Schlagwort: Stadtentwicklung

  • CDU initiiert Gartenprojekt in Möchengladbach

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    Ein kleines, aber umso interessanteres Projekt aus dem Stadtentwicklungsprogramm „mg+“ nahm der Mönchengladbacher Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings (CDU) in dieser Woche in Augenschein. Auf einer ungenutzten Grünfläche im Bezirk Mönchengladbach-Lürrip wird ein besonderes „Urban-Gardening“-Projekt aus dem Masterplan Stadtbezirke umgesetzt. In der Bezirksvertretung Mönchengladbach Ost wurde hierfür 20.000,00 € Fördermittel beschlossen. Die Initiative für dieses Projekt übernahm Frank Eibenberger, Ratsmitglied der CDU.

    Das Grundstück befindet sich am Giertmühlenweg, Ecke Habichtstraße, unmittelbar an der Bahnstrecke nach Düsseldorf und dem Gladbach. Krings konnte sich vor Ort überzeugen, wie hier aktuell ein Urban Garden entsteht, der für jede Bürgerin und Bürger zugänglich ist – ein Ort für Menschen, Tiere und Natur. Im Mittelpunkt steht das gemeinschaftliche Bewirtschaften von städtischen Flächen. „Eine schöne Idee das ungenutzte Flurstück umzugestalten und hier eine kleine Oase für Pflanzen und Menschen entstehen zu lassen“, findet Krings. „Das ist nicht nur optisch eine Verschönerung, sondern hier geben wir der Natur mitten in der Stadt auch einen Entwicklungsraum zurück. Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger Interesse zeigen, sich auf dieses Projekt einlassen und alle es pfleglich behandeln“, so Krings weiter. Umgesetzt wird diese Idee auf ehrenamtlicher Basis mit Professioneller Hilfe der Permakultur Designerin Lena Schmitz. Permakultur ist eine Kultur, in der nachhaltige Lebensformen und Lebensräume unterstützt, entworfen und aufgebaut werden. An diesem Ort entstehen Hochbeete für Gemüsesorten aller Art, dazu noch eine Hochbeet-Spirale mit Sitzgelegenheit zum Verweilen, eine Kräuterspirale, Obstbäume, Beerensträucher und ein Pilzaufbau auf Baumstämmen.

    Blumen und Zierpflanzen haben in Ergänzung dazu aber auch einen Platz. Als Gastgeschenk brachte Dr. Günter Krings drei dieser Exemplare mit und freute sich, diese mit Frank Eibenberger gleich einpflanzen zu können.

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  • Im Ruhrgebiet entwickeln die Forschenden der RWTH ein lebendiges Labor mit Fischzucht und Urban Farming.

    (Gu, alerts) Mit einer Fischzucht mitten in Dortmund Gemüse anbauen? Das mag zunächst nach einem Luftschloss für die Industriebrachen im Stadtteil Huckarde klingen. Wenn Dr. Axel Timpe die Idee erläutert, dann wird sie allerdings schnell konkret und naheliegend. Der Ansatz des Landschaftsarchitekten vom Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der RWTH Aachen um Professor Dr. Frank Lohrberg nennt sich Aquaponik. Das nährstoffreiche Wasser aus der Fischzucht wird so gereinigt und der Fischkot direkt als Dünger für die Pflanzen genutzt. Urban Farming lautet das Prinzip, bei dem Felder auch in Städten wachsen – in die Höhe und nicht unbedingt in die Breite. Das Aachener Vorhaben für Dortmund-Huckarde ist eines der drei Hauptteile des Horizon-2020-Projektes „productive Green Infrastructure for post-industrial urban regeneration“ (proGIreg), was so viel heißt wie „produktive grüne Infrastruktur für die Regeneration alter Industriestädte“ und soll naturnahe Stadtentwicklungsmaßnahmen in benachteiligten Stadtteilen auf den Weg bringen. Dortmund ist eine der sogenannten Frontrunner-Städte, die anderen beiden sind Turin (mit den alten Automobilwerken) und Zagreb (mit einem ausgedienten Schlachthof samt Wurstwarenfabrik), in denen ähnliche Projekte gestartet werden. Beteiligt sind sechs Universitäten, neben den drei Frontrunner-Städten sieben weitere Kommunen, die die Projekte nachahmen sollen, acht kleine und mittlere Unternehmen und sieben Nichtregierungsorganisationen (NGO). Der Aachener Lehrstuhl koordiniert das gesamte Vorhaben, die Europäische Union fördert es mit mehr als zehn Millionen Euro. „Es ist ein ungewöhnliches großes Projekt, das dort begonnen wird“, sagt Timpe. Im September ist großer Kick-off im Rahmen einer Konferenz in der Alten Schmiede in Dortmund-Huckarde. Bei Horizon 2020 handelt es sich um das Forschungsrahmenprogramm der EU, zwischen 2014 und 2020 wurden und werden 75 Milliarden Euro in Forschungsprojekte investiert. Unter den bis dato ausgewählten ist das Projekt, das federführend von den Aachener Architekten koordiniert wird. „Das Projekt hat für die Fakultät für Architektur der RWTH Aachen University den allerhöchsten Stellenwert. Dies begründet sich nicht allein aus der enormen Drittmittelsumme, die für die Fakultät tatsächlich herausragend ist, sondern hat auch inhaltliche Gründe: Wichtig ist uns die internationale Zusammenarbeit und der Charakter des Projektes, bei dem durch die Praktiken der angewandten ‚innovation action‘ die Fakultät als Bindeglied zwischen Wissenschaft, den kleinen und mittleren Unternehmen, der Zivilgesellschaft und der Planungspraxis in den Städten fungiert“, erklärt der Dekan der Fakultät, Professor Dr. Alexander Markschies. Zufall ist es gewiss nicht, dass der Aachener Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur ein solches Projekt koordiniert – und selbst in Dortmund im Sinne eines Living Labs (also lebendigen Labors) mit den Menschen vor Ort und der Idee von Fischzucht und Gemüseanbau aktiv wird – und gemeinsame Strategien zur Umsetzung entwickelt. Denn im Rahmen des Projektes „CoProGrün“ (Co-produzierte Grünzüge als nachhaltige kommunale Infrastruktur) haben die Aachener Architektinnen und Architekten sowie ihre Forschungspartner bereits – in diesem Fall gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF – in Dortmund und den Nachbarstädten Waltrop, Castrop-Rauxel und Lünen gewirkt – ebenfalls zum Thema Urban Farming/Urban Gardening. „Wir können also auf unseren Beziehungen vor Ort aufbauen“, sagt Timpe. Der Aquaponik-Ansatz, der nun mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort verfolgt werden soll, kann nicht nur auf den vorhandenen Beziehungen aufbauen. Erste Entwürfe für mögliche Versuchsanlagen für die Fischzucht liegen vor. „Es soll keine klinisch-reine Laborlandschaft werden. Der Ansatz ist bewusst Low-Tec, damit die Anlage von Vereinen beziehungsweise den Menschen vor Ort betrieben werden kann und so auch ein Beschäftigungspotenzial geschaffen wird“, erläutert Timpe. Weitere Bausteine des Dortmunder Projektes sind Maßnahmen zur Förderung der Insektenvielfalt und der Ausbau der ehemaligen Mülldeponie Deusenberg als Sportanlage mit Solarfeldern. Begleitet wird die Arbeit in den Städten, die bis Sommer 2023 angesetzt ist, von Lehr- und Lernmodulen auf edX, einer Plattform für Massive Open Online Courses, also digitale Lehrveranstaltungen. Der freie Zugang zum Wissen, das im Rahmen des Projektes generiert wird, ist elementarer Bestandteil des Horizon-2020-Projektes. Entsprechende Module zum Thema „Nature-based solutions“ sind in der Vorbereitung. Weitere Informationen: http://www.la.rwth-aachen.de/Lehrstuhl/Lehrstuhl_start.htm

    https://idw-online.de/de/news697179 (mehr …)

  • Die Laube des P-Gartens auf der Seoul Biennale für Architektur und Urbanismus

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    Die diesjährige Seoul Biennale of Architecture and Urbanism widmet sich dem Thema „Imminent Commons“. Als Berliner Beitrag ist in der Ausstellung Commoning Cities die Laube in den Prinzessinnengärten zu sehen. Die von Helen Hejung Choi kuratierte Ausstellung zeigt Beispiele aus 50 Städten weltweit.


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  • urban gardening Projekt ist Auftakt für großes Stadtentwicklungsprojekt in Hamm

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    Hamm – Das größte Umwelt- und Stadtentwicklungsprojekt der kommenden Jahre fängt klein an. Bis 2022 soll für 35 Millionen Euro der „Erlebensraum Lippeaue“ entstehen. Doch los geht es mit einem vergleichsweise kleinen Projekt. 

    Sichtbar etwas passieren wird im Gebiet entlang der Lippe zwischen Bockum-Hövel und Heessen in diesem Jahr nicht wirklich. Der Titel des ersten Teilprojekts lautet „Urbanes Gärtnern in der Kornmersch“. Dabei geht es um eine Fläche von 6 800 Quadratmetern. Zum Vergleich: Der geplante Auenpark wird 150 000 Quadratmeter messen, das gesamte Natur- und Umweltschutzgebiet „Erlebensraum Lippeaue“ misst 195 Hektar, also 1,95 Millionen Quadratmeter. Macht 0,35 Prozent urbanes Gärtnern. Klein eben, knapp so groß wie ein Fußballfeld.

    Urbanes Gärtnern ist bürger- und gemeinschaftlicher Gartenbau im Stadtraum. Dabei geht es, wie Stadtsprecher Tobias Köbberling auf Anfrage unserer Zeitung erläutert, nicht um die allgemein bekannte kleingärtnerische Nutzung, da zum Beispiel die „vermieteten“ Flächen deutlich kleiner sind und kostenlos an die Bürger abgegeben werden. „Mittelfristig soll hier ein Treffpunkt für unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und unterschiedlichsten Altersgruppen entstehen“, so Köbberling weiter.

    Ziel sei es, die Zusammenarbeit der Menschen im Gebiet zu stärken, die Erholung und Gesundheit des Gartennutzers zu fördern und die Menschen wieder näher an die Natur zu bringen. Momentan steckt das Projekt noch in der Planungsphase. Richtig los geht es ab der nächsten Vegetationsperiode, also etwa Anfang April 2018. Dann wird das Gelände behindertengerecht erschlossen und Material für den Bau der Beete besorgt.

    http://www.focus.de/regional/hagen/stadt-hagen-stadt-investiert-1-3-millionen-in-den-umbau-des-bodelschwinghplatzes_id_7593588.html


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