Schlagwort: Schnecken

  • Nürnberg: Hühner im Wolfsgarten

    (Sachbericht)

    Die geplanten Maßnahmen zur Erweiterung des Nachbarschaftsgartens konnten wie geplant umgesetzt werden. Die Anbaufläche wurde durch weitere Hoch- und Flachbeete sowie zwei Obstbaumlebensgemeinschaften ergänzt.

    Auch die geplante Bewirtschaftung mit Ehrenamtlichen funktionierte weitgehend gut. Es gab einen wöchentlichen Gemeinschaftsgartentag, der meist gut besucht war. Die restlichen Wochentage waren leider weniger frequentiert was des öfteren zu Unmut in der Gruppe führte (z.B. weil die Gießdienste nicht zuverlässig erfolgten). Für die kommende Saison versuchen wir durch bessere Kommunikation und engmaschigere Treffen eine höhere Verbindlichkeit der Mitwirkenden gegenüber des Gartens herzustellen.

    Leider mussten wir durch den vielen Niederschlag sowie Stürme den Großteil unserer Tomatenernte wegen Braunfäule entsorgen. Auch das hohe Schneckenaufkommen sowie andere Fressfeinde dezimierten den Ertrag massiv. Im kommenden Jahr werden wir auch hier gleich zu Beginn der Saison Maßnahmen ergreifen (Netze, Schneckenschutz, etc.) und auf robustere Tomatensorten zurückgreifen.

    Über unsere Ursprungsplanung hinaus wurde ein weiteres Projekt umgesetzt: der Bau eines Hühnerstalls mit weitläufigem Gehege. Hier zogen im Herbst 2021 6 gerettete Hennen (Rettet das Huhn e. V.) ein und erfreuen sich seitdem bester Gesundheit und Laune. In diesem Jahr werden wir ausprobieren inwieweit der Hühnerkot als Dünger verwendet werden kann.


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  • Entwicklung Gemeinschaftsgarten Adlstraß

    (Sachberciht)

    Erstaunlicherweise hatten wir auf dem Garten kein Schnecken-Problem. Möglicherweise
    liegt dies am Spezialkompost „Bodenheiler“. [Der Flyer dazu ist auf der Adlstraß-Seite (https://adlstrass.de/produkte.php), wenn du auf „Bodenheiler Spezialkompost“ klicks]

    Auf einer anderen Fläche des landwirtschaftlichen Betriebes haben wir neben der hofei-
    genen Sorte wir die Sorten blaue Anneliese, Désiré, Rosara und Laura ausprobiert. Die-
    se konnten wir mit einer Kartoffellegmaschine in die Erde bringen. Zur Ernte hat der
    Landwirt die Kartoffel-Bifange ausgerodert. Insgesamt war es 2021 ein sehr nasses Kar-
    toffeljahr und wir hatten Mühe überhaupt einen Termin zu finden, an dem die Erde tro-
    cken genug war, um die Kartoffeln wieder zu ernten. Vor allem die Kinder hatten Freude
    daran, die blaue Anneliese, die wirklich lila bis blaue Früchte trug zu ernten und anschlie-
    ßend (corona-bedingt) zuhause zu probieren. Insgesamt war jedoch der Ertrag der aus-
    probierten Sorten geringer als der der hofeigenen Sorte, so dass wir dieses Jahr aus-
    schließlich diese Sorte legen werden.

    Unser Verein konnte in der Zwischenzeit auf 60 Mitglieder anwachsen – vielleicht hat
    auch der Gemeinschaftsgarten einen Teil dazu beigetragen.

    Aufgrund der öffentlichen Regelungen im Zusammenhang mit Corona konnten wir leider
    kein Ernte-Fest o. ä. Feste feiern. Daher haben wir uns über soziale Medien so verabre-
    det, dass immer nur wenige Menschen gleichzeitig im Garten waren. Wir haben ver-
    sucht, großen Wert auf Kommunikation zu legen und in unserer Online-Gruppe Bilder
    gepostet sowie regelmäßig von den Aktivitäten berichtet.

    Eine richtig feste Gemeinschafts-Garten-Gruppe konnte sich aufgrund von Corona nicht
    bilden und wir bemerken dieses Jahr, dass das Interesse am Gemeinschaftsgarten et-
    was weniger ist. Es erscheint uns ein bisschen so, als hätten sich ein Teil der Menschen
    darauf eingerichtet, zuhause zu sein, so dass die Motivation rauszugehen und sein eige-
    nes Gemüse anzubauen etwas abgenommen hat. Auch stellen wir fest, dass diejenigen,
    die gesehen haben, wie schön das ist, Gemüse anzubauen dies nun bei sich selbst im
    Hochbeet zuhause tun.

    Die Ernte haben auch einige wenige übernommen. Da wir einen Erdkeller vor Ort nutzen
    dürfen, ist die Verteilung der Ernte kein Problem: jedes Vereinsmitglied hat Zugang und
    holt sich Gemüse, wenn sie oder er welches braucht. Bisher hat das funktioniert, dass je-
    der nur so viel genommen hat wie er benötigte. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass
    die soziale Kontrolle ausreicht, dass die Verteilung als gerecht empfunden wird, indem
    es stets eine Rückmeldung an den Landwirt vor Ort gibt, welches Gemüse mitgenom-
    men wurde.

    Unsere Gartengeräte sind in einem Wirtschaftsgebäude des Landwirtes untergebracht,
    dessen Grund wir zur Verfügung gestellt bekommen, um in unserem Gemeinschaftsgar-
    ten werkeln zu können. Dort hat jeder jederzeit Zugang und alle wissen Bescheid, dass
    das benutzte Werkzeug stets wieder zu säubern und aufzuräumen ist. (mehr …)