Schlagwort: Pödelwitz

  • Pödelwitz: Fläche für Gemeinschaftsgarten noch nicht gesichert

    (Mail)

    Für den Projektgarten läuft der Pachtvertrag 2024 aus. Wir sind jedoch in gutem Kontakt zur Kirchgemeinde und optimistisch, dass der Garten als

    Gemeinschafts- und Begegnungsort erhalten bleiben kann und arbeiten gerade an einer alternativen Fläche für die Wohnnutzung (Bauwägen). Dies würde auf der Fläche auch mehr Platz für die weitere Gestaltung des Waldgartens ermöglichen. Wir legen gerade einen kleinen Teich an und planen den Bau eines Gewächshauses. (mehr …)

  • Pödelwitz: Gruppe startet zweiten Garten

    (Mail)
    der Kräutergarten, der im Rahmen der Förderung [durch uns]     angelegt werden soll, entsteht zusätzlich zum Projektgarten (Der gerade verspricht, wieder lebendiger denn je zu werden!) – wenn es natürlich auch personelle Überschneidungen gibt, Pödelwitz ist halt klein! 😉
    Die Vision wäre, ganz Pödelwitz mal zu einem gemeinschaftlich gepflegen und genutzten „essbaren Dorf“ zu machen, eine entsprechende AG Essbares Dorf gibt es auch schon, die fleißig (Guerilla-)gärtnert und die jungen Bäume und Sträucher pflegt. Vor unserem Dorffest am 18.9. soll auch eine erste gemeinschaftliche Ernte- und Verarbeitungsaktion stattfinden.
    Da ja aber 80% der Fläche noch immer in MiBrAG-Hand sind entstehen bis dato nur punktuellere Ansätze, dort, wo es eben möglich ist, die sich dann hoffentlich dereinst zu einem Ganzen zusammensetzen werden! Gerade aber sind die Projekte räumlich getrennt und auch über unterschiedliche Vereine gepachtet – der Projektgarten ist ja schon länger im Dorf und ein autonomes Projekt, der Kräutergarten entsteht jetzt aus unserer Initiative für die Dorfentwicklung heraus
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  • Gemeinschaftsdorfgarten Pödelwitz – kritische Reflexion

    (aus Sachbericht)

    Kritische Reflexion
    • Unser Wunsch den Garten als Dorfgarten zu entwickeln, um vor allem mit den noch
    anwesenden Dorfbewöhner*innen gemeinsam zu gärtnern und zusammenzukommen, war
    uns so nicht von Erfolg beschieden. Wir haben gemerkt, dass es für die
    Dorfbewohner*innen nicht sonderlich relevant ist zusammen zu gärtnern, besitzen sie
    ohnehin eigene Gärten oder sind zu sehr in ihre eigenen Vorhaben eingespannt. Gleichzeitig
    ist über die Anwesenheit von Aktivisti*innen ein großes Unterstützungspotential entstanden,
    dass sich u.a. dadurch  zeigt, das gemeinsam das Netzwerk: Alle Dörfer bleiben Halle /
    Leipzig Anfang des Jahres 2019 gegründet wurde und wir darin gemeinsam aktiv sind im
    Widerstand und für den Aufbau eines zukunftsfähigen Modelldorfes. Die
    Dorfbewohner*innen sind sehr dankbar über den Zuwachs an Menschen und äußern
    konstant, wie sehr für sie über den Gemeinschafts- und Projektgarten neue Perspektiven
    entstanden sind und in Zeiten des direkten Widerstands dadurch einen Aufwind erlebt haben.
    Die so relevante Pressearbeit zum Dorf geschah und geschieht meist über die Kombination
    von alteingesessenen Dorfbewohner*innen und Mitgliedern von AAA. So konnte in
    Lokalzeitung, Regionalzeitung, dem MDR, den Tagesthemen, dem ZDF und vielen weiteren
    Medien die Botschaft vermittelt werden, welche Zerstörung an diesem Ort und anderen
    Orten geschieht, Menschen sich dagegen auflehnen und an konkreten Alternativen
    zusammenwirken. Mit der gesamten Klimagerechtigkeitsbewegung konnte im Januar 2021
    der Erfolg gefeiert werden: der Braunkohlekonzern Mibrag hat offiziell bekannt gegeben:
    Pödelwitz bleibt.
    • Im Aufbau des Gemeinschaftsgartens lag stark der Fokus auf der infrastrukturellen Ebene
    und hat dort so einige Kraft gelassen. Der Aufbau einer Commonsgemeinschaft ist dabei zu
    kurz gekommen. So haben wir erst über einen langen Weg gelernt und bemerkt, wie relevant
    es ist, sich auch gemeinsam zu organisieren, Fähigkeiten zu gelingender Moderation und
    Konfliktbearbeitung anzueignen oder effektive Entscheidungsprozesse zu entwickeln.
    Bemerkbar waren auch grundsätzliche Effekte unserer Sozialisierung, sodass blinde Flecken
    in der Verteilung der Reproduktionsarbeit, emotionaler Fürsorge etc. sichtbar wurden.
    • Wir sind gefühlt von einem Bedarf zum nächsten Bedarf und Gestaltungs- bzw.
    Bauvorhaben übergegangen. Dabei sind in den konkreten Situation Ideen und Lösungen
    entstanden. Hilfreich wäre hier sicherlich gewesen, sich zunächst Zeit zu nehmen, um etwa
    gemeinsam ein Permakulturdesign zu entwickeln und in dieses dann die Elemente und ihre
    Verbindungen einzufügen. Einige Tätigkeiten haben wir so doppelt gemacht wie den Aufbau
    und Wiederneuaufbau an anderer Stelle und auch die Unsicherheit, ob nicht noch günstigere
    Kopplungen von Funktionen und Elementen möglich gewesen wäre. Gleichzeitig haben in
    den Situationen auch Umsetzungen gedrängt, wie z.B. der Bau einer Komposttoilette, sodass
    ein wirklich gutes System erst wohl in Zukunft entstehen wird mit dem Abbau und
    Neuaufbau.
    • Unser Ansatz in Bauvorhaben möglichst auf Recyceln und Upcycling statt auf Konsum zu
    setzen, hat gezeigt, wie viel Energie und Mehraufwand dies auch bedeutet. So z.B. bei der
    Dämmung des Rundhauses mit „Rest“schaftswolle vom Schäfer aus der Umgebung. Allein
    das Waschen und Präparieren der Wolle hat sicherlich viermal so lange gedauert, wie der
    Rest des Baus. Gleichzeitig braucht ein solches Vorhaben immer auch ausreichend
    (überdachten) Lagerraum, der bei uns nur begrenzt gegeben ist. So bleibt ein beständiges
    Thema die Auseinandersetzung um die Ästhetik des Gartens. (mehr …)