(Projektbesuch)
Die Rosenheimer Bibliothek hat als eine von 28 Bibliotheken bundesweit Geld aus dem Förderprogramm „hochdrei – Stadtbibliotheken verändern“ bekommen: https://www.kulturstiftung-des-bundes.de/de/projekte/transformation_und_zukunft/detail/hochdrei.html
Die Bib liegt direkt an einem Stadtplatz, der bis dato recht ungenutzt war. Hier haben sie mithilfe der TH Rosenheim und der Stadtgärtnerei 24 Beete gebaut, befüllt, bepflanzt und aufgestellt, die auch Sitzmöglichkeiten und teilwesie Tische haben. Nun kümmert sich das Grünflächenamt um alles: täglich kommt der städtische Gießwagen vorbei, der Gärtnermeister pfegt die Beete und sagt Bescheid, wenn was reif ist etc. Es ist also kein Gemeinschaftsgarten, eher zumindest in Teilen ein essbare Stadt Projekt, das die Anwohenden aber so noch nicht entdeckt haben. (gibt keine Schilder, die das Projekt erklären) Ein Teil der Beete ist an ein Ackerdemie-Projekt mit einer nahen Schule gegangen. Die Schule kommt jede Woche mal vorbei, ab und an ist ein „Acker-Coach“ dabei. Nur in diesen Beeten sind Schilder, die die Beete entsprechend kennzeichnen.
Es gibt für Menschen aus der Nachbarschaft nicht wirklich die Möglichkeit, mitzumachen, da alles gärtnerische über das Grünflächenamt läuft. Der Gärtnermeister macht das wohl auch richtig gerne („mit Herzblut“, ist mal was anderes). Ob die Stadt die Kosten für die Pflege des Projekts weiterübernimmt, ist noch unklar. Das sind wohl Kosten in Höhe von 10T Euro. Die Gelder der Kulturstiftung laufen Ende des Jahres aus, die Projektleiterin macht dann in der Nachbargemeiden das Stadtmarketing, will aber für ein paar Stunden auf Honorar auch an der Bib bleiben. Die Bib sieht die Stadt in Verantwortung, da sie ja auch die anderen Plätze pflegen. Ggf. kann aber auch noch der BUND mit ins Boot geholt werden, der Interesse an den Beeten geäußert hat. Die Ackerdemie-Aktivität wird über die AOK finanziert (Ernährungsbildung).
Auf dem Platz gibt es auch einen (sehr schönen) Büchertauschschrank, den einzigen in Rosenheim, es finden Veranstaltungen wie Kino, Tanz, Workshops, Malaktionen statt. Vandalismus gab es so gut wie gar nicht bisher.
In der Bin gibt es eine kleine Bibliothek der Dinge, auch Gartengeräte sind ausleihbar.
Sie wollen ggf. auch noch eine Saatgutbibliothek aufbauen.