Schlagwort: Stadtteilzentrum

  • Langen: Beetschwestern kümmern sich um Dorfgemeinschaftsgarten

    (Antrag, Antworten)

    Im Dorf Langen mit knapp 1500 Einwohnenden gibt es als Begegnungsort seit kurzem die Kreativwerkstatt, die letzte Kneipe jatte schon geschlossen. Dort kann Kneipenbetrieb stattfinden, es gibt eine Küche, in der man zusammen kochen kann und ein kulturelles Programm. Im Außenbereich ist ein Gemeinschaftsgarten abgelegt worden und eine Gruppe von bisher 18 Frauen, die sich Beetschwestern nennt, pflegt den Garten, gärtnert, trifft sich dort und teilt Wissen. Zu Hause ziehen sie die Pflanzen vor. Bishee haben sie Gartengeräte selber mitgebracht, nun gibt es einen Schuppen und die Möglichkeit, Geräte für alle anzuschaffen und zu lagern.

    – auf wie vielen Beeten werden Gemüse, Kräuter, Obst angebaut? Wie groß ist dieser Anteil im Garten? (Auf dem Foto, dass Sie für das kleine Portrait des Gartens eingestellt haben, ist hauptsächlich Rasenfläche zu

    sehen)

    Wir haben zur Zeit drei große Hochbeete und eine Kräuterschnecke, in denen Gemüse, Kräuter und Schnittblumen angebaut werden. Die Obstbäume und -sträucher stehen an der Seite zum Nachbargrundstück.

    Die Proportionen auf dem Foto sind wohl etwas verzerrt und die Jahreszeit war für ein Foto wahrscheinlich nicht die optimalste. Die reine Rasenfläche (rechter Gartenbereich) ist tatsächlich nur ein kleiner Teil des Gartens. Darunter liegt die Zisterne für die Bewässerung des Gartens. An der linken Seite unter den Obstbäumen ist keine reine Rasenfläche, sondern da ist im größeren Bereich eine Wildblumenmischung in die Rasensaat eingearbeitet. Zur passenden Jahreszeit blüht es dort. Nur im Umfeld der Bank ist reine Rasensaat eingebracht worden.

    -wird gemeinschaftlich gegärtnert oder gibt es (auch) individuelle Parzellen oder Patenschaften für bestimmte Bereiche?

    Der komplette Kreativgarten wird gemeinschaftlich bearbeitet. Es gibt keine ‚eignen‘ Beete. Jede Beetschwester arbeitet an der Stelle, die es gerade am dringendsten benötigt.

    -wie ist die Gartengruppe organisiert, wie wird kommuniziert und wie werden Entscheidungen getroffen?

    Wir organisieren uns über eine WhatsApp-Gruppe. In der Regel schreibt eine von uns in die Gruppe, dass mal wieder ein Einsatz fällig ist und teilweise auch, was zu tun ist. Dann wird ein Termin vorgeschlagen und es kommt wer Zeit hat dazu. Ein oder zwei Frauen bringen Kaffee, Kekse oder kalte Getränke für die Pause mit. Das funktioniert erfreulicherweise meistens sogar ohne vorherige Planung.

    Es gibt auch Frauen in unserer Gruppe, die eher für sich alleine dort hingehen und ein Stündchen vor sich hinwerkeln. Das kann ja durchaus meditativ sein.

    Die Planung der Gemüsebeete erfolgt bei unserer „Generalversammlung“ im Winter. In diesem Jahr haben wir uns im Februar in der Kreativwerkstatt getroffen und an einem gemütlichen Abend festgelegt, wer welches Gemüse vorzieht, was wir überhaupt anpflanzen wollen, wer die Komposterde besorgen kann usw. Blumensaat für die Schnittblumen ernten wir von der Vorjahresbepflanzung. Außerdem bringen Mitglieder unserer Gruppe gerne zusätzlich neues Saatgut aus dem eigenen Garten mit.

    -wie offen ist die Beetschwestern-Gruppe? Wie kann man mitmachen und wo erfahren potentiell Interessierte von dem Garten und Mitmachmöglichkeiten? Auf der Website der Kreativwerkstatt habe ich den Garten nicht gefunden.

    Unsere Gruppe ist allen Interessierten gegenüber aufgeschlossen. Jede*r kann mitmachen. Wir sind ein kleines Dorf von knapp 1.500 Einwohnern, in dem in der Regel jede*r weiß, was passiert und wer Ansprechpartner*in ist. Wir verteilen in der Gemeinde alle zwei Wochen ein sog.

    „Gemeindeblatt“ und haben eine DorfApp. Darüber wurde im letzten Jahr für Interessierte ein Beitrag mit Ansprechpartnern veröffentlicht.

    Außerdem gab es beim Jahresrückblick der Gemeinde jedes Mal einen Beitrag über die Arbeit und ein Bild von der Gruppe mit dem Hinweis, dass Interessenten sich gerne melden mögen.

    Vor der Versammlung im Winter werden wir wieder alle Interessierten aufrufen, zu der Versammlung oder später im Laufe des Gartenjahres dazuzukommen.

    -wird die ganze Ernte in der Kreativwerkstatt-Küche weiterverarbeitet oder nehmen die Gärtner*innen auch was mit nach Hause?

    Bislang wurden eher einzelne Komponenten in der Küche verwendet – z. B.

    Kräuter oder Tomaten, Gurken, Zucchinis, Kohlrabi oder Chilis. Die Fläche der Gemüsebeete reicht nicht aus, um alle benötigten Zutaten (z.

    B. Kartoffeln) in ausreichender Fläche anzubauen. Die fehlenden Lebensmittel werden gerne z. B. von heimischen landwirtschaftlichen Betrieben aus den Verkaufshäuschen geholt. Zu anderen Zeiten hat man zu viel von einer Sorte fertig – z. B. Salat, Tomaten, Gurken – da nehmen die Gärtnerinnen etwas mit oder es wird von Besuchern des Gartens gesnackt.

    -würden die Beetschwestern einen Komposter auch selber bauen? (Das ist ja der Fokus der anstiftung) Aus welchem Material ist der bei uns beantragte Komposter?

    Wenn der Aufbau kein besonderes handwerkliches Geschick erfordert und es für uns leistbar ist, würden wir sicherlich auch einen Komposter selber bauen. 

    (mehr …)

  • Potsdam: Nachbarschaftsgarten Lottenhof ist auch Waldgarten

    (Antrag, Antworten)

    Nachbarschaftsgarten Lottenhof ist auf dem Außengelände des Stadtteilzentrums Lottenhof. Inzwischen ist es ein Waldgarten mit 1170m² und auch das restliche Außengelände hat viele „ökologische Flächen“, mache sind schwer zugänglich für normale Mäher u.ä. Sie brauchen einen Balkenmäher, um diese Flächen ökologisch verträglich zu pflegen.

    Gruppengröße
    Rund 35 Menschen sind regelmäßig im Garten aktiv und in der festen Gartengruppe. Ein Teil der
    Gärtner:innen kümmert sich, neben eigenen Beete, auch um den Waldgarten. Darüber hinaus tragen
    alle Gärtner:innen gemeinsam Verantwortung für die Pflege kleiner Bereiche der gesamten
    Außenfläche des Lottenhofs.

    Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbewegung
    Die Öffentlichkeitsarbeit für die Mitmachmöglichkeiten erfolgt über verschiedene Kanäle. Neben der
    Website werden regelmäßig Beiträge auf Social-Media-Kanälen wie Instagram, Nebenan.de und
    Facebook veröffentlicht. Zusätzlich informieren Plakate und Aushänge über aktuelle Aktionen und
    Mitmachgelegenheiten. Viermal im Jahr finden große Arbeitseinsätze statt. Über diese wird zusätzlich
    mit Plakaten weitere interessierte angesprochen.
    Die Gruppe wird individuell größer oder kleiner. Das ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Seit zwei
    Jahren gibt es eine relativ festbestehende Gruppe.

    Eigentumsverhältnisse und Nutzungsdauer
    Die Gartenfläche gehört der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten. Sie wird auf Grundlage eines
    Erbbaurechtsvertrags mit der Landeshauptstadt Potsdam genutzt. Der Garten besteht bereits seit
    über zehn Jahren, und die Nutzungsvereinbarung wurde kürzlich erneuert. Eine zeitliche Befristung
    der Nutzung besteht nicht.

    Vandalismus
    In der Vergangenheit kam es vereinzelt zu Fällen von Vandalismus. In den letzten Jahren ist dieses
    Problem jedoch nicht mehr aufgetreten und spielt aktuell keine Rolle mehr im Alltag des Lottenhofs.

    Ernte und Verwendung der Gartenprodukte
    Die Ernte im Garten erfolgt regelmäßig und wird individuell von den Gärtner:innen genutzt. Während
    jede Person die Erträge ihrer eigenen Beete selbst verwendet, werden die Früchte von
    gemeinschaftlich gepflegten Obstbäumen und Sträuchern zusammen geerntet. Gelegentlich finden
    Treffen statt, bei denen gemeinsam gekocht und gegessen wird, um die Ernte miteinander zu
    genießen.

    Aufbewahrung und Zugang zu Gartengeräten
    Die Gartengeräte werden in einem kleinen Häuschen auf dem Gelände des Lottenhofs aufbewahrt.
    Zugang zu diesem Gerätehäuschen haben ausschließlich befugte und aktiv beteiligte Personen des
    Gartens. Also Mitgärtner:innen in der festen Gartengruppe. Der Zugang ist durch ein Zahlenschloss
    gesichert.

    Finanzierung des Gartens
    Der Garten finanziert sich über verschiedene Quellen. Das Stadtteilnetzwerk e.V. nutzt und bespielt
    das Gelände, zu dem auch der Garten gehört, und erhält dafür institutionelle Förderung. Zudem
    wurde einmalig ein Betrag von 5.000 € aus dem Bürgerbudget als Starthilfe bereitgestellt. Die
    laufende Pflege, Gestaltung und Betreuung des Gartens erfolgen jedoch vollständig ehrenamtlich
    durch die engagierten Gärtner:innen

    (mehr …)

  • Kaiserslauter: Stadtteilgarten seit 2014

    in Kaiserslautern gibt es ein schon seit 2014 ein Gartenprojekt, das von einem Stadtteiltreff koordiniert wird.

    Der Garten ist recht klein (60m2) und das Herzstück sind 2 große Hochbeete. Eins davon ist marode und muss neu aufgebaut werden.

    Die Kerngruppe besteht aus 4 Gärtner*innen, die auch bei den Arbeiten rund um die Erneuerung des Beetes dabei sind. Dazu kommen dann mal mehr, mal weniger weitere Mitgärtner*innen, die mal mehr, mal weniger einsteigen.

    Antworten auf Fragen:

    Wir als Koordinierende Stelle bewerben den Garten im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit der Stadtteilarbeit (Presse und Homepage). Die Hobby-Gärtner*innen nehmen zudem an Netzwerktreffen und dem Stadtteilfest teil und werben dabei auch um neue Mitwirkende.

    Der Antrag ist für ein Hochbeet gestellt (Maße 250x100x50). Das zweite bestehende Hochbeet ist noch ok, beziehungsweise bedarf noch keiner Erneuerung.

    Die Gruppe hat bereits einen Teil des Beets ausgehoben und die Erde beiseite geschaufelt. Das Holz würde von uns beim ASZ eingekauft und in unserer Werkstatt zugeschnitten. Das macht ein Schreiner bei uns. Den Aufbau des Hochbeets würde dann in Zusammenarbeit von Schreiner und den 3-4 Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Die Anbringung der Folie, die Wiederbefüllung und Bepflanzung von den Ehrenamtlichen bewerkstelligt.

    (mehr …)

  • Köln: GG entsteht auf Platz vor Kirche

    (Antrag, Antworten)

    TOM: Ein Garten für die Nachbarschaft“

    Im Kölner Stadtteil Meschenich, wo Menschen mit vielfältigen Hintergründen, Geschichten und Lebensweisen zusammenkommen, entsteht mit dem „Garten der Nachbarschaft“ ein lebendiger Ort der Begegnung. Hier wird Gemeinschaft gefördert, Natur erlebbar gemacht und Wissen generationsübergreifend weitergegeben. Der Garten hat für den sozial stark benachteiligten Stadtteil Meschenich einen unschätzbaren Mehrwert für das Zusammenleben der Menschen, die sich in Lebensstilen, Kulturen, Herkunft, Nationalität, etc. stark voneinander unterscheiden.

    Der Garten bietet bereits Sitzgelegenheiten, eine (im Frühjahr) blühende Insektenwiese und einen Bienenstock – ein Paradies für Mensch und Natur. In Zukunft werden hier naturverbundene Workshops für Groß und Klein, gemeinsame Pflanzaktionen sowie eine direkte Verarbeitung der Ernte durch Kinder stattfinden. Vom Beet direkt auf den Teller – oder direkt in den Mund!

    Besonderen Wert legen wir auf den Schaffensprozess: Der Garten soll nicht nur Erholungsraum sein, sondern auch zum Mitmachen und Lernen einladen. Deshalb kooperieren wir mit der örtlichen Grundschule und den Kindergärten, um Kindern praxisnahes Wissen über nachhaltiges Gärtnern, Artenvielfalt und Ernährung zu vermitteln.

    Der „Garten für die Nachbarschaft“ ist mehr als nur ein grüner Fleck in Meschenich – er ist ein Ort des Miteinanders, des Lernens und der Inspiration. Gemeinsam lassen wir hier etwas wachsen!

    Die Fläche gehört der evangelischen Kirche, mit der der Förderverein Soziales Meschenich einen Mietvertrag geschlossen hat. Als Untermieter des Fördervereins hat das Kinder und Jugendzentrum die Nutzungsüberlassung über die Innenräume und dem Außengelände, also dem „Garten der Nachbarschaft“. Die Miete in Höhe von 500,– Euro wird vom Kinder- und Jugendzentrum getragen.

    Die Gartengruppe umfasst ca. 40 bis 50 Personen, darin enthalten sind alle Generationen. Die Kerngruppe – also diejenigen, die regelmäßig „mitarbeiten“, an Veranstaltungen teilnehmen und an Entscheidungsprozessen beteiligt sind, sind etwa 15 bis 20 Personen.

    Der Öffentlichkeit bekannt gemacht wird der Garten über Facebook, Instagram, Printmedien, Mund zu Mund Propaganda und Informationen, die Projektmitarbeiter:innen in ihren Angeboten geben. Mitmachen kann jeder / jede der / die Interesse hat.

    Aktuell gibt es drei kleine Gemüse- und Kräuterbeete. Weitere sind in Planung und sollen umgesetzt werden, sobald dafür die finanziellen Mittel vorhanden sind. Ebenso in Planung ist ein Kompost sowie ein Gewächshaus. Ein Außenwasserhahn ist vorhanden. Individuelle Parzellen gibt es nicht. Die gesamte Fläche wird gemeinschaftliche bewirtschaftet.

    Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (die kleinen Hochbeete) und wie denken Sie, wird diese, wenn weitere Hochbeete gebaut sind?

    Die Fläche, auf der gegärtnert wird, beträgt ca. 450qm. Darin enthalten ist sind auch die Flächen der Hochbeete.

    Kann/könnte auch im Boden angebaut werden? Wie ist die Fläche beschaffen ((teil)versiegelt?)

    Größtenteils. Vorhanden sind aber auch gepflasterte Gehwege  und Beete.

    Wie groß ist die Gruppe, die tatsächlich gärtnert? Sind das auch Menschen aus der Nachbarschaft wird mit (Kinder)Gruppen gegärtnert?

    Die Gruppe umfasst ca. 20 Personen. Es sind sowohl Kinder, Jugendliche als auch deren Familien. Grundsätzlich aber sind alle Bürger*innen aus Meschenich herzlich willkommen.

    Machen Sie die Möglichkeit, mit Gemüse und Kräuter anzubauen, extra publik? Gibt es regelmäßige Gartentage oder wie kommt die Gartengruppe zusammen?

    Nein, die Begegnungsstätte und der dazugehörige Garten ist den Bürger*innen bereits vielfach bekannt. Ebenso die Angebotsstruktur des Kinder- und Jugendzentrums, so dass auf Werbekampagnen verzichtet werden kann. Der Garten spricht sich durch Mund zu Mund Propaganda rum, zumal das Kinder- und Jugendzentrum ohnehin stark frequentiert ist.

    Es wird Gemüse angebaut, welches selbstverständlich auch geerntet wird. Mit der Ernte wird gemeinsam und an mehreren Tagen gekocht. „Überschüssige Ernte“ von den Teilnehmenden zum Verbrauch mit nach Hause genommen werden.

    Wer koordiniert die Gartengruppe, wer ist Ansprechpartner*in?

    Ansprechpartnerin ist die Sozialraumkoordinatorin und Projektleiterin Nadine Henke. Sie ist es auch, die die Gruppe koordiniert.

    Was wird schon angebaut, was soll angebaut werden und wer entscheidet das?

    Paprika, Kräuter, Salat, Bohnen, essbare Blumen, Beeren, etc. Es wird gemeinsam mit allen Teilnehmer*innen und den gegebenen Umständen  entschieden. 

    Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernte wird in Kochaktionen verarbeitet und oder für Workshops aus dem Bereich Gesundheit / Ernährung genutzt. Darüber hinaus wird in der Einrichtung täglich für mehr als 60 Kinder und Jugendliche gekocht.


    (mehr …)

  • Potsdam: Wendeschleife ich Nachbarschaftstreff

    (Antrag/Antworten)


    Das Projekt Wendeschleife(KonradWolfAllee Ecke SlatanDodowStraße)ist eineInitiativeder Sozi-
    alenStadt ProPotsdam gGmbHin der Gartenstadt Drewitz, einemOrtsteil von Potsdam, der sichseit
    2011auf dem Wegzumersten emissionsfreien Stadtteil Potsdamsbefindet.Unser KlimaundGemein-
    schaftsgartenbefindetsicham Ort einer ehemaligen Straßenbahnwendeschleifeund ist durchseine
    Einbindungin dasBegegnungszentrumoskar.inder Lage,viele Menschen mit seinerQuartiersarbeit
    zuerreichen.

    Das Herz der Wendeschleife bildet der Klimaund Gemeinschaftsgarten, der 2017 eröffnet wurdeund
    ein offenes Angebot an das StadtquartierDrewitzdarstellt. Neben dem ökologischen, gemeinschaftli-
    chen Gärtnern werden hier in grüner Atmosphäre Workshops, Feste und Aktionen durchgeführt.Die
    wichtigstenZiele des ProjektssinddieAktivierung der Anwohner*innenund Sensibilisierung für öko-
    logische Themen und Nachhaltigkeit, niedrigschwellige Naturerfahrungenund gemeinschaftliches
    ökologischesGärtnern.

    DiePflege und Bepflanzung derBeetedes GemeinschaftsgartensvonBeetpat*innen, demTeam Wen-
    deschleifeund weiteren Interessierten übernommen.DieBeetpat*innenstimmen sich regelmäßig
    mit dem Projektteam ab und übernehmenteilweiseauch die Betreuungdes wöchentlichen offenen
    Gärtnerns sowie dieGestaltung von Workshops.

    • Wie groß ist denn die Gruppe, die gärtnert?

    Es ist schwer eine Zahl zu nennen. Durch die Beetpat*innen und deren Zugehörige gibt es 23 aktive und sehr regelmäßige Gärtner*innen. Beim offenen Gärtnern können an schönen Tagen noch 5-10 dazukommen. 

    • Wer ist das Team Wendeschleife und wie groß ist dieses?

    Das Team Wendeschleife besteht aus Norbert Fadtke (Bundesfreiwilligendienst), Christine Klüh (Bundesfreiwilligendienst), 2 Ehrenamtlerinnen und mir (Francie Großhennig, Umweltlotsin des oskar.Begegnungszentrum).

    • Was meinen Sie damit, dass die Mitarbeiter*innen (vom Team Wendeschleife? Von der Sozialen Stadt) Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer*innen hat? Ist der Garten für die Gärtner*innen nicht „mein Gemeinschaftsgarten“? Wird das Gärtnern und werden die Aktivitäten hauptsächlich von den Mitarbeiter*innen geplant und umgesetzt?

    Bei der Durchführung von Festen haben wir Hilfe von Ehrenamtlichen die beispielsweise Stände betreuen oder bei der Vorbereitung helfen. Natürlich ist es für die Gärtner*innen „mein Gemeinschaftsgarten“, diese planen und bepflanzen die Beete, wir entwickeln gemeinsam den sprechenden Raum, sie beteiligen sich in ihren zeitlichen Möglichkeiten an den Workshops und den Festen. Aber beispielsweise für die Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit sind vorrangig wir verantwortlich und die Gärtner*innen beteiligen sich in ihren Möglichkeiten. Bei baulichen Aktivitäten machen wir gemeinsame Termine. Bei größeren Bauaktionen versuchen wir auch andere Anwohner*innen aus dem Stadtteil zu aktivieren und einzubeziehen (wie es beispielsweise bei dem Tauschregal geplant ist).

    • Wie groß ist die Fläche, auf der tatsächlich gegärtnert wird (Obst/Gemüse- und Kräuteranbau)?

    Ich schätze das dies aktuell ca. 150 qm sind.

    • Wie viele Beete gibt es? Was genau dürfen die Beetpat*innen? Und wie wird man Beetpatin?

    Es gibt 15 Hochbeete für Beetpat*innen und 12 Gemeinschaftsbeete. Viele der Beetpat*innen sind schon seit mehreren Jahren aktiv, jedoch werden auch jedes Jahr wieder Beete frei. Normalerweise werden diese dann auf unseren Kanälen ausgerufen und Interessierte können sich persönlich, telefonisch oder per Email melden. Bei sehr vielen Bewerber*innen werden Familien bevorzugt. Da ich erst dieses Jahr angefangen habe und mir noch keinen kompletten Überblick über die freien Kapazitäten verschaffen konnte, wird dies wohl etwas später erfolgen müssen. 

    • Was passiert mit der Ernte?

    Die Ernten werden beispielsweise bei gemeinsamen Kochaktionen wie  dem monatlichen Klimakochen verwendet, für Feste wie das Erntedankfest oder auch zum mit nach Hause nehmen. Leider kommt es durch unsere komplette Offenheit der Fläche vor, dass bei Nacht und Nebel ohne zutun der Gärtner*innen geerntet wird.  

    • Wie ist der Gemeinschaftsgarten/das Gärtnern organisiert? Läuft alles gemeinschaftlich? Wie und von wem werden die Entscheidungen getroffen, wie laufen die Informationswege?

    Zum Einen gibt es feste Termine für das offene Gärtnern (ab Saisoneröffnung jeden Mittwochnachmittag), diese werden dann in der Öffentlichkeitsarbeit kundgetan. Zum anderen können alle Beetpat*innen jederzeit gärtnern. Die Kommunikation erfolgt sowohl persönlich bei den Treffen, wie auch über die Whatsapp-Gruppe. Dies wird zum regen Austausch und auch für Entscheidungsfindungen genutzt. Entscheidungen, wie zum Beispiel die Gartenregeln werden gemeinsam getroffen. Entscheidungen über beispielsweise die Anpassung des Mietvertrags trifft das oskar.Begegnungszentrum als Mieter der Fläche.

    • Beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten für den Garten? Wie haben Sie die Aktivitäten bisher finanziert?

    Die Gärtner*innen beteiligen sich durch ihre Arbeitsleistung ,kleinere Sachspenden und bezahlen die Pflanzen/das Saatgut für ihr Beet. Das Begegnungszentrum oskar. somit auch die Wendeschleife wird durch die Landeshauptstadt Potsdam gefördert. Im Rahmen dieser Förderung sind Kosten für die beantragten Anschaffungen nicht enthalten. Wir strecken immer unsere Fühler nach beispielsweise übriggebliebenem Holz, auch gebrauchbarer Sperrmüll oder Geräten aus und holen dieses dann zu uns.

    • Kommen auch Gärtner*innen außerhalb vom Gartentag am Mittwoch?

    Ja, eigentlich ist an schönen Tagen fast immer jemand anzutreffen.

    • Wie ist die Wasserversorgung bisher gewährleistet?

    Mittels Standrohr befüllen wir unsere 2 IBC Container.

    • Wer baut wann die Hochbeete, werden diese dann vergeben und wie viele Menschen können beim Bau mitmachen?

    Die Hochbeete sollen beim offenen Gärtnern gemeinschaftlich gebaut werden. Dies wird vorher an möglichst viele durch die Öffentlichkeitsarbeit kommuniziert. Wenn es vorher Interessierte gibt, werden diese dazu eingeladen sogleich ihr zukünftiges Hochbeet mit aufzubauen und den Platz mit zu bestimmen. Damit man noch sinnvoll arbeiten kann, sollten pro Hochbeet allerhöchstens 5 Personen beteiligt sein. Wer nicht schraubt und sägt, kann sich ja beispielsweise schon mit der Folie beschäftigen oder anfangen Erde für die Füllung zu beschaffen.

    • Wer pflegt den Minzgarten, wer erntet dort und was passiert mit der Ernte?

    Der Minzgarten wird in der Anfangsphase von unserer Bundesfreiwilligen gepflegt und sukzessive in die Hände interessierter Anwohner*innen übergeben welche sich bereits aktiv im Wohngebiet beteiligen. Geerntet wird von Anwohner*innen, Gärtner*innen und geplant ist vor allem auch bei Workshops. Die Ernte soll für heiße und kalte Getränke, backen und kochen für Workshops und Feste verwendet werden.

    (mehr …)

  • Wuppertal: im Heckinghauser Garten werden Sitzmöglichkeiten und ein Kompost gebaut

    Seit Frühjahr 2022 gibt es ein Gartenprojekt auf einem neu gestalteten Platz. Sowohl Anwohner*innen als auch Institutionen und Einrichtungen können hierbei teilnehmen und Verantwortung über ihr eigenes kleines Beet übernehmen, aber auch gemeinsam ernten, kochen und feiern.. Neben Einzelpersonen und Initiativen haben insbesondere Gruppen von Kita, Schule und Stadtteiltreff großes Interesse an dem Areal.
    2023 soll dieses allseits beliebte Projekt durch neue eigenständige Ideen und Projekte ergänzt werden. Hierfür haben alle Beteiligten in den letzten Wochen Ideen gesammelt: der Bau eines Kompostes, die Errichtung von Sitzmöglichkeiten, die Gestaltungeines Rosenbogens als Eingangstor zum Areal und die Aufstellung eines Sonnensegels sind Ideen der urbanen Gärtner*innen. Neben den genannten Ideen beginnt die reguläre Pflanzsaison im Februar. Die Gärtner*innen bauen wollen dabei Blumen, Kräuter, Obst und Gemüse aus unterschiedlichen Kulturen anbauen.

    Ist die Nutzung des Platzes für den Gemeinschaftsgarten befristet?

    Die Nutzung ist nicht befristet. Das Grundstück steht im Rahmen der Sozialen Stadt unbefristet den Bürger*innen des Quartiers zur Verfügung.

    Gibt es eine vertragliche Grundlage?

    Die Stadt ist für die vertraglichen Grundlagen zuständig und hat die Hochbeete bezahlt. Eine Pacht wird nicht genommen. Auch für Winterdienst und Verkehrssicherheit ist die Stadt verantwortlich.

    Waren Nachbar*innen an dem Bau beteiligt? Sollen noch weitere Beete gebaut werden?

     

    An der Planung waren Bürger*innen beteiligt. Gebaut wurden die Hochbeete im Auftrag der Stadt. Weitere Beete sollen nicht entstehen, aber sonst ist unserer Phantasie keine Grenzen gesetzt! Allerdings müssen wir (in diesem Fall die KOMM-Initiative der Ev. Kirchengemeinde) die Mittel und das ehrenamtliche Engagement zur Verfügung stellen bzw. beschaffen.

    Wie viele Menschen gärtnern? Gibt es ein Kernteam und wenn ja, wie groß ist dieses? Wie viele Menschen haben ein eigenes Beet? Wie viele Organisationen sind dabei?

    Tatsächlich sind wir davon begeistert, wie viele Heckinghauser Bürger*innen sich beteiligen. Insgesamt sind 30 neue Nachbarn (Menschen mit Fluchthintergrund, die in Heckinghausen eine Heimat gefunden haben), 25 Senior*innen, 50 Grundschulkinder, ein Kindergarten und noch eine Reihe von Privatpersonen am Gärtnern. Wir haben vor allem Gemeinschaftsbeete. Allerdings haben der Seniorentreff, die Grundschule und der Kindergarten ein eigenes Beet. Insgesamt sind sechs Organisationen kontinuierlich dabei.

     

    Wer trifft die Entscheidungen rund um den Garten und wie läuft die Kommunikation (wer welches Beet bekommt, was gepflanzt wird, welche Aufgaben anstehen und wie erledigt werden, wann Treffen stattfinden, wie das Ganze finanziert werden kann etc.?)

    Wir haben ein Kernteam – bestehend aus 8 Menschen (6 Neue Nachbarn und 2 Frührentner*innen). Sie koordinieren die Arbeit, stellen Gießpläne auf, organisieren Veranstaltungen usw. Diesem Team und seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass dieses Projekt so toll läuft.

    Gibt es gemeinsame Gartentage oder kommen die Gärtner*innen zu unterschiedlichen Zeiten?

    Es gibt gemeinsame Gartentage (donnerstags) und daneben gesonderte Zeiten für Institutionen wie die Schule, der Senioren Treff und Kindergarten. Allerdings ist es uns wichtig, Angebote wie ein Sommerfest, Kerngedanke usw. für alle gemeinsam anzubieten.

    Wo wird gemeinsam gekocht und gegessen? Wird die gesamte Ernte gemeinsam verzehrt? Auch die aus den individuellen Beeten?

    Wir versuchen die Ernte der Gemeischaftsbeete gemeinsam „zu verkochen“! Einmal lädt die Senior*innen alle zum Gemüseeintopf ein, ein anderes Mal wird arabisch oder tückisch gekocht. Wir feiern Erntedank und Fastenbrechen gemeinsam. Die Grundschule bereitet ihr Essen selbst vor! Das gemeinsame Kochen und Essen ist im Stadtteiltreff – genau gegenüber des Bürger Gartens – möglich!

    Was, neben den Hochbeeten, gibt es noch an Infrastruktur?

    Wir haben eine Wiese und einen Sportplatz am Bürgergarten und das Stadtteilzentrum mit großem Spielplatz gegenüber.

    Wo sind die Gartengeräte untergebracht und wie sind diese für die Gärtner*innen zugänglich?

    Wir haben einen Schuppen für die Gartengeräte. die Gärtner*innen erhalten den code für das Schloss.

    Was schafft Gemeinschaft? Verstehen die Gärtner*innen sich als eine Gruppe?

    Tatsächlich sind sie 2022 als Gruppe – unabhängig vom Alter und den kulturellen Wurzeln- zusammengewachsen. Das gemeinsame Essen und das tolle Kernteam ist dabei vor allen für diesen Erfolg verantwortlich.

    Wie beteiligen sich die Gärtner*innen und die Organisationen an den Kosten?

    Die Gärtner*innen finanzieren Getränke, Nachtisch, Kaffee ect. Die Ev. Kirchengemeinde finanziert die Honorarkosten eines Gartenpädagogen, der für alle Beteiligten Workshops anbietet. 2022 wurden Pflanzen, der Bau der Hochbeete usw. über die Soziale Stadt finanziert. Leider ist diese Förderung 2023 nicht möglich!

     

    Haben Sie Kontakt mit dem Grünflächenamt und gäbe es da die Möglichkeit der Unterstützung (mit Pflanzen, Werkzeugen)?

    Ja, sie haben die Hochbeete gebaut. Laufende Kosten für Pflanzen ect. können von ihnen nicht übernommen werden.

    Wer würde die Sitzmöglichkeiten wo bauen?

    Die Sitzmöbel würden unter Anleitung eines Schreiners von Senior*innen und neuen Nachbarn zusammengebaut und von Kindern der Grundschule gestaltet.

    (mehr …)

  • Berlin: Stadtteilzentrum in Pankow baut Stadtgarten auf

    (Mail)

    Stück für Stück wollen wir das weitläufige Außengelände in partizipativen Prozessen mit Anwohnern und Gästen aus dem Kiez umgestalten und einen gemeinschaftliche grüne Oase schaffen.

    Im vergangenen Jahr haben wir schon einiges geschafft: wir haben einen Limonadengarten gebaut, wo in Hochbeeten Limonadenbeeren und Kräuter angebaut werden, die wir dann mit den Gästen zu leckerer Limonade verwandeln, wir haben eine vogelfreundliche Hecke angelegt, eine Bienenweide wachsen lassen, eine insektenfreundliche Hecke geplanzt, Benjeshecken angelegt und ca 700 Blumenzwiebel gesteckt. Außerdem ein Bienenhotel errichtet, einen Barfußpfad angelegt und selte Pfanzen gepflanzt in Zusammenarbeit mit der HU.

    Es soll ein Begenungsort entstehen, in dem interkulturell und ohne alters- und soziale Grenzen eine Einladung zum gemeinsamen arbeiten, erfahren, lernen und genießen entsteht und weiter wächst.

    Für diese Jahr ist die Anlage eines Färbergartens geplant, Kistenhochbeete sollen für Gäste entstehen,  und wir wollen weiter in den Kiez wachsen mit urban Gardening Aktionen…. Und ein GartenKunstLabor soll entstehen.

    Wir haben auch ein paar Obstbäume und Sträucher (mehr …)

  • Mitmachgarten mit Poesie entsteht in Neu-Isenburg

    (Gu, alerts)
    Neu-Isenburg. 
    […]dem neuen „Urban Gardening“ Projekt im Stadtteilzentrum West. „Geboren wurde die Gruppe aus den derzeit sieben Gärtnerinnen aus dem Lesekreis der Gartenfreunde. Dort haben wir noch im Quartier IV im Garten Gedichte und Geschichten unter freiem Himmel gelesen“, Inspiriert wurden sie von dem Projekt „Essbare Stadt“, das in einigen bundesdeutschen Städten bereits gelebt wird. Vorreiter war die Stadt Andernach, der alle nacheifern. Auch in Hattersheim wird das Konzept mit dem Projekt „Auf gute Nachbarschaft: Die essbare Siedlung Hattersheim“ verwirklicht.
    Die Pflanzkisten für den Neu-Isenburger Mitmach-Garten hat der Dienstleistungsbetrieb (DLB) zur Verfügung gestellt.
    Der Garten solle ein Ort der Begegnung werden. Jeder könne mitmachen, sei es beim Pflanzen, Gießen oder Genießen der Ernte. „Gartenarbeit liegt schwer im Trend. Kleingartenvereine haben riesige Wartelisten“, weiß Bürgermeister Herbert Hunkel. Er hofft, dass sich das Urban Gardening noch ausdehnen lässt: „Sollten sich weitere Interessierte finden, wäre es zu überlegen, eine Freifläche vor einem der Wohnhäuser zum Gemeinschaftsgarten umzufunktionieren“.
    Die Gärtnergruppe will darüber hinaus auch der Literatur verbunden bleiben und so sind für den Sommer im Mitmach-Garten bereits Lesungen zu Themen rund um den Garten geplant.

    http://sdp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Grosses-Gaertnern-in-der-Stadt;art688,2014466 (mehr …)