Schlagwort: Pioniere

  • Hildegarten HH sucht „Versöhnung“ mit Gartendeck, Kebap und Keimzelle

    (Gu, Mail an CM; 7.11.)

    Gartendeck, Kepab und Keimzelle hatten eine Stellungsnahme zu dem neuen Gartenprojekt für St. Pauli (Hildegarten) geschrieben. Hildegarten antwortet nun darauf (nur an die Initiativen):

    […] Seit Vorstellung unseres Projektes in der Hanseplatte, zu der wir Euch persönlich eingeladen hatten und bei der Kerstin und Anke anwesend waren, haben wir alle die Möglichkeit zu diesem dringend erforderlichen Austausch verstreichen lassen. So ist es offenbar – auch durch die indirekte Kommunikation – zu vielen Missverständnissen, Fehlinterpretationen, Vermutungen, Ängsten und falschen Informationen gekommen. Wir bedauern das und möchten Euch deswegen gerne zum gemeinsamen Gespräch einladen. Auf Grund der von Euch formulierten Bedenken und Vorwürfe halten wir es für wichtig, Euch ausführlich über die Hintergründe zum Projekt zu informieren und mit Euch über Eure Punkte offen zu diskutieren. […]

    Wir bedauern Euren Ärger, weil wir davon ausgegangen sind, dass die Ziele, die wir verfolgen, grundsätzlich im Einklang mit den Zielen Eurer Initiativen stehen. Entgegen der zum Teil falschen Darstellung in der Presse und auch der Stellungnahme von Euch ist dieses Projekt eben nicht das Werk einer einzelnen Person oder Agentur, sondern wurde von einer Gruppe von mittlerweile mehr als zehn Leuten entwickelt, von denen die meisten seit einer gefühlten Ewigkeit im Viertel wohnen. Und fast jeden Tag kommen neue Mitstreiter hinzu, die ihre Ideen  zu einer aktiven Gestaltung von Stadtnatur, zu nachhaltiger, lokaler Produktion von Lebensmitteln in der Stadt und zu Umweltbildung einbringen möchten.

    Euren Vorwurf der “Geheimniskrämerei“ haben wir vernommen und möchten Euch dazu fragen, was Eure Erwartungshaltung gewesen wäre? Wir sind nicht im entferntesten darauf gekommen, dass unsere Idee von Euch als Konkurrenz oder Bedrohung zu den bestehenden Initiativen wahrgenommen werden könnte oder gar im Wettbewerb zu Euch steht. Wir sind immer davon ausgegangen, dass jedes Vorhaben, dass mehr Grün und Gärten in St. Pauli schafft, von Euch befürwortet wird und wir dachten nicht, dass wir Euer Einverständnis dafür einholen müssten. Auch wir sind für unser Projekt einen sehr langen und steinigen Weg gegangen, umes zur jetzigen Realisierungsfähigkeit zu bringen. Bisher wurde lediglich die verlässliche Basis dafür verhandelt, dass es diese zusätzlichen öffentlichen Flächen geben wird. Erst jetzt sind wir an dem Punkt angelangt, an dem der Prozess der partizipativen Gestaltung für die ausgehandelten Gemeinschafts-, und Grünflächen beginnen kann. […]

    Wir stimmen mit Euch darin überein, dass Eure Pionierleistung als Grüninitiativen öffentlich unterstützt werden und mehr Raum und Möglichkeiten bekommen sollen. Dabei sehen wir uns ausdrücklich als Eure Mitstreiter für mehr Grün in der Stadt und nicht als Konkurrent oder Widersacher. Fragen, die wir uns dabei stellen und gerne mit Euch besprechen würden:

    – was möchte die Mehrzahl der Bewohner im Stadtteil?

    – wie soll sich der Stadtteil verändern dürfen?

    – wer darf was? Spielt es eine Rolle, aus welchem Kontext oder Berufsfeld Ideen kommen?

    – welche Rolle und ggfs. besonderen Rechte haben Pioniere und Ideengeber (für den Bereich Urban Gardening, aber auch sonst)?

    – gibt es gute und schlechte Grünflächen und Gartenprojekte?

    – wie stellen wir sicher, dass wirklich mehr und zusätzliche Flächen/Gärten entstehen und zum Beispiel von der Politik nicht das eine Projekt gegen 

       das andere ausgespielt wird.

    – wie können wir uns gegenseitig unterstützten?

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