Schlagwort: Partizipation

  • Monheim am Rhein: Stadt weist Flächen aus und macht Befragung

    Urbanes Gärtnern macht Spaß, ist nachhaltig und kommt als Angebot nun auch nach Monheim am Rhein: Künftig sollen zwei große Anbauflächen für die gemeinschaftliche Gartenarbeit zur Verfügung gestellt werden. Im Mitmach-Portal startet jetzt eine Befragung, die dabei helfen soll, das Projekt maßgeschneidert an den Start zu bringen. Hier können die Bürgerinnen und Bürger der Stadtverwaltung ganz konkret mitteilen, wie sie sich ihr ideales Urban-Gardening-Projekt vorstellen und welche Voraussetzungen für sie idealerweise erfüllt sein sollten, damit sie selbst zu Spaten und Gießkanne greifen.

    Seit den 70er-Jahren sind Gemeinschaftsgärten auf dem Vormarsch und liegen mehr denn ja im Trend. Kein Wunder, denn sie verbessern das Mikroklima, ermöglichen ressourcenschonenden Anbau, schaffen gemeinschaftliche Biotope innerhalb der Stadt und bereichern das städtische Zusammenleben.

    Dafür stellt die Stadt zwei Flächen in beiden Stadtteilen zur Verfügung, die in neuen Wohngebieten eingebettet sind und viele Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Im Baumberger Osten soll künftig auf 5.000 Quadratmetern gemeinsam gegärtnert werden können. Die zweite Fläche liegt im Monheimer Süden: Im Pfingsterfeld wird eine Streuobstwiese mit 3.300 Quadratmetern für die Stadtgemeinschaft zur Verfügung gestellt.

    Bürgermeister Daniel Zimmermann ist das Thema wichtig: „Klimafreundlichkeit, fairen Handel und ein ausgewogenes Stadtklima haben wir uns als Stadt schon lange als strategische Ziele gesetzt. Im Großen sieht man das am Klimaschutzkonzept, das Monheim am Rhein bis 2035 klimaneutral machen soll“, betont Zimmermann. „Urban Gardening bietet die schöne Möglichkeit, auch im Kleinen und mit eigenem Engagement etwas zu verändern, Bio-Lebensmittel anzubauen, saisonal zu essen und sich einzubringen. Das möchten wir allen Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen – auch ohne eigenen Garten.“

    Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Stadtverwaltung die Konsultation auf der städtischen Mitdenken-Plattform gestartet und freut sich ab sofort auf die Anregungen der Monheimerinnen und Monheimer. Die Befragung ist direkt unter [extern]www.mitdenken.monheim.de oder über das städtische Mitmach-Portal unter [intern]www.mitmachen.monheim.de zu erreichen.

    Mit Engagement zum Gemeinschaftsgarten

    Ziel der bis zum 25. Juni zum gemeinsamen Mitdenken einladenden Konsultation ist es, das Thema Urban Gardening möglichst vielseitig und angepasst an die Voraussetzungen in Monheim am Rhein umzusetzen. Die beiden städtischen Anbauflächen und nötigen Organisationsstrukturen sollen so vorbereitet werden, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger an den Gemeinschaftsgärten beteiligen können. Denn was aus den beiden Gartenflächen wird, liegt letztlich in der Hand der Monheimerinnen und Monheimer.

    Die Antworten aus der Konsultation arbeitet dann das Team der städtischen Grünflächen-Abteilung direkt in die weiteren Projektvorbereitungen mit ein. Entstehen soll so ein Konzept, das die Betreuung und Pflege der urbanen Gärten sicherstellt. Ergänzend hinzu kommen außerdem die Ergebnisse der beiden Bürgerschaftsabende zu den geplanten Wohngebieten.

    Befragung mit den Ergebnissen: https://mitdenken.monheim.de/projects/608a14c6-82bc-4dbf-a9da-6384a41d515a/view/answers
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  • Hildegarten: neues Gartenprojekt für HH St. Pauli auf dem Dach geplant

    (Gu aus alerts, 18.10 und iNfo von Gartendeck)

    „Ein terrassenförmig angelegter Park, der über eine begrünte Rampe zugänglich ist, mit einem Amphi-Theater, Gemeinschaftsgärten, Cafés, Spielgeräten und einer spektakulären Aussicht – der Feldstraßen-Bunker, das graue Wahrzeichen von St. Pauli, bekommt einen Stadtarten aufs Dach. Fast 20 Meter hoch wird der grüne Aufbau, der Hülle für ein ebenso spannendes Innenleben ist: einen großer Kultursaal, der vielfältig genutzt werden kann, mehrere Gästehäuser mit Unterkünften für Künstler, dazu Musikklubs, Ateliers und Proberäume. Die Anwohner, die am Donnerstag auf einer Versammlung über das Projekt informiert wurden, sind begeistert. „Endlich müssen wir St. Paulianer mal nicht ,gegen etwas‘ sein „, sagt Tobias Boeing, der sich seit acht Jahren mit den Themen Architektur, Kunst und Stadtnatur beschäftigt. Er gehört zu der Initiative Hilldegarden, zu der sich Interessierte aus St. Pauli zusammengeschlossen haben, um sich an den bisherigen Planungen des Stadtgartens auf dem Bunker zu beteiligen. Auch bei der Weiterentwicklung der Grünanlage und der Nutzung der Innenräume sind Ideen aus dem Stadtteil gefragt. „Unser Ansatz ist es, den Anwohnern nicht eine fertige Planung zu präsentieren, sondern gemeinsam die bisher ungeplanten Flächen unserer Vision von einer neuartigen Stadtstruktur zu füllen“, sagt er. Deshalb wird demnächst als Treffpunkt und Anlaufstelle vor dem Bunker ein Planungscontainer aufgestellt. Außerdem wird es während des gesamten Projektverlaufs regelmäßig Informations-Veranstaltungen geben. Auch in der Bezirkspolitik findet der 5800 Quadratmeter große Stadtpark auf dem Bunkerdach Zustimmung. „Es ist ein wirklich spannendes Projekt und greift den Wunsch der Bürger nach mehr Grünflächen im Stadtteil auf intelligente Weise auf“, sagt Michael Osterburg, Stadtentwicklungsexperte der Grünen im Bezirk Mitte. Die geforderte Urban-Gardening-Fläche war bei der Realisierung der Rindermarkthalle gleich nebenan wegen zu hoher Kosten auf der Strecke geblieben. Der geplante Stadtgarten soll bereits unten an der Straße, neben dem Eingang zur U-Bahnstation Feldstraße, beginnen. In Form einer sechs Meter breiten, etwa 300 Meter langen Rampe führt er dann an den dicken Mauern entlang nach oben. Allein dieses Park-Band hat eine Grundfläche von rund 2000 Quadratmetern. Gehalten wird die Konstruktion wird von Kragarmen, die im Beton verankert sind. „Wir haben die Rampe bewusst filigran gehalten, um die Ansicht des denkmalgeschützten Bunker möglichst wenig zu verändern“, sagt Architekt Schierwater. Dennoch muss sie extrem stabil sein und eine schwere Last tragen können. Dort wird Erdreich aufgeschüttet, außerdem kommt das Gewicht von Pflanzen und Menschen hinzu. […] Auf dem sogenannten Kragen am Bunkerrand entsteht eine 1800 Quadratmeter große Fläche, die von den Anwohnern und den Schulen aus dem Stadtteil für Urban Gardening und Urban Farming genutzt werden kann – das gilt auch für den 1400 Quadratmeter großen Dachgarten ganz oben, der eine hügelige Topografie erhalten soll. Finanziert werden soll das Projekt, dessen Kosten erst mit Ende der Planungsphase Anfang 2015 feststehen werden, durch die Vermietung der Innenräume.[…] http://www.abendblatt.de/hamburg/article133405429/Dach-des-Feldstrassen-Bunkers-wird-zum-Stadtgarten.html und auch http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Bunker-mit-Park-Faszinierendes-Projekt,bunker494.html

    Die Leute vom Gartendeck sind sauer – sie sind weder informiert, noch eingeladen worden. Von den InitiatorInen des neuen Projekts gab es keine Kommunikation mit ihnen.

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