(Gu aus Antrag und Antworten)
Seite 1 von 2
Antrag an die Anstiftung
zur Förderung eines Gemeinschaftsgartens
Der Antragsteller
Der SKM – Katholischer Verein für soziale Dienste im Rhein-Sieg-Kreis e.V. ist ein eingetragener
Verein, der gemeinnützige, sozial-caritative Arbeit als eigenverantwortlicher Fachverband im Dienst
von Kirche und Gesellschaft leistet. Die Aufgabengebiete umfassen Familien-, Jugend-, Sozial-,
Flüchtlings-, Gefährdeten- und Gesundheitshilfe in unterschiedlichen professionellen Fachdiensten
und ehrenamtlicher Tätigkeit.
Der SKM fühlt sich Menschen in Not besonders verpflichtet und setzt sich ein für ein
Gemeinwesen, in dem Flüchtlinge die Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben. Das
Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Weltanschauung und Religion wird als
Bereicherung für das Gemeinwesen gesehen. Mit einem Team von engagierten, ehrenamtlichen
MitarbeiterInnen werden die Menschen in mehreren Unterkünften begleitet. Es finden dazu
Sprachstunden und projektbezogene Arbeit statt und eine vielfältige Alltagsbegleitung wird
gewährt.
Ist-Zustand
Das Marienheim in der Siegburger Bambergstraße liegt in einem bürgerlichen Stadtteil. Es wird
von der Kirchengemeinde für Gruppenangebote (Seniorentreff, Kirchenchor) und Veranstaltungen
genutzt, u. a. findet dort das monatliches Café International. Der SKM bietet ein wöchentliches
Upcycling-Treffen an, bei dem die Bewohner der benachbarten Flüchtlingsunterkunft, in der circa
30 Personen (vorwiegend Familien mit Kindern) leben, und Einheimische aus dem Viertel
gemeinsam unter Anleitung einer Schneiderin aus Kleiderspenden Neues entstehen lassen.
Weiterhin liegen in unmittelbarer Nachbarschaft eine Kindertagesstätte, eine Grundschule und eine
Wohngruppe für minderjährige unbegleitete Geflüchtete.
Der umliegende Garten wird überwiegend von Kindern zum Spielen und für Veranstaltungen
draußen genutzt.
Projektidee
Der Freiwilligendienstleistende in der Flüchtlingsarbeit des SKM ist auf die Mitarbeiterinnen
zugekommen mit dem Wunsch, federführend mit anderen Bewohnern der Unterkunft und
Interessierten aus der Umgebung einen gemeinschaftlichen Garten anzulegen.
Phase 1
Begonnen werden soll mit einem Gemüsebeet so schnell wie möglich, um die Motivation der
Beteiligten aufrechtzuerhalten und ihre Eigeninitiative zu würdigen. Der Garten muss vorbereitet
werden, Beete umgegraben, angelegt und abgesteckt werden. Mutterboden soll eine gute
Wachstumsgrundlage bieten. Anschließend können erst einmal herbst- und wintertaugliche
Pflanzen dort Platz finden. Sitzmöglichkeiten könnten einen Platz zum Austausch und für
Erholungspausen bieten.
Phase 2
Auch im Jahr 2019 soll das Projekt fortgeführt werden, indem mit den Beteiligten das Gartenjahr
vorbereitet und geplant wird. Sie werden unter Anleitung eigenständig ihre Ideen einbringen und
weitere Beete angelegen. Durch die Sichtbarkeit in der Nachbarschaft sollen weitere Mitstreiter
gewonnen werden.
Phase 3
Ziel ist es, dass sich möglichst viele Menschen aus dem nahen Umfeld daran beteiligen und so die
nachbarschaftliche Gemeinschaft über interkulturelle Grenzen hinweg zusammenwächst. Wenn
auch ausreichend Ernteerfolg erzielt worden ist, sollen die Produkte gemeinschaftlich verarbeitet
und bei Festen und Veranstaltungen verzehrt werden.
Ausblick
Ab dem Jahr 2020 soll sich das Projekt verselbständigen und weitergeführt werden. Durch die
Fluktuation in der Unterkunft können sich weitere Menschen daran beteiligen. Auch wäre es
erstrebenswert, die umliegenden Bildungseinrichtungen miteinzubeziehen.
Wem gehört das Grundstück und wie groß wäre die Fläche, auf der der Interkulturelle Gemeinschaftsgarten entstehen soll?
Das Grundstück gehört der Kirchengemeinde Sankt Servatius Siegburg, die auch das Grundstück für den Bau der angrenzenden Unterkunft zur Verfügung gestellt hat. Da es sich bei der Fläche für das Gartenprojekt um eine Teilfläche handelt, ist die Größe nicht genau zu bestimmen, aber es ist ausreichend Platz für mehrere Beete.
Ist das die gleiche Fläche (umliegender Garten), der auch von den Kinder(gruppen) und für Veranstaltungen genutzt wird?
Es soll nur der rückwärtige Teil der Außenfläche, der zwischen Marienheim und Unterkunft liegt, als Gemeinschaftsgarten genutzt werden. Für die Veranstaltungen bleibt im vorderen Teil großzügig Platz.
Wie sind hier die Vereinbarungen zur zukünftigen Nutzung der Fläche? Soll die Fläche dann geteilt werden? Sind die bisherigen NutzerInnen des Gartens von der Planung des Interkulturellen Gartens informiert und einverstanden?
Die Kirchengemeinde und die einzelnen Nutzergruppen der Örtlichkeit sind alle eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen. Dies soll auch kommuniziert werden. Der Bauausschuss der Kirchengemeindehat dem Projekt zugestimmt.
Wie lange haben Sie diese Fläche zur Verfügung? Gibt es z.B. eine zeitliche Befristung? Müssen Sie Pacht zahlen?
Bisher ist eine zeitliche Befristung nicht vorgesehen. Eine Pacht muss nicht gezahlt werden.
Wie groß ist die Gruppe, die den Garten plant und umsetzten möchte? Wie viele Geflüchtete und wie viele andere Nachbar*innen sind in dieser Gruppe jetzt schon dabei? Wie wurde die Idee eines Gemeinschaftsgartens den Geflüchteten vermittelt?
Zentrale Figur der Idee ist der Freiwilligendienstleistende (FSJler) des SKM. Er hatte die Idee des Gartens, hat mit allen Bewohner/innen der Unterkunft gesprochen, sucht sich Hilfe unter den Geflüchteten. Durch die Betreuungskraft vor Ort wird der Kontakt zu den Nachbarn gesucht. Bei den Vorbereitungen haben sich auch schon mehrere Personen beteiligt. Da wir nicht zwischen Geflüchteten und Einheimischen unterscheiden, liegt die Zahl der Menschen, die sich beteiligen, bei circa 10 bisher.
Wo kommt das Wasser her und wo werden die Gartengeräte untergebracht, so dass sie für alle Gärtner*innen zugänglich sind?
Die Fläche kann über den Wasseranschluss der Unterkunft bewässert werden. Die Kosten trägt die Stadt. Die Geräte werden in unmittelbarer Nähe überdacht untergestellt.
Ist die Fläche offen? Gibt es einen Zaun? Wie kommen die Gärtner*innen und Interessierte auf die Fläche?
Die Fläche ist umzäunt, allerdings ist sie über ein Tor zwischen der Unterkunft und dem Marienheim zugänglich.
Sie schreiben, die Gärtner*innen können unter Anleitung ihre Ideen eingeben. Wer leitet wie an?
Die Betreuungskraft vor Ort koordiniert den Bedarf. Grundsätzlich soll die Gruppe sich so viel wie möglich alleine bewegen. Sie kümmert sich mit der Unterstützung des FSJlers um Materialbeschaffung, Kommunikation und fachliche Hilfe, falls nötig.
Wie sind Information und Kommunikation angedacht?
Vor allem durch den persönlichen Kontakt. Bei allgemeinen Informationen über E-Mail oder per Messengerdienste, für die Nachbarn Aushänge im Schaukasten. Ansonsten auch Vorstellung des Projekts in der Zeitung und dem Newsletter des SKM und der Stadt.
Wie viele Menschen können nach Ihren Planungen mit gärtnern? Wie viele Beete soll es geben? (für wie viele Leute sind die Gartengeräte geplant?)
Die Gruppe soll weiter wachsen. Im nächsten Jahr sollen weitere Beete dazukommen. Je weiter die Gruppe wächst, desto mehr Geräte werden angeschafft. Da auch angedacht ist, dass sich Gruppen beteiligen (die Grundschule oder kirchliche Gruppen) ist es schwierig, eine konkrete Zahl der teilnehmenden Gärtner/innen festzulegen
An was für Beeteinfassungen denken Sie?
Die Beete sollen möglichst mit Steinen eingefasst werden.
Haben Sie schon Kontakt mit dem Grünflächenamt und dort nach Erde gefragt?
Die bisherige Erde wurde durch die Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. Eine Anfrage bei der Stadt ist möglich. Diese beteiligt sich schon durch die Wasserversorgung.
Wer wird das Projekt (auch wegen der Fluktuation in der Unterkunft) immer wieder neu vorstellen und für ein Mitmachen werben/die neu Interessierten begleiten?
Der FSJler möchte auch über seinen Freiwilligendienst hinaus gärtnern und wird in Zusammenarbeit mit der Betreuungskraft vor Ort den neuen Bewohnern immer wieder vorstellen.
Wie wird das Projekt in der Nachbarschaft und bei den möglichen Kooperationspartnern beworben?
Durch persönliche Vorstellung bei Austauschtreffen (Kooperationspartner), persönliche Gespräche mit den Nachbarn, Berichterstattung in der Zeitung, Berichterstattung im Newsletter des SKM, eventuell Flyer, Aushänge in den Schaukästen der Kirchengemeinde (mehr …)