Schlagwort: Stadtoasen Bad Säckingen

  • Bau von Tomantenhäusern bei den Stadtoasen in Bad Säckingen

    (Antrag/Antworten)

    Die Medienberichte über den begangenen Vandalismus in unserem Gemeinschaftsgarten haben große Bestürzung in ganz Bad Säckingen hervorgerufen. Herr Meier erzählte mir, daß diese Berichte auch bei Ihnen angekommen sind.

    Wir, der Vorstand, haben uns darauf geeinigt, 3 kleine Tomatenhäuser stabiler zu bauen (bevor das große Tomatenhaus als Grillholz endete, wurde durch einen Sturm das Dach verweht). Die Tomatenhäuser werden von uns Mitgliedern von Stadtoasen Bad Säckingen e.V. in unserer Freizeit gebaut und auch gemeinsam genutzt
    Um über die ganze Anbaufläche an mehreren Standorten Tomaten anzubauen haben wir uns entschieden aus einem grossen 3 kleine Tomatenhäuschen zu konzipieren, die auch versetzbar sind und so der Fruchtfolge angepasst werden können. (Permakultur).

    Der Garten hat sich sehr gut entwickelt. Wir haben bereits 2019 zu „Beetpatenschaften“ aufgerufen. Diese wurden von unseren Mitgliedern sehr gut aufgegriffen, so daß die Mehrzahl der eingeteilten Beete von den Paten bewirtschaftet wurde. Ernten können jedoch nach wie vor alle Mitglieder in allen Beeten. Wir haben gegenwärtig 82 Mitglieder. Es gab einige Austritte wegen Umzug aber auch Neueintritte. Aktuell arbeiten jedoch nur etwa 20 Mitglieder zu unterschiedlichen Zeiten im Garten.  Ein Umstand der eben den Corona-Bedingungen geschuldet ist. Da der Garten 3000 m2 umfasst, ist die Abstandsregelung sehr gut einzuhalten.

    Wir haben ein „Bauteam“ gegründet, das derzeit aus 7 Mitgliedern besteht. Es sind jene StadtoaslerInnen, die besondere Kenntnis im Umgang mit Holz und der Bautätigkeit an sich haben. Diese Truppe wird die Errichtung der Tomatenhäuser – geteilt in jeweils 2 Leute – übernehmen.


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  • keine Entmutigung nach Vandalismus in Bad Säckingen

    (Mail)

    Ja, es war schon sehr frustrierend zu sehen wie unser Tomatenhaus in den Flammen des nahegelegenen Grillplatzes aufgegangen ist.

    Leider hat auch mein Aufruf an die Täter in der lokalen Presse nicht bewirkt, das diese zu ihren Taten stehen und Wiedergutmachung leisten werden.

    Aber wir werden uns nicht entmutigen lassen und Wiederaufbauen. Zum Glück ist unserer Stroh-Lehm Hütte (noch) nichts passiert. Diese werden wir im Frühjahr komplett fertigstellen und mit einer Solaranlage ausrüsten und dann wohl auch eine Webcam betreiben. Schade eigentlich das man zu solchen Massnahmen greifen muss.

    Aber wir sind weiter im Ort sehr präsent und ich habe bereits ein nächstes Thema im Blick das wir ev. als StadtOasen angehen werden: eine soliodarische Landwirtschaft. Aber das braucht noch eine Weile.

    Bis dahin werden wir weiter an unseren Bildungspojekten arbeiten. Zur Zeit arbeiten wir an einer Sommer-Ferienfreizeit für Kinder denen in einer Woche leben im Gemeinschaftsgarten das Thema Nachhaltigkeit spielerisch vermittelt werden soll.

    Also wir bleiben dran trotz Rückschlägen.


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  • Vandalismus im GG Bad Säckingen

    (alerts)

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in Bad Säckingen der Gemeinschaftsgarten des Vereins Stadtoasen an der Rheinaue verwüstet worden. Jetzt wendet sich der Vereinsvorsitzende Stefan Meier in einem offenen Brief an die bislang unbekannten Übeltäter. „Steht zu euren Taten und tragt die Verantwortung“, lautet seine klare Forderung an die Randalierer.

    Am Sonntagmorgen mussten die Vereinsmitglieder das ganze Ausmaß der sinnlosen Zerstörung zur Kenntnis nehmen: ein Einbruchsversuch und ein eingeschlagenes Fenster am Gerätecontainer, Abriss des Tomatenhäuschens aus massivem Holz und komplettes Verbrennen desselben auf dem angrenzenden Grillplatz, Diebstahl und Verbrennen von Möbeln, Zerstörung des Zauns bis hin zum Versenken eines Autoanhängers im Rhein. Es sei nicht das erste Mal, dass es zu einem solchen Akt der „Blinden Zerstörungswut nach übermäßigem Alkoholkonsum“ gekommen sei, heißt es in dem Brief. Solche Vorfälle würden ständig passieren und stünden immer in Zusammenhang mit dem naheliegenden öffentlichen Grillplatz.

    „Wir fordern euch auf, den Schaden wiedergutzumachen. Meldet euch bei uns und wir finden eine Lösung, wie ihr euch einbringen könnt, um den entstandenen materiellen und ideellen Schaden wieder gut zu machen.“ Stefan Meier

    Stefan Meier wendet sich in dem Brief direkt an die Randalierer: „Liebe Jugendliche, die ihr am Samstagabend diese Taten begangen habt: Was soll das? Habt ihr kein Gespür und Respekt mehr vor Tun anderer Menschen? Wisst ihr wie viel Geld und persönlicher Einsatz im Ehrenamt in diesem Projekt steckt? Habt ihr keine Werte mehr im Leben und kennt ihr nicht die Grundwerte des Zusammenlebens?“

    Der Vereinsvorsitzende fordert die Täter in seinem Brief explizit auf sich ihrer Verantwortung zu stellen: „Wir fordern euch auf, den Schaden wiedergutzumachen. Meldet euch bei uns und wir finden eine Lösung, wie ihr euch einbringen könnt, um den entstandenen materiellen und ideellen Schaden wieder gut zu machen (mehr …)

  • Stadtoase Bad Säckingen: Lehmstrohhaus wird gebaut

    (ANtrag/ANtworten)

    Unser Projekt, ein 3000 m2 grosses Grundstück für einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten anzulegen, der auch als Bildungsgarten für und mit Schulen und Kindergärten dient, geht ins 3. Bestehungsjahr. Die Anstiftung hat dazu bereits einmal Fördermittel bereitgestellt. Wir haben mittlerweile ein Bildungsprogramm entwickelt „gesunde Lebensmittel in der Stadt“, welches von unseren kleinen GärtnerInnen  begeistert aufgenommen wurde.

    Unser Verein leistet einen wertvollen Beitrag zu den Themen Bürgerbeteiligung, gemeinsames Gestalten der Stadt durch die Einwohner und das Fördern eines Generationen- und kulturübergreifenden Miteinander. Das Projekt fördert die Stadtökologie und schafft Orte der Nachhaltigkeitsbildung. Durch Infostände am Wochenmarkt binden wir die lokale Bevölkerung in den Gestaltungsprozess mit ein.

    Nun möchten wir unser nächstes Projekt angehen:

    Bau einer Stroh-Lehm Hütte auf dem Areal des Gemeinschaftsgartens Stadtoasen Bad Säckingen e.V.

    Die Hütte wird aus organischen Materialien gebaut (Stroh, Lehm, Holz). Wir benötigen die Hütte für Gemeinschaftsanlässe und zur Abhaltung von öffentlichen Kursen und Workshops für Kinder/Jugendliche und Erwachsene (Permakulturkurse z.B.) Weiters planen wir den Aufbau und das Aufbewahren einer eigenen Samenbank mit alten Sorten.

    Die Workshops und Veranstaltungen werden auf unserer Homepage und mittels Flyer und Plakaten in der Stadt angekündigt. In den vergangenen zwei Jahren haben wir diverse Workshops bereits im Freien durchgeführt (Die Reise in die Vesperbox. Ökologische Bewirtschaftung eines Hochbeetes).

    Zum Teil wird uns das Holz vom Stadtforst gespendet. Auf dem Dach der Hütte soll dann eine PV-Anlage errichtet werden, wofür wir bereits einen Spender gewinnen konnten.

    Für die professionelle Durchführung konnten wir einen erfahrenen Architekten und einen Schreinermeister gewinnen, deren Beratung durch einen Beratungsgutschein der Allianz für Beteiligungen honoriert werden sollen. Die Bauarbeiten sollen von unseren Mitgliedern unter der Anleitung der beiden Profis durchgeführt werden. Dazu wurde ein Bauteam gegründet.

    Im September 2017 bestand die Gartengruppe ja aus 35 Leuten und 60 Menschen waren Vereinsmitglieder. Wie ist denn Stand der Dinge derzeit? Wir haben bis jetzt 79 Mitglieder.

    Wie viele Leute sind aktiv mit im Garten dabei und wie setzt sich diese Gruppe zusammen? Die aktive Gruppe, welche gärtnert, ist ein bisschen geschrumpft. Einerseits, da einige weggezogen sind, andererseits da die meisten Flüchtlinge nun vom Flüchtlingsheim in Bad Säckingen in Wohnungen in der ganzen Region verteilt wurden. Zusätzlich zur aktiven Gruppe haben wir nun eine Baugruppe gebildet, welche aus 6 Mitgliedern besteht. Die Baugruppe hat die Errichtung des Lehmofens, der ökologischen Toilette, des Bienenhotels übernommen und wird auch beim Bau der Strohlehmhütte tätig sein.

    Hat sich bei der Kernorga-Gruppe etwas verändert? Sind Leute aus der Gartengruppe mit eingestiegen? Ja, seit der letzten Hauptversammlung am 1.3.2019 hat der Vorstand Zuwachs durch 3 Beisitzer bekommen. Der Vorstand ist gleichgeblieben. Durch die 3 Beisitzer können wir die Aufgaben und Verantwortungen ein bisschen besser verteilen.

    Sind noch Geflüchtete mit im Projekt dabei und ggf. noch mehr geflüchtete Menschen dazu gekommen? Wir haben derzeit nur mehr 2 Flüchtlinge dabei, eben aus dem Grund, da alle anderen bereits auf Wohnungen im Grossraum Hochrhein verteilt wurden.

    Wie viele Beete gibt es inzwischen und wie groß ist der Anteil der Beete/gärtnerischen Nutzung an der Gesamtfläche? Es gibt einerseits die Hochbeete (5) und dann die Erdbeete (ich würde Ihnen das gerne auf einem Foto zeigen, den zählen lässt sich das schlecht) Der Anteil der Beete/gärtnerische Nutzung beträgt 50 % der Gesamtfläche.

    Hat es sich für die Gruppe bewährt, alles gemeinschaftlich zu machen oder gibt es inzwischen auch individuelle Beete oder Mischformen? Nein, es wird weiterhin alles gemeinschaftlich bepflanzt, außer 2 niedrige Hochbeete, welche von dem Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt betreut werden.

    Wie beteiligen sich Schulen und Kindergärten an den Kosten des Gartenprojekts? Die Kindergartenkinder bepflanzen und betreuen ihre beiden Hochbeete. Die Anton-Graber Schule wird in nächster Zeit ihr eigenes Hochbeet bauen und bewirtschaften. Weiters finden Veranstaltungen im Garten statt, wie z.B. „Die Reise in die Vesperbox“. Kosten entstehen dabei keine, ausser eventuelle Setzlinge oder Samenkäufe durch die Schulen und Kindergärten.

    Handelt es sich bei der Strohlehmhütte um das Vorhaben, das Sie im Antrag von 2017 mit erwähnt haben? Das wollte der Verein ja ursprünglich 2018 realisieren, was hat denn zur Änderung der Planungen geführt? Ja, es handelt sich um das selbe Vorhaben. Wir konnten es aus Geldmangel 2018 nicht realisieren. Ausserdem hatten wir andere Projekte vorgezogen, wie den Lehmofen, die Toilette, Bienenhotel, Bienenstock.

    Bitte skizieren Sie mir in etwa wie viele Kurse es geben soll, ob diese kostenfrei für die Zielgruppen sind und wie der Anteil an speziellen Angeboten für Kinder und Jugendlichen dabei liegt. Es gab und wird geben bis zu 10 Kurse im Jahr, woran etwa 50 Kinder teilgenommen hatten und teilnehmen werden. Diese Kurse sind kostenfrei für die Zielgruppen. Brauchen Sie eine genaue Aufstellung der Kurse? Es sind aber auch Workshops für Erwachsene angeboten worden und werden auch in Zukunft angeboten. Diese Workshops sind für Mitglieder gratis und für Nichtmitglieder stellen wir eine Spendenbox auf.

    Soll die Samendatenbank in das Strohballenhaus einziehen? Ja, wir brauchen die Hütte auch zur Aufbewahrung der Samen.  

    Dann interessiert mich noch, woher die Strohballen und der Lehm kommen werden und wie viele Strohballen und auch wie viel Lehm gebraucht werden. Den Landwirt hatten Sie wahrscheinlich schon gefragt, ob er die Ballen spenden würde? Die Strohballen kommen von Markus Fliegauf Strohballen in Bad Krotzingen (100 Stk. Kleinballen). Der Lehm wird voraussichtlich einem regionalen Lehmhersteller in der Nähe von Schopfheim geliefert (3 ½ m3). Wir werden sicher fragen, ob beide einen Teil für eine gemeinnützige Sache spenden wollen. Wir können ja auch Spendenbestätigungen ausstellen. Dann brauchen wir noch 15 m3 Kies in unterschiedlicher Grösse für Fundament und Boden und Sand. Letzteres werden wir voraussichtlich gratis vom Stadtforst bekommen, wie schon die Holzbalken.

    Wäre es denkbar, dass vom Bau des Hauses eine Bauanleitung erstellt wird, die wir dann hier hochladen können? https://anstiftung.de/urbane-gaerten/praxisseiten-urbane-gaerten/107-praxisblaetter/urbane-gaerten/102481:infrastrukturen-selberbauen. Ja, sehr gerne, wenn wir dann fertig sind und alles gelungen ist, machen wir das. Es wird auch ein Video gedreht.

    Wie viele Menschen sind in der Baugruppe und wie lange würde der Bau dauern? Wir sind 6 Leute in der Baugruppe und es wird ca. 3 Monate dauern (witterungsabhängig). Jedoch wird die Zeit um die Lehmtrocknung um 2-3 Wochen verlängert.

    Und was sind Beratungsgutscheine der Allianz für Beteiligungen?Für den Bau der Hütte brauchen wir einen Architekten und einen Schreiner vom Fach, die uns beraten. Für solche Experten fördert die Allianz für Beteiligungen Vereine oder Initiativen mit einem Beratungsgutschein für die eventuellen Honorare dieser Experten für ihre Beratungstätigkeit.


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  • Stadtoasen Bad Säckingen

    (Gu, alerts)

    Urban Gardening“ nennt sich das, was in den Stadtoasen am Rheinufer betrieben wird. Das ist ein Trend, der zur Zeit in vieler Munde ist. Darunter versteht man – vereinfach gesagt – die gärtnerische Nutzung von Flächen in städtischen Gebieten. Gerade in größeren Siedlungen findet „Urban Gardening“ deshalb viel Zuspruch. Aber wie Bad Säckingen seit fast zwei Jahren mit dem Verein Stadtoasen beweist, stößt der Trend auch in Kleinstädten auf Beliebtheit. „Wir haben uns der guten Ernährung verschrieben“, erklärt Conny Kammerlander, Schriftführerin des Vereins „Stadtoasen“. In den Gärten des Vereins werden nur essbare Lebensmittel angepflanzt. Natürlich werde dabei auch Wert darauf gelegt, keine Chemie oder Pestizide zu verwenden. Und nicht nur das: Es gibt auch eine Strohlehmhütte, einen selbstgebauten Lehmofen und sogar eine umweltfreundliche Toilette. Zudem sind solche Gärten „für die Artenvielfalt von Insekten eine Hoffnung“, gibt Kammerlander zu bedenken. Kurzum: Die Stadtoase steht für ein nachhaltiges und umweltfreundliches Gärtnern.
    Vorstellen kann man sich das Ganze als ein umzäuntes 3000 Quadratmeter großes Grundstück mit einzelnen Gärten und Beeten, dem Ofen, der Toilette, sogar ein Bienenstock ist vorhanden. Und auch Steine für Wiesel, Igel und Schlangen gibt es.

    Die Hitze dieses Sommers ist dem Verein laut Conny Kammerlander noch nicht zum Verhängis geworden. Es gebe einen Gießdienst, der sich immer für eine Woche einträgt. Das Wasser wird aus einer auf dem Grundstück vorhandenen Schwengelpumpe gewonnen. „Einer pumpt, einer gießt“, sagt sie.

    Der Anfang: So ein Prinzip, wie es jetzt in der Stadtoase vorhanden ist, stand schon vor zwei Jahren im Schlosspark in Planung, wurde aber vom Gemeinderat abgelehnt. Alternativ wurde den Mitgliedern der Stadtoasen dann die Wiese am Rheinufer angeboten. Die Idee, solche Gärten zu schaffen, ging vorwiegend von dem ersten Vorsitzenden Stefan Meier aus, erzählt Conny Kammerlander. „Karsten Sielemann und ich beratschlagten uns dann, wie es funktionieren soll.“ 2017 ging’s dann los“, berichtet sie wieter, in diesem Jahr seien unter anderem Ofen und Toilette entstanden.

    Die Finanzierung: Aus gut 70 Mitgliedern besteht der Verein, wovon laut Conny Kammerlander 15 bis 20 aktiv in den Oasen mitarbeiten. „Die Mitglieder reichen von klein bis groß“, erzählt sie. Organisiert wird der Verein durch Mitgliedsbeiträge und auf Spendenbasis. Es besteht eine Kooperation mit der Volksbank Wehra, bei der Begeisterte etwas für die Stadtoasen spenden können und die Bank ab einem Spendenbetrag von zehn Euro fünf Euro dazu zahlt. Von dem Geld werden beispielsweise Pflanzen gekauft. Oder das Material, das man für ein Projekt benötigt. Auch die Grundstückskosten werden damit beglichen.

    Vandalismus: Aber nicht immer ist alles so schön, weiß man beim Stadtoasen-Verein. Anfangs gab es Probleme mit Vandalismus. „Der Zaun wurde eingetreten“, klagt Conny Kammerlander. Dinge wie Holz, Pflanzen und noch nicht reife Melonen verschwinden immer wieder. Der Grund sei wohl, dass manche an der nahe gelegene Feuerstelle übermäßig dem Alkohol zusprechen und sich anschließend betrunken in den Gärten bedienen.

    Projekt „Fairteiler“: Im Schlosspark steht der „Fairteiler“, der von den Stadtoasen organisiert wird. Dabei handelt es sich um einen Kühlschrank, in den Bürger Lebensmittel legen können, die sie selbst nicht gebrauchen. Jeder darf nehmen und geben, wie es ihm behagt. Mit ein paar Ausnahmen: „Fleisch und Alkohol dürfen nicht abgegeben werden“, stellt Kammerlander klar. Lebensmittel, die noch genießbar sind, aber sonst aussortiert würden, spendet der Alnatura-Laden in Bad Säckingen für das Projekt. Auch der Lebensmittelmarkt Mutter aus Görwihl steuert aussortierte Waren einmal die Woche bei. Um diese holen zu können, stellt das Stadtmobil Südbaden „My-e-car“ ein Elektroauto kostenlos zur Verfügung. Die Produkte werden anschließend an den „Fairteiler“ im Schlosspark gebracht. Kammerlander macht klar, dass es bei diesem Projekt nicht vorwiegend darum geht, Bedürftigen zu helfen, sondern das unnötige Wegwerfen von Lebensmitteln zu stoppen.

    Schulen und Kindergärten: Abgesehen davon hat der Verein Projekte mit Schulen und Kindergärten. So hat ein Kindergarten in den Gärten ein eigenes Beet. Es ist das niedrigste aller Hochbeete, damit die Kinder auch gut drankommen. Jeden Freitag kommen sie zur Pflege des Beetes in die Stadtoasen. Dieses Projekt soll dazu dienen, dass Bildungsprogramm zu intensivieren. „Woher kommen die Lebensmittel?“, fragt Kammerlander. Das ist eine Frage, die die Kinder später mal selbst beantworten sollen. Aber nicht nur Kinder sind willkommen. Jeder, der Interesse hat, kann sich an den Stadtoasen beteiligen. Auch Flüchtlinge, die Freude am Gärtnern haben, seien eingeladen. Und der Verein findet auch eine Menge Interessenten. Gerade im Sommer würden sich viele Spaziergänger darüber informieren, freut sich die Schriftführerin.

    Vereinsleben: Oft veranstaltet der Verein auch ein gemeinsames Grillen. Eingeladen sind dann alle Mitglieder, manche bringen auch Freunde mit. So war es auch kürzlich der Fall. Es wurde Pizza im Ofen gebacken, gegessen, getratscht und gelacht.

    https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/kreis-waldshut/Es-gruent-so-gruen-in-den-Stadtoasen-Gaertnern-fuer-eine-andere-Art-der-Ernaehrung;art372586,9855980 (mehr …)