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Auf dem Bayer-Platz in Heckinghausen ist ein Urban-Gardening-Areal entstanden, das alle Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner zum kostenfreien Gärtnern einlädt. Insgesamt elf Hochbeete wurden aufgestellt, Zierkirschen und dazu eine Sitzgelegenheit sowie eine Aufbewahrungsbox für Gartenutensilien.
Nachdem Anfang April zusammen mit rund 60 angehenden Hobbygärtnerinnen und -gärtner erste Ideen und Wünsche für Pflanzen gesammelt worden sind, ging es gleich im Mai ans Eingemachte: Die Fläche wurde im Rahmen einer Feier offiziell eingeweiht, Setzlinge und Samen für Erdbeeren, Kürbisse, Pfefferminze und Gurken in die Hochbeete gepflanzt. Unter den Hochbeeten gibt es drei, die für Kinder konzipiert sind. Zwei weitere sind herunterfahrbar und für Menschen mit einem Handicap vorgesehen.
„Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit der Evangelischen Kirchengemeinde Heckinghausen und der Bürgerinitiative Miteinander Füreinander Heckinghausen ein so tolles und vor allem nachhaltiges Angebot schaffen konnten. Hier wachsen in Zukunft nicht nur unterschiedlichste Pflanzen, sondern mit diesem Projekt wird auch die Nachbarschaft hier in Heckinghausen gepflegt“, sagte Arno Minas, Beigeordneter für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Klimaschutz, Bauen und Recht, während der Einweihungsfeier im Mai.
Das Quartierbüro Heckinghausen des Arbeiterwohlfahrt- Kreisverbands Wuppertal begleitet das Urban-Gardening-Projekt seit der Entstehung und freut sich über die Resonanz. Quartiermanagerin Kathrin Leppert: „Es ist toll zu sehen, wie die kleine Idee des gemeinsamen Hobbygärtnerns zu einem großen Urban-Gardening-Projekt gewachsen ist. Es ist mehr als nur Gemüse anbauen. Ein Stamm von rund 30 Leuten hat sich zusammengefunden, mal sind es auch mehr – und trifft sich alle drei Wochen zum Austausch. Die Menschen haben sogar Gießpläne erstellt, ernten und bereiten das Gemüse gemeinsam zu. Zuletzt gab es gekochte Steckrüben.“
Neben den Rüben haben die urbanen Gärtnerinnen und Gärtner auch Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Salat, Kräuter und Mais angebaut. Letzteres ist nicht gelungen. „Das macht aber nichts. Das Projekt ist auch ein Lernprozess. Ausprobiert werden kann alles. Anleitung und Hilfestellung bekommen die Leute von Michael Felstau von der Interessengemeinschaft ‚Wuppertals urbane Gärten‘“, so Kathrin Leppert.
Der Bayer-Platz liegt wie kleine Insel zwischen der Waldeckstraße, der Widukindstraße und der Werléstraße. Dank der gepflasterten Wege ist der Platz auch für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer befahrbar. „Im Rahmen des Bund-Länder-Programms ‚Sozialer Zusammenhalt Heckinghausen‘ und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung ‚Investitionen in Wachstum und Beschäftigung‘ wurde der Platz komplett neugestaltet“, erklärt Kristina Klack, ebenfalls Quartiermanagerin.
Neben der Urban-Gardening-Fläche gibt es auf der Seite der Waldeckstraße einen Bolzplatz mit integrierten Fußballtoren, der mit Kunstrasen ausgelegt ist. Parkbänke bieten Sitzmöglichkeiten und die ausgiebige Rasenfläche kann zum Ausruhen und für verschiedene Aktivitäten genutzt werden. Angrenzend zur Widukindstraße sowie zur Ecke Widukindstraße/Waldeckstraße wurden zwei Hügel geschaffen. Diese trennen den Bayer-Platz optisch von den Straßen und wurden insektenfreundlich bepflanzt. Insgesamt sind 625.000 Euro in die Aufwertung des gesamten Areals investiert worden.
Schlagwort: Platzneugestaltung
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Wuppertal: Urban Gardening Areal
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Wuppertal: urban gardening Teil einer Platzumgestaltung
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Der Spiel- und Bolzplatz Bayerplatz ist wie eine kleine Insel in der Großstadt. Er liegt in Heckinghausen zwischen der Widukind-, Waldeck- und Werlestraße, und wurde zuletzt umgestaltet. Entstanden ist unter anderem ein neuer Bolzplatz, den einige im Stadtteil schon „das Stadion“ nennen. „Der umfangreiche Schutz ist aber notwendig“, sagt der stellvertretende Bezirksbürgermeister Christoph Brüsermann (CDU). „Schließlich liegt der Platz an einer Hauptverkehrsstraße.“ Er findet die Lösung, die baugleich mit dem Platz an der Junior-Uni sei, „in Ordnung“.
Die Umgestaltung begann bereits im vergangenen Jahr, coronabedingt zogen sich die Arbeiten aber bis in dieses Jahr. Recycelt wurde dabei auch: Für die Neugestaltung des Bodens der Grünanlage an der Kölner Straße in Elberfeld, die bald ansteht, werden Melaphyr-Mosaikpflastersteine des Bayerplatzes wiederverwendet. Aktuell laufen in Heckinghausen noch Arbeiten der WSW an der Werlestraße, die bis Ende September abgeschlossen sein sollen. Arbeiten der Stadt im Gehwegbereich dauern noch bis Mitte Oktober. In dieser Zeit folgen dann auch noch die Gehölzpflanzungen im Bereich Bayerplatz, wo Sitzelemente auch zum Skaten einladen. Elf neue Bäume sollen dort ihre Heimat finden. In einem zweiten Bauabschnitt kommen die Hochbeete für das sogenannte „Urban Gardening“ hinzu – dem Gärtnern mitten in der Stadt. Die Boulebahn ist im Zuge der Grundsanierung verschwunden. Insgesamt investiert die Stadt im laufenden Jahr 4,2 Millionen Euro für Spiel- und Bolzplatzprojekte in Wuppertal.
https://www.wz.de/nrw/wuppertal/bayerplatz-ist-fast-fertig_aid-62569307
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München: viel Kritik an Platz(um)gestaltung durch Green City
(SZ)
Der Verein Green City hat den St.-Anna-Platz mit Sitzbänken und Bepflanzung umgestaltet. Allerdings sind nicht alle Anwohner mit dem Ergebnis dieser „Quartierswende“ im Lehel zufrieden.
Beim Projekt „Quartierswende“ lief die Zusammenarbeit zwischen dem Verein Green City und dem Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel von Anfang an nicht ganz rund – abgesehen von der grünen Mehrheitsfraktion zeigten sich die Lokalpolitiker nun auch in der Schlussrunde wenig angetan von den bisherigen und geplanten Aktionen. Einmal mehr drehte sich die Kontroverse um den Mariannenplatz, den die Teilnehmer einer Online-Abstimmung im Frühjahr als einen von drei Orten für temporäre Umgestaltungen ausgewählt hatten – auch zulasten von Stellplätzen.
Nachdem sich Anwohner bereits Anfang 2020 gegen ein ähnliches Bürgerprojekt gewehrt hatten, verweigerten die Lokalpolitiker ihre Zustimmung und blieben dabei, auch nachdem Green City seine Pläne so weit reduziert hatte, dass nur noch zwei Parkplätze für zwei Monate entfallen wären. Nicht einmal für einen Aktionstag im September vorstellen kann sich der BA weiterhin die Vollsperrung der Verbindung zur Steinsdorfstraße. Der fünfköpfige Ferienausschuss strich daher einen erneuten Antrag von der Tagesordnung, da er aus Sicht von CSU, SPD und FDP nur das bereits abgelehnte Anliegen wiederholte.
Die sonstigen Aktionen am Platz um die Lukaskirche hatte der Verein inzwischen, quasi am Gremium vorbei, umgeplant und auf den privaten Grund der Kirchengemeinde verlegt. Der Bezirksausschuss war also lediglich zu einer Einschätzung aufgerufen und hat an sich auch wenig einzuwenden gegen einen „Infowürfel“, der zugleich als Tausch- und Ausstellungsregal dient, sowie gegen eine Pergola mit Sitzmobiliar.
Dennoch entspann sich eine teils gereizte Grundsatzdiskussion, vor allem um Anspruch und Wirklichkeit der bisherigen Aktionen am Isartor- und vor allem am St.-Anna-Platz. Kritisch äußerte sich unter anderem Stefanie Wagner-Schroiff (FDP), nach deren Eindruck im Herzen des Lehel „vieles nicht geglückt“ ist. Als Fehlentscheidung hätten sich vor allem die Gemüsebeete in der Nähe einer lauten, staubigen Baustelle erwiesen. Rankpflanzen seien ohne Aufstiegshilfen verkümmert, Tomaten im Dauerregen matschig geworden. Kurzum, so Stefanie Wagner-Schroiff, eine „unerfreuliche Veranstaltung“, wenn nicht gar „absoluter Nonsens – wie soll ich darauf vertrauen, dass es anderswo besser wird?“. Fraglich bleibt für Stefanie Wagner-Schroiff überhaupt, ob „einer der schönsten Plätze Münchens eine Quartierswende braucht“.
Green-City-Vertreterin Verena Greimel räumte ein, dass die Aktion auch unter der Witterung gelitten habe, nimmt aber ein „anderes Feedback“ vom St.-Anna-Platz mit, zum Beispiel viel Lob von den Besuchern und Bewohnern der benachbarten Senioreneinrichtungen. Eine Auskunft, die Wolfgang Püschel (SPD) „als Veralberung meiner Person“ empfand. Er glaube kaum, „dass die Leute froh sind, vergammelte Tomaten zu sehen“ – von ihrem Anbau verstehe er übrigens auch etwas.
Von den drei Projekten zur Quartierswende, die Green City im Lehel umsetzt (im Bild der St.-Anna-Platz), steht die Aktion am Mariannenplatz noch aus.
(Foto: Thomas Vonier) Leicht verwundert über die gärtnerische Kompetenz-Debatte, bat die BA-Vorsitzende Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne) darum, aus dieser doch wenigstens „etwas Aggression herauszunehmen“ und stellte sich im Übrigen hinter die Green-City-Aktionen. Von diesen grundsätzlich enttäuscht zeigte sich dagegen Stefan Blum (CSU), zumal, wenn man bedenke, „mit welchem Tamtam und Blabla“ sie gestartet worden seien. Von der noch ausstehenden Aktion am Mariannenplatz fühlt sich Blum also bestenfalls „nicht gestört“.
Zumindest dort könne das Konzept von Green City halt schon deshalb wenig Eindruck machen, weil es vom BA arg gestutzt wurde, hielt Vereinsvertreterin Verena Greimel dem entgegen. Ein Fazit, dem Andrea Stadler-Bachmaier sich in ihrer Rolle als Vorsitzende nicht ausdrücklich anschließen, dem sie aber auch keineswegs widersprechen wollte. Zusammen mit ihrer Grünen-Kollegin Ilga Fink stimmte sie dem Projekt schließlich ausdrücklich zu, während es Püschel, Blum und Wagner-Schroiff für die übrigen Fraktionen bei einer „positiven Kenntnisnahme“ beließen.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-lehel-quartierswende-green-city-1.5396811
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Gartenprojekt Teil der Umgestaltung eines Platzes in Hagen
(gu, alerts)
Der Bodelschwinghplatz in Wehringhausen soll wieder das werden, was er einst war: ein prächtiges Areal und Treffpunkt für alle Bürgerinnen und Bürger.
Neben der bereits laufenden Baustelle auf dem Freizeitareal „Bohne“ und der barrierefreien Gestaltung der Lange Straße ist der Bodelschwingplatz nun das nächste große Bauprojekt in Wehringhausen. Ende August hat der Umbau nach zwei Jahren Planung, umfangreicher Bürgerbeteiligung und intensiver Abstimmung begonnen: Auf rund 6.000 Quadratmetern entsteht hier voraussichtlich bis Mai 2018 ein aufgewerteter Aufenthalts- und Spielbereich für rund 1,2 Millionen Euro durch das Landschaftsarchitektenbüro „Lützow 7“ aus Berlin.
Gestaltung des Platzes
Insgesamt wird die Fläche freier und offener gestaltet. Die Nischen verschwinden, Angsträume werden aufgehoben, neue Blickbeziehungen geschaffen und der Platz insgesamt besser einsehbar. Als Stadtplatz mit langer Geschichte in einem gründerzeitlichem Ensemble haben Stadtverwaltung und das planende Landschaftsarchitekturbüro eine historisierende Gestaltung gewählt, die auch modernen Nutzungsansprüchen gerecht wird. Die zentrale Platzfläche bekommt ein Pflaster mit verschiedenen Farbnuancen und unterschiedlichen Größen, was dem Platz eine höhere Wertigkeit verleiht. Die Platzmitte wird durch ein einheitliches Passepartout gerahmt, um klare Strukturen zu schaffen. […]
„Urban Gardening“
Gleich neben dem Spielbereich wird das „Urban Gardening“-Projekt „Grüner Stern“ an alter Stelle auf gut 300 Quadratmetern Platz finden. Als Abschirmung zur Bahn wird eine Hainbuchenhecke gepflanzt. Auch hier sollen weitere Sitzmöglichkeiten zum Treffen und Diskutieren einladen – mit besonderem Charakter zwischen Großstadtflair und Natur. Zusätzlich entsteht an der Villa Post ein Außensitzplatz mit Hochbeeten, welche mit der Initiative „Grüner Stern“ entwickelt wurden. -
Augsburg: Beete auf umgestalteten Platz
(Gu aus alerts, 22.9.)
Der neue Heuss-Platz ist fertig
Jahrelang ist dort nichts passiert, doch jetzt hat der Theodor-Heuss-Platz eine Schönheitskur bekommen. Für 1,4 Millionen Euro sind auch Beete fürs Selber-Garteln entstanden.
Er war alles andere als ansehnlich, doch jetzt hat sich der Theodor-Heuss-Platz verwandelt. Er wurde seit Oktober 2014 umgebaut und am Mittwoch offiziell freigegeben. Es sind neue Grünflächen enstanden, eine Mauer soll die Besucher vom Verkehr abschirmen und eine Wasserfontäne den Platz gestalten. Auch zwei Hochbeete sind entstanden, die auch fürs Urban Gardening genutzt werden können. Sie liegen im nordöstlichen Bereich des Platzes und können nach Angaben der Stadt sowohl zum Garteln als auch für eine Bepflanzung durch die Gärtner genutzt werden.Kosten: 1,4 Millionen Euro
http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Der-neue-Heuss-Platz-ist-fertig-id35413287.html
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Multikulturelles Jugendzentrum Westend hat seit 8 Jahren ein Gartenprojekt
(Gu, Projektbesuch, 4.8.)
Das MKJW gibt es seit 50 Jahren (München-Westend). Es ist ein klassisches Jugendzentrum in einem Münchner Bezirk, der 42% migrantische Bervölkerung hat. Es gibt offene Angebote, Kurse, Projekte für die 8-18jährigen NutzerInnen. Bei der Neugestaltung des Platzes vor dem Zentrum entstand auch ein kleines Gartenprojekt. Hier gärtnern 4 Kitas, ein paar NachbarInnen (Familien der NutzerInnen) und das Projekt wird auch für die pädagogische Arbeit im Jugendzentrum, das einen Bewegungs- und gesunde Ernährungsschwerpunt hat, genutzt. Den Kindern soll hier gezeigt werden, wie Gemüse wächst. Wichtig ist, so der Leiter, dass die Mitarbeitenden im Haus das Projekt tragen. Ohne deren Mitarbeit würden die Pflanzen schnell vertrocknen und alles wäre mit Unkraut zugewuchert. Mit entschieden, dass es einen Garten geben soll, hat der Kinder- und Jugendrat des Hauses, der auch mit für das Gießen und die Pflege verantwortlich ist. Sie haben keinen Gießplan o.ä., sondern gießen nach Bedarf. Die Kitas haben einen Schlüssel und kommen so an den Schlauch ran und auch 2 Nachbarinnen haben den Schlüssel (am Wochenende ist das Zentrum geschlossen). Mal klappt es, mal nicht mit dem Gießen. Das Gartenprojekt ist mit einem kleinen Zaun umgeben, doch inzwischen werden auch andere Flächen vor dem Haus gärtnerisch genutzt (eher Zierpflanzen).
Direkter Nachbar ist der Kösk-Garten, der vor der Ex-Stadtteilbibilothek entsteht (Zwischennutzung). Sie wollen zusammen arbeiten, bzw Ressourcen teilen (Wasser, Geräte etc.)
Das Gartenprojekt ist nur ein kleiner Teil der Arbeit des Jugendzentrums.
Die nicht gärtnerisch genutzen grünen Flächen pflegt das Grünflächenamt. (mehr …) -
SPD und IB legen Gartenprojekt in Wittenberg an
(Gu aus alerts, 24.4)
„Der Internationale Bund und der SPD Ortsverein laden alle interessierten Mitbürger am 29.04.15, um 15.30 Uhr, in die Straße der Völkerfreundschaft 128 in Wittenberg ein. Hier soll ein Platz mit Hilfe von Hochbeeten neu gestaltet werden. Der SPD Ortsverein freut sich, dass die Streetworker des Internationalen Bundes die Idee des Urban Gardening unterstützen und umsetzen und bedankt sich bei diesen für die tatkräftige Hilfe bei der Vorbereitung.“
http://www.spd-wittenberg.de/index.php?nr=4581&menu=1 -
Meßkirch gestaltet Platz mit urban gardening Möglichkeiten neu – Gruppe gibt es noch nicht
(Gu aus alerts, 25.3.)
„Bald könnten knackige Tomaten neben gelben Sonnenblumen in Meßkirchs Zentrum wachsen – die Freifläche an der Ecke Jahnstraße und Fuchsgasse ist neu gestaltet worden, hier soll sich die Idee des „Urban Gardening“ (zu deutsch: urbaner Gartenbau) entfalten. „Urban Gardening“ liegt im Trend: In Städten pflanzen Bürger auf gemeinsam bewirtschafteten Beeten und Grünflächen Gemüse, Blumen und Kräuter an. „Das fördert den Gemeinschaftssinn und bringt ein Stück Nutzgarten in die Stadt“, sagt Meßkirchs Stadtbaumeister Thomas Kölschbach.Die Neugestaltung der ehemaligen „Schmuddelecke“ rund um den Brunnen habe rund 14000 Euro gekostet, berichtet der Stadtbaumeister. „Es ist eine kleine Maßnahme, die einfach zu realisieren war und das Stadtbild verschönert.“
Drei Hochbeete aus Carbonstahl befinden sich auf neu gestalteten Platz: Sie sind drei Meter lang und 1,50 Meter breit. Mitarbeiter des Bauhofs haben sie mit Humus beziehungsweise Gartenerde befüllt. Robinienstämme in den Farben Blau, Weiß, Rot sollen an Meßkirchs Partnerstadt Sassenage in Frankreich erinnern. Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein. Jetzt kann sich die Meßkircher Stadtbevölkerung hier im Gärtnern versuchen.
Angebaut werden kann alles, was sich für Hochbeete eignet: „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man kann hier beispielsweise Kräuter wie Thymian oder Liebstöckel sowie Gemüse wie Tomaten oder Radieschen anbauen“, erklärt Heyer. Auch Sonneblumen oder Malven seien denkbar, sagt Stadtbaumeister Kölschbach: „Wir wollen den Bürgern keine Vorgaben machen.“ Etwa zwei Personen können sich je ein Hochbeet teilen.
Die Idee zur Neugestaltung der ehemaligen „Schmuddelecke“ beruht auf den Umfrageergebnissen der Imakomm Akademie, die gerade ein Innenstadtkonzept für Meßkirch erstellt. „Dabei kam heraus, dass das Stadtbild den Anwohnern sehr wichtig ist. Mit dem ,Urban Gardening’ möchten wir einen Wohlfühleffekt erzeugen. Alle Menschen sollen den neuen Platz genießen“, erklärt Bauamtsmitarbeiterin Sieglinde Heyer.
Der neugestaltete Platz in der Innenstadt soll einen eigenen Namen bekommen. Er wird voraussichtlich am Samstag, 9. Mai, bekanntgegeben – am bundesweiten Tag der Städtebauförderung. Stadtbaumeister Kölschbach schwebt vor, die Namensfindung mit einem Ideenwettbewerb zu verknüpfen.
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Die Stadt Meßkirch sucht Pflanz-Paten für die drei Hochbeete. Wer Interesse hat, dort Gemüse, Blumen und Kräuter zu züchten, kann sich beim Stadtbauamt melden“http://www.schwaebische.de/region_artikel,-Messkircher-koennen-in-der-Stadt-gaertnern-_arid,10200845_toid,494.html (mehr …)