Schlagwort: Sonnengarten Soll

  • München: Sonnengarten in Solln

    Projektbesuch, Infos von Adi

    Der Sonnengarten Solln ist einer der zwei Nachfolgegärten der ehemaligen Haderner Gemeinschaftsgärten von ergon e.V., dem Bienengarten Hadern und Kulturgarten Hadern. Er entstand im Frühjahr 2014 auf einem Grundstück der Stadt München als Projekt des Agenda-2030-Vereins ergon e.V., der sich für klimafreundliches Tun vor Ort einsetzt, im Münchner Süden auf einer ehemaligen Brache am Südrand der Parkstadt Solln in der Littmannstr. 25, 81477 München. Dieses Grundstück, unter dem die städtische Hauptwasserleitung entlangführt, steht uns solange zur Verfügung, bis im Falle einer Bebauung der angrenzenden Felder hier eine Straße gebaut wird.
    Letztes Jahr waren sie 29 Mitglieder (plus Familie). Sie können in der Erde anbauen und jede*r kann auf seinem Beet anpflanzen. Die Gemeinschaft kann jedoch sich dafür aussprechen, dass bestimmte Pflanzen nicht angepflanzt werden sollen und es gibt im Vertrag auch bestimmte Regularien.
    Auch über andere Belange und Aussehen der Beete entscheidet die Gemeinschaft.

    „Wir haben sie in Parzellen von ca. 10 – 70 m² eingeteilt, die jeweils für 1 Jahr nach einem von der Gemeinschaft entwickelten und ständig angepasstem Vertrag an ein Mitglied, eine Mitgliedsfamilie vergeben werden. Die Parzellen sind nicht durch Zäune voneinander abgegrenzt und dienen dem ersten Hauptziel unserer Gartengemeinschaft, dem ökologischen Anbau von Gemüse, Kräutern und Beerenobst zur Selbstversorgung. Daneben haben auch Blumen, niedrige Ziersträucher und einzelne Zwergobstbäume ihren Platz. „
    […] Wir konnten uns 2015, in unserm 2. Gartenjahr, eine Wasserleitung von den Stadtwerken zu unserm Gelände legen lassen, mit Zuschuss vom Bezirksausschuss 19. Mit viel gemeinschaftlichem Engagement gelang uns, zusammen mit einem Installateur, die interne Leitungsverlegung im Garten, der Bau von 2 schön gestalteten Wasseranschlüssen in Gabionen und das Aufstellen von 2 von Kindern bemalten Wassercontainern für abgestandenes Wasser. Die vielen Bauarbeiten im Gemeinschaftsbereich, in der Anfangsphase unseres Gartens, wurden in gemeinsamen Aktionstagen geleistet. Alle sonstigen Gemeinschaftsaufgaben werden unter den Mitgliedern aufgeteilt, dazu gehören die Pflege von Häuschen, Anbau, Werkzeug, Grasflächen, Wegen, sowie der Bau von neuen Gemeinschaftseinrichtungen z.B. unsere 2016 entstandene Weinlaube für die heißen Tage, als auch viele Arbeiten für die weitere Gestaltung und Verwaltung unserer Gemeinschaft. […]
    Zum Besprechen und Beschließen von Anliegen, die die Gemeinschaft betreffen, treffen wir uns 2-3x jährlich zu Gesamtversammlungen, zentral ist dabei die Hauptversammlung im Frühjahr, in der sich die Mitgliedergruppe als GbR neu konstituiert, neue Mitglieder aufgenommen, die anstehenden Aufgaben verteilt und ein mehrköpfiges Team für die Koordination gewählt werden. Für weiteren Austausch gibt es einen monatlichen Gartentreff meist am Abend. „

    Adi Lange, die „Gesamtgartenleiterin“ will sich zurück ziehen. Sie arbeiten bisher in einem fünfköpfigen Kernteam, das sich die Aufgaben ein wenig aufteilt.

    Träger des Gartens ist ergon


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  • schöner Artikel über den GG Sonnengarten Solln

    Fast ein Jahr lang liefen sich Mitglieder des Haderner Kulturgartens und Bienengartens die Hacken wund. Wurden bei der Stadt und mehreren Bezirksausschüssen vorstellig. Denn der Pachtvertrag für die beiden Gemeinschaftsgärten wurde nicht verlängert. Um die Projekte vor dem Aus zu bewahren, begann eine lange und mühsame Suche nach Ersatzstandorten. Denn Flächen zum gemeinsamen Gärtnern sind in München kaum noch zu finden. Doch es gelang: In Pasing wurde ein 3000 Quadratmeter großer Nachfolgegarten geschaffen. Und auch in Solln ist ein neues Paradies entstanden.

    An der Littmannstraße bleiben Passanten oft stehen. Denn dort fallen zwei bunte Inseln ins Auge. Ein städtischer Krautgarten und südlich davon der Sonnengarten, der Mitglied im Umwelt-Verein Ergon ist. Was dort wächst, sprießt und blüht, macht neugierig. Blumen, Gemüse und Früchte, teils auch Exotisches, all das gedeiht prächtig auf der 1400 Quadratmeter großen Fläche. „Wir wurden sogar schon gefragt, ob man bei uns was kaufen kann“, erzählt Adelheid Lange, Sprecherin des Sonnengartens. Kann man nicht. Aber schauen ist erlaubt. Fragen stellen auch.

    Der Neuanfang in Solln war anstrengend. Spaß machte er den Hobbygärtnern trotzdem. Die Arbeiten auf dem seit Jahren brach liegenden Grundstück begannen im April 2014. Zunächst wurde ein Landwirt zum Pflügen, Mulchen und Eggen gefunden. Danach legten die ersten Nutzer unter dem Motto „Gemeinsam. ökologisch. Gärtnern. Neues erproben.“ los. Dabei trat auch einiges zutage, was dort nicht hingehörte. Scherben, Metall- und Betonteile, Bauschutt.

    Der Sonnengarten hat rund 25 verpachtete Parzellen, die von rund 70 Männern, Frauen und Kindern bewirtschaftet werden. Was sie in ihren 10 bis 90 Quadratmeter großen Gartenabschnitten anbauen, dürfen sie weitgehend selbst entscheiden. Fast alles ist erlaubt. „Das macht die Vielfalt aus“, sagt Lange. Tabu sind zum Beispiel hohe Bäume und Büsche. Und der Einsatz von Chemie bei Düngung und Pflanzenschutz.

    Gleichzeitig wird auf die gemeinsame Gartenkultur großer Wert gelegt. Die Mitglieder tauschen sich aus, unterstützen sich, probieren Neues aus: Das Anlegen von Hoch- und Hügelbeeten zum Beispiel. Oder das Pflanzen in Mischkultur. Nicht immer läuft alles rund: „Es gibt, wie überall, auch im Sonnengarten Auseinandersetzungen zwischen einzelnen“, sagt Lange. Doch meist gelinge es, die Konflikte zu beheben. Manche hielten sich generell raus und hätten wenig Kontakt. „Wir sind also im zwischenmenschlichen Bereich recht normal“, sagt Lange mit einem Augenzwinkern.

    „Die Nachfrage nach Parzellen in unserem Sonnengarten ist überwältigend“, sagt Lange. Doch im Moment ist bereits alles verpachtet. „Die Warteliste ist lang.“ Die Münchnerin hat vor kurzem in ihrer Parzelle Kümmel geerntet. „Wenn er selbstgezogen ist, hat er eine scharfe Note. Das kennt man sonst gar nicht.“ Das Ergebnis: der Kümmelquark in diesem Jahr ist geschmacklich ein Gedicht.

    Lange deutet auf eine buschige Pflanze: „Gewürzfenchel. Für Tee“, erklärt sie. Am Rand viele Heil- und Wildkräuter. Ein Thema, mit dem sich die Hobbygärtnerin intensiv beschäftigt hat. Sie weiß, welche wohltuende Kraft in vielen Pflanzen steckt. In Engelwurz zum Beispiel. „Man verwendet Wurzeln und Samen. Oder die Nachtkerze mit ihren schönen gelben Blüten. Sie wurde schon von den Indianern zur Linderung von Hautkrankheiten eingesetzt. […]

    http://www.tz.de/muenchen/stadt/solln-bluetezeit-sonnengarten-6699685.html

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  • Im Sonnengarten übernehmen nun mehr Leute Verantwortung

    (Gu, Mail, 9.4.)

    Bei uns in der Gemeinschaft hat sich Gottseidank nach der ersten großen Versammlung Ende Februar eine positive Wende in der Motivation ergeben, nachdem ich dort die zuvor in einer kleinen Runde der Aktivsten ausgearbeiteten Wünsche zum Engagement und zur Zusammenarbeit der Mitglieder vorgetragen habe, was dann dort lebhaft diskutiert wurde. Alle, die dort dabei waren, (5/6 aller Mitglieder!) sind seither wieder sehr motiviert, sowohl beim Gärtnern, als auch in der selbst gewählten Arbeitsgruppe zu einer Gemeinschaftsaufgabe, wobei bei uns jeder zur Teilnahme an solch einer Arbeitsgruppe verpflichtet ist, 2016 à 2-3 Std.. Auch die diesjährigen Arbeitsgruppen hatten wir/ich zuvor inhaltlich gut strukturiert vorbereitet. Jeder, der mag, kann zusätzlich nach Zustimmung einer Versammlung ein weiteres Vorhaben zur Verbesserung/Verschönerung verwirklichen, was auch einige bereits in Angriff genommen haben.

    Also es läuft zur Zeit bei uns wie geschmiert mit bester Stimmung. Sicher hat auch die Ankündigung Eures Workshops, alle erhielten die detaillierte Einladung, mit dazu beigetragen!


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  • Bienengarten und Sonnengarten München

    (GU Mail, 26.5.)
    Die Nachfolgegärten von Kultur- und Bienengarten in München Hadern – die beide zum 28.2. aufeglöst wurden am alten Standort – sind: Sonnengarten Solln und der neue Bienengarten Pasing;  beide noch in den Anfangsarbeiten, Das Projekt in Soll ist schon eröffne und hat 25 Mitglieder, Träger ist nach wie vor ergon e.V.


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