(Gu aus Antrag und Antworten)
Die Gesamtfläche, welche als Gemeinschaftsgarten genutzt werden soll ist ca. 750m2 groß. Davon sind ca. 300m2 eingezäunt. Perspektivisch solle der Zaun aber entweder um die Gesamtfläche erweitert werden, oder (das wäre auch die präferierte Variante) komplett abgebaut werden. Der zäun hat einen separaten Eingang. Alle Menschen, die im Garten tätig werden wollen, bekommen einen Schlüssel um auf den Garten sowie die notwendigen Geräte, welche in einem durch Ehrenamtliche selbst gebauten Schuppen mit Zahlenschloss, zugreifen zu können.
Im Rahmen von Workshops und gemeinsam mit Ehrenamtlichen sind bereits 11x Hochbeete 6x Erdbeete entstanden. Darüber hinaus verfügt die Fläche über einen “Gesellschaftsplatz” mit Grillfläche und einen Kompost, welche ebenfalls gemeinsam mit Ehrenamtlichen gebaut und hergerichtet wurde.
Im und rum um den Garten sind bereits 15 Personen ehrenamtlich aktiv. Der Garten wurde dabei von Anfang an gemeinsam mit Ihnen aufgebaut und stetig erweitert/weiterentwickelt. Die Gruppe als solches ist noch keine feste und einheitliche Gruppe. Langfristiges Ziel ist es, eine sich selbsttragende und selbstverwaltende Struktur zu schaffen. Die kommenden Workshops sind ein Baustein um dies zu erreichen. Die Kommunikation läuft durch persönliche Absprachen. So werden auch Entscheidungen zum weiteren Ausbau und zur Weiterentwicklung des Gartens getroffen.
Der “freie Garten am Herrenberg” wird durch den monatlichen Newsletter, Web und Web 2.0 sowie durch persönliche Gespräche beworben und dokumentiert. Wir stehen in engem Kontakt mit den ansässigen Flüchtlingsunterkünften und haben durch verschiedene Veranstaltungen und Projekte direkten Kontakt zu Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund. Ca. 70% der im Garten Tätigen haben einen Migrations- oder Fluchthintergrund.
Wir haben schon verschiedene Kontakte zu anderen Gemeinschaftsgärten geknüpft und soll diese Jahr durch direkte Kooperation und gemeinsame Projekte auch ausgebaut werden.
Die Sachkosten werden für den Aufbau und Ausbau des Gartens benötigt. Im Rahmen der Workshops sollen dabei die bereits im Garten Aktiven, aber auch alle Interessierten, qualifiziert werden und die Gemeinschaft gestärkt werden, um so langfristig eine sich selbstverwaltende Struktur zu etablieren. Die Sachkosten sind somit zum Großteil für die Workshops, sollen aber auch für den allgemeinen Ausbau des Gartens gemeinsam mit den Ehrenamtlichen verwendet werden.
Workshops werden dabei z.B. die Themen Holzverarbeitung (Hochbeete, Gartenmöbel), Anlagetechniken (Bewässerungstechniken, Permakulturverfahren), Anbautechniken (Bodenaufbereitung, Symbiosen), Verarbeitungstechniken (Haltbarmachungsverfahren, Fermentation) und ökologische Bildung (Kräuterkunde, Biologie “nützlicher” Insekten) beinhalten.
Im Garten ist ein Grundstock an Gartengeräten vorhanden. Es ist daher an dieser Stelle schwer vorauszusagen, welche Gartengeräte und wieviele (und ob) gekauft werden müssen. Dies hängt davon ab, ob Gartengeräte kaputt gehen und wieviele Menschen evtl. zusätzlich im Garten tätig werden wollen. Die Gartengeräte sollen somit je nach Bedarf angeschafft werden.
Wir haben Kontakte zu verschiedenen Ämtern und Betrieben. Wir konnten auch durch Spenden diverse Materialien wie Erde und Paletten bereits akquirieren. Jedoch haben auch die Akquise von Materialien durch Spenden ein Limit, sodass wir nun auf Förderungen von weiteren notwendigen Materialien angewiesen sind.
Ein Hauptziel des Projekts ist der Aufbau einer nachhaltigen sich selbstverwaltenden Organisations-
struktur für die Bewirtschaftung und Bespielung des „Freien Garten am Herrenberg“.
http://www.deine-plattform.info
Dabei soll unter Anleitung/Begleitung eine eigenständige Organisationsstruktur für die Bewirtschaftung und Bespielung des „Freien Garten am
Herrenberg“ aufgebaut werden, die ab 2018 selbstständig tätig wird.
In der ersten Phase sollen bereits bestehenden Akteure, Kooperationspartner und Ehrenamtliche
zusammengebracht und weitere wichtige Kooperationspartner in diesem Bereich ausfindig gemacht
werden. Darüber hinaus wird der Aufbau der Organisationsstruktur „AG Garten“ niedrigschwellig
(mehrsprachig, leicht zugänglich) beworben. Die Bewerbung wird dabei über die bestehenden Kanäle
des STZ (Newsletter, bestehende Netzwerke, lokalen Geschäften wie z.B. Kaufland und Melchendor-
fer Markt) sowie direkt in z.B. Flüchtlingsunterkünften und Altenheimen, geschehen. Parallel dazu
wird die Gartenfläche, unter Beteiligung der bereits im Garten ehrenamtlich tätigen Menschen, für
das Jahr 2017 vorbereitet (Sicherung der Grundstruktur).
In der zweiten Phase werden die Teilnehmer/innen unter Anleitung/Begleitung einer Fachkraft ler-
nen, wie man einen Garten bewirtschaftet und bespielt, bzw. wie eine solche Bewirtschaf-
tung/Bespielung aussehen kann. Im Rahmen von verschiedenen Workshops werden die Teilneh-
mer/innen der AG Garten sowie alle Interessierten die Möglichkeit der Weiterbildung zu Gartenbau-
und Anbauthemen erhalten. Durch verschiedene Veranstaltungen werden Schnittpunkte zum Garten
geschaffen sowie der Garten und die AG Garten beworben. Darüber hinaus werden durch die Veran-
staltungen verschiedene Kulturen beleuchtet und über diese aufgeklärt, um so Toleranz zu schaffen
und die soziale Struktur der Gruppe so wie aller Interessierten zu stärken. Zum Ende (Abschluss) des
Jahres wird der Garten winterfest gemacht.
In der dritten Phase wird gemeinsam mit den Teilnehmer/innen der AG Garten auf das Jahr zurück-
geblickt und evaluiert. An dieser Stelle wird die AG Garten in die Selbstständigkeit für das Jahr 2018
geführt.
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