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  • Miteinander-Garten Wurzel Werk in Kevelaer auf Privatgrundstück – Gartenprojekt für Geflüchtete

    (Gu aus alerts, 14.2.)

    Was tun mit einem völlig zugewucherten, verwilderten Familiengrundstück? „Daraus mache ich einen Gemeinschaftsgarten, und zwar einen für Flüchtlinge“, sagte sich Jan van Meegern, Betriebswirt aus dem niederrheinischen Kevelaer. „Dazu mussten wir Hecken beschneiden, Brombeersträucher roden, den Boden umpflügen, einen Holzzaun errichten und Hochbeete aufbauen.“ Hinzu kamen ein Grillplatz, das Gerätehaus aus Holz und ein Standplatz für Bienenvölker vom Imkerverein. Alles von Hand errichtet. Für die vielen Helfer und Flüchtlinge gab es also eine Menge zu tun.
    Startschuss für den „Miteinander-Garten Wurzel Werk“ in Kevelaer war im Februar 2015. Und direkt mit dabei war Nuor Aldalati. Gärtnerische Erfahrungen hatte der Syrer bisher nicht. „Ich stamme aus Damaskus und besaß dort einen Betrieb für Elektrotechnik, bis ich wegen des Krieges flüchten musste“, verrät der 52-Jährige. Mit Freund Omar war er im vergangenen Sommer fast täglich im Garten, um nach dem Rechten zu sehen und die Hochbeete zu gießen. Fünf sind es bisher, bis zu fünfzehn weitere sollen im Lauf des Frühjahrs dazukommen, denn in diesem Jahr soll im Gemeinschaftsgarten so richtig durchgestartet werden.
    Dazu hat Jan van Meegern mit Spendengeldern bereits eine ganze Menge Holz besorgt. „Die Hochbeete sollen groß sein, einen Meter fünfzig mal zwei Meter fünfzig, so dass man da richtig wirtschaften kann“, sagt der 29-Jährige. Und der Plan ist, dass sich immer ein Flüchtling und ein Unterstützer gemeinsam um ein Hochbeet kümmern. So kommen beide Seiten automatisch in Kontakt und übernehmen zusammen Verantwortung. Rund ein Dutzend Unterstützer hat van Meegern bisher gewonnen, und noch mehr Flüchtlinge haben bereits mitgewirkt. Im Moment sei die Fluktuation allerdings groß. Denn sobald der Aufenthaltsstatus gesichert sei, zögen Flüchtlinge in größere Städte. In Kevelaer seien kaum geeignete Mietwohnungen zu finden.

    http://www.dw.com/de/integration-auf-dem-acker/a-19042661 (mehr …)