Schlagwort: Politik und Verwaltung uneins

  • Politik dafür, Verwaltung dagegen: doch keine Nutzungsgenehmigung für Nachbarschaftsgarten im Wedding

    (Gu, Tel und Mail)

    Wir hatten eigentlich ein schriftliches OK vom Bezirksamt und die Aussage, dass dieses das Vorhaben unterstützen würde, wenn die degewo (die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft) als spätere Eigentümerin ebenfalls ihr OK gibt und unsere Nutzung nach Grundstücksübertragung übernimmt. Die degewo war von dem geplanten Nachbarschaftsgarten und -programm sehr angetan.

    Dann aber hat sich die Verwaltung quer gestellt und geweigert, mit uns einen entsprechenden Nutzungsvertrag abzuschließen. Damit haben wir nicht gerechnet. Eigentlich, so war unser Verständnis, hat die Verwaltung eher eine ausführende Funktion. Es hat sich aber gezeigt, dass sie viel mehr Einfluss hat als gedacht und dass die Politik, jedenfalls für so einen „Kleinkram“ wie einen Garten, nicht bereit ist, gegen die Verwaltung zu agieren oder dieser weiterreichende Anweisungen zu geben.

    Wir haben diesbezüglich in den letzten Wochen mit vielen politschen Vertretern gesprochen, waren mit dem QM beim Bezirksbürgermeister etc, haben nochmal direkt mit der Verwaltung gesprochen. Aber wir mussten einsehen, dass da nichts zu machen ist. Das ist sehr schade. Es tut mir auch sehr leid, dass Ihr jetzt zusätzlichen Aufwand habt.

    Laut Verwaltung soll das Grundstück bereits im Juli an die degewo übertragen werden. Wäre das so, könnten wir dann mit der geplanten Nutzung beginnen. Wir glauben da aber nicht ganz dran. Auch wäre es dann für einen Nachbarschaftsgarten wie Anfangs geplant zu spät. Wir würden dann eher die Fläche mit einigen Interessierten zusammen gärtnerisch gestalten und Programm machen. Es ist aber noch sehr unsicher, ob es bereits so früh dazu kommt (oder doch erst im Herbst) und wenn ja, wäre es auch etwas anderes als ursprünglich gedacht (und bei Euch beantragt).


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  • Ratingen: Bezirksausschuß gegen urban gardening

    (Gu, alerts)

    Bezirksausschuss spricht sich gegen Stadtgärtnern aus

    Ratingen. Die Enttäuschung war vielen Mitgliedern und Besuchern des Bezirksausschusses Mitte anzusehen, als CDU und BU den Start von Urban Gardening verhinderten, indem sie gegen die geplante Auftaktveranstaltung und den von der Verwaltung vorgeschlagenen Standort im Grünzug Wallstraße/Beamtengässchen stimmten. „Wie kann das sein“, fragte sich Ute Meier, sachkundige Bürgerin von Bündnis 90/Die Grünen im Ausschuss, „wo bisher einstimmige Beschlüsse von Rat und Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss das Stadtgärtnern nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern einhellig begrüßt haben. Außerdem hat eine Onlineumfrage der Verwaltung großes Interesse der Bevölkerung an dem Projekt, auf städtischen Grünflächen Nutzpflanzen anzubauen, ergeben.

    Eine Gruppe von 19 Bürgern hat sich bereiterklärt, unentgeltlich diese Flächen zu bearbeiten.“ Einige der Stadtgärtner waren bei der Sitzung anwesend und bekundeten, dass sie nur darauf warteten loszulegen und nicht nachvollziehen könnten, dass sie von der Politik ausgebremst wurden. „Es kann sich da nur um ein Missverständnis handeln“, so Meier, „die Fläche für das Modellprojekt soll kein Schrebergarten in Ratingen Mitte sein, zu dem nur eine begrenzte Anzahl von Personen Zutritt hat, sondern die Fläche bleibt eine öffentliche Grünfläche für alle Bürgerinnen und Bürger und damit für alle zugänglich, die von der Stadt angelegt und mit Obst und Gemüse bepflanzt und von den Freiwilligen gepflegt wird, an der Ernte können sich aber alle bedienen, das ist denjenigen, die sich für die Pflegearbeiten gemeldet haben, auch bewusst.“ „Es wäre sehr schade, wenn die Vegetationsphase verstreichen würde, ohne dass mit dem Projekt begonnen werden könnte,“ so Edeltraud Bell, sachkundige Bürgerin im Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss.

    http://www.rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/bezirksausschuss-spricht-sich-gegen-stadtgaertnern-aus-aid-1.6062476


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