ökologische Einzelprojekte, wie das Anlegen der Benjeshecke, fördern. Sollten wir ein passendes Teilprojekt haben, bei dem Geldmittel erforderlich sind, werden wir darauf zurückkommen.
    • Handelt es sich bei den beantragten Pflanzen und dem Saatgut um Gemüse, Obst und/oder Kräuter?
      Hauptsächlich mehrjährige, klimaresistente Pflanzen: Stauden, (Obst)sträucher, Obstbäume. Für die Beete werden wir auch „normales“ Obst und Gemüse setzen, auch eine Kräuterspirale ist vorgesehen. Im Vordergrund steht anfangs aber eine Auswahl resilienter, mehrjähriger Pflanzen, die einen echten Beitrag zur Biodiversität leisten.
    • Sollen Schilder und Infotafeln selber gebaut werden? Sind die 100 Euro Materialkosten?
      Die Informationen der Schilder, beispielsweise Erklärung des Begriffs „Klimagarten“, zur Wasserspeicherung etc., würden wir gerne wetterfest drucken lassen. Die werden dann auf selbstgebauten Holzschildern montiert. Diese Schilder werden in erster Linie aus Holzresten gebaut, so dass die 100€ für den professionellen Druck vorgesehen sind. 
    • 50 Euro für den Bau von Hochbeeten: haben Sie die anderen Materialien auf anderen Wegen bekommen? Wie viele Hochbeete sollen gebaut werden und wofür wollen sie die 50 Euro einsetzen?
      Wir haben bereits viel Material wie Paletten, Folie und mehr aus verschiedensten Quellen bekommen.
      Die 50€ sind für Schrauben, Winkel und Verstrebungen angesetzt. 
      Zu Beginn werden lediglich 3 Hochbeete gebaut, die übrigen Starter-Beete werden ebenerdig angelegt.  
    • Wie viele Beete für den Anbau essbarer Pflanzen wird es geben?
      Wir starten mit den erwähnten 3 Hochbeeten, hinzu kommen 5-6 ebenerdige Beete.
      Wenn sich mehr Interessierte für die Gartenarbeit und die Pflege der Beete finden, haben wir ausreichend Flächen eingeplant um diese zu erweitern.

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  • Neuwiid: Gemeinschaftsgarten legt los

    (Antworten)

    • Wie groß ist die Gruppe und wie machen Sie auf den Garten und die Mitmachmöglichkeiten aufmerksam?
      • z.Zt. feste 10 Mitglieder im Verein, es kommen noch diverse Kinder dazu.
        Wir bewerben den Garten in der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins und informieren über Pressemitteilungen und öffentliche Aushänge.
        Außerdem veranstalten wir öffentliche Workshops direkt im Garten, welche einzeln beworben werden.
    • Wie kann man mitmachen? Wie werden Entscheidungen getroffen und wie laufen die Informationswege?
      • Jedes Vereinsmitglied kann den Garten nutzen. Nichtmitglieder können an festgelegten Terminen und/oder Workshops dazukommen um sich zu informieren und mitzuarbeiten. Entscheidungen werden basisdemokratisch mit allem Mitgliedern getroffen, was bei der überschaubaren Zahl der Mitglieder problemlos funktioniert. Informationen werden über unsere Vereinsgruppen bei den Messengern Discord und Telegram kommuniziert, sowie bei entsprechender Relevanz auf der Webseite und per Newsletter veröffentlicht.
    • Wem gehört die Fläche und wie groß ist diese nochmal, ist die Nutzung durch den Gemeinschaftsgarten befristet, müssen Sie eine Pacht zahlen?
      • Ein Vereinsmitglied hat uns das Flurstück zur freien Nutzung überlassen. die Fläche beträgt ca. 300m². Die Nutzung ist unbefristet und es ist keine Pacht zu zahlen.
    • Was an Infrastruktur gibt es im Garten?
      • Eine gute Zufahrt ist vorhanden, jedoch weder Wasser noch Strom. Eine effiziente Wasserversorgung wird ein Kernteil unserer Arbeit sein.
    • Wo werden die Gartengeräte untergebracht? Wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu? Um was für Gartengeräte handelt es sich?
      • Da der Flächennutzungsplan jede Art von Bauwerk (also auch Schuppen/Bauwagen) verbietet werden die Geräte in einem Schuppen ca. 200 Meter vom Grundstück entfernt gelagert. Jedes Mitglied hat Zugang dazu. Die Geräte werden z.Zt. als Dauerleihgabe von den Mitgliedern gestellt. Vorhanden sind: Hacken, Spaten, Rechen, Harken, Sägen, Astscheren, Schaufeln.
    • Was für Kosten sind die 500 Euro für Rodung und Vorbereitung des Bodens? Wer macht das wie?
      • Da der Großteil des Grundstücks von einer riesigen Brombeerhecke überwuchert ist muss ein Bauer mit dem Mulcher durch um das Gelände zugänglich zu machen. Da früher Bauwerke auf dem Platz standen ist davon auszugehen, dass viel Handarbeit erforderlich ist damit das Gerät nicht beschädigt wird (vergrabene Steinplatten entfernen etc). Gegebenenfalls müssen Teile des Geländes mit dem Bagger geebnet werden um die Beete vernünftig anlegen zu können – das versuchen wir jedoch zu vermeiden..
    • Was genau meinen Sie mit Kompostbeete? Wie viele Beete wird es insgesamt geben?
      • Es wird nicht direkt in die Erde gepflanzt, sondern eine dicke Schicht Kompost ausgebracht in die die Pflanzen gesetzt werden. Das schont den unterliegenden Boden und sorgt für eine bessere Wasserspeicherung. Es werden voraussichtlich 5-6 Beete von jeweils ~15-30m² angelegt.
    • Haben Sie bei dem Grünflächenamt der Stadt nach Kompost oder anderer Unterstützung gefragt?
      • Ja haben wir, leider verkaufen die ihren Kompost ausschließlich. Bei 10€/m³ für zertifizierten Kompost können wir uns allerdings nicht beschweren. Günstigere/kostenlose Bezugsquellen haben wir leider nicht gefunden.
    • Wie teuer ist der Transport des Komposts und woher würden Sie diesen beziehen?
      • Kompostieranlage Koblenz (ca. 15km entfernt); mit dem LKW rechnen wir (auf Grund eines vorliegenden Angebots) mit ca. 300€ Transportkosten. Natürlich hoffen wir da noch ein deutlich günstigeres Angebot zu finden, müssen aber vorerst mit dem kalkulieren was uns vorliegt.
    • Haben Sie den Boden untersucht?
      • Nein, da wir uns für Kompostbeete entschieden haben, durch die die Pflanzen nicht direkt im Boden wachsen. Der Kompost selbst ist zertifiziert, also ohne Rückstände von Plastik oder Schadstoffen.
    • Woher kommt das Wasser für die IBC Container und wie soll die Wasserversorgung aufgebaut werden?
      • Wir versuchen, Regenwasser möglichst effizient zu sammeln und zu nutzen (u.A. mit gespannten Planen zum Auffangen). Sollte das nicht genügen haben wir noch die Möglichkeit bei der örtlichen Feuerwehr anzufragen, die täglich ihr Frischwasser aus den Einsatzfahrzeugen ablassen muss. Als weitere Option kann der Bauer des Nachbargrundstücks gegen entsprechende Bezahlung die Container befüllen.
    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen finanziell an den Kosten?
      • Durch die Mitgliedsbeiträge werden laufende Kosten gedeckt. Die Höhe der einzelnen Beiträge variiert, die monatlichen Einnahmen liegen z.Zt. bei 60€. Mit steigender Mitgliederzahl werden wir da auch mehr Spielraum haben. Wir wollen Geringverdiener keinesfalls durch hohe Mitgliedsbeiträge ausschließen.
    • Wer wird die geplanten Workshops machen?
      • Vereinsmitglieder übernehmen einzelne Themenressorts, arbeiten sich in die Materie ein und vermitteln das Wissen dann in Workshops.
      • Befreundete Organisationen und Umweltverbände werden eingeladen, ihre eigenen Themen in passenden Workshops zu vermitteln.

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