Schlagwort: Platzprojekt

  • Homburg: Stadt investiert Millionen in Platzumgestaltung

    (alters)
    Mit einem symbolischen Spatenstich haben Oberbürgermeister Michael Forster und zahlreiche Vertreter aus Verwaltung, Politik, Planung und Bau den Startschuss für ein städtisches Großprojekt gegeben. Vor der Hohenburgschule beginnt die Stadt Homburg mit der Neugestaltung des Umfelds – ein Vorhaben, das die Innenstadt nachhaltiger und grüner machen soll.

    „Heute ist ein besonderer Tag für die Stadt Homburg – die Stadt wird ihr Gesicht verändern“, erklärte Oberbürgermeister Forster beim Auftakt. Neben ihm nahmen Bürgermeister Manfred Rippel, Beigeordneter Peter Fuchs, Bauamtsleiter Frank Missy, Vertreter des Stadtrates sowie die Planer Luca Kist und Robin Keppler vom Büro Dutt & Kist und die ausführende Firma Kempf Außenanlagen teil.

    Die Bauarbeiten starten am 1. September und sollen bis Ende 2026 dauern. Mit dem Arbeitstitel „Piazza Albano Laziale“ und „Urban Gardening“ setzt Homburg auf mehr Grünflächen, eine bessere Aufenthaltsqualität, Biodiversität und ein modernes Regenwassermanagement. Forster: „Wir als Stadtverwaltung und Stadtrat möchten dem Klimawandel innerstädtisch Schritt für Schritt entgegenwirken und inmitten von Homburg eine grüne Lunge schaffen, die zum Verweilen einlädt.“

    Das Projekt ist das Ergebnis eines mehrjährigen Prozesses. Bereits 2020 bewarb sich die Stadt im Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Mit dem Förderantrag Ende 2021 wurden rund 2,7 Millionen Euro an Zuschüssen gesichert – bei Gesamtkosten von etwa 3,6 Millionen Euro. Forster dankte besonders dem Bauamt für Planung und Antragstellung sowie dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Markus Uhl, der die Stadt auf die Fördermöglichkeit aufmerksam gemacht hatte.
    Oberbürgermeister Michael Forster betonte die Bedeutung des Projekts für eine grünere und lebenswertere Innenstadt. – Foto: Julie Jager

    Das Planungsbüro Dutt & Kist gewann 2023 den Realisierungswettbewerb. Ihr Konzept verbindet Entsiegelung, urbane Gärten, Insektenhotels, Hochbeete, ein Gewächshaus und kulturelle Treffpunkte. „Es ist uns wichtig hervorzuheben, welchen modellhaften Charakter dieses Vorhaben hat: In Homburg werden neue Wege beschritten, die teilweise experimentell, aber zugleich richtungsweisend für andere Städte und Kommunen sein werden. Daher wird dieses Projekt Wirkung weit über die Landesgrenzen hinaus entfalten“, betonte Luca Kist.
    Foto: Julie Jager

    Da die Fördermittel fristgerecht abgerufen werden müssen, setzt die Stadt das Projekt unabhängig vom geplanten Parkhaus um. Ersatzparkplätze sollen entlang der Talstraße und am Enklerplatz entstehen. Forster: „Wir müssen diese Chance jetzt ergreifen.“
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  • Berlin: Beete auf dem Lausiter Platz

    (Twitter)
    SpielAufmLausi & Kiezblock Kreuzberger Luisenstadt

    @AufmLausi

    BaL – Beete am Lausi. Eine Gruppe Kinder hat sich zusammengetan, #Hochbeete gezimmert und bepflanzt und damit die Brache neben dem Trafohäuschen auf dem Lausitzer Platz aufgewertet! Sie bedanken sich bei @StromnetzBln

    und @BA_Xhain

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  • Platzgarten möchte sich nachhaltiger gestalten

    (Antrag/Antworten)

    Wir sind ein eingetragener,
    gemeinnütziger Verein mit z. Zt. ca. 25 Mitgliedern und bringen uns solidarisch mit ins benachbarte
    PLATZprojekt ein. Der Garten lebt von unseren Treffen und Gemeinschaftsaktionen, z. B. Beete und
    Kompost anlegen, Grill und Gartenmöbel bauen oder ein Tomaten- und Gewächshaus zimmern. Wir
    säen, pflegen, ernten und teilen unsere Ernte. Es gibt sowohl Experimentierfelder, Tee- und
    Kräuterbeete in denen wir alle aktiv sind, als auch Pat*innen für Beetgruppen in denen
    Pflanzennachbarschaften in „Wuchsgmeinschaften“, unseren „WGs“, wohnen.
    In den vergangenen Jahren konnten wir ca. kleinere und größere 30 Beete anlegen, zwei
    Gewächshäuser und einen Kompost bauen, eine Wasserleitung legen und viele Menschen fürs
    Gärtnern begeistern. Unser Ziel für das kommende Gartenjahr ist es unsere Gartenanlage
    nachhaltiger zu machen und den Garten als Ort der Begegnung und des Lernens zu stärken.

    Ein Teil der Hochbeete ist aktuell noch im Holz umfasst, welches durch die Witterung jedoch morsch
    und brüchig wird. Diese Beete möchten wir mit einer Natursteinumfassung aufwerten und langlebig
    nutzbar machen. Als Material sehen wir regionale Produkte vor, wie z. B. Sandsteinbruch.

    Aktuell wird das Regenwasser des Gartenhauses zwar in mehreren Tonnen gesammelt, an den
    weiteren Bauten fehlen jedoch Regenrinnen und Fallrohre. Diese sollen nun installiert werden und
    das Regenwasser gesammelt werden. Mit Hilfe von Tropfrohrern und mechanischen Pumpen soll das
    Regenwasser zukünftig zur einfachen Bewässerung des Gartens genutzt werden können. Das
    Hauptsammelbecken soll dabei aus durchsichtigem Material sein, sodass bei der Bewässerung des
    Gartens der Wasserverbrauch transparent ist. Bei den übrigen Materialien legen wir Wert darauf,
    möglichst auf Kunststoffe zu verzichten.

    Neben denen in den Wuchsgemeinschaften bewirtschaften Beeten möchten wir neue Probiergärten
    in ca. 3 Hochbeeten schaffen, in denen neue Mitglieder ohne jegliche Hürden das Gärtnern beginnen
    können. Die Beete werden von Mitgliedern des Platzgartens mitbetreut und bewässert sodass sich
    auch für die Neuen hoffentlich schnell Erfolgserlebnisse beim Gärtnern zeigen.

    Das Gartenhaus, eine selbstgebaute Holzhütte, ist 2014 erbaut worden und dient aktuell vorwiegend
    der Lagerung von Materialien. Während diesem Sommers würden wir gerne das Dach abdichten und
    als Terrasse als Treffpunkt für Gärtner*innen nutzbar machen sowie einen abschließbaren Schrank
    für unsere Werkzeuge bauen.

    Tatsächlich ist rund um die Fössestraße 103, also das Platzprojekt, den 2er Skatepark und den Platzgarten einiges im Hintergrund los. Ich versuche, nach bestem Wissen und Gewissen zusammenfassend zu schildern und hoffe, dass ich auf dem aktuellsten Stand bin.

    Das Grundstück Fössestraße 103 gehörte zu den Flächen des angrenzenden REAL-Markts, die Nutzung wurde über einen Pachtvertrag geregelt (Laufzeit 6 Monate mit kontinuierlicher Verlängerung).

    Wir wurden glücklicherweise bereits früh informiert, dass die METRO AG den Verkauf der REAL-Kette plante, das ganze Procedere zog sich ja über eine längere Zeit. In diesem Zug begannen ganz unterschiedliche Überlegungen ob ein Kauf der Fläche für das Platzprojekt in Frage kommt (z. B. Crowd-Funding, Stiftung, Stadt Hannover etc. etc.). Wir sind immer noch mit Hochdruck dabei, bemühen uns u. a. um Strukturförderungen der Stadt, denn weiterhin ist das absolute Hauptziel, die Fläche langfristig für die 3 großen Teile Platzprojekt, 2er und Garten zu sichern. Mit dem Verkauf konnten wir aber schonmal den Pachtvertrag auf ein 2 Jahresintervall verlängern, worüber wir uns wirklich sehr gefreut haben!

    Dieses Jahr war natürlich auch für den Garten anders als geplant.

    Nach der Saatgutbörse Anfang März, die traditionell unser Erscheinen nach außen startet und auch dieses Jahr ein toller Kick-off war, mussten wir alle weiteren, vom Verein offiziell angeleierten Gemeinschaftsaktionen verschieben. Das hat natürlich auch einen gehörigen Motivationsdämpfer gegeben, trotzdem haben sich die Beet-Teams selbstorganisiert in Kleingruppen getroffen und es lief im Hintergrund weiter. Glücklicherweise ist der Garten groß genug, um auch mit 10 Leuten Abstand halten zu können.

    Tatsächlich hatten wir auch in dieser Zeit neue Anfragen und haben (in der Regelungs-Phase 10 Leute egal wie viele Haushalte) eine Kompost-Aktion mit besonderer Einladung an Interessierte gemacht. Der Garten taucht bei facebook und istagram auf, wo wir u. a. Auch offizielle Termine bewerben, aber viele Menschen werden wohl auch durch das Platzprojekt auf den Garten aufmerksam.

    Wir kommunizieren, dass es toll wäre, wenn sich alle auch als Mitglied bzw. mit den Mitgliedbeitrag an den laufenden Kosten (Wasser etc.) beteiligen, grundsätzlich möchten wir aber allen eine Chance zur Mitarbeit geben, daher ist eine Mitgliedschaft bei uns kein absloutes „muss“. Bisher klappt das wirklich gut, bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alles auch Mitglied im Verein.

    Als digitale Kommunikationsplattform nutzen wir wie das Platzprojekt „basecamp“ und haben dort als Garten einen internen Bereich über den wir uns austauschen, verabreden und auch viel diskutieren, besonders jetzt in der Zeit, in der wir keine größeren Gartentreffen machen können.

    Natürlich haben wir auf dem Papier auch einen Vereinsvorstand, Entscheidungen werden aber von allen in die Gruppe getragen und gemeinsam entschieden. Auch da sind wir vermutlich kein ganz normaler Verein sondern sehr vom „doocracy“- Selbstverständnis des Platzprojekts gefärbt. (:

    Generell ist die enge Verzahnung mit dem Platzprojekt überall zu spüren, nicht nur durch „personelle Überschneidungen“ oder die Nutzung der Infrastruktur (Räume bei schlechtem Wetter, Sanitäranlagen etc.). Wir revanchieren und verleihen in guter Regelmäßigkeit, Schaufeln, Schubkarren, Gießkannen und allem anderem Gartengerät, was z. B. zur Begrünung des Platzes benötigt wird. Wir haben z. B. einen Kontakt, über den wir Holzhäcksel für die Wege im Garten aber auch auf dem Platz beziehen, dabei fällt auch immer wieder Brennholz für den Ofen in der Platz-Bar ab usw. usw.

    Die Werkzeuge (die wir gerne in Akku-Versionen anschaffen würden, da es keinen Strom im Garten gibt) würden auf die selbe Weise der Platz-Community zur Verfügung stehen. Unser Gartenmitglied Alisdair McGlasson, der auf dem Platz eine Tischlerei betreut/betreibt, würde sich um die Aufbewahrung, Pflege und Verleihung der Elektro-Geräte kümmern. Eine andere Idee ist, es über die „Bibliothek der Dinge“

    (https://platzprojekt.de/projekte/bibliothek-der-dinge) zu verwalten.

    Die Aluboxen sind eher dazu gedacht, Saatgut und andere für Ratten und Mäuse interessante Dinge wie Kekse verpacken zu können. Wir würden im Gartenhaus gern ein paar Teller und Tassen, Kaffee, Milch etc. lagern können, um bei Gemeinschaftsaktionen einen Grundstock vor Ort zu haben.

    Zu den Steinumrandungen: Der Garten besteht im Hauptteil aus einem großen Erdhaufen, auf dem wir „Terrassen“ angelegt haben, um mit der für Hannover sehr ungewöhnlichen Hangneigung arbeiten zu können. (:

    2017 hatten wir dazu Schwartenholz verwendet, das ist inzwischen natürlich ziemlich verwittert.

    Über eine kleine, frühere Förderung von der Stadt konnten wir vor 2 Jahren einen kleinen Teil der Holzumrandungen durch Sandsteine ersetzen.

    Hier hatten wir auch tatkräftige Hilfe von Simon Kux, der im Rahmen eines Steinmetz-Workshops mit jugendlichen auf dem Platz auch einen Teil unserer Mäuerchen angelegt hat. Das würden wir gern langfristig für alle Beete so machen können, im Fokus stehen aber erstmal die Beete am unteren Hang bzw. die zu den Wegen, damit das Material nicht komplett abrutscht. Wir haben den Bedarf erstmal auf eine Länge von insgesamt ca.

    100-150 m geschätzt.


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  • Platz-Projekt in Hannover bekommt Sonderpreis

    (gu, alerts)

    Hannover – Der zum vierten Mal ausgelobte Wettbewerb „GartenLust“ ist entschieden.

    Einen Sonderpreis erhält das PLATZprojekt (Fössestraße 103) für besonderes soziales Engagement.

    Der PLATZgarten ist ein urbaner Gemeinschaftsgarten, der sich auf dem Gelände des 2er Skateparks und des PLATZprojektes befindet. Wie auch das PLATZprojekt ist der PLATZgarten ein experimenteller Raum mit dem „Do-it-yourself“-Ansatz. Es soll voneinander und miteinander gelernt und die Ernte gemeinschaftlich geteilt werden. Aufgrund dieser Art der Bewirtschaftung und als grüner Verweilort inmitten eines Industriegebiets wird das Motto „Gartennischen“ erfüllt. Die Beete sind terrassenartig in Hochbeeten aus vorrangig recycelbarem Material angelegt und individuell bepflanzt. Neben Nutz- und Zierpflanzen gibt es ein selbst gebautes Tomatenhäuschen, Gewächshäuser, einen kleinen Teich sowie mehrere Bienenvölker. Zukünftig soll zum Beispiel in einen Wasseranschluss und einen Kompost investiert werden. Regelmäßig werden Aktionen wie Jungpflanzenverkauf, Saatgutbörsen oder Imkerworkshops angeboten.

    Jury und Preisverteilung

    Die Jury setzte sich aus VertreterInnen des Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün und der Ratspolitik zusammen. Darüber hinaus waren die Sponsoren aus der Immobilienbranche vertreten sowie FachgruppenvertreterInnen der Grünen Branche.

    http://www.hannover.citynews-online.de/2017/09/gartennischen-jury-kuert-gewinnerinnen-im-wettbewerb-gartenlust/ (mehr …)