(telefonat)
Die Prinzessinnengärten bauen gerade an der Muffathalle zunächst einen Mitarbeiter*innengarten und ab März 2022 dann einen GG auf. Der Mitarbeiter*innengarten wird Ende Juni in Form von Workshops partizipativ gestaltet, für den GG, der in den öffentlichen Grünflächen auf 2 Flächen entstehen soll, müssen noch Genehmigungen etc. eingeholt werden.
Eine grüne Stadträtin (Namen wußte Robert nicht) unterstützt das Vorhaben. (mehr …)
Schlagwort: Prinzessinnengarten
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München: Muffathalle – Mitarbeiter*innnen und GG entstehen
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Doku Prinzessinnennachbarschaftsgarten am Moritzplatz
(mail)
Es ist viel passiert, seitdem die nomadisch grün ggmbh den Moritzplatz verlassen hat und common grounds die Trägerschaft des dort nun neu entstehenden Nachbarschaftsgartens übernommen hat.
Online hier zu sehen:https://issuu.com/gartenammoritzplatz/docs/doku_garten_neu_issue?fbclid=IwAR0_lfpauaqfTFTQhvUjm_uv7NxXBOXuMrBBk_SeqQLW7BZ1lcXLtBd6XWc (mehr …)
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GG des Prinzessinnengarten Kollektiv in Neukölln bedroht
(alerts)
Umweltamt fordert Rückbau der Prinzessinnengärten
Vor rund einem Jahr zog das Gartenprojekt vom Kreuzberger Moritzplatz nach Neukölln. Nun sieht es sich in seiner Existenz bedroht.
Es sollte ein Modellprojekt für die neue Nutzung ehemaliger Friedhofsflächen werden – und droht nun, zu scheitern. Vor rund einem Jahr zog das Team der Prinzessinnengärten vom Kreuzberger Moritzplatz auf den Friedhof St. Jacobi II in der Neuköllner Hermannstraße. Damit wurden die Gemeinschaftsgärtner Teil eines Konfliktes, der seit einiger Zeit zwischen dem Evangelischen Friedhofsverband Stadtmitte, der Eigentümerin der Friedhofsfläche, und dem Neuköllner Umweltamt schwelt.
Ende Februar verhängte das Umweltamt eine Rückbauanordnung für den Gemeinschaftsgarten. Die Begründung: Die Prinzessinnengärten würden gegen das geltende Naturschutzrecht und einen Landschaftsplan, der 1993 für den Friedhof erstellt wurde, verstoßen. Anfang der Woche widersprach der Friedhofsverband der Anordnung in allen Punkten.
Der zuständige Neuköllner Umweltstadtrat Bernward Eberenz (CDU) fordert in der Anordnung, die dem Tagesspiegel vorliegt, unter anderem den Rückbau eines Unterstandes für Gartengeräte, einer Komposttoilette, zweier Bauwägen und des Gemüsebeetes. Angemahnt werden die „Bauten“ mit insgesamt 30 000 Euro Zwangsgeld.
„Es ist schon relativ absurd, dass wir von einem Amt für Umweltschutz in die Ecke der ’Speerspitze der Bebauung’ gestellt werden – das ist nicht, was wir tun und auch nicht, was wir vorhaben“, sagt Robert Shaw, Geschäftsführer der Nomadisch Grün gGmbH, der Trägerin des Gemeinschaftsgartenprojektes. Das Gartenkollektiv sehe es als seine Aufgabe, die Transformation der ehemaligen Friedhofsfläche zu begleiten, auch im Sinne der Biodiversität. Gefördert wird das Projekt aus Geldern des Berliner Programms für Nachhaltige Entwicklung (BENE) des Berliner Senats. „Wenn wir nicht hier wären und niemand was machen würde, und das ist die realistische Option, dann bleibt auf Dauer von den Wiesen nicht viel übrig“, sagt Shaw.
„Ich glaube, dass sich ein Stück weit auf beiden Seiten die Gemüter hochgeschaukelt haben und eine konstruktive Ebene verlassen wurde“, sagt Tillmann Wagner, Geschäftsführer des Friedhofsverbandes. Er wirft dem Umweltamt vor, den Rahmen der Verhältnismäßigkeit verlassen zu haben. Er sieht die Rückbauanordnung als Teil eines Konfliktes um die Nachnutzung nicht mehr benötigter Friedhofsflächen, der seit rund fünf Jahren zwischen dem Bezirksamt und dem Friedhofsverband schwelt. Als privater Träger erhält der Verband, anders als kommunale Friedhöfe, keine Senatspauschale für die Pflege der Grünflächen. Gleichzeitig benötigt der Verband immer weniger Flächen für Gräber, da Erdbestattungen kaum noch stattfinden.
„Der Neue St. Jacobi-Friedhof war leider ein Problemstandort, vor allem, was Drogen und Kriminalität anging“, sagt Tillmann Wagner. Ältere Damen, die sich um die wenigen verbliebenen Gräber kümmern, hätten sich kaum noch alleine auf den Friedhof getraut. „Deshalb fanden wir die Idee einer alternativen Nutzung des Friedhofs gut, die ein bisschen Leben auf den Friedhof holt – aber eben kontrolliert.“ Und wenn Menschen stundenlang gärtnerten, dann müsse man eben auch mal auf die Toilette. Die von den Prinzessinnengärten vorgeschlagene Komposttoilette, die nun vom Umweltamt bemängelt wird, hielt der Friedhofsverband für eine „charmante Lösung“.Friedhofsverband bezweifelt, dass das Bundesnaturschutzgesetz anwendbar ist
In seinem Widerspruch gegen die Rückbauanordnung, der dem Tagesspiegel vorliegt, zweifelt der Friedhofsverband unter anderem an, dass das Bundesnaturschutzgesetz für eine Friedhofsfläche überhaupt anwendbar sei – und selbst wenn, würden die bemängelten Einrichtungen nicht gegen dieses verstoßen. Außerdem handele es sich gar nicht um bauliche Anlagen, da weder Bauwägen noch Komposttoiletten fest mit dem Boden verbunden seien. Der Unterstand für Gartengeräte sei notwendig für den Betrieb des Friedhofes. „Wir haben auf all unseren aktiven Friedhöfen in den vergangenen Jahren kleine Hallen für Maschinen, Garagen oder Carports gebaut, saniert oder wieder hergerichtet. Das gehört zur Infrastruktur eines Friedhofs“, sagt Wagner.Umweltstadtrat Eberenz sagt: „Der Friedhof wurde jahrzehntelang ohne einen solchen Unterstand betrieben.“
Ist der Landschaftsplan von 1993 noch gültig?Zentral ist vor allem die Frage, ob der Landschaftsplan von 1993, auf den sich Eberenz beruft, weiter gültig ist. Der Friedhofsverband zweifelt dies an. Einerseits sei nie versucht worden, den Landschaftsplan tatsächlich umzusetzen. So befindet sich auf einer Fläche, auf der laut Plan ein Spielplatz errichtet werden sollte, bereits seit August 1995 eine Wagenburg. An deren Bauwägen stört Eberenz sich nicht – und verweist auf deren Gewohnheitsrecht.Allerdings gibt es bereits andere Pläne für den Friedhof: 2017 beschloss die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) das sogenannte „Integrierte Friedhofskonzept“. Parallel wurde ein Bebauungsplanverfahren für die Fläche eingeleitet, das den bisherigen Landschaftsplan ablösen soll. Auf dem Friedhof sollen künftig eine Schule und Wohnungen entstehen. Ein Großteil der Fläche soll als Grünfläche weiter genutzt werden.
Vorsitzender des Umweltausschusses spricht von „Schikane“
Bernd Szczepanski, Vorsitzender des Umweltausschusses und der Grünen-Fraktion in der Neuköllner BVV, spricht von „Schikane“ von Seiten des Umweltstadtrates. „Das übergeordnete Ziel des bisherigen Landschaftsplanes ist es, eine grüne Erholungsfläche zur Verfügung zu stellen. Dem steht ein Kohlbeet nicht entgegen“, sagt Szczepanski. Unverhältnismäßig seien auch die regelmäßigen Kontrollgänge des Umweltamtes auf der Friedhofsfläche.„Wir fühlen uns wie das best-gemonitorte Projekt Berlins“, sagt auch Prinzessinengärtner Robert Shaw. Im Zwei-Wochen-Takt würde das Amt unangekündigte Begehungen durchführen und anschließend Mängellisten an den Friedhofsverband schicken. Eberenz begründete dies damit, dass es auf anderen Friedhöfen im Bezirk keine „vergleichbaren Vorgänge“ gebe.
Für das Gartenprojekt geht es laut Shaw mittlerweile um die Existenz. Sollte die Rückbauanordnung nicht zurückgenommen werden, will das Kollektiv vor Gericht ziehen. „Was bleibt uns denn anderes übrig?“, sagt Shaw. „Wir können nicht einfach 90 Prozent dessen, was wir aufgebaut haben, wieder abbauen. Selbst ohne Corona hätten wir noch nicht mal das Geld, den Abbau zu finanzieren.“ Er frage sich langsam, was eigentlich die Motivation hinter den Aktionen sei. Dabei verweist er auch auf das Gartenprojekt des Bildungslabors „Schlesische 27“, das nach einem ähnlichen Konflikt mit dem Umweltamt Anfang 2019 den benachbarten St. Thomas-Friedhof räumen musste.
Um gegen die Rückbauanordnung zu protestieren, will das Kollektiv am Freitag eine Unterschriftenaktion starten. Den Link zu der Petition finden Sie hier.
Auch für den Geschäftsführer des Friedhofsverbandes, Tillmann Wagner, geht es mittlerweile um den Erhalt der öffentlichen Nutzung. Für ihn ist es ein Widerspruch, dass der Bezirk einerseits das Fehlen öffentlicher Grünflächen im Norden Neuköllns bemängele und gleichzeitig durch sein Gebaren den Erhalt einer solchen gefährde.
stellen.“ Das sei nach Einschätzung des Friedhofsverbandes gelungen.https://www.tagesspiegel.de/berlin/streit-um-gartenprojekt-auf-ehemaligem-friedhof-umweltamt-fordert-rueckbau-der-prinzessinnengaerten/25768124.html
Artikel in ND: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1135953.prinzessinnengaerten-cdu-stadtrat-stoert-friedhofsruhe.html
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Finanzierung für P-Garten in 2020/21 gesichert
Prinzessinnengärten machen weiter
Senat sichert Finanzierung für das ökologische Gemeinschaftsprojekt in Kreuzberg
In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern. Foto: nd/Ulli Winkler
Seit zehn Jahren gibt es in Kreuzberg ein kleines grünes Biotop, das sich der Verdrängung rund um den Moritzplatz widersetzt: Die Prinzessinnengärten sind so etwas wie das gallische Dorf von Naturschützer*innen mitten im Herzen von Berlin. Doch während der Senat angesichts der öffentlichen Klimadebatte über die Ausrufung einer »Klimanotlage« diskutiert, bangt Berlins bekanntestes Urban-Gardening-Projekt um seine Zukunft.
Denn im Haushalt 2020/21 waren die beantragten Mittel für den rund 6000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten zunächst überhaupt nicht enthalten. Für Marco Clausen, der das Projekt vor zehn Jahren mit aufgebaut hat, angesichts der klimapolitischen Debatte völlig unverständlich. »Beim Klimaschutz gibt es viel Symbolpolitik, wenn es aber darum geht, Orte wie die Prinzessinnengärten finanziell oder planungsrechtlich zu sichern, passiert nicht viel«, kritisiert er. »Ohne die Finanzierung können wir nächstes Jahr nicht mehr aufmachen.«
200 000 Euro wurden für den Haushalt 2020/21 zum Erhalt der Prinzessinnengärten beantragt. Laut Clausen angesichts der hohen Betriebskosten eine »überschaubare Summe«. Dennoch sei der Antrag im Umweltausschuss abgelehnt worden, im Hauptausschuss habe er es nicht einmal auf die Tagesordnung gebracht. Stadtgärtner Clausen dachte schon ans Aufgeben, bis diesen Mittwoch ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen alles veränderte. »Wir haben für die Prinzessinnengärten und den Himmelbeet Gemeinschaftsgarten 300 000 Euro zusätzlich pro Jahr eingestellt«, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Daniel Wesener, dem »nd«. »Damit haben wir die finanzielle Vorsorge getroffen, um diese beiden Orte zu erhalten.«
Insgesamt 4 880 000 Euro sind jährlich im Rahmen der Strategie »Stadtlandschaft« für die rund 100 Berliner Stadtgärten vorgesehen. Dazu kommen die Gelder für die Gemeinschaftsgärten. Wie viel Geld welches Projekt letztlich bekommt, kann Wesener noch nicht sagen. Clausen freut sich trotzdem: »Dann geht es nächstes Jahr auf jeden Fall weiter!«
https://www.neues-deutschland.de/artikel/1129606.berlin-kreuzberg-prinzessinnengaerten-machen-weiter.html?fbclid=IwAR3UDhWA_NFttlTAdIgVMGrKiJY_Rw32Vzl87mCwqGe67KFdOn-n2M1jzVo
und TAZ-ARtikel vom 6.12.:
BERLIN taz | Marco Clausen steht im derzeit wohl lautesten Garten Berlins. Er sagt: „Für 150 Millionen ziehen die hier nebenan Luxusgewerbe hoch.“ Während er das sagt, röhrt auf der einen Seite der Prinzessinnengärten ein Bagger, auf der anderen rattert ein Presslufthammer. Große gelbe Kräne rotieren hinter Bauzäunen auf beiden an die Prinzessinnengärten angrenzende Baustellen.Früher war nebenan der Autoverleih Robben & Wientjes, der sein Gelände profitabel verkaufte. 150 Millionen Euro will die Firma Pandion dort investieren – entstehen soll hauptsächlich Gewerbe für Start-ups und Gastronomie. Und auch auf der anderen Seite des Gartenprojekts sollen schicke Büroflächen für „kreatives Arbeiten im Kreuzberg-Kiez“ entstehen.
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Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz sind derzeit noch so etwas wie ein grüner Tupfer inmitten eines sich immer weiter verändernden Stadtteils. Clausen sagt: „Wenn sich die Nachbarschaft weiter so schnell wandelt, wohnen die Menschen gegenüber hier in zehn Jahren nicht mehr.“ Er deutet auf die Otto-Suhr-Siedlung, von der die Deutsche Wohnen 2013 große Teile kaufte – Mieterhöhungen ließen in dem armen Kiez nicht lange auf sich warten. Zwischen den Neubauprojekten ringsum ist der 2009 gegründete Gemeinschaftsgarten hier einer der verbliebenen Freiräume.
Während Clausen am Mittwochnachmittag über den Kiez spricht, fürchtet er noch um die Zukunft des Gartenprojekts. Doch die gute Nachricht ist: Später am selben Tag ist die Existenz der Prinzessinnengärten gerettet. Der Senat fördert das Gartenprojekt erstmals mit 600.000 Euro für zwei Jahre. Kurz vor knapp winkte der Haushaltsausschuss einen noch eilig eingebrachten rot-rot-grünen Änderungsantrag durch, nachdem der Förderungsantrag zuvor im Umweltausschuss versandet war. „Es war eine Not-OP in allerletzter Sekunde“, sagt Daniel Wesener, der für die Grünen im Haushaltsausschuss sitzt.
Prinzessinnenparty An den beiden kommenden Samstagen feiern die Trägervereine der Prinzessinnengärten am Moritzplatz zugleich Abschied und Neuanfang. Am 7. 12. wird zwischen 13 und 18 Uhr zu Musik geladen und besprochen werden, wie es mit dem Freiraum in Kreuzberg weitergehen soll. Am 14. 12. soll Abschied gefeiert werden, weil ein Teil des Kollektivs nach Neukölln umzieht.
Himmelbeet Trotz der Förderung durch den Senat ist für das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet der Verbleib unklar. Auf ihrer jetzigen Fläche auf einer ehemaligen Brache am Leopoldplatz können die Gärtner*innen nur bis Ende Oktober 2020 bleiben. Eine Ausweichfläche am Mettmannplatz wird nun doch von der Deutschen Bahn beansprucht. Das Gartenprojekt sucht weiter nach Alternativen. (gjo)
Auch das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet, das dringend nach einer Fläche sucht, soll nun mit jährlich 300.000 Euro gefördert werden. Insgesamt fördert R2G Gartenprojekte und Ähnliches im Rahmen der Strategie Stadtlandschaft im Doppelhaushalt 2020/21 mit jährlich 4,8 Millionen Euro.
Bis zuletzt war unklar, wie Bildungsarbeit und Garten finanziert werden sollten, nachdem ein großer Teil der Gärtner*innen Anfang des Jahres nach Neukölln abgewandert war. Vielen war das Gärtnern auch unter dem Ansturm von bis zu 800 Besucher*innen täglich zu anstrengend. Sie fanden eine Fläche auf dem geschlossenen Neuköllner Jacobi-Friedhof (taz berichtete).
Ein Teil des Kollektivs wollte jedoch aus stadtpolitischen Gründen unbedingt bleiben, darunter auch Clausen. Er sagt, die vielen Besucher*innen seien eine gute Möglichkeit, kulturelle und sozialökologische Bildung anzubieten. Den Garten aufzugeben käme für Clausen nie in Frage – auch weil das Projekt lange mit Anwohner*innen gegen den Verkauf der landeseigenen Fläche an Investoren gekämpft hat. Man kümmere sich auch um Obdachlose am Moritzplatz, federe so manchen Konflikt ab.
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Einen Mietvertrag hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereits Ende November in Aussicht gestellt. Der Prinzessinnengarten sei ein Vorzeigeprojekt und „wichtiger Beitrag zur sinnvollen Nutzung des öffentlichen Raumes, zum Stadtklima und zur Ergänzung einer wohnortnahen Versorgung“, ließ Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) mitteilen.
Unter Wowereit sollten die rund 5.600 Quadratmeter noch verscherbelt werden. Der Widerstand der Gärtner*innen stieß 2012 eine breitere Diskussion über Liegenschaftspolitik an. „Wir wollen hier weiter für Freiräume kämpfen“, sagt Clausen heute – „in jedem Kiez braucht es Orte für Naturbildung.“ Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wolle er gemeinsam mit Anwohner*innen ein festes ökologisches Bildungszentrum aus dem Garten machen und dazu gehöre eben auch Finanzierung.
Drüben wird gebaut: Endlich mehr Platz für Co-Working und Start-Ups Foto: Gareth JoswigBisher hat das Land finanziell weder die Bildungsarbeit noch die Pflege der ökologischen Naherholungsfläche gefördert. Was den Senat aber nicht daran hinderte, auf seinem Touri-Portal Visit Berlin mit dem kultigen Urban-Gardening-Projekt um Touris zu buhlen. Hashtag Be Berlin. Die New York Times und CNN berichteten, deutsche Medien sowieso.
Über die nun doch noch zustande kommende Förderung ist Clausen gleichzeitig erleichtert und überrascht: „Es muss nicht immer so ein Krimi sein, aber es ist eine total gute Nachricht, dass es überhaupt eine Perspektive gibt“, sagt er.
Umso optimistischer dürfte die Feier am Samstag in den Prinzessinnengärten werden, bei der die vergangenen zehn Jahre gefeiert werden, aber auch gemeinsam überlegt werden soll, wie es nun am Moritzplatz weitergehen soll. Der Chor der Statistik wird singen, ebenso wird the incredible Herrengedeck ihren Chanson-Punk spielen. Ab April 2020 sollen die Prinzessinnengärten dann wieder regulär öffnen.
Die Unterstützung von Urban Gardening war ein Anliegen des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags. Einige der Vorhaben sind laut Senatsverwaltung für Umwelt von Regine Günther (Grüne) auf dem Weg: Seit Oktober gebe es einen festen Ansprechpartner für Urban Gardening. Man erarbeitete zudem ein gesamtstädtisches Konzept für gemeinschaftliches Gärtnern, zudem soll eine Website für Gartenprojekte Anfang des Jahres online gehen. Um zudem die versprochenen grünen Hauptwege auszubauen, stünden für den Flächenkauf weitere 10 Millionen Euro aus dem Siwana-Fonds zur Verfügung. Und auch die Kleingärtnerei werden mit jeweils 150.000 Euro gefördert.
Vorstellbar sei nun vieles, so Clausen. Neben ökologischem Gärtnern soll für stadtpolitische Projekte und Initiativen möglich sein, die hoffentlich bald festen Räume der Gärten kostenfrei für Veranstaltungen zu nutzen. Clausen sagt: „Es soll ein Ort zum Gestalten werden.“
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P-Garten: alle mobilen Elemente verlassen den Moritzplatz
(NL)
[…]
Heute stellen wir mit dem Beteiligungsfestivals »99 Jahre Prinzessinnengarten Kreuzberg als Gemeingut« die Frage nach der Zukunft dieser Idee und dieses Ortes aufs Neue. 2019 steht die ehemalige Brache am Moritzplatz vor einem erneuten Wendepunkt. Alle mobilen Gartenelemente und die Gastronomie werden den Moritzplatz in wenigen Wochen verlassen. vor ort bleibt die Laube, seit 2015 gemeisnchaftlich gebaut als „Plattform zur Diskussion möglicher Zukünfte am Moritzplatz.“ Was wird aus dieser Fläche, die seit Jahrzehnten immer wieder beplant wurde, zu der Beteiligungsverfahre und Wettberwebe veranstaltet wurde, die umkämpft war, die dann doch wieder in Vergessenheit geriet, die seit 2009 zwischengenutzt wird und 2012 fast privatisiert worden wäre, hätte nicht eine breite Kampagne sich erfolgreich gegen den Verkauf ausgesprochen. 2012 hatten wir in einem – von 30147 Menschen unterstützten – offenen Brief geschrieben:„Am Moritzplatz geht es nicht alleine um einige Jahre mehr oder weniger für den Prinzessinnengarten. Hier bietet sich die Chance, weitreichende und drängende stadtpolitische Fragen aufzugreifen … Im Umgang mit öffentlichen Flächen sollten nicht mehr nur ausschließlich kurzfristige finanzielle Interessen zählen, sondern auch der Wert sozialen, kulturellen und ökologischen Engagements angemessen berücksichtigt werden. Nur so können Freiräume erhalten bleiben beziehungsweise neu entstehen.“
Wir hatten gefordert, „die vielfältigen AkteurInnen vor Ort frühzeitig und auf Augenhöhe in die Überlegungen zur Zukunft des Quartiers einzubeziehen“. Diese Forderung greifen wir heute wieder auf. Doch 2019 ist nicht 2009. Heute können wir noch weniger als vor 10 oder 30 Jahren die globalen Herausforderungen ignorieren. Wir fragen daher: können wir diesen Freiraum gerade angesichts der sich verschärfenden ökologischen und Klimakrise neu erfinden und für die nächsten 99 Jahre als selbstorganisierten Lernort und als ein Modell für einen sozial-ökologischen Dauergarten gemeinschaftlich aufbauen und sichern? Dazu organisieren wir zusammen mit der Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg in den nächsten Tagen eine Wunschproduktion, einen Workshop zu einem Dauergarten nicht nur am Moritzplatz und eine Führung über den Prinzessinnengarten und die Entwicklungen der letzten Jahre. Dabei geht es auch um die Immobilienprojekte, die um uns herum statt der Pilze aus dem Boden schießen und was das mit dem Ende der Zwischennutzung zu tun hat. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit uns über Konzepte und Idee für die Zukunft nachzudenken.
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Wandelwoche: DirektKonsum-Laden im P-Garten
(NL)
Hast du keine Lust mehr, mit deinem Einkauf zur Ausbeutung von Mensch und Natur beizutragen? Dann komm vorbei und erkunde den »DirektKonsum« – unseren Laden für solidarischen Handel. Wir zeigen zum dritten Mal, dass anders Wirtschaften möglich ist. Und wie lecker das sein kann!
- Wann? 3 Tage – von Fr. 16.08. bis So. 18.08. 2019 – jeweils von 12 bis 20 Uhr
- Wo?»DirektKonsum« im Prinzessinnengarten Kreuzberg, Moritzplatz, 10969 Berlin.
- Wer? Mit den Direkthandels-Initiativen: Schnittstelle – SoliOli – SolidariTrade – Genossenschaft für Solidarisches Handeln i.G. – FairBindung – union coop / Dr. Pogo – vio.me – die Backstube – Orangen-Initiative Berlin – SoLeKo
- Was? Im DirektKonsum findest Du Tee und Kaffee, Olivenöl, Nudeln und Tomatensauce, Kekse, ökologische Reinigungsmittel – alles direkt von den Erzeuger*innen. Es gibt auch Kaffee und Kuchen, weitere Infos und Gespräche mit Leuten aus Solihandelsinitiativen.
- Warum? Wir wollen – anstatt Profit – die Interessen von Natur und Mensch in den Mittelpunkt stellen. In Zusammenarbeit mit den Erzeuger*innen unterstützen wir eine faire und nachhaltige Produktion. Entdecke verschiedene Alternativen direkter und gleichberechtigter Zusammenarbeit – im Gespräch mit Vertreter*innen der Initiativen.
Wir freuen uns auf dich! - Mehr Infos unter: www.direktkonsum.de
- Der Flyer zum Download
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Ausstellungen/P-Gärten
(alerts)
[…]
Und eine Arbeitsgruppe der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst will im Spätsommer eine Ausstellung mit dem Botanischen Museum und den Prinzessinnengärten verwirklichen. Der Titel: „Licht Luft Scheiße“, also das, woraus Pflanzen ihre Körper bilden. Offenbar gedeiht in der Kunst desto mehr Grün , je stärker die Ahnung wird, dass ökologische Untergangsszenarien doch einmal Wirklichkeit werden könnten, FridaysForFuture sei Dank. Doch die meisten Arbeiten des aktuellen Trends bleiben so anthropozentrisch wie der koreanische Garten. Diese Tunnelperspektive bringt die Urania derzeit am besten auf den Punkt, und zwar unfreiwillig.
Im Seitenflügel des Vortragshauses zeigt der Fotograf Michael Wolf Aufnahmen aus den extrem verdichteten Städten Hongkong und Tokio: von einem Leben auf ganz wenigen Quadratmetern, auf denen Menschen allein von Menschengemachtem umgeben sind. Gleichsam als naturnahen Kontrapunkt pflegt das Haus gemeinsam mit den Expertinnen der Kreuzberger Prinzessinnengärten und Besucherinnen im Hof Urban Gardening, mit Grünberatungsstunde jeden Donnerstag. Doch was da zwischen den Zweckbauten in einigen Kübeln zu wachsen versucht, sind dann nur die ewig gleichen Kräuter, ein paar Bohnen und kümmerliche Obstbäumchen. […]
https://www.zitty.de/gruentrend-in-berliner-ausstellungen/ (mehr …)
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Aufsetzrahmen über p-Gärten: schlechte Qualität
(Protokoll)
Erfahrung Glogauer 23:– Anne und Norman haben an die Prinzessinnengärten eine Rekla geschrieben, da die Qualität der Rahmen so schlecht war. Außerdem hatten uns die Prinzessinnengärten den Nettopreis gesagt – das wussten wir nicht, dass noch MwSt. dazu kommen
– Nach dem Plenum: Nastasja hat Lisa & Robert nochmal angerufen. Sie kommen uns mit der MwSt. entgegen, wir zahlen nur die Hälfte der MwSt.
– Die nächsten Rahmen & Paletten kaufen wir in Lichtenberg, da das günstiger ist. Die Erde können wir wieder in Hellersdorf abholen
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Interview mit Marco zur Zukunft der P-Gärten
(alerts)
„Die Beete kann man verschieben – die Menschen nicht“
Es grünt und blüht – auch in den Prinzessinnengärten in Berlin-Kreuzberg. Marco Clausen hat den mobile Garten mit aufgebaut und sich erfolgreich gegen den Verkauf gewehrt. Jetzt kämpft er für den langfristigen Erhalt und stellt Forderungen an den Berliner Senat.
rbb24: Herr Clausen, ein Teil der Gründer des Prinzesinnengartens zieht in diesem Jahr auf einen neuen Standort in Neukölln. Was bedeutet der Umzug für den Garten am Moritzplatz?
Marco Clausen: In dieser Saison wird sich äußerlich am Garten noch nicht allzu viel ändern. Spätestens ab Endes des Jahres fallen aber durch den Umzug wesentliche Teile der Infrastruktur des Gartens weg. Ein Großteil der Pflanzen, die Bänke und Verkaufsstände für das gastronomische Angebot werden nicht mehr da sein. Um den Garten in seiner jetzigen Form zu erhalten, müssten wir das ersetzen. Das ist durchaus möglich, aber natürlich auch mit finanziellen Fragen verbunden. Da kommen schnell ein paar Hunderttausend Euro zusammen. Das kann man nur wiederaufbauen, wenn es eine Zusicherung für die Fläche oder einen Teil der Fläche gibt.
Können Sie dem Ganzen auch etwas Positives abgewinnen?
Für uns ist das zwar einerseits eine schwierige Situation, aber auf der anderen Seite ist das auch ein guter Moment für eine Neuausrichtung. Weil klar ist: 2020 läuft der Mietvertrag aus, die Zwischennutzung ist damit beendet. Jetzt stellt sich die Frage, ob man das, was hier angefangen wurde, politisch dauerhaft will. Momentan gibt es in Berlin eine Diskussion, wie die Stadt ihr grünes Erbe sichern will, und für uns ist das jetzt genau der Modellfall, wo sich zeigt, wie ernst das gemeint ist. Was tut der Senat zur langfristigen Verwurzelung urbaner Gärten in der Stadt?
Trotz der Schwierigkeiten hat der Verein Common Grounds entschieden, für den Erhalt des Gartens in Kreuzberg zu kämpfen. Warum?
Wenn wir über Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit reden, geht es eben auch darum, dass Orte nicht einfach austauschbar sind. Sie leben von der besonderen Beziehung, die man dazu hat. Es geht darum, dass man verantwortlich ist für das Stück Boden, das einem anvertraut ist. Verantwortlich heißt nicht, den größtmöglichen persönlichen Nutzen daraus zu ziehen, sondern es auch an folgende Generationen zu übergeben. Das sind wir auch der Nachbarschaft schuldig, die sich in all den Jahren mit uns für den Garten eingesetzt hat. Die Beete kann man verschieben, aber die Menschen nicht.
Was ist das Besondere an diesem Standort?
Ich glaube, der Prinzessinnengarten ist nicht durch Zufall am Moritzplatz entstanden. Die Fläche war nur frei, weil schon in den späten Siebzigern die Menschen in Kreuzberg die Autobahn, die da geplant war, verhindert haben und wir im Grunde auch ein Ergebnis dieser Kämpfe der Vergangenheit sind. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass das, was wir heute tun, auch in Zukunft Früchte trägt. Wir müssen den politischen Humus aufbauen, damit das hier nicht nur eine Wüste aus Glas und Beton wird.
Ihr Verein sagt ganz deutlich: Wir wollen keine weitere Zwischennutzung mehr. Stattdessen fordern Sie einen langfristigen Pachtvertrag über 99 Jahre.
Wir brauchen verbindliche Formen der Absicherung, die deutlich machen, dass dieses Gärtnern nicht einfach ein Privatvergnügen ist, sondern dass es wirklich ein wichtiger Bestandteil einer sozial-ökologischen Entwicklung in den Kiezen ist. Deshalb haben wir dem Bezirk vorgeschlagen, einen Teil der Fläche jetzt dauerhaft als Garten zu widmen und zu sichern, und für den Rest der Fläche könnte es ein Dialogverfahren mit der Nachbarschaft geben, in dem man fragt: „Was brauchen wir denn hier an diesem Ort in der Zukunft?“ Für uns sollte das ein Ort werden, an dem man zeigt, wie eine Nachbarschaft aussehen kann, die sich gemeinsam verantwortlich um die Zukunft kümmert. Für diese Diskussion würden wir als Verein gerne die Rahmenbedingungen schaffen.
Was heißt das konkret?
Zum Beispiel arbeiten wir gerade an einem nachbarschaftlichen Kompostprojekt, wo wir zusammen mit Gastronomen und anderen Einrichtungen den Kompost sammeln, um damit den Boden wieder aufzubauen. In diese Richtung würden wir den Garten am Moritzplatz gerne weiterentwickeln. Mit der Sicherheit von 99 Jahren kann man eben auch ganz anders gärtnern. Man muss nicht mehr alles in Kisten und Säcken machen, sondern kann über neue Formen nachdenken und vieles weiterentwickeln, was bisher unmöglich war.

Sie haben einen eigenen „Dauergartenvertrag“ entwickelt. Was ist das und was wollen Sie damit erreichen?
Mit diesem Vertrag wollen wir allen gemeinschaftlichen Gartenprojekten in Berlin helfen. Die Stadt muss sich Gedanken machen, wie man diese Gärten in der Planung berücksichtigt, denn offiziell existieren sie bisher nicht. Es geht uns um ganz konkrete Regelungen, damit diese Orte verbindlich und langfristig von der Bebauungsspekulation und Privatisierung freigehalten werden. Wir brauchen Eigentumsformen, die die Gemeinwohlorientierung der urbanen Gärten sichern.
Um das zu erreichen, haben wir nach dem Vorbild des Dauerwaldvertrags von 1915 [Anm. d. Red.: Damals kaufte Berlin vom preußischen Staat große Waldflächen wie den Grunewald, um sie dauerhaft als Naherholungsflächen für seine Bürgerinnen und Bürger zu sichern.] einen „Dauergartenvertrag“ entworfen, der die Zukunft der urbanen Gärten in Berlin regelt. Der Dauerwaldvertrag von vor mehr als 100 Jahren beweist: Man kann sich nicht rausreden und sagen, das gab es noch nie. Ganz im Gegenteil: Es können politische Lösungen gefunden werden, wenn es den Willen gibt.
Was muss jetzt auf politischer Ebene passieren?
In der Charta für das Berliner Stadtgrün*, die der Senat gerade entwickelt, muss die existentielle Bedeutung des Grüns im Hinblick auf die ökologischen Herausforderungen, mit denen wir es zu tun haben, klar gemacht werden. Die mehr als 100 Gemeinschaftsgärten, die es in Berlin gibt, sind genau die Orte, wo die Fragen der Zukunft diskutiert werden und praktische Lösungen angeboten werden: Was bedeutet der Klimawandel für die Städte? Wie müssen wir unsere Ernährungssysteme ändern? Wie können wir die Artenvielfalt in der Stadt sichern? Das reicht vom Verzicht auf Pestizide und Hybridsaatgut bis zu Bildungsangeboten für Kitas und Schulen.
Wir können es uns nicht erlauben, noch weitere fünf, sechs Jahre darüber zu reden, ob man einen Zaun aufstellen darf oder ob das Gärtnern der Stadt in irgendeiner Form nützt. Da erwarte ich, dass man die Zeichen der Zeit erkennt und sagt: Wir müssen jetzt wirklich etwas tun und auch gerade mit den Menschen zusammenarbeiten, die sich schon seit Jahren in diesen Fragen engagieren.
Wie soll es 2020 am Moritzplatz weitergehen?
Meine Idealvorstellung ist, dass der Ort eine Widmung als ein Gemeingut hat, das einer sozial und ökologisch gerechten Stadtentwicklung dient. Dass die unterschiedlichsten Menschen und Gruppen dazu beitragen, dass am Moritzplatz nicht nur wieder ein Garten entsteht, sondern kontinuierliche Angebote für alle Nachbarn, für Kitas, für Schulen. Dass das ein Ort wird, der uns allen gehört und der diese Frage stellt: „Wie wollen wir in Zukunft in Städten leben, ohne die Natur und damit unsere Lebensgrundlage weiter zu zerstören?“ Das wäre mein Traum.
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Initiative Prinzessinnengarten Kreuzberg gegründet
(Newsletter)
Unter dem Slogan #GewachsenUmZuBleiben gründen wir die
Initiative PRINZESSINNENGARTEN KREUZBERG
Unser Ziel ist es, den Freiraums am Moritzplatz dauerhaft zu sichern und zu einem Gemeingut für alle zu machen
Wir treffen uns jeden Montag um 18:30 in der O45 zu einem offenen Initiativentreffen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen mitzumachen.
Dieses könnte der letzte Sommer für uns am Moritzplatz sein, oder der erste von vielen weiteren. Daher wollen wir mit Euch zusammen möglichst viele Aktivitäten organisieren um zu zeigen, was den Prinzessinnengarten am Moritzplatz ausmacht und was er für uns in Zukunft sein kann: vom gemeinsamen Gärten und Kompostieren, über Filmabende für den Kiez, bis zur einer Nachbarschaftsakademie und Nachbarschaftsversammlungen und -festen.
Wir fangen an mit einem Soli-Flohmarkt: Ab dem 14. April vergeben wir jeden zweiten Sonntag Flohmarkttische zur Unterstützung der Initiative.
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Gutsgarten eröffnet Saison mit Ausstellung
(Alerts/Projektbesuch)
Berlin/Hellersdorf
Mit einer Auftaktveranstaltung im Bunten Haus hat die Initiative für einen Nachbarschaftsgarten auf dem Gut Hellersdorf die diesjährige Pflanzsaison eingeläutet. Es gab Workshops, Gespräche und die Ausstellung „Hellersdorfer Gesichter“.
Mit der Ausstellung der rund 20 Porträts von Mitgliedern und Unterstützern soll „der Initiative ein Gesicht gegeben und ihr Zusammenhalt gefördert werden“, sagt Lisa Dobkowitz von der Gesellschaft Prinzessinnen-Garten-Bau. Das Unternehmen begleitet seit 2016 den Aufbau eines Anwohnergartens auf dem Gut Hellersdorf. Die Unternehmergesellschaft ist aus der Initiative für den Prinzessinnengarten entstanden, der 2009 auf dem Moritzplatz in Kreuzberg als Gemeinschaftsgarten angelegt wurde. Seitdem hat der Prinzessinnen-Garten-Bau über 140 Gartenprojekte an Schulen, öffentlichen Gebäuden oder für Firmen initiiert und entwickelt.
In den zurückliegenden drei Jahren ist die Zahl der Mitglieder und Unterstützer, die sich am ökologischen Gartenbau auf dem Stadtgut beteiligen, stetig gewachsen. Neben Treffen, Workshops und den Porträts sind Gespräche ein weiteres Mittel, um den Zusammenhalt der bunten Truppe aus Freiwilligen zu festigen. „Es geht um die Lebensgeschichte dieser Menschen und deren Motivation, bei uns mitzumachen“, sagt Cecile Wagner von Prinzessinnen-Garten-Bau. Die Porträts und die Lebensgeschichten sollen in weitere Ausstellungen einfließen und vielleicht auch in eine Broschüre.
Einer der Hellersdorfer, die sich Ende März im Bunten Haus auf ein solches Gespräch einließen, ist Michael Brunn (70). Der promovierte Philosoph lebt seit 1988 in Hellersdorf. „Die gemeinsame Arbeit an dem Garten ist eine gute Möglichkeit, für eine bessere Nachbarschaft im Kiez zu sorgen“, erklärt er.
Seit rund zwei Jahren schon beteiligt sich Gisela Becher (65) an dem Gartenprojekt. „Auf den Hochbeetgarten bin ich durch einen Spaziergang mit meinem Mann aufmerksam geworden“, erzählt die gelernte Gärtnerin. Durch die Mitarbeit habe sie viele neue Menschen kennengelernt und eine interessante Aufgabe gefunden.
Einer der Organisatoren von Prinzessinnen-Garten-Bau ist Daniel Dermitzel. Es werde hauptsächlich Gemüse gesät und gepflanzt. Der wichtigste Termin dieses Jahres werde der Umzug des Gartens auf dem Gutsgelände von seinem bisherigen Standort hinter einer ehemaligen Scheune auf das Gelände des ursprünglichen Gutsgartens sein. Das sei schon eine Herausforderung, denn der neue Garten umfasse inzwischen rund 70 Hochbeete.
Projektbesuch:
Bezirk ist auf die P-Gärten zugekommen, auf der Fläche sollte was passieren, was die Leute zusammenbringt. Sie haben dann zuerst versucht, Schulklassen als Paten für Beete zu gewinnen, was aber nicht funktioniert hat, auch andere Organisationen ließen sich nicht einbinden. Durch die Veranstaltung von Kultur kamen dann oft 100 Leute und nach und nach auch Intessierte für die Gartengruppe. Sie sind nun 20 im Kern, kommen hauptsächlich zu den Gartentagen, an denen es auch immer was zu essen gibt (wichtig). Geleitet wird der Gutsgarten von Daniel, einem Farmer, der in USA und Frankreich diverse Biofarmen hatte und sich, aus D ursprünglich kommend, im Netz schlau gemacht, was es in B an spannenden Projekten gibt. Er sagt, dass die Themen im Garten auch oft noch die Verwundungen der Wende sind.
Es ist ein heterogener Kreis an Leuten, die mitmachen, die peu a peu zusammen wachsen.
Als ich kam, wurde ich sofort nett begrüßt und konnte Fragen stellen, wobei dann auch schnell auf Daniel verwiesen wurde. Neben mir kam noch eine Gruppe Studis der Alice Salomon Schule vorbei.
Der Garten muss wohl umziehen, da der Standort, an dem sie gerade sind, mit Wohnungen bebaut werden wird. Auf dem großen Gutsgelände gibt es an einer anderen Stelle einen historischen Gutsgarten, den sie dann auch mir reaktivieren sollen. Da ist dann Denkmalschutz zu beachten und die Vorstellungen des Bezirks sind zu integrieren.
Wann genau das passieren wird ist noch unklar.
Unklar ist derzeit auch die Finanzierung, die bisher über den Bezirk lief.mehr zum Artikel oben (nicht Projektbesuch) https://www.berliner-woche.de/hellersdorf/c-soziales/nachbarschaftsinitiative-startet-in-die-gartensaison_a207991
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urban gardening an der Urania in Berlin
(Besuch, Recherche)
Am Kulturzentrum Urania in Berlin Schöneberg fanden dieses Jahr eine Reihe von Workshops und Vorträgen zu urban gardening statt. Mit dabei: Elisabeth Meyer-Renschhausen und Robert Shaw
https://www.urania.de/urania-reihe/urania-urban-gardening
(mehr …) -
P-Garten ein Lieblingsort von Zalando
(alerts)
Berlin. Irgendwann steht man vor einer Sitzlandschaft, die sie hier „Prinzessinnengarten“ nennen. Jede Etage des neuen Zalando-Hauptquartiers hat „living rooms“ für Mitarbeiter, und immer sind diese Wohnzimmer nach Lieblingsplätzen des Unternehmens in Berlin benannt. Im namensgebenden Prinzessinnengarten etwa kann der Berliner urbane Landwirtschaft betreiben. Es ist ein zentraler Ort der Kreuzberger Hipster-Szene.
Und deshalb passt der Name auch gut hierher, in das neue Hauptquartier des Online-Modeversandriesen, das ab April Heimat für 2500 der insgesamt 6000 Berliner Zalando-Mitarbeiter sein wird. Die zwei Häuser teils mit geschwungener Glasfassade nahe der East Side Gallery sind auch Symbol, in welche Höhen sich ein Berliner Start-up aufschwingen kann. (mehr …)
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P-Garten zieht auf Friedhof
(alerts(NL)
[…]St.-Jacobi-Friedhofs in Neukölln. Wenn alles gut läuft, kann er mit dem Urban-Gardening-Projekt „Prinzessinnengärten“ für mindestens 30 Jahre hier bleiben. Ein Traum sei das. Er wäre dann über 70 Jahre alt. „Friedhöfe“, so Shaw, „sind eine Riesenüberraschung!“
Große Teile der innerstädtischen Friedhöfe liegen infolge klammer Bezirke und Friedhofsverwaltungen brach. Die Eigentümerinnen wandelten aber nur etwa zehn Prozent davon in Bauland und Grünflächen um – was mit dem Rest passieren soll, wisse keiner, so Shaw. „Eine Lösung, von der beide Seiten profitieren, sind Gartenprojekte wie wir.“
Die Prinzessinnengärten vom Moritzplatz, die auf der Suche nach einer neuen Fläche waren, haben sich mit der evangelischen Friedhofsverwaltung vom Jacobi darauf geeinigt, noch bestehende Gräber, den Friedhof und die Natur zu pflegen – und nutzen im Gegenzug den unbelegten und brachliegenden hinteren Teil des Friedhofs als Gemeinschaftsgarten. Der Modellversuch ist gefördert von dem Berliner Programm für Nachhaltige Entwicklung (Bene).
„Wir freuen uns sehr über den neuen Standort: Hier gibt es gewachsene Natur, einen Friedhof im Umbruch, und wir haben Perspektive. Wir haben hier 70.000 Quadratmeter – das bietet uns ganz ungeheure Möglichkeiten“, sagt Shaw. Ideen gibt es viele: Umweltbildungsflächen für Kitas und Schulen, ein Workshop für Steinbildhauerei, der alte und verfallene Grabsteine zu Kunst recyceln soll, ein Treffpunkt für „Solawi“ – biovegane solidarische Landwirtschaft, und es gibt bereits Hochbeete, ein Café und einen Gießkannenverleih.Dazu sollen bald tatsächlich aus der Friedhofserde Neuköllner Bio-Tomaten wachsen. „Wir haben Bodenproben machen lassen: Anbau in Bio-Qualität müsste gehen – dafür allein haben wir 5.000 Quadratmeter. Das ist schon fast das, was manch kleiner Bio-Hof in Brandenburg hat.“
Tatsächlich liegen viele Friedhofsflächen brach, wie auch May Buschke von Stattgrün bestätigt. Sie hat im Auftrag für den Evangelischen Friedhofsverband das Projekt vorangetrieben. Nur ein Viertel seiner Flächen könne die Kirche wirtschaftlich betreiben. Ein veränderte Friedhofskultur seit den 1980ern sorge dafür, dass immer mehr Menschen sich für günstigere und weniger pflege-intensive Beisetzungen entschieden. Urnen brauchen weniger Platz als Särge und kosten weniger – in der Folge gebe es zu wenig Geld zur Bewirtschaftung verfallender Friedhöfe.
„Die Not ist groß, der Verband kann nicht anders, als über Umnutzungen nachzudenken oder Flächen zu verkaufen“, so Buschke. Im evaluierten Friedhofsentwicklungsplan sei vorgesehen, dass etwa ein Viertel der Flächen in Berlin auf lange Sicht umgenutzt werden könnten. Bei einer Gesamtfläche von 1.200 Hektar wäre das immerhin eine Fläche von 300 Hektar. Zum Vergleich: Das Tempelhofer Feld ist 303 Hektar groß.
Die Zusammenarbeit mit den Prinzessinnengärten sei eine besonders spannende Sache, weil auch noch viele Trauernde auf den Friedhof kämen. Es sei nicht nur eine grüne Umnutzung, wie es schon einige gebe, sondern eben eine richtige Übernahme, sagt Buschke: „Es ist eine Besonderheit, dass der Friedhof für neue Begräbnisse zwar geschlossen ist, aber noch viele Gräber da sind – die auch zum Teil noch bis zu 20 Jahren Gräber bleiben werden.“
Der Friedhofsverband wolle in Neukölln ausprobieren, ob ein Nachbarschaftsgarten und Umweltbildungsflächen auf Friedhöfen auch von Grabbesucher*innen angenommen würden – auch mit Blick auf andere Standorte: „Es ist wirklich für Gesamtberlin ein großes Thema“, sagt Buschke.
Im Wesentlichen sei der Rücklauf – die Kooperation begann im Juni vergangenen Jahres – positiv. Zuvor hätten viele Grabbesucher sich eher am Verfall des Jacobi-Friedhofs gestört, ein Problem seien neben Verfall auch in unmittelbarer Nähe zur U8 Drogenabhängige und unangeleinte Hunde gewesen. „Es gibt immer ein bis zwei, die meckern, aber es wird von den meisten als Verbesserung angenommen“, sagt Buschke.
Auch Kieznachbarn fänden das Projekt toll. Das liege auch daran, dass sich die Prinzessinnengärtner*innen so gut auf Vor-Ort-Bedürfnisse einließen. Obwohl die Probelaufzeit noch bis zum nächsten Jahr gehe, betrachtet Buschke das Modell schon jetzt als geglückt. Nun gelte es herauszufinden, ob das auch an anderen Orten funktionieren könne. Gespräche für ähnliche Projekte liefen bereits mit Gartenprojekten in Mitte und Reinickendorf.
Die Frei- und Grünfläche am Moritzplatz soll trotz des Umzugs der Prinzessinnengärten Ende 2019 erhalten bleiben. Man kümmere sich um die Übergabe an den Nachfolgeverein Common Grounds. Die Prinzessinnengärtner*innen sind froh über den Umzug: „Der Moritzplatz wurde zu eng“, sagt Shaw. Der enorme Bekanntheitsgrad der Prinzessinengärten habe das Gärtnern schwierig gemacht. „Zuletzt war es am Moritzplatz manchmal eher wie in einem touristischen Biergarten als in einem kollektiven Gemeinschaftsprojekt. Wir hatten täglich bis zu 800 Besucher.“
http://www.taz.de/Friedhoefe-oeffnen-sich-fuer-Gartenprojekte/!5569212/
P-Garten RSS:
Die Nomadisch Grün gGmbH, seit 2009 Trägerorganisation des Prinzessinnengartens am Moritzplatz, wird Ende 2019 umziehen. Die Nomadisch Grün wird einen weiteren Prinzessinnengarten aufbauen und hat damit bereits im vergangenen Jahr begonnen. Der Grundstein ist gelegt und mit dem Umzug auf ehemalige Flächen des St. Jacobi Friedhofs in Neukölln werden wir als Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin dort weiterarbeiten.Die Gründe für diese Entscheidung sind vielfältig.
Die Bedeutung von grünen Orten mit gemeinschaftlicher Nutzung in der Stadt ist inzwischen allgemein anerkannt. Aufgrund der Veränderungen in der Bestattungskultur werden in der näheren Zukunft überall in Mitteleuropa innerstädtische Friedhofsflächen frei. Wir verstehen unseren neuen Gartenstandort auch als Experiment um herauszufinden, wie diese Flächen in Zukunft als gemeinschaftliche Orte mit grünem Konzept genutzt werden können. Gerade ehemalige Friedhofsflächen sind historisch gewachsene urbane Grünräume, die meist alten Baumbestand und vielfältige Fauna aufweisen.
Am Moritzplatz sind die gärtnerischen Möglichkeiten in einigen Punkten eingeschränkt, während sich am neuen Standort diverse neue Möglichkeiten eröffnen. Hier ist der Platz weit weniger begrenzt, das Gärtnern auch direkt im Boden wird möglich und es kann ein Nebeneinander von gärtnerisch genutzten Arealen und der behutsamen Gestaltung naturnaher Flächen zu Umweltbildungsorten.
Mit der Nutzung der neuen Fläche auf ehemaligen Teilstücken des St Jacobi Friedhofs tragen wir dazu bei, einen historischen Grünraum in Berlin für die Öffentlichkeit zu erhalten und ihn zum Naturerfahrungsraum weiterzugestalten. Hier soll behutsam gegärtnert werden, Umweltbildungsmöglichkeiten etabliert werden und der gewachsene Naturcharakter des Ortes erhalten werden. Dadurch zielen wir ebenfalls auf eine gelebte Form der Verstetigung des Urban Gardenings, um diese Praxis dauerhaft in Berlin zu verankern.
Wir starten noch diesen Monat in die neue Saison und würden uns freuen euch am neuen Standort begrüßen zu können, seid dabei!
Am 23.3. / 12:00 feiern wir die Saisoneröffnung
Prinzessinnengarten Kollektiv Berlin, Hermannstraße 99, 12051 Berlin
Ab April gibt es regelmäßige Gartenarbeitstage zum kennenlernen, teilhaben und mitentscheiden: Montags, Mittwochs und Freitags. Ab Ende Februar Workshops, Seminare und Bauwochen
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Gutsgarten Hellerdorf: ein Projekt im Vorsdhlagkatalog des Bürgerhaushalts
Unterstützung für den Gutsgarten Hellersdorf
Vorschlags-Nr:
2020-0278
Verfasst von: Matthias Willner am 15. Oktober 2018 um 21:23 Uhr
Abteilung:
Abteilung Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal und Finanzen
Haushaltsjahr:
2020-2021
Kategorie:
Stadtteil:
Hellersdorf-Nord
Das ist mein Vorschlag:Seit seiner Gründung ist der Garten Schauplatz vieler Bildungsveranstaltungen und Feste für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gewesen. Im Januar 2018 haben wir einen Plakatworkshop und eine Plakatausstellung in Kooperation mit der station urbaner kulturen durchgeführt, wo Anwohner und Gartenteilnehmer sich zu der Zukunft des Gut Hellersdorfs geäußert haben. Wir sind auch bereits zweimal ein Veranstaltungsort für die Berlin-Brandenburger Wandelwoche gewesen.
Fördergelder für den Gutsgarten laufen dieses Jahr (2018) aus, und es ist dringend notwendig, den Garten auch über die nächsten Jahre finanziell abzusichern. Dabei ist zu erwarten, dass der Prinzessinnengarten auch weiterhin an der Gestaltung des Gartens mitwirkt.Stellungnahmen
Abteilung Stadtentwicklung, Gesundheit, Personal und Finanzen – 14. Dezember 2018 – 11:07 Der Nachbarschaftsgarten im Gut Hellersdorf ist durch den Bezirk inhaltlich unterstützt worden. Im Rahmen der Neubebauung des Standorts Gut Hellersdorf ist auch die Verlagerung Bestandteil des Vertrags mit den Flächeneigentümern gesobau.
Zusätzlich konnten Mittel der auftragsweisen Bewirtschaftung zur finanziellen Förderung 2016/ 2017/2018 als Anschubfinanzierung genutzt werden.
Da es nicht möglich ist, im laufenden bezirklichen Haushalt Mittel bereitzustellen, wird der Bezirk sich bemühen, anderweitig eine Finanzierung zu finden, aber eine Zusage kann derzeit nicht gegeben werden. (mehr …) -
P-Garten: Veranstaltung zu Gemeingütern und Community Land Trusts
(Gu, NL)
Die diesjährigen EXPERIMENTDAYS finden zu den Themen „Kiez, Boden, Gemeingut, Community Land Trust“ statt. In Zusammenarbeit mit Common Grounds gibt es zwei Veranstaltungstage im Prinzessinnengarten. Am kommenden Samstag laden wir alle dazu ein, sich an der Wunschproduktion Prinzessinnengarten als Gemeingut zu beteiligen, um diesen Freiraum dauerhaft zu erhalten. Am Donnerstagabend sprechen wir in der Laube mit Lieven De Cauter und Geert De Pauw zu den Themen Gemeingut und Community Land Trusts.
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Konditionen für den Flohmarkt im P-Garten
Für den nächsten Flowmarkttermin am 9.September 2018 sind die Marktbuden ausgebucht.
- Die Marktbudenanmeldung für den darauffolgenden Flowmarkt – Termin am Sonntag, den 23. September ist: Montag, den 10.September um Punkt 12 Uhr auf dieser Seite – Das Anmeldeformular wird dann erst sichtbar !!! Bitte aktualisiert Eure Browser entsprechend !!!
Eine Marktbude kostet für Flohmarkt- Trödel 40€/ für Kunsthandwerk 45€
Immer gilt in den Prinzessinnengärten beim Flowmarkt: Wer mit einem selbstmitgebrachten Tisch oder mit den begrenzt vorhandenen Biertischen mitmachen möchte, kann sich aber am Marktsonntag ab kurz vor 9h sonst auch ohne weiteres vor Ort ein Plätzchen suchen – eben solange Platz ist:
- Standfläche 1m= 15€, 2m=20€, 3m= 25€ , jeder weitere Meter +5€
- Tisch (begrenzt vorhanden – first come, first serve) +5€
- Kunstgewerbliche Händler zusätzlich + 5€
Die Bezahlung für Deinen Stand wird am Markttag vor Ort kassiert – es ist keine Vorauskasse erforderlich.
Essen & Trinken darf leider NICHT angeboten werden und wird ausschliesslich von den Prinzessinengaerten selbst übernommern! (mehr …)
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GG als Friedhofsnachnutzungsmodell in Berlin
(Gu, NL)
Seit einigen Monaten bauen, werkeln und gärtnern wir an einem neuen Gartenprojekt in Neukölln: auf dem teilgeschlossenen Friedhof Neuer St Jacobi sind seit Anfang des Jahres Hochbeete entstanden, das ehemalige Blumenhäuschen wurde renoviert und wächst zu einem schönen Info- und Empfangsort heran und viele engagierte Nachbar*innen kamen und kommen zur Mithilfe und weiteren Gestaltung des Ortes.
Gefördert durch das Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Berlin entwickelt der EVFBS derzeit auf drei Friedhöfen in Neukölln-Nord und Kreuzberg Modelle grüner Nutzungen von Friedhofsflächen. Die PrinzessinnenGartenBau ist Modellnutzerin einer dieser drei Flächen und zwar auf dem Friedhof Neuer St Jacobi an der Hermannstraße. Hier werden wir bis 2020 eine Modellnachnutzung eines Friedhofs durch den Aufbau eines offenen Gemeinschaftsgartens durchführen.
Für das kommende Jahr stehen viele Ideen im Raum: wir möchten einen Weltacker anlegen, eine Wildblumenwiese soll angelegt werden, verschiedene Bildungsinitiativen überlegen kleinere und größere Initiativen umzusetzen und um Raum zu schaffen für Treffen, Planungen und kleine Workshop wird bald der Bau eines Projektraums beginnen, für den wir einen kleinen Planungswettbewerb ausgeschrieben hatten. Die Vorstellung der sieben Entwürfe findet vor Beginn des Gartenfests, am 8.9. zwischen 12:30-14:30 statt, wir sind sehr gespannt und laden auch hierzu herzlich ein!
Das Gartenfest soll ein Tag sein, an dem wir gemeinsam feiern, was bereits entstanden ist, mit Musik und ein paar der Initiativen, die nächstes Jahr hier kooperieren möchten. Wir bieten eine Führung über das Gelände an, legen eine Wildblumenwiese an und organisieren kleinere Workshops und Aktivitäten (auch für Kinder ist was dabei). Aus der Blumenhütte wird ein kleines Café für den Rest des Jahres, aus dem es beim Fest heraus natürlich Kaffee, Kuchen und ein kleines Buffet gibt.
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spannende Veranstaltungen im Prinzessinnengarten
(Gu, NL)
ExperimentDays.18
Die Experimentdays zum Thema „Kiez, Boden, Gemeingut“ finden in diesem Jahr in Kooperation mit Common Grounds in der Laube im Prinzessinnengarten statt.
Am 6.9. spricht Lieven De Cauter über das „Gemeingut Stadt“ und Geert De Pauw über „Community Land Trusts“
Für den 8.9. organisieren wir eine öffentliche Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten als Gemeingut
In der Wunschproduktion sind allen Interessierten eingeladen, Wünsche, Ideen und Konzepte zu formulieren, um den Prinzessinnengarten am Moritzplatz dauerhaft als Gemeingut zu erhalten.

Bilder: Konzert von Suns & Daughters in Unterstützung der Wunschproduktion
Selbstbauwochen in der Laube
Seit 2015 ist im Prinzessinnengarten die Laube entstanden. Mit Unterstützung von über 100 Freiwilligen, Studierenden und Auszubildenden ist der experimentelle Holzbau vollständig im Selbstbau errichtet worden. Als ein Gemeingut wird die Laube von unterschiedlichsten Gruppen und Intiativen für Workshops, Diskussionsveranstaltungen, Filmvorführungen, kulturelle und Bildungsveranstaltungen genutzt und steht allen Interessierten für nicht-kommerzielle Nutzungen offen.
Vom 10. bis zum 28. September wollen wir die letzte Bauphase abschließen und ein zusätzliches Dach, eine Kinoleinwand und ein Regenwasserauffangsystem bauen und die Laube begrünen. Wir freuen uns über jede Unterstützung. Schickt uns bei Interesse einfach eine Mail an: contact@dielaube.org
Stadthonigfest
Am 15. September findet das 7. Stadthonigfest in der Laube im Prinzessinnengarten statt. Es wird Honigverkostungen geben, Ihr könnt an Führungen zur wesensgemäßen Bienenhaltung, zu Bienenweiden, zu Streuobstwiesen und zur Wunschproduktion 99 Jahre Prinzessinnengarten teilnehmen und wir zeigen den Kinofilm Das Wunder von Mals.
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Interview in Arch+ mit Marco C und ECL
(Gu, RSS)
https://www.archplus.net/home/archiv/artikel/46,4940,1,0.html
(mehr …) -
Gemeinschaftsgarten als Nachnutzung von Friedhofsflächen
(Gu, RSS)
Der Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte (EVFBS) verwaltet und bewirtschaftet 45 Friedhöfe in Berlin. Durch den Wandel in der Bestattungskultur (Urnen- statt Sargbeisetzungen) werden viele Friedhofsflächen nicht mehr oder kaum noch für Bestattungszwecke benötigt, sollen jedoch weitgehend als öffentlich zugängliches Grün im Stadtraum erhalten bleiben.
Gefördert durch das Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung (BENE) aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Berlin entwickelt der EVFBS derzeit auf drei Friedhöfen in Neukölln-Nord und Kreuzberg Modelle grüner Nutzungen von Friedhofsflächen. Die PrinzessinnenGartenBau ist Modellnutzerin einer dieser drei Flächen und zwar auf dem Friedhof Neuer St Jacobi an der Hermannstraße. Hier werden wir bis 2020 eine Modellnachnutzung eines Friedhofs durch den Aufbau eines offenen Gemeinschaftsgartens durchführen.
Die erste Märzwoche: Wir laden ein zur gemeinsamen Bauwoche in den Gartenprojekten Coop Campus (Jerusalem V Friedhof) und vom PrinzessinnenGartenBau (St Jacobi Friedhof).
Themenpunkte:1) Biomeiler – Theorie & Design – Einführung in Aufbau, Funktionsweise und Sinn & Zweck eines Biomeilers
2) Biomeiler – Bau – Gemeinsamer Aufbau eines Biomeilers für die ökologische Beheizung des Gewächshauses vor Ort
3) Solarstation – Gestaltung der Solarstation in der Gärtnerei auf dem Coop Campus
4) Gewächshaus einrichten – nach dem Modell des Anna Linde Gartens in Leipzig rüsten wir ein vorhandenes, ungeheiztes & ungedämmtes Gewächshaus so um, dass es ökologisch und kostengünstig beheizt werden kann um eine Jungpflanzenanzucht im zeitigen Frühjahr zu ermöglichen (mehr …)
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Marco Clausen wechselt zu Common Grounds
(Gu, RSS)
Ab dem 1. März wechselt Marco Clausen zu Common Grounds. Mit dem Verein arbeiten wir seit der Kampagne zum Erhalt des Prinzessinnengartens (2012/13) daran, den Garten am Moritzplatz als grünen und kulturellen Freiraum zu sichern. In diesem Jahr wird Common Grounds eine Zukunftswerkstatt durchführen #prinzessinnengarten99jahre, in der wir zusammen mit ExpertInnen, Initiativen, NachbarInnen und dem Bezirk Visionen für eine langfristige Erhalt des Prinzessinnengartens am Moritzplatz als Gemeingut entwickeln wollen.
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P-Gärten bei DBU-Projekt dabei
(Gu)
Der Prinzessinnengarten-Gartenbau ist beteiligt an dem Projekt „https://bodenberufsbildung.wordpress.com/“
Aufgaben:
Die PrinzessinnenGartenBau UG kompostiert die Abfälle der Berliner Tafel e.V. und der Bebra mit Pflanzenkohle auf dem Gut Hellersdorf. Das gewonnene Pflanzenkohlesubstrat wird durch ein Erdenwerk in der Region Berlin Brandenburg vertrieben und vermarktet.
Zugleich ist der Kompost ein Lernort an dem Auszubildenden und Multiplikatoren aus den Berufsfeldern Garten- und Landschaftsbau und -planung, Ressourcenmanagement, kommunale Klimabeauftragte, Landwirt/-in weitergebildet werden.
AUgust 2017: Gemeinsam mit Svenja Nette vom Gutsgarten Hellersdorf wurde ein Workshopkonzept zum Thema Kompost mit Pflanzenkohle entwickelt. Im Workshop soll praxisnah und handlungsorientiert Fähigkeiten und Kenntnisse zum Thema Kompost mit Pflanzenkohle vermittelt werden. Zielgruppen des Workshops sind Auszubildende und Mitarbeiter*innen von Galabetrieben, Grünflächenämtern, aber auch Interessierte aus Gemeinschaftsgärtner*innen und CSA.Dieses Projekt wird

Antragstitel: Verwertung von Gemüse- und Grünschnittabfällen zur
Herstellung von Pflanzenkohlesubstrat für ein klimafreundliches Gärtnern –
Modellprojekte in der Berufsbildung für nachhaltige EntwicklungBewilligungsempfänger: Arbeitsgruppe Geoökologie an der Freien Universität Berlin
Projektzeitraum: 01.04.2017 – 31.09.2019 (mehr …) -
Auszeichnung Prinzessinnengärten als Teil des Social Design Cirles
(gu, alerts)
Die Prinzessinnengärten waren bereits 2014 für den renommierten Curry Stone Design Prize nominiert. Der Preis geht an innovative Projekte weltweit, die Design nutzen, um drängende Fragen sozialer Gerechtigkeit zu adressieren. 2017 wurden die Prinzessinnengärten neben 99 weiteren Projekten in den Social Design Circle des Curry Stone Design Prize aufgenommen.
Im Oktober werden all jene Projektes des Kreises vorgestellt, die sich dem Thema Städte als Ökosysteme widmen, darunter Antonio Scarponi ([onceptual)evices), Auroville Earth Institute, coloco, Marjetica Potrč, Nance Klehm, Pliny Fisk and Gail Vittori (Center for Maximum Potential Building Systems), Sanergy, Superuse-Studios und das Transition Network! Ende Oktober wird der Podcast online gestellt, den wir für die Auszeichnung erstellt haben. (mehr …)
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Die Laube des P-Gartens auf der Seoul Biennale für Architektur und Urbanismus
(gu, rss)
Die diesjährige Seoul Biennale of Architecture and Urbanism widmet sich dem Thema „Imminent Commons“. Als Berliner Beitrag ist in der Ausstellung Commoning Cities die Laube in den Prinzessinnengärten zu sehen. Die von Helen Hejung Choi kuratierte Ausstellung zeigt Beispiele aus 50 Städten weltweit.
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DIY_Fahrradhäcksler-Workshop im Prinzessinnengarten
(Gu, aus Antrag)
Wir planen einen Workshop zur gemeinsamen Herstellung eines DIY-Fahrradbetriebenen
Gartenhäckslers. Dieser Workshop wird innerhalb von 3 Tagen einen fahrradbetriebenen
Häcksler fertigstellen und ist pro Tag ofen für 8 Teilnehmende.
Das Konzept für den Häcksler stammt aus Brasilien. Seine spezielle Form wurde zunächst von
einer challenge bei den Open Source Circular Economy Days 2016 in Berlin inspiriert und
schließlich im April 2017 im Sao Paulo Lab fertiggestellt. Studierende, IngenieurInnen und
TechnikerInnen haben diesen Häcksler gemeinsam entwickelt; in einem Gemeinschafsgarten in
der Peripherie von Santos wurde er getestet. Dort entstand ursprünglich der Gedanke eines
solchen Häckslers, da in diesem Garten die Vorprozesse zur Kompostierung zu viel Zeit
benötigen, da die Zerkleinerung der Kompostzugaben manuell sehr lange dauert. Hier wurde er
auf den Namen papa-galhos (Zweigfresser) getauf und von Maria Augusta Bueno, eine
Mitwirkende des Sao Paulo-Labs, wieder als Idee nach Deutschland gebracht um eine nachhaltige
DIY Möglichkeit zur Grünabfall-Verwertung zu verteilen. (mehr …) -
Laube im P-Garten ist fertig
(Gu, Newsletter)
Es ist soweit. Im August 2015 hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Baugenehmigung erteilt, im Herbst desselben Jahres haben wir das Fundament gelegt, von Mai bis Juli 2016 wurde der dreigeschossige, 10 Meter hohe Holzbau per Hand errichtet und im April und Mai diesen Jahres haben wir die Laube um einen ausziehbaren Raum und eine Terrasse ergänzt. Insgesamt haben über 100 Helfer*innen, Auszubildende der Knobelsdorff-Schule und Studierende der TU-Berlin knapp 12.000 Stunden Arbeit in den Selbstbau gesteckt.
Um den erfolgreichen Aufbau mit Euch zusammen zu feiern und die künftige Nutzung als Gemeingut einzuläuten, laden wir für den kommenden Samstag herzlich zur Eröffnung der Laube ein. Es gibt Führungen, ein öffentliches Gespräch zum Thema „Grün vs Grau“ u.a. mit dem Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg Florian Schmidt und der Planbude Hamburg, und wir zeigen den im Rahmen des Selbstbaus der Laube entstandenen Dokumentarfilm „Die Laube. Stadt (selbst) bauen“. Programm siehe unten
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Nutzung der Laube als Gemeingut

Bild: Generalprobe Laubennutzung, Postwachstums-Slam im Juni 2017
Der Verein common grounds, die Nachbarschaftsakademie und der Bereich „Die Stadt ist unser Garten“ der Prinzessinnengärten werden die Laube als ein selbstorganisiertes Kultur-, Lern- und Nachbarschaftszentrum betreiben, das für gemeinwohlorientierte Nutzungen offen steht. (mehr …)
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GG mit extra Bereich für die Kinder entsteht auf Gelände einer Unterkunft in Kreuzberg
(Gu aus Antrag und Fragen)
Auf dem Außengelände der Johanniter-Flüchtlingsnotunterkunft in Berlin-Kreuzberg mit 100 Bewohnern (nur Paare, Familien, Frauen mit/ohne Kinder) entsteht innerhalb von 6
Monaten ab April 2017 ein Garten mit 12 Hochbeeten und Sandkasten. Er wird auf dem großen Schulhof des ehemaligen Schulgebäudes angelegt. Ein Teil des Gartens ist exklu-
siv den Kindern zur Gestaltung vorbehalten. Die Geflüchteten schaffen sich proaktiv einen naturnahen Ort der Begegnung. Sie entscheiden und organisieren selbstbestimmt im Projektverlauf, wo Bepflanzungen stattfinden und welche Pflanzen konkret angepflanzt werden.
Es besteht bereits eine Garten AG, sie ist neben den Bewohnern offen für alle interessierten Nachbarn. Ziel ist es, langfristige soziale Beziehungen mit der Nachbarschaft aufzu-
bauen, gegenseitige Vorurteile abzubauen und Integration im Stadtviertel erlebbar zu machen. Zusätzlich fördert das Projekt durch Alltagskommunikation zum Thema die Sprach-
kompetenz der Geflüchteten.
Die Berliner Johanniter verantworten die Gesamtorganisation. Die Umsetzung gelingt mit professioneller fachlicher Anleitung und Unterstützung der PrinzessinenGartenBau UGDie Ergebnisse des Projekts werden vor Ort Bestand haben, da die Notunterkunft in eine Gemeinschaftsunterkunft umgewandelt wird.
– Wie groß ist die Fläche und wie zugänglich ist der Schulhof für die Nachbarschaft? Kann man den auch erreichen, ohne durch ein Gebäude durch zu müssen? Wie ist das Procedere für NachbarInnen, mitmachen zu können/das Gelände zu betreten?
Die Fläche, welche für das Gartenprojekt vorgesehen ist, umfasst 450m2 (30m x 15m). Das Gelände der Unterkunft ist für alle Besucher offen. Das Gelände kann betreten werden, ohne durch ein Gebäude zu müssen. Aus Gründen des Brandschutzes werden Besucher jedoch von dem Sicherheitsdienst am Eingang erfasst.
– Wie groß ist die Gruppe derzeit und wie viele NachbarInnen sind schon dabei?
Die Gruppe besteht derzeit aus acht Bewohner der Unterkunft sowie mind. sechs Nachbarn. Zwei Mitarbeiter der JUH begleiten das Projekt koordinierend. Da die Bewerbungsphase für das Projekt noch läuft ist zu erwarten, dass diese Gruppe noch anwächst.
– Wie haben Sie das Gartenprojekt bekannt gemacht (in der Unterkunft und in der Nachbarschaft?)
In der Unterkunft haben wir eine wochentliche Vollversammlung. Auf dieser wurde die Idee des Gartenprojektes entwickelt. Entsprechend sind die Bewohner der Unterkunft immer über den aktuellen Stand der Planungen informiert. Darüber hinaus ist unsere Unterkunft vergleichsweise klein, sodass Informationen auch auf informeller Ebene zuverlässig weitergegeben werden.
Das Erreichen der Nachbarn ist auf unterschiedlichen Wegen erfolgt. Unsere Ehrenamtskoordinatorin sorgt durch monatliche Treffen sowie einen Newsletter für regelmäßige Kommunikation mit unseren zahlreichen ehrenamtlichen UnterstützerInnen, welche sich zu einem großen Teil aus Nachbarn zusammensetzen. Über diese Kanäle wurde das Projekt kommuniziert und in die Nachbarschaft getragen.
– Wie lange leben die BewohnerInnen im Durchschnitt in der Notunterkunft?
Unsere Unterkunft existiert bereits seit August 2016, ca. die Hälfte der ursprünglichen Besetzung wohnt derzeit noch in unserer Unterkunft. Die Länge des Aufenthalts in der Unterkunft variiert stark. I.d.R. ziehen Bewohner nur dann aus, wenn diese ausreisepflichtig sind oder aufgrund eigener Bemühungen eine Wohnung finden.
– Wer in der Unterkunft ist das Bindeglied zu dem Gartenprojekt? Wer macht neue BewohnerInnen darauf aufmerksam und ermutigt Sie, dabei zu sein?
Ein Sozialarbeiter aus der Einrichtung übernimmt die Koordination des Projektes. Ziel ist gleichwohl, dass das die Gärtner (Bewohner und Nachbarn) selbstbestimmt gemeinsam das Projekt weiterführen. Mit den Kindern und Jugendlichen arbeitet stets Erzieherin im ensprechenden Teil des Gartens.
– In dem Finanzierungsplan sind Aufsetzrahmen für die Beete geplant. Unsere Erfahrung zeigt, dass das gemeinsame Bauen von Hochbeeten ein Zugang zu dem Gartenprojekt sein kann und zudem auch Menschen angesprochen werden, die mit „gärtnern“ zunächst nichst anfangen können. Wie wären Beetbautage mit Materialien zum Selberbauen?
Unser Kooperationspartner, die Prinzessinengartenbau UG, hat uns zu dieser Vorgehensweise geraten. Wir können verstehen, dass gemeinsames Bauen ebenfalls Vorteile aufweist, halten Aufsetzrahmen dennoch für eine praktikable Lösung. Da der für das Projekt vorgesehenen Bereich ohnenhin noch hergerichtet werden muss und weiterhin ein Sandkasten errichtet wird, wird die Bauphase zahlreiche Tage und helfende Hände benötigen.
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P-Gärten siuchen Unterstützung für Fest vor Flüchtingsunterkunft
(Gu, Newsletter)
Wir suchen Unterstützung für das Sommerfest im/am Flüchtlingsheim Marzahn-Hellersdorf am 16.9.2016

Seit Mitte 2015 gestalten wir, die Prinzessinnengärten und das Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf, mit der Unterstützung der Lokalen Agenda M-H und dem Einverständnis der Betreibergesellschaft PeWoBe gemeinsam mit den Bewohner*innen – vor allem Kindern – der Unterkunft ein partizipatives Gartenprojekt: regelmäßige Gartensprechstunden, eine Erzählwerkstatt, Ausflüge (in die Prinzessinnengärten) und zwei Gartenfeste sind Inhalte davon.
Wie durch Presse und Studie der ASH bekannt, sind die Zustände in der Gemeinschaftsunterkunft in Hellersdorf nach Berichten der Bewohner*innen sehr schwierig. Auch die ehrenamtliche Initiative „Hellersdorf hilft“ erhob in der letzten Woche Vorwürfe gegen die Betreiberfirma PeWoBe. PeWoBe geht nun gegen „Hellersdorf hilft“ juristisch vor und droht dem Verein mit einer Unterlassungserklärung. Vor zwei Tagen hat laut rbb nun der berliner Senat reagiert und zum 31.Oktober den Vertrag mit der Pewobe gekündigt (http://www.rbb-online.de/politik/thema/fluechtlinge/berlin/2016/08/berliner-senat-kuendigt-vertrag-mit-umstrittenem-heimbetreiber.html). Das ist schon mal gut.
Trotzdem; dies alles, unsere eigenen Beobachtungen und das ehemalige Engagement der Heimleitung Peggy Müller in der DVU, empfinden wir als Belastung für unser Vorhaben, ein großes Gartenfest am 16.9.2016 in der Unterkunft zu starten. Zu diesem 3. Gartenfest „Sei mein Gast“ sind, wie auch zu den Festen zuvor, Nachbar*innen und nachbarschaftliche Initiativen, Freiwillige berlinweit, Presse und Kommunalpolitik eingeladen; viele dieser Akteur*innen bringen sich aktiv ein. Somit bietet es, wie das Fest letztes Jahr gezeigt hat, für die PeWoBe eine sehr gute Möglichkeit, sich positiv zu präsentieren. Um der PeWoBe eine solche Plattform nicht zu bieten, aber gleichzeitig den Bewohner*innen das Fest zu ermöglichen, haben wir uns als Team auf die Strategie verständigt, das Fest auf der Brache vor dem Flüchtlingsheim zu veranstalten.
Da die Fläche öffentlich, also für alle zugänglich, ist, können wir eine „Beteiligung“ aus der rechten Szene des Umfeldes nicht sicher ausschließen, daher würden wir uns sehr über eure tatkräftige und zahlreiche Unterstützung an diesem Tag freuen, ob mit Speis und Trank oder Spiel und Spaß oder einfach eurer werten Anwesenheit…
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Saatguttag im P-Garten
(Gu, Mail)
am 30.7., zwischen 12-18:00, veranstalten wir in Kooperation mit dem Bildungswerk der Böll-Stiftung einen Saatgut-Tag im Prinzessinnengarten. Wir möchten verschiedene Initiativen vorstellen, Grundstock sind bis lang drei Vorträge von Ute Sprenger/VERN, Keimzelle/demeter Saatgutbetrieb aus West-Brandenburg und von 15th Garden/einer Initiative, die sich für Ernährungssouveränität in besetzten syrischen Städten einsetzt.Wir möchten an diesem Tag Initiativen und Menschen den Raum geben, um außerhalb der Vorträge ihre Arbeit und Ideen rund um’s Saatgut (innerhalb des Themenfeldes Ernährungssouveränität, Saatgut als Kulturgut, Ökologische Saatgutzucht etc.) vorzustellen, sei es per Stand, kleinen Workshops, etc.
Wir stellen kostenlos Marktstände für Initiativen (ohne Verkauf) zur Verfügung, oder was eben gebraucht wird. Wir rechnen, je nach Wetter, mit 100-300 BesucherInnen (mehr …)
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Prinzessinnengarten einer der Kooperationspartner bei Zwischennutzung eines Ex-Hotels für Geflüchtete und KünstlerInnen
(Gu, Gespräch)
Ein Ex Hotel am Potsdamer Platz in der Stresemannstraße in Berlin wird bis Ende 2017 als Flüchtlingsunterkunft und Künstlerhaus zwischengenutzt. Es ist eine Erstaufnahmestelle mit 400 Geflüchteten (hauptsächlich Familien, rund 60 Kinder), aber es wohnen wohl auch noch ein paar Altmieter drin.
Oben gingt es zwei Etagen Lofts, die von KünstlerInnen und Gruppen genutzt werden. Laut Marco vom P-Garten gibt es zwischen „unten und oben“ noch viel zu wenig Austausch.
Es gab einen Aufruf, sich an der Zwischennutzung zu beteiligen, bei dem sich 40-50 Gruppen gemeldet haben. Von denen sind 15 ausgewählt worden, eine davon die P-Gärten.
Eine erste gruppenübergreifende Gruppe hat sich zum Thema Gärtnern formiert. Sie wollen einen 10x10m großen Grünstreifen vorm Haus, gegenüber der Kantine, öffentlich zugänglich, zu einem Gemeinschaftsgarten machen und haben auch schon ein bisschen angefangen. Gleich war eine Gruppe von 6 geflüchteten Männern dabei.
Das ganze Projekt ist als Pilotprojekt für das „Haus der Statistik“ gedacht. (mehr …) -
2500 Leute beim Pflanzentauschmarkt im P-Garten
(GU aus RSS)
Der alljährliche Pflanzentauschmarkt in Kooperation mit Social Seeds war dieses Jahr wieder bestens besucht und von strahlendem Sonnenschein begleitet. Ca. 2500 BesucherInnen kamen vorbei um Jungpflanzen einzutauschen, bei regionalen HändlerInnen mit alten Gemüse-Sorten und samenfestem Saatgut einzukaufen, sich bei den Initiativenständen über wesensgemäße Bienenhaltung, autofreies Reisen oder Aufforstungsprojekte zu informieren oder am ReFashion-Refood-Auftaktfestival teilzunehmen, in dem mit Pflanzen gefärbt wurde, Lebensmittelrette zu bestem Essen verkocht und Studenten der Humboldt-Universität Vorträge über die Kommunikation von Pflanzen hielten (mehr …) -
erste Stütze für die Laube im P-Garten steht
(Gu aus RSS)
2013 haben wir angefangen eine begrünte Holzstruktur als Ort des gemeinsamen Lernens und des Austausches im Prinzessinnengarten zu planen. Letztes Jahr hat uns der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg für dieses Vorhaben eine Baugenehmigung erteilt. Nachdem wir im Herbst 2015 zusammen mit Freiwilligen das Fundament gelegt haben, haben wir jetzt pünktlich zum Saisonbeginn die erste Stützte für die Laube im Prinzessinnengarten errichtet. Wie ein Maibaum wurde der 10 Meter hohe Balken ohne Unterstützung von Maschinen Stück für Stück in die Senkrechte gebracht.
Beim Aufbau werden wir unterstützt von Auszubildenden der Knobelsdorff-Schule und Studierenden der TU-Berlin. Die Laube ist als Selbstbauprojekt geplant. Um sie bis zum Sommer errichten zu können, brauchen wir Unterstützung. Alle, die uns beim Bauen helfen wolleb, können das tun.
Zeiten für den Selbstbau*: ab dem 28.4. bis Ende Juni, Mittwochs bis Freitags zwischen 7 und 16 Uhr
Partizipativer Bauprozess
Im Selbstbau errichten wir auf 100 Quadratmetern Grundfläche und mit einer Höhe von 10 Metern eine dreistöckige experimentelle Holzrahmenstruktur am Moritzplatz. Der Bauprozess ist ein Lernprozess im nachhaltigen Bauen. Unterstützt werden wir von Freiwilligen, Auszubildenden der Knobelsdorff-Schule und Studierenden der TU-Berlin.
Lernort als Gemeingut
Die Laube im Prinzessinnengarten ist ein begrünter Lernort. Auf den öffentlich zugänglichen Terrassen entstehen Gemeinschaftsgärten. Die Räume dienen für Workshops, Seminare, Filmvorführungen und öffentliche Gespräche. Im Sinne eines Gemeingutes stehen sie für alle Nutzungen offen, die selbstorganisiertes, gemeinschaftliches, nachbarschafts-, gemeinwohl- und zukunftsorientierten Lernen zum Ziel haben. Hauptnutzerin ist die 2015 gegründete Nachbarschaftsakademie.
Zukunft Moritzplatz
Die Laube ist eine offene Diskussionsplattform. Sie widmet sich Fragen einer partizipativen, sozialen und ökologischen Entwicklung am Moritzplatz.
Idee
Seit 2013 haben Florian Köhl (fatkoehl architekten), Christian Burkhard (Architectuul) und Marco Clausen (Prinzessinnengarten / Nachbarschaftsakademie) die Idee zur Laube gemeinsam entwickelt.
Unterstützung
Der Bau der Laube wird von der Deutschen Bundesumweltstiftung gefördert. Kooperationspartner und Bauherrin ist die Nomadisch Grün gGmbH. Entscheidenden Anteil am Aufbau haben die freiwilligen HelferInnen.
Erster Bauabschnitt: 27. April bis Ende Juni 2016
ErstnutzerInnen
Nachbarschaftsakademie, Prinzessinnengarten, 15th Garden, campus cosmopolis e.V., common grounds e.V., MAZI-Projekt zu lokalen digitalen Netzwerken, anstiftung.
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P-Gärten: Zukunft nach 2018 ungewiss
(Gu, alters)
Artikel dazu hier: http://www.abendblatt-berlin.de/2016/03/28/bioparadies-vom-moritzplatz-bedroht/
und RSS:
Der Senat lässt seit dem letzten Jahr die Nutzungs- und Verkaufsperspektiven aller städtischen Flächen prüfen und einordnen. Auch die Zukunft der Fläche am Moritzplatz, auf der der Prinzessinnengarten bis 2018 einen Mietvertrag hat, soll derzeit vom Bezirk eingestuft werden. Da alternative Nutzungen wie der Prinzessinnengarten nicht in den Kategorien dieses “Clusterungsverfahrens” vorgesehen sind, haben die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg einen Antrag eingebracht, um prüfen zu lassen, ob eine langfristige Vergabe des Grundstücks an den Prinzessinnengarten in Form eines Erbbauvertrages möglich ist. Die letztendliche Entscheidung fällt allerdings nicht der Bezirk, sondern der Portfoliausschuss des Senats und, sollte hier kein Konsens erreicht werden, das Berliner Abgeordnetenhaus. -
Wohnungsbaugesellschaft fördert GG
(Gu, alters)
GG in Berlin-Gropiusstadt entsteht
[…]
Als Auftakt gab es auf dem Gelände am 12. März den ersten Spatenstich mit Bewohnern. Die Hobbygärtner aus dem Quartier legen dort Beete an, pflanzen Gemüse und Blumen und tauschen sich über die Gartenarbeit aus. Alle Bewohner des Quartiers sind eingeladen, den Garten am Käthe-Dorsch-Ring mitzugestalten, zu bepflanzen und die Früchte zu ernten. Unterstützt werden sie dabei vom Verein common grounds und dem gemeinnützigen Unternehmen himmelbeet, die auf vielfältige Erfahrung unter anderem aus den Prinzessinnengärten zurückgreifen können.„Ich bin davon überzeugt, dass Gemeinschaftsgärten das nachbarschaftliche Miteinander stärkt, weil sie Raum für Begegnung, Teilhabe und fürs Selbermachen geben“, sagt degewo-Vorstand Christoph Beck. Neben der Gartenarbeit werden auch Bauworkshops und Gartensprechstunden an den Wochenenden angeboten. Gefördert wird die Begleitung des Gartens vom Bundesministerium für Umwelt sowie dem Umweltbundesamt im Rahmen des von common grounds initiierten Projekts „LebensMittelPunkt – Integration von Gemeinschaftsgärten in Lebens- und Wohnräume“. Die degewo finanziert die Gartenbauarbeiten und fachliche Betreuung und stellt das Gartenland kostenfrei zur Verfügung.“
http://www.berliner-woche.de/gropiusstadt/soziales/spatenstich-fuer-gemeinschaftsgarten-am-kaethe-dorsch-ring-d97090.html (mehr …)
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P-Garten: 2 Gartenprojekte mit/für Geflüchtete
(Gu aus Newsletter, 15.3.)
Das Frühjahr ist schon wieder voll mit Anzuchtworkshops und Aufbauterminen für viele Berliner Ablegergärten in Schulen und anderen Institutionen, die unser Gartenbauteam mit initiiert und betreut. Auf zwei davon sind wir besonders gespannt: auf dem Foto seht ihr den Gemeinschaftsgarten, den Über den Tellerrand e.V. zusammen mit weiteren Akteuren auf dem Dach des Sharehaus des Refugio e.V., einem Lebens- und Wohnort für Geflüchtete und Beheimatete, aufgebaut haben. Über den Tellerrand plant nun einen weiteren Gemeinschaftsgarten in unmittelbarer Nähe ihres neuen Hauses auf der Roten Insel in Schöneberg, der bereits ‚Inselgarten‘ getauft wurde. Hier sollen die bereits stattfindenden Koch- und Vernetzungsaktivitäten um einen Garten erweitert werden, der auch durch die unmittelbare Nachbarschaft nutzbar sein wird, und als Vernetzungs- und Gemeinschaftsort Geflüchteten und Beheimateten einen schönen, essbaren Ort bieten wird. Wir wurden als gärtnerisch-partizipative Begleitung eingeladen und freuen uns drauf! Am 16.4. wird es mit gemeinsamer Jungpflanzenanzucht losgehen, falls jemand aus der Nachbarschaft hier liest und Interesse daran hat, am Inselgarten mitzumachen gerne unter gartenbau@prinzessinnengarten.net melden.
Des Weiteren wird der Garten in der Geflüchteten-Unterkunft in Marzahn, Ecke Maxie-Wander/Carola-Neher Straße weitergehen können, u.a. dank des Umweltpreises Marzahn-Hellersdorf, den wir zusammen mit dem hochengagiertem Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf für die Arbeit letztes Jahr gewonnen haben. Am 13.5. wird es dort ab 14 Uhr ein Garteneröffnungsfest geben, an dem wir auch herzlich alle einladen, die mithelfen und vorbeischauen möchten. Auch hier bei Interesse bitte an gartenbau@prinzessinnengarten.net wenden.
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Clusterverfahren/Antrag auf Erbpacht für den Prinzessinnengarten
[…]Die Grünen-Fraktion der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat mich angerufen und mich informiert, dass sie für das derzeit laufende Clusterungsverfahren des Senats einen Antrag in der BVV einbringt. Die sogenannte Clusterung wird darüber entscheiden, wie in Zukunft mit Flächen im öffentlichen Eigentum wie der des Prinzessinnengartens umgegangen wird. Es gibt verschiedene Einteilungen in diesem Verfahren, manche sehen die Nutzung durch Bezirke und Senat vor, manche den Verkauf und manche Konzeptverfahren. Im Sommer soll das Verfahren abgeschlossen sein. Wir hatten in den Protokollen zum Beteiligungsverfahren und auch in öffentlichen Veranstaltungen zu dem Thema im Rahmen der Nachbarschaftsakademie schon einmal auf dieses Verfahren hingewiesen und auch darauf, dass die Zuordnung für Kreuzberg in diesem Frühjahr stattfindet und von Bezirksseite auch der Wunsch geäußert wurde, von Seiten des Prinzessinnengartens Ideen zu entwickeln, die den Bezirk unterstützen und eine Verkaufsperspektive vermeiden. Wenn man Einfluß auf die Clusterung nehmen will, dann muss dies jetzt geschehen. Aufgrund dieses Zeitdrucks, so mein Eindruck, ist die Grünen-Fraktion jetzt aus eigener Initiative tätig geworden.
Der Antrag der BVV-Fraktion der Grünen sieht vor, durch das Bezirksamt prüfen zu lassen, ob eine Einordnung der Fläche am Moritzplatz in die Vermarktungsperspektive 3 (Erbpacht) möglich ist, um damit einen langfristigen Erhalt des Gartens zu ermöglichen. Insbesondere sollen dadurch die positiven Auswirkungen auf Nachbarschaft und Bezirk (Bildung, Soziales) gesichert werden.
Mit diesem Antrag ist keine Vorentscheidung für die Haltung des Bezirks verbunden. Es handelt sich zunächst nur einen Prüfungsauftrag, der feststellen soll, ob eine Erbpachtlösung überhaupt von Bezirksseite umsetzbar wäre. Auch ist zu beachten, dass die Haltung des Bezirks keineswegs ausschlaggebend ist für um die Einstufung durch den Portfolio-Ausschuß des Senats, der letztendlich die Entscheidung zu den Flächen trifft (bzw. wenn hier kein Konsens herrscht, entscheidet der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses).[…] (mehr …) -
Gartenprojekt im Innenhof einer Flüchtlingsunterkunft in Marzahn/Hellersdorf (Berlin)
„Die Bewohnerinnen und Bewohner der Unterkunft, meist Kinder, haben Ende Juli zusammen mit dem Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf im HVD Berlin-Brandenburg und den Kreuzberger Prinzessinnengärten mit viel Spaß und Power einen urbanen Garten im Innenhof der Unterkunft angelegt. Im und rund um den Garten ist in den letzten Wochen eine Menge passiert: nach dem Aufbau gab es Gartensprechstunden, ein Besuch in den Kreuzberger Prinzessinnengarten mit Kochkurs und einem Kurs zum Eigenbau von Gartenmöbeln sowie eine Seed-Bomb-Werkstatt auf dem Nachbarschaftsfest am Kastanienboulevard.
Nun lädt die Unterkunft unter dem Motto „Sei mein Gast“ zu einem Fest in den vor wenigen Wochen angelegen Garten ein. Dabei sollen nicht nur die ersten geernteten Produkte auf den Tisch kommen, sondern auch verschiedene Aktivitäten von, mit und für die Flüchtlinge stattfinden. Viele Organisationen und Initiativen in der Nachbarschaft der Flüchtlingsunterkunft unterstützen dabei: Die Jugendfreizeiteinrichtung SENFTE 10 bietet einen Skateboard- und Jonglierworkshop, die Villa Pelikan ein Recyling-Basteltisch, der SportJugendClub Hellersdorf wird vieles zum Thema Bewegung machen, so etwa das beliebte Leitergolf-Spiel, die Bibliothek Kaulsdorf stellt Bücherpakete für Erst_Leser_innen und das rot-weiß-gestreifte Berliner Clowninnen-Duo Sti & Stu wird gemeinsam mit dem Kleinkunst-Street-Theater What Giants!? für lustige Momente sorgen. Für grenzenlose Musik und internationales Essen ist gesorgt.
Darüber hinaus wird das Kinder- und Jugendprojekt La Famiglia der Metrum gGmbh Burger anbieten und die Großbäckerei Märkisches Landbrot Butterstullen zur Verfügung stellen. Alle Freundinnen und Freunde sind herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.Der Garten in der Flüchtlingsunterkunft Maxie-Wander/Carola-Neher-Str. ist ein gemeinsames Projekt des Kinder- und Jugendbeteiligungsbüros Marzahn-Hellersdorf im HVD Berlin-Brandenburg, den Kreuzberger Prinzessinnengärten alias nomadisch Grün gGmbH und der Unterkunft-Betreibergesellschaft PeWeBo. Unterstützt wird es von der Lokalen Agenda Marzahn-Hellersdorf und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.“
http://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/aktuelles/pressemitteilungen/2015/pressemitteilung.369467.php (mehr …) -
Gartenprojekt am Haus Leo in Berlin
(Gu, Mail, 10.8.)
Das Haus Leo in Berlin Neukölln (Träger Berliner Stadtmission): „Das Haus Leo ist eine Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlingsfamilien aus der ganzen Welt. Anders, als bei vielen anderen Flüchtlingswohnheimen, bieten wir den Menschen, vorranging Familien, 2-Zimmer-Wohnungen, wodurch sie ein eigenständiges und privates Leben führen können.am Berliner Hermanplatz“ hat auch ein Gartenprojekt. „Wir betreuen diesen Garten in Kooperation mit den Prinzessinnengärten. Da wir im Moment, insbesondere im Team das sich um den Garten kümmert, personelle Umstellungen haben [haben wir keinen Ansprechpartner]“.
http://www.berliner-stadtmission.de/haus-leo (mehr …) -
P-Gartenleute gärtnnern mit Flüchtlingen
(Gu aus RSS; 18.7.)
Was lernten wir aus unserem letzten Besuch im Haus Leo, bei dem wir mit Flüchtlingen einen Gemeinschaftsgarten bauten? Afghanischer Safran braucht sandigen Boden (ich habe mittlerweile Safran/Krokuszwiebeln von Bingenheim bestellt, weil der Postweg aus dem Hindukusch so lange dauert), Papaya ist eine der beliebtesten Früchte Somalias, diese wollen wir probeweise mal anbauen und überwintern oder zu Salat sagt man Salata in Mogadishu. Gärtnern als Vehikel des Austausches, als Abwechslung vom tristen Alltag, zur Integration von Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Tschetschenien, Somalia und Afghanistan (mehr …) -
Sommerküche im Prinzessinnengarten wird vielfältig genutzt
(Gu aus RSS, 15.7.)
Sommer(kochen) im PrinzessinnengartenSeit letztem Jahr gibt es unsere kleine Workshopküche im Prinzessinnengarten, an der gemeinsam gekocht, gegessen und verarbeitet werden kann. Mittlerweile wird sie von Kindergruppen (z.B. von ‚Teller statt Tonne‚), verschiedenen Initiativen (z.B. ‚über den Tellerrand kochen‚) oder auch privaten Gruppen genutzt um dort Ernte aus dem Garten zu verarbeiten, Workshops (z.B. zu Fermentierung) zu geben oder um über die gemeinschaftliche Tätigkeit des Kochens Leute zu einem bestimmten Thema zusammenzubringen (z.B. das Soli-Dinner der Schnittstelle). So oder so, wir finden sie toll und sie wird auch im Sommer fleißig genutzt, im folgenden findet ihr einen Auszug unserer Sommer-Veranstaltungen, die an der kleinen Küche stattfinden. Falls ihr Fragen zu dieser habt, oder sie vielleicht selber ein Mal nutzen möchtet, schreibt gerne an selberkochen@prinzessinnengarten.net
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Gartenbau des P-Gartens macht auch ganz klassische Aufträge
(Gu, RSS, 5.6.)
Jenseits von Gemüse und Hochbeeten bauen wir auch schon mal in Genre des klassischen Gartenbaus für Privatleute. Selten, aber Spaß macht auch das (mehr …) -
Prinzessinnengarten und Flüchtlinge
(Gu aus RSS;
1.6.:
Im Rahmen des Projekts Visionary Archives am Arsenal hat die Filmemacherin Filipa César gemeinsam mit Flüchtlingsaktivisten, Filmemachern und Journalisten aus Guinea-Bissau einen Abend aus Spaziergängen, Screening, Workshops und Diskussionen organisiert. Nach einem Besuch am Infopoint am Oranienplatz und einer Darstellung der gegenwärtigen Situation der Flüchtlinge durch die Aktivisten, sind an Sonntagabend über 100 Menschen zum Abschluss der Veranstaltung in den Prinzessinnengarten gekommen. Gezeigt wurden Bilder zur Geschichte des Flüchtlingscamps am O-Platz sowie Archivmaterialien aus der Befreiungsbewegung in Guinea-Bissau der 60er und 70er Jahre
2.6.:
Für das Flüchtlingsheim Haus Leo baut das Team vom PrinzessinnenGartenBau in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt (HKW) einen Nutzgarten auf. In partizipativen Gartensprechstunden werden wir Gemüsesorten und Kräuter anbauen und regelmäßig den Garten begleiten. Auch wir lernen nun den Anbau von Safran nach afghanischen Vorbild, tauschen Anbaumethoden mit Menschen aus Syrien und dem Iran aus. Alles was klimatisch hier möglich sein sollte, versuchen wir zu kultivieren. Wissenstransfer par excellence.
rbb/Annika Klügel

