Schlagwort: Postcodelotterie

  • Hamburg: Postcode Förderung für KInderprojekt bei Kebap

    (Insta)
    Wir sind überglücklich und dankbar, dass die Deutsche Postcode Lotterie den Erwerb und Umbau zweier Schiffscontainer zu einem temporären Lernraum für unser BNE-Projekt StadtNaturKind gefördert hat. Im multifunktionalen Raum auf dem Bunkergelände werden Lernen und Forschen nun ganzjährig und unabhängig vom Wetter möglich – in direkter Verbindung zur StadtNatur.
    Die Container werden zurzeit von Waldemar von Bülow und seinem Team von Hanse Repair umgebaut, der uns auch bei der Wahl des Standorts und den Vorbereitungen unterstützt. Im Februar soll der neue Lernraum auf dem dem Gelände aufgestellt werden.
    Bis dahin bauen wir unsere in die Jahre gekommene „Villa“ ab, die wir vor einem Jahrzehnt aus Holz in den Hügel am Bunker gebaut haben. Im ersten Arbeitsgang haben wir bereits die Rückwand mit einem Werk von Künstler OZ freigelegt.
    Auch unser selbst gebauter Lehmofen und die Außenküche müssen versetzt werden. Wer uns bei diesen Aufgaben unterstützen möchte: sehr gerne!

    Mehr über das Projekt erfahrt ihr hier: https://kulturenergiebunker.de/die-klimakiste-ein-lernraum-fuer-stadtnaturkinder/ (mehr …)

  • Leipzig: neue Angebote und steigende Kosten im H17

    (NL)

    Die Grunsteuer für den Garten hat sich auf 980 Euro verdreifacht – helft mit den Gemeinschaftsgarten zu erhalten 

    Hilfe, die Grundsteuer steigt! – Und wir brauchen weiterhin die Unterstützung vieler Gartenfreund:innen und unserer Nachbarschaft, um den Stadtgarten H17 dauerhaft zu erhalten. Spenden helfen uns, den wertvollen und vielfältigen Freiraum zu erhalten, der seit 2010 auf der früheren Brache entstand. Das ist wichtig, denn unsere grüne Oase mitten im dicht bebauten Wohnviertel kommt vielen Tieren, dem Stadtklima und der Stadtgesellschaft zugute: 

    Grüner Montag – MITGÄRGNERN in der H17

    Der Grüne Montag lädt zum offenen Mitgärtnern ein! – Wir bepflanzen, pflegen und beernten gemeinsam unser Mitgärtnern-Beet, teilen unser Gartenwissen miteinander und schauen, welche Arbeiten im Gemeinschaftsgarten noch so auf uns warten. Keinerlei Vorwissen, nur Spaß am Draußensein nötig.
    Kommt vorbei, spontan oder mit Anmeldung: 
    H17-bildung@freiraumsyndikat.de
     
    Mit Miternte-Abendbrot ab 17 Uhr am 30.6., 15.7.,  11.8., 25.8., 8.9. und 22.9. (unter Vorbehalt). Achtung – am 28.7. und 4.8. macht der Grüne Montag Sommerpause!
    Großer Dank für die finanzielle Unterstützung des Projekts geht an die Teilnehmenden der Deutschen Postcode Lotterie.

    ¬

    Insektenvielfalt erleben – Erkundungstour durch den Garten und Beratung zur naturnahen Gestaltung
     
    Samstag 28. Juni 10-12 Uhr
    Anlässlich der diesjährigen Ausstellung  „Vielfalt macht´s“ zu dem wichtigen Thema Biodiversität, lassen wir uns beraten, wie wir den Stadtgarten noch insektenfreundlicher und ökologisch wertvoll gestalten können.
     
    Mit dem Biologen Philipp Drosky (Naturgarten Leipzig) geht es auf Entdeckungstour durch den H17-Garten. Der Fokus liegt auf der spannenden Welt der Insekten. Im Anschluss gibt es bewährte Tipps sowie Raum für Fragen zur naturnahen Gartengestaltung. Wir werden die Gründe für den Insektenrückgang kennenlernen und erfahren, was wir zur Förderung der Artenvielfalt beitragen können. (mehr …)

  • Freiburg: Projekt zur Bodensanierung mit Pflanzen

    (NL)
    Plants for Future
    Klimagärtnern und Perspektiven für belastete Böden

    Gemeinsam regenerieren wir unsere Böden und schützen das Klima

    Projektzeitraum: April 2025 bis März 2026

    Regeneration von belastenen Böden mit Pflanzen

    In unserem innovativen Projekt zeigen wir agrarökologische Möglichkeiten zur Bodensanierung belasteter Böden auf. Am Freiburger Stadtrand kultivieren und verarbeiten wir gemeinsam Faserpflanzen, die durch Phytosanierung Böden reinigen können. Zusätzlich machen wir humusaufbauendes Klimagärtnern und klimafreundliche Ernährung praktisch erfahrbar.

    Haupt-Inhaltsfeld

    Phytosanierung mit Brennnesseln, Sonnenblumen & Co.

         Erfahren Sie, wie Pflanzen Schwermetalle aus belasteten Böden ziehen

         Lernen Sie den Anbau und die Pflege von Sanierungspflanzen

         Entdecken Sie die vielfältigen Eigenschaften der Brennnessel

    Klimagärtnern praktisch erleben

         Humusaufbau mit Pflanzenkohle und Kompost

         Wassersparendes und biointensives Gärtnern

         Schwammgärtnern für den Klimaschutz

    Faserverarbeitung entdecken

         Verarbeitung von Hanf und Brennnessel zu nützlichen Produkten

         Workshops zur Herstellung von Körben, Teppichen und mehr

         Nachhaltige Kreislaufwirtschaft erleben

    Mitmachaktion: „Pflanzenkur für belastete Böden“

    So funktioniert’s:

         Kostenlose Anmeldung bei unserem Projektteam

         Sie erhalten Anleitungen und Infos per E-Mail

         Legen Sie eigene Versuchsbeete in Ihrem Garten oder Hof an – die Versuchsflächengröße ist egal!

         Nehmen Sie an drei kurzen Umfragen teil

         Besuchen Sie unsere kostenlosen Workshops

         Tauschen Sie Erfahrungen mit anderen Teilnehmenden aus

    Weitere Infos und Anmeldunge

    hier:https://junghof-kappel.de/projekte/plants-for-future

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  • Halle: GutAlaune baut Planetengarten auf

    (Antrag, Antworten)

    Seit Anfang 2023 baut das Jugendarbeitskollektiv JutAlaune in Kooperation mit der Stadt Halle einen
    Gemeinschaftsgarten in Trotha auf. Das Gelände hat eine Fläche von ca. 3000 m 2
    , mit vielen
    Laubbäumen und Sträuchern. Historisch gehörte das Gelände ehemals zur Schule und zur
    angrenzenden Feuerwehr. Auch ein Fußballplatz soll hier mal gewesen sein. Das städtische
    Grundstück liegt mitten im Wohnviertel und ist durch einen Zaun und ein großes Tor umrundet. Auf
    dem Grundstück steht ein ausgebauter Bauwaagen, in dem auch gekocht werden kann. Der
    Bauwagen verfügt über Solarmodule auf dem Dach, sodass ökologischer Strom genutzt werden kann.
    Die Zugänglichkeit des Grundstücks außerhalb des regelmäßigen offenen Gartens für GärtnerInnen
    ist durch eine Schlüsselbox und einen zweiten Eingang mit Zahlenschloss gegeben. Der Ost bietet viel
    Raum für Gestaltung und Ideen aus der Nachbarschaft. Das Ziel dieses Projektes ist es, gemeinsam
    mit den AnwohnerInnen einen Begegnungsort zu schaffen, in dem gegärtnert, gebaut, ausprobiert
    und sich ausgetauscht werden kann.
    III. Die Visionen & Umsetzung
    Bei einem Workshop mit Menschen aus der Nachbarschaft haben wir Ideen und Wünsche für die
    Gestaltung des Gartens gesammelt. Die Wünsche an den Ort sind vielfältig und reichen von
    gemeinsamen gärtnern bis hin zu einem Nachbarschaftscafé und Veranstaltungen, wie gemeinsame
    Feste. Etabliert haben wir bisher einen festen Gartentag am Donnerstagnachmittag. Hier sind alle
    Menschen eingeladen, die den Garten kennenlernen möchten, gärtnern möchten oder auch einfach
    nur den Schatten der Bäume genießen wollen. Momentan kommen zum offenen Gartentag immer 2-
    3 Menschen, wobei manche Menschen regelmäßig kommen und auch immer neue Gesichter dabei
    sind. Zusätzlich zu den regelmäßigen Gartentagen gibt es regelmäßige Mitmach- Tage, an denen wir
    bestimmte Projekte im Garten angehen. So ist im letzten Jahr zum Beispiel mit Kindern ein Lehmofen
    entstanden, in dem Pizza und Brot gebacken werden kann oder es wurden mit Nachbarinnen und
    Nachbarn neue Beete und ein Naschgarten mit Beerensträuchern angelegt. Die Informationen zu den
    Aktionen streuen wir über Aushänge im Schaukasten vor dem Grundstück und angrenzenden Läden,
    über einen Telegram Kanal und unseren E-Mail Newsletter. Bei größeren Aktionen kooperieren wir
    mit der Bürgerstiftung und der Freiwilligenagentur Halle. Im vergangenen Schuljahr haben wir
    außerdem die Garten AG des Horts betreut und hier vielfältige Angebote für die Kinder geschaffen.
    Das Gelände ist nicht versiegelt und es gibt keine festen Wege. Der humose Boden eignet sich dafür
    Beete zum Teil direkt in der Erde anzulegen. An anderen Stellen wiederum ist das Anlegen von
    Hochbeeten geplant, um das Gärtnern auch für eingeschränkte Menschen attraktiv zu gestalten. Eine
    Vision ist es außerdem den Garten möglichst barrierefrei zu gestallten. In einem Bau-Workshop soll
    eine rollstuhlgerechte Terrasse entstehen, wir wollen gemeinsam mit Jugendlichen ein
    rollstuhlgerechtes Hochbeet bauen und die Hauptwege im Garten für die Nutzung mit Rollstuhl und
    Rollator ebnen. Eine weitere Vision ist es, dass der Garten und damit der Raum auch zukünftig von
    anderen Vereinen und Initiativen genutzt wird.
    IV. Das Team
    Das Team besteht momentan aus 4 Personen, die sowohl die Organisation des Gartens als auch die
    Umsetzung der offenen Gartentage und Aktionstage als Aufgabe hat. Wir organisieren uns kollektiv
    und übernehmen je nach Kapazitäten verschiedene Aufgaben. Zu dem festen Team kommen die
    Nutzerinnen und Nutzer des Gartes. Momentan haben wir zwei private Beete vergeben. Zu den
    offenen Gartentagen (Do Nachmittag) kommen im Schnitt 3 -4 Personen, wobei es sich hier nicht
    immer um dieselben Personen handelt. Unsere Mitmach-Tage sind mit 5-10 Personen auch immer
    gut Besucht. Wir sind bemüht den Garten in der Nachbarschaft noch mehr zu bewerben. Bis Ende Juli
    läuft noch eine Förderung der PostCode Lotterie. Um die Arbeit in dem Umfang fortsetzten zu
    können suchen wir momentan noch nach passenden Fördermöglichkeiten und schreiben Anträge.
    V. Kooperationen & Vernetzung
    Wir sind in der Stadt gut vernetzt mit der Freiwilligenagentur, der Bürgerstiftung und dem
    Freiraumbüro Halle und stehen im Austausch mit dem Quartiersmanager von Trotha. Außerdem ist
    die evangelische Gemeinde sehr wichtig für den Zusammenhalt im Viertel. In den Sommermonaten
    finden die regelmäßigen Quartiersrunden hier im Garten statt. Außerdem gab es im Schuljahr
    2023/2024 eine Kooperation mit dem Hort Delta. Eine Vernetzung der Gemeinschaftsgärten in Halle
    ist in Planung und soll noch dieses Jahr angestoßen werden. Ab Juni wird der Verein KrimZkrams e.V.
    auf der Fläche einen Bauspielplatz etablieren, sodass die Fläche dann gemeinsam genutzt wird. Mit
    der Etablierung des Bauspielplatzes ändert sich die rechtliche Grundlage der Flächenpatenschaft hin
    zur offiziellen Miete der Fläche beim Grünflächenamt der Stadt (Halle), was für uns eine
    Langfristigkeit des Projektes garantiert. Ein großer Vorteil der Kooperationen, vor allem durch den
    Bauspielplatz, ist die erhöhte Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der Fläche für die Nachbarschaft.
    VI. Material & Zweck
    Wir möchten mit den Materialien zum einen Möglichkeiten für die Nachbarschaft bieten, sich
    einzubringen und selbst tätig zu werden und zum anderen zum Verweilen einladen. Wir möchten so
    einen Raum schaffen, der von der Nachbarschaft als Begegnungsort angenommen und genutzt wird.
    Trotha ist ein Stadtteil in Halle, mit einem Defizit an Infrastruktur für soziale Projekte und sozio-
    kulturelle Räume. Gleichzeitig ist dieses Stadtgebiet geprägt von sozial schwachen Strukturen und
    benachteiligten Anwohnenden. Wir möchten durch Workshops und gemeinsame Bauaktionen
    Wissen vermitteln und die Teilnehmenden so befähigen auch selbst Ideen zu entwickeln und
    umzusetzen. Dabei legen wir Wert auf eine Kreislaufwirtschaft und möchten den Menschen über
    Upcycling sowie Reparatur und Wiederverwendung von Materialien nachhaltige
    Gestaltungsmöglichkeiten näherbringen. Die finanziellen Mittel über die Förderung der anstiftung
    sollen in den gemeinsamen Bau von Infrastruktur fließen (barrierefreie Terrasse für
    Nachbarschaftskaffee, Hochbeete & Bänke). Außerdem möchten wir mit Hängematten und einer
    Tischtennisplatte das Gelände beleben und Anreize zum Aufenthalt auf der Fläche schaffen. Für den
    Gemüse- und Obstgarten möchten wir Pflanzen kaufen und diese auf gut vorbereitete Beeten mit
    Kompost versorgen. Zur Grundstückspflege benötigt es noch weitere Gartenwerkzeuge und da wir
    momentan noch nicht über einen Wasseranschluss verfügen brauchen wir weitere Infrastruktur zur
    Bewässerung der Beete

    1. Was sind die Rahmenbedingungen für eine Grünflächenpatenschaft?
      Die Grünflächenpatenschaft läuft direkt über einen Vertrag mit der Stadt Halle, vertreten durch den Oberbürgermeister. Patenschaften können von Einzelpersonen, Nachbarn, Gruppen, Vereinen oder Schulklassen übernommen werden. Die Gestaltung der Flächen ist dabei sehr individuell. Die Fläche gehört weiterhin der Stadt, gestaltet und gepflegt wird sie aber von der oder dem Paten. Vertraglich wurde die Entstehung eines Stadtteilgartens festgeschrieben.Die Patenschaft wird noch in diesem Jahr in ein Mietverhältnis umgewandelt. Die Fläche wird dann von dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V.  gemietet und wir werden einen Kooperationsvertrag mit zugehörigem Untermietvertrag erhalten. Die Kosten für die Miete trägt die Stadt Halle selbst. Hier steht der Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. im Kontakt mit der Stadt Halle (Saale). Das Projekt Bauspielplatz wird in einem bestimmten Bereich des Geländes stattfinden (ca. 600 qm).
    1. Ist die Nutzung der Fläche befristet?
      Die Nutzung der Fläche (momentan über die Patenschaft, später über einen Mietvertrag) ist nicht befristet und das Projekt ist auf lange Sicht angelegt.
      Durch das kommende Mietverhältnis haben wir außerdem mehr Rechte und eine langfristige Perspektive. Auch die Stadt ist sehr an einer nachhaltigen Nutzung der Fläche interessiert. Der Bauspielplatz auf der Fläche ist Teil der städtischen Kinder- und Jugendarbeit im Trotha.
    1. Gibt es eine Ansprechperson in der Stadtverwaltung für Gemeinschaftsgärten?
      Es gibt keine Ansprechperson explizit für Gemeinschaftsgärten in der Stadtverwaltung. Unsere Ansprechpersonen setzten sich zusammen aus dem Quartiersmanagement ( Gregory Ward, quartiermanagement@halle.de, dem Dienstleistungszentrum Bürgerbeteiligung, der Bürgerstiftung und dem Grünflächenamt)
    1. Geht die Kooperation mit der Stadt über die Grünpatenschaft hinaus? Beteiligt sich die Stadt finanziell oder mit Materialien oder Dienstleistungen am Aufbau des Gartens?
      Die Stadt beteiligt sich bisher nicht finanziell am Aufbau des Gartens. Wir stehen mit dem Grünflächenamt im Kontakt, um Holzhackschnitzel zu beziehen. Bereits letztes Jahr erfolgte eine Lieferung mit Holzhackschnitzeln. Im letzten Jahr hat die Stadt vor dem Beginn der Patenschaft noch einmal Geländepflege, in Form von Mäharbeiten durchgeführt. Zum Thema Baumpflege werden wir zeitnah mit dem Grünflächenamt Kontakt aufnehmen, damit im Herbst nötige Arbeiten durchgeführt werden können. Hier sehen wir die Stadt als Eigentümer in der Pflicht.
    2. Auf was bezieht sich die Förderung der PostCode Lotterie? (Sind das Honorar, die ihr braucht, um die Gartentage zu machen) Und was passiert, wenn ihr keine Anschlussgelder bekommt?
      Die Förderung wurde im Bereich sozialer Zusammenhalt gestellt und bezieht sich auf die initiale Gestaltung des Geländes und die Etablierung des Gartenprojektes als gemeinschaftsgetragener lebendiger Austausch- und Bildungsort. Es werden sowohl Sachkosten als auch Honorarkosten bis Ende Juli gefördert. Zu den Sachkosten zählen unter anderem die Beerensträucher für den Naschgarten aber auch Schilder, sowie Gartengeräte und eine künstlerisch-pädagogische Leitung des Gartens. Honorarkosten wurden für Workshops, Öffentlichkeitsarbeit und Aktivitäten Ehrenamtlicher veranschlagt.
      Durch den Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. und dem Projekt Bauspielplatz ist die Fläche auch nach Auslaufen der Förderung gesichert. Auch nach dem Auslaufen der Förderung der PostCode Lotterie wollen wir den offenen Gartentag ehrenamtlich weiterführen und schreiben gleichzeitig weitere Förderanträge, um den Fortbestand des Gartenprojektes auf der Fläche zu sichern.
    3. Wie viele Beete sind geplant? Was für einen (auch räumlichen) Stellenwert hat da Gärtnern?
      Momentan gibt es 9 Beete in unserer Gartenecke auf der Fläche und ein weiteres großes Kürbis-Beet. Diese Anzahl der Beete kann je nach Interesse der Anwohnenden nochmal um ca. 10 Beete vergrößert werden. Zusätzlich können Hochbeete gebaut werden. Das Gelände bietet hier noch viel Platz und Möglichkeiten. Außerdem haben wir bei unserem letzten Mitmach-Tag eine Fläche von Brombeeren befreit, auf der zwei Hügelbeete entstehen werden.
    4. Sind die Wege denn barrierefrei?
      Die Wege sind alle mit Holzhackschnitzel ausgelegt und zum Teil auch schon rollstuhlgerecht. Ziel ist es einen durchgängigen breiten barrierefreien Weg über das Gelände anzulegen. Dazu müssen die Wege noch besser geebnet und verbreitet werden. Hier gibt es schon gemeinsame Pläne mit dem Verein kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V..
    5. Wo soll die Terrasse entstehen (am Bauwagen?) und ist diese für das Gärtnern wichtig? Habt ihr für die Finanzierung schon an die Aktion Mensch gedacht?
      Die Terrasse soll am Bauwagen als Eingangsbereich entstehen. Momentan liegen hier Paletten und ein barrierefreier Zugang zum Bauwagen ist nicht gewährleistet. Unebenheiten im Gelände könnten hierdurch ausgeglichen werden. In dem Wagen befindet sich neben Getränken für die GärtnerInnen auch Werkzeug und Handschuhe, daher ist der barrierefreie Zugang sehr wichtig. Wir haben durch Gespräche mit den Anwohnenden außerdem gemerkt, dass so ein Aufenthaltsort (welcher vom Eingang einsehbar ist) dazu einladen würde, in den Garten zu kommen. Der Großteil des Gemüsegartens befindet sich weiter hinten im Gelände und ist daher vom Eingang nicht gut einsehbar. Bei der Aktion Mensch haben wir bereits einen Förderantrag für eine barrierefreie Toilette gestellt. Hier warten wir noch auf eine Rückmeldung.
    6. Wer würde die Terrasse bauen und wie viele Menschen könnten am Bau teilnehmen?
      Der Bau der Terrasse wird durch uns geplant und und im Rahmen eines Workshop durchgeführt. Zielgruppe dieses Workshops sind Jugendliche aus Trotha. Eine Person aus unserem Team ist ausgebildeter Tischler und hat bereits Erfahrung in der Jugendarbeit. Die Teilnahme ist kostenfrei und die Honorarkosten können entweder noch über die PostCode Förderung abgerechnet werden oder es wird eine Förderung für Bildungsprojekte bei der Stadt Halle (Hallianz für Vielfalt) beantragt. Hier ist es sehr unbürokratisch möglich einzelne Aktionen fördern zu lassen. Die Anzahl der Teilnehmenden beschränkt sich auf 6 Personen, damit eine gute Betreuung und Ausstattung mit Werkzeugen gewährleistet werden kann.
    7. Wie viele Hochbeete wollt ihr bauen und wer baut diese dann?
      Die Anzahl der Hochbeete orientiert sich stak an dem Interesse und der Nachfrage der Anwohnenden. Da sich der Garten momentan noch im Aufbau befindet rechnen wir mit einem steigenden Interesse.
      Die Fläche bietet Platz für bis zu 8 Hochbeete. Gebaut werden können die Hochbeete im Rahmen von Mitmach-Tagen aber auch nach Absprache von den GärtnerInnen in Eigenregie. Die Werkzeuge und Materialien stellen wir zur Verfügung.
    8. Könnten sich die Kooperationspartner an der Finanzierung des Gartens beteiligen?
      Die Kooperationspartner können sich nur indirekt an der Finanzierung des Projektes beteiligen. So unterstützt uns die Gemeinde bei Festen z.B. mit Sitzgelegenheiten und Kuchen, deren Spendenerlös dann an den Garten geht. Außerdem profitieren wir vom kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. (z.B. gemeinsamer Ausbau der Wege, Nutzung von Holzspenden). Das städtisch finanzierte Projekt Bauspielplatz sieht allerdings keine finanzielle Unterstützung des Gemeinschaftsgartens vor. Bei der gemeinsamen Planung von Veranstaltungen und Workshops profitieren wir aber sicher von den finanziellen Mitteln des Vereins.
    9. Sind Migrant*innen eine eurer Zielgruppen?
      Ja, MigrantInnen sind auch eine unserer Zielgruppen. Laut der aktuellen Sozialraumanalyse ist der Anteil der ausländischen AnwohnerInnen in den letzten Jahren in Trotha auf 7,8% gestiegen (18% 0-18 mit MGH) (Stand 2023). 2020 lag der Anteil noch bei 4,4%. Ein weiter Anstieg ist zu erwarten. Der Gemeinschaftsgarten wird in der aktuellen Sozialraumanalyse unter anderem als Angebot für Demokratieförderung und Partizipation von Jugendlichen genannt. Zeil ist es, dass auf dem Gelände ein Ort der Begegnung entsteht und sich alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, Sexualität oder Herkunft wohlfühlen. So haben wir es auch in unserem Schaukasten kommuniziert.
    10. Wie sind die Kommunikations- und Entscheidungswege?
      Das Organisationsteam kommuniziert für kurze Abstimmungen über eine Telagram Gruppe und wir haben uns bisher je nach Bedarf aller 14 Tage zum Plenum getroffen um uns auf den neusten Stand zu bringen, Ideen auszutauschen und Aufgaben zu verteilen. Entscheidungen werden im Kollektiv besprochen. Da wir uns bei den offenen Gartentagen auch regelmäßig sehen sind wir immer ganz gut informiert.
      Zusätzlich haben wir für uns ein Pad zur Koordination der Termine und offenen Gartentage und eine Nextcloud zur gemeinsamen Arbeit an Förderanträgen.
      Zur Kommunikation nach Außen nutzen wir einen Telagram-Kanal, einen E-Mail Newsletter und die Plattform nebenan.de um über Aktionen und Termine zu informieren. Außerdem gibt es noch eine weitere Telegram-Gruppe für Absprachen unter den GärtnerInnen. Beim offenen Gartentag gibt es immer die Möglichkeit mit uns ins Gespräch zu kommen, um Ideen und Wünsche auszutauschen.
      Mit dem kunZstoffe – urbane Ideenwerkstatt e.V. planen wir ein monatliches festes Treffen.
      Für die Zukunft wünschen wir uns selbstorganisierte AG´s, die sich auf der Fläche in unterschiedlichen Projekten einbringen und ihre Visionen und Ideen verwirklichen.

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  • Eichstätt: Bau eines Geodomes im Kapuzinergarten

    (Antrag, Antworten)

    Der Kapuzinergarten Eden in Trägerschaft des Vereins für Nachhaltigkeit e.V. ist in den
    vergangenen Jahren zu einem urbanen Gartenprojekt in Eichstätt geworden, welches durch
    zahlreiche Veranstaltungen für mehr Klimaschutz sensibilisieren möchte. Dazu beigetragen hat
    maßgeblich die Förderung im Programm „Kurze Wege für den Klimaschutz“ des BMU von 2019-
    2021. Im Fokus unseres Gemeinschaftsgartens stehen Mitmach-Angebote zu ressourcenschonenden
    Alltagspraktiken, wie z.B. Anbau, Pflege und Haltbarmachung von regionalen und saisonalen
    Lebensmitteln. Schüler/innen, Studierende und Eichstätter Bürger/innen partizipieren im Garten
    und lernen von- und miteinander. Drei Seminare der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt
    finden regelmäßig im Garten statt und Schulen besuchen den Garten an den Vormittagen. Die
    ehrenamtliche Gartengruppe, die auch als Arbeitskreis der Universität organisiert ist, nutzt und
    pflegt den Ort gemeinsam und entscheidet demokratisch. Gern möchten wir unser Bildungsangebot
    erweitern und neue Zielgruppen aufnehmen. Doch es fehlt dringend an einem überdachten Raum im
    Garten, welcher Planungssicherheit für Aktionen bietet.

    Deswegen haben wir im letzten Jahr eine Förderung über die Deutsche Postcode-Lotterie
    eingeworben. Dieses Jahr entsteht ein innovativer Geo-Dome, der zugleich Gewächshaus und
    witterungsunabhängiger Unterschlupf für uns und andere Gruppen sein wird: ein Ort für Begegnung
    und Austausch zu Themen einer nachhaltigen Entwicklung. Der Innenraum birgt Platz für eine
    Gruppe von bis zu 25 Erwachsenen oder 30 Kindern. Außerdem ist er zugleich Gewächshaus für
    den Anbau wärmeliebender Pflanzen, welche in der äußeren Randzone gepflanzt werden. Nach
    Erteilung der Baugenehmigung haben in den Monaten April und Juni 2022 die ersten Vorarbeiten
    mit den Schüler/innen der Berufsschule Eichstätt stattgefunden. Der Dome selbst wird im Juli 2022
    unter Anleitung der Firma Vision Domes zusammen mit den Schüler/innen der Montessori-Schule
    Eichstätt sowie der ehrenamtlichen Gartengruppe entstehen. Die Postcode-Lotterie fördert das
    Vorhaben mit Material- und Personalkosten von November 2021 bis Mai 2023, jedoch fehlen uns
    noch Mittel für den Innenausbau.

    Für den Innenbereich des Domes hat die Gartengruppe gemeinsam mit einem ehrenamtlichen
    Architekten die Idee einer Art Trockenmauer entwickelt. Diese fungiert gleichzeitig als kreisrunde
    Beetbegrenzung und Sitzmauer für Gruppen. Im Altmühltal werden seit Jahrhunderten Steine
    abgebaut und verarbeitet (Solnhofener Plattenkalk), wobei die aufgelassenen Steinbrüche zu
    einzigartigen Ökosystemen werden. Die Steine sind vor Ort (Anlieferung 3 km) verfügbar, quasi
    unzerstörbar, vertragen Feuchtigkeit und Hitze im Gewächshaus, sind günstig und einfach zu
    verarbeiten. Aktuell hat uns eine lokale Firma Ausschussware zu einem günstigen Preis angeboten.
    Die Steine haben leichte Fehler und sind nicht perfekt, sind aber für unsere Zwecke geeignet. Für
    die Maurerarbeiten ist bereits erneut die Berufsschule angefragt, die bereits an mehreren
    Vormittagen mit den Bodenarbeiten unterstützt hat. Der Boden wird mit eigenem Häckselgut
    bedeckt und die Beete mit Garten“abfällen

    Wie groß ist die Gartengruppe inzwischen? Wie viele Leute sind in der Kerngruppe aktiv?

    Die Gartengruppe ist in den letzten zwei Jahren stark gewachsen. In unserer Aktiven-Telegram-Gruppe sind 52 Mitglieder, allerdings ist davon nur ein Teil auch regelmäßig im Garten. Der „harte Kern“, der auch Verantwortung übernimmt und regelmäßig kommt, besteht aus etwa 15-20 Personen. Die anderen kommen punktuell bei Aktionen, Festen und Veranstaltungen.

    Wie ist das Gärtnern der Gartengruppe mit den Gruppen, die (teilweise) auch gärtnern, vereinbar? Gibt es z.B. bestimmte Bereiche?

    Der Kapuzinergarten ist ein riesiger alter Klostergarten mit viel Platz für verschiedene Gruppen bietet. Die Gartengruppe kümmert sich vor allem um den Gemüsegarten und den Kräuterbereich und ist das Herz des Gartens. Das Schulgarten-Seminar mit der Ackerdemia hat einen eigenen Bereich und das Gemeinschaftsgarten-Seminar pflegt die Hochbeete. Der Uni-Kindergarten gärtnert auf einem kleinen Hügelbeet. Es ist trotzdem immer noch viel Platz für neue Beete, Imkerei, Streuobstwiese etc.

    Wie beteiligen sich die Gruppen und vor allen Dingen die Schulen an den Kosten?

    Erst in diesem Jahr konnten coronabedingt die ersten Kooperationen mit Schulen anlaufen. Bisher haben sie jeweils einen kleinen monetären Beitrag gezahlt, wenn sie pädagogisch von uns betreut wurden. Gruppen, die ihr eigenes Programm machen, dürfen den Garten kostenlos nutzen. An den Kosten für den Geo-Dome beteiligen sich die Berufsschule und die Montessori-Schule durch ihre Arbeitskraft: Sie bauen und gestalten mit der Gartengruppe und der Baufirma gemeinsam das neue Gewächshaus, das sie hinterher auch als grünes Klassenzimmer nutzen dürfen. Dies wären sehr hohe Kosten, wenn wir sie an eine Firma vergeben würden. Der studentische Konvent unterstützt den Kapuzinergarten großzügig mit den Materialkosten und Honoraren für Dozenten.

    Was wird neben den Angeboten für Schulen noch in dem Geodome stattfinden, welche Gruppen werden den noch nutzen?

    Im Kapuzinergarten finden fast ganzjährig Veranstaltungen statt, die sie auf der beigefügten Liste einsehen können. Bei Regen haben wir bisher ein Problem, weil wir keinen Raum haben. In Zukunft können diese Veranstaltungen in den Dome ausweichen. Der Kapuzinergarten ist sehr gut in der Nachhaltigkeitsszene Eichstätts vernetzt. Vor allem bei FairEint, ein Zusammenschluss unterschiedlicher Initiativen und Vereine, die sich gemeinsam für eine lokal und global nachhaltige Entwicklung einsetzen, sind wir aktiv und bringen uns ein (https://faireint-eichstaett.de/). Raummangel ist für fast alle der Mitglieder des Netzwerks ein Problem und wir haben bereits den Dome als Treffpunkt angeboten. Es wird nach Fertigstellung des Domes eine Art Buchungsorganisation und eine Einführung in die Benutzung für alle Initiativen geben. Mit folgenden Gruppen kooperieren wir bereits und können den Dome nutzen:

    • FairEInt
    • Weltbrücke
    • Eichstätt summt & Imkerverein Eichstätt
    • Vegandenker
    • Studentischer Konvent der KU Eichstätt
    • Foodsharing
    • Green Office
    • Mensch in Bewegung
    • Haus der Jugend Eichstätt
    • International Office der KU Eichstätt
    • Blaues Kreuz Suchthilfe
    • Infozentrum Naturpark Altmühltal, Umweltbildung
    • Malteser Eichstätt
    • Pfadfinder Eichstätt
    • Permakultur-Akademie

    Außerdem finden regelmäßig folgende universitäre Seminare im Kapuzinergarten statt:

    • Anwendungsbeispiele BNE: Imkerei
    • Anwendungsbeispiele BNE: Gemeinschaftsgarten
    • Schulgarten-Seminar mit Ackerdemia

    Wie viele Hochbeete wird es in dem Geodome geben und wer kümmert sich um diese?

    Im Dome wird es eine Sitzmauer in Höhe von ca. 45 cm geben, die gleichzeitig die Einfriedung des kreisrunden Beetes ist (s. beigefügte Zeichnung). Es gibt also ein großes rundes und leicht erhöhtes Beet mit einer Fläche von etwa 20 Quadratmetern. Bis zum Winter hatten wir ein etwas kleineres altes Gewächshaus, das seit zehn Jahren immer wieder repariert und ausgebessert wurde bis es im Winter komplett einstürzte. Die Pflege des Gewächshauses obliegt seit zehn Jahren der Gartengruppe.

    Wie wird die Bewässerung der Hochbeete dort organisiert?

    Für die Bewässerung gibt es einen Gießdienst, der bisher gut funktionierte. Dieser wird beim regelmäßigen Plenum festgelegt. Im Rahmen einer Masterarbeit der benachbarten KU entstand bereits eine Planung für eine automatische Bewässerungsanlage, die wir eventuell in der Zukunft gern realisieren würden, um das Gießen weiter zu vereinfachen.

    Wer entscheidet, was dort gepflanzt wird, wer kümmert sich, was passiert mit der Ernte?

    Die Gartengruppe ist das Herzstück des Gemeinschaftsgartens. Am Anfang der Gartensaison trifft sie sich in mehreren Plenen, um die Planung für die Saison zu machen. Dabei wird festgelegt, was in etwa gepflanzt und gesät wird, wer welche Kulturen vorzieht etc. Die hauptamtliche Leitung organisiert daraufhin fehlendes Saatgut und Material und achtet im Sommer darauf, dass genug Saatgut im Garten gesammelt wird. Es werden auch sogenannte „Hutaufhaber/innen“ für bestimmte Bereiche festgelegt: Diese Personen organisieren etwa jeweils den Bereich Stark-, Mittel- und Schwachzehrer, Kompost&Jauchen, Bäume&Sträucher, Gewächshaus, Feste und sind bei den Gartentreffen dabei. Neue Personen dürfen aber jederzeit dazukommen und in allen Bereichen mitgarteln. Es gibt auch ein Whiteboard im Schuppen, auf dem jeder Aufgaben vermerken oder nachsehen kann, was gerade zu tun ist. Unsere Regel zur Ernte lautet: Wer kommt, der darf mitmachen und auch miternten. Was beim Gartentreffen geerntet wird, teilen wir anschließend an alle anwesenden auf. Oft verarbeiten wir die Ernte auch gemeinsam vor Ort bei großen Aktionen wie Einkochen, Destillieren o.ä. oder essen sie direkt im Anschluss zusammen auf.

    Wie viele Gärtner*innen werden an den bei uns beatragten Bauaktivitäten beteiligt sein? Können da auch Nachbar*innen mitmachen?

    Die Einladung für die Bauwoche ging an alle aktiven Gärtnerinnen und Gärtner und auch an den erweiterten Kreis über unseren Verteiler. Auch Nachbarn sind herzlich über die Lokalpresse sowie den Tag der offenen Tür eingeladen worden und konnten sich bereits über unsere Homepage informieren. Schätzungsweise werden neben den Schulen, die beim Bau am engsten eingebunden sind, etwa 15 Gärtner beteiligt sein.

    Wenn das in Kooperation mit einer Schule läuft: ist das dann hauptsächlich für vormittags geplant? Wer hat dann von den Gärtner*innen Zeit?

    Die Bauwoche mit der Schule wird vor allem am Vormittag stattfinden. Ein großer Teil der Gärtnerinnen und Gärtner sind Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und deswegen in ihrer Zeiteinteilung flexibel. Die zweite Bauwoche haben wir als Puffer für alles eingeplant, was wir in der ersten Woche nicht schaffen. Die Schule wird in der zweiten Woche höchstens punktuell dabei sein und wir sind flexibler in der Zeiteinteilung. Je nachdem, was noch zu tun ist, werden wir die Gartengruppe oder auch einzelne Expertinnen und Experten dazu einladen.

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  • Düsseldorf: Düsselgrün hat nun digitalen Hör-Rundgang

    (alerts)

    Vor einem Jahr ist der Gemeinschaftsgarten im WGZ-Park in Oberbilk klimafreundlich umgebaut worden. Jetzt können Besucherinnen und Besucher über das Handy Infos zum Projekt abrufen.

    Aus der kleinen Brachfläche im WGZ-Park in Oberbilk ist nicht nur eine grüne Oase geworden, sondern auch ein richtiger Lehrpfad für alle, die mehr erfahren wollen über das gemeinnützige Projekt, das es seit 2015 gibt. Jetzt hat die Gruppe, die sich um den Gemeinschaftsgarten Düsselgrün kümmert, wetterfeste Schilder mit QR-Codes für Besucherinnen und Besucher aufgestellt, die über das Smartphone Infos bekommen. Die Stimmen von Gärtnerinnen und Gärtnern und zwei Gartenkindern erzählen an verschiedenen Stationen wie etwa an den Bienenstöcken, am Kompost oder am Blühstreifen von der Arbeit der Freiwilligen. Der neue Hör-Rundgang soll das Projekt Gästen noch zugänglicher machen. Fünf Audio-Beiträge mit einer Gesamtspielzeit von 20 Minuten sind aufgenommen worden. Gefördert wurde der Hör-Rundgang von der Postcode-Lotterie und der Bezirksvertretung 3,die auch schon im vergangenen Jahr Mittel bereitgestellt haben, um den Gemeinschaftsgarten klimagerecht umzubauen.

    Die Schilder für die akustische Begleitung wurden optisch von der Grafikerin Bettina Strunk aufbereitet. Initiiert und umgesetzt hat das Audio-Projekt der 28-jährige Joseph Baader, der seine berufliche Expertise in die Produktion einfließen lassen konnte. „Wir kommen zum Beispiel ganz nah an den Bienenstock heran, ohne gestochen zu werden, und hören Vögel, Würmer, aber auch die aktiven Mitglieder des Gartens zu jeder Jahres- und Tageszeit“, sagt der Tontechniker. „Wichtig war eine unterhaltsame Aufbereitung der Informationen, um das, was im Garten steckt, auch hörbar zu machen – nämlich ganz viel Leben, Engagement und Wissen.“ Außerdem erhalten die Gäste auch Informationen darüber, wie sie beim Projekt mitwirken können.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/oberbilk/gemeinschaftsgarten-in-duesseldorf-oberbilk-duesselgruen-bekommt-einen-hoer-rundgang_aid-61701299 (mehr …)

  • Heilkräutergarten

    Innerhalb eines Jahres konnten wir unseren dort aufgebauten
    Heilkräutergarten „Hevrin Khalaf“ mit Leben und Kräutern befüllen und
    zusammen mit vielen Frauen* (Migrant*innen, Geflüchtete, Kinder und
    interessierte Unterstützer*innen) einen ganzen Gartenzyklus durchleben.

    Wir haben in Workshops und Aktionstagen aber auch in Kleingruppen
    theoretisches Wissen und praktische Umsetzung im Garten angeboten und
    durchgeführt .

    Vom Aufbauen, Säen, Bewirtschaften und Ernten bis zur Kräuterkunde und
    Austausch über alternative Heilungsmethoden war der Garten fast
    durchgängig von interessierten Frauen besucht.

    Seit November 2020 bieten wir zudem im selbstgestalteten Design
    Kräutertees zum Erwerb an. Für die beteiligten Frauen und auch geflüchteten
    Frauen in Unterkünften stehen die Kräutertees kostenlos zur Verfügung.
    Innerhalb eines laufenden Beratungsprojektes können sie sich vorab bei
    unserer Heilpraktikerin und Ärztin informieren und beraten lassen.

    Der Erlös der Tees soll in ein Projekt für geflüchtete Frauen* und Kinder
    fliessen, viel mehr geht es aber um das Verbreiten der Geschichten von den
    Frauen mit Fluchterfahrung durch beiliegende Flyer und durch das
    Weitererzählen und den solidarisches Aspekt, gemeinsam für einen guten
    Zweck etwas herzustellen und es öffentlich zu machen.

    Im Garten sollen nach einer kleiner Winterpause ab Februar 2021 wieder
    regelmäßig Workshops stattfinden. Er etabliert sich immer mehr zu einem Ort, an dem die Frauen zur Ruhe kommen, mithelfen und sich untereinander
    austauschen können.

    Unsere direkten Nachbarn auf dem Jacobi-Friedhof sind die
    Prinzessinnengärten mit denen wir uns auf gärtnerischer und persönlicher
    Ebene viel austauschen und uns gegenseitig unterstützen.

    Der Bedarf an Heilkräutertees (Thymian, Rosmarin, Salbei, Minze, Fenchel
    und Kamille) ist sehr hoch, so dass wir unseren bisherigen Bestand erweitern
    wollen. Um im kommenden Frühling unsere Kräuter wieder biologisch und
    nachhaltig zu bewirtschaften, benötigen wir daher weiteres Material, um in
    gemeinsamen Aktionstagen, weitere Hochbeete aufzubauen.

     
    • Wie viele Frauen gärtnern inzwischen in dem Gartenprojekt?
    ca. 20 Frauen (von der kurdischen Community sind immer ca. 10 Frauen
    da, manchmal auch mehr und viele Kinder, dann noch ca. 10 Frauen aus
    dem Flamingo Kern plus an Projekttagen und Workshops und
    Beratungsangeboten immer so zwischen 2-6 Frauen.
    • Gibt es eine Kerngruppe?
    Ja, die Kerngartengruppe von Flamingo zu denen auch die kurdischen
    Community Frauen zählen, also ca. 15 Kernfrauen
     
    • Wie oft gärtnert ihr zusammen oder kommen Frauen auch „einfach
    so“?
    Die Kerngruppe ist vereinzelt oder in Gruppen mehrmals die Woche im
    Garten. An den Tagen können alle Interessierte auch kommen und
    mitmachen
    • Gärtnern alle Frauen mit oder machen manche auch „nur“ bei
    Workshops oder bei Verarbeitungsaktionen mit?
    Die ca. 20 Frauen Gärtnerei hauptsächlich und darüberhinaus gibt es die
    Frauen und Kinder die explizit bei Workshops mitmachen oder bei
    Aktionstagen kommen Frauen dazu
    • Wie habt ihr das Gärtner, die Beratungen und die Workshops unter
    Einhaltung der Corona-Regularien gestalten können?
    Da hatten wir Glück, weil wir den Frühling und Sommer in kleinen
    Gruppen (je nach Massnahme) mit genug Abstand und in der freien Luft
    arbeiten konnten. Die Workshops konnten auch unter Einhaltung der
    Hygienmassnahmen stattfinden. Und jetzt ist es etwas schwierig weil es
    sehr kalt ist, aber unser Bauwagen hat seit letztem Monat Solarpanele
    und eine Heizung. Donnerstags sind Beratungen dort und auch das geht
    trotz Coronamassnahmen mit Mundschutz und Händewaschen und
    disentfizieren. Im Garten selbst wird gerade nichts grosses gemacht bis
    Januar / Februar.
    • Wie viel Kräuter habt ihr in etwa geerntet und zu Tees und anderen
    Produkten verarbeitet?
    Wir haben nur Tees produziert. Von den Sorten ca. 2kg: Salbei und Minze.
    Von Kamille etwas weniger, da ist was schief gelaufen ;( bei der
    Bewässerung, aber wird im kommenden Jahr dafür richtig laufen. Von
    Thymian und Rosmarin haben wir nur einen Teil bis jetzt geerntet: jeweils
    ca. 1kg.• Wie viel davon verkauft ihr/wollt ihr verkaufen? Wie groß sind die
    bisherigen Einnahmen aus dem Verkauf der Tees?
    Wir haben einen grossen Teil für den Eigenbedarf für die beteiligten
    Frauen und den anderen Teil wollen wir verkaufen, das wird aber eher ein
    kleiner Teil sein. (in diesem Jahr).
    • Wie viele Hochbeete plant ihr (bitte schlüssle die Kosten dafür noch
    auf) und wer wird die wann bauen?
    26 Hochbeete ich schicke dir den Kostenvoranschlag von PG mit. Lisa
    von PG wird sie mit uns zusammen bauen, also als Workshop und
    Aktionstage für alle offen.

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  • Große Gruppe im IG Regensburg

    (Mail)
    Wir sind ziemlich gewachsen dieses Jahr, ich schätze etwas zwischen 60 und 75 Leute. Außerdem haben wir eine zweite Fläche dazu bekommen (insgesammt jetzt 800 m2) auf der wir mit Fördergeldern von der Postcodelotterie u.a. einen kleinen Gemeinschafts-Werkstadt-Schuppen bauen mit Photovoltaikpannels.

    Im Frühjahr hatten wir einige Permakulturseminare von Sarah Daum und Harald Wedig. I (mehr …)

  • Querbeet Tenever soll langfristig bleiben

    (alerts)

    Er schützt kein gallisches Dorf, denn der neue Zaun rund um das Gelände des Gartenprojekts Querbeet an der Neuwieder Straße soll Menschen gerade nicht abhalten, sondern dazu animieren mitzumachen. Die eigentlich paradoxe Funktion des Zaunes ist sichtbarer Ausdruck, dass das Projekt auf Zeit sich zu einem Langzeitprojekt gemausert hat.

    „Ich fand das eigentlich immer etwas befremdlich“, sagt Roland Wozniewski vom Verein Treffpunkt Natur und Umwelt, der das Projekt maßgeblich steuert, mit Blick auf den etwa 1,80 Meter hohen Holzzaun. Letztlich erhoffe er sich aber nun eine regere Teilnahme der Menschen vor Ort, denn Vandalismus und zurückgelassener Müll verschiedener Gruppen hätten sicherlich einige Anwohner abgeschreckt, Arbeit in den Garten zu investieren. „Wir haben zuvor viel versucht, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und sie zu erziehen“, sagt Wozniewski. Das habe aber leider nicht so funktioniert. 

    26.000 Euro hat die Anlage des Zauns gekostet, gesponsert von der Postcode-Lotterie. Das Lotterie-Angebot wurde in den Niederlanden gegründet und spendet einen Teil der Wetteinnahmen an Projekte aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz und Chancengleichheit. Eine Investition, die nur mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Geländes sinnvoll sei, so Wozniewski. Seitens der Gewoba, die Eigentümerin des Geländes ist, gebe es aber mittelfristig kein Interesse an dem Grundstück, sagt er.

    „Ich erhoffe mir durch den Zaun, dass mehr Leute mitmachen, und das gesamte Gelände erhält dadurch auch eine neue Wertigkeit“, sagt Wozniewski. „Man macht vielleicht eher mit, wenn man weiß, dass die Sachen auch erhalten bleiben“, so seine Hoffnung.

    Der neue Zaun soll das Gelände eingrenzen und zum Mitmachen im Garten einladen.Der neue Zaun soll das Gelände eingrenzen und zum Mitmachen im Garten einladen. (Petra Stubbe)

    Spielmöglichkeiten für Kinder

    Künftig sollen mehr Spielmöglichkeiten für Kinder auf dem Gelände geschaffen werden. „Wir wollen einen U3-Minispielplatz einrichten, mit einem Sandkasten und einer Matschmischanlage“, sagt Wozniewski beim Rundgang über das Gelände. Mit der Aussicht auf eine langfristige Nutzung des Grundstücks, plane der Verein auch mit einer Stromversorgung. „Damit wir hier Ökostrom beziehen können und nicht auf Benzin für den Generator angewiesen sind und uns auch mal einen Kaffee machen können.“ 

    Künftig könnte außerdem eine Art Kinder-Wildnis auf dem Querbeet wachsen. „In Richtung des Fleets sind noch ungefähr 1500 Quadratmeter Platz für eine Wildnis.“ Mit heimischen Sträuchern, aufgeschütteten Hügeln könnte ein naturnaher Abenteuerspielplatz entstehen. „Wir haben hier ja auch viele Familien mit Kindern.“

    Aber nicht jedes Vorhaben klappt, wie gewünscht. „Unser Bienenvolk wurde im vergangenen Herbst von Wespen beraubt und hat den Winter nicht überlebt.“ Das Imkerprojekt soll aber wiederbelebt werden. „Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, aber ohne Imker würde ich das nicht machen können.“

    Für die kommenden zwei Jahre finanziert sich das Projekt unter anderem aus Mitteln der Umwelt-Lotterie Bingo. Der Verein TNU (Treffpunkt Natur und Umwelt) mit dem Gartenprojekt Querbeet ist als Basiseinrichtung für Gewässer anerkannt. Insgesamt gibt es in Bremen vier geförderte Basiseinrichtungen, je zwei für Gewässer und für Klimaschutz, darunter zum Beispiel die Kinder und Jugendfarm der Hans-Wendt-Stiftung. „Darüber bekommen wir jetzt eine halbe Stelle für zwei Jahre finanziert und können dadurch auch eine Stelle für einen FSJler gewährleisten“, sagt Wozniewski. Tatsächlich habe es schon erste Bewerbungen gegeben. „Leider nicht aus Tenever“, wie Wozniewski bedauert.

    Die Corona-Pandemie hat allerdings auch in der Neuwieder Straße Spuren hinterlassen. „Wir konnten zum Beispiel nicht mehr alle Workshops, die wir anbieten, in dem Umfang stattfinden lassen.“ Die Gartenarbeit dagegen konnte nicht ruhen. „Denn sonst wäre hier innerhalb des Jahres alles verkommen.“ 

    Feste Kooperationsverträge zur besseren Planung

    Kooperationen gebe es mit der Gesamtschule Ost und Oberschule Koblenzer Straße. „Wir wünschen uns für die Zukunft mehr feste Kooperationsverträge, damit wir besser planen können“, sagt Wozniewski. Für das kommende Schuljahr gebe es außerdem noch Platz für weitere Kita- und Schulgruppen. „Wir können unter Berücksichtigung des Infektionsschutz Gruppen mit bis zu zehn Kindern betreuen“, sagt Wozniewski.

    Eine enge Zusammenarbeit gebe es hingegen mit dem Mütterzentrum Tenever. „Die haben zum Beispiel hier eine Benefizveranstaltung für die Familien aus der Neuwieder Straße 3 gemacht.“ In dem Wohnblock war Anfang Juli ein Feuer ausgebrochen. Mittelfristig will Wozniewski das Gelände enger mit den Bewohnern vor Ort verzahnen. „Das Ziel ist, dass wir die Gärten in die Hand der Anwohner übergeben.“ 

    Zumindest die Übergabe der reifen Früchte klappt schon ganz gut. „Wir wollen, dass die Sachen, die wie hier anbauen, auch vor Ort bleiben.“ Beim „Bio für alle“ können Anwohner Bio-Gemüse zu Discounter-Preise kaufen. „Überzähliges geht an die Institutionen im Stadtteil, zum Beispiel an das Café Gabriely“, erklärt Wozniewski.

    https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-gartenprojekt-in-tenever-soll-langfristig-bleiben-_arid,1930329.html (mehr …)

  • Postcodelotterie fördert Düsselgrün

    (alerts)
    Vor fast fünf Jahren ist der Gemeinschaftsgarten „düsselgrün“ in Oberbilk von der Haifastraße auf die Fläche am WGZ-Park an der Stahlwerkstraße umgezogen. Seitdem kann dort jeder gärtnern, denn der Garten ist für die Nachbarschaft. Mit der Unterstützung von 20.000 Euro geht nun ein großer Wunsch der Aktiven in Erfüllung: Der Umbau zum klimagerechten Gemeinschaftsgarten kann erfolgen.

    Wer die vertrocknete Wiese rund um den Gemeinschaftsgarten hinter dem Hauptbahnhof sieht, kann ermessen welchen Aufwand die Nachbarschaft betreiben muss, um den Gemeinschaftsgarten „düsselgrün“ gedeihen zu lassen. Denn das Pflanzen in den Beeten funktioniert nicht ohne ausreichende Bewässerung und Schatten gibt es kaum auf der Fläche. Nach fast fünf Jahren haben die Hobby-Gärtner ihre Erfahrungen gemacht und wissen auch, was sie noch alles verbessern wollen. Doch die Pläne müssen finanziert werden.

    Dies ist nun durch die finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie möglich. Mit über 20.000 Euro fördern sie den Gemeinschaftsgarten düsselgrün in Oberbilk. Damit kann die Gartenfläche hinter dem Hauptbahnhof runderneuert und zum „klimagerechten Gemeinschaftsgarten“ umgebaut werden. „ Durch die Mittel haben wir und mit uns alle NachbarInnen die Chance, das Projekt auf ganz neue Füße zu stellen,“ freut sich Anika Füger vom Gemeinschaftsgarten.

    Mit dem Förderungsbeitrag soll die bauliche Substanz des Gartens umgestaltet und an die geänderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Zahlreiche Hochbeete sollen erneuert und mit Bewässerungssystemen und Schattenspendern ausgestattet werden. Dass der Stadtgarten aus Hochbeeten besteht, liegt nicht nur an der Qualität der Erde, die darin besser angereichert werden kann. Die ursprünglich Idee war auch die Wildkaninchen vom Räubern abzuhalten. Allerdings haben sich die städtischen Kaninchen an die Umwelt angepasst und klettern auch in Hochbeete.
    https://www.report-d.de/Duesseldorf/Aktuelles/Duesseldorf-Jubel-im-Gemeinschaftsgarten-duesselgruen-Postcodelotterie-gibt-20.000-Euro-fuer-Neugestaltung-131321

     

    Die Mümmelmänner denken, der Garten sei extra für sie anglegt

    Die Neugestaltung umfasst außerdem die Gemeinschaftsflächen, so dass für Gärtner*innen und Nachbarschaft noch mehr Aufenthaltsqualität geschaffen wird. In der Vergangenheit wurden schon häufig Veranstaltungen im Gemeinschaftsgarten abgehalten, die in den nächsten Wochen gemäß der aktuellen Hygieneregeln so zügig wie möglich wieder anlaufen sollen. Geplant sind Vorträge und Workshops sowie wöchentliche offene Treffen, an denen unter Anleitung und öffentlich am Umbau der Fläche gearbeitet wird. Interessenten sind herzlich eingeladen sich zu engagieren. (mehr …)

  • Stadtgarten H17 hat wieder tolle Vorhaben in 2020

    (Antrag, ANtworten)

    Wie viele Leute sind im Garten (normalerweise) aktiv?
    Neben den Vereinsmitgliedern sind auch deren PartnerInnen, Familienangehörige und Kinder aber auch WG- oder Haus-MitbewohnerInnen im Garten aktiv, die Zahl schwankt und ist von den konkreten Aktionen (Bau, Fest, Café etc.) abhängig. Auch einzelne Fördermitglieder (über die vergangen Jahre kontinuierlich: 2) unterstützen uns durch ihre Mitarbeit, z.B. in der VeKü (Vereins-Küche). Zu den offenen Familientreffs, die normalerweise wöchentlich stattfinden, kommen weitere Kinder in den Garten, um gemeinsam unter Anleitung ein Kinderbeet zu begärtnern. Die ebenfalls wöchentlich stattfindende Ausgabe von Gemüse der SolaWi VeGu zieht weitere Leute in den Garten, die den Raum in ihrem Sinne für die Zeit der Ausgabe gestalten. Für das Sonntagscafé werden manchmal auch Stammgäste aktiv und backen Kuchen etc. Vorträge und Workshops sollten dieses Jahr auch durch Mitglieder der NFJ Leipzig geplant und durchgeführt werden. Insgesamt sind es aber vor allem die verbindlich beigetretenen, die Veranstaltungen planen und umsetzen, die gärtnerische Infrastruktur erhalten und für den Eigenbedarf oder die VeKü gärtnern. Sobald es die Corona-Einschränkungen zulassen, möchte sich außerdem das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen zu einem monatlichen „Stammtisch“ mit rund 15 Teilnehmerinnen im Garten treffen und inhaltlichen Input zu entsprechenden Themen liefern.
    Einnahmenquellen
    Wir finanzieren die hohen Mietkosten für die private Fläche grundsätzlich zur Hälfte über Mitgliedsbeiträge und Pachtgebühren für private Beetflächen, sowie über Beiträge von Fördermitgliedern. Seit Sommer 2017 läuft zudem unsere Kampagne für „Quadratmeter-Pat*innen“, die für monatlich 4 Euro je 12 Qm Gemeinschaftsgarten symbolisch bepaten, uns also als DauerspenderInnen unterstützen. Einige PatInnnen haben gleich mehrere Qm-Pakete, einige sind uns persönlich bekannt und regelmäßige Besucherinnen, andere kennen wir gar nicht, freuen uns aber sehr über die Unterstützung. Seit Kampagnen-Start wurden rund ¾ aller symbolisch vorhandenen Qm verteilt.
    Für die Jahren 2019 und 2020 konnten wir außerdem auf einen städtischen Fördertopf für Gemeinschaftsgärten zugreifen, der einen Großteil unserer Fixkosten (Miete, Wasser, Versicherung) deckt. Für einzelne Projekte wie z.B. die Kooperation und Workshop-/Vortragsreihe mit der NJF Leipzig (Natur-Freunde-Jugend) konnten wir Projektförderung der Postcodelotterie erhalten, wovon z.B. das Lastenrad gekauft wurde.
    „Ausstellungsbeete“ Bei der Ausstellung handelt es sich um die gepflanzte Ausstellung „fruchtbare Erde?!“ nach dem Konzept der Gartenwerkstadt Marburg.
    Die Kosten für die Lizenz, sowie für einen Teil des Beschilderungs- und Informationsmaterials, und die Aufwandsentschädigung für die umsetzende Person, sind durch Fördermittel der Stadt Leipzig gedeckt. Die Ausstellung wird von Franziska Frentzel geplant, umgesetzt und betreut und derzeit so aufgebaut, dass sie nächstes Jahr einfach wiederholt werden kann. Denn leider ist für dieses Jahr nicht abschätzbar, wie viele Leute sie tatsächlich besuchen und ob Workshops stattfinden können, die auf sie Bezug nehmen sollten. Außerdem wurden die Kosten für die Workshops (ebenso wie für Saatgut/Jungpflanzen) aus dem Förderantrag bei der Stadt Leipzig gekürzt, weil sich
    (erfreulicherweise) sehr viele Gartenprojekte auf die dieses Jahr auslaufenden städtischen Mittel beworben haben.
    Die Ausstellungsbeete werden Gemeinschaftsbeete sein, die vom Gießdienst mit gegossen und von allen Vereinsmitgliedern, vorrangig den KöchInnen der VereinsKüche für eine entsprechende Verwendung, beerntet werden können.
    Die Workshops waren im Bereich Globales Lernen/Bildung für nachhaltige Entwicklung zu den Themen globale Landnutzung und Eigentumsverhältnisse (z.B. Stichwort Landgrabbing), zu Ernährungssouveränität und Lebensmittelverschwendung, sowie zu Klimawandel und industrieller Landnutzung, Insektenvielfalt etc. geplant und sollten sich an Jugendliche und Erwachsene richten. Die Teilnahme sollte kostenlos sein, ggf. mit einer Bitte um Spenden. Für die Verpflegung vor Ort (in unserer Außenküche) waren entsprechende Mittel beantragt, um ein in finanzieller Hinsicht barrierearmes Angebot machen zu können.
    Moorbeet
    Den Wasserverbrauch nicht unnötig zu steigern, etwa durch bewässerunsintensive Pflanzen, ist sinnvoll und wird in der Planung berücksichtigt. Die bereits vorhandenen Heidelbeerpflanzen haben im letzten Jahr trotz eher wenigem gießen (dadurch, dass sie an einem für den Schlauch unerreichbaren Ort standen wurden sie meistens vergessen zu gießen) wunderbar getragen. Dies lag wahrscheinlich an dem recht schattigen Standort und der konsequenten Mulchdecke aus Rindenmulch. Das Beet in dem das Moorbeet angelegt werden soll, liegt auch bis auf eine kleine Ecke im Halbschatten (wenn der Kirschbaum demnächst noch mehr Blätter hat, sogar ziemlich im Schatten). Die Verwendung von Platanenlaub ist hierbei ideal zum Mulchen, da es sauer verrottet. Die riesige Platane auf unserem Gartengelände hat nun eine Aufgabe bzw. wir eine super Möglichkeit deren Laub im Garten zu verwenden. Auch Rindenmulch könnte dafür ergänzend wieder in den Einsatz kommen. Alles in allem muss das Beet nach unserer Einschätzung nicht permanent feucht gehalten werden im Sinne von gießen, sondern lediglich ab und an gegossen (nicht mehr als andere mittelstark wasserbedürftige Pflanzen) und konsequent gemulcht werden um die Verdunstung zu verhindern. Insofern kann man es schon als selbstregulativ betrachten. Wenn der Ertrag oder die Pflanzengesundheit auf Grund von Trockenheit leiden sollte, würden wir auch eher andere Möglichkeiten versuchen (beispielsweise das Versickern nach unten versuchen zu verhindern, durch das Pflanzen in große nach unten weitgehend geschlossene Töpfe oder das Verlegen von Teichfolie (was eh manchmal empfohlen wird). Aktuell schätzen wir dies jedoch nicht als notwendig ein. Der Wasserverbrauch ist trotz des trockenen Sommers im letzten Jahr durch die Beschattung der Bäume und das Mulchen nicht angestiegen. (mehr …)

  • Künast Besuch im IG Bernauer Straße

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    Der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten in der Gemeinschaftsunterkunft Bernauer Straße 138a stand am 29. August im Terminkalender der grünen Bundestagsabgeordneten Renate Künast.

    Seit Mai gärtnern die rund 190 Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft des Internationalen Bundes zusammen mit Nachbarn auf dem Hof der Gemeinschaftsunterkunft. Eine Spende der Deutschen Postcode Lotterie von 17.000 Euro hatte es ermöglicht. Dazu gehört auch ein internes Projekt für die Kinder in der Unterkunft, die nicht nur ganz praktisch gärtnern, sondern sich auch über Garten, Natur und Umwelt informieren.

    Renate Künast machte gleich den Test. Dass die schon leicht erröteten Tomaten als solche zu erkennen sind – geschenkt. Aber auch die Minze erschnuppert sie mit den Kindern. Die finden in den kleinen Hochbeeten direkt an der Bernauer Straße ohnehin Vielfalt. Neben den Tomaten schaut vorsichtig eine Aubergine hervor.

    Das professionelle Gärtnern ist an dem Ort kein Zufall. Der Internationale Bund bildet auch Gärtner aus, und die entsprechenden Mitarbeiter helfen gern.

    Behörden bestehen auf Zäune

    Renate Künast ist eigentlich auf einer Besichtigungstour durch ökologische Projekte in Deutschland. Doch an der Bernauer Straße geht es schnell um das Miteinander der Menschen. Das Gelände der Gemeinschaftsunterkunft ist nach wie vor eingezäunt. Aber natürlich ist die Einrichtung kein Gefängnis. Jeder Bewohner kann gehen und kommen, wann er will. Doch die Behörden bestehen aus Sicherheitsgründen darauf bei jeder Unterkunft für Flüchtlinge – zu groß ist immer noch die Gefahr von Übergriffen auf Geflüchtete.

    Bewohner und Mitarbeiter haben das Beste daraus gemacht. Nicht nur einige der Hochbeete stehen direkt hinter dem Zaun an der Straße, auch einige Gemälde der Kinder und Jugendlichen, beidseitig gestaltet, lassen den Zaun nicht nur optisch durchlässig wie eine Pflanzenmembran erscheinen. Sie machen auch neugierig auf den Bereich hinter dem Zaun.

    Der Besuch endet nach einer Führung durch das Haus. Einrichtungsleiter Stefan Ehrhardt und der Vorsitzende der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Klaus-Hinrich Westerkamp, der sich auch im Willkommensbündnis „Wir für Reinickendorf“ engagiert, verweisen auf die unverkleideten Pressholzwände, die bei der Einweihung sogar heftige Kritiker der Flüchtlingshilfe verstummen ließen: „So luxuriös ist das gar nicht hier.“

    Immerhin funktioniert das Miteinander. Wenn es darum geht, welcher Raum noch zu besichtigen sei, stimmt sich Ehrhardt gerne mit einem Mädchen ab, dem er die Schlüssel dafür anvertraut. Dafür gibt es für beide reichlich Lohn: Großes Vertrauen zueinander.

    https://www.berliner-woche.de/reinickendorf/c-soziales/umzaeunte-integration_a231034

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  • In tegel entsteht ein GG, PCL fördert mit 17.000 Euro

    (alerts)

    Der Internationale Bund als Betreiber der Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete an der Bernauer Straße 138a lädt zur Gestaltung eines Interkulturellen Nachbarschaftsgartens ein.

    Die Idee überzeugte auch die Deutsche Postcode-Lotterie. Sie spendierte 17.000 Euro für das neue Projekt in Tegel-Süd. Die Idee dahinter ist, so Lisa Miethlau vom Internationalen Bund Berlin-Brandenburg, „Menschen gärtnern zusammen, und sie lernen sich dabei auch gut kennen“.

    Dabei sind die individuelle Gärtnererfahrungen genauso gefragt wie professionelles Zupacken. Ausbilder für Garten- und Landschaftsbau des Internationalen Bundes schauen regelmäßig vorbei und achten darauf, dass Gartengerät und Pflanzen richtig behandelt werden.

    Zum Nachbarschaftsgarten gehört zudem ein internes Projekt für die Kinder in der Unterkunft. Sie setzen sich mit Themen wie Garten, Natur und Umweltschutz auseinander und lesen Bücher zu dem Thema. Ganz praktisch werden dann die Hochbeete bemalt und Vogelhäuschen gestaltet. (mehr …)

  • Wittstock: Schulgarten im neu entstehenden GG

    alerts)

    Wittstock
    Schon im vergangenen Herbst hatten sie beim „Entrümpeln“ des Geländes geholfen. Damals war auch der erste Spatenstich für die Hochbeete im sogenannten „Dossegarten“ erfolgt, die die Kinder der „Schulgarten-AG“ aus der Waldring-Grundschule nun regelmäßig pflegen. „Wir kommen jeden Donnerstag hier her“, berichtet Lehrerin Eva Zirke. […]

    Einst waren auf dem Grundstück an der Dosse in diesem Teil des Wohngebiets zwei Kleingärten untergebracht. Nachdem ihre Besitzer sie abgegeben hatten, haben das Quartiersmanagement von der Volkssolidarität und die Gebäude- und Wohnungsverwaltung GWV die beiden Parzellen zusammengelegt. 4500 Quadratmeter misst das Areal, das als Gemeinschafts- und Schulgarten dienen soll, nun.

    […]
    Bis dahin müssen Lehrer und Kinder den Garten aber noch weiter fleißig hegen und pflegen. Und nicht nur sie sind auf dem Gelände aktiv. „Es ist ein ganzes Netzwerk aus Schulen, Kitas und dem Quartier“, erklärt Lissy Boost. So plane beispielsweise eine Kita die Errichtung von Insektenhotels. Auch die Wittstocker Mosaikschule will sich im Garten mit einbringen. Jugendliche der Wittstocker Förderschule mit Schwerpunkt „Lernen“ wollen demnächst den Geräteschuppen auf dem Areal sanieren. „Das Projekt muss eben langsam wachsen“, sagt die Quartiersmanagerin.

    Jede Nutzergruppe erhalte dann einen eigenen Schlüssel. Auch eine Gruppe aus der Tagesstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) gehöre dazu. Sie wolle ebenfalls Beete bepflanzen und pflegen. Während aus einer Laube ein Schuppen wird, in dem die Kinder der Schulgarten-AG jetzt schon ihre Gartengeräte abstellen, soll eine zweite Laube als Aufenthaltshäuschen dienen, mit Gruppenraum und Sanitäranlagen. „Wir planen hier Expertenworkshops und Gartenfeste“, kündigt Lissy Bost an.

      Wo jetzt noch karger Boden ist, soll demnächst Wiese wachsen und ein Pavillon errichtet werden. „Außerdem ist eine Streuobstwiese geplant“, sagt die Quartiersmanagerin. Natürlich könnten auch die Anwohner den Garten als Naherholungsbereich mitnutzen, in Absprache mit dem Quartiersmanagement. Zudem soll der Garten von einer Person regelmäßig betreut und so Öffnungszeiten ermöglicht werden. Dafür hat das Quartier eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung (MAE) zugesichert bekommen. „Wir suchen nur noch jemanden, der die Stelle besetzen möchte“, so Lissy Boost.

    In den kommenden Wochen und Monaten wird sich auf dem Gelände noch viel tun. „Der Garten soll dieses Jahr arbeitsfähig werden“, erklärt die Quartiersmanagerin. Offiziell eröffnet werden soll der Garten am 5. Juni – „Zum Tag des Schulgartens“. Bald sollen das Eingangstor dann auch hölzerne Lettern schmücken, auf denen „Dossegarten“ zu lesen sein wird. Bis dahin hat Lissy Boost erstmal ein Schild am Tor befestigt, das auf den Namen hinweist.

    Finanziert wird das Projekt nicht nur durch die GWV, sondern auch aus Förderprogrammen. So gab es von der Postcode-Lotterie 10 000 Euro und von „Anstiftung.de“, einer Stiftung die urbane Gärten unterstützt, 3500 Euro. (mehr …)

  • Bewohnergarten Berg am Laim bekommt Geld von PCL

    (NL)

    Neues aus Berg am Laim  
      Torffreie Erde im Bewohnergarten Gotteszeller Straße
      Im März konnten wir dank der Unterstützung durch die Postcode-
    Lotterie einen Teil des Gartens mit frischer torffreier Erde auffüllen.  
     Am 09. April wird die Gartensaison mit einem ersten Treffen der
    Gartengruppe eröffnet. Ganz oben auf dem Plan steht der Aufbau
    des Hochbeets, ebenfalls finanziert aus Mitteln der Postcode-
    Lotterie. (mehr …)

  • Bunte Gärten Leipzig: Laube wieder richtig schön

    (RSS)

    Als wir die Bunten Gärten 2015 gepachtet haben, bot die Laube schon einen eher jämmerlichen Anblick. Das Dach war halb eingestürzt, die Tür fehlte, die Fensterscheiben waren eingeschlagen und drinnen stapelte sich der Müll zwischen bemoosten, feuchten Wänden. Aber: die Substanz war in Ordnung, massive Steinmauern versprachen eine gute Basis.

    Also beschlossen wir, es anzugehen und der Laube zu neuem Glanz zu verhelfen. Aber wie können wir das wuppen und wer soll das bezahlen und wer hat überhaupt einen Plan, wie das geht? Fragen über Fragen – auf die wir nach und nach Antworten fanden.

    Die Vereinskasse der Bunten Gärten verfügte nicht über das nötige Volumen und Bauvorhaben mit Fördermitteln finanziert zu bekommen ist nicht so einfach, weil die meist ausgeschlossen sind aus den Förderrichtlinien. Trotzdem gelang es uns, Geld zu sammeln, teils durch Spenden, teils durch Fördermittel.

    ++++Jetzt kommt die Stelle mit der Danksagung++++
    Ein wirklich dickes Dankeschön an die Postcodelotterie und das Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig sowie die privaten Spender, die das unterstützt haben! Wir sind happy!

    Fehlte nun nur noch jemand, der auch fachlich einen Plan hat. Anpacken wollten und konnten wir ja alle, aber ein neues Dach konstruieren und Wandverschalungen bauen oder Fenster und Türen richten gehörte nun nicht vorrangig zu unser aller Grundkompetenzen.

    Gut, dass man jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt.

    So kamen wir in die luxuriöse Situation, echte Bauchfachleute zu gewinnen, die mit all ihrem Know-how, dem Werkzeug und der Energie sich der Sache gewidmet haben. Ein ewig währender Dank an Peter und Jens!!! Ihr habt das Unmögliche möglich gemacht.

    So ein Projekt hat aber auch durchaus logistische Herausforderungen zu bieten. Was brauchen wir an Baumaterial, woher bekommen wir das und wie um Himmels Willen landet das alles in den Bunten Gärten neben der Laubenruine? Die Fachleute machten eine Kalkulation und wir tappten mit dem Einkaufszettel in den Baumarkt, der auch alles prompt geliefert hat. An die Bordsteinkante. VOR der Kleingartenanlage. Hundert Meter weit entfernt vom Bauplatz.  Also hieß es, alle verfügbaren Menschen zusammen zu rufen und an einem warmen Samstagvormittag, zentnerweise Holz und Beton abzuladen und an Ort und Stelle zu schleppen. Mit einiger Man- und vor allem Women-Power ist uns das gelungen.

    In den folgenden Wochen konnten wir das Wunder bestaunen: nach und nach wurde aus der hässlichen Ruine ein Schmuckstück. Zuerst neue Dachbalken und ein Dach, dann die Verschalung der Wände, neue Fenster und die Tür … alles nahm Gestalt an und sieht nun einfach wunderbar aus.

    Werkzeug in Laube

    Wenn man jetzt einen Blick hinein wirft, sieht man die viele (Bau-)Arbeit fast nicht mehr, aber dafür um so mehr die herrliche „Innenausstattung“, die Robert mit viel Liebe zum Detail über den Winter geschaffen hat. Mal sehen, wie lange das so ordentlich bleibt. ;-

    Wir sind froh über die großartige Unterstützung und auch ein klein wenig stolz auf das, was wir da geschafft haben. Das Gefühl, gemeinsam als Bunte Gärten Team ein solches Projekt gemeistert zu haben ist einfach großartig. 

    (mehr …)

  • Familienprojekt im GG Finkennest (Köln)

    (RSS)

    Das Familienprojekt im interkulturellen Gemeinschaftsgarten Finkennest in Köln Vogelsang

    Im Sommer 2017 fand erstmals das Familienprojekt im Finkennest statt. Mit Familien aus aller Welt wurde gespielt, gebastelt, gesungen, gewerkelt und gelernt. Einmal wöchentlich haben sich Familien aus dem Veedel getroffen, um gemeinsam die Natur der Stadt zu entdecken. Die Kinder lernten mit Werkzeug umzugehen, um erste eigene Bauprojekte durchzuführen.

    So wurde beispielsweise gemeinsam ein Insektenhotel gebaut, Feuer gemacht, Stockbrot gegessen, aus Naturmaterialen Schmuck gebastelt und nicht zu letzt gesungen und getanzt

    Nach einem gelungenen Abschied Ende Oktober, ging das Familienprojekt bis April 2018 in Winterpause, Zeit um vergangenes zu reflektieren und neue Ideen zu sammeln.

    Ab April 2018 fand das Familienprojekt im Finkennest alle zwei Wochen im Garten statt. Neue Elemente der Naturpädagogik und der Umweltbildung flossen in die Konzeption ein. Die Kinder und Eltern lernten auf spielerische Weise, wie man Müll trennt und welche Auswirkungen Plastikmüll auf unsere Umwelt hat. Zudem wurden Äpfel geerntet und daraus eigener Apfelsaft hergestellt.

    Das Familienprojekt zog im Jahr 2018 mehr als 10 Familien mit ihren Kindern in das Finkennest und war ein großer Erfolg für den Verein, sodass auch im Jahr 2019 ein Projekt mit neuen Ideen und neuen Kooperationspartner*innen stattfinden wird.

    gefördert durch PCL (mehr …)

  • UFER Projekte finanzieren Gartenlotsen mit Postcode-Mitteln

    (Gu, NL)

    Anfang des Jahres saßen wir bei unserem jährlichen Klausur-Treffen zusammen und diskutierten heiß, wie wir die Gärten noch breiteren gesellschaftlichen Schichten zugänglich machen könnten. Einerseits wollen wir die Freiheiten, die diese Freiräume bieten, nicht durch zu viel vorgegebe Struktur verkleinern, andererseits bleiben nur solche Menschen in den Gärten hängen, die mit diesen Freiheiten und der Selbstorganisation umgehen können. Anderen ist die Gemeinschaftsgarten-Kultur anfangs zu fremd oder unverständlich und manche kommen nach dem ersten Besuch nicht wieder – obwohl doch Interesse am Gärtnern und Sympathie bestand.
    Wir fragten uns, wie wir das ändern können und kamen immer wieder zu dem Schluss, dass es verlässliche Menschen braucht, die Neue an die Hand nehmen, sie beim Kennenlernen von Ort, Gruppe und Kommunikationsstrukturen begleiten und für Fragen da sind. Die Verantwortung übernehmen, Aufgaben verteilen und Empfehlungen aussprechen – die sich aber auch an passender Stelle zurückziehen, um die Eigenaktivität und Selbstorganisation zu stärken.
    Schöne Theorie, doch wer kann das ehrenamtlich leisten? Vier Stunden wöchentlich verlässlich die offene Gartenzeit betreuen zwischen Uni, Kindern, Selbstständigkeit oder 40-Stunden-Job?

    Es kam der Frühling und die Energie, bei diesem Thema etwas zu ändern. Ein Antrag wurde geschrieben und tadaaa – wir haben das Glück, das die Deutsche Postcode-Lotterie unsere ehrenamtliche Arbeit unterstützt – genau für die oben beschriebene Thematik. So können wir nun in fünf Gemeinschaftsgärten jeweils zwei „Gartenlotsen“ eine Aufwandsentschädigung zahlen. Dafür stehen sie jede Woche ein- bis zweimal im Garten und empfangen Neue, geben Anregungen zum Selbermachen, kümmern sich um Veranstaltungen und Feste, setzen Projekte um, die schon lange warten (z.B. gute Pflanz-Beschilderungen oder das Sichtbarmachen der Garten-Vereinbarungen), die es auf Dauer leichter machen, den Garten selbstständig zu nutzen.


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