Schlagwort: Park

  • Berlin: Laskerwiese kämpft mit den Herausforderungen des öffentlichen Raums

    Die Gruppe ist dabei, die Container von den restlichen Spuren des Brandanschlags zu säubern. Es sind 2 Container, wobei der eine ausgebrannt ist und ggf. durch die Feuerwehr der zweite dann aufgebrochen wurde – die Schlösser waren beide aufgebrochen, viel des Inhalts des zweiten Containers lag davor verstreut rum.
    Einiges konnten sie inzwischen wieder nachkaufen, u.a. durch unsere Förderung. Von Peace of Land haben sie einiges an Werkzeugen und Materialien geschenkt bekommen.
    Sie müssen nach wie vor neben dem Garten auch den Park instand halten. Der besteht aus Sitzbereichen, Staudenbeeten, neu angelegten Blühwiesen, Rasen, einem Hügel, einer „Sportstätte“(ob die dazu gehört, weiß ich nicht).
    Wasser bekommen sie zum einen vom Lidl-Dach->Zisterne->Leitung in den Garten mit Pumpe, Brunnen im Garten und für den Park nutzen sie Frischwasser
    Es kommen immer wieder neu Interessierte dazu, andere hören auf, u.a., da doch einiges kurz vorm Reifepunkte geklaut wird. Einige setzen nun eher auf Blumen und wollen damit noch mehr für Insektenvielfalt tun. Als ich da war, flog eine Holzbiene durch den Garten.
    Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten im Garten bauen sie immer mehr wieder da. Obdachlose nisten sich ein. Manche Menschen kacken in die Beete, immer wieder wird Müll einfach liegen gelassen, wobei es Mülleimer gibt. Diese reichen aber nicht und die Gruppe musste selbstgebaute wieder abnehmen, da der Bezirk/die Stadt einheitliche Mülleimer in den Parks möchte. Die Leerung der Mülleimer durch die BSR funktioniert, doch werden Säcke mit Müll derzeit nicht mehr abtransportiert. Bislang war das kein Problem.
    Der Park wird von Drogenmenschen genutzt, offener Drogenkonsum findet oft statt. Und es findet Vandalismus statt, derzeit ist ein Tor zum Garten eingetreten worden (die sind nicht abgeschlossen).
    Der Verein hat Kontakt mit Gangway gehabt, die sind aber nur 2x gekommen. Sie haben Kontakt mit den Schupos aufegommen mit Bitte, den Park/Garten mit in die Kontrollrunden aufzunehmen, sie versuchen, Garten und Park sauber und ordentlich zu halten (um nicht nach der Broken Windows Theroie dazu einzuladen, mehr Müll da zu lassen etc.), hat alles nix geholfen bisher oder nur wenig.
    Die Gruppe hat Verständnis für die Überforderung des Bezirks, in dem es viele Probleme gibt und Lakserwiese ist daran gemessen nur ein kleines Projekt.
    Ihr aktuelles Sorgenkind ist der Teich. Die Folie war kaputt, der Teich ist abgelassen, die Folie entfernt, nun muss er saniert werden.
    Sie haben für dieses Jahr schon recht viel Geld akquiriert. Von uns, FEIN-Mittel, Spenden wegen des Brands, doch reicht das noch nicht. Außerdem ist es richtig schwierig, Handwerker*innen für die Sanierung zu bekommen.
    Alle Gärtner*innen wohnen fussläufig vom Garten oder in kurzer Raddistanz. Meine Hauptgesprächspartnerin ist zum Garten gekommen, als es ihr eine Zeitlang seelisch nicht gut ging und sie Natur und Gemeinschaft brauchte. Sie ist im Vorstand und engagiert sich für Artenvielfalt und Insektenschutz. (mehr …)

  • Berlin: Laskerwiese betroffen von Brandanschlag

    (ANtrag, ANtworten)
    Der Bürgergarten Laskerwiese e.V. hat 2006 eine einstige Stadtbrache im Bezirk Berlin-
    Friedrichshain in eine artenreiche öffentliche Parkanlage umgestaltet. Seit fast 20 Jahren wird die
    Laskerwiese durch die ehrenamtliche Arbeit von derzeit etwa 60 aktiven Mitgliedern hauptsächlich
    einmal monatlich beim Gemeinsamen Gärtnern gepflegt und weiterentwickelt. Insgesamt hat der
    Verein 85 Mitglieder.
    Einige Aufgaben die permanent anfallen: Müll sammeln, Staudenpflege, Zaunausbesserung,
    Teichpflege, Pflanzenschnitt, Kompost machen.
    Wir haben mehrere Staudenbeete, die von einzelnen Mitgliedern betreut und gepflegt werden. Im
    Sommer gibt es Verantwortliche, die sich um das Befüllen der Baumbewässerungssäcke
    kümmern oder dafür sorgen, dass der Brunnen zur Gießwasserentnahme stets mit Wasser aus
    einer Zisterne befüllt ist. Auch zwischen den monatlichen Terminen werden zahlreiche
    Pflegearbeiten von unseren Mitgliedern geleistet oder an der Vorbereitung von speziellen
    Vorhaben (z.B. Teichsanierung, Baumschnitt, Organisation von Veranstaltungen) gearbeitet.
    Ca. 58 Mitglieder gärtnern auf 38 Beeten verschiedener Größe. Jede*r entscheidet selbst, was auf
    den Beeten angebaut wird. Das Beet sollte jedoch natur- und umweltschonend, mit möglichst
    geringer Bodenneuversiegelung bewirtschaftet und mit heimischen Pflanzen-/Gemüsearten
    bepflanzt werden. Dies erhöht das Nahrungsangebot für einheimische Insekten, Vögel und
    Kleintiere und bietet einen strukturreichen Biotopverbund über den Beetbereich hinaus (Bäume,
    Sträucher, Teich, Benjeshecke, Wildblumenwiesen). Die Ernte behält jede*r selbst ein.
    Der Bürgergarten Laskerwiese ist in der Nachbarschaft ein wichtiger Ort, um
    zusammenzukommen und sich zu erholen. Auf jährlichen Veranstaltungen wie dem Langen Tag
    der Stadtnatur, der Fête de la Musique oder unserem Herbstfest laden wir die Nachbarschaft ein
    und fördern damit den Austausch über soziale und kulturelle Grenzen hinweg.
    Wir machen über unsere Internetseite www.laskerwiese.de oder unserem Intagram-Kanal
    @laskerwiese auf uns aufmerksam, durch direkte Ansprache der Nachbarschaft oder politisches
    Engagement, z. B. zur Erweiterung der Laskerwiese.

    Ziel der Förderung:
    In der Nacht vom 16. Januar 2025 wurde unser Materialcontainer von
    Unbekannten in Brand gesteckt. Der Container brannte komplett aus.
    Dadurch verloren wir sämtliche Gartenarbeitsgeräte, Werkzeuge,
    Rasenmäher, Kompostsieb, Leitern, Stühle und andere Arbeitsmittel für
    unser ehrenamtliches Tun. Die Fördergelder der anstiftung würden für die
    Wiederbeschaffung unserer Ausstattung eingesetzt.

    Eure Versicherung greift nicht? Leider nein. Wir haben nur eine Haftpflichtversicherung.

    Was sagt der Bezirk? Gibt es von deren Seite eine Stellungnahme?

    Wir sind mit dem Bezirk, vor allem mit dem für unseren Bereich zuständigen Grünflächenmanagement im Austausch. Wir haben einen Sondermüllcontainer gestellt bekommen, damit wir alles Verbrannte entsorgen konnten. Wir haben auch Absprachen getroffen, wie uns die Kiezhausmeister in der generellen Unterhaltung der Fläche (unabhängig vom Brand) unterstützen können. Die Hilfsmöglichkeiten des Bezirks sind sehr begrenzt, finanzielle Hilfe nicht vorhanden.

    Wir werden aber bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wieder FEIN-Mittel beantragen.

    • Gibt es neue Erkenntnisse zur Täterschaft? – Nein.
    • Wie schützt ihr euch/die Gerätschaften und Utensilien in Zukunft vor Vandalismus? Nach wie vor in unseren zwei Überseecontainern/ Materiallagern mit Vorhängeschlössern, deren Zahlenkombination nur die Vereinsmitglieder wissen. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht, da wir kein Gebäude mit abschließbaren Türen haben und das Gelände ein jederzeit öffentlich zugänglicher Klein-Park ist. Zwar umzäunt, aber nicht abschließbar. Wir wollen an den Containern, vor allem über den Türen, noch solarbetriebene Bewegungsmelder anbringen. Einerseits für mehr Licht für uns, aber auch um potentielle Vandalen abzuschrecken. Falls Du einen Tipp hast, wie wir die Container sicherer verschließen können, freue ich mich.
    • Habt ihr eine andere Versicherung abgeschlossen oder erwägt ihr das? – Haben wir bisher nicht und haben das im Vorstand auch noch nicht besprochen.
    • Was von den bei uns beantragten Gegenständen hat Priorität für die Gartengruppe? Prioritär sind einerseits Gegenstände, die den Container wieder einrichten, um Geräte lagern zu können, andererseits Gartengeräte selbst, um die Fläche pflegen zu können. Ich habe dir den Antrag noch einmal angehängt und die prioritären Dinge farbig markiert.
    • Habt ihr schon auf Ebay Kleinanzeigen oder bei nebenan.de geguckt/gepostet, was ihr braucht? – Wir haben dieses Formular aufgesetzt und verbreitet, um an gebrauchte Spenden zu kommen. Die Rückmeldungen dazu waren leider nicht erwähnenswert. Die Leute spenden eher Geld.

    Habt ihr Anzeige erstattet? Gibt es neue Erkenntnisse wer das gewesen sein kann? 

    Wir mussten keine Anzeige erstatten, da sofort das LKA Ermittlungen aufnahm. Wir haben bisher keine Rückmeldung zu den Ermittlungsergebnissen bekommen.

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  • Leipzig: VaGaBUND kämpft mit Vandalismus

    (Sachbericht)

    Zunächst haben sich unsere geplanten Bauprojekte, der Umzug des Bauwagens von Connewitz nach Grünau und der Transport und Aufbau des eingelagerten Gewächshauses durch regelmäßig
    auftretenden Vandalismus verzögert. Dieser konnte durch eine Eingrenzung des Geländes minimiert
    werden. Statt einer teilweisen Umzäunung des Grundstücks wurde eine „Essbare Hecke“ geflanzt.
    Erst nach der Pflanzung wurde der teure und für Vandalismus anfällige Bauwagen und das
    Gewächshaus auf die Fläche gebracht.
    Insgesamt ist unsere Einschätzung, dass das Gartenprojekt in Grünau auf einem guten Weg ist.
    Auftretende gruppeninterne Probleme des letzten Jahres wurden gelöst und wir starten mit viel Tatendrang und guter Stimmung in die neue Gartensaison. Die essbare Hecke gibt der Fläche als halboffenen Raum einen einladenden Charakter und beugt dem Vandalismus hoffentlich weiter etwas vor, und bewahrt gleichzeitig die Zugänglichkeit zum Garten. (mehr …)

  • Hamburg: Parks Gemeinschaftsgarten

    (Antworten)

    • War die partizipative Gestaltung ausgeschrieben und HALLO hat sich beworben?

    Zum Teil: Die temporäre Umgestaltung und Bespielung wurde von der Umweltbehörde ausgeschrieben. Der Hallo: e.V. hat sich gemeinsam mit weiteren Partner*innen als Arge mit einem partizipativen Konzept beworben und die Ausschreibung für sich entschieden. Seit dem wurde der Auftrag mehrmals verlängert und ist mittlerweile in eine Zuwendung übergegangen.

    • Wie lange wird Parks von der Umweltbehörde finanziert werden und was passiert danach?

    Derzeit stehen noch mind. weitere vier Jahre im Raum, es bleibt jedoch bei einer Grundfinanzierung, die hauptsächlich die grundsätzliche Öffnung ermöglicht. Anschließend soll die Gestaltung des weiteren Abschnitts des Alster-Bille-Elbe Grünzugs (der Alte Recyclinghof/PARKS) ausgeschrieben und realisiert werden. PARKS setzt sich dabei für ein kooperatives und offenes Verfahren ein, in das das bestehende Wissen, der bisherige Prozess sowie bestehende Abschnitte (zB auch die Gemeinschaftsgärten) einfließen bzw. In die Langfristigkeit übertragen werden sollen. Dieser Ansatz wird mittlerweile auch von der Umweltbehörde verfolgt.

    • Was genau wird finanziert? (hier interessiert mich vor allen Dingen, welche und wie viele Stellen/Honorare)

    Derzeit werden Honorare für eine Projektleitung innerhalb der Saison (Mai-Oktober) finanziert (sog. Parkmeister*innen). Dabei handelt sich es um Honorarverträge und keine festen Stellen. Da diese Finanzierung nur als eine Grundfinanzierung zu verstehen ist, arbeitet niemand hauptberuflich in diesem Projekt. Zudem umfasst die Gesamtfläche viele weitere „Baustellen“ und Tätigkeitsfelder. Insgesamt stehen dem Projekt jährlich circa 4.000 Euro Sachkosten von der Umweltbehörde zur Verfügung, die jedoch auch für Reparaturen an Gebäuden oder Bautätigkeiten auf der Fläche ausgegeben werden müssen.  

    • Wie groß ist die Gärtner*innengruppe? Wie groß die Kerngruppe?

    Die Gärtner*innengruppe umfasst circa 30-40 Personen und die Kerngruppe, die ganzjährig aktiv und mehrmals die Woche vor Ort ist, beläuft sich circa 10-15 Personen.

    • Ist das Pionierfeld bei der weiteren Entwicklung „gesetzt“, also bleibt das sicher bestehen?

    Laut bisherigem Planungstand bleibt dieses bestehen.

    • Wer hat die Biogasanlage gebaut und gibt es dazu eine Bauanleitung, die im bundesweiten Netzwerk geteilt werden könnte?

    Bei dem Bau hat uns Till Wolfer von N55 unterstützt. Dessen Entwurf sowie weitere Informationen finden sich zB in diesem Artikel: http://www.muellprojekt.de/akteurseiten/till-wolfer-n55/ Ob seine Bauanleitung im bundesweiten Netzwerk geteilt werden kann, müsste er entscheiden – es gibt jedoch bereits zahlreiche öffentlich zugängliche Manuals von N55: http://www.n55.dk/MANUALS/manuals.html

    • Wie viele Menschen können sich am Bau des Gewächshauses beteiligen? Wie groß soll das werden?

    Wenn bei dem Projekt etwas gebaut werden soll, kündigen wir dieses zum einen in den Sozialen Netzwerken (mit derzeit rund 2.400 Abonnent*innen) an sowie über unserem Mailverteiler „Gärtnern und Bauen“ mit circa 180 Abonnent*innen. Alle, die dann Zeit und Lust haben, können sich beteiligen. Je nach Situation, Wetterlage und Bauworkshop beteiligen sich bis zum 110 Menschen an unseren Bautätigkeiten. Den Bau der Abdeckung der Frühbeete von ca. 5qm würden wir parallel zu anderen Tätigkeiten in den Gärten und auf der Fläche verbinden, z.B. dem Einbringen des eigenen Komposts, der Pflege der Terrassenbeete, dem Ausbringen der Holzhackschnitzel. Dabei gehen wir von einer Beteiligung von 30-45 Menschen realistisch.

    • Gäbe es eine Alternative zu Aluminiumprofilen (für die Herstellung von Alu werden ja viele Rohstoffe und viel Energie benötigt)

    Die Aluminiumprofile werden passgenau für die Doppelstegplatten hergestellt und garantieren die Langlebigkeit der Konstruktion im Außenbereich. Eine Alternative aus Klebeband erscheint uns wenig haltbar, eine aus Stahl zu schwer für den Werkstoff und eine aus Polycarbonat ist für geplanten Plattenstärke nicht erhältlich.

    • Könnte die Gruppe sich die Werkzeuge für den Bau des Gewächshauses nicht leihen (z.B. vianebenan.de? Was würde nach dem Bau des Gewächshauses damit passieren? Bitte fächern Sie die Kosten für die Werkzeuge noch auf. (Stahlbohrer und Nietenzange)

    Die PARKS-Gärten sind ein Ort an dem stetig weitergebaut wird und zu dem viele Menschen der Nachbarschaft kommen, um sich Werkzeug zu leihen. Deswegen planen wir die Anschaffung einer Nietzange und eines Sägeblatts für weitere Nutzung und Verleih. Die Spiralbohrer sind Kleinmaterial, dass nach Nutzung nur bedingt oft nachgeschärft werden kann. Die benutzte Handkreissäge ist eine, die wir uns bei Bauworkshops in der Nachbarschaft leihen. Beim Sägeblatt ist ein qualitativ hochwertiges Einkalkuliert, da wir es so mehrfach schärfen lassen können. Ebenso ist die Nietzange hoch angesetzt.


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  • Leipzig: Konzeptänderung bei Lenes Garten

    (Sachbericht)

    Hauptziel der Förderung war es in erster Linie, den urbanen, frei zugänglichen Garten
    InstandzuhaltenundinFormkleinererProjektezuerweitern.Dazuzählten
    hauptsächlichReparaturarbeiten,NeubautenundAnschaffungendiverserMaterialien.
    Auch in 2022 hat sich der Stadtteil Reudnitz, dessen Zentrum im Sommer der Lene-Voigt-
    Park darstellt, weiter vergrößert und erfreut sich großer Beliebtheit. So sind angrenzend
    indennächstenJahrengroßeBaumaßnahmen(Grundschule,Kita,Sporthalle,
    Gymnasium)geplant.ImStadtteilentstehenweitereLadengeschäfte,Cafésund
    Wohngebäude. Wir hoffen, die urbane Gartenfläche erhalten zu können, da Grünflächen,
    insbesondere Gärten, positive Erholungs- und Freizeitangebote sind. Lenes Schulgarten
    ist weiterhin Teil des Gesamtprojektes. Das offene Konzept des Gartens ist seit seiner
    Gründung 2016 beibehalten worden.

    Umsetzung
    Reparaturarbeiten, Neubauten, Anschaffungen sowie Vernetzung
    VordemoffiziellenSaisonstartwurdedieBeetemitHornspänegedüngtundneuer
    torffreierBio-ErdeausdemBaumarktaufgefüllt.PflanzenundSaatgutwurdenbei
    regionalen Anbietern erworben, wozu die Gärtnerei Annalinde GmbH (Jungpflanzen) und
    Beetliebe (Saatgut) zählten. Beim Frühjahrsputz im April 2022 folgte die Saisoneröffnung
    bei Kaffee und Kuchen mit einer Saatgutverschenkeaktion und einem Pflanzfest Anfang
    Mai. In den Sommermonaten kümmerten wir uns vor allem um die Pflanzen. Zudem
    kamen u.a. im Rahmen eines Stadtteilrundgangs viele Besucher*innen vorbei, denen wir
    den Garten vorstellten und fürFragen zur Verfügung standen.
    BeidenumgesetztenBaumaßnahmenwurdebesondersaufStabilitätund
    Reparierbarkeit geachtet. Konkret wurde der Schaukasten, der immer wieder mit Graffitis
    beschmutzt wurde, durch eine Holzvarianteersetzt. Diese neue Holztafel schützt die
    Aushänge(laminierteFolien)vorRegen,istneulackierbarbzw.kannabgeschliffen
    werden und sehr stabil. Der 1000 Liter fassende Wassertank wurde auf eine aufwendige
    Holzkonstruktion gesetzt, die ebenfalls sehr stabil ist und im Boden verankert wurde.Im
    Rahmen dessen konnte sich Lenes Garten als Wasserquelle bei der Initiative „Leipzig
    gießt“ registrieren.
    Für die kommende Saison werden wir uns dahingehend stärker bei

    Aktionen rund um Wasserknappheit engagieren und uns mit Freiwilligen bspw. um das
    Gießen der Bäume im Park kümmern. Bänke und Sitzgelegenheiten wurden mit neu
    erworbenem Holz bei einer gemeinsamen Aktion im Sommer 2022 baulich optimiert und
    ausgebessert,wozuaucheinNeuanstrichzählte.KleinereInstandsetzungsarbeiten
    folgten im Herbst 2022. Ein Flohmarkt im Garten konnte im Herbst realisiert werden. Das
    zeitgleich stattfindende Erntedankfest war ein großer Erfolg.

    Der Garten war in der Saison 2022 abermals von de nallgemeinen Problemen wie
    Vandalismus,Pflanzenklau und Vermüllung betroffen.Um dem Müllproblem
    entgegenzuwirken, wurde ein wöchentlicher Mülldienst einberufen, wofür Müllgreifer, –
    säcke,eine feuerfeste AbfalltonneundHandschuheangeschafftwurden.Neben dem
    „normal“ anfallenden Müll werden oft Kleidung und Kleinmöbel im Garten abgeladen, die
    durch uns ebenfalls fachgerechte entsorgt werden.
    Um im Austausch mit anderen Leipziger Gemeinschaftsgärten zu bleiben, engagierten
    wirunsweiterhinaktivbeiNELGE(NetzwerkLeipzigerGemeinschaftsgärten).Wir
    standen außerdem Studierenden und Forschenden, u.a. der Umweltwissenschaften und
    Stadtraumplanung aus verschiedenen Teilen Deutschlands für Umfragen und Interviews
    sowohl online als auch vor Ort zur Verfügung. Zudem fand in 2022 eine Vernetzung mit
    dem sich damals in Gründung befindlichen Stadtteilverein Ostbüro e.V. statt, das die
    Belange des Stadtteils in den Fokus nimmt.

    Erfahrungswerte
    In den letzten Jahren ist ein Wandel des Parks hin zu einen sozialen Brennpunkt
    beobachtbar, der uns vor neue Herausforderung stellt. Als wenig exponierter Bereich
    wird Lenes Garten auch zum temporären Rückzugsraum für Drogenkonsumierende oder
    Wohnungslose. In der Sommerzeit ist der Park in den Abendstunden stark frequentiert
    und wird zum Feiern genutzt. Aufgrund der genannten Punkte kommt es zu ständiger
    Vermüllung und anhaltenden Vandalismus, was unsere Frustrationsgrenze auf die Probe
    stellt.Insgesamt ließ das Interesse an einer verbindlichen Mitwirkung für eine Saison
    während und auch nach der Pandemie nach. Die wenigen Beetpat*innen gaben schnell
    aufundbliebendenGartenbzw.ihrerHochbeeteinheitvermehrtfern.Auchdie
    Workshopsverlorendaheranihrem„Workshopcharakter“,danurvereinzeltneue
    Beetpat*innenverbindlich zu Terminen kamen undauch die Kommunikation mit der
    „Kerngruppe“ war dadurch erschwert. Der Verein hat deshalb das Gartenkonzept für
    2023 angepasst und einen neuen Vorstand gewählt.

    Fazit / Ausblick
    Das offene Konzept des Gartens soll auch 2023 beibehalten, jedoch modifiziert werden.
    So wird es fortan keine Beetpat*innen für einzelne Beeteinheiten mehr geben, sondern
    nur noch kollekti vgegärtnert, wofür die Hochbeete als Gemeinschaftsbeete genutzt
    werden. Zudem wird Vereinen aus dem Stadtteil die Möglichkeit gegeben, Hochbeete in
    ihren Namen zu bewirtschaften. Die Aufgaben de rKommunikation und
    Öffentlichkeitsarbeit wurden auf mehrere Schulter naufgeteilt, damit die Planungen
    transparenter werden. Es sind erneutWorkshops zu Gartenkosmetik in Planung.Der
    Ostbüroe.V.bewirtschafteteinHochbeet,sodass die Zusammenarbeit mit lokalen
    Akteuren verstetigt werden konnte. Zudem besitzt Lenes Garten nun einen Instagram-
    Kanal.


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  • Duisburg: Kants Garten wichtig für viele in der Pandemie

    (Mail)

    Wir waren trotz Corona ziemlich aktiv in 2020, zusätzlich zu unseren Kants Garten Aktivitäten haben wir zwei große und zwei kleine Staudenbeete in anderen Teilen des Kantparks bepflanzt – das ist in 2021 dann um einige Beete erweitert und gerade eben mit 30.000 Blumenzwiebeln ergänzt worden. Hier handelt es sich jedoch offensichtlich nicht um Selbstversorgergärten für uns Zweibeiner, sondern mehr bunte Insektenweiden, wir arbeiten an einem sehr lange blühendem „Duisburger Nektar & Pollen Coop“ 😉 und hoffen so, die Artenvielfalt zu fördern. 

    In Kants Garten sind wir jedoch ebenfalls weiterhin happy GärtnerInnen, lieben unsere Minzebar und frischen Kräuter, das teils selbstgezogene, vielfach aber auch als Setzlinge gepflanzte Gemüse und köstlichen Salat und freuen uns auf eine Beeren-Ernte, die aber in diesem Jahr noch zierlich ausfiel. Die Johannisbeeren bilden aber schon einen sichtbaren Wall um unsere Bank, die Stachelbeeren hatten ein paar köstliche Früchtchen. Unser Gartenprojekt hat uns Halt gegeben und gute Gründe, trotz Lockdown an die frische Luft zu kommen.

    Und er macht nicht nur uns Freude sondern sehr, sehr vielen Menschen, die Ihn ebenfalls regelmässig gerne besuchen kommen. Wir stellen fest: unser Garten stärkt das Gemeinschaftsgefühl und die Nachbarschaft. Durch die Pandemie gibt es unendlich viel mehr Parkbesucherinnen aus allen Generationen. Viele Menschen sprechen uns an und danken für die Blumen, die nun an so vielen Stellen wachsen – freuen sich sehr darüber. Kürzlich kam jemand aus seinem anliegenden Büro zu unserer Pflanzaktion, weil er uns dringend Mitteilen wollte, dass er jeden Tag zu den Blumenbeeten schauen geht, sich über die Insekten freut und ihm das alles sehr viel in diesen pandemischen Zeiten bedeutet … Wir haben direkt gegenüber der Schulhöfe des Gymnasiums ein 400 qm großes Beet von Efeu befreit und kunterbunt mit Stauden und Geophyten bepflanzt – die Freude bei Lehrenden wie den SchülerInnen freut auch uns immer wieder. Die Kids, die tag ein, tag aus während es Log Downs Basketball spielten und spontan mitgemacht haben beim Humus verteilen und beim Pflanzen (wir haben grade unseren zweiten Sattelschlepper Humus geliefert bekommen, lagert bis zur Verwendung auf einem Betriebshof der Wirtschaftsbetriebe). Unsere 45 Vogelnisthäuser werden gut bewohnt (zusammen mit einer Biologin haben wir grade geeinigt und evaluiert). Unsere 5 Fledermauskolonien sind wieder um weitere Schutzkästen ergänzt. 


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  • Gelsenkirchen: Gemüsebeete im Park

    (alerts)

    Das „Urban Gardening“-Projekt im Nordsternpark geht in die nächste Saison. Die im vergangen Jahr am Eingang zur Blumenstraße errichteten Hochbeete sind neu bepflanzt worden, so dass hier schon bald wieder eine vielseitige Mischung aus Gemüse, Obst und Kräutern von den Besucherinnen und Besuchern geerntet werden kann.

    Zusammen mit dem Ideengeber und Stadtverordneten Lutz Dworzak setzte Wilhelm Weßels, Geschäftsführer der Nordsternpark Pflege GmbH, hierzu rund 200 Pflanzen in die fünf Beete. Neben Rucola, Rotkohl und Basilikum wurden auch weniger bekannte Sorten wie Schokoladenminze, Sauerampfer oder die Colapflanze ausgewählt.

    Mit den Hochbeeten wurde das bislang aus zwei Streuobst-wiesen bestehende Angebot im Nordsternpark sinnvoll ergänzt. „Das Thema gesunde Ernährung gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit unserem bürgernahen Angebot an frischen Lebensmitteln verfolgen wir zugleich einen pädagogischen Ansatz, in dem wir Nahrungsproduktion erlebbar machen“, so Wilhelm Weßels.

    Geplant sind hier Kooperationen mit Kindergärten und Schulen, die gerne die Patenschaft für ein Beet übernehmen können, um so zum Beispiel Projektarbeiten vor Ort auszuführen. Lutz Dworzak: „Ich halte es für wichtig, bereits in jungen Jahren die Weichen für eine gesunde Ernährung zu stellen. Mit dem Angebot im Nordsternpark wollen wir dies gerne unterstützen. (mehr …)