Schlagwort: Recycling

  • IG Ratingen West: Gewächshaus aus Plastikflaschen

    (alerts)

    m Gemeinschaftsgarten in Ratingen West – zwischen dem Kirchenzentrum am Maximilian-Kolbe-Platz und der Wohnbebauung – treffen sich die Aktiven an diesem Tag zur Gemeinschaftsarbeit. Angrenzend an das Gerätehaus soll ein Gewächshaus für die Tomaten entstehen, damit die Pflanzen auch bei Regen überleben können. Die ehemalige Hundeauslaufwiese hat sich zu einer grünen Oase entwickelt. Anwohner nutzen hier die Möglichkeit, ihr eigenes Gemüse anzubauen, sei es in eigenen Beeten oder in den gemeinschaftlichen Hochbeeten. Fachliche Unterstützung bekommen sie dabei von der Landschaftsgärtnerin Dunja Plesnik, die an diesem Tag mit den Gärtnern auch das Gewächshaus aus gebrauchten Plastikflaschen bauen will.
    Der Caritas-Gemeinschaftsgarten ist ein Teilprojekt des Projekts InWESTment und wird im Rahmen des ESF-Bundesprogramms „Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier – BIWAQ“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und den Europäischen Sozialfonds gefördert. Inzwischen geht das Projekt in die dritte Vegetationsperiode – mit wachsender Resonanz. Alle 30 Parzellen sind derzeit vergeben. Wer noch mitmachen möchte, „muss auf die Warteliste“, sagt Martin Sahler von der Caritas. Aufgrund des großen Erfolgs soll der Gemeinschaftsgarten nun noch vergrößert werden. Etwa ein Drittel der angrenzenden ungenutzten Fläche soll dazu kommen. Der Rest der Wiese soll als Spielfläche für  Kinder dienen.
    Stück für Stück mausert sich der Gemeinschaftsgarten zu einem besonderen Ort, nicht nur für die Gärtner selbst. „Hier schauen auch immer wieder Nachbarn vorbei oder Kindergartengruppen“, sagt Dunja Plesnik. Auch an diesem Tag gibt’s Besuch von den Kleinen, für die die Gießkannen bereits bereitstehen. Das Wasser dafür kommt aus den  Wassertanks. „In Zukunft soll es aber einen Brunnen geben“, sagt Plesnik. Im vergangenen Jahr kamen die Gärtner mit dem Wässern  und Wiederbefüllen der Tanks kaum nach.
    Seien die Anwohner zur Eröffnung des Gemeinschaftsgartens noch skeptisch gewesen, „sind wir jetzt zu 110 Prozent akzeptiert und im Stadtteil angekommen“, sagt Plesnik. Das zeigte sich auch im Vorfeld der Gewächshaus-Aktion. Denn dafür benötigten die Gärtner jede Menge gebrauchter Plastikflaschen und die wurden aus der Nachbarschaft eifrig gespendet. Jetzt hieß es, Etiketten ablösen, Flaschen ausspülen und den Boden heraus schneiden. Dann ließen sich die Flaschen übereinander stülpen, auf Bambusstöcke auffädeln und an das vorbereitete Gerüst anbringen.
    In den Beeten pflanzen die Gärtner das an, was sie gerne essen. Dazu gibt es ein paar Obst- und einen Walnussbaum auf dem Gelände und einen Bienenstock. Selbstverständlich wird die Ernte im Herbst untereinander auch getauscht. „Und wenn wir zu viel haben, verschenken wir es auch“, sagt Dunja Plesnik. „Wir geben gern.“

    Der eingezäunte Garten ist öffentlich zugänglich, nur das Gerätehaus ist verschlossen. Dafür haben die Teilnehmer jeweils einen Schlüssel. Denn die Gärtner sind meist zu unterschiedlichen Zeiten vor Ort. Einmal im Monat jedoch ist samstags  Gemeinschaftsgärtnern angesagt. „Wer nicht kann, meldet sich ab“, sagt Dunja Plesnik, die dann selbstverständlich auch vor Ort ist, um Tipps zu geben und mit anzupacken. Das große Ziel jedoch ist, dass aus dem Projekt mal ein autarker Garten wird.

    https://rp-online.de/nrw/staedte/ratingen/ratingen-west-gaertner-bauen-gewaechshaus-aus-plastikflaschen_aid-39064499


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  • Ab geht die Lucie: riesengroßes Hochbeet und Patchworkmauer entstehen

    (ANtrag/Antworten)

    Nach 5 Jahren Gärtnern auf Beton wurde der Lucie-Flechtmann-Platz im Frühling 2018 entsiegelt.
    Der Platz ist nun  ein „echter“ Stadtgarten, der uns Stadtgärtner*innen langfristg erlaubt im
    öff entlichen Raum öko ologisch nachhaltg zu gärtnern und unsere Stadt selbst und zuko untsfähig mit
    zu   gestalten.   Der   neu   hergestellte   Platz   bietet   bisher   (noch)   wenig   Abwechslung   in   seiner
    Beschaff enheit.   Neben   großen   Gemüsebeeten,   den   wiederaufgebauten   Hochbeeten   aus   dem
    Projeko t „Lerngarten Lucie“, frisch angepfanzten Sträuchern und einigen den Platz umgebenden
    Bäumen, mangelt es noch an vielfältgen Struko turen und Lebensräumen. Diese müssen von uns
    ehrenamtlichen   Gärtner*innen   selbst   aufgebaut   werden.   Dies   umfasst   neben   sämtlichen
    Gartenelementen wie Beeten, Kompost und Bewässerungsmöglichko eiten auch Sitzgelegenheiten
    und Weterschutz.
    Es soll daher auf einer sichelförmig angelegten, 30m² Beetläche in der Platzmite ein erhöhtes
    Beet   entstehen,   das   durch   eine   Patchworko mauer   eingefasst   ist.   Die   Patchworko mauer   aus
    verschiedenen recycelten Materialien soll zu großen Teilen als Trocko enmauer angelegt werden und
    bietet zahlreichen Lebewesen ein zu Hause. Durch ein solides Fundament und eine Verko lebung der
    oberen Mauerschichten  ist sie stabil genug, um langfristg im öff entlichen Raum zu bestehen und
    eine   Sitzgelegenheit   für   Platzbesucher-   und   Gärtner*innen   zu   bilden.   Das   auf   diese   Weise
    entstandene Hochbeet soll als Magerbeet mit sandigem, nährstoff armen Boden angelegt werden.
    Es bildet so einen trocko enen, sonnigen Standort, der sich besonders für Kräuter und andere
    spezifsch angepasste Pfanzen eignet. Das Magerbeet als besonderes Miko rohabitat ergänzt den
    Gemüsegarten und bereichert das Gärtnern im typischerweise feuchten, norddeutschen Klima.
    Projeko tergebnis ist ein langlebiges, multfunko tonales Hochbeet, das zeitgleich als Sitzgelegenheit
    und Lebensraum dient. Durch die Errichtung der Trocko enmauer und eine vielseitge Bepfanzung
    des Magerbeetes wird Artenvielfalt in der Stadt unmitelbar gefördert und Lebensräume auch in
    der Vertko alen eröff net. Der Bau der Trocko enmauer aus recyceltem Material spart Ressourcen und
    vermeidet   insbesondere   bei   dem   verwendetem   Naturstein   einen   unnötgen   Abbau   von
    Landschaten in anderen Teilen der Welt. Vorgesehen ist die Verwendung von 18m³ Naturstein, die
    derzeit noch als Grundstücko seinfassung im Bremer Umland (Weyhe) aufgebaut sind und von uns
    umfunko toniert werden ko önnen. Als weiteres Material ko önnen wir Ziegel aus einer stll gelegten
    Ziegelei   ebenfalls   aus   Weyhe   beziehen,   sowie   verschiedene   Materialreste   von   Galabau-
    unternehmen. Bei der Auswahl der Bepfanzung wird auf öko ologischen Anbau geachtet.
    Der Bau des Beetes durch 10-15 Ehrenamtliche ist für Mite Mai geplant. Die Größe des Beetes und
    die Anforderung an  die Anlage langfristg im öff entlichen Raum  zu bestehen, erfordern  eine
    fachko undige   Anleitung   des   Eigenbaus.   Entsprechende   Honorare   sind   bei   der   senatorischen
    Behörde für Bau, Umwelt und Verko ehr (SUBV) Bremen beantragt. Das notwendige Bodenmaterial
    (30 ko ubiko meter) ist bei den städtschen Entsorgungsbetrieben KNO als Sachspende angefragt. Bei
    der  ansti ft ung   werden   die   Finanzierung   des   Materials   für   die   40   m   lange,   45   cm   hohe
    Patchworko mauer, sowie Mitel für die Anschaff ung von Jungpfanzen in Höhe von insgesamt 5000
    Euro beantragt.

    > – wie wird die Struktur des Beetes angelegt? Wie kann man dann „dort oben“ gärtnern? Plant ihr da Wege etc.? Wie kommt man „da hoch?“ mit Schubkarre z.B. und auch mit ggf. körperlichen Einschränkungen?

    Das erhöhte Beet kann nicht barrierefrei betreten werden. Mit körperlichen Einschränkungen kann also nur am Beetrand, nicht in der Beetmitte gegärtnert werden. Mit der Schubkarre kommt man allerdings hoch, indem einfach ein Brett als Rampe schräg an die Mauer gestellt wird. Ohne körperliche Einschränkungen kann in dem Beet herumgelaufen und gegärtnert werden – was jetzt nicht täglich und für die breite Öffentlichkeit angedacht ist, sondern nur für das offene Sonntagsgärtnern. Dafür werden Backsteine und Platten im Beet verlegt, auf die getreten werden kann.

    > – wie wird dieses Beet dann bearbeitet, bzw. wer macht das? Macht ihr alles gemeinschaftlich oder gibt es bei euch Patenschaften oder auch direkte Zuordnungen von Beeten (habe ich leider schon wieder vergessen)

    Wir haben uns dafür entschieden, Beetpatenschaften nur noch auf direkte Anfrage zu vergeben, da die Verlässlichkeit der Beetpat*innen in den letzten Jahren gegen Ende des Sommers immer stark abgenommen hat. Wir planen daher, alles gemeinschaftlich zu begärtnern. Das hat 2018 gut geklappt und ein ganz anderes Gruppengefühl erzeugt. Alle, die an Sonntagen dazukommen, werden eingebunden. Wir haben für 2019 fünf Palettenhochbeete (je 1qm) für Anfragen nach Beetpatenschaften „reserviert“.

    > – Wie wird die Ernte geteilt und was passiert dann damit?

    Seit der Entsiegelung haben wir immer während des Sonntaggärtnerns gemeinsam geerntet und die Ernte dann unter allen Anwesenden, die mitgegärtnert haben, aufgeteilt. Odt haben wir noch vor Ort zusammen gegessen. Da wir ja im öffentlichen Raum gärtnern ist aber immer ungewiss, wie die Ernte aussieht. Letztes Jahr gab es ein Kürbisgate und alle unsere 30 prächtigen Kürbisse wurden innerhalb einer Nacht weggeerntet… Dienstags und Donnerstags abends sind Gießtermine, nach denen gelegentlich auch geerntet wurde (zB Salate, die bei der Hitze ja sehr geschossen sind und nicht lange stehen gelassen werden konnten).

    > Wie viele Gemüsebeete gibt es dann noch?

    Es gibt dann noch 23 Gemüsebeete von ca 1mx8m in unserem „Hauptgemüsebeet“ an der Grünenstraße. Außerdem gibt es links und rechts des Hauptgemüsebeetes noch Flächen von ca 25qm (an der Häschenstraße) und ca 50qm (an der Heinrich Bierbaumstraße) die je nach Fruchtfolge auch mit Gründünung oder Gemüse bepflanzt werden. Hier sollen in Zukunft aber auch Getreide und evtl Färberpflanzen wachsen. Dazu kommen noch ca 20 Palettenhochbeete.

    > . wie lange wird der Bau dauern und wer wird die Anleitung machen?

    Der Bau soll maximal 3 Tage dauern. Angedacht ist das Wochenende vom 10.-12.Mai. Die Anleitung würde voraussichtlich das befreundetes Galabauunternehmen „baumrausch“ übernehmen.

    > -kannst du die Materialkosten ein bisschen auffächern? (Wenn das nicht

    > zu mühsam ist)

    Die Materialkosten setzen sich aus dem recycelten Naturstein, Klinker und Backstein und Betonplatten zusammen (ca 2500 Euro), sowie der Anlieferung (500 Euro). Der exakte Preis der Recyclematerialien kann noch leicht variieren, da wir ja keinen Neukauf tätigen und die Preise telefonisch eingeholt haben. Dazu kommen dann noch Zementmörtel (ca 85

    Euro) und Mineralgemisch (300 Euro) für das Fundament und die Verklebung.


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  • Gartenprojekt in Potsdam Nord will größer werden

    (Gu aus Antrag)

    Wir sind eine Gruppe von ca. 15 Erwachsenen (+Kindern), die seit letztem Jahr am Eichelkamp gemeinsam gärtnern. Die Gruppe setzt sich zusammen aus Bewohner_innen des Hausprojektes Eichelkamp, aus Mitgliedern des Drachinzeit e.V. und anderen regelmäßigen Besucher_innen aus Potsdam. Es wurden im vergangenen Jahr bereits einige Hochbeete angelegt und bepflanzt.

    Und nun?

    Aktuell sind wir als Gruppe dabei einen Pflanzplan für dieses Jahr zu erstellen und neue Beete zu planen. Dabei berücksichtigen wir die Ideen der Permakultur um bodenschonend und nachhaltig zu arbeiten. Außerdem wollen wir den Ertrag steigern, damit alle Gärtner_innen sich ein Stück weit selbstversorgen können.

    Bislang gibt es vor allem Aktionen, zu denen wir uns gemeinsam treffen und diese an Wochenenden gemeinsam umsetzten. Gerade bauen wir einen Geo-Dom aus im Sperrmüll gesammelten Lattenrosten, dies soll unser Gewächshaus werden.

    Wir wollen den Garten erweitern und vergrößern um auch mehr Menschen mit einzubeziehen. Einige Beteiligte haben zurzeit keine feste Lohnarbeit, können sich dafür mehr in der Gartenplanung einbringen. Wir gehen mit Zeit- und Geldressourcen solidarisch um.

    Eine der neuen Ideen ist es Menschen die Möglichkeit zu geben ein eigenes Beet zu gestalten, dadurch würde der Garten auch dauerhafter als bislang zu den regelmäßigen Aktionen von noch mehr Menschen besucht werden.

    Akut planen wir verschiedene Veranstaltungen: Pflanzaktionen, Einweck-Workshops und thematisch anders ausgerichtete Events, zu der oft auch die unmittelbare Nachbarschaft erscheint. Zu diesen Anlässen werden wir Menschen einladen, sich der Gruppe anzuschließen und mit uns zu gärtnern. Sobald wir wissen, dass wir die Infrastruktur schaffen könnten, um mehr Menschen einzubeziehen, würden wir aber über unser Netzwerk direkt Interessent_innen aus Potsdam gewinnen.

    Mit der geplanten Gartenerweiterung würden wir den Menschen die bislang regelmäßig zu Aktionen erscheinen einen festen Platz im Garten schaffen und den diesen damit noch weiter öffnen. Dies gilt natürlich auch für neue Interessent_innen, die selber keinen Garten haben und gerne gemeinschaftlich arbeiten und wirken wollen.


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  • PAT Garten in Regensburg erfolgreich gestartet

    (Gu aus Sachbericht9

    Im Mai 2017 hat sich eine kleine Gruppe von
    Leuten getroffen, welche sich zum Ziel gesetzt haben eine Begrünung des Autobahntunnel
    Grundstückes im Regensburger Westen anzustreben. Die Vorstellung des Baus von einigen
    Hochbeeten in Kooperation mit dem nahe gelegenen Seniorenheim, wurde in die Tat umgesetzt. Die
    Freigabe des Grundstückes über das Gartenamt, kam nach mehreren Gesprächen zustande. Der
    Umweltbürgermeister Jürgen Huber übernahm auf Anfrage die Schirmherrschaft für dieses Projekt.
    Ohne diese Kooperationen wäre es nicht möglich gewesen, dass die Beete gebaut werden, weil die
    Freigabe durch die Stadt eine wesentliche Grundlage für das Projekt darstellte. Durch monatliche
    Organisations- und Bautreffen konnten die Hochbeete Ende Mai fertig gestellt und bepflanzt
    werden. Über die Transition Regensburg Verteiler und über mehrere Zeitungsartikel, wurden
    InteressentInnen angesprochen und aktiviert. Das Projekt wurde gestartet mit zahlreichen
    Interessierten aus der näheren und weiter gefassten Nachbarschaft, welche eine Patenschaft
    übernehmen wollen oder einfach helfen wollten beim Aufbau des Projektes. Mit einigen Helfern
    haben wir unser Werkzeug und Baumaterial im Mai zusammengestellt und in unregelmäßigen
    Abständen an den Hochbeeten gebaut.
    Materialaufstellung
    Die Zielsetzung möglichst viel Upcycling beim Aufbau der Hochbeete zu betreiben, ist uns
    geglückt.
    Wir haben von einigen lokalen Firmen und mittelständischen Unternehmen Material als
    Sachspenden erhalten. Vor allem alte Euro- und Einwegpaletten, sowie auch Erde und
    Gartenmaterial, sowie auch Gemüsepflanzen wurden uns im Laufe des Projektstartes gespendet.
    Gesammelt wurden vor allem Einwegpaletten für 16 Hochbeete. Die Beete sind fast alle 2,40 m
    lang, 1,20 m breit und 80 cm hoch. Ebenso haben wir Teichfolie verschiedenster Art und Schrauben
    für die Beete verwendet und aus den Mitteln der Ertomis Stiftung besorgt.
    Die Befüllung der Beete erfolgte in vier Schichten. Bekommen haben wir Erde vom Gartenamt und
    von einer lokalen Firma welche gesunden Bodenkompost angeliefert hat. Im unteren Bereich der
    Beete wurden Äste aus den umliegenden Bäumen und von der Grünsammelstelle eingelegt. Ebenso
    haben wir das Gartengrundstück gemäht und den Grünschnitt für die 2. Schicht verwendet.
    Kompost und Laub für die 3. Schicht kam von verschiedenen Helfern im Umfeld.
    Die Bewässerung haben wir aus zwei IBC-Kanistern sichergestellt, welche ebenfalls von einer
    Regensburger Firma gekauft wurden. Angehängt daran wurden einfache Gartenschläuche zur
    Bewässerung. ( In der kommenden Saison möchten wir die Bewässerung optimieren, in dem wir
    Schläuche im kompletten Garten verlegen und Sie an die IBC Kanister anschließen.)
    Die Ernte von haushaltsüblichen Gemüsesorten erfolgte ab Juni bis etwa Ende Oktober.
    Geerntet wurden Kürbisse, Gurken, Paprika, Pepperoni, Tomaten, Kohl, Salat, Radieschen,
    Karotten, Kartoffeln, Kräuter, etc. Ein abschließendes Gartenfest, wurde als Erntefest auf dem
    Grundstück Ende August veranstaltet. Dabei kamen auch Nachbar, die bislang nicht am Projekt
    beteiligt waren (mehr …)

  • Gärtnern, Reuse, Foodsharing und mehr im GG Nia Domo in Chemnitz

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    im Jahr  2014  ist in  Kooperation  mit  Partnervereinen  in  Brasilien  (Sao Paulo)  und  Argentinien(Buenos  Aires)  das  trilaterale  Jugendökologieprojekt  „Nia  Domo“
    (Esperanto:  „unser  Haus“)  ins  Leben  gerufen.  Dieses  befasst  sich  im  Austausch  mit  den Partnervereinen  mit  Aspekten  ökologisch-nachhaltigen  Bauens,  Re-  und  Upcycling  sowie permakulturell  orientierten  Gartenbaus.  Dafür  wurde  im  Jahr  2015  eine  ca.  400  m²  große brachliegende  Fläche  auf  dem  Vereinsgelände  zur  gärtnerischen  Bewirtschaftung  nutzbar gemacht. Im Rahmen einer Jugendbegegnung im Jahr 2015 wurde gemeinsam mit deutschen, brasilianischen  und  argentinischen  Jugendlichen  ein  an  dem  Prinzip  der  „Earthships“  des amerikanischen  Architekten  Michael  Reynolds  orientiertes  Gewächshaus  errichtet,  das  den zentralen  Punkt  des  Gartenprojektes  darstellt.  Im  Jahr  2016  wurde  gemeinsam  mit Jugendlichen, jungen Erwachsenen und jungen Migranten aus Chemnitz die nutzbare Fläche erweitert,  ein  Kompost  und  eine  Feuerstelle  angelegt,  eine  bepflanzbare  Umgrenzung  und erste  Hochbeete  errichtet.  Im  Sommer  wurde  im  Rahmen  einer  weiteren  internationalen Jugendbegegnung ein Lehmofen gebaut. Für das Jahr 2017 ist in gemeinsamer Planung mit den  involvierten  jungen  Menschen  aus  dem  Stadtgebiet  der  weitere  Ausbau  des Gemeinschaftsgartens und eine permakulturell orientierte Bepflanzung des Gartens geplant.
    Konkret geht es im Bereich der baulichen Maßnahmen um das Anbringen von Dachrinnen zur Gewinnung von Regenwasser zur Bewässerung der Anpflanzungen, das Anlegen von Wegen
    und  Sitzmöglichkeiten,  den  Ausbau  eines  überdachten  Geräteschuppens  und  die Fertigstellung  bzw.  Instandhaltung  des  Gewächshauses.  Im  gärtnerischen  Bereich  soll  eine
    Begrünung  der  Bodenfläche  und  eine  nutzungsorientierte  Bepflanzung  des  Gewächshauses und der im letzten Jahr  neu  geschaffenen Beetflächen erfolgen. Die  gewonnen Erträge des Gartens kommen sowohl den Mitgärtnern als auch den sozialen Projekten des Vereins (z.B. wöchentlich stattfindenden Geminschaftsküche, auf dem Gelände befindlichen FairTeiler des
    Foodsharing-Projektes  in  Chemnitz)  zu  Gute.

    Das Gartenprojekt „Nia Domo“ auf dem Gelände des Alternativen Jugendzentrums ist sowohl als offener Gemeinschaftsgarten konzipiert, als auch als pädagogischer Projektgarten. Das gesamte Außengelände des Jugendzentrums, als auch der Garten ist jederzeit, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Hauses, frei zugänglich und kann inklusive der Feuerstelle und des Lehmofens jederzeit genutzt werden.

    Einmal wöchentlich wird die Arbeit im Garten bei Bedarf handwerklich und unter permakulturellen Aspekten angeleitet und unterstützt. Eine Anmeldung ist zur Nutzung des Gartens nicht notwendig.Ebenso werden in Abhängigkeit von anstehenden größeren Arbeiten gelegentlich Arbeitseinsätze und projektorientierte Gruppenarbeiten mit Jugendlichen, ebenso wie Führungen und Vorträge organisiert.

    Das Vereinsgelände befindet sich direkt am Jugendzentrum und verfügt über verschiedene Bereiche (Skateanlage, Graffitimauer, Freiflächen, NiaDomo-Garten)und ist, wie bereits oben erwähnt jederzeit zugänglich. Um den Garten wurde eine Umfriedung in Form von Pflanzkästen mit zwei unverschlossenen Zugängen angelegt. Ein Zaun existiert nicht. Insofern ist das gesamte Außengelände jederzeit ohne Zugangsbegrenzung durch alle eventuellen Besucher nutzbar. In Anlage reichen wir Ihnen einige Bilder nach, so dass Sie sich vielleicht ein besseres Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen können.

    Die Gruppe, die sich regelmäßig um den Garten kümmert umfasst ca. 20 Personen. Dabei handelt es sich in erster Linie um Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von ca. 16 bis 35 Jahren. Dieser Altersschnitt ergibt sich jedoch in erster Linie aus der üblichen Ziel-bzw.

    Besuchergruppe des Jugendzentrums und ist nicht festgelegt. Einige Nutzer bringen gelegentlich auch ihre Kinder zum Arbeiten mit auf das Gelände. Insofern werden auch Familien einbezogen. Natürlich steht der Garten auch älteren Interessierten offen. Im Rahmen von Gruppenarbeiten und den erläuterten internationalen Begegnungsmaßnahmen wurden im Verlauf der vergangenen Jahre jedoch schon mehrere hundert junge Menschen mit dem Garten in Kontakt gebracht und wirkten an diesem mit. Es gibt ein Partnerprojekt in Brasilien ( Urbenaer Gemeinschaftsgarten Ponto de cultura „Nia Domo“/Sao Paulo) mit dem auch Austauschmaßnahmen stattfinden.

    Da sich angrenzend das Gelände eine Kleingartenanlage befindet, gab es hier schon öfter Besuche durch die Nachbarn und einen gärtnerischen Austausch. Ansonsten ist das Jugendzentrum respektive der Garten einige Kilometer abseits des Stadtzentrum in einem eher gewerbegeprägten und dünn besiedelten Ort gelegen und die Nutzer des Gartens kommen aus dem gesamten Stadtgebiet. Eine Anleitung der Aktivitäten erfolgt, wie bereits erwähnt einmal wöchentlich bzw. bei größeren Bauaktionen oder in der gruppenorien-tierten Projektarbeit. Beworben wird der Garten über die Website des AJZ e.V. und die Facebookseite zum Projekt, ggf. auch über Flyer und Aushänge bei spezifischen Aktionen.

    Es gibt momentan ein langes und schmales Erdbeet (ca. 6 m x.05 m), drei quadratische Hochbeete (2 Stck á ca.2×1,5 m und 1 Stck. ca. 1x1m) sowie als Teil der Umfriedung drei rechteckige Hochbeete/Pflanzkästen (ca. 2 mx 0,5 m) und 3 quadratische Pflanzkästen (ca.0,5 x 0,5 m): Hinzu kommt die Bepflanzungsfläche im Gewächshaus (rund angelegt: Umfang ca. 6m,Tiefe ca.0,5 m)und Hängepflanzen. Unter nutzungsorientierter Bepflanzung verstehen wir, dass in erster Linie Gemüse, Obst, und Kräuter angebaut werden, die durch die Mitwirkenden direkt geerntet und als Lebensmittel genutzt werden können.

    Die Materialien würden wir im Baustoff- bzw. Holzhandel besorgen bzw. haben wir auch schon auf Wertstoffhöfen bzw. anderen Anlaufstellen für Bauabfall (Remex etc.) Materialien besorgen können. Wir sind immer bemüht, auch auf dem Gelände befindliche Materialien zu recyceln, um so Kosten zu minimieren bzw. auch den Re- und Upcycling-Fokus des Projektes im Auge zu behalten.

    Zu anderen Gemeinschaftsgärten in Chemnitz (z.B. Zietenaugust/Sonnenberg) gibt es lose Kontakte. (mehr …)

  • Buntes Programm bei Picknick im IG Pfaffenhofen

    (Gu, Mail, 19.4.)
    Am 9.5. findet das diesjährige Auftaktpicknick im IG Pfaffenhofen (Paradiesgarten) statt. Es gibt ein buntes Programm mit Kooperationspartnern:
    Malkurs mit Günter Merkl, Chanten mit Gisela Müller,
    Claudia Urra mit Drehorgel und fröhlichen Liedern,
    Skulpturen aus Ton von Katalin Kossak und der VHS-Töpfergruppe,
    Alkoholfreie Cocktails der KAB/CAJ in Verbindung mit der Bayerischen
    Sportjugend,
    Slackline für das innere und äußere Gleichgewicht
    und die Aktion „Plastik ist nicht unsere Tüte“- alternative Einkaufsbags aus
    Zeitungspapier (mehr …)

  • Im Pagalino entstand 2014 eine „begehbare Skulptur als Multifunktionsraum“

    (Gu aus Sachbericht, 5.1.2015)

    Der durch Brandstiftung unbrauchbar gewordene Bauwagen (der bisherige Aufenthalts- und Sachenunterbringungsort) des Gemeinschaftsgartens Pagalio in Hannover konnte durch einen selbst geplanten und in 9 Monaten gemeinsamen gebauten Multifunktonsraum ersetzt werden. Auftakt zu dem Bauvorhaben war ein Design Thinking Workshop (den wir mit finanziert haben und an dem Gudrun teilnehmen konnte), in dem nicht nur das Bauprojekt geplant, sondern auch die bessere Einbettung des Projekts in den Bezirk besprochen werden konnte. Die Gruppe, die während der Bauphase auch an ihre Grenzen kam (Motivationstief), hat soweit wie möglich alle Materialien selber kostenfrei beschafft. Da sie anfangs kein Fahrgestell hatten, auf das sie den Raum setzten konnten (Auflage war, dass sie nix Größeres direkt auf den Boden bauen dürfen), haben sie mit einem freistehenden Turm, der später auf das Gestell aufgesetzt wurde und einer Projekttafel (zur Kommunikation). „Damit die ehrenamtliche Beteiligung am Bauprozess über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten bleiben könne, wirde der Bau zum Live-Rollenspiel erklärt und in Form von Kinoplakaten kommuniziert“. Sie fanden dann ein Fahrgestell: ein ausgedienter landwirtschaftlicher Anhänger) und setzten dort einen Raum drauf. In dieser Phase, die eine genaue Anforderung an Genauigkeit, Wertstoffkunde und Kontinuität erforderte, gelang es nicht, die eher spontan-unregelmäßige Bereitschaft der ehrenamtlichen HelferInnen mit dem Baustellenmanagement in Übereinstimmung zu bringen. So stellte der Bauleiter (jemand aus dem Garten) den Raum vorläufig fertig und machte alles winterfest. 2015 wird weiter gebaut.

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