Schlagwort: soziale Träger

  • Hoyerswerda: Garten der Generationen entsteht

    (Antrag, Antworten)
    Unser Verein betreibt in der Stadt Hoyerswerda seit 25 Jahren das „Haus der Begegnungen“. Wir führen hier eine Vielzahl von sozialen Projekten wie die Tafel, die Suppenküche, eine Möbelwerkstatt, einen Kräutergarten und den Tafelgarten durch.

    In unserem geplanten Garten der Generationen sollen sich Kinder, Eltern und Großeltern miteinander beschäftigen. Das muss nicht heißen, dass nur Familien zum Projekt zugelassen sind, nein, die verschiedenen Generationen sollen auch aus verschiedenen Familien kommen. Das schafft Vielfalt in den Gedanken und Ideen für die Durchführung. Wir möchten auf ca. 800m² einen kleinen Garten mit Hoch- und Flachbeeten aufbauen, die Wege so gestaltet, dass sie barrierefrei sind und auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen die Möglichkeit geben, sich zu engagieren. Auf den Beeten werden Obst und Gemüse angebaut, aber auch Blumen, damit eine Vielfalt von Insekten sich tummeln können. In diesem Rahmen sehen wir das Wildbienenprojekt. Dabei soll ein Insektenhotel gebaut und Wildbienen beobachtet werden. Der Anbau von Bienenweiden oder insektenfreundlichen Pflanzen wird verbunden mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern, die in Tafel und Suppenküche sowie gemeinsamen Kochveranstaltungen verwendet werden.

    Wir verfügen an unserem Standort über die Möglichkeiten, die uns der Tafelgarten und das Grüne Klassenzimmer bieten. Das Thema gesunde Ernährung spielt dort schon eine große Rolle. Jetzt wollen wir dieses Projekt noch mehr in den Focus der Öffentlichkeit rücken. Wir wollen noch viel mehr Menschen, nicht nur den Tafelkunden, die Möglichkeit geben, von unserer Arbeit und unseren Projekten zu partizipieren.
    […]

    Wir würden uns gern um eine Förderung für ein Erdgewächshaus bewerben. Ein Erdgewächshaus ist eine kluge und umweltfreundliche Lösung für alle, die ihren Garten nachhaltig und unabhängig gestalten möchten. Es kombiniert traditionelle Bauweise mit moderner Nachhaltigkeit und sorgt für frisches Gemüse zu jeder Jahreszeit. Ein Erdgewächshaus wird teilweise oder vollständig in die Erde gebaut. Die Seitenwände bestehen aus Erde, die als natürliche Isolierung dient. Die Dachkonstruktion ist meist mit einer transparenten Abdeckung versehen, die Sonnenlicht einlässt und gleichzeitig Wärme speichert. So entsteht ein Raum, der unabhängig von den Außentemperaturen genutzt werden kann

    • Die Basis der Gruppe bilden ca. 15-20 Personen, die sich zusammengefunden haben, um miteinander den Garten der Generationen weiter auszubauen. Die Gruppe ist nicht immer vollständig und die Teilnahme fluktuiert. Aber Nachbarn aus dem Wohngebiet sind in jedem Fall dabei.
    • Ja, an der Planung war der Seniorenbeirat der Stadt Hoyerswerda beteiligt. Verschiedene Bereiche sind barrierefrei geplant.
    • Die Fläche gehört der Stadt Hoyerswerda, unser Verein hat einen unbefristeten Nutzungsvertrag. Die Gebäude werden i9m nächsten Jahr komplett saniert, ein Weiterbestehen ist damit gewährleistet
    • Es gibt bereits Beete, auf denen Obst und Gemüse angebaut wird, deren Anteil sind ca. 400m², In den geplanten Hochbeeten entstehen Kräuterbeete und Salatbeete.
    • Den Tafelgarten gibt es seit ca. 10 Jahren. Der Garten der Generationen ist erst im Aufbau, aber die TeilnehmerInnen haben entschieden, dass dieser Garten zu großen Teilen den sozialen Projekten des Vereins zugutekommen soll. Über die Bepflanzung sollen die TeilnehmerInnen gemeinsam mit unserer Gärtnerin entscheiden.
    • Entscheidungen werden demokratisch gefällt, jeder kann kommen und mitmachen
    • Die Werbung erfolgt über Flyer und Aushänge im Verein sowie dien Newsletter, den der Projektträger herausgibt.
    • Gehwegplatten und Stufen sind Spenden bzw. werden „alte Bestände“ verarbeitet, die Folie ist normale Folie für Gewächshäuser.
    • Die Erdaushubarbeiten für das Erdgewächshaus wird eine befreundete Firma übernehmen, alles andere machen die Teilnehmer des Projektes. Interessenten sind uns jederzeit willkommen. Der Bau soll im Frühjahr beginnen.

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  • Potsdam: Klimagarten Wendeschleife wächst

    (Antrag, ANtworten)

    Die Pflege und Bepflanzung der Beete des Gemeinschaftsgartens wird von Beetpat*innen (27 Personen inklusive Angehörige), dem Team Wendeschleife und weiteren Interessierten übernommen. Die Beetpat*innen stimmen sich regelmäßig mit dem Projektteam ab und übernehmen teilweise auch die Betreuung des wöchentlichen offenen Gärtnerns sowie die Gestaltung von Workshops.Das Team Wendeschleife besteht aus Norbert Fadtke (Bundesfreiwilligendienst), Henrike Wieck (Bundesfreiwilligendienst), 2 Ehrenamtlerinnen und mir (Francie Großhennig, Umweltlotsin des oskar.Begegnungszentrum). Im Projekt Wendeschleife legen wir besonderen Wert auf die soziale Integration und lokale Vernetzung, auf Umweltbildung und Qualität des Lebensumfelds sowie Nachbarschaftliches Engagement und Beteiligung. Um die Projektziele zu erreichen, stellen wir in unserer Arbeit folgende Bereiche in den Mittelpunkt:

    èÖkologisches Gärtnern (z.B. offenes Gärtnern am Mittwoch)

    èStadtgrün und Stadtnatur, Multifunktionale Grünflächen (z.B. Garten offen für alle, kein Zaun)

    èGemeinschaft, Wertschätzung und Gestaltung des Wohnumfeldes, Freizeit im Freien, Identifikation mit dem Lebensumfeld, Zeit im Freien (z.B. Pflanzaktionen, offener Kaffeeklatsch)

    èFörderung von umweltbewusster Ernährung (z.B. Klimakochen)

    èSelbermachen, Unverpackt, Reparieren statt Wegwerfen, Mülltrennung/-vermeidung, Teilen oder Leihen statt neu kaufen(z.B. Handarbeitscafé, Saatgut- und Pflanzentausch)

    èNachhaltige Mobilität, Leitungs-/Trinkwasser und Grauwasser (z.B. Verleih von Lastenrad)

    èNaturpädagogische Umweltbildungsangebote (z.B. Schul-AG „Die Welt ist mein Garten“)

    Eine unschätzbare Unterstützung für die Mitarbeiter*innen und Beetpat*innen stellt gerade bei der Umsetzung von Festen das Netzwerk engagierter ehrenamtlicher Helfer*innen dar.

    Das Begegnungszentrum oskar. wird durch die Landeshauptstadt Potsdam gefördert. Im Rahmen dieser Förderung sind Kosten für die hier beschriebenen Vorhaben nicht vorgesehen.

    2      Vorhaben

    Wir würden gern die folgenden beiden Vorhaben für unser Projekt Wendeschleife fördern lassen:

    1. Naturpädagogik: Der verbindende Grundgedanke der geplanten Aktivitäten dieses Vorhabens ist der Aufbau eines für die Zielgruppe interessanten naturpädagogischen Angebotes in Form von Exkursionen, Experimenten und Workshops. Durch diese thematische Erweiterung der Wendeschleife soll die Reichweite im Stadtquartier gesteigert und die Gesamtthematik Naturschutz/Umweltschutz/Nachhaltigkeit besser vermittelt werden.

    2. Schutz: Als weiteres wesentliches Vorhaben planen wir den Schutz der Beetpatenpflanzungen durch dafür sinnvolle Maßnahmen, um zum einen hier mehr Nachhaltigkeit für das Geschaffene als auch Würdigung der Mitarbeit durch Schutz vor Verunreinigungen zu gewährleisten.

    Der Projektzeitraum ist für Mai bis Ende des Jahres 2024 vorgesehen. Die Einweihung der einzelnen Projektsegmente erfolgt fortlaufend. Im Einzelnen würden wir gern die folgenden Maßnahmen fördern lassen:

    ·        Naturpädagogisches Material: Für die Einrichtung eines mobilen grünen Klassenzimmers möchten wir die notwendigen Materialien (z.B. Exkursionsbox Natur/ Wildbienenzucht) anschaffen.

    ·        Walderdbeeren Schau- und Nutzgarten: Wir möchten einen bisher unbepflanzten eher schattigen Standort auf dem Essbaren Innenhof erobern. Walderdbeeren und Waldmeister würden wunderbar zu dem dort bereits befindlichen Minzgarten passen.

    ·        Färberpflanzen + Equipment: Um ein weiteres spannendes Feld der historischen Pflanzenverwendung in unseren Gemeinschaftsgarten zu holen, würden wir gern ein Beet mit Färberpflanzen anlegen und diese für Workshops nutzen.

    • Wie viele Menschen sind denn inzwischen im Garten aktiv und hat sich an der Anzahl der Beete was geändert?
      • Wir haben 17 Hochbeete plus 12 Flachbeete. Mit den Hochbeeten erreichen wir etwa 30 Personen (eingetragene/r Beetpat*in plus Familie/Partner*in). Außerdem gibt es Spontangärtner*innen und Terrassenaufräumer*innen die häufig ungesehen aktiv sind bzw. beim offenen Gärtnern in den Gemeinschaftsbeeten mitarbeiten.
    • Erreicht ihr mit dem Garten auch Migrant*innen/Geflüchtete?
      • Circa ein Drittel der Beetpat*innen haben einen Migrations- bzw. Fluchthintergrund.
    • Wo soll das Färberbeet hin? Ihr hattet ja nicht mehr viel Platz auf der Fläche? Wer würde sich darum kümmern? Was und wie viele Workshops plant ihr? Wo würden diese stattfinden?
      • Für das Färberbeet soll eins der 3 großen Blumenbeete aufgelöst und auf die anderen beiden umverteilt werden. Darum kümmern würde sich unsere Bundesfreiwillige, ein Mitarbeiter aus der Fahrradwerkstatt der USE, eine an dem Thema interessierte Beetpatin und ich. Die Workshops würden je nachdem was gemacht wird im Garten oder in der Stadtteilküche im oskar.Begegnungszentrum etwa einmal im Monat stattfinden.
    • Was ist mit „Aufbau für die Beete zum Schutz“ gemeint? Welche Materialien sind gemeint? Wer würde hier bauen?
      • Auf eurer Internetseite gibt es bei „Umgang mit Vanadalismus“ ein Bild von einem Hochbeet welches einen abschließbaren Kasten aufgesetzt hat. Für den Bau von 5 Aufbauten bräuchten wir: Holzlatten, Sechseckdrahtgeflecht, Holzschrauben, Überfälle mit Öse, Winkelverbinder und Schlösser.Gebaut würden diese von den Beetpat*innen an den betreffenden Beeten mit der Unterstützung des Team Wendeschleife, evt. kann ich noch jemanden aus der Fahrradwerkstatt begeistern. 
    • Wie hat sich der essbare Innenhof weiterentwickelt? Gibt es da auch eine Gruppe, die sich kümmert?
      • Die Gruppe im essbaren Innenhof besteht aktuell leider nur aus 3 interessieren Anwohner*innen. Aber dafür wächst und gedeiht alles vorhandene prächtig. Und in der Erntesaison/ wärmere Jahreszeit konnten wir beobachten, dass die Beeren und die Minze von Anwohner*innen geerntet werden und auch die Kinder zum Naschen verleiten.
    • Könnt ihr die Infotafeln nicht mit vorhandenen/gebrauchten/Restmaterialien bauen, die bei euren anderen Aktivitäten im Oskar anfallen/eh da sind?
      • Ja, das können wir versuchen.

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  • Eixen: Gemeinschaftsgarten „auf dem Land“ entsteht

    (Antrag, Antworten, Tel)

    Tel
    sehr ländlich und dort der einzige Verein, der Angebote für die Nachbarschaft macht, ist der in 2020 gegründete „Wir machen mehr e.V.“

    Sie machen viel vor allen, aber nicht nur, für Kinder, die aus sozial schwachen Familien kommen.

    Sie wollen auf einer privaten Fläche u.a. gärtnern. Es gibt noch keine Gruppe, aber Interessierte. Noch denken sie eher in Richtung „Angebot für Teilnehmer*innen“ und es gibt Leute vom Jobcenter, die da eingesetzt werden sollen – doch war Frau Dauer das Telefonat, das ich nun hatte, interessiert daran, wie eine Gruppe entstehen kann, die das tatsächlich als ihren Garten begreift. Auch den Tipp, Gartenregeln nicht vorzugeben, sondern mit und durch die Gärtner*innen zu entwickeln, fand sie richtig gut. Kann also in Richtung Gemeinschaftsgarten gehen.

    Aus dem Antrag:
    Der gemeinnützige Verein „Wir machen mehr e.V.“ mit Hauptsitz in Eixen OT Bisdorf, wurde am 29.01.2020 gegründet, um Kindern, Jugendlichen und Senioren in unserem ländlichen Raum den Zugang zu sozialen, kulturellen und künstlerischen Angeboten sowie Projekten zu ermöglichen. Ziel ist nicht nur die kulturelle Belebung von Eixen mit seinen neun Ortsteilen mit einer großen Bandbreite von Angeboten, deren Zielgruppe von Kindern und Jugendlichen bis zu Senioren reichen. Sondern – unter Anderem – Alt und Jung zusammenzubringen, voneinander zu lernen, Spaß zu haben, ein wert- und respektvolles Miteinander zu fördern und hoffentlich den Senioren in unserem Umfeld ein wenig Einsamkeit zu nehmen.
    […]
    So konnten wir über das Bundesprogramm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ ein Gartenprojekt im April 2021 starten, in welchem die Projektkinder Hochbeete gebaut und verschiedene Kräuterbeete angelegt haben. Vom Samenkorn bis zur Ernte erlebten die Kids den Reiz eines Gartens. Ausüber 7.000 Quadratmetern Wildwuchs sind bisher ca. 1000 Quadratmeter nutzbare Gartenfläche entstanden, welches in diesem Jahr ausgebaut wird.[…] Der alte Bauernhof , auf welchem der „Lebensraum Garten“ seinen Platz gefunden hat, bietet viel Potential, liegt in der Nähe einer Ortsdurchfahrt und ist fußläufig in wenigen Minuten von der nächsten Bushaltestelle zu erreichen. […] In diesem Jahr macht der in 2021 verliehene Förderpreis der „Town & Country Stiftung“ den Bau eines Gewächshauses möglich, welches künftig zur Anzucht eigener Pflanzen dienen wird. […]
    Hochbeete, Pflanztürme, Kräuterschnecken, Spaliere und vieles mehr sorgen für ein harmonisches Gesamtbild und geben Spielraum für Kreativität mit dem Ergebnis von späteren Gaumenfreuden. Die aus dem Anbau entstehende Ernte wird vernascht, in der vereinsinternen Küche zu Marmeladen, Chutneys, Dips und Kräutermischungen verarbeitet, eingeweckt, getrocknet/gedörrt und an die örtliche Tafel mit ihren sieben Ausgabestellen weitergereicht.

    Antworten auf meine Fragen:
    ·        Wem gehört die Fläche, müssen Sie Pacht zahlen, gibt es einen Nutzungsvertrag und ist dieser befristet?

    Die Fläche hat der „Wir machen mehr e.V.“ von Familie Dauer gepachtet. Es ist ein Nutzungsentgelt in Höhe von 250 € im Jahr zu zahlen. Darin enthalten sind die Strom- und Wasserkosten. Der bestehende Nutzungsvertrag ist unbefristet.

    ·        Was war vorher auf der Fläche?

    Weit vor dem Eigentumsübergang (vor 2013) an uns als Besitzer könnten kleine Bereiche des Grundstücks bereits als Garten genutzt worden sein. Dies lässt sich daraus schließen, dass beim Umbrechen der Fläche verschiedene kultivierte Pflanzen und Kräuter wachsen. Jedoch waren Haus und Hof seinerzeit nicht bewirtschaftet. Wir selbst haben die Wiese einige Zeit als Weide für Schafe genutzt.

    ·        Gibt es eine Nachbarschaft, die fußläufig in der Nähe wohnt und den Garten mit nutzt (mit nutzen könnte?)

    Es gibt unmittelbare Nachbarschaft, die gut zu Fuß den Garten erreichen können; auch ist in ca. 200 m Entfernung ist eine Bushaltestelle. Durch die ländliche Lage sind viele Einheimische gern und oft mit dem Fahrrad unterwegs. Das ist eine der Zielgruppen, die wir bereits ansprechen konnten. Einige ältere Leute möchten sich keinen Garten mehr anlegen, weil sie die Verpflichtung nicht mehr eingehen möchten. Jedoch ein bisschen gärtnern nach Lust und Laune spricht trotzdem an.

    Genau gegenüber gibt es ein Gutshaus, welches für den Urlaubsverkehr offen ist. Veranstaltungsmäßig wird regional nicht viel geboten. Jedoch durch die Nähe zur Ostsee sind wir dennoch eine beliebte Urlaubsregion. Wer hier Urlaub macht, sucht Ruhe und Ablenkung vom stressigen Alltag, wird also gern bei entsprechender Ansprache in unseren „Lebensraum Garten“ einkehren.

    ·        Gibt es eine Gruppe von Gärtner*innen aus der weitläufigen Nachbarschaft, die das Projekt als ihren Gemeinschafts(nutz)garten verstehen? Oder gärtnern eher Teilnehmer*innen ihrer tollen Veranstaltungen und punktuell andere Leute?

    In Gesprächen mit Bürgern unserer Gemeinde zeigt sich deutliches Interesse, ohne Verpflichtung ein wenig „umherpuscheln“ zu können. Wie bereits im Antrag erwähnt, gibt es eine Art Säulenprinzip. Das heißt, es finden feste Projekte statt, meist mit Kindern. Diese Projekte müssen jedoch nicht zwangsläufig direkt mir der Gartenarbeit in Verbindung stehen. So ist z.B. eine „Wagenburg“ geplant, welche Kinder in einem Projekt gestalten dürfen. Es wird Bürger*innen geben, die regelmäßig kommen und sich um „ihre“ Beete kümmern und es wird spontane Akteure*innen geben. Jedermann wird Zugang haben.

    ·        Wie viele Leute gärtnern und wie viele sind in der Kerngruppe, wenn es eine geben sollte?

    Noch gibt es keine sogenannte Kerngruppe, da der Verein noch sehr jung ist und das Konzept dieses Gartens erst im vergangenen Jahr entstanden ist. Jedoch haben wir bereits einige Nachfragen, wie das Ganze vonstatten gehen soll und wo man sich „anmelden“ kann… Wir gehen davon aus, dass unabhängig von unseren anderen Projekten anfangs zwischen 15 und 20 Personen frei gärtnern werden. Wir werden nicht erwarten, dass in dieser Region unheimlich viele Menschen auf uns zukommen werden. Der „Lebensraum“ muss wachsen.

    ·        Wie laufen die Informations- und Kommunikationswege? Wer entscheidet?

    Da wir bisher projektbezogen gearbeitet haben, hat der Vorstand entschieden. Jedoch wird es künftig eine „Gartenordnung“ geben; Richtlinien, die einzuhalten sind, um das gemeinsame Gärtnern und das friedliche Miteinander zu fördern. Die Gartenordnung ist in Arbeit und wird auf einer großen Tafel im Eingangsbereich sichtbar gemacht. Inwiefern wir aus versicherungstechnischen Gründen mit Eintragungen in ein „Anwesenheitsbuch“ oder tatsächlich auf kompletter Vertrauensbasis arbeiten, werden wir bis zu Eröffnung im Vorstand beschließen. Eine Infotafel am Eingang wird Aktuelles anzeigen.

    Der urbane „Lebensraum Garten“ wird auf der Homepage des Vereins, in den Schaukästen der Ortsteile der Gemeinde, in der Ortsteilezeitung (OTZ), im Regionalanzeiger, per Flyer, auf der Gemeinde-Homepage sowie im Gemeindezentrum beworben. Hinzu kommt die Unterstützung unseres Bürgermeisters sowie die der befreundeten und vernetzten Vereine. Weiterhin werden die Projektkinder ein großes Schild anfertigen, auf dem auf den Gemeinschaftsgarten hingewiesen wird. Auch liegt uns bereits die Genehmigung des Bürgermeisters vor, an den Bushaltestellen in der Gemeinde Aushänge zu machen.

    ·        Wie viele Gemüsebeete gibt es? Gärtnern alle gemeinschaftlich?

    Bisher gibt es einen Kartoffelacker, eine erdige Beetfläche von 25 x 10 Metern, 6 Hochbeete, 2 Kräuterbeete, mehrere Blumenbeete und eine Bieneninsel. (im rechten Bereich der Anlage angesiedelt)

    Künftig kann jeder, der Gärtnern möchte, in den Garten kommen. In der Zeit zwischen 22 und 7 Uhr wird die Anlage geschlossen. Ob sich die Leute dort treffen, um gemeinsam zu schaffen oder ob jemand einfach nur seine Ruhe haben möchte, sei ihm selbst überlassen. Zu überlegen wäre, ob zwischenzeitliche „Einsätze“ gemacht werden, um die Menschen zu mehr Miteinander zu animieren.
    ·        Gibt es ein Schild mit Infos zum Gemeinschaftsgarten?

    Das Schild für den Gemeinschaftsgarten wird von unseren Projektkindern aus Holz mit Holzbrennerei angefertigt. Momentan ist „Winterpause“, zum Sammeln neuer Ideen, Raum für Antragstellungen und Abrechnungen, so dass die Projektkinder Zum 1. März 22 starten können.

    Das Schild mit der Gartenordnung wird ebenfalls zeitnah erstellt und gut sichtbar angebracht.      

    ·        Wie wurde und wird auf den Garten aufmerksam gemacht, wie erfährt man davon?

    Der urbane „Lebensraum Garten“ wird auf der Homepage des Vereins, in den Schaukästen der Ortsteile der Gemeinde, in der Ortsteilezeitung (OTZ), im Regionalanzeiger, per Flyer, auf der Gemeinde-Homepage sowie im Gemeindezentrum beworben. Hinzu kommt die Unterstützung unseres Bürgermeisters sowie die der befreundeten und vernetzten Vereine. Weiterhin werden die Projektkinder ein großes Schild anfertigen, auf dem auf den Gemeinschaftsgarten hingewiesen wird. Auch liegt uns bereits die Genehmigung des Bürgermeisters vor, an den Bushaltestellen in der Gemeinde Aushänge zu machen.

    ·        Wer hat entschieden, dass die Ernte verkocht (von wem?) und dann an die Tafel verteilt wird? Wollen die Gärtner*innen die Ernte nicht selber (miteinander) nutzen?

    Bisher sind im Rahmen der Kinderprojekte die Projekte so angelegt gewesen, dass die Ernte unter Anleitung mit den Kindern verkocht oder anderweitig verarbeitet wird. Vermutlich missverstanden wurde, dass auch die Ergebnisse an die örtliche Tafel abgegeben wurden. Dem ist nicht so. Lediglich das Obst und Gemüse, welches nicht verarbeitet werden konnte, wurde abgegeben. Alles andere wurde von den kleinen Machern und Macherinnen selbst verspeist oder mit nach Hause genommen.

    Im Rahmen der Projekte mit Kindern wird ein Teil auch weiterhin so laufen. Dies wird jedoch getrennt sein vom Geschehen des freien Gärtnerns. Letztendlich entscheidet die entstehende Gärtnergemeinschaft.

    Inwiefern die fleißigen Gärtner*innen sich teilweise in die Projekte einbringen möchten, obliegt ihnen selbst. In den Belangen der Anlage der Beete, der Ernte etc.werden Ideen gesammelt und demokratisch entschieden. Wenn jemand sich ein Beet anlegt, um sein Gemüse selbst zu verspeisen oder zu verarbeiten, soll dies von Herzen gern geschehen. Jedoch wird explizit darauf hingewiesen, dass die Verschwendung von Lebensmitteln/in diesem Fall der Ernte, vermieden werden muss. In diesem Fall wird die Anregung die Abgabe an die örtliche Tafel sein.

    Was machen die Menschen, die vom Jobcenter aus bei Ihnen beschäftigt sind, was der Bufti?

    Die Mitarbeiter des Vereins kümmern sich um die Anlagen auf dem gesamten Gelände, führen Reparaturarbeiten durch, übernehmen quasi Hausmeistertätigkeiten., gießen, wenn nötig, bauen Hochbeete, unsere Bundesfreiwilligen (BuFDis) machen Projektarbeiten mit den Kindern und greifen dort unter die Arme, wo es gerade gebraucht wird. Sie sind zuständig für die Pflege und Wartung der Geräte, sind Ansprechpartner für die Gärtner*innen und übernehmen das Öffnen und Schließen der Pforte morgens und abends…

    Die gesamte Anlage ist tagsüber frei zugänglich. Neben einer Bundesfreiwilligen (58 Jahre) und drei Förderstellen (2 Männer 62 und 63 sowie 1 Frau 65 Jahre) des Jobcenters unseres Landkreises sind sechs Ehrenamtliche tätig, welche die generelle Pflege des Areals übernehmen, Reparaturarbeiten anleiten und durchführen sowie bei den nebenbei laufenden Projekten mitwirken.

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  • Treffgarten in München: bisher nur Männer dabei

    (Projektbesuch)

    Die Nachbarschaftshilfe Grünwald hat vor ca. 1 Jahr einen Teil eines Gebäudes übernommen, in dem nun ein Nachbarschaftscafé, ein Second Hand Laden, die Tafel u.a. sind. Zu dem Gebäude gehört ein kleines Gartenstück. Dieses schließt nicht ganz direkt an den Außenbereich des Cafés an, ist aber in Sichtweite. Gebäude und Garten befinden sich in einer noch recht jungen Wohnbebauung (kleine Mehrfamilienhäuschen, unten mit Terasse, viel grün). Das kleine Gärtchen wird bisher von vier Anwohnern beackert, die sich über den Garten erst kennen gelernt haben. Schon in dieser kleinen Gruppe gibt es unterschiedliche Ansichten und Erfahrungen, was denn wir gemacht, was gebraucht wird etc. Sie nutzen einen nahen Wasseranschluß, Geräte sind in einem Raum untergebracht, der sehr nah ist. Inzwischen gibt es auch ein zweite Fläche, die ein paar Meter entfernt ist und ein wenig größer. Wer vom Träger aus hier gärtnern wird, ist noch nicht ganz klar, die vier Männern haben aber schon losgelegt und Pflanzen in die Erde gebracht.
    Ein Teil der Ernte wird im Café genutzt, ein Teil in eine „Überflussbox“ für die Nachbarschaft gelegt.
    Der Leiter der Nachbarschaftshilfe möchte, dass der Garten sich öffnet, viel mehr Leute sich beteiligen werden, es Kinderbeete gibt, Workshops usw. Und er denkt auch daran, in Grünwald „city“ (der Treff ist am Rande des Bezirks) ein größeres Gartenprojekt anzulegen, da er sieht, was schon der kleine Garten vor dem Treff bewirkt (Kennenlernen, Schwätzchen über den Gartenzaun, Pflanzenspenden etc.) (mehr …)

  • Gartenprojekt im Park möchte sich vergrößern

    (Gu aus Antrag und Antworten)

    im Rahmen meiner Arbeit im Quartiersmanagement Barsinghausen leite ich einen Interkulturellen
    Gemeinschaftsgarten im Stadtteilpark Barsinghausen.  
    Seit August 2017 treffe ich mich mit Interessenten dieses Projektes monatlich im Rahmen des von
    mir geleiteten Stadtteiltreffs Barsinghausen (Goethestraße 10, 30890 Barsinghausen) zur Planung des
    Gartens.  
    Im 5. Mai 2018 bauten wir mithilfe weiteren Anwohnenden im Rahmen des „Tag der
    Städtebauförderung 2018“ die ersten 10 Hochbeete aus Paletten. Die bestehenden Hochbeete
    werden seit 2 Monaten fleißig bepflanzt und gepflegt und ich habe bereits 8 weitere Anfragen für
    neue Hochbeete. Der Wunsch nach Sitzgelegenheiten und einem gemeinschaftlichen Kräuterbeet ist
    ebenfalls groß. 

          Wie viele Menschen sind bisher im Garten dabei/wie viele gärtnern?

    Zu den Planungstreffen kommen etwa 11 Personen, davon besitzt diese Planungsgruppe 2 gemeinschaftliche Hochbeete.

    Die anderen 8 Hochbeete werden von Anwohnenden genutzt, welche bisher noch nicht zu den Planungstreffen kamen, jedoch ein großes Interesse am Garten haben und ihre Hochbeete pflegen.

          Ist das Gartenprojekt, da in einem Stadtpark, ganz offen oder ist es umzäunt?

    Noch ist der Garten offen, Pfähle als Grundlage für einen Staketenzaun sind bereits vorhanden. Für einen Staketenzaun hat sich die Gartengruppe mit mir entschieden, die Kosten trägt die Stadt Barsinghausen. Wann genau alle Materialien vor Ort sind, weiß ich derzeit noch nicht.

          Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird? Wie lange haben sie die Nutzungsgenehmigung (ich nehme an, es ist eine kommunale Fläche?) ist diese befristet und zahlen Sie eine Pacht?

    Die gesamte Rasenfläche beträgt 560m², wir nutzen jedoch nicht die gesamte Fläche.

         

    Von der Stadt her ist keine Befristung genannt, der Bestand des Gartens ist erwünscht. Es handelt sich um eine Fläche der Stadt (Stadtteilpark Barsinghausen).

    Ich zahle keine Pacht.  

          Liegt der Stadtteiltreff direkt daneben? Können dort die Toiletten genutzt werden?

    Der Stadtteiltreff liegt etwa 5 Gehminuten vom Park entfernt. DIXI-Klos gibt es vor Ort im Park und werden von der Stadt finanziert.

          Wo und wie werden die Gartengeräte gelagert und wie sind diese allen Interessierten und MItgärtnerInnen zugänglich?

    Bisher bringen die Gärtner ihre benötigten Geräte selbst mit. Im Stadtteiltreff liegen darüber hinaus Gießkannen und Kanister bereit.

          Wie offen ist das Gartenprojekt? Können auch Menschen teilnehmen, die nicht gärtnern (wollen)? Wenn ja, wie?

    Ja, es sind einige bei der Planungsgruppe dabei, die körperlich nicht in der Lage sind zu gärtnern oder einfach das Interesse größer in die Richtung ist, das Projekt planerisch zu unterstützen und mit Ideen zu füllen. Mit einem Herrn war ich bereits auf einem Netzwerktreffen in Hannover, auf welchem wir neue Ideen bekamen und andere Gemeinschaftsgärten besichtigten (Sahlkamp, Herr und Frau Irion).

          Wie ist das Projekt organisiert? Gibt es individuelle Hochbeete oder ist alles gemeinschaftlich? Wie laufen Informationen/Kommunikation/Entscheidungswege?

    Von den 10 Hochbeeten sind 2 der Gartengruppe zugeordnet. 1 der gesamten Gruppe und eines einer Anwohnerin, welche ebenfalls Teil der Planungsgruppe ist.

    Die Entscheidungen wurden bisher von der Planungsgruppe getroffen, beim Bau der 10 Hochbeete während eines Festes im Mai, tauschte ich mich jedoch auch mit den Interessenten für die Hochbeete aus und auch mit denjenigen, die sich eines Wünschen, wo wir aber noch keine Gelder haben. Ich habe den Kontakt zu einigen Damen im Wohnviertel, welche wiederrum zu denjenigen Kontakt haben, welche sich um die Hochbeete kümmern, teilweise auch nicht so viel Deutsch sprechen.

    Zu den Planungstreffen lade ich per Mail, telefonisch und meist auch auf der Facebook-Seite (Stadtteiltreff Barsinghausen) ein.

          Haben Sie schon an Spenden gedacht/welche eingeworben? Wie beteiligen sich die NutzerInnen an den Kosten?

    Die Nutzung des Gartens ist bisher ohne Kosten geplant. Mein Wunsch ist, dass es auch dabei bleibt und viele Nutzende die Möglichkeit haben, solch ein Angebot zu nutzen: vorausgesetzt es wird sich um den Garten gewissenhaft gekümmert.

    Es ist nun eine Pressemitteilung geplant, in welcher für weitere Interessenten und ebenfalls Kooperationspartner/ mögliche Spenden gefragt wird.

    Wo bekommen Sie Erde und Pflanzen her?

    Die Erde wurde beim letzten Mal von der Stadt angeliefert. Für die künftigen Hochbeete benötigen wir durch den Aufsatzrahmen nicht so viel Erde wie bisher. Die Kosten für die Erde und Pflanzen werden dann von den Nutzenden selbst getragen.

    Stehen Sie da in Kontakt mit dem Grünflächenamt?

    Nein.


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  • Entwicklung der Gemüsewerft Bremen

    (Gu aus Sachbericht, 5.1.2015)

    Der Pachtvertrag wurde Anfang März 2014 für 10 Jahre Mindestlaufzeit abgeschlossen – da sie viele Investitionen tätigen, haben sie Pachtfreiheit für diesen Zeitraum ausgehandelt. Die Fläche ist 2000m2 groß, der Bunker (Tiefbunker) hat 280m². Seit Mai beschäftigen sie einen Gärtner mit 25 h/Woche. Die ersten Pflanzen wurden im Rahmen des Projekts „Knastgewächse“ angezogen und so hatte die Gemüswerft gleich was, was sie nutzen konnten. Die erste Saison diente primär der Geländeerschließung. Seit Mitte April gibt es 1/Woche (mittwochs von 10.00 – 17.00h) einen offenen Gartentag. Anfangs waren bis zu 20 Leute dabei, zum Ende der Saison wurde der Tag deutlich weniger besucht. Das Gelände ist recht weit weg vom Zentrum und viele Leute, die in dem Gemüsewerft-Statteil liegen, haben selber einen Garten/Kleingarten. Viele der Leute, die anfangs bei dem offenen Gartentag dabei waren, waren laut Michael an der Stelle interessiert.

    Sie wollen 2015 einen Teil des Geländes für andere soziale Träger öffnen (z.B. Koch/Gartengruppen aus dem Betreuten Wohnen) und arbeiten enger mit einem Träger zusammen, der Bildungsangbote für Kinder/Jugendliche/Familien macht. Außerdem sollen weiterhin Angebote der VHS stattfinden.

    Ein Produkt, was u.a. in der Gemüsewerft entsteht ist ein Bier der Bremer Braumanufaktur. Diese hat auf dem Gelände der Gemüsewerft einige Hopfensorten angebaut und braut das Ale No 2 „Hopfenfänger“. Ein Teil des Verkaufserlös geht an die Gemüsewerft

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