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  • Soligen: neues GG entsteht

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    Auf rund 2000 Quadratmetern gedeihen Obst und Gemüse in Hochbeeten. Kartoffeln wachsen im Turm. Mitstreiter werden gesucht.

    Von Ann-Christin Stosberg

    Ohligs ist um einen grünen Fleck reicher: Auf rund 2000 Quadratmetern ehemaligen Brachlandes haben die Mitglieder der Initiative Ohligs Oase Ost ein kleines Paradies aus Natur und Garten direkt am Planetenweg geschaffen. Anlässlich des langen Tages der Stadt-Natur stellten die Hobbygärtner ihr Urban-Gardening-Projekt vor. „Wir sind noch beim Aufbau und seit Januar so richtig aktiv“, erklärte Monika Fent von der Initiative.

    Die meisten Mitglieder kommen aus der Nachbarschaft und Ohligs. Der mit einem braunen Jägerzaun umzogene Garten ist über einen hölzernen Steg erreichbar, der über einen kleinen Bach führt. Im unteren Teil der Oase bieten Hochbeete Platz für Kürbisse, Bohnen, Tomaten und viele weitere Gemüse- und Obstsorten. „Wir geben Anleitungen, wie man diese Hochbeete bauen kann“, sagte Monika Fent, die auch Tipps zum sogenannten Kartoffelturm geben kann. In dem Turm aus Stroh sind auf verschiedenen Ebenen jeweils fünf bis sechs Kartoffeln gepflanzt, die später an den Seiten herauswachsen sollen. In der Turmspitze ist ein Beet für Salat und Kohlrabi. „Wir probieren hier sehr viel aus“, meinte Monika Fent.

    Urban Gardening: Mitgärtnern kann und darf jederDer übrige Teil des Gartens hat durch Natursteinmauern, ruinenartige Gebäudereste und Palettenmöbel einen ganz eigenen, rustikalen Charme. Entstanden ist die Idee bei der Nachhaltigkeitskonferenz im November 2018. Außerdem waren einige Mitglieder beim Projekt „Scharfe Gärten“ im Südpark aktiv, das aber wegen der Baupläne an den Güterhallen weichen musste.

    Beete und Zäune wurden aus herumliegenden Materialien gebaut.
    Beete und Zäune wurden aus herumliegenden Materialien gebaut.

    © Andreas Horn

    Die Fläche am Galileum wurde von der Wirtschaftsförderung angeboten, sagte Corinna Müller von Ohligs Oase Ost. Sie zu bepflanzen sei eine Herausforderung. „Der Boden ist mit Blei und Kohlenwasserstoff belastet, deswegen bauen wir auch in Hochbeeten an“, erklärte Monika Fent. Strom gibt es aktuell für den Garten nicht, ein größeres Problem stellt aber die Wasserversorgung dar. Momentan behelfen sich die Oase-Mitglieder mit Regenwassertonnen.

    URBAN GARDENING

    PROJEKT Es sei wichtig, dass ein Ort für die Menschen entsteht, die in der Nähe leben, arbeiten und wohnen, sagt Thilo Schnor, Sprecher der zurzeit 14-köpfigen Initiative. Die Gruppe lebe vom Mitmachen. Möglichst bald soll ein Verein gegründet werden.

    info@scharfe-gaerten.de

    Beete und Zäune wurden überwiegend aus herumliegenden Materialien gebaut, weitere Anschaffungen finanziert die Initiative durch Spenden und den Verkauf vorgezogener oder geernteter Pflanzen. Mitgärtnern kann und darf jeder. „Das hier soll auch ein Ort des Miteinanders und der Nachbarschaft werden“, meinte Monika Fent, die sich langfristig Veranstaltungen und eine Fahrradwerkstatt in der Oase vorstelle

    Jeweils am ersten Donnerstag im Monat trifft sich die Initiative um 19 Uhr im Atelier Farbraum an der Sauerbreystraße.


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