Schlagwort: Pilze

  • Berlin: viele Gärtner*innen im GG Fischerinsel

    die meisten Menschen haben wir einerseits durch Werbung über das Kreativhaus erreicht. Es gab 1-2 Monate vorher Aushänge und es wurde ins Programmheft aufgenommen, auch viele Menschen direkt angesprochen.

    Andererseits hat der entstehende Garten Interesse geweckt, sodass Menschen, die vorbeikamen, direkt gefragt haben, ob sie mitmachen können.

    Von dem restlichen Geld wollen wir in jedem Fall noch wie beantragt eine Naschhecke anlegen mit Beerensträuchern. Zudem besteht der Wunsch in der Gartengruppe einen Wurmkompost zu bauen. Hierfür gibt es eine Gruppe, die sich mit dem Bau und der späteren Anwendung auseinandersetzt, Anleitungen recherchiert sowie eine Auflistung von Materialien und Kosten erstellt. Beides wollen wir im Herbst angehen.

    Im Sommer haben wir noch ein etwas größeres Projekt vor der Brust. Und zwar gibt es auf dem Gelände den kleinen Lehmofen, der aber leider nicht funktioniert, da weder Lehm noch Schamotte oder sonstiges hitzespeicherndes Material verbaut wurde. Wir wollen diesen Lehmofen aus größtenteils upcycling Materialien neu konstruieren. Auch hier ist eine Sichtung der bereits zur Verfügung stehenden Materialien sowie Auflistung von Material, welches noch angeschafft werden muss, in Arbeit.

    Sollte noch Geld übrig sein, würden wir gerne noch Pilzbeete anlegen (mehr …)

  • Berlin: Pilzlabor Teil von Gartenleistungen II

    Himmelbeet: https://www.himmelbeet.de/veranstaltung/unsere-pilz-ag-geht-in-die-vierte-runde-kopie

    Fungi Friday goes Saprobiontic Saturday

    Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe und Pilz-AG “Fungi Friday” wurde in den vergangenen Jahren viel zum Thema Pilzzucht im himmelbeet experimentiert. Im Oktober letzten Jahres haben wir euch zu einer entsprechenden Workshopreihe ins Mycelionaires Lab im MaHalla eingeladen. Dort konnten sich die Teilnehmer:innen mit den Grundlagen der Pilzzucht vertraut machen und gleichzeitig die Möglichkeiten eines mustergültigen DIY-Pilz-Labors kennenlernen. Dabei haben wir uns vor allem auf Techniken konzentriert, mit denen sich zuhause und unkompliziert Pilzbrut auf Getreidekörnern kultivieren lassen. Dieses Jahr wollen wir unsere Aktivitäten in Oberschöneweide fortsetzen und weitere mycophile Gemeinschaftsaktionen anstoßen. (mehr …)

  • Berlin: Workshop zu Rassismus, Pilze und Klima im himmelbeet

    • Samstag, den 3. Februar, trifft sich die Pilz AG wieder. Im MaHalla gibt es jetzt jeden ersten Samstag des Monats ein Vernetzungstreffen. Alle Details sind unten.
    • Habt ihr Lust, selbst einen Klima-Workshop im Soldiner Kiez zu organisieren? Unsere Kollegin Caterina bietet im Rahmen des Projekts „Klima im Kiez“ eine Veranstaltungsreihe an. Mehr Infos dazu findet ihr unten.

    Innerhalb des Projektes Klima im Kiez bieten wir kostenlose Workshops für Schulen, Kitas und Einrichtungen im Soldiner Kiez an. Wir suchen Kooperationspartner, um die Anwohner*innen vom Soldiner Kiez zu erreichen, auch zum Beispiel Senior*innen oder Menschen, die Barriere erfahren. Ihr

    Ende 2023 hatten Mitarbeitende und Pächter*innen des himmelbeets die Möglichkeit, an einem Critical Whiteness-Workshop teilzunehmen. Bei dem Workshop ging es um Sensibilisierung für Rassismus, um das himmelbeet weiterhin als einen vielfältigen, offenen und sicheren Garten zu gestalten.

    Lese den Beitrag dazu hier!
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  • Berlin: Umzug vom Sonnenbeet

    (Antrag/ANtworten)

    Wie groß ist denn die Gruppe, die auf der neuen Fläche gärtnern möchte und wie viele aus dieser Gruppe haben den neuen Garten mit geplant und sind an der Umsetzung dieser Planungen beteiligt?

    Die diesjährige Gartengruppe des Sonnenbeetes besteht aus 13 Menschen, von denen 7 eine Beetpatenschaft übernommen haben. Alle anderen kommen regelmäßig zum Gärtnern in den Gemeinschaftsbeeten, zu Workshops oder zum Austausch und zur Erholung in den Garten. Alle haben Interesse an der neuen Fläche zu gärtnern. Ebenfalls Teil des Gartens ist ein Imkermeister, welcher mit einem Teil seiner Bienenvölker Interesse hat, auf die Fischerinsel umzuziehen.

    Wir treffen uns wöchentlich und alle Informationen und Schritte der Planungen werden mit allen Anwesenden besprochen. An der aktiven Auseinandersetzung beteiligt sich bisher etwa die Hälfte, der Rest zieht eher mit. Zusätzlich gibt es einen Telegram Chat, um alle Informationen denen zukommen zu lassen, die zu einem Treffen nicht kommen konnten.


    Wie viele Menschen aus der alten Gruppe werden mitziehen? Das ist ja schon ein Stückchen weg vom alten Standort und ein anderer Kiez. Sie schreiben, dass die bisherigen Gartengruppe eingebunden werden soll?

    Die Beetpat*innen haben signalisiert, dass sie Interesse am neuen Standort haben. Da es in der Gegend um den Alexanderplatz keine weiteren Gemeinschaftsgärten mit freien Beetpatenschaften gibt, ist der Bedarf da. Die „losen“ Gärtner*innen bekundeten ebenfalls Interesse, hin und wieder mitzugärtnern.


    Wie viele Menschen aus der direkten Nachbarschaft des neuen Standorts sind an den Planungen beteiligt? Wie haben Sie diese erreicht? Sind tatsächlich schon Nachbar*innen dabei? Sie schreiben ja, dass die Nachbarschaft erreicht werden kann?

    Am neuen Standort gibt es bereits eine Gartengruppe, die aus etwa fünf Personen besteht und sich lose organisiert. Hier fand bereits Kontakt zur Koordinatorin und einzelnen Gärtner*innen statt, um Fragen zu klären, wo weitere Beete aufgestellt werden könnten, wo eine Obstbaumwiese und Naschbeete entstehen sollen und wer für was zuständig sein wird. Im September ist ein Arbeitseinsatz geplant, zu dem beide Gruppen sich kennenlernen und gemeinsam an der Planung gearbeitet werden kann.

    Wir gehen davon aus, dass sich weitere Nachbar*innen anschließen werden, sobald wir regelmäßig vor Ort sind und diese uns kennenlernen können. Weitere Aktive sind im Garten sehr gewünscht. Jede*r kann mitmachen und eigene Ideen mitbringen.

    Habe ich es richtig verstanden, dass der Garten dann auf der Fischerinsel dauerhaft bleiben kann? Soll dann nach den Baumaßnahmen rund um das Haus der Statistik dort ein neuer Gemeinschaftsgarten aufgebaut werden? Wann in etwa ist mit dem Ende der Baumaßnahmen zu rechnen?

    Der Garten kann und soll dauerhaft auf der Fischerinsel bleiben. Für den Standort Fischerinsel, das Kreativhaus und für die Nachbarschaft ist ein Gemeinschaftsgarten und eine Begrünung des Standortes ein Mehrwert, den wir nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft dort erhalten möchten.

    Nach den Baumaßnahmen am Haus der Statistik soll dort ein neuer Gemeinschaftsgarten entstehen. Sollten es die örtlichen Gegebenheiten zulassen, wollen wir bereits vorher freiwerdende geeignete Flächen wieder begrünen, ob temporär oder dauerhaft. Das Sonnenbeet stellte in den vergangenen vier Jahren einen deutlichen Mehrwert für das Gesamtprojekt dar. Für Pioniernutzer*innen diente der Garten als Pausenort, er zog Besucher*innen zum Verweilen an und war Plattform für Veranstaltungen, Workshops, Feste und Teambesprechungen. Es ist gewünscht, einen solchen Ort wieder zu schaffen.

    Im Moment gibt es nur die Möglichkeit, im kleinen Rahmen in der Ersatzstätte Karla ein wenig zu gärtnern. Diese soll Ende 2024 zurückgebaut werden. In der kommenden Saison wollen wir hier ein paar Kräuterbeete anlegen und Experimentieren. Eine Gärtnerin möchte beispielsweise Vertikalbepflanzungen testen. Hierfür gibt es eine sonnige Wand, die genutzt werden kann. Da der Standort sonst sehr schattig ist, wollen wir Pilzprojekte ins Leben rufen und testen, welche Pilze sich hier gut züchten lassen. Für die Kräuterbeete wird im September in Kooperation mit Bauchfachfrau e.V. ein Bewässerungssystem gebaut. Wenn weitere Ideen eingebracht werden und wir den Platz dafür schaffen können, sollen diese in jedem Fall umgesetzt werden. Der Ort soll außerdem für die Nachbarschaft und Pioniernutzer*innen zur Nutzung zur Verfügung stehen.
    Die Ergebnisse der Experimentierphase können später wieder in den Gemeinschaftsgarten am Haus der Statistik integriert werden.

    Wir hoffen auf den Erhalt der Ersatzstätte Karla auch über 2024 hinaus, entsprechende Anträge werden durch die Zusammenkunft Berlin gestellt. Sollte sich eine längerfristige Nutzung an diesem Standort ergeben, sind wir selbstverständlich daran interessiert, diesen auch weiter zu bespielen.

    Die Bauphase wird voraussichtlich 2030 komplett beendet sein. Der erste Gebäudeteil – der Kopfteil an der Karl-Marx-Allee – soll bereits Anfang 2025 bezugsfertig sein. Nach aktuellem Planungsstand sind im Experimentierhaus X3 mit dem Thema „alternative Wohnprojekte und gesunde Zukunft“ eine für die Hausgemeinschaft begrünbare Dachterrasse und eine öffentliche Grünanlage im Innenhof vorgesehen. Wir beteiligen uns hierbei an Plantischen und haben bereits unser Interesse bekundet. Das Experimentierhaus X3 soll bis 2028 fertig gebaut sein.

    Warum gab es einen Trägerwechsel?

    Der Sun Seeker e.V. wurde 2019 gegründet, um den Gemeinschaftsgarten Sonnenbeet am Haus der Statistik zu betreiben. Die damalige Gruppe hat Ende letzten Jahres den Garten abgegeben, da der Lebensmittelpunkt der Akteur*innen sich verlagert hat, einige nicht mehr in Berlin wohnen oder anderweitig stark eingebunden sind.
    Der Essbar e.V. wurde 2021 am Haus der Statistik gegründet, um verschiedene Aktivitäten rund ums Thema Lebensmittelverschwendung und -wertschätzung zu initiieren. Wir haben seither Beetpatenschaften übernommen, um mit Kräutern und Gemüse aus dem Garten zu kochen und diese für Workshops zu nutzen. Das Gemeinschaftsprojekt „Vom Beet auf den Teller“ ist entstanden. Ihren Verein wollten die Sun Seeker für sich erhalten, um ihn evtl. später wieder aktiv zu nutzen. Herr Dietrich ist seit Gründung im Sonnenbeet aktiv, hat den Garten mit aufgebaut und begleitet. 3 weitere Personen aus der alten Gruppe sind weiterhin dabei, davon 2 vom Essbar e.V. In den letzten beiden Jahren ist eine fruchtbare Zusammenarbeit entstanden, wir konnten viel voneinander lernen und haben uns deshalb entschlossen, die Betreuung des Gartens mit dem Essbar e.V. zu übernehmen. 

    Wie groß ist die neue Fläche, wie viele Beete wird es dort geben können? Wie groß ist die Fläche, die gärtnerisch genutzt werden wird?

    Wir haben derzeit ca. 30 aufgebaute Beete, die umgezogen werden müssen sowie 7 Obstbäume, 2 Beerensträucher und 10-20 weitere kleinere Pflanztöpfe sowie 3 Wassertanks, zahlreiche Sitzmöbel, 2 Komposte und Gartengeräte. Alles findet am neuen Standort Platz. Es gibt eine Terrasse, auf der Hochbbeete gestellt werden können. Außerdem eine freie Fläche im Innenhof und einen Außengarten mit Lehmofen. Die Fläche ist größer als die bisherige, sodass nach und nach mehr entstehen kann. Schätzungsweise können etwa 800m² von uns genutzt werden, die Gesamtfläche ist um ein Vielfaches größer.

    Wie ist die Fläche bisher beschaffen?

    Das Gelände an sich ist von Bäumen und einem neu angelegten Park umgeben. Die Terrasse ist bisher wenig begrünt, die beiden anderen Flächen wurden in den letzten Jahren nicht bewirtschaftet, es wächst teilweise Wiese, sonst recht nährstoffarme Erde. 

    Wenn es einen Garten und eine Gartenkoordinatorin gibt: wie wurde bisher dort bewässert?

    Für die Bewässerung gibt es bisher drei Außenwasseranschlüsse und Gießkannen/Gartenschlauch. Wir haben bereits mehrere Möglichkeiten erspäht, Regenwasser aufzufangen. Hierfür ist allerdings noch eine bauliche Klärung notwendig. Wir möchten größtenteils mit automatischen Bewässerungssystemen arbeiten, um möglichst wassersparsam zu wässern und um mehr Kapazitäten für die Beetpflege frei zu haben.

    Beteiligt sich das Kreativhaus an den Kosten für den Gemeinschaftsgarten?

    Ja. Das Kreativhaus hat finanzielle Mittel für die Gestaltung des Außenbereiches. Die Wasserkosten werden übernommen sowie einige Materialkosten wie Erde und Sand. Für die Infrastruktur, die das Haus betrifft, also Wege, Sitzgelegenheiten, Sonnensegel, Beleuchtung, Bewässerung, Bereitstellung der Räumlichkeiten etc., übernimmt so weit als möglich das Haus die Kosten. Wir kümmern uns um Finanzierung der Beete, Begrünung und Bepflanzung sowie die Organisation von Projekten und Workshops. 

    Wer finanziert den eigentlichen Umzug und wie wird dieser von statten gehen? Oder sind das die im Finanzplan angegebenen 800 Euro?

    Das sind die im Finanzplan angegebenen 800€. Wir wollen hiervon einen LKW inklusive Fahrer mieten, um die Beete zu transportieren. Wir rechnen hierbei mit etwa jeweils drei Fahrten an zwei bis drei Tagen.


    Können Sie sich die für die Bauaktionen benötigten Werkzeuge nicht ausleihen? Wozu wird denn eine Handkreissäge gebraucht? Was passiert nach den Reparaturen an den Beeten mit den Werkzeugen?

    Einige Werkzeuge können wir im Haus der Materialisierung oder aus privatem Bestand leihen. Eine Handkreissäge benötigen wir zum Reparieren und Bauen der Hochbeete. Eine Handkreissäge steht uns derzeit nicht zum Verleih zur Verfügung, wurde aber bisher bereits immer wieder mal benötigt. Wir rechnen damit, dass wir auf der Fischerinsel diesen Herbst und nächstes Frühjahr regelmäßig Bauaktionen durchführen werden. Die Miete einer Handkreissäge im Baumarkt kostet 100€ pro Woche. Daher erscheint uns die Anschaffung einer Säge für sinnvoll und preiswerter. Die Säge verbleibt im Bestand des Gartens und steht uns sowie dem Team des Kreativhauses dauerhaft zur Nutzung zur Verfügung.

    Handelt es sich um essbare Pflanzen und Sträucher, die Sie bei uns beantragen?

    Es handelt sich um essbare Pflanzen und Sträucher. Wir möchten z.B. die jetzige Einfriedung des Objektes, an geeigneten Standorten mit Beerensträuchern aufwerten, wir planen ein großes Naschbeet im Bereich des Kinderspielplatztes im Objekt, zu dem wollen wir Fassaden mit Wein beranken.

    Gibt es eine Pilz-AG?

    In diesem Jahr ist das Pilz Kunst Labor, bestehend aus der im Haus der Materialisierung ansässigen Mitkunstzentrale und der TU Berlin, erstmalig bei uns im Garten aktiv. In vier Beeten wurde die Anzucht verschiedener Gemüsepflanzen in Töpfen aus Pilzmycel erprobt. Das Pilz Lab erforscht außerdem, wie Pilze zur Bauwende beitragen können, indem diese mit Materialresten verbunden werden, damit neue Materialien entstehen.

    Außerdem sind wir im Austausch mit Menschen, die bereits Erfahrung in der Aufzucht von Speisepilzen haben, um uns wertvolles Wissen anzueignen. Die Sun Seeker haben sich bereits mit dem Thema Pilzzucht befasst und auch erfolgreich Pilze gezüchtet, sodass wir auch hier auf Erfahrungen der hier beteiligten Personen zurückgreifen können. Basierend auf diesem Wissensschatz wollen wir Speisepilze züchten und haben bereits entsprechende Ecken in der Ersatzstätte Karla dafür vorgesehen.


    Haben Sie im Bezirk schon nach Finanzierungsmöglichkeiten Ausschau gehalten?

    Wir sind mit dem für Gemeinschaftsgärten zuständigen Senatsmitarbeiter in Kontakt, ob ein Zuschuss in Form einer Zuwendung möglich ist und warten hier noch auf Rückmeldung.

    Zudem möchten wir die Möglichkeit nutzen, für das Jahr 2024 FEIN-Mittel beim Bezirk Mitte zu beantragen, insofern diese wieder von der Senatsverwaltung zur Verfügung gestellt werden. Die Antragsfrist war hierbei im vergangenen Jahr Mitte Dezember.

    Über die Postcode Lotterie haben wir außerdem Personalmittel beantragt, um eine Stelle für die Koordination der Gartenthemen des Essbar e.V. zu schaffen.


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  • Bremerhaven: Der Zolli – wachsender Gemeinschaftsgarten auf ehemaligen verwahrlosten Platz

    (Antrag/Antworten)

    Die Zolli-Initiative e.V. gründete sich als Initiative 2011. Damals ging
    es den Mitgliedern um eine bürger- und naturnahe Nutzung des ver-
    wahrlosten Zollinlandplatzes. Ein weiteres Einkaufszentrum kam für
    die Initiative auf keinen Fall in die Tüte. Auf dem Zollinlandplatz soll
    ein Ort entstehen, den es so in Bremerhaven noch nicht gab. Es geht
    um die gemeinsame Gestaltung einer gemeinnützigen Fläche, einem
    kreativen Freiraum, der von Vielen mit Leben, Ideen und Kultur be-
    reichert werden soll. Es geht um das gemeinsame Gärtnern und
    das Weiterbilden in Stoffkreisläufen und der Nutzung vorhandener
    Ressourcen für den Mensch mit der Umwelt. Einen Ort im Grünen,
    der im Sommer dazu einlädt, sich mit Freunden und Nachbarn zu
    treffen, mit Getränken, Speisen und Programm.

    Planungen: Pilzanbau, weitere Hochbeete, Pergola als Schattenspender mit Sitzmöglichkeiten, Bohnenarchiv uvm

    – wie groß ist die Fläche, die ihr gärtnerisch nutzt, wem gehört die, was für eine Nutzungsgenehmigung habt ihr und wie sind da die Konditionen und Kündigungsfristen. Handelt es sich z.B. um eine Zwischennutzung?

    1. Die Zolli-Initiative hat auf unbegrenzte Zeit eine Nutzungsgenehmigung vom Gartenbauamt für die gärtnerische Nutzung auf dem Zollinlandsplatz. Unser Gärtnern wird auf Hochbeete (bis jetzt 36) beschränkt, da der Boden vorbelastet ist.

    – wie groß ist die Gruppe, die gärtnert und wie setzt sich diese zusammen? Gibt es eine sozusagen eigenständige Gartengruppe, was die Kommunikation und die Entscheidungen rund ums Gärtnern angeht?

    2. Die Gruppe besteht aus den Mitgliedern der Zolli-Initiative (aktuell 37). Davon teilen sich einige Mitglieder zusammen ein oder zwei Hochbeete. Ca. 10 Mitglieder setzten sich nur für die Platzpflege ein. Also Streucher, Baum und Blumen-Pflege. Einmal im Monat mindestens haben wir ein Treffen mit allen Mitgliedern (zur Zeit nur digital), wo alle Zolli-Belange kurz besprochen und Arbeiten verteilt werden.

    – wie ist der Garten organisiert? Sind das individuellen Beete oder macht ihr alles gemeinschaftlich oder ist das eine Mischform? Können die Gärtner*innen jederzeit auf die Fläche?

    4. die Gärtner*innenkönnen jederzeit auf die Fläche. Es gibt auch einen eingezäunten Bereich, in dem eine große Kräuterschnecke, Insektenhotels und ein großer Gemeinschaftskompost sich befindet. Zu diesem Bereich haben alle Mitglieder einen Schlüssel.

    – wo sind die Gartengeräte und Werkzeuge untergebracht und wie haben die Gärtner*innen da jederzeit Zugang?

    5. Die Gartengeräte und Werkzeuge sind in einem Lager untergebracht. Das Lager ist in den alten Umkleiden auf dem Zollinlandsplatz. Alle Mitglieder haben einen Schlüssel zu diesen Räumlichkeiten.

    – können weitere Interessierte noch mitmachen? Wie macht ihr auf das Gartenprojekt aufmerksam?

    7. Jeder der möchte beim Gärtnern mitmachen. Zum Schnuppern, darf natürlich jeder einfach mal mithelfen. Für einen kleinen Mitgliedsbeitrag wird man dann auch gerne Mitglied wenn einem das Gärtnern spaß macht. Man kann sich ein neues eigenes Hochbeet bauen oder bei einem Vorhandenen mit einsteigen.Bei Aktionstagen, an denen wir mit möglichst vielen Mitgliedern an einem schönen Wochenendtag viele Gemeinschaftsarbeiten auf dem Zolli erledigen, kommt man mit „normalen“ Parkbesuchern in Kontakt, die so auch über das Projekt informiert werden.

    – ihr habt über eure Crowdfunding-Kampagne ja mehr Geld einnehmen können, als für den Kiosk gebraucht. Könnt ihr diesen Überschuss nicht für die (Teil)Finanzierung der bei uns beantragten Aktivitäten einsetzen?

    8. Die Crowdfunding Kampagne war im letzten Jahr für das Kiosk Projekt gestartet worden. Das komplette Geld ist bereits in den Ausbau des Kiosk-Containers und umliegenden Bauten, wie eine kleine Bühne für Konzerte, mehrere Hochbeete rund um den Container, Sitzgelegenheiten und Baumpflanzungen, geflossen. Von einem Überschuss kann man hier nicht sprechen xD Viel mehr ist wahnsinnig viel Zeit in Unterstützergegenleistungen, wie z.B. schöne Gutscheine, Organisation von Picknicks auf dem Zolli und Stammgastbändchen, geflossen. Nicht zuletzt haben wir eine Pandemie am laufen und ich weiß nicht wie viel Gastronome gerade jetzt Geld an gemeinnützige Vereine spenden können. Insgesamt liegen der Kiosk bei einem Reinverlust von neun Tausend Euro im letzten Jahr. Trotzdem wollen wir durch diesen Förderantrag die Positive Veränderung auf dem Platz vorran treiben.

    – für die  bisherigen Arbeiten habt ihr ja sicherlich auch Akkuschrauber u.ä. gebraucht. Habt ihr dieses Werkzeug nicht mehr? Könnt ihr euch das leihen für die Pilzzucht?

    9. Bisher haben wir sehr viel Werkzeug ausgeliehen von Freunden des Projekts, jedoch verschleißen Diese sehr und werden auch wieder bei ihren Besitzern gebraucht. Leihen ist organisatorisch zu aufwendig, da man nicht ein einem Tag alle Arbeit erledigt für ein Projekt (z.B. Pilzzucht) sondern an mehreren Tagen immer mal wieder weiter Arbeiten kann.

    – wer wäre an der Pilzzucht beteiligt, wie viele könnten sich beteiligen und was passiert mit der Ernte?

    10. Zehn Zolli-Mitglieder wollen sich gerne um das Pilzprojekt kümmern. Den Ertrag wird auf alle zehn gleich aufgeteilt. Der Hauptgrund liegt natürlich an der Veranschaulichung für Parkbesucher, die über solche Möglichkeiten der Nahrungsgenerierung informiert werden sollen. (Durch Workshops an Zolliaktionstagen zum Beispiel)

    – wer baut das Gewächshaus und wie viele könnten sich daran beteiligen?

    11. Das Gewächshaus wird von 4 Zolli-Mitgliedern gebaut. Bei all unseren Bauprojekten nehmen wir immer genre Hilfe von Parkbesuchern an. Viele Kinder aus der Umgebung sind schon oft zu unseren kleinen Helfern geworden.

    – wer würde das Gewächshaus wie nutzen? Alle Gärtner*innen gemeinschaftlich oder bekäme jede*r ein Eckchen?

    12. gemeinschaftliche Nutzung vom Verein.


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  • indoor Pilzanbau in München

    (FB)

    Pilzwochen im Café des Bellevue und in der Glockenbachwerkstatt! Diese Woche gibt es leckere Champignons und zwar aus lokalster Aufzucht aus dem benachbarten Hochbunker an der Blumenstraße, keine hundert Meter vom Café entfernt. Die Pilze wachsen dort gerade im „munich mush-room“, einem urban farming Projekt von Nicola Borgmann (Architekturgalerie München), Martin Kühfuss und Christian Schühle (HKS Architekten) im Rahmen der Ausstellung „Transformationen“ von Burckhardt+Partner. (mehr …)

  • Biomeiler und Pilzprojekt bei Annalinde

    (Gu, Mail)

    Biomeiler:
    Tatsächlich befinden sich die Biomeiler bei uns noch im Aufbau, da die Anschlüsse für die Technik und Rohre noch finalisiert werden müssen. Wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, werden wir unsere eigene Bauanleitung mit unseren Erfahrungen ergänzen, und es wird im Rahmen des Projektes (bis 2020) noch mehrere weitere Auf- und Abbautermine geben. Die beiden Anleitungen auf eurer Webseite sind ja schon sehr gut und entsprechen im wesentlichen auch unserem Aufbauprinzip (beides inspiriert durch native power e.v.). Ggf. werde ich mir also eure Anleitungen in einem Jahr nochmal anschauen und gucken ob ich Dinge ergänzen kann…
    Im Rahmen des Projektes (wir führen das in Kooperation mit dem DBFZ Leipzig und Native Power durch) werden wir unter anderem auch Workshop- und Fortbildungsangebote für verschiedenste Zielgruppen entwickeln. Ich denke mit der kommenden Saison werden wir auch die ersten Testballons dahingehend steigen lassen, z.B. erstmal in Verbindung mit einem „normalen“ Kompostworkshop und dem Biomeilerkonzept als Sahnehäubchen.

    Pilze:
    Auch die Pilze sind ein Projekt welches wir in dieser Saison gestartet haben. Konkret war es ein sonderprojekt einer unserer Bundesfreiwilligendienstleistenden. Was Wissensweitergabe betrifft verhält es sich hier ähnlich wie beim Biomeiler – wir müssen erstmal abwarten wie das alles läuft. Bis die mit Pilzmycel beimpften Baumstämme durchgewachsen sind und die Pilze fruktieren kann auch mal ein halbes Jahr vergehen. Zumal wir nach diesem trockenen Sommer nicht wissen, ob die Pilze trotz gießen überstanden haben

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  • Gemeinschaftsgarten in Darmstadt und Himmelbeet planen Pilzprojekte

    (Gu, Mails)

    Darmstadt: wir sind dabei einen Pilzgarten im neu gestalteten Hof anzulegen – die Pilzbrut haben wir im Dezember bestellt. Holz für das Pilzbeet bringen wir regelmäßig mit den Kitgruppen aus dem Wald mit. Impftermine sind im März.
    Und Strohpellets stehen seit letzter Woche bereit für den Fall das die Seitlingsbrut geliefert wird.

    Himmelbeet: Wir haben vor etwa einem Jahr damit angefangen, hatten uns aber leider etwas übernommen. Wir wollten gleich alles von der Pieke auf machen  und haben dann in unserem Impro-Labor doch ab ner gewissen Stufe feststellen müssen, dass wir noch nicht hygienisch genug arbeiten können. Daher wollten wir es in diesem Jahr auch vereinfacht anfangen und die Körnerbrut zukaufen. Das Webinar war da echt noch mal ziemlich aufbauend, dass es doch auch mit unseren Mitteln zu schaffen ist.
    Grundsätzlich würden wir aber gerne auch intensiver an dem Thema drann bleiben und haben uns auch schon gefragt, zu welchen Themen und Arbeitsschritten wir uns besser vernetzen könnten (z.B.  zusammen mit anderen ein Labor zu betreiben, in dem das mit der Pilzbrutvermehrung sicher zu machen ist)
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  • Frankfurter Garten bietet kostenpflichte Touren durch seine Projekte an

    (Gu, Newsletter)

    Unterwegs mit Gärtnern – Durch den Frankfurter Garten, Frankfurter PilzGarten & Zukunftspavillon


    Wenn die Radieschen sprießen, lässt der Gärtner wieder grüßen. Dafür braucht man keinen grünen Daumen, das zeigen urbane Gartenprojekte weltweit. Urban Gardening ist nicht nur ein hipper Trend für die Aktiven des Projekts „Frankfurter Garten“, sondern eine unumgängliche Veränderung im Nahrungsmittelkonsum und in der Gestaltung der Stadt. Kommen Sie mit und werden Sie Teil der grünen Bewegung!

    Die Veranstaltung

    Die Frankfurter Gärtner pflegen Kartoffelbeete am Ostbahnhof, pflanzen Kohl die Wände hoch und züchten Pilze im uralten Fischergewölbe. Die grüne Reise beginnt am Zukunftspavillon, denn dort wird buchstäblich die Wände hochgegärtnert und Unternehmerteams buddeln beim After-Work-Gardening. So werden ökologische Ideen für eine grüne Stadt praktisch in die Tat umgesetzt. Warum Gemüse an Hauswänden unser Klima schützt und wie man es schafft, dass „öko“ schick aussieht, erklären Frankfurter Gärtner.
    Pilze züchten mitten in der Stadt? Im Frankfurter PilzGarten im Fischergewölbe unter der Alten Brücke kann man genau dies sehen. Im besten Fall könnten sogar mehrere Tonnen Champignons und Co. in ein paar Jahren geerntet werden.
    Abschließend geht es zum „Mutterschiff“ – Willkommen im blühenden „Gadde“ am Ostbahnhof! Am ehemaligen „Unort“ wird seit 2013 gemeinschaftlich, generations- und kulturübergreifend gegärtnert, gebaut, gestritten und gelacht. Erfahren Sie alles über das Projekt und die Menschen, die in ihrer Freizeit viel Energie und Liebe in den Frankfurter Garten stecken. Tauchen Sie ein in einen Experi-mentierraum und Nachbarschaftstreff, einen Ort des Teilens, der Vielfalt und des Lernens. Wer möchte, kann zum Abschluss das kulinarische Angebot des Frankfurter Gartenkiosks auskosten.

    Die Partner

    Infos

    Dauer: ca. 2 Stunden
    Treffpunkt: 15 Minuten vor Beginn am Goethedenkmal, Goetheplatz, 60313 Frankfurt
    Rollstuhl- und/oder Kinderwagengerecht: Nein

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    Termine:

    Von bis Infos Preis  
    Sa, 4.6.2016
    15:00 Uhr
    17:00 Uhr Guide / Coach: Carolin Duss
    Leistung: Führung
    15 € Leider ausgebucht!
    Sa, 2.7.2016
    15:00 Uhr
    17:00 Uhr Guide / Coach: Carolin Duss
    Leistung: Führung
    15 € Jetzt buchen!
    Sa, 13.8.2016
    15:00 Uhr
    17:00 Uhr Guide / Coach: Carolin Duss
    Leistung: Führung
    15 € Jetzt buchen!
    Sa, 10.9.2016
    15:00 Uhr
    17:00 Uhr Guide / Coach: Carolin Duss
    Leistung: Führung

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  • Stand der Dinge Frankfurter Garten

    (Gu, alerts)

    FRANKFURT – Das Gelände ist fürs Gärtnern eigentlich gar nicht geeignet. 2500 Quadratmeter, teils asphaltiert, verkehrslärmlaut, mitten im dicht besiedelten Frankfurter Ostend. Überhaupt keine grüne Umgebung also. Und doch wird hier seit 2013 gesät, gepflanzt, geerntet. Der Frankfurter Garten, größtes hessisches Urban-Gardening-Projekt, hat sich an der Stelle etabliert, an der vorher ein Parkplatz war. In den Hochbeeten keimen Kräuter und Salat, wachsen Kohlrabi und rote Bete, einer hat Himbeersträucher gepflanzt. Fast 80 verschiedene Tomatensorten hatten sie im vergangenen Sommer. Sofort haben sie ein Tomatenfest gemacht.

    • MEHR INFORMATIONENMitmachen im Frankfurter Garten kann jeder Interessierte, die Mitgliedschaft im Verein ist nicht nötig. Einfach hingehen, fragen, loslegen. Der Verein erhebt keine Mitgliedsbeiträge. Das Non-Profit-Projekt bekommt Spenden und generiert Einnahmen durch den Verkauf von Speisen und Getränken an einem Kiosk auf dem Gelände, durch Workshops (zum Beispiel für Schulen und Unternehmen) sowie durch Führungen. Sponsoren gibt es auch, dazu gehören Fraport, Binding und Rapp’s. Die Stadt Frankfurt überlässt dem Frankfurter Garten das Areal im Ostend (Danziger Platz) und das Fischergewölbe umsonst, Nebenkosten müssen bezahlt werden. Geöffnet hat der Garten täglich außer montags von 12 Uhr bis etwa 21 Uhr (bei schlechtem Wetter schließt er früher).

      Informationen unter www.frankfurter-garten.de.

    „Urban gardening ist an vielen Orten ein Trend“, sagt Carolin Duss, die ehrenamtlich die Pressearbeit für den Verein macht. „Aber jeder Garten sieht anders aus. Das ist abhängig von den Menschen, die das machen.“

    Die Menschen im Frankfurter Garten – etwa 60 regelmäßig Aktive – sind eine städtisch-bunte Mischung: Familien mit Kindern, Alleinstehende, Senioren, Studenten, Hartz-IV-Empfänger, Banker. Einer, erzählt Duss, kommt oft nach Feierabend die paar Schritte von der EZB herüber, um beim Harken und Gießen abzuschalten. Andere pflanzen Karotten und Kohl an, weil sie sparen müssen. „Und wenn jemand gar kein Geld hat, um Saatgut oder Setzlinge zu kaufen, gibt es immer jemanden, der ihm das schenkt.“

    Das Soziale wird hier groß geschrieben, deshalb sind auch die Preise am Kiosk moderat. „Hier soll sich auch jemand, der Hartz IV bekommt, einen Kaffee leisten können.“ Andere Vereine oder Projekte, bei denen das Geld knapp ist, dürfen auf dem Gelände im Ostend Veranstaltungen machen. So etwas wie ein Flohmarkt, bei dem Mädchen Klamotten tauschen oder für kleines Geld weiterverkaufen, passt gut ins Konzept – es ist nachhaltig.

    Verwenden, „was die Stadt nicht mehr braucht“, so steht es auf der Homepage des Frankfurter Gartens. Die Hochbeete etwa (die den Vorteil haben, dass sich beim Gärtnern keiner bücken muss) werden aus alten Paletten, ausrangierten Regalbrettern oder anderem Holz vom Sperrmüll selbst gezimmert. „Erst vor kurzem“, erzählt Duss, „haben uns zwei Herren von einem Restaurant ausrangierte Stühle vorbeigebracht.“ Die stehen jetzt zusammen mit einem Sammelsurium von Stühlen und Bierzeltgarnituren vor dem Kiosk. Im Sommer sind die Plätze gefragt, der Garten ist offen für alle, die bei (Apfel)Wein, Bier und Handkäsbrot chillen, Musik hören oder einen Film anschauen wollen. Der Ort hat seinen Reiz: mitten in Frankfurt, mit Blick auf das neue Hochhaus der Europäischen Zentralbank, und doch ein kleiner Kosmos für sich.

    Der Kosmos dehnt sich neuerdings aus in die Stadt. In der Frankfurter City wachsen Sellerie und Salat aus einer Fassade, sie dürfen sogar geerntet werden. Die ungewöhnliche Bepflanzung sorgt bei Passanten für Irritationen, bisweilen für Belustigung und oft für Fragen.

    Die Antwort ist einfach: Hier geht es um die essbare Stadt. Die bepflanzten Holzpaletten haben nicht nur einen praktischen Nutzen, sie sollen die Städter auch zum Nachdenken anregen: Wie werden unsere Nahrungsmittel produziert? Wie wollen wir uns ernähren? Wie wichtig ist uns Regionalität? Wie wollen wir in der Stadt miteinander leben? Das Ziel formuliert Duss so: „Wir wollen, dass Frankfurt grüner und nachhaltiger wird.“

    Im „Zukunftspavillon“, zu dem die Fassade gehört, werden solche Themen diskutiert. Das Provisorium auf dem Goetheplatz, umringt von Bankentürmen, ist ein Ergebnis des Architektursommers Rhein-Main, mit dem die Stadt testen will, ob eine Bebauung das öde Riesen-Areal sinnvoll gliedern könnte.

    Auch an anderen Stellen in Frankfurt hat der Frankfurter Garten Paletten mit Essbarem bepflanzt, um zu zeigen: Ja, wir können etwas tun, die Städter können ihre Stadt gestalten. Dass das nachgeahmt wird, freut die Gärtner. Gerade habe eine Schule angefragt, um sich beim Bepflanzen der Paletten helfen zu lassen.

    „Bei vielem, was wir machen, steht am Anfang jemand, der sagt: Ich würde mal gern dieses und jenes ausprobieren“, erzählt Carolin Duss. Pilze züchten zum Beispiel, die knackfrisch verarbeitet werden und keine Weltreise hinter sich haben. Zusammen mit der Stadt war bald der geeignete Raum dafür gefunden: das Fischergewölbe unter der Alten Brücke. Früher diente es den Mainfischern als Garage für ihre Boote, zuletzt stand es leer. Auf 550 Quadratmetern wachsen dort seit einigen Monaten Champignons, Austernpilze, Kräutersaitlinge und Shiitake. Mit einer Ernte von mehreren Tonnen rechnen die Stadtgärtner in einigen Jahren.

    Ob das wahr wird, weiß noch niemand. Denn der Frankfurter Garten ist ein Projekt auf Abruf. Der Vertrag für das Gewölbe läuft Mitte 2017 aus, der für das Areal am Danziger Platz schon Ende 2016. Dass die kostenlose Nutzung des Geländes (Nebenkosten zahlt das Projekt selbst) nicht unbefristet sein würde, war von Anfang an klar. Wenn eines Tages die Nordmainische S-Bahn gebaut wird, wird das Grundstück im Ostend gebraucht.

    Aber bis dahin kann noch viel Wasser den Main hinunter fließen. Die urbanen Gärtner hoffen auf eine erneute Verlängerung des Vertrags oder auf ein Ausweichquartier. Allzu schwierig wäre ein Umzug nicht: Alles auf dem Gelände inklusive der Hochbeete ist mobil, könnte wieder verwendet werden und auf einem anderen Platz die Stadt ein bisschen grüner machen.

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  • Frankfurter Garten baut Pilze an

    (Gu, alerts, 16.1.)

    In Frankfurt werden nicht nur Grüne-Soße-Kräuter angebaut, sondern auch Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge und Shiitake. Die Frankfurter Pilze kultiviert der „Frankfurter Garten“ im sogenannten Fischergewölbe unter der Alten Brücke. Der Frankfurter Garten hat ein neues Urban Gardening Projekt lanciert: Auf einer 550 Quadratmeter großen Fläche im Fischergewölbe unter der Alten Brücke sollen nun ganz unterschiedliche Speisepilze angebaut werden. Das erklärte Ziel ist es, frische Pilze wenige Stunden nach der Ernte auf den Frankfurter Tellern servieren zu können. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) unterstützen das Vorhaben, die Räumlichkeiten stellt das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) zur Verfügung. Es wird damit gerechnet, dass idealerweise in ein paar Jahren mehrere Tonnen geerntet werden. 70 000 Tonnen Pilze werden in Deutschland jährlich produziert, dennoch wird ein Großteil der Speisepilze Polen oder sogar aus Ostasien importiert. Jetzt aber sollen die Frankfurter im größten Urban Gardening-Projekt Hessens zu urbanen Bauern und Gärtner werden. Die Mitglieder des Frankfurter Gartens ernten bereits Gemüse, Obst und Heilkräuter auf 2300 Quadratmetern Danziger Platz nahe des Ostbahnhofs.

    Nun will Boris Wenzel vom Frankfurter Garten e.V. eine ökologisch vertretbare und verbrauchernahe Pilzzucht In Frankfurt auf die Beine stellen. „Wer den vollen Geschmack eines Seitlings, Shiitakes oder Champignons erleben will, sollte auf Pilze zurückgreifen, die weder durch lange Transportzeiten noch Kühlung gelitten haben. Frische Pilze möchten wir als Frankfurter Garten deshalb selbst züchten“, so Ilona Lohmann-Thomas, Vorstand des Vereins Frankfurter Garten e.V. „Nachdem der Frankfurter Garten den Danziger Platz in eine grüne Oase verwandelt und den Zukunftspavillon am Goetheplatz begrünt, ist das ein weiteres gutes Beispiel, wie sich leerstehende, ungewöhnliche Orte sinnvoll und nachhaltig nutzen lassen“, sagt Bürgermeister Olaf Cunitz. „Unter dem Stichwort Urban Farming oder Underground Farming sind schon in anderen Städten ehemalige Bunker oder Tunnelanlagen landwirtschaftlich genutzt worden – jetzt auch die Fischergewölbe.“

    Erst im Oktober 2015 reiste seine Magistratskollegin Heilig nach Mailand, um dort für Frankfurt den „Milan Urban Food Policy Pact“ zu unterzeichnen. Ziel der Vereinbarung ist, auf die wachsende Rolle der Städte für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ihrer Bürger hinzuweisen sowie eigene Strategien und Ziele für diese zu entwickeln. Das Projekt des Frankfurter Pilzgartens passe wunderbar in diese Ziele einer Green City. Bislang habe es keine umsetzbaren Vorschläge für eine sinnvolle Nutzung des Fischergewölbes gegeben, berichtet Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). „Wer die Räumlichkeiten unter dem Mainkai kennt, versteht, dass gerade Pilze in dem historischen, aber vor allem dunklen und feuchtnassen Gewölbe gut zurechtkommen. Über das Urban Gardening-Projekt möchten wir als Stadt den heute fast unsichtbaren Ort einer gemeinnützigen Nutzung zuführen. Neben den sozialen und ökologischen Aspekten des Vereins möchten wir das fast vergessene Fischergewölbe aus dem Dornröschenschlaf wecken.“

    http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/We-are-the-champignons-Frankfurt-macht-jetzt-in-Pilzen-26200.html (mehr …)