Schlagwort: Palais Garten

  • Dresden: Palais-Garten gärtnert noch nicht

    Besuch)
    Das gemeinschaftliche Gärtnern ist noch nicht wieder losgegangen, der Garten ist noch nicht weiter ausgebaut worden (seit unserer Förderung). Die Gründe: das Palais-Café ist noch nicht wieder besetzt. Sie haben zwar die „VG“ (?) im Boot, aber die haben derzeit kein Personal dafür. Das Café wird weiter ein Projekt des Muesums sein, da sie es sonst gar nicht machen könnten (Denkmal- und Hygieneschutz etc.). Die Räumlichkeiten sind zwar nicht klein, aber es gibt nur wenig Kühlmöglichkeiten und auch nicht viel, um Kuchen zu backen etc. Die Besucher*innen mussten bisher immer viel Zeit mitbringen, eine kommunikative Aufgaben, die die Vorgänger*innen gut gemeistert haben. Im Cafße wurden die Produkte aus dem Garten verarbeitet.

    Der Eintritt in das Museum ist nicht mehr frei, es ist weniger im Haus los.
    Sie haben nicht mehr ein so großes Angebot an Veranstaltungen und Events

    Der Garten wurde 2019 wurde eine Sonderausstellung zur „Erfindung der Zukunft“ gebaut (als Projekt, auch das ging nur so)
    . Die Ausstellung hat sich an junge Menschen gerichtet, es ging um Klima, Nachhaltigkeit, grüne Stadt. Der Garten war ein Ausstellungsraum, hier fand das „essbare Museum“ statt.
    Inzwischen haben sie weniger Gemüse/Essbares, dafür mehr für Insekten. Donnerstags kommt ein Gärtern, der sich kümmert, mak könnte auch mitgärtnern, aber das erschließt sich (noch) nicht. Über eine andere Stiftung hat Frau Vincent Honorargelder akquirieren können, es sollen Kooperationsprojekte mit Schulen aus der Johannstadt laufen. Mit ihnen werden neue Beete gebaut, die sie dann auch betreuen werden.
    Sie hatten auch mal einen Wurmkompost, doch starben die Würmer immer. Das System hat eine Frau (von Ufer-Projekten) nun überarbeitet und es werden kleine Wurmbehälter direkt in die Beete eingesetzt.
    Am 30.10. macht die Senkenbachstiftung eine Ausstellung zu Insekten, der Palais-Garten soll da auch eine Rolle spielen.

    In Neustadt wohnt wohl eine große vietnamesische Community. Der Künstler, der bei der letzten Documenta den vietnamesischen Garten gestaltet hat, ist im Palais-Garten dabei, bzw angegliedert. Zunächst stand sein Kunstwerk (viele Hochbeete mit Wasserfenchel) an der dem Garten gegenüber liegenden Wand, doch wurde das Werk dann gleich von Aufbauten für Kuturveranstaltungen überragt. So kam das Kunstwerk ans Kopfenede des Gartens. Bislang wurde der Wasserfenchel auch geerntet und verarbeitet, z.B. bei Karakoke mit Essen. Dieses Jahr wuchs er nicht so gut. Sie hatten auch überlegt, Beete vors Haus zu stellen, doch das ging wegen Denkmal- Brand- und anderen Schutzen nicht.
    Die vietnamesische Community soll stärker einbezogen werden und andere Gemüse anbauen können. (mehr …)

  • Dresden: Neubelebung und Erweiterung des Palais Garten (im Museum)

    (ANtrag, ANtworten)

    Das Japanische Palais ist ein historisches Gebäude im Zentrum Dresdens, direkt an der
    Elbe. Ein Großteil des Gebäudes wird von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD)
    genutzt: Hier befinden sich das Museum für Völkerkunde der SKD und das SENCKENBERG
    Naturmuseum Dresden. Zudem werden wechselnde Ausstellungen der 15 Museen der SKD
    präsentiert. Aktuell ist noch die Kinderbiennale zu sehen, anschließend folgen die
    Ausstellung „Mythos Handwerk“ des Kunstgewerbemuseums sowie „Die blauen Schwerter.
    Meissen in der DDR“ der Porzellansammlung der SKD.
    Um unsere Nachbarschaften einzubinden und das Gebäude mit dem Umfeld zu verknüpfen,
    gibt es auch sogenannte „Frei-Räume“: Werkstätten, ein Projektcafé und einen urbanen
    Garten im Innenhof des Japanischen Palais, der zur gemeinsamen Nutzung und kreativen
    Arbeit einlädt. Bisher wurde der Garten eher passiv genutzt – vor allem zum Bestaunen und
    Verweilen. Nun möchten wir ihn für die Gemeinschaft aktivieren, sodass er bewusst genutzt
    und (mit-)gestaltet wird.
    Projektbeschreibung:
    Der Garten, der 2019 im Rahmen der Ausstellung „Die Erfindung der Zukunft“ durch eine
    enge Zusammenarbeit mit der UFER e.V. entstand, soll durch die Einbindung einer
    Gartengruppe und einer Partnerschule oder Kita noch stärker in die Stadtgesellschaft
    eingebunden werden. Geplant ist, die bestehenden Hochbeete gemeinsam zu pflegen, neue
    Hochbeete aufzubauen, die von der Gartengruppe bepflanzt und gepflegt werden und den
    Garten zu einem Ort des Austauschs und der praktischen Bildung zu machen.
    Besonderes Augenmerk liegt auf der Installation „Vietnamese Immigrating Garden“ des
    Künstlers Tuan Mami, die im Jahr 2022 in den Garten integriert wurde. Hierbei wird die
    Migration von Pflanzen als Metapher für die Migration von Menschen betrachtet. Im Zentrum
    steht die Pflanze Rau Cần Ta (Wasserfenchel), die durch vietnamesische Migrant*innen nach
    Deutschland kam und eine Verbindung zwischen der vietnamesischen Kultur und den
    Erfahrungen von Migration herstellt. Es hat sich etabliert, dass die vietnamesische
    Gemeinschaft aus der Nachbarschaft des Japanischen Palais gern kommt, um die
    Wasserfenchelpflanzen zu ernten. Auch sie sind eingeladen, die neue Hochbeete
    mitzugestalten.
    Projektziele:
    Das Projekt zielt darauf ab, den Palais Garten als offenen und lebendigen
    Gemeinschaftsgarten für die Stadtgesellschaft zu etablieren. Durch die Bildung einer
    Gartengruppe und Partnerschaften mit Schulen oder Kitas soll der Garten als interaktiver
    Lern- und Begegnungsort genutzt werden. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die
    Förderung von Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelegt, indem durch die
    Wiederverwendung von Materialien und nachhaltigen Anbaumethoden ein
    ressourcenschonender Umgang mit der Natur praktiziert wird. Beispielsweise werden
    Holzbalken nach Abbau der aktuellen Sonderausstellung „Kinderbiennale. Planet Utopia“
    aufbewahrt, um einen Sonnensegel im Palais Garten bauen zu können. Der Stoff für das
    Sonnensegel wird in der die „Fair Fashion Factory“, der Textil- und Nähwerkstatt des
    Japanischen Palais, genäht. Darüber hinaus werden die Pflanzenschilder in der hauseigenen
    Medienwerkstatt, dem Media Lab, produziert.
    Weiterhin wird das Kunstwerk „Vietnamese Immigrating Garden“ von Tuan Mami integriert,
    um die Migration von Pflanzen und Menschen sowie deren kulturellen und sozialen
    Auswirkungen zu thematisieren. Das Projekt fördert den interkulturellen Austausch und das
    Verständnis für die Themen Migration und Heimat. Der Garten wird so zu einem Ort des
    Austauschs, des Lernens und der sozialen Integration.

    Maßnahmen:
    Zur Umsetzung des Projekts werden verschiedene Maßnahmen ergriffen. Zunächst wird eine
    Gartengruppe gebildet, die gemeinsam mit einer Schule oder Kita an der Pflege der
    Hochbeete und der Gartengestaltung beteiligt ist. Es sollen drei neue Hochbeete
    gemeinsam aufgebaut und bepflanzt werden, die gezielt von der neuen Gartengruppe
    gepflegt werden. Zu der Gartengruppe gehören auch die Mitarbeiter*innen des Museums,
    das Team des Projektcafés, das die Kräuter und das Obst aus dem Garten für die
    Zubereitung von Speisen und Getränke nutzt, und die ehrenamtlichen Expert*innen von
    Gartenvereinen. Das gemeinsame Gärtnern soll dabei auch den Austausch zwischen
    Museum und Publikum stärken.
    In Workshops und Führungen werden die Themen Nachhaltigkeit, Pflanzenpflege und
    Kreisläufe vermittelt. Dabei sollen die Teilnehmer*innen nicht nur praktisch im Garten tätig
    werden, sondern auch ein tieferes Verständnis für ökologische Zusammenhänge entwickeln.
    Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist die Einbindung des Kunstwerks von Tuan Mami,
    das die Migration von Pflanzen als Metapher für die Migration von Menschen nutzt.
    Mögliche Workshops sind: Balkonkästen aus Restmaterialien bauen und mit Saatgut aus
    dem Palais Garten bestücken; ein Herbarium herstellen; Kräutervielfalt kennen lernen;
    Nachhaltig und saisonal kochen; die Pflanzenwelt über einen künstlerischen Zugang
    entdecken, Samenkugeln für zu Hause bauen u.v.m. Die Themen der Workshops werden in
    Zusammenarbeit mit der Gartengruppe entwickelt.

    1. Wie groß ist denn die Gruppe schon? Wie viele ehrenamtliche Expert*innen aus Gartenvereinen (meinen Sie damit Gemeinschaftsgarten Trägervereine?) sind schon dabei?

    Aktuell besteht die Gartengruppe aus einer kleinen, engagierten Runde: 4 Mitarbeitenden aus dem Museumsteam, 1 Aufsichtsperson sowie 3 Expert*innen aus dem Gartenbereich, die teilweise ehrenamtlich, teilweise (bis 2024) freiberuflich projektfinanziert mitwirkten. Hinzu kommen 5 Mitglieder einer vietnamesischen Gemeinschaft, die gezielt den „Vietnamese Immigrating Garden“ (V.I.G.) pflegt und erntet. Die bisherigen Café-Partner*innen waren ebenfalls Teil der Gartengruppe. Wir sind derzeit auf der Suche nach neuen Partner*innen.

    1. Wie viele Besucher*innen der Sonderausstellung haben Interesse, mit zu gärtnern/beim Gartenprojekt dabei zu sein?

    Während der Finissage der Sonderausstellung haben wir gezielt auf das Gartenprojekt aufmerksam gemacht – durch Workshops und Gartenführungen. Verbindliche Anmeldungen wurden bisher allerdings nicht erfasst. Sobald klar ist, wie und wann es weitergeht, möchten wir auf unseren Kanälen – insbesondere über Instagram und vor Ort im Japanischen Palais – aktiver zur Beteiligung einladen. Am 11. April wird der Garten neu bepflanzt, und wir laden interessierte Besucher*innen spontan herzlich ein, mitzugärtnern oder den Garten zu entdecken

    1. Wie kommen die Gärtner*innen in den Garten? Ist das jederzeit möglich?

    Der Garten ist während der regulären Öffnungszeiten des Japanischen Palais zugänglich – derzeit Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Perspektivisch streben wir eine Verschiebung von 11 bis 18 Uhr an; eine Entscheidung dazu steht in Kürze an. Die einzige Einschränkung erfolgt im Winter: Bei Schneefall und Glätte bleibt den Innenhof geschlossen (Rutschgefahr). Es ist allerdings möglich, als Gartengruppe darum zu bitten, in den Innenhof zu gelangen.

    1. Wie genau wird Kunstwerk „Vietnamese Immigrating Garden“ integriert (das habe ich schon auf der letzten Documenta bewundert)?

    Das Werk von Tuan Mami war ursprünglich an einer anderen Stelle im Hof verortet. In Zusammenarbeit mit dem Künstler und der Gartengestalterin Gerda Berger wurde es 2024 in den Garten integriert. Seitdem rahmt es den linken Gartenbereich und bildet eine neue Einheit – zugleich eigenständiges Kunstwerk und Teil des gestalteten Gartens. Zusätzlich ist geplant, zwei Pflanzkästen mit Wasserfenchel vor dem Gebäude zu platzieren, um die Installation stärker nach außen sichtbar zu machen. Hierfür warten wir auf Rückmeldungen der Stadt und der Denkmalpflege. Der Wasserfenchel wird regelmäßig geerntet und kulinarisch genutzt. Perspektivisch möchten wir den V.I.G. auch inhaltlich weiter im Garten verankern – z.B. durch ein neues Beet mit Kräutern aus der vietnamesischen Küche. Ich hänge gern ein Bild vom Garten anbei. Darüber hinaus streben wir an, mit der vietnamesischen Gemeinschaft größere Formate und Veranstaltungen zu organisieren. Hierfür bin ich parallel auf der Suche nach Fördermöglichkeiten. Wir hatten bereits zwei sehr erfolgsreiche Großformate: einmal 2023 die Einweihung des Gartens mit dem Künstler Tuan Mami, mit gemeinsamen Kochen und Essen (Hotpot) sowie Karaoke-Singen und einmal das Nachbarschaftfestival 2024: drei Tage mit vielfältigen Musikbeiträgen, Streetfood, Workshops etc.

    1. Sind die Workshops für die (potentiellen) Gärtner*innen des Palais Gartens oder für alle Besucher*innen?

    Die Workshops sind grundsätzlich offen für alle – sowohl für Mitglieder der Gartengruppe als auch für interessierte Besucher*innen. Die Themen können von der Gartengruppe vorgeschlagen werden, zugleich bieten die Workshops eine gute Möglichkeit, neue Mitwirkende für das Gartenprojekt zu gewinnen.

    1. Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie werden die Beete bewässert?

    Die Gartengeräte sind im Garten in einer abschließbaren Holztruhe untergebracht (Zahlenschloss). Für die Beete wurde ein Bewässerungssystem mit Computersteuerung und kleinen Schleusen installiert. In den Sommermonaten wird zusätzlich per Hand mit Gießkanne bewässert, wenn das System allein nicht ausreicht.

    1. Könnten Sie bitte die geplanten Kosten für die Workshops und für die Beetreparaturen noch ein wenig auffächern?

    Da die Themen der Workshops gemeinsam mit der Gartengruppe entwickelt werden könnten, ist eine genaue inhaltliche Aufschlüsselung vorab schwierig. Dennoch habe ich beispielhafte Materialkosten und Bedarfe kalkuliert. Womöglich können einige Material von den Teilnehmer*innen mitgebracht werden, aus dem Garten gezogen (Pflanzen) oder von weiteren Projekten im Jap. Palais nachgenutzt werden, sodass wir mit dem gesamten Budget mehr Workshops organisieren bzw. mehr Personen erreichen würden.

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