Schlagwort: Stadt plant Garten

  • Freiburg: Mix aus Kleingarten und flexibleren Parzellen, sowie urban farming entsteht

    (alerts)

    Gärtnern und Gemüseanbauen ist in – aber gleich einen ganzen Kleingarten pachten: Das ist vielen Bürgern zu aufwändig. Außerdem fehlen hierfür Flächen. Deshalb wagt die Stadt Freiburg nun ein Experiment: Bei der Kleingartenanlage Moosacker im Stadtteil St. Georgen, die derzeit erweitert wird, ist neben klassischen Parzellen ein Gelände zum Gemeinschaftsgärtnern geplant. Das Konzept ist ein Mittelding zwischen herkömmlichen Schrebergärten und offenen „Urban Gardening“-Angeboten, die es zum Beispiel in Parkanlagen gibt.

    Während ein normaler Kleingarten rund 200 Quadratmeter groß ist, werden im nördlichen Teil der Erweiterungsfläche auf einem insgesamt 2500 Quadratmeter großen Areal kleinere Einheiten entstehen. Die Stadtverwaltung will das Konzept so flexibel wie möglich gestalten. „Ich bin selbst gespannt“, sagt Jutta Hermann-Burkart, stellvertretende Leiterin des Garten- und Tiefbauamts. Zum Beispiel könne eine Familie einen halben Schrebergarten pachten, erklärt sie. Oder mehrere Familien oder einige Freunde bewirtschafteten eine Parzelle in klassischer Größe gemeinsam. Im zweiten Bauabschnitt ist zudem „Urban Farming“ geplant: In Zusammenarbeit mit einem Landwirt soll eine Ackerfläche gemeinschaftlich genutzt werden.

    Dass flexibles Gärtnern gefragt ist, hat eine Studie ergeben, auf deren Grundlage die Stadtverwaltung 2018 ein Konzept für alternatives Gärtnern erarbeitet hat. Zudem gibt es bereits viel Interesse am „Urban Gardening“: Das sind kleine Areale oder einzelne Beete in Parkanlagen, wo Menschen gemeinschaftlich gärtnern. 20 derartige Anlagen gibt es inzwischen in Freiburg. Diese bieten maximale Flexibilität – die Stadtverwaltung hat lediglich einen Ansprechpartner, alles weitere regeln die Gärtner untereinander.

    Die neue Gemeinschaftsgartenfläche in der Kleingartenanlage Moosacker ähnelt indes eher der klassischen Struktur: Die Parzellen werden fest vergeben, und die Gärtner müssen auch die übliche Kleingartenpacht von 24 Euro pro 100 Quadratmeter Fläche und Jahr bezahlen. Sollte das Konzept doch nicht auf so viel Interesse stoßen, sei es jederzeit möglich, die Einheiten zu klassischen Kleingärten zusammenzuschließen, erklärt Jutta Hermann-Burkart. Solche herkömmlichen Parzellen sind im südlichen Teil der Erweiterungsfläche geplant: Dort entstehen in einem ersten Bauabschnitt 54 Gärten, insgesamt sind 90 geplant.

    Die Parzellen dienen als Ersatz für Kleingärten, die im Stadtteil Stühlinger rund ums Rathaus und beim Rettungszentrum für neue Baugebiete weichen müssen. Allerdings: Lediglich 30 Gärtner werden von dort aus nach St. Georgen umziehen. Und die müssen sich auch noch etwas gedulden: Die Bauarbeiten hätten eigentlich schon Ende Juli abgeschlossen sein sollen, hinken wegen des nassen Wetters aber etwas hinterher. Eine halbe Million Euro kostet die Erweiterung insgesamt.

    Kritik vom Bürgerverein
    Dass im Moosacker noch mehr Kleingärten entstehen und dafür weitere landwirtschaftliche Flächen wegfallen, sieht der St. Georgener Bürgerverein sehr kritisch. Vor allem auch deshalb, so sagt der Vorsitzende Martin Maier, weil schon in der bestehenden Anlage „Grill und Ghettoblaster“ dominierten: „Viel Gemüse wird da nicht angebaut.“ Er hoffe, dass dies bei der Erweiterungsfläche anders werde. Stark gemacht hat sich der Bürgerverein für eine Grünfläche mit Sitzgelegenheiten, die ebenfalls im neuen Bereich geplant ist und allen Bürgern zur Verfügung stehen soll.

    Wegen des experimentellen Charakters wird die neue Kleingartenfläche – anders als die bestehende Anlage, die als Ersatz für wegfallende Kleingärten fürs Baugebiet Gutleutmatten im Stadtteil Haslach entstanden ist – nicht über den Kleingartenverein Moosacker betreut, sondern direkt über die Stadtverwaltung. Der Kleingartenverein ist darüber aber gar nicht böse, wie die Vorsitzende Andrea Kiss sagt – im Gegenteil. Der Verein habe genug zu tun, auch mit der großen Nachfrage: „Seit Corona steht das Telefon nicht mehr still.“ Derzeit gebe es einen Aufnahmestopp: Die Warteliste sei mit rund 100 Interessierten für die 94 Gärten übervoll. Auch bei den übrigen Kleingartenvereinen in Freiburg, die insgesamt 3100 Gärten haben, gibt es deutlich mehr Nachfrage als Angebot, genauso wie bei der Stadt Freiburg. Die Stadtverwaltung verwaltet insgesamt 400 Parzellen, auf die aktuell 600 bis 700 Interessierte kommen.

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  • Stadt Augsburg plant neuen GG und stellt Geld dafür in den Haushalt ein

    (Gu, alerts)

    Die Stadt will nun ein neues Projekt in Pfersee angehen. Es wurde am Dienstag im Umweltausschuss vorgestellt. Darüber hinaus wurden grundsätzliche Richtlinien für die Planung und Gestaltung von Gemeinschaftsgärten auf städtischem Grund verabschiedet.

    Generell gibt es in Augsburg sehr viele Bürger, die eine Fläche zum Garteln suchen. Auf der Warteliste für Parzellen in den traditionellen Kleingartenanlagen stehen rund 1000 Interessenten. Inzwischen gibt es aber auch zahlreiche andere Vorhaben – etwa die Interkulturellen Gärten und Gemeinschaftsgärten, die städtischen Pflanzsäcke für Bürger und Initiativen oder das Projekt zur Begrünung von Dachflächen auf dem Schwabencenter. Die Stadt sieht auch in diesem Bereich des urbanen Gärtnerns eine wachsende Nachfrage. Der Vorteil für Bürger in Gemeinschaftsgärten ist, dass sie sich beim Garteln in der Regel nicht langfristig vertraglich binden und wenig Geld aufwenden müssen.

    Auf Antrag der Grünen hat sich die Verwaltung auf die Suche nach passenden Flächen für einen neuen Gemeinschaftsgarten auf städtischem Grund gemacht. Danach kommt ein Areal in Pfersee an der Uhlandstraße infrage. Das Grundstück mit 1000 Quadratmetern war bisher an eine Person als Grabeland verpachtet. Weil der bisherige Pächter die Bewirtschaftung aus Altersgründen aufgab, gibt es nun die Möglichkeit, dort einen neuen Gemeinschaftsgarten zu etablieren. Zudem kann gibt es Erweiterungsmöglichkeiten mit einer daran anschließenden Grünfläche, die vom Amt für Grünordnung und Naturschutz verwaltet wird. Ziel ist, in den nächsten zwei Jahren ein Angebot für rund 50 Gartenparzellen zu schaffen.

    Beispielgebend für das Vorhaben könnte das bereits existierende Gartenprojekt „Grow up!“ sein, beziehungsweise der Gemeinschaftsgarten an der Dieselbrücke. Dieser wird durch das Quartiersmanagement „Rechts der Wertach“ und vom Amt für Grünordnung betreut. Hier hatte der Einsatz der ehrenamtlichen Gartengruppe eine Abnahme von Abfall und Vandalismus auf dem Gelände zur Folge. Was das Projekt in Pfersee angeht, haben sich laut Verwaltung schon etliche Bewohner der umliegenden Viertel gefunden, die einen Verein gründen und den Gemeinschaftsgarten vorbereiten wollen. Die vorhandenen Grünflächen müssen aber noch für eine gärtnerische Nutzung vorbereitet werden. Dafür sollen landwirtschaftliche Maschinen zum Einsatz kommen, außerdem soll durch Rodung des Wildwuchses und der vom vorherigen Pächter angepflanzten Fichten ein attraktiver Zugang für Fußgänger von der Uhlandstraße im Norden geschaffen werden. Die nötigen Mittel für den Gemeinschaftsgarten stehen im Haushalt der Stadt zur Verfügung. Wenn Gelder übrig bleiben, sollen für sie für weitere Projekte urbanen Gärtnerns eingesetzt werden.


    Neue Flächen für urbanes Gärtnern – weiter lesen auf Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Neue-Flaechen-fuer-urbanes-Gaertnern-id44109981.html (mehr …)

  • Stadt Neumarkt will IG aufbauen

    (Gu, Mail)
    Beauftraget ist eine Mitarbeiterin des Amts für Nachhaltigkeitsförderung/Projektorganisatorin Integration
    Noch gibt es kein Grundstück und sie sind ganz am Anfang.

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  • Stadt Offenbach kauft Fläche u.a. für Gemeinschaftsgarten

    (Gu aus alerts, 26.6.)

    Offenbach
    Freiraumentwicklungsplan soll Flächen sichern / Garten im Senefelder Quartier

    […] Aber wie lässt sich die Qualität der Grünflächen unter dem derzeitigen Spardiktat erhalten? Welche Pflegeerfordernisse braucht das Grün? Welche zusammenhängenden Flächen soll es geben? Was versteht man unter einer zeitgerechten Nutzung?Antworten auf diese Fragen soll der Freiraumentwicklungsplan geben, den die Stadt gerade erarbeitetoffen […]
    Da Geld fehlt, geht ohne öffentliche Förderung fast nichts. […]
    Eine Ausnahme ist der Senefelder Quartierspark. Die Stadt kaufte im ehemaligen Manroland-Gelände 7000 Quadratmeter Grund, wovon 800 begrünt werden. Dort soll ein kleines Urban-Gardening-Projekt entstehen, wo Anwohner von kommendem Frühjahr an gärtnern können.

    http://www.fr-online.de/offenbach/offenbach-mit-wenig-geld-zur-gruenen-stadt,1472856,31044486.html (mehr …)