Schlagwort: ÖBZ Gärten München

  • München: Mitzählen beim Bohnenprojekt

    Die Gartengruppe am Ökologischen Bildungszentrum sammelt seit vielen Jahren Bohnensorten, die nicht mehr im Handel erhältlich sind. Um diese Vielfalt in die Privatgärten zu bringen, geben wir am Bohnenstand beim Saatgutfestival am 1.3.2026 gegen einen kleinen Betrag Saatgut-Tütchen weiter. Da es sich um sehr viele Sorten handelt, braucht das Befüllen der Tütchen Zeit! Deshalb laden wir am Samstag, 17. Januar 2026 um 14 Uhr zu einer Bohnenaktion im Ökologischen Bildungszentrum ein: Wer hat Lust, beim Zählen und Eintüten der Bohnen mitzumachen, um das Vielfaltsprojekt zu unterstützen? Ihr erfahrt, wieso es wichtig ist, die Vielfalt zu erhalten und wie die Vermehrungsarbeit funktioniert. Am Ende gibt es Bohnensuppe. (mehr …)

  • München: die Gärten am ÖBZ haben sich weiterentwickelt

    (Tel)

    Der Frauengarten ist nach wie vor ein produktives Gartenprojekt, doch erweitert sich die Nutzung hin zu einem Ort der Kontemplation und Meditation. Es gab viel Streit in der Gruppe, die Frauen kamen am liebsten, wenn keine andere da war. C.a die Hälfte der alten Crew ist nun noch dabei – die Neuentwicklung wird von Seiten des ÖBZ für 2 Jahre begeleitet.

    Der Wabengarten wird gar nicht mehr von Green City genutzt (da hatten sie einst die Pflanzen für ihre Guerilla AKtionen angebaut), sondern ein Projektgarten, der viel von einer Schule/einer Gruppe die das frewillig in ihrer Freizeit macht. Die haben an der Schule Hochbeete und im ÖBZ die Erdbeete. Ein wichtiger Ort der Bildung. ÖBZ hat da auch immer wieder Kindergruppenangebote, diese Gruppen laufen aber nicht wie gedacht, langfristig, die Kinder verlieren irgendwann die Lust.

    ExGa: gibt es seit über 20 Jahren und nach wie vor ist Konrad Ansprechpartner. Er prägt den Garten mit und dieser entwicklet sich immer weiter.

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  • München: die GGs auf den Freiflächen des ÖBZ

    (Besuch)

    Auf den Freiflächen gibt es neben dem Experiemntier Garten [ExGa] noch die Fläche für nachwachsende Rohstoffe und die ExGa Flächen, die eher individuell von ExGa-Gärtner*innen genutzt werden. Der Frauengarten lief lange gut und was ein Ort des interkulturellen Austauschs, durch Weggang wichtiger Frauen löste die Gruppe sich immer weiter aus. Das Münchner Umwelt Zentrum, Betreiberin der Flächen, möchte hier einen „Garten der Sinne“, einen Ort für Meditation und Erholung aufbauen.
    Es gibt nach wie vor Konflikte mit der Nachbarschaft. Beschiderung mit Logos von UN Dekade oder der TUM, Unterstützung durch andere Stellen und Informationen zu den Flächen, sind sehr wichtig. Die Nutzung der Flächen als Gemeinschaftsgarten oder auch der Aufbau einer Benjes Hecke, haben dadurch nach außen eine größere Legitimation.
    Die Nachbarschaft/Spaziergänger legen oft Wert auf „Ordnung“ und haben Angst, dass sich z.B. durch die Anlage einer Benjes Hecke Ratten ansiedeln könnten.
    Marc, GF vom MUZ, sagte: die Leute, die sich hier eine teuer Wohnung kaufen, denken, dass sie den Grünzug mitgekauft haben und der daher so gestaltet zu sein hat, wie sie das wollen. Ein wichtiger Tipp von Marc: dem Garten Strukturen geben, Wege, Beeteinfassungen u.ä., das hilft Menschen, zu erfassen, um was es sich handelt und „sieht gleich ordentlicher aus“. Totholz haben sie z.B. als eine Art Skulptur aufgebaut.
    Hunde sind nach wie vor ein Problem. Und Gemüse/Kräuter werden oft geklaut. Die Gärtner*innen sind daher auf eher unbekannte Pflanzen und nicht unbedingt essbares umgeschwenkt.
    Bohnen werden nach wie vor erhalten, das Bohnenarchiv umfasst inzwischen 150 Sorten und es werden immer Bohnenpat*innen gesucht, die die Bohnen mit erhalten.
    Auch Kunst gibt es im Garten, so zB eine Mauerbienenlarvenbehausung in groß, die auch als Nistplatz für Mauerbienen dienen soll.

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  • München: Expertimentiergarten gibt es seit 20 Jahren

    (Projektbesuch)

    Im Rahmen des Tages der offenen Gartentür gab es in München das Angebot für Gemeinschaftsgärtner*innen den ExGa auf dem ÖBZ Gelände zu besuchen und über dessen Erfolgsfaktoren einiges zu erfahren.
    Konrad Bucher betreut den Garten fast seit Anfang an. Vor 20 Jahren gab es die Idee, auf dem Gelände Gärten anzulegen, noch bevor das heutige Gebäude dort stand.
    Sie haben peu a peu angefangen mit Themen und Pflanzen, die die Gruppe interessiert hat und das ist heute auch noch so. Entlange von Theman, wie Heilkräutern, entwickelt sich eine Gruppe, die sich dann intensiv mit diesem Thema beschäftigt, sich dazu trifft und in diesem Fall die Pflanzen anbaut, sie bespricht, Salben udn Tinkturen herstellt etc. Der Garten hat ein Raster, so können Bereiche entstehen, vertieft werden, sich verändern.
    Ganz wichtig für die Gemeinschaft: regelmäßige Treffen. Sie treffen sich jede Woche, Konrad schickt vorher rum, was zu tun ist und auch, was schon gemacht wurde. Im Verteiler sind 100 Leute, ca. 35 sind aktiv.
    Wichtig ist auch die Infrastuktur, die sie vor Ort haben.
    Zudem haben alle, die das wollen, auf dem Gelände noch ein Beet, was sie selber bewirtschaften können. Konrad hat da z.B. viele Rosenarten, wofür es im ExGa keinen Platz gibt. (mehr …)

  • München: wir fördern einen Bodenkoffer für die Gemeinschaftsgärten

    (Antrag/Antworten)

    Das Team um Manfred Pennwieser, Bodenforscher und Biobauer aus Schwand, hat mit dem „Bodenkoffer“
    und der dazu gehörigen Auswertungsapp ein einfach anzuwendendes und didaktisch überzeugendes
    Werkzeug zur ganzheitlichen Bodenanalyse geschaffen. (https://bodenkoffer.at)
    Im Gegensatz zu einer konventionellen chemischen Bodenanalyse, die sich in der Regel die Parameter
    Bodenart, pH-Wert, Humusgehalt, sowie den Gehalt an Phosphor, Kalium, Magnesium, Bor, Kupfer, Eisen
    und Zink ermittelt, hilft der Bodenkoffer, den Boden in seiner Gesamtheit zu verstehen:
    In 10 Stationen kann ein Boden nach physikalischen, chemischen und biologischen Faktoren (wie z.B. die
    Analyse von Zeigerpflanzen und Bodenlebewesen) beurteilt werden, um seinen jeweiligen Zustand und die
    damit einhergehenden Bedürfnisse festzustellen. Zu jeder Station gibt es ein Erklärvideo und alle
    Werkzeuge, die für die Analyse benötigt werden.
    Die Werte können mit Hilfe einer App am Handy digital erfasst werden. Als Auswertung erhält man per E-
    Mail eine wissenschaftliche Einordnung der Befunde. Die Anwendung dieser Methode ermöglicht eine
    vergleichende Langzeitanalyse des Bodens, die eine praktische Orientierung für dessen künftige Pflege
    hinsichtlich einer verbesserten Bodenstruktur gibt.
    Lernbedarf der urbanen Gärten
    Urbane Gärten beschäftigen sich im Zusammenhang mit Gemüseanbau und gesunder Ernährung intensiv
    mit den Methoden zum nachhaltigen Erhalt der Bodenfruchtbarkeit. Die Zusammenhänge von
    Humusaufbau, Bodenstruktur, Bodengesundheit und Pflanzenernährung sind hochkomplex; wichtige
    wissenschaftliche Aspekte sind in den praxisorientierten Projekten schwer vermittelbar. Oft wird recht
    willkürlich gedüngt, weil der Boden vereinfacht als Nährstofflieferant für Pflanzen verstanden wird. Mit
    dem didaktischen Konzept des Bodenkoffers wird das Zusammenspiel der verschiedenen
    Bodeneigenschaften begreifbar gemacht und der Boden als lebendiger, sich wandelnder Organismus vor
    Augen geführt. In der Summe entsteht ein Verständnis für die Praxis der ökologischen Landwirtschaft und
    für die Zusammenhänge zwischen Boden, Pflanzenschutz, Ernährung, Biodiversität und Klimaschutz.  
    Bodenwissen in den Gärten wachsen lassen
    Unsere Idee ist es, mithilfe des Bodenkoffers das notwendige Praxiswissen über das Netzwerk urbaner
    Gärten in die unterschiedlichen Gartenprojekte zu bringen. Die Geografin und Projektbeteiligte Ruth Mahla
    hat sich den Bodenkoffer ausgeliehen und dessen Anwendung getestet.  
    Unserer Einschätzung nach benötigt die Anwendung des Bodenkoffers eine qualifizierte Anleitung, also die
    Vermittlung durch eine erfahrene Expertin. Ruth Mahla würde diese fachliche Begleitung übernehmen.
    Zum einen sollen Workshops für Interessierte in bestehenden Gemeinschaftsgärten am Ökologischen
    Bildungszentrum und im StadtAcker stattfinden. Darüber hinaus sollen Workshops in weiteren
    Gemeinschaftsgärten vor Ort ermöglicht werden.
    Ziel ist es, Gartenaktive darin zu ermächtigen, ihre Böden mit den Werkzeugen des Bodenkoffers selbst zu
    analysieren, die Qualität ihres Bodens zu beurteilen und das Wissen weiterzugeben. Längerfristig sollen
    eine fachgerechte Bodenbeurteilung und die daraus resultierende Bodenpflege für alle Gartenprojekte
    selbstverständlich werden.

    • Wie viele der Münchner Gemeinschaftsgärten haben Interesse an der Nutzung des Bodenkoffers? Wie wurde dieses Interesse abgefragt? 

      Das Interesse wurde beim Netzwerktreffen am 22.3.2022 abgefragt. Bei diesem Treffen waren 15 Teilnehmer*innen anwesend. Die Idee des Bodenkoffers stieß auf allgemeines Interesse. Besonderes Interesse bekundeten folgende Gemeinschaftsgärten, deren Vertreter*innen anwesend waren: Sonnengarten Solln, Bienengarten Pasing, Freiluftgarten Freiham, StadtAcker und Experimentiergarten am ÖBZ. Allerdings ist der Kreis der Gemeinschaftsgärten noch deutlich größer. Wir gehen davon aus, dass es weitere Gemeinschaftsgärten gibt, die den Bodenkoffer einsetzen würden. Dazu zählen v.a.: EineWeltHaus-Garten, Gemeinschaftsgarten der Vielfalt der IG-Feuerwache, Interkultureller Gemeinschaftsgarten Blumenau, Interkultureller Gemeinschaftsgarten Grünstreifen Oberföhring, o’pflanzt is, Waldschmausgarten, Bewohnergärten Gotteszeller Straße, Bewohnergarten ZAK Neuperlach. 

      Wir erwarten zudem, dass das Interesse mit den Erfahrungsberichten aus den anderen Gärten wächst. Die Methode wird über den Newsletter und bei den nächsten Netzwerktreffen erneut beworben.

    • Wie transportabel ist der Koffer?  

      Der Koffer ist gut transportabel. Alle Utensilien sind kompakt in einem rollbaren handlichen und stabilen Case untergebracht, so dass er durchaus auch mit dem Rad oder via ÖPNV transportiert werden kann.
       

    • Wer kümmert sich um Ausleihe und „ordentliches Zurückbringen“? Wie wäre die Ausleihe organisiert? 

    Diese Aufgabe würden wir im ÖBZ übernehmen. Die Ausleihe würde über eine Terminanfrage telefonisch oder per Mail im Infobüro oder bei Frauke Feuss erfolgen. Die Daten der Ausleihenden, Abhol- und Rücktermin werden dokumentiert, ebenso wie der aktuelle Inhalt. Verbrauchsmaterialien werden ggf. ergänzt.

    • Wie wird in allen Gemeinschaftsgärten Münchens bekannt gemacht, dass es diesen Koffer gibt?  

    Die Bekanntmachung wird zielgerichtet für die Gemeinschaftsgärten erfolgen, über die Homepage und den Newsletter von UGM, die Homepage ÖBZ, Netzwerktreffen und Mund-Propaganda.

    • Wie werden die Workshops dokumentiert, so dass Gärten/Interessierte, die nicht bei den Workshops dabei sein können, den Koffer dann trotzdem eigenständig nutzen können? 


    Wir werden Videoclips zur Handhabung bei einem der Workshops anfertigen, die die bestehenden Videoanleitungen ergänzen

    • Wird der Koffer pro Garten dann nur 1x genutzt oder ist das jedes Jahr sinnvoll und attraktiv? 

    Es ist sinnvoll, die Methoden des Bodenkoffers mehrfach anzuwenden, um eine Langzeitbetrachtung des Bodens und ggf. der Wirkung eingeleiteter Verbesserungsmaßnahmen zu erfassen. Vor allem wenn Bodenverändernde Maßnahmen durchgeführt werden, empfiehlt sich eine mehrfache Beprobung, um Vorher-Nachher-Effekte feststellen zu können.

    • Wäre auch ein Online-Workshop zur Nutzung denkbar, der dann aufgezeichnet wird? 

    Der haptische Bezug zum Boden ist für das Verständnis und für die Schulung unabdingbar. Ein Online-Workshop würde die Schulung vor Ort nicht ersetzen können. Die Videodokumentationen könnten aber als Online-Einführung bzw. für die Nachbereitung hilfreich sein.

    • Kann das ÖBZ die Kosten für die Workshops übernehmen? 

    Den Koffer würden wir gerne niederschwellig anbieten, damit die Gemeinschaftsgärten die Methoden auch nutzen. Daher würden wir die Einführungsworkshops zunächst ohne TN-Gebühr anbieten. Ziel ist es aber, in den einzelnen Gemeinschaftsgärten Menschen zu „Bodenexpert*innen“ zu qualifizieren, die das Wissen und ihre Erfahrungen innerhalb des Gartens oder auch darüber hinaus weitergeben können.

    • Was fällt an Verbrauchsmaterialien an? 

    Es fallen nur geringe Kosten für Verbrauchsmaterialien an (z.B. Salzsäure, die in der Apotheke nachgekauft werden kann)

    • Welche anderen Gärten, bis auf die ÖBZ-Gärten und der Stadtacker sollen Orte für die Workshops werden? 

      Sonnengarten Solln, Bienengarten Pasing und Freiluftgarten Freiham haben ihr konkretes Interesse bekundet.  

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  • Konflikt um Zaun bei den ÖBZ-Gärten in München

    (Gu, Mail, 16.9.)
    In letzter Zeit ging es v.a. rund um die ÖBZ-Gärten sehr turbulent zu.
    Anlass ist ein Konflikt mit Anwohnern wegen eines Zauns, den wir bauen wollten, um eine Fläche vor Hundekacke zu schützen. Das Hundethema ist aber nur ein Aspekt des Knflikts, der auch politisch instrumentalisiert wird. (…) ging z.T. durch die Presse. seit ein paar Wochen beginnt eine Mediation.

    (Gu, Tel, 23.9.)
    Laut Konrad haben Leute, die den Park nutzen, einen Anspruch darauf, dass der Park ihnen gehört. Sie sehen gar nicht ein, dass Menschen in einem Park gemeinsam gärtnern wollen. Es gibt eine Gruppe, die sich organisiert hat, die gegen die Gärten schießt. So gab es erst Plakate (angeblich wurden Hunde in den Gärten vergiftet) und Aufrufe gegen Zaun und Gärten. Eine Veranstaltung zu den Gärten (anlässlich des Konflikts) wurde von den Gegnern der Gärten sehr gut besucht und ist ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Ein CSU Mann hat sich vor den Karren spannen lassen und voll gegen die Gärten argumentiert. Es kam wohl richtig zum Streit mit laut ausgetauschten Argumenten.
    Nun soll es eine Mediation geben, doch ist es dem Mediator bisher noch nicht gelungen, auf der Seite der Gartengegner überhaupt AnsprechpartnerInnen herauszufinden. Somit ist auch noch unklar, ob sie überhaupt bei einem solchen Verfahren dabei wären.
    Konrad meldet sich, falls wir unetrstützend wirken können. (mehr …)