Schlagwort: Nia Domo Chemnitz

  • Chemitz: Nia Domo -> JÖK

    Nia Domo ist jetzt der JugendÖkologieGarten, kurz JÖG.

    „JÖG“ befindet sich auf dem Gelände des AJZ. Neben der Bewirtschaftung des Upcycling-Gewächshauses und der Flächen nach den Prinzipien der Permakultur geht es darum, einen Begegnungsraum für Wissensvermittlung in Ökologie, Handwerk sowie Re- und Upcycling zu schaffen.

    (mehr …)

  • Gärtnern, Reuse, Foodsharing und mehr im GG Nia Domo in Chemnitz

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    im Jahr  2014  ist in  Kooperation  mit  Partnervereinen  in  Brasilien  (Sao Paulo)  und  Argentinien(Buenos  Aires)  das  trilaterale  Jugendökologieprojekt  „Nia  Domo“
    (Esperanto:  „unser  Haus“)  ins  Leben  gerufen.  Dieses  befasst  sich  im  Austausch  mit  den Partnervereinen  mit  Aspekten  ökologisch-nachhaltigen  Bauens,  Re-  und  Upcycling  sowie permakulturell  orientierten  Gartenbaus.  Dafür  wurde  im  Jahr  2015  eine  ca.  400  m²  große brachliegende  Fläche  auf  dem  Vereinsgelände  zur  gärtnerischen  Bewirtschaftung  nutzbar gemacht. Im Rahmen einer Jugendbegegnung im Jahr 2015 wurde gemeinsam mit deutschen, brasilianischen  und  argentinischen  Jugendlichen  ein  an  dem  Prinzip  der  „Earthships“  des amerikanischen  Architekten  Michael  Reynolds  orientiertes  Gewächshaus  errichtet,  das  den zentralen  Punkt  des  Gartenprojektes  darstellt.  Im  Jahr  2016  wurde  gemeinsam  mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und jungen Migranten aus Chemnitz die nutzbare Fläche erweitert,  ein  Kompost  und  eine  Feuerstelle  angelegt,  eine  bepflanzbare  Umgrenzung  und erste  Hochbeete  errichtet.  Im  Sommer  wurde  im  Rahmen  einer  weiteren  internationalen Jugendbegegnung ein Lehmofen gebaut. Für das Jahr 2017 ist in gemeinsamer Planung mit den  involvierten  jungen  Menschen  aus  dem  Stadtgebiet  der  weitere  Ausbau  des Gemeinschaftsgartens und eine permakulturell orientierte Bepflanzung des Gartens geplant.
    Konkret geht es im Bereich der baulichen Maßnahmen um das Anbringen von Dachrinnen zur Gewinnung von Regenwasser zur Bewässerung der Anpflanzungen, das Anlegen von Wegen
    und  Sitzmöglichkeiten,  den  Ausbau  eines  überdachten  Geräteschuppens  und  die Fertigstellung  bzw.  Instandhaltung  des  Gewächshauses.  Im  gärtnerischen  Bereich  soll  eine
    Begrünung  der  Bodenfläche  und  eine  nutzungsorientierte  Bepflanzung  des  Gewächshauses und der im letzten Jahr  neu  geschaffenen Beetflächen erfolgen. Die  gewonnen Erträge des Gartens kommen sowohl den Mitgärtnern als auch den sozialen Projekten des Vereins (z.B. wöchentlich stattfindenden Geminschaftsküche, auf dem Gelände befindlichen FairTeiler des
    Foodsharing-Projektes  in  Chemnitz)  zu  Gute.

    Das Gartenprojekt „Nia Domo“ auf dem Gelände des Alternativen Jugendzentrums ist sowohl als offener Gemeinschaftsgarten konzipiert, als auch als pädagogischer Projektgarten. Das gesamte Außengelände des Jugendzentrums, als auch der Garten ist jederzeit, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Hauses, frei zugänglich und kann inklusive der Feuerstelle und des Lehmofens jederzeit genutzt werden.

    Einmal wöchentlich wird die Arbeit im Garten bei Bedarf handwerklich und unter permakulturellen Aspekten angeleitet und unterstützt. Eine Anmeldung ist zur Nutzung des Gartens nicht notwendig.Ebenso werden in Abhängigkeit von anstehenden größeren Arbeiten gelegentlich Arbeitseinsätze und projektorientierte Gruppenarbeiten mit Jugendlichen, ebenso wie Führungen und Vorträge organisiert.

    Das Vereinsgelände befindet sich direkt am Jugendzentrum und verfügt über verschiedene Bereiche (Skateanlage, Graffitimauer, Freiflächen, NiaDomo-Garten)und ist, wie bereits oben erwähnt jederzeit zugänglich. Um den Garten wurde eine Umfriedung in Form von Pflanzkästen mit zwei unverschlossenen Zugängen angelegt. Ein Zaun existiert nicht. Insofern ist das gesamte Außengelände jederzeit ohne Zugangsbegrenzung durch alle eventuellen Besucher nutzbar. In Anlage reichen wir Ihnen einige Bilder nach, so dass Sie sich vielleicht ein besseres Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen können.

    Die Gruppe, die sich regelmäßig um den Garten kümmert umfasst ca. 20 Personen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von ca. 16 bis 35 Jahren. Dieser Altersschnitt ergibt sich jedoch in erster Linie aus der üblichen Ziel-bzw.

    Besuchergruppe des Jugendzentrums und ist nicht festgelegt. Einige Nutzer bringen gelegentlich auch ihre Kinder zum Arbeiten mit auf das Gelände. Insofern werden auch Familien einbezogen. Natürlich steht der Garten auch älteren Interessierten offen. Im Rahmen von Gruppenarbeiten und den erläuterten internationalen Begegnungsmaßnahmen wurden im Verlauf der vergangenen Jahre jedoch schon mehrere hundert junge Menschen mit dem Garten in Kontakt gebracht und wirkten an diesem mit. Es gibt ein Partnerprojekt in Brasilien ( Urbenaer Gemeinschaftsgarten Ponto de cultura „Nia Domo“/Sao Paulo) mit dem auch Austauschmaßnahmen stattfinden.

    Da sich angrenzend das Gelände eine Kleingartenanlage befindet, gab es hier schon öfter Besuche durch die Nachbarn und einen gärtnerischen Austausch. Ansonsten ist das Jugendzentrum respektive der Garten einige Kilometer abseits des Stadtzentrum in einem eher gewerbegeprägten und dünn besiedelten Ort gelegen und die Nutzer des Gartens kommen aus dem gesamten Stadtgebiet. Eine Anleitung der Aktivitäten erfolgt, wie bereits erwähnt einmal wöchentlich bzw. bei größeren Bauaktionen oder in der gruppenorien-tierten Projektarbeit. Beworben wird der Garten über die Website des AJZ e.V. und die Facebookseite zum Projekt, ggf. auch über Flyer und Aushänge bei spezifischen Aktionen.

    Es gibt momentan ein langes und schmales Erdbeet (ca. 6 m x.05 m), drei quadratische Hochbeete (2 Stck á ca.2×1,5 m und 1 Stck. ca. 1x1m) sowie als Teil der Umfriedung drei rechteckige Hochbeete/Pflanzkästen (ca. 2 mx 0,5 m) und 3 quadratische Pflanzkästen (ca.0,5 x 0,5 m): Hinzu kommt die Bepflanzungsfläche im Gewächshaus (rund angelegt: Umfang ca. 6m,Tiefe ca.0,5 m)und Hängepflanzen. Unter nutzungsorientierter Bepflanzung verstehen wir, dass in erster Linie Gemüse, Obst, und Kräuter angebaut werden, die durch die Mitwirkenden direkt geerntet und als Lebensmittel genutzt werden können.

    Die Materialien würden wir im Baustoff- bzw. Holzhandel besorgen bzw. haben wir auch schon auf Wertstoffhöfen bzw. anderen Anlaufstellen für Bauabfall (Remex etc.) Materialien besorgen können. Wir sind immer bemüht, auch auf dem Gelände befindliche Materialien zu recyceln, um so Kosten zu minimieren bzw. auch den Re- und Upcycling-Fokus des Projektes im Auge zu behalten.

    Zu anderen Gemeinschaftsgärten in Chemnitz (z.B. Zietenaugust/Sonnenberg) gibt es lose Kontakte. (mehr …)