(Besuch)
Im Frühjahr 2015 gab es den Startschuss für rosen_heim, einen GG, der auf einer Brache hinter der Kirche im alten Stadtkern von München-Ramersdorf entstand. An der Rosenheimerstraße, daher der Name.
Der Garten ist Teil der Stadtebauförderung, Planungsreferat München hat anfangs auch gefördert und es als „Aktivierungsmaßnahme, Leute im Stadtteil werden erreicht, Treffpunkt, man kann aktiv was machen“ verstanden.
Die Fläche gehört der MGS (mbH) (www.mgs-muenchen.de), sie ist Sanierungsträger und Treuhänder der Landeshauptstadt München. Die MGS will den alten Ortskern umgestalten und „aufwerten“ und neue Wohnungen sollen entstehen. Bis dahin: Nutzung durch den Garten. Anfangs war die Zwischennutzung für 3 Jahre bewilligt. Die Koordinatorin sagte, dass sie glaubt, der Garten wird an einem anderen Ort weiter bestehen, sollte es doch bald zu einer Bebauung/Umgestaltung kommen.
In der Saison von Mai bis September findet alle 2 Wochen mittwochs ein offener Gartentag statt, zu dem alle Interessierten, Besucher*innen..kommen können. Bei unserem Besuch (Robert und Gudrun) gab es an dem Tag auch eine Pflanzentauschbörse, Menschen brachten hauptsächlich Zimmerpflanzen vorbei.
Der Garten hat einen Zaun mit Schloss, die Gärtner*innen haben den Schlüssel (oder war es ein Code?), Wasser kommt von der benachbarten Schule, es gibt einen Container, ein paar überdachte Sitzmöglichkeiten und als Besonderheit einen Kuppelbau aus alten Fahrradfelgen, da finden Workshops und lauschige Abende am Feuer statt.
Die Beete sind selbst gebaut, anfangs ausschlißelich aus Recyclingmaterial, wie alten Betten und auch Ziegel, die noch aus der letzten Ziegelei in Ramersdorf übrig waren. Koni, Gärtern der ersten Stunde hat wohl alle Beete (mit)gebaut, vor allen Dingen die alten. Er bewirtschaftet einige der Beete, ein paar sind mit den Ziegeln gebaut/umrahmt. Er hat auch Beete „hinter der Grenze“ zur Wiese mit Bienen angelegt, da gibt es u.a. ein Erdbeet mit Kartoffeln, damit die Kinder sehen, aus was Pommes hergestellt werden.
Im rosen_heim gibt es eine Koordinatorin, die derzeit mit einem Werkvertrag angestellt ist. Sie organisiert die vielen Veranstaltungen (mit), löst Konflikte, ist Ansprechpartnerin und kümmert sich um Netzwerkarbeiten und ÖA. nebenan.de ist eine ihrer Spielwiesen, auf der sie die Veranstaltungen bewirbt.
An einigen Beeten haben die Gärtner*innnen schräge Dachkonstruktionen mit Rinnen angebracht, die Regenwasser in Tonnen leiten sollen. Das Wasser aus den Tonnen wird mit Hightech (Solar) in Tröpfchenbewässerungsschläuche geleitet.
am 11.7. feiert der Garten sein 10jähriges Jubiläum. (mehr …)