(Gu aus Antrag und Antworten)
Der Garten in Berlin/Märkisches Viertel wurde mit Mittel aus Stadtumbau West finaniert und hat 7000m². Neben (großen) individuellen Beeten gibt es viel Naturraum. Sie müssen nun nach der Saison umziehen, da die Fläche bebaut wird.
Sie beantragen Gartengeräte, die dann auch mit genommen werden.
Zur Zeit haben wir noch 17 vermietete Parzellen. In den meisten Fällen werden diese von Familien bewirtschaftet, so dass ich keine genaue Angabe über die Personenzahl machen kann. Ein Teil der Unterpächter*innen hat bereits gemeldet, mit umziehen zu wollen. Zudem habe ich bereits eine Liste mit fünf Interessent*innen für das nächste Jahr. In den Sommerferien gibt es einen Tag der offenen Tür, an dem jeder im Garten willkommen ist. Dieser wird dieses Jahr von einer durch die GESOBAU finanzierte Kraft auf Minijobbasis betreut. Der Garten ist barrierearm und kann auch im Rollstuhl besucht werden.
Bereits dieses Jahr werden einige Veranstaltungen im Beettinchen stattfinden, die es so vorher nicht gab. Im Juli werden wir gemeinsam mit der GESOBAU eine Lesung der Novelle „Der gefundene Garten“ mit musikalischer Untermalung und einem kleinen Buffet organiseren. Dazu werden die Pächter*innen eingeladen und Werbung in den umliegenden Häusern sowie öffentlichen online-Portalen gemacht.
Zudem ist angedacht, in den Sommerferien einen Flohmarkt im Garten zu organisieren, bei dem Bewohner*innen des Viertels kostenfreu Tische zur Verfügung gestellt bekommen.
Wie bisher bereits wird zudem das jährliche Viertelkino im Garten stattfinden.
neues Konzept:
Der neue Garten wird gegenüber der Treuenbrietzener Str. 35 im Märkischen Viertel liegen. Das sind ca. 1,1 km Fußweg vom jetzigen Garten. Der neue Garten ist mit 3.000qm wesentlich kleiner und wird 35 der 39qm-großen Parzellen haben. Der Vertrag läuft zunächst bis
01.07.2022 und kann ggf. verlängert werden.
Ich konnte mit dem Bezirksamt klären, dass Parzellen nicht in vollem Umfang an einzelne Pächter*innen vermietet werden müssen, wie es mir bisher als Auflage mitgeteilt wurde. D.h. es gibt die Möglichkeit, z.B.
eine halbe Parzelle zu mieten. Einen Teil der Parzellen möchte ich als Gemeinschaftsfläche bewirtschaften. Mindestens eine Parzelle wird mit kleinen Hochbeeten ausgestattet, um barrierearmes Gärtnern zu ermöglichen. Mein Wunsch wäre es, dies auf zwei oder drei gemeinschaftliche Parzellen auszuweiten. Zudem habe ich vor, im gesamten Garten „Wegfläche“ mit kleinen Kräuterkübeln o.ä. auszustatten, um die gemeinschaftlich bewirtschaftete Fläche zu erhöhen und einen freundlichen Charakter zu schaffen. Wie wir wissen, ist dies ohne große Kosten machbar.
Das Gerätehaus mit Aufenthaltsbereich wird in seinem jetztigen Zustand mit umziehen.
Ich arbeite gerade an einem Konzept, wie man den Garten künftig mehr beleben kann. Dazu gehört zum einen, die vertraglichen Regelungen gegenüber den Unterpächter*innen zu ändern, um mehr gemeinschaftliches Handeln als Voraussetzung für die Anmietung einer Parzelle (s.
Himmelbeet) zu haben. Dafür möchte ich bereits dieses Jahr einen groben Veranstaltungskalender planen, damit die Unterpächter*innen sich frühzeitig für gemeinschaftliche Aktivitäten eintragen können.
Zudem warte ich auf die Veranschlagung der künftigen laufenden Kosten.
Auf dieser Basis entscheiden sich Parzellenpreise.
Die bisher genannten Punkte sind alle mit den jetztigen Ressourcen umsetzbar. Ich bin derzeit auf der Suche nach möglichen Förderungen, um Personal für die Bewirtschaftung und Öffnung des Gartens finanzieren zu können. Meine ideale Vorstellung wäre es eine Person für sozialpädagogische Betreuung sowie eine Gartenfachkraft vor Ort zu haben. Diese könnten Veranstaltungen organisieren und mit den Pächter*innen sowie Interessierten gärtnern, thematische Workshops durchführen u.a. Durch eine fachliche Vor-Ort-Betreuung soll auch die Motivation an ehrenamtlicher Betätigung gesteigert sowie die Öffnung des Gartens als Erholungsraum für die Öffentlichkeit ermöglicht werden. Ein kleiner einfacher Cafébetrieb ließe sich rein infrastrukturell gut organisieren und kann in der Zeit zwischen den Saisons vorbereitet werden (Thekenbau etc.). Auch hier könnten Pächter*innen ihre gemeinnützigen Tätigkeiten ausüben. Ein endgültiges Konzept mit genauem Finanzierungsplan möchte ich schnellstmöglich erstellen. Bisher bin ich noch in der Ideensammlungsphase bzw. schaue mir weitere Gärten an, um Inputs zu erhalten. Parallel dazu erarbeite ich ein Konzept, wie sich der Garten ohne zusätzliche Finanzierung anders bewirtschaften ließe und wie man ehrenamtliches Engagement im Garten steigern könnte (s.o.).
Pläne für die Zusammenarbeit mit der künftigen Gemeinschaftsunterkunft mache ich erst, wenn der Betreiber feststehen wird und direkte Absprachen getroffen werden können. Durch eine enge Kooperation mit anderen in der Flüchtlingsarbeit tätigen Akteuren im Viertel lassen sich auch niedrigschwellige kurzfristige Projekte umsetzen. Zudem möchte ich die nahe gelegene Waldorfschule kontaktieren und Projektmöglichkeiten ausloten.
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