Schlagwort: Senioren

  • Milmersdorf: Gartengestaltung im Frühjahr

    die Gemeinde Milmersdorf verfolgt das Vorhaben nach wie vor – wir werden im März/April mit der aktiven Gartengestaltung beginnen – gemeinsam mit den Schülern unserer Grundschule, den Senioren des Dorfes und den Kita-Kindern.

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  • München: Stubengartenernte

    (Antrag, Antworten)

    Neue Hochbeete für den Stubengarten:
    Unsere 4 riesigen, „schwebenden“ Hochbeete, selbst gebaut aus gebrauchten, teils bereits
    morschen Terrassendielen, die uns in den letzten Jahren einen großartigen Dienst erwiesen
    haben, beginnen nun leider durchzubrechen, einzusinken und auseinanderzufallen. Damit
    unsere Gartenstübler im kommenden Jahr wieder leckeres Gemüse im Stubengarten
    anbauen können, werden wir im Frühjahr 2024 besagte Beete erneuern. Selbstverständlich wird auch bereits vorhandenes, noch nutzbares Material weiterverwendet und alte Erde reaktiviert.

    Neben dem riesigen Stubengarten, in dem wir uns im Sommer hauptsächlich aufhalten und der eigentlichen Stube mit Stubenküche, gibt es aktuell noch Werk-, Bastel-, Schreib-, Lese-, Musik-, Näh- und Sportstube. Im Lauf diesen Jahres kommt noch eine Blumenstube hinzu, da der Themenbereich Floristik aus der Bastelstube ausgegliedert werden soll.

    Da die Hauptzielgruppe der guten Stube einsame Ottonormalmünchner sind, findet hier eine Art Ersatz-Familienleben statt, in dem verschiedene Hobbys und Interessensgebiete unserer Stübler ineinandergreifen. Kurzum, es gibt an jedem Öffnungstag Kaffeepausen mit frisch gebackenem Kuchen und ein gemeinsames Abendessen welches sich im Sommer stets auch aus der Ernte des Gartens ergibt.

    • Wem gehört die Fläche, habt ihr einen Nutzungsvertrag und ist dieser befristet?

    Das Anwesen gehört einem Immobilienunternehmen, Die gute Stube e.V. hat einen unbefristeten Nutzungsvertrag. 

    • Wie viele Menschen gärtnern mit? Wie ist die Gartengruppe organisiert (wer trifft welche Entscheidungen, wie laufen die Kommunikations- und Informationsflüsse)?

    Der harte Kern besteht aus 3 gartenbegeisterten Stüblern (mit eigener Schrebergarten-Geschichte). Zudem berät und unterstützt uns die Gärtnerin aus der Nachbarschaft. Die meisten Entscheidungen sind durch das Wetter und die jeweilige Saison vorgegeben. 😉
    Die Anzuchtphase beginnt jetzt, da greifen wir auf unsere umfangreiche Saatensammlung zurück und gucken, was und wieviel davon gut gedeiht. Im Notfall, wie z.B. im letzten Jahr bei den Tomaten, rettet uns die Gärtnerin mit einem Schwung ihrer Pflanzen. Salatsetzlinge bekommen wir ebenfalls von ihr, da unser Platz für die Anzucht leider begrenzt ist.

    Ich selbst versuche einen groben Überblick in der Gartenplanung und -gestaltung zu wahren und stoße verschiedene Experimente an, wie z.B. dass wir für die Hochbeete neben Ästen, Laub, Rasenschitt und Kompost auch Pferdemist verwenden oder ich drucke Informationen aus, wie z.B. alte Erde reaktiviert werden kann oder Obstbäume geschnitten werden. Im großen und ganzen ist alles Teamwork zwischen denen, die stetig da sind und sich kümmern und denen, die ab und zu vorbeikommen und mithelfen. Unsere Werkstübler sind bei schweren Arbeiten auch immer gern dabei und tüfteln gerne z.B. an einem Bewässerungssystem, bauen Rankhilfen oder kümmern sich um defekte Gartengeräte.

    Es gibt immer Samstags um 13 Uhr einen Mitmachtreff, bei dem alles, was rund um die gute Stube – auch im Stubengarten – geplant ist, besprochen wird.

    Im Sommer sind an unseren Öffnungstagen zwischen 20 und 40 Menschen im Stubengarten, wobei nicht alle garteln wollen/müssen, da wir auch einen großen Teil zum Entspannen, Grillen und Genießen nutzen (Hängematte, Schaukel, Sitzgelegenheiten, Spiele, kreatives etc.)

    • Wie kann man mitmachen und wo findet man Informationen dazu? Auf eurer Site habe ich nichts zum Gemeinschaftsgarten gefunden

    https://diegutestube-muenchen.de/der-stubengarten/

    zudem berichten wir jede Woche aus dem Stubenleben (Aktuelles), haben einen monatlichen Newsletter und bestücken Instagram sowie Facebook mit hübschen Bildern, Aufrufen, Infos, etc.

    • Wie groß sind die Beete (m²)?

    Die Hochbeete, um die es geht, haben rund 40 qm Pflanzfläche

    Daneben gibt’s noch mehrere große Kübel, ein Tomatenhaus, eine große Kräuterspirale, ein Kürbistunnel, eine Erdbeerpyramide, Naschhecken, Obstbäume, Blumenbeete sowie eine Orangerie, einen Strand mit Palmen und einen Pavillon
    Kompostiert ihr?na klar! Großer Kompost mit 3 Kammern

    • Wieviel Liter Erde braucht ihr? Um die Beete aufzufüllen?

    Ja, das ist der knifflige Teil, weil’s ja auch immer wieder zusammensinkt – beim Befüllen unserer ersten Beete mit gleichem Grundmaß waren es grob geschätzt um die 10.000L – ich bin fast irre geworden beim sackweise Anschaffen – jetzt werden wir wohl ähnlich viel bebötigen, wobei lediglich die oberen 30 cm mit frischer Erde bestückt werden sollen, von unten wird mit dem aufgefüllt, was der Garten so hergibt.

    • Was passiert mir der Ernte?

    Die Ernte wird von unseren Kochstüblern genutzt, um das gemeinsame Abendessen zuzubereiten und es wird auch experimentiert, z.B. Eingelegt oder Eingekocht.

    • Wie viele Menschen können/werden an der Instandhaltung der Beete mitarbeiten?

    Mindestens 3 unserer Werkstübler sowie alle Gartenstübler und die, die dann bei uns sind und mithelfen wollen – sobald das Wetter schön ist kommen da schnell 15-20 Leute zusammen, die anpacken – es wird auf unserer Homepage (Aktuelles), per Newsletter, Instagram und nebenan.de im Vorfeld aufgerufen mitzumachen.

    Die Kernggruppe sind diejenigen, die zuverlässig, meist sogar täglich vorbeikommen. Es gibt eine Handvoll, die kommen nur 1-2x in der Woche und noch etwa 8-10, die lassen sich eben nur 2-3 mal im Monat blicken. Zudem helfen auch die Stübler aus den anderen Themenbereichen gerne und zuverlässig mit sobald es etwas zu tun gibt.

    Zu Deinen Fragen:

    – Die, die sich hauptsächlich im Stubengarten engagieren, sind über 60 Jahre alt und bücken sich nicht gerne oder können es nicht mehr so gut…bzw. runter kommen sie alle, nur… ;-).
    Wir haben auch die ein oder andere Person im Rollstuhl dabei, die sich drüber freuen mitbuddeln zu können.

    – das wurde bisher so gehandhabt, da uns ein Schreiner einen großen Schwung ca. 20 Jahre alte Terassendielen gebracht hat, die er ausgetauscht hatte – so sind unsere bisherigen Hochbeete entstanden, ein Großteil davon ist jetzt leider endgültig durch.

    – Wie beschrieben betreiben wir Social-Media Kanäle und einen wöchentlich aktuellen Blog auf unserer Homepage. Zudem verschicken wir regelmäßig Newsletter und nutzen die Plattform nebenan.de um Aufrufe zu machen. Am 16.  März haben wir einen Infostand in der Gärtnerei in unserer Nachbarschaft, wo wir auf unseren Stubengarten aufmerksam machen. Des weiteren sind wir bei verschiedenen Veranstaltungen (z.B. ZamanandFestival) dabei, um für uns zu werben.


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  • Berlin: Tiny Forest Pflanztag in Pankow

    am 18.11.2023
    Es wird viel mehr als „nur“ ein winziger Wald! Er ist eine grüne, dichte Oase. In dieser urbanen Wildnis wachsen viele verschiedene Baum- und Straucharten, die zahlreichen Schmetterlingen, Vögeln und bestäubenden Insekten Lebensraum bieten und in kürzester Zeit ein stabiles und resilientes Ökosystem bilden. Zwischen Erdbeeren, Rosmarin, Äpfeln kommen Menschen ins Gespräch und entdecken gemeinsam eine kleine Großstadtwildnis vor ihrer Haustür.

    Gemeinsam werden wir nach der erprobten Methode des Botanikers Akira Miyawaki mit Senior*innen, Anwohner*innen, Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltungen und stadtweit interessierten Berliner*innen auf nur 250 m² hunderte Bäume, Sträucher und Kräuter pflanzen. Erfahrt am Pflanztag wie so viele Pflanzen auf einer kleinen Fläche Platz finden und gesund zu einem Wald heranwachsen können! Auch unsere Staatssekretätin für Klimaschutz und Umwelt – Britta Behrendt – und viele weitere motivierte Stadtmacher*innen werden dabei sein.

    Unser Fruchtwald in Pankow wird ein Ort der Begegnung, des gemeinsamen Lernens und Wachsens. Unser Mini-Stadtwald ist ein handfester Beitrag der Initiative KriSta, des Krisenstabes der Zivilgesellschaft, der mit über 20 Einrichtungen in Berlin Ermöglichungsräume in und um Stadtteilzentren, Selbsthilfe-Kontaktstellen, Bibliotheken und Senioreneinrichtungen gestalten wird.

    JULIA SCHOLZ

    Projektbeauftragte für Selbsthilfe & Gemeinschaftsgrün im Berliner Krisenstab der Zivilgesellschaft


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  • Heidelberg: GG Bergheim West enstand durch Kooperationen

    (Bericht)

    Gemeinsames Gärtnern, zeigte sich
    an den Beeten im Hinterhof des Nachbarschaftsbüros, kann Menschen unterschiedlichen

    Alters, unterschiedlicher Herkunft und Leb
    ensweise, zusammenbringen
    Das QMWB griff die Initiativeauf und startete unmittelbar mit
    Flächenbegehungen, Gespräche mit gartenint
    eressierten Bewohner*innen, anliegenden
    Institutionen und potentiellen Fördermittelgeber*innen
    .
    Am 5. März 2022 fand dieAuftaktveranstaltung mit Bürgerbeteiligungsfestauf der
    Ochsenkopfwiese statt, um das Projekt vorzustellen und die Bewohnerschaft zur Mitwirkung
    zu aktivieren. Der Einladung sind rund 80 Personen, sowohl Bewohner*innen als auch
    Vertreter*innen von Institutionen und aus der Politik, gefolgt.

    Das Landschaftsamt/der Gartenbaubetrieb errichtete im 2. Quartal 2022 zwei Bodenbeete
    bzw. Tiefbeete sowie zwei Stellflächen für Wassertanks. Auch legten sie die Fläche frei und
    stellten Beratung und Stecklinge sowie Pflanzen zur Verfügung. Im Juni 2022 starteten die
    praktischen Arbeiten vor Ort. Gespendete Wassertanks wurden errichtet, gespendete
    Pflanzen gesetzt und vor Ort Arbeitsprozesse initiiert. Ein Dutzend Bewohner*innen wirkten
    dabei mit. Im Juli wurde das Gartenhaus errichtet. Im Kernareal konzentrierte sich die
    Tiefbeetgruppeinsbesondere auf das Bodenbeete und die umliegende Fläche

    Mit der Anfrage vom Amt für Senior*innen und Soziales im Sommer 2022, vor Ort Hochbeete
    für Hochaltrige zu bauen und eine hauptamtlich koordinierte Senior*innengruppe/
    „Hochbeetgruppe“ zu initiieren, wurde das ersteTeilprojekt geboren.Nach Rücksprache
    mit der Stadt konnten die Hochbeete im August2022 von der ifa, dem Inklusionsbetrieb des
    VbI, errichtet werden. Die Hochbeete sind ebenvom Schwarzen Weg begehbar und auch für
    Rollatoren und Rollstühle befahrbar.

    n der ersten Gartensaison trafen sich beide Gruppen wöchentlich auf der Fläche, pflanzten,
    gossen und pflegten die Fläche gemeinsam. Der Gartenbaubetrieb des Landschaftsamt füllte
    regelmäßig die Wassertanks und konnte im
    Hitzesommer 2022 so für eine reiche Ernte vor Ort
    sorgen. Auf dem außerhalb des Hauptareals liegenden
    Tiefbeetfläche haben sich bereits im Juni 2022 ohne
    Rücksprache mit QMWB oder Koordinatorenteam
    mehrere Senior*innen aus Bergheim West
    Teilbereiche herausgesucht und diese proaktiv
    bepflanzt. Die dem QMWB teilweise bekannten
    Bewohner*innen der„Tiefbeet 2“Gruppegärtnern
    selbstbestimmt und haben eigene Wassertanks
    angeschafft. Mittlerweile hat sich diese Gruppe dem
    Gemeinschaftsgarten angeschlossen.

    Mit demFreiwilligentagder MetropolRegionRheinNeckar im September 2022 konnte die
    Kerngruppe des Gemeinschaftsgartens mit zusätzlich akquirierten Freiwilligen ein weiteres
    Stück auf dem Areal freilegen, dort Rasen einsäen und Bänke bauen.

    m November und Dezember 2022 fandenPlanungstreffender Gartengruppen im
    Nachbarschaftsraum unter Begleitung des QMWB statt, um die neue Gartensaison zu
    planen. Die TiefbeetundHochbeetgruppe verfügte Ende des ersten Gartenjahres bereits
    über einenwachsendenSelbstorganisationsgrad, welcher sich durch den Aufbau interner
    Kommunikationsstrukturen und dem Selbstverständnis als Gruppe („wir sind die
    Gartengruppe“) zeigte. Auch übernahmen die Gruppenmitglieder der Tiefbeetgruppe

    eigenständig Mitgliederund Spendenakquise und entwickelten konkrete
    Gestaltungsideenfür den Gemeinschaftsgarten, sowohl hinsichtlich der Bepflanzung als
    auch der Infrastruktur. Der Wunsch nach mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung vor
    Ort wurde geäußert, verbunden mit mehr Planungssicherheit (was ist vor Ort erlaubt?). Das
    QMWB dokumentierte die Bedarfe und begleitete auch die Gartennebensaison, die die
    Gruppen für weitere Treffen und Planungsaktivitäten nutzten
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  • München: Senior*innen zu alt für das Gartenprojekt

    Am IWO (Gemeinschaftszentrum Integriertes Wohnen) gab es ein Gartenprojekt, das auch von Nachbar*innen genutzt werden konnte. Inzwischen sind die Senior*innen zu alt und die Einrichtung hat das Gartenprojekt beendet.

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  • Oberding: GG vor Seniorenzentrum geplant

    (alerts)

    Ein besonderes Projekt haben die beiden Seniorenreferenten Agnes Pointner und Christian Kaiser kürzlich im Oberdinger Gemeinderat vorgestellt. Sie planen vor dem Seniorenzentrum einen Gemeinschaftsgarten. Ja nach Nachfrage sollen zwischen 20 und 40 kleine Parzellen mit Gemüse oder Blumen bepflanzt werden. Die Flächen werden verlost und nach einem Jahr neu vergeben. Interessenten aus dem Gemeindebereich können sich ab sofort bei Christian Kaiser melden.

    Die Idee zu dem Projekt trage er schon seit Jahren mit sich herum, sagt Christian Kaiser (Wählergruppe Oberding). Auf dem Gemeindegrundstücke vor dem Seniorenzentrum Pflegestern in Oberding sei der ideale Standort für den Garten gefunden. Zum einen erhalte der Platz vor dem Heim „mehr Leben“ und werde so aufgewertet. „Die große Idee“ dahinter sei jedoch: Die Leute zusammenzubringen. Längst vorbei sind die Zeiten, als in Oberding noch jeder jeden kannte. Der Zuzug ist immens, neue Wohngebiete wurden ausgewiesen, „die Leute leben in ziemlich vielen kleinen Siedlungen, aber kennen sich nicht“, weiß der gebürtige Oberdinger. Das soll sich nun ändern.

    Die Unterstützung durch die Gemeinde ist gesichert. Für einen geringen Pachtzins, fünf bis zehn Euro im Jahr schätzt Kaiser, können die Parzellen bepflanzt werden. Was auf den zehn bis 15 Quadratmetern angepflanzt werde, stehe den Privatgärtnern frei. Geplant sind auch mehrere Obstbäume in U-Form um das Areal herum. Heimbewohner ebenso wie Schulklassen sollen den Garten besuchen kommen. Schulprojekte könnten entstehen, plant Kaiser schon weiter, vielleicht zusammen mit Landwirten, denn er habe den Eindruck „zwischen Bürgern und Landwirten prallen oft Welten aufeinander“. Mit dem Gemeinschaftsgarten, so hofft der Oberdinger Gemeinderat, könne auch die Dorfgemeinschaft mehr zusammenwachsen. (mehr …)

  • kein Stadtrat taucht im IG Schrobehausen auf

    (alerts)

    Kommunalpolitiker lassen Seniorenbeiräte im Garten sitzen

    Einsame Zeiten im interkulturellen Garten

    Schrobenhausen

    erstellt am 25.07.2019 um 10:50 Uhr
    aktualisiert am 29.07.2019 um 03:34 Uhr

    Schrobenhausen (jsp) So wenige Stadträte waren noch nie bei einem offiziellen Termin: Schrobenhausens Bürgermeister Karlheinz Stephan (CSU) hatte vor der jüngsten Stadtratssitzung zum Besuch des interkulturellen Gartens geladen. Immerhin ein Projekt des Seniorenbeirats, einem offiziellen Gremium der Stadt mit Satzung. Und es kamen? Nun? Richtig: null Stadträte. Keiner.

    Ja, wo sind sie denn? Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates und Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) warten auf den Stadtrat, der laut offizieller Tagesordnung vor seiner Sitzung in Drei Linden vorbeischauen sollte. Doch die Beiräte blicken vergebens?
    Ja, wo sind sie denn? Die Mitglieder des Schrobenhausener Seniorenbeirates und Seniorenreferent Christian Spreitzer (proSob) warten auf den Stadtrat, der laut offizieller Tagesordnung vor seiner Sitzung in Drei Linden vorbeischauen sollte. Doch die Beiräte blicken vergebens? Spindler

    Stopp, stimmt nicht. Christian Spreitzer (proSob) ist da. Der ist Seniorenreferent des Stadtrates und sozusagen zuständig für den Seniorenbeirat. Auch er sitzt zusammen mit fünf Seniorenbeiräten im sommerlichen Garten in Drei Linden. Und sie warten. Nicht einmal der Einladende, der Bürgermeister, schaut vorbei. Auch nach einer Viertelstunde – dem berühmten akademischen Viertel – lassen sich keine Stadträte blicken; egal, ob mit oder ohne akademische Weihen?

    Die Enttäuschung ist den Seniorenbeiräten, die vor drei Jahren mit viel Engagement und Herzblut das Projekt für In- und Ausländer in der Kleingartenanlage aus der Taufe gehoben haben, deutlich anzumerken. „Ich bin nicht besonders glücklich“, sagt Spreitzer an Ort und Stelle des (Nicht)Geschehens. Er hätte schon mit fünf Kollegen aus dem insgesamt 24-köpfigen Stadtrat gerechnet, sagt er. In der Gartenlaube sitzend kündigt er an: „Im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung werde ich eine Anfrage dazu stellen.“

    Dass niemand vorbeischaut in Drei Linden, könne nicht an der Technikpanne des Ratsinformationssystems (wir berichteten) gelegen haben, die um ein Haar die Sitzung zu Fall gebracht hätte. Alle Stadträte bekämen ja noch persönlich eine schriftliche Einladung für die Sitzung per Brief zugestellt. Und Spreitzer selber, so sagt er, habe dafür gesorgt, dass eine genaue Wegbeschreibung bei dem Termin zu Papier gebracht werde. Immerhin mit den Mitgliedern des Rechnungsprüfungsausschusses zeigt sich Spreitzer gnädig: „Die haben noch ganz schön was zu beraten.“

    Einer der wartenden Seniorenbeiräte hätte für den Stadtratsbesuch auch schon ein Thema gehabt, das er ansprechen wollte. Immer wieder kämen Eltern mit ihren Kindern am interkulturellen Garten vorbei. Die Kleinen wollten vor allem bei sommerlicher Hitze gerne in den kleinen Bach gehen. Doch das sei zu gefährlich, so der Seniorenbeirat. Darum wollte er beim Besuch des Stadtrates, darum bitten, ob etwas dafür getan werden könnte, dass Kinder gefahrlos mal ins kühle Nass gelangen könnten.

    Nach 36 Minuten Wartezeit haben die Seniorenbeiräte genug. „Da kommt niemand mehr“, sagt einer. Es wird noch mal kurz Ausschau gehalten. Stimmt: Kein Stadtrat weit und breit.

    Übrigens: Spreitzer hält Wort und fragt am Ende der öffentlichen Stadtratssitzung mal nach, warum den niemand gekommen sei, trotz rot vermerktem Hinweis auf der schriftlichen Einladung. „Der Seniorenbeirat war sehr, sehr, sehr enttäuscht“, beschreibt Spreitzer die Gemütslage bei den Sitzengelassenen. Schweigen im Sitzungsraum. Der Bürgermeister erhebt das Wort: „Rüffel angekommen. (mehr …)

  • Obst-und Gartenbauverein in Kirchheim (Heidelberg) will Gemeinschaftsgarten anlegen

    (Gu aus alerts, 29.9.)
     Im nächsten Frühjahr kann man es wahrscheinlich schon sehen: wie ein großer Acker in Kirchheim beginnt, sich zu einer ökologischen Oase zu entwickeln. Das Projekt „Ein Garten für alle“ stellte jetzt der Obst- und Gartenbauverein Kirchheim interessierten Bürgern, einigen Gemeinderatsmitgliedern sowie dem Stadtteilvereinsvorsitzenden Jörn Fuchs im südlichen Kirchheim im Gewann Lochäcker vor.

    Auf 2400 Quadratmetern, die man vor zwei Jahren für eine beträchtliche Summe erworben hat, soll in drei Abschnitten eine Streuobstwiese, ein Gemüsegarten sowie ein Obstgarten entstehen. Mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur, also dem Wasseranschluss, den Zäunen, Hecken und Toren beginnt man im November und hofft dann, im Frühjahr mit den Bodenvorbereitungen, der Einteilung und der Bepflanzung zu beginnen. Dann, so der erste Vorsitzende Hans-Peter Vierling, wäre es schön, wenn schon die ersten Gartenfreunde aus Kindergärten, Schulen und Seniorenzentren dabei wären, um vielleicht sogar tatkräftig mitzumachen.

    Dann könnten auch die geplanten Veranstaltungen für Jung und Alt beginnen. Schulen und Kindergärten sowie Seniorenzentren möchte man schwerpunktmäßig ansprechen, beschrieben Hans-Peter Vierling und Michael Frauenfeld ihr Vorhaben, das sie „Erlebnisgärtnern für Kinder“ und „Aktiv im Garten für 60 Plus“ nennen.

    Gedacht ist auch daran, Schnitt- und Veredlungskurse, Seminare für Fachwarte sowie Workshops zum Gemüseanbau abzuhalten. Dabei setzen sie auf den Trend, dass Gärtnern wieder in Mode kommt – aktuell in Form von „Urban Gardening“. Da die Altersstruktur im Verein ziemlich hoch sei, hoffe man, mit dem neuen Projekt auch die Jüngeren anzusprechen und das Wissen an sie weiterzugeben.

    12.000 Euro will der Verein für die Neuanlage ausgeben, wobei rund 6000 Euro für die Verlegung der Wasserleitung gedacht sind. Bei Nennung dieser hohen Summe ging ein Blick in Richtung der Stadträte“
    http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Kirchheimer-Obst-und-Gartenbauverein-stellt-Ein-Garten-fuer-alle-vor-_arid,130046.html

    (Gu, Mail, 6.10.)
    Unser Projekt richtet sich in erster Linie an Kindergärten, Schulen, Seniorenzentren, natürlich an unsere Mitglieder und an alle “Obst- und Garteninteressierten”. Für diese Zielgruppen werden wir Seminare und Workshops anbieten und Fachwissen vermitteln, z.B. Erlebnisgärtnern für Kinder, Streuobst und Ernährung, Vögel der Streuobstwiesen, pflegeleicht und ergonomisch Gärtnern, Gemüseanbau im Hochbeet, Schnitt- und Veredelungskurse, Workshops Gemüseanbau, Fachwartefortbildung und vieles mehr.
    Bis Martini 2015 ist das Grundstück noch an einen Bauern verpachtet, danach geht es los…(mehr …)

  • IWO-Garten in München mobilisiert Wissen von Seniorinnen

    (Gu, Projektbesuch, 25.6.)
    Im Außenbereich des Gemeinschaftszentrums Integriertes Wohnen in München Gern geht gibt es ein kleines Gartenprojekt jetzt schon im dritten Jahr. In der Anlage (alles Sozialwohnungen) leben SeniorInnen, Alleinerziehende, Familien. Die Innere Mission ist zuständig für die SeniorInnenbetreuung, aber auch offen für die Nachbarschaft mit ihren Angeboten (Beratungen zu Behören, Kurse, gemeinsames Essen, Veranstaltungen). Die SeniorInnen wohnen fast alle im Erdgeschoß in kleinen Wohnungen mit kleinem Gartenanteil, die ganz unterschiedlich genutzt werden. Der Einrichtungsleiter hatte die Idee, mit einem gemeinsamen Gartenprojekt mehr Gemeinschaft zu schaffen und das Wissen der älteren Menschen zu aktivieren. Sie haben mit einer Förderung von uns ein Hochbeet selbst gebaut (sie wurden von einer Gärtnerin von o´pflanzt is beraten, die das Projekt auch mit angeschoben hat) und nutzen auch andere kleine Flächen. Werkzeuge haben sie von den BewohnerInnen bekommen, die sie in einem offenen Schrank und einer offenen Truhe aufbewahren – Spezielles können sie jederzeit bei den BewohnerInnen leihen. Sie bekommen von BesucherInnen Pflanzen geschenkt und so wächst das Projekt (ganz klein) nach und nach. Letztes Jahr hat ein Team einer Firma im Rahmen eines Social Days ein weiteres Hochbeet gebaut (für das Material reichte unsere Förderung noch). Sie bekommen ab und an Pflanzen von einer GärtnerInnenschule, die in der Nähe ist.
    Sie haben letztes Jahr den (Nutz)Garten eines Kindergartens in der Nähe besucht und wollen gerne auch Gemeinschaftsgärten in der Nähe angucken (mehr …)

  • IG in Dietmannsried geplannt

    (Gu, Mail, 27.10.

    „unser Verein „Soziales Dietmannsried“ bekommt von der Gemeinde Dietmannsried ein Gartengrundstück zur Verfügung gestellt, das zentral zwischen Seniorenzentrum, Kindergarten, Schule und Wohnhaus unserer Flüchtlinge liegt. Auf dem Grundstück ist eigentlich alles vorhanden – angefangen von einer Toilette über eine voll eingerichtete Küche, ein großes Gewächshaus, diverse Geräteschuppen und eine Grillstelle bis hin zu ausreichend Parkplätzen.  Wir würden auf dem Grundstück gerne einen interkulturellen Gemeinschaftsgarten ins Leben rufen, um unseren Flüchtlingen die Möglichkeit zu geben, sich zu betätigen und unter die Leute zu kommen. So haben sie eine Chance, schneller die deutsche Sprache zu erlernen. Es soll ein zentraler Treffpunkt werden zum gemeinsamen Arbeiten, Entspannen und Lernen sowie zum kulturellen Austausch. Im barrierefreien Eingangsbereich könnten Hochbeete für die Senioren aufgestellt werden. Für interessierte Bürger, die Flüchtlinge und Kindergarten/Schule soll es dann Hügelbeete geben. Auch die örtlichen Imker könnten eventuell integriert werden. Des Weiteren wären Umweltbildungsmaßnahmen geplant, die von Naturerlebnispädagogen und Allgäuer Wildkräuterführerinnen angeboten werden können.

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