Schlagwort: Stadt unterstützt

  • Karlsruhe: Fächergärten hat Unterstützung vom Gartenbauamt

    Ich hatte dort (Workshop in Dresden, Austausch zu Problemen beim Sommercamp) erzählt, dass wir einen Schattenplatz machen wollten, aber noch nicht so recht wussten, wie wir vorgehen könnten und ob und wie wir das von der Stadt bzw. dem Gartenbauamt genehmigt bekommen würden. Die Unterstützung durch die anderen Leute beim Workshop hat mich ermutigt, einfach mal zuversichtlich beim Gartenbauamt anzufragen und von unseren Bedürfnissen bezüglich dem Schattenplatz zu berichten. Die beiden Frauen, die für Urban Gardening und Baumpatenschaften zuständig sind, waren sehr verständnisvoll und haben sich viel Zeit genommen und sogar selbst Vorschläge gemacht.

    So kam eine hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt zustande. Wir haben alles bis ins Detail geplant, (wobei aus den ursprünglich verwegenen Ideen ein einfaches Holzgestell wurde, das nicht zum Klettern verleitet) und diese Planung ans Gartenbauamt weitergegeben. Ermutigt von den guten Erfahrungen, fragte ich dann vorsichtig an, ob es eine Möglichkeit gäbe, dass die Arbeiter des Gartenbauamts, die auch für Spielpätze zuständig sind, uns eventuell die Bodenhülsen reinmachen könnten. Nach einigen Wochen bot man uns sogar an, dass sie die Pergola ganz (nach unseren Plänen) für uns aufstellen könnten. Wir haben das Holz besorgt und und in die Werkstätten gebracht und sie haben es uns sogar zurechtgeschnitten. Damit hätten wir nie gerechnet! 

    So können wir und sie sicher sein, dass die Pergola auch stabil ist und die Bodenhülsen nicht mit einer der dort liegenden Leitung kollidiert.

    Anbei ein Foto von der Einweihung. Natürlich wird die Pergola noch demnächst bepflanzt, aber bis die Pflanzen ein dichtes Blätterdach erzeugen, muss das Sonnensegel herhalten. Die Kosten für alles konnten wir von den 10 € pro Jahr und Person, die wir von den ca. 30 Leuten einsammeln sowie einem Preisgeld, das wir vor Corona erhalten hatten und noch nicht eingesetzt, bezahlen. Wir brauchen insgesamt relativ wenig Geld für den Garten, da wir keine Pacht bezahlen müssen.

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  • Dortmund: Querbeet bis 2029

    NL
    Das Projekt Querbeet Dortmund geht weiter: Der Rat der Stadt hat es bis 2029 verlängert. Besonders bei der Internationalen Gartenausstellung Ruhrgebiet (IGA)im Jahr 2027 will Dortmund mit seinen Gemeinschaftsgärten punkten. Das seid ihr! Eine Ausstellung auf dem IGA-Gelände und Führungen zu Gemeinschaftsgärten sollen das gemeinschaftliche Gärtnern bekannter machen. Deshalb rechnet die Stadterneuerung damit, dass anschließend weitere Projektideen entwickelt werden, deren Umsetzung dann bis 2029 unterstützt werden soll.

    Und warum? Das bürgerschaftliche Engagement der Gemeinschaftsgärtner*innen leistet viel für die soziale Integration und die ökologische Bildung. Die Verlängerung des Projekts ermöglicht es, noch mehr Bürger*innen dafür zu gewinnen, neue Gartenformen zu entwickeln und den positiven Einfluss auf das städtische Zusammenleben gemeinsam weiter zu stärken. (mehr …)

  • Karlsrhe: 10 Jahre Marstallgarten

    (NL)

    in diesem Jahr feiern wir das zehnjährige Bestehen des Marstallgartens im Otto-Dullenkopf-Park – und damit auch 10 Jahre Bürgerschaftliches Engagement in öffentlichen Gemeinschaftsgärten in Karlsruhe. Seit dem ersten Spatensich auf einer Wiese neben der Musikhochschule im Frühjahr 2013 hat sich viel in unserer Stadt getan. An 17 weiteren Standorten im gesamten Stadtgebiet wurde seither gegärtnert; teilweise in temporär aufgestellten Hochbeeten, wie anlässlich der Feierlichkeiten zum 300. Stadtgeburtstag im Jahr 2015. Zehn Gemeinschaftsgärten haben sich in Karlsruhe fest etabliert. Sie werden von Freiwilligen bepflanzt und gepflegt, von Trägervereinen betreut und laden die Stadtgesellschaft zum Mitmachen ein. An drei Standorten werden derzeit weitere Gärtnerinnen und Gärtner zur Unterstützung der Gartenteams gesucht. Im Karlsruher Osten entsteht außerdem ein neuer Gemeinschaftsgarten der besonderen (mehr …)

  • Bottrop: Gemeinschaftsgärtendachverein

    (Tel)

    In Bottrop wurde der Verein GemeinSinn schafft Garten gegründet, um einen Träger für (Gemeinschafts)gärten zu haben, der auch berät und Material zur Verfügung stellt.

    Mitarbeiter*innen der Kommune haben diesen Verein zusammen mit anderen Interessierten gegründet und der Kern der Akteur*innen ist nach wie vor (als Privatpersonen) im Verein dabei. Mein Gesprächspartner hat mehrfach gesagt: „wir hatten Bock auf das Projekt“. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern, auch Schulgartenaktivitäten sind entstanden.

    Es gibt kurze Wege in der Bottoper Verwaltung und wenn eine Initiative eine Fläche braucht oder im Blick hat, ist Unterstützung aus der Verwaltung schnell mobilisierbar. Es gibt keine kommunalen Fördermittel, aber wenn Unterstützung zur Urbarmachung, Bodenuntersuchung o.ä. notwendig sind, dann macht das die Verwaltung. Wenn wirklich finanzielle Mittel gebraucht werden sollten, wären auch das möglich. Der Verein macht aber gutes Fundraising und bekommt Geld für Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften. Anfangs gab es Gelder über EFRE und Stadterneuerung.

    Probleme oder Hürden gibt es wenige. Vandalismus ist ein Thema bei einem Garten auf einem Quartiersplatz, was aber absehbar war und der Garten wird dann einfach wieder aufgebaut (mehr …)

  • Bottrop: Gemeinschaftsgärtendachverein

    (Tel)

    In Bottrop wurde der Verein GemeinSinn schafft Garten gegründet, um einen Träger für (Gemeinschafts)gärten zu haben, der auch berät und Material zur Verfügung stellt.

    Mitarbeiter*innen der Kommune haben diesen Verein zusammen mit anderen Interessierten gegründet und der Kern der Akteur*innen ist nach wie vor (als Privatpersonen) im Verein dabei. Mein Gesprächspartner hat mehrfach gesagt: „wir hatten Bock auf das Projekt“. Ein Schwerpunkt ist die Arbeit mit Kindern, auch Schulgartenaktivitäten sind entstanden.

    Es gibt kurze Wege in der Bottoper Verwaltung und wenn eine Initiative eine Fläche braucht oder im Blick hat, ist Unterstützung aus der Verwaltung schnell mobilisierbar. Es gibt keine kommunalen Fördermittel, aber wenn Unterstützung zur Urbarmachung, Bodenuntersuchung o.ä. notwendig sind, dann macht das die Verwaltung. Wenn wirklich finanzielle Mittel gebraucht werden sollten, wären auch das möglich. Der Verein macht aber gutes Fundraising und bekommt Geld für Kooperationen mit Wohnungsbaugesellschaften. Anfangs gab es Gelder über EFRE und Stadterneuerung.

    Probleme oder Hürden gibt es wenige. Vandalismus ist ein Thema bei einem Garten auf einem Quartiersplatz, was aber absehbar war und der Garten wird dann einfach wieder aufgebaut.

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  • Freiburg: Gartenvernetzung wird durch die Verwaltung organisiert

    (Teilnahme an der Vernetzungsrunde)

    In Freiburg ist beim Grünflächenamt „Freiburg packt es an“ angesiedelt. Die Mitarbeiterin kümmert sich um bürgerschaftliches Engagement draußen, also Baumpatenschaften, Gemeinschaftsgärten z.B.
    Es gibt ein kleines Budegt, das dieses Jahr aufgestockt wurde. Darüber werden kleine Materialien und dieses Jahr eine für alle offene Gartenberatung in drei Gemeinschaftsgärten durch Ronny Müller finanziert. SIe leihen manche Geräte an die Gärten aus und stellen die Flächen zur Verfügung.
    Sie lädt zusammen mit Treffpunkt Freiburg (auch ein Ort für Ehrenamt, zudem Träger mehrerer Gärten) die Treffen.

    Kurzinfos aus den Gärten
    -Klimagarten hat eine Gruppe von 25 – 30 Leuten, möchte ein Kompostklo bauen (dsa lehnt die Stadt aber ab, sie wollen keine Kompostklos auf den öffentlichen Flächen) und Sonnenliegen. Dafü versuchen sie, Holz von der Stadt zu bekommen.
    -Rieselfeld feiert sein 10-jähiges Bestehen in diesem Jahr, wird Hochbeete auswechseln (die stammen von von Bambis Beet), haben ein wenig mit Vandalismus der Sitzgrupe zu tun und Dauerbrenner ist die Bewässerung
    – neuer Garten: Gartenbande Haslach
    – Gartenzwerge KITA Violett: päadgogisches gärtnern im Garten der Kita, ggf können da auch Kinder hin, die von ihren Eltern einzeln in bestimmte Gemeinschaftsgärten geschickt werden, da gibt es dann aber gar kein Angebot für sie
    – Freibohnen St. Georgen: Hütte ist abgebrannt, die neue soll ein Dach haben, von dem mehr Regenwasser gesammelt werden kann. Sie sind 7 Leute in der Gruppe und bekommen beim Insektenschutz Unterstützung durch die Stadt (Sandlinse, Trockenmauer)
    – neuer Garten: Begegnungsort B.
    – neues Projekt von miteinander Freiburg Ost: urbaner Garten Hochdrof Plus
    -weiterer Garten: Mensagarten durch Fridays for Future.
    – weiterer Garten: Urbi et Orbi
    – Wandelgarten bekommt Kaffeesäcke und kann welche abgeben
    – Zusammen gärtnern hat noch immer Schwerpunkt auf Integration und Inklusion. Sehr gut kommt ein Beschäftigungsangebot für junge Menschen mit Beeinträchtigungen an, eine basale Ausbildung im Gartenbau nach der Schule. Wird von Aktion Mensch gefördert. Sie haben ein Kompostklo und wollen nun noch ein Kinderkompostklo bauen. Während Corona hatten sie große Schwierigkeiten mit Jugendgruppen und haben nun einen Zaun und schließen ab
    – essbare Stadt Waldkirch: haben Infosystem, so dass Leute, die nicht mitgärtnern, mitbekommen, was das ist und was das soll. Sie bauen zudem Geocaching auf und ein Film soll bei ihnen gedreht werden. Die Seebehindertenschule baut ein Insektenhotel und das Jugendforum einen Lehmofen (mehr …)

  • Heilbronn: neuer GG entsteht

    (Antrag, Antworten)

              was für Vorarbeiten für das Projekt gab es von der Stabstelle Partizipation und Integration (das ist die kommunale Stelle, bei der bisher der geplante Interkulturelle Garten angesiedelt war, oder?), welche Ergebnisse und Erfahrungen aus den Veranstaltungen gab es? Was für Veranstaltungen waren das und wer nahm daran teil?

    1.       Treffen: Oktober 2019 | Bei dem ersten Treffen wird der aktuelle Projektstand bekannt

    gegeben und es sollen erste Absprachen stattfinden, wie das Projekt in der Gruppe umgesetzt werden kann.

    2.       Treffen: Februar 2020 | Ziel: Alle kennen den aktuellen Projektstand zum Urban Gardening. Sie kennen unsere Vorstellungen und Erwartungen des weiteren Projektverlaufs

    Es nahmen neben dem Quartiersmanagement, dem Grünflächenamt sowie die Stabstelle interessierte Hobbygärtner aus dem Quartier.

              Wie groß ist die Gruppe der potentiellen Gärtner*innen? Wie beteiligen sich diese Menschen an der Planung und dem Aufbau? Die Gruppe besteht derzeit aus ca. 15 Personen, die sich über E-Mail austauschen. Es wurden 2 Kümmerer und Ansprechpartner aus dieser Gruppe benannt, die in Kontakt mit den Gärtner*Innen und dem Grünflächenamt und Quartiersmanagement sind.

              Die Gruppe soll sich weitgehend selbst organisieren und die Ausgestaltung des Gartens und die Realisierung selbst planen.

              In wie weit ist das Grünflächenamt an Planung und Umsetzung des Gartenprojekts beteiligt? Das war ja auch Partner bei den Veranstaltungen? Die Fläche für das Urban Gardening befindet sich auf einem öffentlichen Grünzug, der Vegetationsrahmen (Bäume, Sträucher…) und die grundsätzliche Erschließung der Fläche (Wege, Beleuchtung, Bänke, Wasseranschluss,…) wurden seitens der Stadt und den Projektbeteiligten der Quartiersentwicklung Südbahnhof geplant und von 2019 bis 2021 baulich realisiert. Die Idee und die Festlegung der Örtlichkeit für das Urban Gardening erfolgte durch das Grünflächenamt in Zusammenarbeit mit dem planenden Landschaftsarchitekten. Das GFA unterstützt die Gruppe weiterhin in fachlichen Fragen und wird bei den nächsten übergeordneten Treffen dabei sein.

              Wie ist der Zustand der Fläche, kann sofort mit dem Bau von Hochbeeten u.ä. begonnen werden oder sind noch Vorabeiten auf der Fläche notwendig? Die Fläche ist startbereit (siehe Foto in der Anlage), es kann im Frühjahr 2022 (abhängig von der Coronalage) mit dem Bau von Hochbeeten und der Vorbereitung (Umgraben) der Fläche begonnen werden. Die Fläche wurde im Frühjahr 2021 mit einer Wiesenansaat als Bodenschutz versehen.

              Ist die Nutzung der Fläche für den Gemeinschaftsgarten befristet? Muss eine Pacht gezahlt werden? Gibt es eine vertragliche Regelung über Nutzungsdauer und andere Aspekte?

              Die Nutzung des Gemeinschaftsgartens ist nicht befristet und es muss keine Pacht gezahlt werden. Die Fläche soll ausdrücklich als Gemeinschaftsaktion zur Quartiersentwicklung dienen.

              Wie soll die doch recht kleine Fläche (115m²) gestaltet werden? Was wird da außer den Hochbeeten und einem Komposter noch dort zu finden sein? Wird es auch Flachbeete geben z.B.? Außer den Hochbeeten wird es weitere Flachbeete geben, die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Es ist auch angedacht Beerenobst oder ggf. Spalierobst anzupflanzen. Eine Erweiterungsfläche von 130 m² steht zur Verfügung.

              Woher kommt das Wasser? Vor Ort ist ein Wasseranschluss vorhanden, die Stadt stellt das Wasser für die Gartenbewirtschaftung bereit.

              Wo sollen die Gartengeräte untergerbacht werden und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu? Wer hat den Bedarf an den Gartenwerkzeugen geplant? Eine Überlegung ist, vor Ort eine Gerätehütte zu realisieren, bis dahin besteht die Möglichkeit die Geräte in einer nahegelegenen Räumlichkeit des Quartiersmanagements unterzubringen. Den Bedarf an Werkzeugen hat die Gärtner*Innen – Gruppe geplant.

              Sie schreiben, dass ein kleiner Teil des Anbaus für den Eigenbedarf stattfinden soll. Wie wird das organisiert und wer hat dann wo wie viel Platz zum Eigenanbau? Die genauen Abläufe und Verteilungen werden derzeit in der Gärtner*Innen-Gruppe diskutiert und festgelegt.

              Sollen die Hochbeete, die Sie bei uns beantragen, dann gemeinschaftlich begärtnert werden? Ja

              Wie viele Leute können mitgärtnern? Wir gehen insgesamt von ca. 20 bis 30 Gärtner* Innen aus.

              Wie werden Entscheidungen rund um den Garten getroffen und wie läuft die Kommunikation?

              Die Gruppe tauscht sich via E-Mail aus, es gibt eigenständige Treffen und Treffen, die vom Quartiersmanagement und vom Grünflächenamt organisiert werden. Die Gruppe soll möglichst autark und demokratisch agieren. Hilfestellung bei Problemen erfolgt durch Quartiersmanagement und Grünflächenamt.

         Heu
            


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  • Heidelberg: neuer GG entsteht

    (Antrag und Antworten)

    Auf dem ehemaligen Kleingartenareal des Großen Ochsenskopfs, einer Freifläche, zwischen
    Bahngleisen, Bundesstraße und angrenzend an das Stadtviertel Bergheim West in Heidel-
    berg soll ein urbaner Gemeinschaftsgarten entstehen. Im Rahmen eines Bürgerentscheids
    wurde die Bebauung des Großen Ochsenkopfs verhindert. Die Stadt Heidelberg hat dem
    Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim, getragen von Kulturfenster e.V. und Verein zur
    beruflichen Integration und Qualifizierung e.V., die Nutzung der Fläche für einen Gemein-
    schaftsgarten angeboten. Bei einer Flächenbegehung mit den Fachämtern der Verwaltung
    wurden Teilbereiche des Areals (s. Abbildung 1) identifiziert, die sich umweltverträglich für
    den Gemeinschaftsgarten eignen würden, geschützt von Bäumen und Büschen, die zum
    Aufenthalt und Verweilen einladen. 

    1
     
     
    Gemeinschaftsgarten Bergheim West  
    Aufbau eines urbanen Gartens zur generationen- und herkunftsübergreifenden
    Begegnung der Menschen im Quartier
     
    Kontakt und Ansprechpartner*innen:
    Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim, Bergheimer Straße 152. 69115 Heidelberg
    kontakt@hd-bergheim.de / T 06221 7282182
    Antonia Bugla und Franziska Ritter
     
    Die Fläche
    Auf dem ehemaligen Kleingartenareal des Großen Ochsenskopfs, einer Freifläche, zwischen
    Bahngleisen, Bundesstraße und angrenzend an das Stadtviertel Bergheim West in Heidel-
    berg soll ein urbaner Gemeinschaftsgarten entstehen. Im Rahmen eines Bürgerentscheids
    wurde die Bebauung des Großen Ochsenkopfs verhindert. Die Stadt Heidelberg hat dem
    Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim, getragen von Kulturfenster e.V. und Verein zur
    beruflichen Integration und Qualifizierung e.V., die Nutzung der Fläche für einen Gemein-
    schaftsgarten angeboten. Bei einer Flächenbegehung mit den Fachämtern der Verwaltung
    wurden Teilbereiche des Areals (s. Abbildung 1) identifiziert, die sich umweltverträglich für
    den Gemeinschaftsgarten eignen würden, geschützt von Bäumen und Büschen, die zum
    Aufenthalt und Verweilen einladen.  
    Abbildung 1: Übersicht über Areal
     
    Ziel, Inhalt und Maßnahmen
    Mit den Bewohner*innen des westlichen Bergheims soll ein Gemeinschaftsgarten auf einem
    Teilbereich des Areals entstehen. Wir wollen einen Ort der kulturellen, sozialen und genera-
    tionenübergreifenden Vielfalt und des nachbarschaftlichen Miteinanders schaffen, unmittel-
    bar in der Lebensumgebung. Dabei greifen wir auf erste gemeinsame Gartenprojekte in den
    Hinterhöfen der Wohnumgebung zurück, in denen wir mit den Nachbar*innen bereits ge-
    meinschaftlich Gemüse, Kräuter und Blumen pflanzen. Die Erfahrung zeigt: das Gärtnern
    bringt Menschen unterschiedlicher Sprache, verschiedenen Alters und Lebenssituation zu-
    sammen. Am Beet finden Nachbarschaftsgespräche statt, Begegnungsräume entstehen. Aus diesen Begegnungen haben sich Interessierte für eine Mitwirkung an einem größeren
    Gemeinschaftsgarten gefunden. Dieses Engagement gepaart mit der einmaligen Chance
    einer Flächennutzung in unmittelbarer Wohnumgebung wollen wir aufgreifen. Sobald die
    essentiellen Strukturen geschaffen sind (Fläche geebnet, Grundausstattung der Gartengerä-
    te vorhanden, Saat- und Pflanzgut da) können wir mit der Arbeit beginnen. Wir sind bereits
    im engen Austausch mit Gemeinschaftsgartenprojekten in anderen Stadtteilen, die uns eine
    enge Unterstützung im Aufbau zugesichert haben. Über die Plattform nebenan.de haben wir
    ein Netzwerk von Hobby-Gärtner*innen, die uns mit Ablegern ihrer Gärten unterstützen wol-
    len.

    Wer wird wann was bauen? Wann soll es mit den Bauvorhaben durch die Gruppe losgehen? Wir werden im Januar 2022 mit der Gruppe starten,. Die Restmittel für die „Erstaustattung“ versuchen wir über Solidarbeiträge der Gärtner*innen, Spenden der Nachbar*innen und auch über Kleinbeträge aus dem Nachbarschaftsfonds (siehe Website), hier max. 500 Euro zu erwarten, zu stemmen.

    Wie groß ist denn die Gruppe, die im Gemeinschaftsgarten gärtnern möchte? – Aktuell haben wir rund 10 Personen, die am Aufbau des Gartens mitwirken würden. Auch haben wir die Unterstützung von Institutionen im Stadtteil (wie das Seniorenzentrum Bergheim oder der Coworking Space), die über den geplanten Gemeinschaftsgarten informiert sind und bereits Gestaltungsideen eingebracht haben sowie ihre Zielgruppen für eine Mitwirkung am Garten mobilisieren können.

    Wie groß ist die Fläche, die zum Gemeinschaftsgarten werden soll? – Die Fläche, die für die Bewirtschaftung zur Verfügung steht und für uns gefräst wird, umfasst ca. 100 qm. Die Fläche ist von Büschen und Bäumen eingesäumt, dadurch geschützt und bietet natürliche Schattenplätze. Neben der zu bewirtschaftenden Fläche stehen also noch ergänzende Bereiche zum Aufhalten, Spielen, Picknicken etc. bereit.

    Ist die Fläche schon gefräst, sprich der Gemeinschaftsgarten kann  nun da entstehen? Die Fläche wird aufbereitet, sobald wir den Startschuss geben können, sobald also die Förderzusage der Anstiftung vorliegt und wir richtig loslegen können. Wir stecken sozusagen in den Startlöchern (mehr …)

  • Emmendingen: Gemeinschaftsgarten im Park gestartet

    (ANtrag, Antworten)

    In Emmendingen hat sich letzten Herbst eine Gartengruppe gegründet, die im Juni in einer Ecke eines öffentlichen Parks damit angefangen hat, einen Gemeinschaftsgarten aufzubauen. Initiiert u.a. von Gemeiderätinnen. Die Vision ist „essbares Emmendingen“, der Gemeinschaftsgarten ist der Beginn.

    Die Kerngruppe besteht bisher aus 10 – 12 Aktiven, mit dabei sind zwei Geflüchtete aus der nahen Unterkunft. Die Fläche haben sie kostenfrei und unbefristet von der Stadt bekommen, Vertrag ist bisher mündlich. „Die Stadt“ hat nach Wünschen der Gruppe Platz für Beete gefräst.

         • Haben Sie einen Vertrag mit der Stadt, ist der Vertrag (und die

    Nutzung) unbefristet und zahlen Sie eine Pacht, wenn ja, wie hoch ist diese?

    Ja, wir haben einen Vertrag mit der Stadt (die uns voll unterstützt); die Vereinbarung war erstmal nur mündlich, der Vertrag wird diese Tage unterschrieben nachdem er jetzt endlich mit allen Akteuren abgetimmt ist. Die Vereinbarung ist unentgeltlich und unbefristet. Der Vertrag läuft über den Treffpunkt Freiburg.

         • Ist das Grundstück umzäunt und wenn ja, wie kommen die Gärtner*innen jederzeit auf das Grundstück?

    Das Grundstück ist nicht umzäunt; alle haben jederzeit Zugang, auch Passant*innen. Zur Abgrenzung im Hinblick auf Hunde etc. gibt es eine Blumenrabatte/Insektenweide und ein Obstspalier in Richtung Straße.

         • Was bedeutet, dass die Fläche provisorisch mit Blumen und Gemüse bepflanzt ist? Wer kümmert sich darum und soll die Bepflanzung auf diesen drei Beeten verstetigt werden?

    Mit provisorisch meinten wir, dass noch nicht überall die langfristig vorgesehene Bepflanzung angelegt ist; so ist z.B. das Beet, in welchem wir ein Spalier mit Obstgehölzen und permanenten Pfählen sowie mehrjährigen Insektenfreundlichen Stauden anlegen wollen, bisher nur mit einjährigen Blumen und Gemüse bepflanzt, Haselstecken sollen durch ein permanentes Rankgerüst ersetzt werden und statt Feuerbohnen z.B. Wein und Beerekiwis dort ranken. Corona hatte den Start sehr hinaus gezögert, sodass an vielen Stellen nur „provisorisch“ gepflanzt und gesät wurde was im Juni noch funktioniert hat. Die Bepflanzung soll in allen drei Beeten verstetigt und durch weitere Beete ergänzt werden.

         • Wurde die Erde untersucht?

    Nein, es gibt keine bekannte Vorbelastung, daher haben wir bisher auf eine professionelle Untersuchung verzichtet.

         • Gibt es ein Schild an der Fläche, die auf den (geplanten) Gemeinschaftsgarten hinweist? Wie erfahren potentielle Interessierte von dem Projekt?

    Es gibt mittlerweile ein schönes Schild am Eingang zum Garten mit Name und Kontaktadresse sowie ein Schild mit unseren Gärtnerzeiten und der Einladung mitzumachen. Außerdem sind wir auf Instagram vertreten, und es wurde in der lokalen Presse bereits auf unseren Garten hingewiesen und wir haben uns bereits im Sommer beim regionalen Klimagespräch Emmendingen vorgestellt.

         • Wie kann man bei der Planung, Umsetzung und dann beim Gärtnern mitmachen?

    Siehe oben…

    Leider ist im Frühjahr keine so große Öffentlichkeitsbeteiligung gelungen, wie wir es gerne gemacht hätten (mit Workshops etc.), aufgrund von Corona. Alle, die von unseren Treffen erfahren sind herzlich eingeladen, und werden auch immer in die weitere Planung einbezogen. Wir sind weiterhin mit der Presse im Kontakt und stellen uns z.B. bei einem Stadtteilfest im Bürkle Bleiche nächste Woche vor.

         • Wie viele Beete sind geplant? (Flachbeete und Hochbeete) Derzeit bestehen 3 Flachbeete, je 1,5m-1,70m Breite, mit einer Gesamtlänge von ca. 30m. Ein Mulchbeet wurde über den Sommer angelegt, weitere Beete sind für die nächste Saison geplant (2 Hochbeete sowie eine Kräuterspirale, eventuell kommt ein Lasagnebeet und ein Hügelbeete dazu – die genaue Größen und Anzahl noch nicht festgelegt und auch abhängig von der weiteren Gruppengröße).

         • Wie unterstützen die Geflüchteten das Projekt? Hat jemand aus der Gruppe den Garten in der Unterkunft schon einmal vorgestellt?

    Wir haben zu Beginn auf eine offizielle Vorstellung des Projekts in der Unterkunft bewusst verzichtet, um den Garten sich erstmal entwickeln zu lassen. Die Zusammenarbeit und der Austausch entstehen dadurch aktuell organisch, aus dem natürlichen Interesse der vorbeikommenden. 2 Geflüchtete kommen regelmäßig zu unseren wöchentlichen Treffen und sind damit Teil der Gruppe, andere kommen unregelmäßig spontan dazu. Wir sind also bereits dabei, wie Anfangs auch erträumt, ganz von alleine ein interkultureller Garten zu werden. Ein Aushang in anderen Sprachen ist zusätzlich geplant.

         • Das Wasser bekommen Sie aus dem Bach? Wie weit entfernt ist dieser? Mussten Sie Schöpfrechte dafür beantragen? Gibt es darüber hinaus Wasser auf dem Grundstück oder wie ist die Bewässerung geplant?

    Wir haben eine mündliche Absprache mit der Stadt, dass wir Wasser entnehmen dürfen; Schöpfrechte müssen wir wohl nicht beantragen, solange die Entnahme von Hand erfolgt. Die Entfernung ist ca. 10 Meter und bis auf einen etwas rutschigen Zugang (daher die Steine zur Befestigung im

    Antrag) ist das Bachwasser sehr gut zu erreichen, und soll als Gießwasser dienen. Durch konsequentes Mulchen verringern wir zusätzlich unseren Wasserbedarf, sodass wir mit wenig Gießen auskommen.

         • Das Werkzeug soll in die Aufbewahrungskiste?

    Ja. Bisher haben wir Werkzeug in einer von der Stadt geliehenen Kiste, die wir voraussichtlich im Frühling zurückgeben müssen. Das neu beantragte Werkzeug kann erstmal darin gelagert werden, und falls wir diese zurückgeben müssen, werden wir in ähnlichem Format eine eigene Kiste bauen.

         • Wie sind Ernte und Verarbeitung geplant?

    Die Ernte erfolgt gemeinsam an den offenen Gartentagen. Mitgärtner*innen wie auch Besucher*innen/Passant*innen dürfen dann ernten und auch Kinder aus der Nachbarschaft nehmen das Gemüse gerne mit nach Hause. Bisher ist darüber hinaus keine Verarbeitung nötig oder geplant. Sollte die Ernte zu viel werden für die Mitgärtnernden werden wir über Schilder darauf hinweisen und auch außerhalb der Gartenzeiten vorbeikommende zur Ernte einladen.

         • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten?

    Bisher sind kaum Kosten entstanden. Die Gärtner*innen beteiligen sich immer wieder durch Pflanzen und Materialspenden, und es besteht aus der Gruppe auch die Bereitschaft sich an anstehenden, kleinen Ausgaben zu beteiligen (bisher z.B. beim Posteo Konto oder gelegentlich Saatgut etc.

    geschehen).


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  • Offener Garten für ALLE in Schleswig ist sozialer Treffpunkt

    (Antrag, Antworten)

    seit 1.2.2020 gibt es in Schleswig, direkt an der Schlei gelegen, einen Gemeinschaftsgarten (Fläche war mal Spielplatz). Im Garten sind Menschen mit unterschiedlichen Interessen. Manche gärtnern, andere sind an handwerklichen Arbeiten interessiert, dritte kommen, da es ein niedrigschwelliger Treffpunkt ist.

    Ist die Nutzung der Fläche befristet oder können Sie diese dauerhaft nutzen?

    Antwort: Unbefristeter Nutzungsvertrag.

    Zahlen Sie Pacht o.ä. für die Fläche und wenn ja, wie hoch ist diese?

    Antwort: Wir haben eine Kaution von 1.000 EUR geleistet. Pachtkosten entstehen nicht. 

    Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert?

    Antwort: Geschätzt bislang 5 Leute regelmäßig, 10 Leute temporär, diverse selten. Vor allem durch das Projekt: „Der Friedrichsberg blüht auf!“ werden wir sicherlich noch etliche Menschen einbeziehen können. Bei uns kann ja jeder zwanglos nach persönlichen Bedürfnissen mitmachen. Wir sind ein stets offener, für jeden zugänglichen Garten mit vielen Zufallsbesuchern. 

    Wie viele Gemüsebeete gibt es bisher im Garten und wie ist das gärtnern organisiert? Gibt es individuelle Beete oder läuft alles gemeinschaftlich?

    Antwort: Bislang gibt es 5 Kräuter- und Gemüsehochbeete und ein Gewächshaus für Tomaten. Es gibt gar keine individuellen Beete. Alles läuft gemeinschaftlich oder für die Gemeinschaft. Bei uns kann jeder ernten, auch die, die gar nicht mitgegärtnert haben. 

    Wie viele Hochbeete sollen gebaut werden? Wie werden diese dann verteilt?

    Antwort: Mindestens drei weitere Hochbeete und etliche Kübel. Dazu sollen Erden bei vorhandenen Kübeln und Beeten ausgetauscht werden. Auch diese werden gemeinschaftlich bzw. für die Allgemeinheit bewirtschaftet. 

    Wann soll wer wo die Beete bauen, wie sind die Gärtner*innen daran beteiligt und wie läuft das unter den Coronaabstands- und Hygienemaßnahmen?

    Antwort: Vorausschicken möchte ich, dass wir deutschlandweit den niedrigsten Wert haben. Die Arbeiten sind je nach Wetter zum Ende des Winters im Garten geplant. (Wir verfügen über Strom.) In aller Regel arbeiten bei uns nur 2er-Teams aus gemeinsamen Haushalten enger zusammen. Ansonsten gelten Abstand, Handschuhe, und zu unterschiedlichen Zeiten versetzt arbeiten. Unser Garten ist immer geöffnet. Die meisten Geräte sind frei verfügbar. Oft wird mit eigenem Gerät (Bohrmaschinen z.B.) gearbeitet. 

    Haben Sie die Stadt nach Förderung z.B. für die Erde gefragt? (Manche Grünflächenämter liefern Erde kostenfrei an Gemeinschaftsgärten).

    Antwort: Wir haben im letzten Jahr von der Stadt für unsere Blühbeete bereits Erden erhalten. Außerdem haben wir gerade für die soziale Verstetigung einen kleinen Betrag für das nächste Jahr erhalten. Dazu die Genehmigung für ein größeres Gerätehaus. Deshalb fragen wir derzeit nicht noch einmal bei der Stadt an. 

    Was soll mit dem Hochdruckreiniger gereinigt werden und können Sie dieses Gerät ausleihen oder von der Stadt gestellt bekommen?

    Antwort: Unsere Möbel, eventuell Zuwegungen, eventuell das spätere Gerätehaus. Die Möbel stehen ja überwiegend das ganze Jahr draußen und müssen eigentlich mehrmals im Jahr gereinigt werden. Ein Ausleihen erscheint uns unwirtschaftlich. Ein stets präsentes Gerät spart einfach viel Zeit und kann auch eingesetzt werden, wenn man etwas Schmutziges gespendet wird. 

    Sind die geplanten Gabionen-Elemente so geplant, dass diese gekauft und dann im Garten aufgestellt und verankert werden? Hat die Gartengruppe sind für diese Form des Windschutzes entschieden? 

    Antwort: Kauf! Wir haben das Thema Windschutz mit diversen Interessierten das ganze Jahr wiederholt besprochen. Insgesamt hielten sich die gärtnerisch Tätigen bei der Diskussion allerdings sehr zurück. Die Idee für Gabionen kommt von einem alternativen Outdoorkenner und Handwerker. Einwände gegen diesen Vorschlag kamen von keiner Seite. Man muss dazu wissen, dass bei uns nicht wie in Großstädten in erster Linie grün und fortschrittlich denkende, jüngere Leute federführend sind, sondern eher übrig gebliebene ältere Frauen, die von Ausnahmen abgesehen, eher über weniger Bildung und Bewusstsein im Vergleich zu Aktiven der Großstädte verfügen und eher sehr zurückhaltend agieren. Dazu gibt ein paar handwerklich orientierte Prakmatiker, auf die der Einsatz von Gabionen zurückzuführen ist. 

    Wo werden die Gartengeräte untergebracht und wie haben die Gärtner*innen Zugang dazu?

    Antwort: Die meisten Gartengeräte werden bisher in unserem Gewächshaus untergebracht. Im Sommer befanden sie sich hinter einem Sichtschutz. Manche Geräte sind angekettet. Hierfür kennen diverse Personen die Codes. Dazu verfügen wir über einen Schlüsselsafe. Einige Geräte, die sehr hohes Diebstahlrisiko haben oder im Winter wirklich trocken gelagert werden müssen, werden privat gelagert. Im Frühjahr erhalten wir ein Gerätehaus. Dann wird alles dort untergebracht. 


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  • Stadtteilbiblio in Sendling will Gemeinschaftsgarten aufbauen

    (Projektbesuch)
    Die Stadtteilbibliothek in München Sendling hatte das Jahr 2020 als Schwerpunktthema „Nachhaltigkeit“ gewählt. Ein Projekt, das sie auch begonnen haben, ist die Anlage eines kleinen Nutzgartens. Coronabedingt sind sie nicht so weit gekommen, wie gedacht.
    Zur Bibiothek gehört ein Lesegarten und direkt daneben ist eine Fläche, die der mit im Haus sitzenden VHS gehört, die die aber nicht nutzt. Hier hat das Gartenbauamt der Stadt zusammen mit Mitarbeiter*innen der Bibliothek ein paar Hochbeete erstellt/befüllt und bepflanzt (3 – 4 sind das). Vor der Bibliothek stehen zudem zwei weitere Hochbeete, die auf das Thema Nachhaltigkeit hinweisen. Pflanzaktionen mit Schulen oder Kitas konnten nicht stattfinen, auch Veranstaltungen zum Thema im Garten und Bewerbung für diesen haben sie coronabedingt nicht gemacht. Gerne würden sie auch die Beete im Lesegarten, die derzeit mit Sträuchern und Bodendeckern bepflanzt sind, für das Gemeinschaftsgartenprojekt nutzen. Sie (die Mitarbeiter*innen) konnten in diesem Jahr Kiwis, Trauben, Tomaten ernten. Themen der Beratung waren Sichtbarkeit des Projekts, wie man Menschen für das Projekt gewinnen kann (Gärtner*innen), was füpr flankierende Veranstaltungen es geben könnte, Erreichbarkeit (man kommt nur durch die Biblio in den Garten) und Finanzierung. (mehr …)

  • GG Gallus 2 in Ffm nun dauerhaft genehmigt

    (alerts)
    In Sperrmüllkisten fing das gemeinsame Gärtnern auf der Frankenallee an. Jetzt stehen dort 20 Hochbeete. Die Stadt hat das Projekt jetzt dauerhaft genehmigt.

    Frisches Obst und Gemüse direkt aus der Nachbarschaft, ein Ort zum Treffen und Kennenlernen – Gemeinschaftsgärten liegen im Trend. Das unterstützt auch die Stadt: Das Nachbarschaftsprojekt „Gallus Garten II“ direkt an der S-Bahn-Station Galluswarte erhält eine dauerhafte Genehmigung. Projektinitiator Ralf Harth ist stolz auf das, was er geschaffen hat: „Wir haben aus einem Unort einen Gemeinschaftsgarten gemacht“, sagt er und freut sich.
    Den Gallus Garten II hat Harth im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Am Anfang waren es nur einige Sperrmüllkisten auf einem Grünstreifen, aus denen Pflanze wuchsen. Seitdem ist das Gartenprojekt deutlich gewachsen. „Mittlerweile haben wir 20 Hochbeete und 24 Patinnen und Paten“, berichtet Harth.

    Auch die anfänglich etwa 40 zur Verfügung stehenden Quadratmeter seien ausgeweitet worden: Der Gemeinschaftsgarten reicht nun entlang der Frankenallee von der Günderrodestraße bis zur Hellerhofstraße. Etwa 2000 Arbeitsstunden stecken in dem Projekt, schätzt der Gallus-Bewohner.

    Laut Harth hat das Grünflächenamt die Nachbarschaftsinitiative von Anfang an positiv aufgenommen und unterstützt. So wurden aus einem Fördertopf für Gemeinschaftsgärten anfänglich die Komposterde und Hummus finanziert.

    Bisher nur geduldet

    Bisher erhielt der Garten jedoch nur eine Duldung. Seit Mitte des Jahres steht fest: Der Gallus Garten II bleibt. Durch die dauerhafte Genehmigung der Stadt erhält das Nachbarschaftsprojekt eine langfristige Perspektive.

    In den kommenden zwei Jahren soll zunächst interimsmäßig das im Gallus ansässige Mehrgenerationenhaus die Trägerschaft übernehmen. „Danach werden wir einen eigenen Verein haben“, sagt Ralf Harth.

    Dem Projektinitiator geht es aber nicht nur um das Gemüse. Hinter der Idee stehe ein Konzept, das in die Nachbarschaft hineinwirke, so Harth. Er bezeichnet das als „soziale Choreografie“. Der Gemeinschaftsgarten biete Raum zum Kennenlernen, aber auch zur Weiterbildung. Besonders Kinder könnten durch das Helfen bei der Gemüseaufzucht wichtige Grundlagen der Ökologie und Nachhaltigkeit lernen. „Und das Tolle ist, dass das Ganze immer weiterwächst. Auf eine sehr organische Art und Weise“, sagt Harth.

    Für die Zukunft wünscht er sich, dass es sich weitere Projekte und Initiativen ergeben, etwa zur Bekämpfung der Vermüllung im Stadtteil oder gegen das Baumsterben. Daher hat der Frankfurter das Projekt in der jüngsten Sitzung des Ortbeirates 1 vorgestellt. Damit habe er zeigen wollen: „Wir sind gekommen, um zu bleiben“.

    Mit dem Stadtteilparlament will Harth im Gespräch bleiben. „Wir fragen uns: Was können wir vor Ort tun, damit es den Menschen und der Umwelt besser geht.“ Dabei könne der Ortsbeirat helfen, etwa durch einen kleinen Beitrag aus seinem Budget.

    Bei dem Gremium kam das Gartenprojekt gut an. Ortsvorsteher Oliver Strank (SDP) dankte den Ehrenamtlichen für ihr Engagement. Einzelne Politiker, wie Ralf Schmidt-Berberich des Unabhängigen Bündnisses (U.B.) im Ortsbeirat, zeigten sich sehr interessiert an Ideen und Möglichkeiten, wie man das gemeinsame Gärtnern unterstützen kann – auch seitens der Stadt.

    https://www.fr.de/frankfurt/gallus-ort904318/hochbeete-an-der-galluswarte-genehmigt-90120734.html (mehr …)

  • MerseGrün: ein neuer GG in Düsseldorf

    (Antrag/Antworten)

    • Wie groß ist die Fläche und wie ist sie beschaffen (Grünfläche? Beton?…)

    Die Fläche ist ca. 770 qm groß. Das Gelände wurde von einer Gartenbaufirma im Auftrag der Stadt für uns aufbereitet. Es ist ein etwas abschüssiges Gelände, mit zwei Terrassen und einer größeren ebenen Fläche. Es wurde Mutterboden aufgeschüttet und zwei Wege (Waasergebundene Wegedecke) an den Terrassen angelegt. Entlang der Wege wollen wir die Hochbeete aufbauen und unten, auf der ebenen Fläche Bodenbeete, u.a. mit Kartoffeln.

    • Wann genau wird die Nutzungsvereinbarung vorliegen und was bedeutet, dass sie jetzt schon die Erlaubnis zum Gärtnern haben? Liegt Ihnen diese schriftlich vor?

     Wir wissen leider nicht genau, wann uns die Nutzungsvereinbarung vorliegen wird. Eine Frau aus der Gruppe hält den Kontakt zum Gartenamt. Ihr liegt eine E-Mail vor, in der uns die zuständige Dame aus dem Gartenamt die vorzeitige Nutzung erlaubt hat.

    • Müssen Sie Pacht zahlen und wenn ja, wie viel? Ist die Nutzung der Fläche für den Gemeinschaftsgarten befristet?

    Nein, eine Pacht fällt nicht an und es war bisher keine Rede von einer Befristung. Die Fläche ist kein zukünftiges Bauland, sondern war im Bebauungsplan immer als Grünfläche geplant. Daher sehen wir keine Gefahr, dass die Stadt nachträglich eine Befristung vereinbaren will.

    • Wie viele Beete soll es geben/auf welche Anzahl haben Sie die Erde berechnet? Soll es „nur“ Hochbeete geben oder auch „Erde“beete?

    Ein Mitglied der Gruppe konnte sehr günstig Material (Palettenrahmen) für den Bau von 14 Hochbeeten kaufen. Ob wir diese alle aufbauen werden ist noch nicht entschieden. Ich habe die Menge an Erde und Humus also für eine kleinere Anzahl von ca. 6 Hochbeeten à ca. 16 x 40 l Erde/Humus, mithilfe eines Internetrechners berechnet. Auch den Preis habe ich aus verschiedenen Online-Shop-Preisen ermittelt. Wir haben noch keine Angebote eingeholt, z.B. bei größeren Firmen. Also könnte es sein, dass wir viel mehr Erde für den kalkulierten Preis bekommen.

    Außer den Hochbeeten möchten wir auch 4 Gemüsebeete und 2 Kartoffelacker auf dem Boden anlegen. Außerdem soll auch noch einen Wildblumenwiese entstehen, damit wir auch den Bienen etwas zu bieten haben. Der aufgeschüttete Mutterboden ist sehr lehmhaltig und muss entsprechend noch mit anderer Erde aufbereitet werden.

    • Wenn es jetzt noch keinen Geräteschuppen gibt, wo werden die Gartenwerkzeuge und -geräte bis dahin untergebracht und wie sind diese dann zugänglich für die Gärtner*innen?

     Wir hatten nicht geplant, alle Werkzeuge auf einmal anzuschaffen. Bis der gemeinsame Schuppen fertig ist, muss jeder was mit nach Hause nehmen oder es wird in die Gartenschuppen der beiden Häuser untergebracht, die in direkter Nachbarschaft zur Gartenfläche liegen.

    • Haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt und dort nachgefragt, ob Erde und Mulch für den Gemeinschaftsgarten zur Verfügung gestellt werden könnte? Woher haben die anderen Düsseldorfer Gemeinschafsgärten ihre Erde?

    Wir haben über ein Mitglied der Gruppe Kontakt zum Gartenamt (s.o.). Bisher haben wir nicht noch einmal nach Erde oder Mulch gefragt, da die Stadt ja bereits Mutterboden hat aufschütten lassen und die ganze Fläche für uns so hat herrichten lassen. Es wurden außerdem bereits einige Johannesbeerbüsche und zwei Bäume gepflanzt. Ich gehe davon aus, dass wir einfach nicht noch mehr erwarten können.

    Es gab zwar bereits Kontakt aus unserer Gruppe bspw. zu „Düsselgrün“, eine Gartengruppe aus Bilk, aber es wurde nicht danach gefragt, woher sie ihre Erde bekommen haben.

    • Wie laufen Entscheidungswege und wie wird in der Gartengruppe miteinander kommuniziert und informiert?

    Bisher haben wir uns recht regelmäßig alle zwei Monate getroffen. Seit März wollten wir eigentlich alle zwei Wochen samstags gemeinsam arbeiten.

    Ansonsten kommunizieren wir per E-Mail kommuniziert und seit kurzem per Signal (ähnlich wie Whatsapp). Entschieden wird gemeinschaftlich, meistens im Konsens, wenn nötig per Abstimmung.

    • Und ganz wichtig: wie wollen Sie derzeit mit den Beschränkungen wegen der Corona Pandemie loslegen? Was können Sie wie machen? Wer würde welche Arbeiten machen (können)?

    Vergangenes Wochenende bspw. haben sich Zweiergruppen per Signal verabredet und bereits vier Hochbeete aufgebaut. Andere haben Füllmaterial für die unterste Schicht gesammelt. So in etwa wollen wir weitermachen. Außerdem zieht jede*r Zuhause auf der Fensterbank bereits Pflanzen vor.


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  • neuer GG in Würzburg entsteht

    (alerts)

    […]
    Der Workshop wird laut Pressemitteilung zwischen Theorie und Praxis abwechseln: Er bietet Raum für Fragen und Erfahrungsaustausch im Umgang mit Hochbeeten. Direkt vor Ort entsteht in dieser Saison ein neues Urban Gardening Projekt. Im Praxisteil haben die Teilnehmer die Möglichkeit, den Stadtgärtnern beim Befüllen ihrer Hochbeete über die Schulter zu schauen oder nach Belieben mit anzupacken. Es sind auch Teilnehmer willkommen, die bereits viel Wissen in Sachen „Hochbeete“ mitbringen, genauso wie Einsteiger im Gärtnern.
    […]
    Die Referenten sind Jan Kroner (Stadtgärtner e.V. & Über den Tellerrand e.V.) und Philipp Mähler (Klimaschutzmanager der Stadt Würzburg).

    https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Workshop-Hochbeete-Vielfalt-im-eigenen-Garten;art735,10421947 (mehr …)

  • Finanzierung für P-Garten in 2020/21 gesichert

    Prinzessinnengärten machen weiter

    Senat sichert Finanzierung für das ökologische Gemeinschaftsprojekt in Kreuzberg

    • Von Marie Frank
    • Lesedauer: 3 Min.
    In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.
    In den Prinzessinnengärten kann jede*r mitgärtnern.

    Foto: nd/Ulli Winkler

    Seit zehn Jahren gibt es in Kreuzberg ein kleines grünes Biotop, das sich der Verdrängung rund um den Moritzplatz widersetzt: Die Prinzessinnengärten sind so etwas wie das gallische Dorf von Naturschützer*innen mitten im Herzen von Berlin. Doch während der Senat angesichts der öffentlichen Klimadebatte über die Ausrufung einer »Klimanotlage« diskutiert, bangt Berlins bekanntestes Urban-Gardening-Projekt um seine Zukunft.

    Denn im Haushalt 2020/21 waren die beantragten Mittel für den rund 6000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsgarten zunächst überhaupt nicht enthalten. Für Marco Clausen, der das Projekt vor zehn Jahren mit aufgebaut hat, angesichts der klimapolitischen Debatte völlig unverständlich. »Beim Klimaschutz gibt es viel Symbolpolitik, wenn es aber darum geht, Orte wie die Prinzessinnengärten finanziell oder planungsrechtlich zu sichern, passiert nicht viel«, kritisiert er. »Ohne die Finanzierung können wir nächstes Jahr nicht mehr aufmachen.«

    200 000 Euro wurden für den Haushalt 2020/21 zum Erhalt der Prinzessinnengärten beantragt. Laut Clausen angesichts der hohen Betriebskosten eine »überschaubare Summe«. Dennoch sei der Antrag im Umweltausschuss abgelehnt worden, im Hauptausschuss habe er es nicht einmal auf die Tagesordnung gebracht. Stadtgärtner Clausen dachte schon ans Aufgeben, bis diesen Mittwoch ein Änderungsantrag der Koalitionsfraktionen alles veränderte. »Wir haben für die Prinzessinnengärten und den Himmelbeet Gemeinschaftsgarten 300 000 Euro zusätzlich pro Jahr eingestellt«, sagt der haushaltspolitische Sprecher der Grünenfraktion, Daniel Wesener, dem »nd«. »Damit haben wir die finanzielle Vorsorge getroffen, um diese beiden Orte zu erhalten.«

    Insgesamt 4 880 000 Euro sind jährlich im Rahmen der Strategie »Stadtlandschaft« für die rund 100 Berliner Stadtgärten vorgesehen. Dazu kommen die Gelder für die Gemeinschaftsgärten. Wie viel Geld welches Projekt letztlich bekommt, kann Wesener noch nicht sagen. Clausen freut sich trotzdem: »Dann geht es nächstes Jahr auf jeden Fall weiter!«

    https://www.neues-deutschland.de/artikel/1129606.berlin-kreuzberg-prinzessinnengaerten-machen-weiter.html?fbclid=IwAR3UDhWA_NFttlTAdIgVMGrKiJY_Rw32Vzl87mCwqGe67KFdOn-n2M1jzVo

    und TAZ-ARtikel vom 6.12.:
    BERLIN taz | Marco Clausen steht im derzeit wohl lautesten Garten Berlins. Er sagt: „Für 150 Millionen ziehen die hier nebenan Luxusgewerbe hoch.“ Während er das sagt, röhrt auf der einen Seite der Prinzessinnengärten ein Bagger, auf der anderen rattert ein Presslufthammer. Große gelbe Kräne rotieren hinter Bauzäunen auf beiden an die Prinzessinnengärten angrenzende Baustellen.

    Früher war nebenan der Autoverleih Robben & Wientjes, der sein Gelände profitabel verkaufte. 150 Millionen Euro will die Firma Pandion dort investieren – entstehen soll hauptsächlich Gewerbe für Start-ups und Gastronomie. Und auch auf der anderen Seite des Garten­projekts sollen schicke Büroflächen für „kreatives Arbeiten im Kreuzberg-Kiez“ entstehen.

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    Die Prinzessinnengärten am Moritzplatz sind derzeit noch so etwas wie ein grüner Tupfer ­inmitten eines sich immer weiter verändernden Stadtteils. Clausen sagt: „Wenn sich die Nachbarschaft weiter so schnell wandelt, wohnen die Menschen gegenüber hier in zehn Jahren nicht mehr.“ Er deutet auf die Otto-Suhr-Siedlung, von der die Deutsche Wohnen 2013 große Teile kaufte – Mieterhöhungen ließen in dem armen Kiez nicht lange auf sich warten. Zwischen den Neubauprojekten ringsum ist der 2009 gegründete Gemeinschaftsgarten hier einer der verbliebenen Freiräume.

    Während Clausen am Mittwochnachmittag über den Kiez spricht, fürchtet er noch um die Zukunft des Gartenprojekts. Doch die gute Nachricht ist: Später am selben Tag ist die Existenz der Prinzessinnen­gärten gerettet. Der Senat fördert das Gartenprojekt erstmals mit 600.000 Euro für zwei Jahre. Kurz vor knapp winkte der Haushaltsausschuss einen noch eilig eingebrachten rot-rot-grünen Änderungsantrag durch, nachdem der Förderungsantrag ­zuvor im Umweltausschuss versandet war. „Es war eine Not-OP in allerletzter Sekunde“, sagt Daniel Wesener, der für die Grünen im Haushaltsausschuss sitzt.

     

    Prinzessinnenparty An den beiden kommenden Samstagen feiern die Trägervereine der Prinzessinnengärten am Moritzplatz zugleich Abschied und Neuanfang. Am 7. 12. wird zwischen 13 und 18 Uhr zu Musik geladen und besprochen werden, wie es mit dem Freiraum in Kreuzberg weiter­gehen soll. Am 14. 12. soll Abschied gefeiert werden, weil ein Teil des Kollektivs nach Neukölln umzieht.

    Himmelbeet Trotz der Förderung durch den Senat ist für das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet der Verbleib unklar. Auf ihrer jetzigen Fläche auf einer ehemaligen Brache am Leopoldplatz können die Gärtner*innen nur bis Ende Oktober 2020 bleiben. Eine Ausweichfläche am Mettmannplatz wird nun doch von der Deutschen Bahn beansprucht. Das Gartenprojekt sucht weiter nach Alternativen. (gjo)

    Auch das Weddinger Gartenprojekt Himmelbeet, das dringend nach einer Fläche sucht, soll nun mit jährlich 300.000 Euro gefördert werden. Insgesamt fördert R2G Gartenprojekte und Ähnliches im Rahmen der Strategie Stadtlandschaft im Doppelhaushalt 2020/21 mit jährlich 4,8 Millionen Euro.

    Bis zuletzt war unklar, wie Bildungsarbeit und Garten finanziert werden sollten, nachdem ein großer Teil der Gärtner*innen Anfang des Jahres nach Neukölln abgewandert war. Vielen war das Gärtnern auch unter dem Ansturm von bis zu 800 Besucher*innen täglich zu anstrengend. Sie fanden eine Fläche auf dem geschlossenen Neuköllner Jacobi-Friedhof (taz berichtete).

    Ein Teil des Kollektivs wollte jedoch aus stadtpolitischen Gründen unbedingt bleiben, darunter auch Clausen. Er sagt, die vielen Besucher*innen seien eine gute Möglichkeit, kulturelle und sozialökologische Bildung anzubieten. Den Garten aufzugeben käme für Clausen nie in Frage – auch weil das Projekt lange mit Anwohner*innen gegen den Verkauf der landes­eigenen Fläche an Investoren gekämpft hat. Man kümmere sich auch um Obdachlose am Moritzplatz, federe so manchen Konflikt ab.

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    Einen Mietvertrag hat der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg bereits Ende November in Aussicht gestellt. Der Prinzessinnengarten sei ein Vorzeigeprojekt und „wichtiger Beitrag zur sinnvollen Nutzung des öffentlichen Raumes, zum Stadtklima und zur Ergänzung einer wohnortnahen Versorgung“, ließ Bezirksstadtrat Florian Schmidt (Grüne) mitteilen.

    Unter Wowereit sollten die rund 5.600 Quadratmeter noch verscherbelt werden. Der Widerstand der Gärtner*innen stieß 2012 eine breitere Diskussion über Liegenschaftspolitik an. „Wir wollen hier weiter für Freiräume kämpfen“, sagt Clausen heute – „in jedem Kiez braucht es Orte für Naturbildung.“ Nach zehn Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit wolle er gemeinsam mit Anwohner*innen ein festes ökologisches Bildungszentrum aus dem Garten machen und dazu gehöre eben auch Finanzierung.

    Blick von den Prinzessinnengärten aus auf das NachbargrundstückDrüben wird gebaut: Endlich mehr Platz für Co-Working und Start-Ups Foto: Gareth Joswig

    Bisher hat das Land finanziell weder die Bildungsarbeit noch die Pflege der ökologischen Naherholungsfläche gefördert. Was den Senat aber nicht daran hinderte, auf seinem Touri-Portal Visit Berlin mit dem kultigen Urban-Gardening-Projekt um Touris zu buhlen. Hashtag Be Berlin. Die New York Times und CNN berichteten, deutsche Medien sowieso.

    Über die nun doch noch zustande kommende Förderung ist Clausen gleichzeitig erleichtert und überrascht: „Es muss nicht immer so ein Krimi sein, aber es ist eine total gute Nachricht, dass es überhaupt eine Perspektive gibt“, sagt er.

    Umso optimistischer dürfte die Feier am Samstag in den Prinzessinnengärten werden, bei der die vergangenen zehn Jahre gefeiert werden, aber auch gemeinsam überlegt werden soll, wie es nun am Moritzplatz weitergehen soll. Der Chor der Statistik wird singen, ebenso wird the incredible Herrengedeck ihren Chanson-Punk spielen. Ab April 2020 sollen die Prinzessinnengärten dann wieder regulär öffnen.

    Die Unterstützung von Urban Gardening war ein Anliegen des rot-rot-grünen Koalitionsvertrags. Einige der Vorhaben sind laut Senatsverwaltung für Umwelt von Regine Günther (Grüne) auf dem Weg: Seit Oktober gebe es einen festen Ansprechpartner für Urban Gardening. Man erarbeitete zudem ein gesamtstädtisches Konzept für gemeinschaftliches Gärtnern, zudem soll eine Website für Gartenprojekte Anfang des Jahres online gehen. Um zudem die versprochenen grünen Hauptwege auszubauen, stünden für den Flächenkauf weitere 10 Millionen Euro aus dem Siwana-Fonds zur Verfügung. Und auch die Kleingärtnerei werden mit jeweils 150.000 Euro gefördert.

    Vorstellbar sei nun vieles, so Clausen. Neben ökologischem Gärtnern soll für stadtpolitische Projekte und Initiativen möglich sein, die hoffentlich bald festen Räume der Gärten kostenfrei für Veranstaltungen zu nutzen. Clausen sagt: „Es soll ein Ort zum Gestalten werden.“


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  • Erfurt: Wettbewerb für essbare Stadt Hochbeete

    In den vergangenen zwei Jahren hat das Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt Erfurt mit dem Projekt „Urban Gardening – Essbare Stadt“ an insgesamt sieben Standorten in Erfurt Hochbeete kostenfrei zur Verfügung gestellt. Ins Leben gerufen wurde die Aktion aufgrund eines Stadtratsbeschlusses. Im kommenden Jahr sollen die Karten neu gemischt und dem Urban-Gardening-Projekt neuer Schwung verliehen werden.

    „Urban Gardening“ erfreut sich großer Beliebtheit. Immer mehr Menschen entdecken, dass auch in der Stadt auf kleinem Raum blühenden Pflanzen und sogar Obst und Gemüse selbst angebaut werden können. Das Garten- und Friedhofsamt will das Gärtnern in der Stadt weiter unterstützen und ruft zur Beteiligung auf. Gesucht sind kreative Ideen und Konzepte für Hochbeete. Wie soll das Hochbeet gestaltet werden? Was soll gepflanzt werden? Das Thema „Essbare Stadt“ mit dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern soll weiterhin im Vordergrund stehen, grundsätzlich sind der Kreativität aber keine Grenzen gesetzt. Gerne darf das Hochbeet unter einem bestimmten Motto stehen. Die Themen Umwelt (Insekten, Vögel), Miteinander, Produktion, Wissensvermittlung, Nachhaltigkeit usw. können und sollen einbezogen werden. Die vom Garten- und Friedhofsamt verwendeten, mit Holz eingefassten Beete sind 1 Meter breit und 1,20 Meter lang.

    Unter den eingereichten Beiträgen werden bis Ende Februar 2020 von einer Fachjury bestehend aus Mitarbeitern des Garten- und Friedhofsamts die besten Konzepte ausgewählt. Bewertet werden Bepflanzung und Gestaltung, die Zusammenstellung der Pflanzen, Kreativität und ökologische Aspekte. Je nach Standort werden den Gewinnern ein bis drei mit Pflanzsubstrat befüllte Hochbeete für das Gartenjahr 2020 zur Verfügung gestellt, um ihr eingereichtes Konzept selbständig umzusetzen. Einsendeschluss ist der 31. Januar 2020. Die Beiträge können per E-Mail oder Post in Form von Skizzen, Collagen, Beschreibungen etc. auf maximal einer A4-Seite an das Garten- und Friedhofsamt der Landeshauptstadt Erfurt, Heinrichstraße 78, 99092 Erfurt unter dem Kennwort „Urban Gardening – Essbare Stadt 2020“ übermittelt werden.

    https://thib24.de/14997/erfurt-sucht-ideen-zum-thema-urban-gardening-essbare-stadt/ (mehr …)

  • Offenburg: vielfältige Unterstützung für urban gardening

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    OFFENBURG. Ein grünes Band soll Offenburg durchziehen: Die Stadt will die gärtnerische Nutzung städtischer Grünflächen fördern und Material für Angebote wie Naschgärten und Urban Gardening zur Verfügung stellen. Sogenannte Naschbäume wurden bereits im Frühjahr in der Waldbachsenke gepflanzt, in ein paar Jahren sollen Vorbeikommende sich an den Früchten bedienen können. Ein zweites Projekt, eine Gartenanlage mit sechs Hochbeeten, ist bei der Minigolfanlage im Bürgerpark zusammen mit einer Bürgerinitiative entstanden.

    Es wächst, blüht und gedeiht in den sechs aus altem Palettenholz selbst gefertigten Hochbeeten und der übrigen Gartenanlage. Kürbisse, Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Gurken, Karotten und vieles mehr können inzwischen geerntet werden, 30 verschiedene Kräuter und insektenfreundliche Zierpflanzen ergänzen die grüne Pracht. Hinter dem Urban Gardening steckt die Idee, versiegelte urbane Flächen nutzbar zu machen und ein Bewusstsein für den saisonalen und ökologischen Anbau von Lebensmitteln zu wecken, wie Günter Schulz, der als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim BUND seine Erfahrungen ins Projekt einbringt, erklärte.

    Die Initiative für das Offenburger Gartenbauprojekt stammt von Aline Goetz und Anika Brändlin. „Ursprünglich war der Gedanke: Schade, dass viele, die in der Stadt wohnen, nicht gärtnern können“, so die Initiatorinnen.

    Inzwischen hat sich eine generationenübergreifende Gruppe von 15 Personen gefunden, die das Projekt unterhalten und gemeinsam planen, hacken, pflanzen, jäten – und jetzt die Ernte einbringen können. In der Gemeinschaft mache es Spaß, man könne auch von den Erfahrungen der anderen lernen, erklärte Goetz.

    Der Platz bei der Minigolfanlage war schnell gefunden, von der Stadt gab es grünes Licht. „Das ist ein Superprojekt. Gut gelegen“, lobte Philip Denkinger, Abteilungsleiter Grünflächen und Umweltschutz bei der Stadt. „Wir haben den Platz zur Verfügung gestellt, logistische Hilfe angeboten und über die Technischen Betriebe Erde kommen lassen. Außerdem sei eine Werkzeugkiste bereit gestellt worden. Das Gießwasser war zunächst ein Problem, weil man keine Auffangbehälter hatte. Also wurden Regentonnen aufgestellt, die das Wasser von den Dachflächen der Minigolfanlage auffangen, für trockene Zeiten stellt die Stadt den Wasseranschluss der Anlage zur Verfügung. „Beim ersten Treffen hat jeder etwas Geld gespendet“, so Goetz, Unterstützung gab es vom BUND-Umweltzentrum, Sachspenden von Privatpersonen. Dann konnte das Projekt am 19. Mai mit 140 Euro an den Start gehen. Material wurde gesammelt, die Hochbeete gebaut, „Setzlinge hatten viele schon zuhause“, erinnern sich die Initiatorinnen an die Anfänge. Stolz präsentierten die Freizeitgärtner beim Pressetermin ihr grünes Paradies und den Lohn ihrer Mühen: leckere reife Früchte, gelbe Melonenstücke und selbstgebackenes Brot mit Kräuterbutter.

    Auch die Kinder Tim und Ronja hatten eifrig mitgeholfen, zwei eigene Kinderbeete wurden ebenfalls angelegt. Im idyllischen Garten summen die Bienen, Schmetterlinge sind unterwegs, Vögel zwitschern in den nahen Bäumen. Alles wird rein biologisch angebaut, ohne Pestizide und Kunstdünger. „Gegen Blattläuse spritzen wir nur mit Brennnesseljauche“, sagt Anika Brändlin, andere Schädlinge würden von Hand abgesammelt. Jeder könne sich hier einbringen, wie er wolle, in den Gießkalender trage man sich regelmäßig ein, die wöchentlichen Termine habe man auf Dienstagabend und Samstagnachmittag gelegt. Einmal im Monat finde ein Gruppentreffen statt. Geplant seien eine Kräuterspirale, Beerenobst, ein Naschbeet mit verschiedenen Erdbeersorten und eine Blumenwiese mit heimischen Arten.
    „Wir werden neue Interessengruppen auf jeden Fall unterstützen“, stellte Philip Denkinger in Aussicht. Es sei jedoch wichtig, dass die Initiative von den Bürgern komme und auch nachhaltig weiterentwickelt werde. Durch diese Arbeit entwickle man auch eine gewisse Identität zum Garten und zur Stadt. (mehr …)

  • Regiotreffen GGs in Freiburg

    Regiotreffen Gemeinschaftsgärten 2019

    Urbane und andere Gemeinschaftsgärten sind im Trend: die Engagierten wollen Gemeinschaft erleben, im Garten arbeiten, biologisch anbauen, für die eigene Ernährung sorgen, vielleicht sogar zu einer „essbaren Stadt“ beitragen, in der öffentlich geerntet werden kann.

    Auf diesem Regiotreffen tauschen sich GemeinschaftsgärtnerInnen aus über die Erfahrungen rund ums Gärtnern: Anbauformen, Sortenwahl, Gruppendynamik und was sonst noch die Gartenprojekte bewegt.

    Auch wer überlegt, sich in einem Gartenprojekt zu engagieren oder gar selbst eines zu starten, ist willkommen und erhält einen Überblick über Engagementmöglichkeiten und Tipps zum Projektstart.

    Zum Austausch sind auch die in den Kommunen für die Gartenprojekte zuständigen MitarbeiterInnen eingeladen: Wie können Kommunen Gemeinschaftsgärten unterstützen? Welche Rahmenbedingungen müssen beachtet werden?

    Das Regiotreffen richtet sich vorrangig an Gartenprojekte von Lörrach bis Offenburg, aber auch Gäste aus Basel und Mulhouse sind willkommen.

    Programm

    https://www.treffpunkt-freiburg.de/regiotreffen_gemeinschaftsgaerten_2019

    und es gibt ein eines Fortbilungsprogramm für die Gärten: https://www.treffpunkt-freiburg.de/fortbildungen_gemeinschaftsgaerten
    Entstanden aus einem Treffen, bei dem der Bedarf angefragt wurde und dieser sich hauptsächlich um gärtnerisches Wissen drehte. Es sind nun Menschen/Organisationen/Inis dabei, die Workshops geben, da können auch noch welche dazu kommen.
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  • Antrag der CDU und SPD Fraktionen für essbares BG genehmigt

    Für die Idee „Essbares Bergisch Gladbach” stellt die Stadt auf Antrag von CDU/SPD pro Jahr 2000 Euro zur Verfügung. Damit soll Wasser bezahlt werden, um städtische Flächen „im Sinne von Urban Gardening” zur Lebensmittelproduktion nutzbar zu machen.

    https://mandatsinfo.bergischgladbach.de/bi/vo0050.asp?__kvonr=26753 (mehr …)

  • Stadt Essen diskutiert Möglichkeiten, GGs zu verstetigen

    (Gu, Mail)

    AUSBLICK UND ZUKUNFT DER GEMEINSCHAFTSGÄRTEN IN ESSEN

    Datum: Montag, 25. Juni 2018
    Ort: VHS Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen, großer Saal im UG Uhrzeit Beginn: 17:00 Uhr
    Ende: voraussichtlich 19:00 Uhr

    In gemeinsamer Runde wollen wir gerne u.a. folgende Fragen diskutieren: * Wie lässt sich das Thema „Gemeinschaftsgärten“ besser und breiter in den Stadtteilen kommunizieren und verankern? * Wer könnte zu diesem Zweck die Rolle eines Multiplikators einnehmen, der Menschen in den Stadtteilen auf das Thema aufmerksam macht und zum Mitmachen anregt?
    * Wie lässt sich ein zuverlässiges Netzwerk an Unterstützerinnen und Unterstützern aufbauen, die organisatorische und eventuell auch administrative Angelegenheiten in die Hand nehmen?


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  • Stadt Augsburg unterstützt GG

    (Gu, alerts)

    Um das Grünflächenangebot im Rahmen der Stadtentwicklung weiter zu verbessern, unterstützt die Stadt Augsburg die Entstehung neuer Gemeinschaftsgärten. Eine breite Vielfalt gärtnerischer Angebote ist mir deshalb ein großes Anliegen“, so Umweltreferent Reiner Erben.

    Aktuelle Richtlinien bieten nicht nur einen verlässlichen Rahmen zur Planung und Gestaltung solcher Gemeinschaftsgärten. Sie dienen auch als Richtschnur für die Nutzung und Bewirtschaftung durch einen Trägerverein, der von der Stadt unterstützt wird. Damit ist gewährleistet, dass sich auch Bürgerinnen und Bürger gärtnerisch betätigen können, für die ein Kleingarten keine Option ist.

    Um geeignete Flächen und Trägervereine zu finden, arbeiten Umwelt- und Finanzreferent eng zusammen. Ein erstes Grundstück an der Uhlandstraße in Pfersee kann bereits für die gärtnerische Nutzung vorbereitet werden.

    https://www.focus.de/regional/augsburg/augsburg-stadt-augsburg-stadt-unterstuetzt-urban-gardening-auf-staedtischen-flaechen_id_8474330.html (mehr …)

  • Mitmachgarten Paderborn ausgezeichnet

    (Gu, alerts)

    Paderborn (WB). Die Mitmachgärtner im Riemekepark haben sich 2017 nicht nur über eine reiche Ernte und gemeinsame Gartenstunden gefreut, sondern auch über eine Auszeichnung im Rahmen des Bundeswettbewerbs »Die schönsten Nachbarschaftsaktionen 2017«. Das »pro grün«-Gartenprojekt wurde aus 108 Bewerbern ausgewählt und erhielten als Anerkennung eine vom Buchillustrator und Geschichtenschreiber Janosch gestaltete Urkunde sowie eine Sachspende.

    Der Mitmachgarten vereint viele Paderborner Gruppen wie die Bewohner des Ruppert-Zwickel-Hauses in Schloß Neuhaus, die einmal im Jahr ihren hauseigenen Hühnerkot als Zutat für den Kompost beisteuern. In der heißen Phase vor den Sommerferien kamen einmal wöchentlich die Kinder der Klasse 5b der benachbarten Von-Fürstenberg-Realschule, um mit ihrer Lehrerin Kirsten May eimerweise Wasser aus dem Riemekekolk zu den Hochbeeten des Mitmachgartens zu bringen. Das Grünflächenamt liefert im Frühjahr einen Anhänger Komposterde des ASP, die von »pro grün«, Transition Town, dem BUND, Attac und Parkanliegern im Frühjahr verteilt wird und damit die Grundlage für einen fruchtbaren, kleinstlebewesenreichen Boden ist.

    Ein Höhepunkt war am 21. Juni das Mittsommerfest mit der Musikgruppe »The little fiddle«, das von der Gruppe »KünstlerInnen und ihre Rabatten« ausgerichtet wurde. Diese Verbindung vom Garten zu den Gruppen war der Jury die Auszeichnung wert. Wer im kommenden Jahr in diesem lebendigen Gartenprojekt mitmachen möchte, melde sich bei info@progruen-paderborn.de. Einmal im Monat wird im Winter in gemütlicher Runde in der direkten Nachbarschaft des Mitmachgartens im Forum Ferdinand (Ferdinandstr. 17) gemeinsam geplant und geplaudert. Bis zum Frühjahr müssen auch ein Insektenhotel, ein Hochbeet und ein Nistkasten repariert werden.

    http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Kreis-Paderborn/Paderborn/3097958-Lebendiges-Nachbarschaftsprojekt-im-Riemekepark-Paderborn-freut-sich-auf-weitere-Mitstreiter-Mitmachgarten-erhaelt-Auszeichnung (mehr …)

  • Ffm: Planungsreferent wird Schirmherr des Frankfurter Gartens

    (Gu aus alerts)

    Der neue Planungsdezernent Mike Josef tritt in die Fußstapfen seines Vorgängers Olaf Cunitz: Ab sofort ist er Schirmherr für den Frankfurter Garten e.V. Es ist das größte Urban Gardening-Projekt der Stadt. Ziel des Vereins ist es, dass Gemeinschaftsgärten und somit die Begrünung durch Bürger ein selbstverständlicher Aspekt der Stadtteilentwicklung werden soll.

    „Ich wünsche mir, dass urbanes Gärtnern stärker in die Stadtteilentwicklung einbezogen wird“, sagt Josef. „Denn für mich sind ökologische Aspekte genauso wichtig wie soziale, kulturelle und ökonomische – und diese werden durch den Frankfurter Garten e.V. hervorragend in die Tat umgesetzt. Mit vorbildlichem ehrenamtlichen Engagement packen die Aktiven kräftig an und gestalten ihre Stadtteile mit. Grünflächen werden geschaffen und für jedermann zugänglich und erlebbar gemacht. Dadurch entstehen kultur- und schichtübergreifende Gemeinschaftsgärten und damit
    wichtige Treffpunkte und Räume der Entfaltung für alle.“ Ilona Lohmann-Thomas, Vorständin des Frankfurter Garten e.V., freut sich über die erneute
    Schirmherrschaft als wichtiges Signal aus dem Planungsdezernat: „Für uns alle, die wir ehrenamtlich viel Energie in das Projekt stecken, heißt das: Unsere Ziele und Visionen werden gesehen und unterstützt.“

    Aus dem Planungsdezernat gibt es darüber hinaus die Zustimmung, den Zukunftspavillon länger als ursprünglich geplant auf dem Goetheplatz zu nutzen. Der Zukunftspavillon soll über den Oktober 2016 hinaus für mehrere Monate als Bühne der Stadt- und Regionalentwicklung dienen. Der Frankfurter Garten e.V. betreibt den Zukunftspavillon und will darauf aufmerksam machen, dass sich Obst, Gemüse und Kräuter mitten in der Stadt anbauen lassen.

    http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/Frankfurter-Garten-Mike-Josef-wird-Schirmherr-27782.html (mehr …)

  • In Bottrop gibt es drei GG

    (Gu, Mail und Recherche)

    In Bottrop hat der Verein GemeinschaftsSinnGärten inziwschen drei Gemeinschaftsgärten mit angeschoben und aufgebaut.
    Neben dem bei uns im Netzwerk befindlichen Gemeinschaftsgarten am Kulturhof einen Nachbarschaftsgarten an einer Grundschule und einen Interkulturellen Nachbarschaftsfrauengarten:
    “ Am 21.06.2016 war der Startschuss für einen weiteren Gemeinschaftsgarten in Bottrop. Besucherinnen des Cafés Courage und ihre Kinder sowie Bewohnerinnen bauten gemeinsam mit Mitgliedern des Vereins GemeinSinnschafftGarten Hochbeete für Gemüse und Blumen.

    Das Café ist Treffpunkt für geflüchtete und in Bottrop lebende Frauen. Daher war von Anfang an das Ziel, dass die Beete das Quartier nicht nur verschönern sondern auch nachbarschaftliche Zusammenleben im VIVAWEST-Quartier auf dem ehemaligen Prosper III Gelände stärken sollen.

    Die Stadt Bottrop unterstützt das Projekt ausdrücklich. „Dieser interkulturelle Frauengarten ist genau das, was wir als Stadt mit dem im letzten Jahr begonnen Projekt „GemeinSinnschafftGarten“ anstoßen wollten“, sagt Carina Tamoschus vom Fachbereich Umwelt und Grün. „Nämlich über das Gärtnern Kulturen und Generationen zusammenzubringen.“. „Mit dem Verein GemeinSinnschafftGarten, der sich aus der Projektarbeit des letzten Jahres heraus gegründet hat, haben wir nun auch einen starken Praxis-Partner vor Ort“, ergänzt Dorothee Lauter vom Projektbüro InnovationCity.

    Die rund 20 Frauen und Kinder aus verschiedenen Ländern arbeiten Hand in Hand und am Ende stehen drei bunte Hochbeete auf der bis dahin ungenutzten Rasenflächen.“

    Zum Verein:
    Wie unterstützen wir …

    • Beratung bei der Planung von Gemeinschaftsgärten (Standort, Gestaltung usw.)
    • Verleih von notwendigen Werkzeugen und Geräten
    • Organisation von sogenannten „Bautagen“
    • Unterstützung beim Bau von Gartenkisten
    • Akquise von Unterstützern und Spenden
    • Organisation von Fortbildungen und Austauschforen wie z.B. Gartenstammtisch für GärtnerInnen
    • Bereitstellung von Informationen zum gemeinschaftlichen Gärtnern, zu aktuellen Veranstaltungen und interessanten Webseiten
    • Verbreitung der Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns in Bottrop

    Wie alles anfing …
    Der Verein „GemeinSinnschafftGarten“ ist aus dem gleichnamigen Projekt, das von der Stadt Bottrop gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2015 – Zukunftsstadt des Bundeministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt worden ist. Das Ziel des Projekts war die Aktivierung Bewohnerinnen und Bewohnern des innerstädtischen Raums für die Schaffung gemeinschaftlich genutzter urbanen Gärten. So sollte ein Stück Natur in die Stadt zurückgeholt werden, die Lebensqualität gesteigert werden und durch das gemeinsame Bauen, Pflanzen und Ernten der Zusammenhalt unter den Bürgerinnen und Bürgern gestärkt werden. Im Rahmen des Projekts sind zwei Gemeinschaftsgärten entstanden: Der Patengarten GemeinSinnschafftGarten am Kulturhof sowie der Interkulturelle Nachbarschaftsgarten „Im Beckedal“.

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  • Gartenprojekt für Einheimische und Geflüchtete in Bad Urach geplant

    (Gu, alerts, 9.3.)
    […] Bei der Stadtverwaltung und besonders auch beim Arbeitskreis Asyl fand Zürcher offene Türen. Das Projekt alleine schultern, kommt für ihn aber nicht in Frage. Und so ließ sich auch Wilfried Gollmer von der Idee des „Urban gardening“ begeistern. Mit ihm fand Zürcher einen Profi, ist Wilfried Gollmer doch durch seine langjährige Arbeit im Verschönerungsverein mit Gärtnern und Planen vertraut. […] Nach der Besichtigung mehrerer Grundstücke war auch Diana Schmid-Grammel vom Arbeitskreis Asyl begeistert von der Brachfläche des städtischen Anwesens unweit des Vertriebsgeländes der Post. Wie eine kleine Halbinsel schiebt sich das Grundstück zwischen die Erms; darum ist mit Inselgarten schon der passende Name für das Projekt gefunden.  […] Geplant sind etwa zehn kleine Parzellen, die jeder Nutzer für sich selbst anlegt und pflegt. Darüber hinaus soll es eine freibleibende Fläche zum gemeinsamen Verweilen und für Kinder geben, die ausdrücklich erwünscht sind, sollen doch gerade sie Säen, Wachsen, Pflegen und Ernten bewusst erleben.
    Alles Weitere soll ebenfalls gemeinschaftlich geplant werden, wie beispielsweise die Gestaltung und Entwicklung des Grundstücks. „Jeder darf sich mit seinen Ideen, Begabungen und Möglichkeiten einbringen“, sagen die Initiatoren. Dabei wünschen sich die Akteure bei Bedarf fachliche Begleitung. Hier hat sich die Stadtverwaltung gleichfalls schon offen gezeigt. So wurde den Akteuren bereits für die Startphase die Unterstützung der Stadtgärtnerei zugesagt. Schon diesen Monat soll es mit gemeinsamen kleinen Arbeitseinsätzen losgehen. Wer Interesse an einer kleinen Gartenparzelle besitzt, kann sich ab sofort melden. Außerdem werden für das Projekt Gartengerätschaften aller Art benötigt, die als Spende entgegengenommen werden.“

    http://www.swp.de/muensingen/lokales/ermstal/Bunt-wie-das-Leben-Gemeinschaftsgarten-entsteht;art5662,3723907 (mehr …)

  • Frankfurter Garten baut Pilze an

    (Gu, alerts, 16.1.)

    In Frankfurt werden nicht nur Grüne-Soße-Kräuter angebaut, sondern auch Champignons, Austernpilze, Kräuterseitlinge und Shiitake. Die Frankfurter Pilze kultiviert der „Frankfurter Garten“ im sogenannten Fischergewölbe unter der Alten Brücke. Der Frankfurter Garten hat ein neues Urban Gardening Projekt lanciert: Auf einer 550 Quadratmeter großen Fläche im Fischergewölbe unter der Alten Brücke sollen nun ganz unterschiedliche Speisepilze angebaut werden. Das erklärte Ziel ist es, frische Pilze wenige Stunden nach der Ernte auf den Frankfurter Tellern servieren zu können. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) und Bürgermeister Olaf Cunitz (Grüne) unterstützen das Vorhaben, die Räumlichkeiten stellt das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) zur Verfügung. Es wird damit gerechnet, dass idealerweise in ein paar Jahren mehrere Tonnen geerntet werden. 70 000 Tonnen Pilze werden in Deutschland jährlich produziert, dennoch wird ein Großteil der Speisepilze Polen oder sogar aus Ostasien importiert. Jetzt aber sollen die Frankfurter im größten Urban Gardening-Projekt Hessens zu urbanen Bauern und Gärtner werden. Die Mitglieder des Frankfurter Gartens ernten bereits Gemüse, Obst und Heilkräuter auf 2300 Quadratmetern Danziger Platz nahe des Ostbahnhofs.

    Nun will Boris Wenzel vom Frankfurter Garten e.V. eine ökologisch vertretbare und verbrauchernahe Pilzzucht In Frankfurt auf die Beine stellen. „Wer den vollen Geschmack eines Seitlings, Shiitakes oder Champignons erleben will, sollte auf Pilze zurückgreifen, die weder durch lange Transportzeiten noch Kühlung gelitten haben. Frische Pilze möchten wir als Frankfurter Garten deshalb selbst züchten“, so Ilona Lohmann-Thomas, Vorstand des Vereins Frankfurter Garten e.V. „Nachdem der Frankfurter Garten den Danziger Platz in eine grüne Oase verwandelt und den Zukunftspavillon am Goetheplatz begrünt, ist das ein weiteres gutes Beispiel, wie sich leerstehende, ungewöhnliche Orte sinnvoll und nachhaltig nutzen lassen“, sagt Bürgermeister Olaf Cunitz. „Unter dem Stichwort Urban Farming oder Underground Farming sind schon in anderen Städten ehemalige Bunker oder Tunnelanlagen landwirtschaftlich genutzt worden – jetzt auch die Fischergewölbe.“

    Erst im Oktober 2015 reiste seine Magistratskollegin Heilig nach Mailand, um dort für Frankfurt den „Milan Urban Food Policy Pact“ zu unterzeichnen. Ziel der Vereinbarung ist, auf die wachsende Rolle der Städte für eine gesunde und nachhaltige Ernährung ihrer Bürger hinzuweisen sowie eigene Strategien und Ziele für diese zu entwickeln. Das Projekt des Frankfurter Pilzgartens passe wunderbar in diese Ziele einer Green City. Bislang habe es keine umsetzbaren Vorschläge für eine sinnvolle Nutzung des Fischergewölbes gegeben, berichtet Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne). „Wer die Räumlichkeiten unter dem Mainkai kennt, versteht, dass gerade Pilze in dem historischen, aber vor allem dunklen und feuchtnassen Gewölbe gut zurechtkommen. Über das Urban Gardening-Projekt möchten wir als Stadt den heute fast unsichtbaren Ort einer gemeinnützigen Nutzung zuführen. Neben den sozialen und ökologischen Aspekten des Vereins möchten wir das fast vergessene Fischergewölbe aus dem Dornröschenschlaf wecken.“

    http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/We-are-the-champignons-Frankfurt-macht-jetzt-in-Pilzen-26200.html (mehr …)

  • Gartenprojekt an Flüchtlingsunterkunft in Freiburg Rieselfeld/Weingarten

    (Gu, Mail, 28.10)

    […] „In Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Weingarten hat er das Projekt „Genussgarten“ auf den Weg gebracht – in Absprache mit und zur Unterstützung von Tinna Leutert, der dort tätigen Sozialarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes. In den vergangenen zwei bis drei Wochen haben Familien aus der Flüchtlingsunterkunft im Dietenbachpark, wo rund 60 Menschen leben, neben den Wohncontainern elf Gartenparzellen mit je zwei Quadratmetern Fläche angelegt. Sie haben dort Salat, Paprika, Kohl, Bohnen und andere Gemüsesorten angepflanzt. „Das hat allen Spaß gemacht. Langsam gewöhnen sie sich an diese Umgebung“, sagt Bernhard Setzer. Bald werde man in den Gartenparzellen auch schon ernten können.
    Positiver Nebeneffekt: Durch die Arbeit sind sich viele Menschen näher gekommen – Flüchtlinge und Eingesessene. „Das wäre alles nicht möglich gewesen: ohne die Mithilfe der Stadt, die uns die Fläche zur Verfügung gestellt hat und auch Material, sowie diverse Spender, die uns Erde, Humus, Hänger, Pflanzen, Leihwagen kostenfrei oder zu Freundschaftspreisen überlassen haben“, so der Initiator. Er habe erst vier Wochen lang unter den Flüchtlingen vorgefühlt und sie kennengelernt. „Das war wegen der Sprachbarriere nicht leicht“, berichtet Setzer. Dann hätten die Menschen für die Idee Feuer gefangen und die Sache selbst in die Hand genommen. „Jetzt müssen wir sehen, wie das Projekt weiterläuft – es gibt ja doch eine große Fluktuation dort.“


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  • Klimagarten Freiburg läuft gut

    (Gu aus Antrag, 23.2.2015)
    Seit 2 Jahren gibt es den 600m2 großen Klimagarten in Freiburg. Sie haben im Sept. 2012 mit vorgezogenen Pflanzen im Park auf 2 kleinen Beeten (insgesamt ca. 10m²) angefangen und mit einem Antrag auf Überlassung einer 50m2 großen Fläche beim Rat der Stadt für Aufmerksamkeit gesorgt. Es wurden dann 600m2 bewilligt und eine akzeptable Nutzungsvereinbarung abgeschlossen. Die Stadt hat ein Hinweisschild aufgestellt und es kamen immer mehr MItgärtnerInnen, auch aus unterschiedlichen Ländern. Sie sagen, dass der Klimagarten plastik- und herrschaftsfrei ist und sie ihn nach Permakulturprinzipien betreiben. Sie machen auf einer großen Tafel aufmerksam auf andere Veranstaltungen/Institutionen, wie critical mass, vegane Rezepte, Montagsmahnwachen.
    Sie bantragen Förderung für Gartengeräte, Holz, Draht und Sämereien

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