(Gu aus alters)
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Das Projekt „Essbare Stadt“ wird in Puchheim im Februar starten. Monika Dufner vom Umweltamt hat am Dienstag erste Projekte vorgestellt, mit denen die Aktion beginnen könnte. Essbare Stadt bedeutet, dass auf innerstädtischen Brachen, Dächern, Gärten, Fassaden und in Parks Obst und Gemüse angebaut werden, die die Bürger ernten können. Vor dem Quartiersbüro im Planie-Viertel stehen bereits einige „Big Bags“, große Taschen aus wiederverwertbarem Material und mit Erde gefüllt, die bepflanzt werden können.
Im ersten Jahr könnte man eine Streuobstwiese mit Bienen, eine Fläche, auf der frisch vermählte Paare einen Hochzeits-Obstbaum pflanzen, dazu kleine Gärten an der Josefstraße, einen Bürgergarten am Bahnhof mit Hochbeeten ähnlich dem „Pflanzlgarten“ in Gröbenzell sowie „Bürgeräcker“ anlegen nach dem Vorbild der „Fürstenäcker“, die seit zwei Jahren im Brucker Norden bewirtschaftet werden. Solche könnten nach Angaben Dufners am kleinen Ascherbach auf zwei kleinen Ackerstreifen im Norden oder auf einer Fläche am Büchlweg eingerichtet werden. Alle drei Flächen gehören der Kommune. Außerdem sei ein Bauer bereit, eine Fläche nahe der Kreisstraße 11 zur Verfügung zu stellen.
Die Hochschule München konnte als Kooperationspartner gewonnen werden. Im Rahmen eines Projekts Lebensweltanalyse werden sich Studenten mit dem Puchheimer Vorhaben beschäftigen und im Juli ihre Ergebnisse präsentieren. Noch im Dezember könnten auf der Wiese am Büchlweg die ersten Beerensträucher gepflanzt werden, meinte Dufner. Die Auftaktveranstaltung für die Bürger ist für Mitte Februar geplant. Von März bis Mai könnten dann die Bürgeräcker und Bewohnergärten bestellt werden. „Es sind am Anfang nur ein paar Flächen, aber es sind sicher noch andere vorhanden“, meinte Dufner.
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