Schlagwort: Notunterkunft

  • Gartenprojekt in Notunterkunft, in der auch andere Leute noch wohnen und KünstlerInnen Räume haben

    (Gu, Gespräch, Antrag, Antworten)

    In Berlin entsteht in der Notunterkunft (geleitet vom DRK) im Hotel Bel Air/Stresemannstraße (Kreuzberg) u.a. ein Gartenprojekt. Initiiert von der Ideenzentrale, Campus Cosmopolis, Prinzessinnengärten u.a., der Rahmen ist das Projekt „ZUsammenKUNFT, mit vielen Angeboten und Aktivitäten.
    In den beiden oberen Etagen haben KünstlerInnen Räume, es wohnen auch noch Leute in dem Haus, die schon länger dort leben. Der Garten soll im Erdgeschoss vor dem Haus (in der Erde, jederzeit zugänglich) und auf den Terassen der oberen Geschosse entstehen – dort gibt es Termine für die gemeinsame Gartenarbeit. BewohnerInnen sind von Anfang an einbezogen worden.
    Die Nutzung des ex Hotels ist bis Ende 2017 befristet, eventuell kann es aber auch verlängert werden. Sie wollen hier ausprobieren, wie das Zusammenleben von Geflüchteten, KünstlerInnen, AnwohnerInnen bzw Interessierten laufen kann und haben sich damit auch für das Haus der Statistik beworben.

    • Wie lange ist der Nutzungszeitraum? Wir werden mindestens bis Dezember 2017 vor Ort sein, dann laufen die Mietverträge für die oberen beiden Etagen aus. Der Mietvertrag des LaGeSo für die Etagen 1 – 14 auch. Es scheint aber eine Verlängerung für weitere 5 Jahre im Gespräch zu sein. Das ist aber nur eine  inoffizielle Info für die es keine Nachweise oder Garantien gibt. Ich kann nur mutmaßen, dass in dem Falle vielleicht auch die Verträge für die oberen beiden Etagen verlängert werden. Da all dies ungewiss ist, sollen die Gärten auf den Terrassen auf jeden Fall mobil sein um später in andere gemeinnützige Projekte/Unterkünfte ziehen zu können. Im Erdgeschoss gibt es ein großes Beet (das man derzeit eher als Brache bezeichnen könnte). Alles was um dieses Beet herum entsteht, wird ebenfalls mobil sein. 
    • Wovon hängt eine weitere Nutzung ab?  Von den Verlängerungen der Mietverträge. Siehe dazu Punkt 1.
    • Wie groß sind die Flächen (zusammengerechnet), auf denen gegärtnert werden soll/kann? Die Terrassen belaufen sich nach meinen Schätzungen auf eine Fläche von etwa 150 m2, die teilweise aber auch für Veranstaltungen (teils öffentlich) genutzt werden. Das heißt, dass wir nicht den vollen Platz ausschöpfen können, der Garten dafür aber zeitweise auch von einer Öffentlichkeit genutzt wird. Im Erdgeschoss gibt es ein größeres Beet, das genutzt werden kann und eine umliegende Flächen für mobile Beete. Das ganze wird mit dem Bau eines kleinen Spielplatzes kombiniert. Die genaue Aufteilung müssen wir noch festlegen. Hier sollen auch Sitzgelegenheiten gebaut werden (mobil).
    • Wie sind diese Flächen beschaffen? Könnt ihr in der Erde gärtnern? Sollen Hochbeete gebaut werden? Eine Mischung?  In der Erde im Erdgeschoss können wir gärtnern, für die mobilen Beete im Erdgeschoss und auf den Terrassen benötigen wir Erde. Eine Spende haben wir vom Prinzessinengarten bekommen. Weitere Spenden sind denkbar, wir möchten uns aber nicht darauf verlassen. Wir möchten mit möglichst simpel und mit vielen Recylingmaterialien arbeiten, d.h. vor allem mit alten Behältern usw. Ein paar Hochbeete sind aber denkbar und sinnvoll. Das muss noch gemeinsam im Team besprochen werden (eventuell erst im voranschreitenden Arbeitsprozess) 
    •  Jetzt ist das Gartenjahr ja schon ein bisschen fortgeschritten: an was für Saatgut denkt ihr und bekommt ihr das nicht z.B. bei den Prinzessinnengärten, die ja auch Kooperationspartner sind? Ja, leider ist das Gartenjahr schon vorangeschritten. In diesem Jahr werden wir also auf viele (vorgezogenen) Pflanzen zurückgreifen. Einige Tomatenspenden haben wir schon bekommen. Ein paar Pflanzen werden wir vielleicht kaufen. Das hatte ich unter dem Posten Saatgut mitgedacht. Ich werde auch andere Gemeinschaftsgärten fragen, ob sie etwas über haben. 
    • Können auch Leute „von außen“ mit gärtnern? Wie offen ist das Projekt (und das Gartenprojekt) In dem Gartenteam sind Mitglieder des Campus Cosmopolis und anderen Initiativen aus dem Projekt ZUsammenKUNFT. Bei dem zweiten Planungstreffen kamen schon 6 Bewohner des Hauses hinzu, bei dem ersten Angärtnern noch circa 7 Kinder. Wir gehen davon aus, dass die Gruppe zunächst deutlich größer wird, wenn wir das Gärtnern als Aktivität auf der Tafel im Erdgeschoss „bewerben“  und sich mit der Zeit dann eine mittelgroße Gruppe herausbilden wird. Bei 400 Bewohnern (davon 190 Kinder) ist das noch schwer abzusehen. Die Flächen selbst werden im Rahmen der verschiedenen Veranstaltungen in der ZUsammenKUNFT von Leuten „von außen“ genutzt. Begärtnert werden sie in den ersten Wochen von der (auch nur im weiteren Sinne) „hausinternen“ Gruppe. Wenn sich die Organisation eingependelt hat und wir wissen wie viele Leuten erfahrungsgemäß mitgärtnern, werden wir die Gartenaktivitäten  weiter nach außen öffnen. Wünschenswert ist ach die Teilnahme der im Haus lebenden „alten“ Nachbarn, die über den Einzug einer Notunterkunft in ihr Haus bisher wenig begeistert sind. Den Dialogversuch möchten wir als Verein auch unabhängig von den Gartenaktivitäten unternehmen.
    • Wie groß ist die Gruppe, die gärtnern möchte, jetzt schon? siehe vorheriger Punkt. 
    •  Wo werden die Geräte untergebracht und wie sind diese dann für Interessierte/GärtnerInnen/NachbarInnen zugänglich. Das ist noch nicht geklärt. In den Etagen 15 und 16 gibt es kleine Abstellräume. Für den Zugang in die oberen Stockwerken benötigt man aber einen Schlüssel. Nachdem sich ein zuverlässiges Kernteam für den Garten gebildet hat, würden wir gerne Schlüssel an Bewohner*Innen weiterreichen. Das muss vermutlich mit dem DRK abgesprochen werden. In einem Gespräch mit dem DRK (hoffentlich schon morgen) müssen wir auch noch die Lagerung von Gartengeräten im Erdgeschoss besprechen. Ein guter Punkt über den wir noch nachdenken müssen. Vielen Dank für den Hinweis! 
    • Was wollt ihr bauen? Mobile Sitzgelegenheiten im Erdgeschoss, eventuell einige Hochbeete. 

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