Schlagwort: Stadtgarten Connewitz Leipzig

  • Leipzig: Stadtgarten Connewitz repariert Dach der Laube

    (Antrag, Antworten)
    Der Stadtgarten Connewitz ist ein gemeinschaftlich gestalteter und gepflegter Lern- und
    Begegnungsort im Leipziger Süden. Hier kommen Nachbar:innen, Familien, Schulklassen,
    Garteninteressierte und unsere rund 30 Gemeinschaftsgärtner:innen zusammen, um naturnahes
    Gärtnern zu erleben, Stadtnatur zu schützen und gemeinsames Engagement zu leben. Das
    Herzstück des Gartens ist unsere mehrere Jahrzente alte Laube – sie bietet auf rund 56
    Quadratmetern (9,4m x 5,9m) Schatten, Regenschutz, Lagerfläche für unsere selbst geernteten
    Saaten, Geräte und dient als Treffpunkt für Veranstaltungen, Workshops und für unsere
    Gartenplena.
    Nach vielen Jahren unter freiem Himmel ist das Laubendach jedoch stark beschädigt. Die rund
    30 Jahre alte Dachpappe wird durchlässig. Das Tragwerk ist laut Begutachtung eines
    Dachdeckers nicht betroffen. Lediglich die Stirnbretter und Teile der Dachschalung müssten
    ausgetauscht werden, da sie verrottet sind. Als Erste Hilfe-Maßnahme haben wir als
    Gartengemeinschaft das Dach durch eine regenfeste Plane ergänzt, die verhindert, dass Regen
    ins Laubeninnere eindringt. Um die Laube langfristig zu erhalten, möchten wir die Dachpappe
    und die verwitterten Dachelemente ersetzen und eine Regenwasserableitung ergänzen – in
    Eigenleistung unserer Gartengruppe und mit möglichst nachhaltigen Materialien.
    Die Laube steht auf einem 4.300 Quadratmeter großen Gartengrundstück, dass unserem Verein
    gehört. Damit ist die langfristige Weiternutzung als Gemeinschaftgsgarten gesichert.
    2. Projektziele
    • Erhalt der zentralen Gartenstruktur als Treffpunkt und Lernort und als Aufbewahrungsort
    unserer Saat-Ernte und -vorräte sowie unserer Geräte
    • Verbesserung der Sicherheit
    • Förderung von Gemeinschaft und Mitmachkompetenz
    • Nutzung langlebiger, ökologisch vertretbarer Materialien
    3. Beteiligung der Bundesfreiwilligendienstleistenden und der Gartengruppe
    Die Planung wurde gemeinschaftlich in mehreren Gartenplena abgestimmt. Drei erfahrene
    Gemeinschaftsgärtner übernehmen die Anleitung, acht weitere Gärtner:innen unterstützen
    beim Abriss des vorhandenen Dachbelages, beim Holzschutz, bei der Montage und Abdichtung.
    Die Umsetzung erfolgt zu einhundert Prozent in Eigenleistung. Zu unseren Vorabüberlegungen
    gehörte das Recherchieren nach langlebigen wie umweltfreundlichen Materialien. Zum Beispiel
    möchten wir weichmacherfreie EPDM-Folie nutzen, die eine Lebenserwartung von mehreren
    Jahrzehnten hat und die ein schadstoffarmes Regenwassersammeln und –nutzen ermöglicht.

    • Wie viele Gruppen nutzen den Garten neben den Gemeinschaftsgärtner*innen? Wie war das nochmal, beteiligen die sich an den Kosten des Gartens?

    Der Stadtgarten Connewitz ist von Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr für jede:n geöffnet – zum Verweilen und Runterkühlen, zum Mitgärtnern, zum Inspirieren fürs naturnahe Gärtnern. An den Vormittagen kommen im Frühjahr, Sommer und Herbst jede Woche ein bis zwei Kindergruppen, denen wir den Garten zeigen, die rumräubern und mit denen wir die Gartentiere beobachten. Vom März bis Oktober finden monatlich Veranstaltungen und Workshops zum naturnahen Gärtnern statt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Samengärtnerei. Wir sammeln selbst viele Gemüse-, Kräuter- und Wildblumensaaten, lagern sie fachgerecht ein und geben sie bei unserem Saatguttausch im Frühjahr und über unsere Tauschkiste ganzjährig kostenfrei weiter. Zudem gibt’s zu diesem Thema auch Workshops – seit diesem Jahr in Kooperation mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken, aber bei uns im Garten. Auf Anfrage mache ich auch Führungen für Gruppen zum Thema Artenvielfalt in der Stadt. Dieses Jahr zum Beispiel mit einer Gruppe der Uni Leipzig und mit den Fachberater:innen des Leipziger Kleingartenstadtverbandes. Insgesamt besuchen den Stadtgarten jährlich zwischen 3.000 und 3.500 Menschen. Darunter ca. 40 Gruppen. Für den Besuch – egal, ob als Gruppe oder allein sowie für die Teilnahme an unseren Veranstaltungen nehmen wir keinen Eintritt/Beitrag. Es sind Angebote für alle. Das ist uns sehr wichtig.

    • Um was für Kosten handelt es sich bei der Entsorgung es Altmaterials?

    Die Jahrzehnte alte Dachpappe muss als Sondermüll entsorgt werden. Die Kosten haben wir anhand der Preise des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Westsachsen und der groben Schätzung des Gewichts der kaputten Dachpappe kalkuliert.

    • Wie finanziert ihr die anderen Kosten des Gartens nochmal?

    Das Garten-Projekt finanziert sich aus Mitteln des Amt für Stadtgrün und Gewässer Leipzig und Eigenmitteln des Vereins. Darüber sind Personalkosten (ich mit 5h/Woche und einer Öffentlichkeitsarbeitsteilzeitstelle mit 1/2h/Woche), ÖBfD-Kosten, Gemein- und anteilige Bürokosten, Sachkosten für Pflanzen und Gartenmaterial, Baumpflege (professionell ausgeführt, weil wir mehr als 100 Großgehölze haben – dadurch jedes Jahr vierstellig), Strom, Wasser, Stadtreinigung, Fäkalienentsorgung abgedeckt. Die Dachreparatur hat eine finanzielle Dimension die wir auch mit Blick auf die Dringlichkeit des Vorhabens nicht stemmen können. 

    • Die Werkzeuge für den Bau habt ihr vor Ort?

    Wir benötigen eine große Lackrolle, Schrauben, Nägel, Halterungen und eine Blechschere. Dafür haben wir 100€ kalkuliert. Den Rest haben wir vor Ort oder können es für das Projekt privat leihen.

    (mehr …)

  • Leipzig: Teil der Klimacoach-Ausbildung im Stadtgarten Connevitz

    Als ausgebildeter Klima-Coach lernst du wie du deine Erfahrungen, dein Wissen und deine Motivation zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit auch an deine Mitmenschen und Nachbar*innen weitergeben kannst. Unser Klimacoaching-Angebot gibt dir notwendigen Impulse – kostenlos, zertifiziert und natürlich nachhaltig.

    Die Ausbildung wird im Rahmen des Projektes „Gemeinsam. Klimakompetent. Leben.“ vom Umweltamt der Stadt Leipzig und der Verbraucherzentrale Sachsen in Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartner*innen realisiert. Die Ausbildungsmodule finden als Präsenzworkshops statt.

    DIE MODULE IM ÜBERBLICK

    KLIMAFOLGEANPASSUNG, ÖKOLOGIE UND URBAN GARDENING
    Wir helfen dir zu verstehen, wie sich die biologische Vielfalt in deiner Region sichern lässt und führen dich in das Konzept „Urban Gardening“ ein. Am Ende des Workshops weißt du, wie eine klima- und artenfreundliche Gestaltung von Beet, Balkon und Kleingarten aussieht.

    12.10.2024 | Urban Gardening | 10 bis 15 Uhr | Stadtgarten Connewitz, Kohrener/ Ecke Burgstädter Straße, 04277 Leipzig

    https://www.verbraucherzentrale-sachsen.de/klima-coaches (mehr …)

  • Stadtgarten Connewitz: Teich wird in Eigenarbeit saniert und großes Kräuterbeet wieder neu angelegt

    (Antrag)

    1
     
     
    Antrag auf Förderung des Projektes „Gemeinsam gärtnern ::
    Zusammen wachsen“ durch die „Stiftungsgemeinschaft anstiftung &
    ertomis“
     
    Ein Projekt des Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. | Januar 2019 bis Dezember 2019
     
    Kontakt:  
    Christiane Heinichen | Telefon: 0341 3065 114 | E-Mail: christiane.heinichen@oekoloewe.de
     
    Zur Organisation:
     
    Der „Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.“ ist ein anerkannter Umwelt- und Naturschutzverein
    und die regionale Plattform für umweltfreundliche Ideen, Projekte und Aktionen. Seit der
    politischen Wende 1989 engagiert dieser sich für eine nachhaltige Stadt- und
    Regionalentwicklung, gibt Impulse in der Umweltpolitik und setzt Natur- und
    Artenschutzprojekte um. Als Verein mit rund 1.500 Mitgliedern kooperiert er mit kommunalen
    und überregionalen Initiativen und Netzwerken. Der Verein betreibt die Leipziger
    Umweltbibliothek mit 20.000 Medien, organisiert die Ökofete und die Leipziger Umwelttage
    und bietet Bildungsangebote für jährlich 5.000 Menschen. Konkrete Projekte des
    durchführenden Fachbereiches „Grüne Stadtgestaltung“ sind der Stadtgarten Connewitz, die
    Fassadenbegrünungskampagne „Kletterfix – Grüne Wände für Leipzig“, die Kampagne „Leipzig
    soll blühen“.
     
    Projektbeschreibung:
     
    Die 4.300 m² große „grüne Oase“ wurde 1993 vom Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. von
    der Stadt Leipzig gepachtet und genutzt und 2011 durch den Kauf vor einer möglichen
    Bebauung gerettet. Mit dem Projekt „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ wird der
    „Stadtgarten Connewitz“ zu einem sozialen und integrativen Ort entwickelt. Der
    Gemeinschaftsgarten bindet verschiedene NutzerInnengruppen ein. Es etabliert sich eine
    partizipative Ehrenamtsstruktur. Der Garten bietet optimale Voraussetzungen, ökologisches
    Gärtnern in der Stadt zu erfahren. Mit seinem Altbestand an Obst- und Laubbäumen und der
    langjährigen konsequenten ökologischen und naturnahen Bewirtschaftung ist er ein
    einzigartiges Ökosystem und fördert die Biodiversität und das Mikroklima vor Ort.  
     
    Ziele und Maßnahmen für 2019:
     
    Im Jahr 2018 lag der Schwerpunkt unserer gemeinsamen Aktivitäten auf der Umsetzung von
    längst überfälligen Infrastrukturmaßnahmen. Diese teils sehr umfänglichen Arbeiten haben viele
    Ressourcen und Kapazitäten gebunden. In diesem Jahr soll mit dem Bau eines
    Grundwasserbrunnens eine weitere wichtige bauliche Maßnahme realisiert werden. Der heiße
    Sommer im vergangenen Jahr hat gezeigt, dass die Nutzung des Regenwassers über eine
    Zisterne nicht ausreicht. Mit einem Brunnen ist der Garten für zukünftige Hitzeperioden
    gewappnet.  
     
    An offenen Gartentagen werden 2019 weitere Interessierte eingeladen, den Garten und die
    Gemeinschaft kennenzulernen. Es gilt weitere GemeinschaftsgärtnerInnen zu gewinnen, die
    sich verlässlich, engagiert und mit eigenen Ideen im Projekt einbringen.     
     
     
    2
     
     
    Eine intensive Ansprache bestimmter Zielgruppen (Nachbarschaft, Geflüchtete, Menschen
    mit Beeinträchtigung) lässt den Kreis der aktiv beteiligten GemeinschaftsgärtnerInnen ebenfalls
    weiter wachsen. In Erfahrung gebracht werden soll, ob es mit einer nahegelegenen
    Gemeinschaftsunterkunft gelingen kann, gemeinsame Anknüpfungspunkte zu finden. Kontakte
    gibt es ebenfalls zu einem in der Nachbarschaft gelegenen integrativen Wohnprojekt. Hier leben
    acht junge Menschen mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen selbstbestimmt in
    einem Wohnprojekt gemeinsam mit einem Betreuerteam.  
    Je mehr Engagierte das Projekt tragen und Aufgaben übernehmen, umso näher kommt das
    Projekt dem Ziel, selbstragende Strukturen zu schaffen und den Garten zu einem Ort der
    Vielfalt, des Miteinanders und der Begegnung zu entwickeln.  
     
    Mit der Erstellung und Pflege von Informationsmaterialien werden das Projekt und die
    Veranstaltungen in die Öffentlichkeit getragen. Selbstverständlich gibt es auf der Homepage des
    Ökolöwen und über den vereinseigenen Emailnewsletter regelmäßige Informationen zum
    Projektfortschritt sowie Presse- und Medienarbeit zur Teilnahme an thematischen
    Veranstaltungen.  
     
    Ebenfalls intensiviert werden soll in diesem Jahr der Austausch mit anderen
    Gemeinschaftsgarten-Initiativen in Leipzig. Nach einem ersten Auftakttreffen im Februar ist
    die Motivation gemeinsame Ideen voranzubringen und den Austausch fortzusetzen, groß.
     
    Die Neuanlage und Aufwertung der 300 qm großen Kräuterbeetfläche wird in diesem
    Jahr ein Schwerpunkt des gemeinschaftlichen Schaffens sein. Mit großem Interesse haben die
    GemeinschaftsgärtnerInnen bereits begonnen, sich Wissen über die Anlage einer solchen Fläche
    anzueignen.  
     
    Die Sanierung des Naturteichs muss in diesem Jahr noch vollendet werden. Hier haben die
    GemeinschaftsgärtnerInnen viel Vorarbeit geleistet, die nun noch mit der passenden
    Uferbefestigung und mit Teichpflanzen abgeschlossen werden soll. Das Biotop ist Lebensraum
    diverser Amphibien. Beide Maßnahmen sind gute Beispiele dafür, wie
    GemeinschaftsgärtnerInnen Ideen selbstbestimmt umsetzen und Selbstwirksamkeit erleben. Es
    ist uns ein großes Anliegen, diese Bemühungen nach Kräften zu unterstützen.
     
    Der Ökolöwe fungiert weiterhin als Rahmengeber und Moderator (manchmal auch Mediator) in
    diesem Prozess und berücksichtigt die Verbindlichkeit eines Aktionsplanes für den Garten.  
     
    Erwartete Wirkung:
     
    Als Gemeinschaftsgartenprojekt leistet „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ einen
    wichtigen Beitrag zur sozialen Integration, zur Stärkung des Bürgersinns und der Zivilgesellschaft
    in Leipzig. Die Ausrichtung des Stadtgartens als Gemeinschaftsgarten ist langfristig angelegt.
    Der Ort gilt dabei als Veranstaltungs-, Begegnungs- und Erholungsstätte und als Treffpunkt für
    die Nachbarschaft. Er ist aufgrund der naturnahen Gartenelemente, seiner Artenvielfalt und
    seinem wertvollen Altbaumbestand ein einzigartiger lokaler Beitrag zu Klimaschutz und zum
    Erhalt der Biodiversität. Er erfüllt damit auch eine wichtige ökologische Funktion. Das
    ökologische Gärtnern sensibilisiert für Belange des Umwelt- und Naturschutzes und forciert ein
    bürgerliches Engagement zugunsten gemeinnütziger Zwecke. Die gemeinsame Gestaltung und
    die Entwicklung einer Nutzungsstruktur fördert das Bewusstsein für natürliche
    Lebensgrundlagen und Kreisläufe. Gerade in einer Stadt, die in den letzten Jahren eine
    Nachverdichtung der Bebauung erlebt, sind naturnahe geschützte Orte und Begegnungsstätten
    – außerhalb von Konsumangeboten – eher Ausnahmen, die besonders im Gemeinschaftsgarten
    einen Raum finden. Das erzeugt ein Gefühl der Zugehörigkeit und stärkt den sozialen   
    3
     
     
     
    Zusammenhalt. Die unmittelbare Nachbarschaft hat die Möglichkeit sich neu kennen zu lernen,
    womit die lokale Anbindung gestärkt wird. Zusätzlich soll der Kontakt und Austausch mit
    anderen Gemeinschaftsgärten in Leipzig gepflegt werden, um auf Erfahrungen und Konzepte
    zurückzugreifen und sich zu vernetzen.
     
    Gefördert werden soll die Anschaffung von Saatgut, Kräuter- und Teichpflanzen. Die
    GemeinschaftsgärtnerInnen planen für dieses Jahr die Neustrukturierung des Kräuterbeets, dafür
    werden unter anderem neue Pflanzen benötigt. Außerdem haben sie schon im letzten Jahr
    damit begonnen den Teich zu sanieren (mehr …)

  • Planungen Gemeinschaftsgarten Connewitz 2018

    (Gu, aus Antrag)

    Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.
    im Haus der Demokratie Leipzig
    Bernhard-Göring-Str. 152
    04277 Leipzig
     
    Telefon:    0341-3065-185
    Fax:  0341-94674-004

    www.ökolöwe.de
      Umweltbibliothek Leipzig  
    Montag  13 – 18 Uhr
    Dienstag – Donnerstag  10 – 19 Uhr
    Freitag                           10 – 13 Uhr
     
    Stadtgarten Connewitz
    Kohrener/Burgstädter Straße
    Dienstag – Freitag  10 – 18 Uhr
      Geschäftskonto
    Sparkasse Leipzig
    IBAN:  DE07 8605 5592 1111 1057 89
    BIC:   WELADE8LXXX
     
    Spendenkonto
    GLS Gemeinschaftsbank eG
    IBAN:  DE46 4306 0967 0020 4214 00
    BIC:   GENODEM1GLS
      Geschäftsführung
    Nico Singer
     
    Steuernummer  
    231/141/02229 (FA Leipzig II)
     
    Vereinsregister-Nummer
    VR45 (Amtsgericht Leipzig)
      Mitglied im anerkannten
    Naturschutzverband:
     
     
     
     
    Antrag auf Förderung des Projektes „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen
    wachsen“ durch die „Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis“
     
    Ein Projekt des Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. | Januar 2018 bis Dezember 2018
     
    Kontakt: Christiane Heinichen | Telefon: 0341 3065 114 | E-Mail: christiane.heinichen@oekoloewe.de
     
    Zur Organisation:
    Der „Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V.“ ist ein anerkannter Umwelt- und Naturschutzverein und die
    regionale Plattform für umweltfreundliche Ideen, Projekte und Aktionen. Seit der politischen Wende
    1989 engagiert dieser sich für eine nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung, gibt Impulse in der
    Umweltpolitik und setzt Natur- und Artenschutzprojekte um. Als Verein mit rund 1.200 Mitgliedern
    kooperiert er mit kommunalen und überregionalen Initiativen und Netzwerken. Der Verein betreibt die
    Leipziger Umweltbibliothek mit 20.000 Medien, organisiert die Ökofete und die Leipziger Umwelttage
    und bietet Bildungsangebote für jährlich 5.000 Menschen. Konkrete Projekte des durchführenden
    Fachbereiches „Grüne Stadtgestaltung“ sind der Stadtgarten Connewitz, die Fassadenbegrünungs-
    kampagne „Kletterfix – grüne Wände für Leipzig“, die Kampagne „Leipzig soll blühen“.
     
    Projektbeschreibung:
    Die 4.300 m² große „grüne Oase“ wurde 1993 vom Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. von der Stadt
    Leipzig gepachtet und genutzt und 2011 durch den Kauf vor einer möglichen Bebauung gerettet. Mit
    dem Projekt „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ wird der „Stadtgarten Connewitz“ zu
    einem sozialen und integrativen Ort entwickelt. Der Gemeinschaftsgarten bindet verschiedene
    Nutzer*innengruppen ein. Es etabliert sich eine partizipative Ehrenamtsstruktur. Der Garten bietet
    optimale Voraussetzungen, ökologisches Gärtnern in der Stadt zu erfahren. Mit seinem Altbestand an
    Obst- und Laubbäumen und der langjährigen konsequenten ökologischen und naturnahen
    Bewirtschaftung ist er ein einzigartiges Ökosystem und fördert die Biodiversität und das Mikroklima vor
    Ort. Der Prozess ist im April 2017 gestartet und wird 2018 weiter fortgesetzt.
     
    Ziele und Maßnahmen für 2018:
    Die Fortsetzung der Umstrukturierung mit Fokus auf der gemeinschaftlichen Nutzung des
    Gartens durch verschiedene gärtnernde Gruppen wird der Schwerpunkt unserer Aufgaben und
    Tätigkeiten im kommenden Jahr bleiben. Wichtige strukturelle und organisatorische
    Rahmenbedingungen sind geschaffen und bilden das Fundament. Es liegt eine Gartenordnung vor, die
    die relevanten Punkte zum Verhalten im Garten und in der gärtnernden Gemeinschaft regelt.
    Verabredet haben die Gemeinschaftsgärtner außerdem feste Gartenarbeitszeiten und einen
    regelmäßigen Turnus für die organisatorischen Treffen (Garten-Orga-Kreis). Es gibt bereits eine feste
    Gemeinschaft, die sich in 2017 zusammengefunden hat.   
     
    Eine Intensivierung der Ansprache bestimmter Zielgruppen (Nachbarschaft, Geflüchtete) lässt den
    Kreis der aktiv beteiligten GemeinschaftsgärtnerInnen weiter wachsen. Gemeinsam mit den Mitgliedern
    des Syrienhilfe e.V. wird zudem geschaut, wie eine weitere Einbindung aussehen kann und welche
    Erwartungen es von dieser Seite gibt. In Erfahrung gebracht werden soll, ob die Bereitschaft besteht,
    sich in einem Workshop dem Gemeinschaftsgartenprojekt weiter anzunähern. Außerdem sollen weitere
    Initiativen, die mit MigrantInnen arbeiten, gewonnen werden. Geplant ist, im Sommer  zu einem
    öffentlichen Gartenpicknick einzuladen. Hier sollen insbesondere die AnwohnerInnen angesprochen -2/4-

    und eingeladen werden. Mit der Erstellung und Pflege von Informationsmaterialien (Postkarte, Plakat)
    wird das Projekt und die Veranstaltungen in die Öffentlichkeit getragen. Je mehr Engagierte das Projekt
    tragen und Aufgaben übernehmen, umso näher kommt das Projekt dem Ziel, selbstragende Strukturen
    zu schaffen und den Garten zu einem Ort der Vielfalt, des Miteinanders und der Begegnung zu
    entwickeln. Selbstverständlich gibt es auf der Homepage des Ökolöwen und über den vereinseigenen
    Emailnewsletter regelmäßige Informationen zum Projektfortschritt, Presse- und Medienarbeit,
    Teilnahme an thematischen Veranstaltungen sowie Kooperationen und Netzwerkarbeit.  
     
    Die gemeinschaftlich genutzten Beetflächen werden in diesem Jahr weiter vergrößert. Mit drei
    Grundlagenworkshops zum ökologischen Gärtnern (Mai, Juni und Juli) werden die
    Projektteilnehmenden in die Lage versetzt, ihr Wissen über Gartenarbeit auszubauen und vor Ort
    anzuwenden. Die Beteiligungsangebote tragen dazu bei, Benachteiligungen gezielt abzubauen sowie
    Teilhabe, Aktivierung und Integration von Geflüchteten, Kindern, Jugendlichen und Anwohner*innen
    zu unterstützen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit Natur und Gartenarbeit wird wichtige
    Umweltbildung vermittelt. So sammeln die neuen „Stadtgärtner“ Kenntnisse über ökologische
    Zusammenhänge und erhalten ein Gefühl der Verantwortlichkeit für die Umwelt, das über die eigene
    Betroffenheit hinausgeht.
     
    Um eine noch stärkere Wahrnehmung in der Nachbarschaft zu erreichen, weitere
    GemeinschaftsgärtnerInnen aus dem unmittelbaren Wohnumfeld zu gewinnen und um den Garten
    weiter in den städtischen Raum zu integrieren, wird der Garteneingang zum vielbesuchten Park am
    Hildebrandplatz verlegt. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten mit dem Garten auch in den
    Park mit seinen vielen BesucherInnen hinein zu wirken.  
     
    Um die baulichen Rahmenbedingung zu verbessern, wird 2018 der Ausbau der vorhandenen
    Infrastruktur (Stromanschluss, Wasserleitung, neuer Werkzeugschuppen) forciert. Dabei soll der
    Charakter des Gartens, mit seiner naturnahen Gestaltung und Ausstattung erhalten bleiben, denn er ist
    es, der ihn zu einem einmaligen Kleinod in Leipzig macht. Er ist aufgrund der naturnahen
    Gartenelemente, seiner Artenvielfalt und seinem wertvollen Altbaumbestand ein einzigartiger lokaler
    Beitrag zu Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität. Er erfüllt damit auch eine wichtige ökologische
    Funktion.  
     
    Der Ökolöwe fungiert weiterhin als Rahmengeber und Moderator in diesem Prozess und berücksichtigt
    die möglichen Sprachbarrieren und die Verbindlichkeit eines Aktionsplanes für den Garten. Auch soll
    eine mehrsprachige Gartenbeschilderung entstehen. Gleichzeitig werden Austauschrunden zu
    gartenbaulichen Themen initiiert und gemeinsame Aktivitäten – interkulturelle Koch- und
    Musikveranstaltungen – durchgeführt. (mehr …)

  • Stadtgarten Connewitz wird zu IG

    (Gu aus Antrag)

    Mit dem Projekt „Gemeinsam gärtnern :: Zusammen wachsen“ wird der „Stadtgarten Connewitz“ zu einem sozialen und integrativen Ort weiterentwickelt. Der Garten wurde 1993 vom Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. von der Stadt Leipzig gepachtet und genutzt und 2011 durch den Kauf vor einer möglichen Bebauung gerettet. Inmitten eines Wohngebietes hat sich die 4.300 m² große „grüne Oase“ zu einem Umweltbildungs- und Schaugarten entwickelt, in dem auch öffentliche Veranstaltungen stattfanden.
     
    Ab 2017 werden die vorher im Stadtgarten ansässigen Umweltbildungsangebote dezentral an verschiedenen Orten stattfinden. Die dadurch freiwerdenden Kapazitäten und die Tatsache, dass seit 2015 viele Syrier*innen nach Leipzig migrierten, sind Anlass neue Wege zu gehen. Der Stadtgarten Connewitz wird zu einem Gemeinschaftsgarten mit verschiedenen Nutzer*innengruppen und einer partizipativen Ehrenamtsstruktur weiterentwickelt.
    Ab April 2017 wird der Stadtgarten Connewitz für Interessierte im Sinne der Gemeinwesenarbeit für gemeinsames Gärtnern, Veranstaltungen, Workshops, als Treffpunkt und zur Erholung geöffnet sein.
     Die „Leipziger Syrienhilfe e.V.“, welche für Geflüchtete und langjährige Migrant*innen Beratung und Anknüpfungspunkt bietet, interessierte Mitglieder des Ökolöwen, im Alter zwischen 3 und 78 Jahren, und Jugendliche der örtlichen Schule sind an einer Kooperation interessiert. (mehr …)

  • Ökolöwe plant Gemeinschaftsgarten für bestinmmte Gruppen im Stadtgarten Connewitz

    (Gu aus Antrag und Antworten)
    Die Fläche des Stadtgartens gehört dem Ökolöwen, der Schau- Bildungs- und Erholungsgarten soll nun erweitert werden und bestimmten Gruppen eine gemüsegärtnerische Nutzung ermöglichen. Sie haben dafür bei der Stadt Leipzig drei Stellen beantragt:
    Die Fachbereichsleitung (FBL) übernimmt die Vorbereitung, Antragstellung und Abrechnung und ist administrativ tätig und verantwortlich gegenüber dem Fördermittelgeber.

    Die/ der Projektleiter*in kümmert sich um die Planung/ Aufteilung der gemeinsam zu bearbeitenden Beete und bereitet Treffen mit den Initiativen vor und führt sie dann durch. Bei diesen Treffen wird genauer über den Ablauf gesprochen (wann kann wer gärtnern kommen, wer möchte was anbauen, welche Feste/ Veranstaltungen sollen im Garten durchgeführt werden und ist das überhaupt möglich). Er/ sie betreut die gärtnernden Initiativen und kümmert sich um die begleitende Öffentlichkeitsarbeit sowohl der Feste und Veranstaltungen als auch des Projektes allgemein.

    Die/der Gärtner*in bereitet die Beetfläche vor und zieht im Gewächshaus Pflanzen vor. Im Jahresverlauf unterstützt er/ sie die Initiativen mit ihrem/ seinen Fachwissen und übernimmt auch mal einen Gießdienst. Der Winterdienst (Schnee schieben und Sand streuen bei Glätte) wird übernommen. Er/ sie übernimmt essentielle Aufgaben im Garten, um die nötige Infrastruktur zu gewährleisten.

    jedoch steht eine Zusage durch die Stadt und andere Fördergeber noch aus und ist auch noch unklar.
    Bisher gibt es zwei Gruppen (Syrienhilfe und eine Schule), die INteresse an dem Projekt haben, doch sind diese beiden Gruppen (und auch keine anderen) bisher noch nicht an der Planung und Weiterentwicklung des Projekts beteiligt.
    Wenn es soweit ist, dann soll ein Gartenrat gegründet werden, der aus SprecherInnen der verschiedenen Gruppen besteht. Geregelt werden soll auch, wer wann gärtnert und wie das üebrhaupt mit den Gruppen laufen soll.

    Für eine Förderung durch uns ist es noch zu früh und wenn sie Leute erreicht haben, die wirklich gärtnern und sich einbringen wollen, dann melden sie sich wieder.

    (mehr …)