Schlagwort: Saatgut Bib

  • Ruhrgebiet: Saatgutbib des RVR

    (NL)

    In der RVR-Bibliothek können Sie ab dem 18.02.2025 samenfestes Saatgut für Tomaten, Erbsen, Bohnen, Salat und Gartenmelde ausleihen. Nach einem erfolgreichen Anbau bringen Sie einen Teil des selbst kultivierten Saatguts wieder zu uns zurück und verhelfen einer neuen Generation erhaltenswerter alter Gemüsesorten zu neuem Leben.

    Neu

    In unserer „Bibliothek der Dinge“ können Sie hölzerne Pressen ausleihen, mit denen sich ganz einfach aus Zeitungspapier Aussaattöpfchen hergestellen lassen. Ist das Töpfchen durchwurzelt, kann es mit ausgepflanzt werden. So lässt sich viel Plastikmüll vermeiden!

    https://bibliothek.rvr.ruhr/-/saatgutbibliothek

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  • Saatgut-Projekt „Lebenssprossen“ an Goethe-Instituten

     

    Unter den vielen weltweit errichteten Saatgutbibliotheken und entsprechenden Bibliotheksprojekten ist das Projekt „Lebenssprossen: Identität, Kultur und Erinnerung im Saatgut“ mit Sicherheit ein hervorstechendes. Die Goethe-Institute von Kyjiw (Ukraine), Taschkent (Usbekistan), Tbilisi (Georgien) und Almaty (Kasachstan) haben sich für dieses Projekt zusammengeschlossen. Das Projekt wurde im Jahr 2024 ins Leben gerufen – vor dem Eindruck des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und seiner Sichtbarmachung, wie  verletzlich die weltweite Nahrungssicherheit ist. Das Projekt thematisiert die Verbreitung und Erhaltung von Saatgut als Träger von Identität und Kultur. Dafür werden Mittel der Kunst und des Community-Buildings (länderübergreifend sowie lokal) benutzt. Besucher*innen aller beteiligten Instituts-Bibliotheken können die dort mittlerweile eingerichteten Saatgutbibliotheken nutzen, Samen aus verschiedenen Regionen des jeweiligen Landes ausleihen, anbauen und ihre selbst vermehrten Samen am Ende der Saison wieder zurück in den erhaltenden Kreislauf geben. Ein umfassendes Begleitprogramm bietet Veranstaltungen zu Themen wie Nachhaltigkeit, Biodiversität und kulturelles Erbe an. In Kyjiw haben bereits auf einem internationalen Buchfestival, einer Bildungsmesse, diversen Ausstellungen und in der Bibliothek selbst Gartenworkshops, Workshops zu Recycling-Papier und für Kinder zu Experimenten mit Erdbeeren oder Samen immer auch mit Präsentationen von passenden Medienpaketen und Literatur gekoppelt stattgefunden. Wer noch mehr über das Projekt lesen möchte, kann dies auf der Webseite tun und im Dez. erscheint ein Beitrag der Leiterin Information und Bibliothek des Goethe-Instituts Kyjiw Marietta Sander im Newsletter von ENSULIB dazu.

     
    Quelle: Newsletter #11 des Netzwerks Grüne bib

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  • Göttingen: Gemeinschaftsträger und Saatgutbib

    (Antrag, Antworten)

    Ziel des Projektes ist, Gärtner:innnen und alle
    Interessierten anzuleiten und zu begeistern, ganzjährig ihr eigenes Saatgut zu gewinnen.
    Hierbei möchten wir den Schwerpunkt auf Herbstsorten von Nutzpflanzen sowie auf Stauden,
    die als Nahrungsquelle für Wildbienen dienen, legen. In Praxisworkshops möchten wir
    entsprechendes Wissen vermitteln und unterstützen, etwa zu Themen wie „Saatgut
    aussähen“, „Pflanzen vorziehen“, „Saatgut sammeln“, „reinigen und wiederverwenden“, und
    „Tipps und Tricks von Gärtner:in zu Gärtner:in“ rund um das Saatgut.
    Für die Umsetzung planen wir, bereits aufgebaute Strukturen der Göttinger Saatgut-Bibliothek
    sowie eines aktuellen Staudenprojektes der SUB Göttingen/Alter Botanischer Garten
    Göttingen sinnvoll nachzunutzen und zu erweitern. Die Göttinger Saatgut-Bibliothek ist seit
    November 2023 Teil des Gartengruppe von JANUN Göttingen e.V.
    aufzeit: Da es sich um Saatgut-Projekte handelt, planen wir eine Erstlaufzeit von zwei Jahren,
    wobei die handwerklichen Aktivitäten im ersten Jahr abgeschlossen sind. Die Praxisworkshops
    werden saisonal angepasst angeboten, zudem sind das Saatgut sowie die begleitenden von
    uns gestalteten Informationsmaterialien kontinuierlich bereitzustellen.
    Projektbeschreibung
    Die Göttinger Saatgut-Bibliothek etabliert sich mehr und mehr als Teil eines regionalen
    Netzwerks von Menschen, die mehr zum Thema Saatgut wissen möchten, sowie von
    Hobbygärtnern, Bildungsinitiativen und Erzeugern von biologischem, samenfestem Saatgut in
    und rund um Göttingen. Wir möchten den Umgang mit samenfestem Saatgut und Saatgut-
    Wissen mit unserer Projektidee fördern, um gemeinsam die Vielfalt regionaler Nutzpflanzen
    zu erhalten. Zudem möchten wir vermitteln, dass jede(r) auf ganz eigene Weise in der Lage ist,
    samenfestes Saatgut (und seine Verwendung) zu einem natürlichen Bestandteil des
    Lebensalltags zu machen. Saatgut-Vielfalt spricht hierbei auch die Vielfalt der Bedürfnisse und
    Interessen an: Einige interessieren sich für Nutzpflanzen und Ernährung, andere wiederum für
    Blumen und Insekten. Gemeinsam ist, dass die Rolle jedes Einzelnen wichtig ist, wenn es um
    einen Beitrag zur Biodiversität im direkten, nahen Umfeld geht. Dies wollen wir vorleben,
    unterstützen und stärken.
    Im Frühjahr 2023 hatten wir sehr viel Saatgut in der Göttinger Saatgut-Bibliothek verliehen
    (besonders Bohnensorten und Tomatensorten), aber Herbstsorten haben bisher noch keinen
    festen Platz bei uns. Diese Lücke möchten wir füllen, damit die Gärtner:innen und alle
    Interessierten animiert werden, das gesamte Jahr über Saatgut zu vermehren. Wir möchten
    damit zeigen, dass der Austausch mit der Natur im Garten nicht nur etwas für die
    Sommerphase ist und dass es insgesamt viele Möglichkeiten gibt, das ganze Jahr über zum
    Thema Saatgut aktiv zu sein. Entsprechend möchten wir das Bewusstsein für und Wissen über
    unterschiedliche Sorten und ihre saisonalen Zeiten schaffen. Darüber hinaus möchten wir das Saatgut der in direkter Nachbarschaft befindlichen
    Staudenwiese vor der Zentralbibliothek der SUB sinnvoll nachnutzen: Diese Stauden dienen
    als Nahrungsquelle für Wildbienen und weitere Insekten, die aufgrund ihrer
    Bestäubungsaktivität wichtig für Biodiversität sind. Wir möchten das Saatgut folgender
    Stauden in unserer Saatgut-Bibliothek anbieten: Scabiosa columbaria, Scabiosa ochroleuca,
    Centaurea scabiosa, Centaurea jacea, Betonica officinalis, Eryngium planum, Veronica
    teucrium, Knautia arvensis, Verbena bonariensis, Verbascum nigrum, Salvia nemorosa,
    Anthemis tinctoria, Achillea filipendulina, Origanum vulgare, Nepeta racemosa.
    Mit passenden Praxis-Workshops zur Stauden-Saatgut-Ernte, Tipps zur Reinigung, zur
    Anzucht von Stauden im Januar sowie aber auch zur Anzucht, Pflege und Saatgutgewinnung
    der Herbstsorten, möchten wir die Gärtner:innen und alle, die mitmachen möchten, begleiten.
    Für diese Praxisworkshops möchten wir Material beantragen.
    Zudem planen wir, das gemeinsam gewonnene Stauden-Saatgut direkt am Staudenbeet in von
    uns handwerklich aufbereiteten gebrauchten Kapselautomaten bereitzustellen. Hierfür
    beantragen wird die Sachkosten für handwerkliche Aktivitäten. Die Besucher*innen können
    sich direkt am Stauden-Beet an der geplanten Infotafel über die Staudensorten sowie Nutzen
    für die Insekten informieren, am blühenden Anblick erfreuen und gleich „eine Portion
    Staudenbeet“ als Saatgut-Kapsel mit nach Hause nehmen – hierbei mit wichtigen
    Informationsmaterialien zur notwendigen Anzucht und Pflege der Stauden und die Einladung
    zu unseren Praxis-Workshops.

    Die aktive Einbindung der Gemeinschaftsgärten ist bei unserem Projektvorschlag gegeben, da unsere geplanten Praxisworkshops zum Teil dort stattfinden und wir so das Vermehren von Herbstsorten und Stauden in den Gemeinschaftsgärten anregen möchten. Unser Ziel ist, die Gemeinschaftsgärten insgesamt als tragenden Bestandteil für Saatgut-Vermehrung in Göttingen verstärkt aufzubauen. Der eingereichte Vorschlag ist ein weiterer Schritt in diese Richtung.


    Wir tragen zudem mit dem Projekt zur weiteren Vernetzung der Gemeinschaftsgärten untereinander bei: Wir stehen mit 15 der auf der Seite „Gartennetz Göttinger Land“ dokumentierten 18 Gärten im Austausch und unsere hier für die Förderung vorgeschlagenen Ideen werden in dieses Netzwerk hineinkommuniziert mit dem Ziel, möglichst viele Interessierte zu erreichen – zum Mitmachen, zum Nachmachen. Manchmal teilen sich die Gärten dann Saatgutsorten auf und sprechen sich ab, wer was vermehrt. In diesen Gemeinschaftsgärten sind etwa 60-70 Personen aktiv. Unsere eigenen „Wissens-Impulse“ hatten bisher etwa 10-20 interessierte Teilnehmer, die zum Teil auch in Gemeinschaftsgärten aktiv sind. Bei unserem Saatgut-Ausgabetag für die Gemeinschaftsgärten in den Räumen von JANUN Anfang des Jahres waren etwa 8 Vertreterinnen da. Die Gartengruppe von JANUN, die etwa 45 Mitglieder hat, von denen sich 15-20 regelmäßig treffen, war ebenso vertreten. Im ALUMNI Göttingen Student Garden e.V. ,sind wir aktiv mit einem ganz eigenen Projekt im Garten involviert.


    Die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinschaftsgärten ist also ein wesentlicher Bestandteil unserer Saatgut-Bibliotheks-Aktivitäten, die über die reine Bereitstellung von Saatgut hinausgehen. Für Saatgutvermehrung, die den Bestand einer Sorte garantieren soll, ist die Mitarbeit der Gemeinschaftsgärten besonders wichtig, da sie viel Saatgut vermehren können. Hier können wir vorhandene Strukturen, Wissen und Gartenbegeisterung mit unseren Praxisworkshops rund um Herbstsorten-Vermehrung aktiv bereichern und darüber hinaus die Gärten mit  „Herbstsorten- und Stauden“  sinnvoll erweitern. 

    Die Gemeinschaftsgärten tragen dann also einen wichtigen Teil im Kreislauf LEIHEN-SÄEN-ERNTEN-WEITERGEBEN.

    • In welchen der Gemeinschaftsgärten wird schon Saatgut vermehrt? JANUN, Begegnungsgarten Holtenser Berg, Essbarer Waldgarten Grone, Friedlandgarten, Alumni Garten, Nachbarschaftsgarten Helmsgrund, Albanigarten, Permakulturraum 
    • Wie wird sichergestellt, dass es sich bei dem Saatgut, das in der Saatgutbib landet um samenfestes, gesundes Saatgut handelt? Man kann im Grunde nicht „100% sicherstellen“, dass das Saatgut samenfest und gesund ist, das können wir nur bei eigenem Saatgut mit großer Sicherheit sagen. Sortenreinheit kann man auch nicht zu 100% garantieren, aber bei dem Saatgut von uns und dem, das in den Gemeinschaftsgärten vermehrt wird, sind wir nah dran weil dies erfahrene GärtnerInnen sind, mit denen wir in Kontakt stehen. Krankheiten und Verkreuzungen, die man am Samenkorn sieht, werden aussortiert. Wir vertrauen bei den Abgaben den richtigen Angaben auf unserem Rückgabezettel, auf dem angekreuzt wird, von wo das Saatgut ist, ob es verkreuzt oder sortenrein ist etc..  Wenn dort unsicheren Abgaben gemacht werden, wird das Saatgut nicht in die Saatgut-Bibliothek aufgenommen. Mitunter machen wir auch Keimproben. Manchmal, wenn es uns trotz Rückgabezettel nicht ganz klar ist, fragen wir nach und können so ganz gut ermitteln, ob es in die Saatgut-Bibliothek aufgenommen werden kann.
    • Wie kommt das in den Gemeinschaftsgärten vermehrte Saatgut in die Bib? Gibt es da in den Gärten Personen, die sich für den Garten darum kümmern? Ja, wir organisieren hierzu Treffen und sprechen uns ab. Die Gärten haben Ansprechpersonen bestimmt.
    • Wie hoch ist der Anteil des beantragten Saatguts, das dann in den Gemeinschaftsgärten vermehrt wird? Ca. 50%
    • Welche und wie viele der benannten Workshops werden in Gemeinschaftsgärten stattfinden? Saatgut-Reinigung, Jungpflanzen vorziehen, Tipps- und Tricks um Pflege…je 1/Jahr…falls mehr Bedarf ist oder andere Themen gewünscht sind, gehen wir darauf ein.

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  • München: Saatgutbib-Projekte starten wieder

    „gemeinsam mit den Bibliotheken in Laim und Ramersdorf wollen wir mit unserer Saatgutbibliothek wie in den letzten 2 Jahren zur Bewahrung von sortenreinem Saatgut und damit zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen.

    Mitmachen ist einfach: Ab 20.2. können Sie sich zu den Servicezeiten in Laim, Ramerdorf und Giesing (an der Info im 1.OG: Di-Fr ab 12.30 Uhr, Sa ab 10 Uhr) kostenlos Saatgut für Blumen, Gemüse oder Kräuter ausuchen.
    Sie hegen und pflegen die Pflänzchen bis zur Ernte, genießen die Früchte und gewinnen neues Saatgut fürs nächste Gartenjahr. Geben Sie gewonnenes Saatgut weiter an Freunde und Bekannte.

    Am 22.02. und 29.02. stimmen wir Sie in Giesing mit 2 Veranstaltungen auf das
    neue Gartenjahr ein.“ (NL)
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  • Emmendingen: Genussgarten kooperiert mit Bib

    (ANtworten)

    Beim letzten Antrag war die Gruppe auch schon 10 – 12köpfig. Sie schreiben, dass die Gruppe nun auf die Anzahl gewachsen sei. Hatten zwischenzeitlich weniger Menschen mitgegärtnert? Sind noch Geflüchtete mit dabei? Es sollte ja auch ein Interkultureller Garten werden, welche Schritte dahin wurden weiterhin unternommen?

    Stimmt, dann ist uns da ein Fehler unterlaufen. Die Gruppe der Menschen die mal mehr mal weniger aktiv dabei und im Verteiler sind ist zwar gewachsen, die der tatsächlich aktiven fluktuiert um diese Gruppengröße herum; wir haben auch dadurch schwankende Mitgliederzahlen, dass nicht alle regelmäßig kommen und sich auch nicht ab- oder anmelden. Einfester Kern von etwa 10 ist konstant, andere kommen sporadisch, wenn sie gerade Zeit haben.

    Bei den Geflüchteten ist die Fluktuation leider sehr hoch, die, die letztes und vorletztes Jahr dabei waren, sind inzwischen nicht mehr in Emmendingen. Allerdings scheint der Garten von den Menschen aus den Geflüchteten-Unterkünften gut „beerntet“ zu werden.

    Da wir unsere Gartensaison der Zeitumstellung anpassen (alle Mitglieder sind berufstätig und können nur spätnachmittags) ist diese Saison gerade erst am Start, und auch durch kurzfristigen Ausfall einer wichtigen mit Organisatorin des Gartens liegt der Schwerpunkt gerade erstmal auf der gärtnerischen Umsetzung. Wenn wieder etwas mehr Kapazitäten für Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit frei sind, kann perspektivisch über das nahe gelegene Geflüchteten Heim und mehrsprachige Aushänge am Garten auch für Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Werbung gemacht werden; dieses Projekt ruht aber im Moment. Aktuell beschränken wir uns auf aktives Einladen von interessierten Passant*innen; dazu ist unser Garten zum Glück ideal gelegen.

    Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Saatgutbibliothek konkret?

    Über die Saatgutbibliothek können wir samenfestes Saatgut bekommen, spannend sind immer wieder alte Sorten, oder auch lokale namenlose Sorten aus Privatgärten. Diese werden direkt gesät oder von uns vorgezogen. Sofern uns die Pflanzen nicht vorher von Passant*innen geerntet werden (letztes Jahr z.B. bei den Bohnen), gewinnen wir dann selbst Saatgut und bringen es zurück in die Bibliothek (letztes Jahr z.B. unser Blutampfer, Karde, Schnittlauch, Ringelblumen, Tomaten). Auch für die geplanten Workshops soll mit der Bibliothek kooperiert werden (Ausschreibung über die Seite der Saatgutbibliothek, Räumlichkeiten in der Stadtbücherei für Informationsveranstaltungen bei schlechterem Wetter).

    Außerdem haben wir aktiv beim Aufbau der Saatgutbibliothek mitgewirkt. Sie ist in der Stadtbibliothek angesiedelt und wir konnten eine Finanzierung über die Stadt Emmendingen erreichen. Die Arbeit im Hintergrund, wie z.B. die Bestellung des Saatgut Grundstocks, Rückgaben sortieren, Saatgut abfüllen, etikettieren, und das Regal bestücken etc. wird ehrenamtlich durch die Initiative „Stadtpflänzchen“/Saatgutbibliothek geleistet; dort sind 3, manchmal 4 unserer Mitglieder dabei und helfen aktiv z.B. bei den Mitmach-Nachmittagen der Saatgutbibliothek mit (Saatugt abfüllen, etikettieren, Regal nachlegen etc.); bei Aktionen wie dem „Regionalmarkt“, Tag der Vereine etc. sind wir gemeinsam an einem Stand und machen gegenseitig auf unsere Projekte aufmerksam.

    Wird die Fläche im Winter gar nicht genutzt?

    Weniger aktiv, denn wir treffen uns im Winter nicht regelmäßig inder ganzen Gruppe, aufgrund der Lichtverhältnisse an unserem Gartentermin (der, wie gesagt, abends statfindet, da die meisten berufstätig sind). Den Winter über standen verschiedene Kohlarten, Kräuter, Feldsalat, Lauch und Mangold auf den Beeten, die regelmäßig geerntet wurden. Wer außer einzelnen der Gärtner*innen bei uns erntet, wissen wir nicht; es gibt sehr viele positive Rückmeldungen ganz allgemein, aber die „Ernter“ bleiben im Verborgenen. Da wir inspiriert von der Idee der „essbaren Stadt“ das Ernten für alle auch ermöglichen möchten, ist dasfür uns o.k. und zeigt, dass der Garten gut angenommen wird.
    Wir selbst sind über den Winter wenn auch nicht regelmäßig als Gruppe, doch immer wieder als Einzelpersonen dort, und schauen „nach dem rechten“. Die Flächen die nicht mit Mehrjährigem oder Wintergemüse bestückt sind haben über den Winter kräftig mit Stroh gemulcht geruht.

    Mit „Vom Startguthaben haben mir noch nicht abgerufen“ meinen Sie, dass Sie dieses Geld noch nicht ausgegeben haben – oder? Wir überweisen ja immer die volle Summe, die wir fördern.

    Genau. Wir sind eine Gartengruppe, angeschlossen an den „Trägerverein“ Treffpunkt Freiburg, über den die Abwicklung der Gelder erfolgt. Dort können wir unserer Rechnungen einreichen, nach den Vorgaben unseres Antrages, um die Gelder „abzurufen“. Da wir ja einige Posten aus dem ersten Antrag doch über die Stadt gespendet bekommen haben, ist hier noch etwas übrig, was aktuell auf dem Konto von Treffpunkt Freiburg liegt.

    Wer würde die Pumpe in den Brunnen einbauen? Und sollen dann mit der Pumpe Wassertonnen befüllt werden? Wie funktioniert die Bewässerung dann konkret?

    Die Pumpe kann uns der Bauhof der Stadt Emmendingen einbauen, sobald wir sie haben. Die Bewässerung würde weiterhin von Hand mit Gießkannen erfolgen. Mit der Handschwengelpumpe sollen die Gießkannen gefüllt werden, und das Gießen damit auch leichter und sicherer für Kinder sowie die Älteren Mitglieder werden, denn der Weg zum Bach runter ist sehr steil und mit den schweren Kannen nicht ganz einfach zu begehen.
    Ein Hintergrund ist auch das im Sommer geltende Wasserentnahme Verbot im Bach; aus dem Brunnen ist Entnahme in der Regel auch im Sommer möglich. Für die heißen Monate, falls u.U. auch die Wasserentnahme aus dem Grundwasser kritisch wird, planen wir Tonnen aufzustellen und vorsorglich mit Hilfe der Pumpe im Frühsommer zu befüllen.

    Auch wäre eine Gieß-Hilfe-Kooperation mit der benachbarten Grundschule durch deren Kernzeitbetreuungs-Gruppe in den Sommerferien mit Hilfe der Pumpe und Tonnen möglich. Um den (recht kleinen) Kindern das Gießen zu erleichtern, würden wir die Tonnen befüllen, aus denen mit Gießkannen das Wasser geschöpft bzw. abgelassen würde.

    Natürlich benutzen wir zudem verschiedene Strategien zur Reduktion des Wasserverbrauchs durch Retention auf der Fläche und in den Beeten, z.B. durch Kohle und Mulch; trotzdem rechnen wir weiterhin mit der Notwendigkeit die Gemüse in heißen Sommern regelmäßig zu gießen.

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten für die Gemüsepflanzen? Wie die Nachbarschaft, die nicht mit gärtnert, aber erntet? Steht irgendwo eine Spendenbox z.B.?

    Die Setzlinge ziehen die Gärtner*innen z.T. selber vor (z.B. aus Saatgut aus der Saatgutbibliothek, sofern die gewünschten Pflanzen dort vorhanden sind), z.T. kaufen wir sie. Bei Märkten und Veranstaltungen an denen wir teilnehmen (Pflanzentausch, Tag der Vereine, …) gibt es ein Spendenkästchen; sofern Materialien darüber finanziert werden können, nutzen wir diese Möglichkeit natürlich. Eine Spendenbox an dem Garten hielten wir bisher für nicht so geschickt, sie wäre zu leicht zu klauen.
    Ansonsten kennen wir, wie gesagt, einen Großteil unserer „Ernter“ nicht; viele dürften tatsächlich aus den Geflüchteten-Wohnheimen inder Nähe kommen.

    Sind für die Workshops Spenden der Teilnehmer*innen angedacht? Damit könnte ja ein Teil der Kosten gedeckt werden?

    Ja, für die Workshops sind Spenden der Teilnehmenden angedacht, ohne fixe Teilnahmebeiträge. Da in Emmendingen der Besuch vieler Veranstaltungen noch recht schleppend anläuft, wissen wir jedoch nicht wie sie angenommen werden, und möchten uns aktuell nicht auf Einnahmen verlassen.
    Besonders die Bäume und Sträucher würden wir allerdings gerne jetzt, möglichst zeitnah noch im Frühjahr pflanzen, und aktuell können wir noch nicht mit Spenden kalkulieren.

    Könnten nicht der Wandelgarten einige seiner Kompostwürmer abgeben? Da gibt es doch eine Wurmfarm

    Das ist eine gute Idee, vielen Dank für den Hinweis; wir werden uns an den Wandelgarten wenden, und in Erfahrung bringen, ob sie die Möglichkeit sehen, uns Kompostwürmer abzugeben. Bisher besteht kaum Kontakt zum Wandelgarten, auch da unser Garten ja nicht in Freiburg gelegen ist.

    Wo ist denn das Werkzeug inzwischen untergebracht? Es gab ja eine von der Stadt geliehene Kiste, die aber wieder zurück gegeben werden musste.

    Zwischenzeitlich hat uns die Stadt die Kiste dauerhaft überlassen, so dass das Werkzeug vor Ort gut versorgt ist; sie wurde sogar unlängst durch Mitarbeiter vom Bauhof repariert.

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