Der Caritasverband Taunus e.V. hat einen Interkulturellen Frauengarten geplant. Eine Fläche hatten sie im Blick, nun stellt sich raus, dass es sich um eine Streuobstwiese handelt -> die Untere Naturschutzbehörde hat keine Genehmigung für die Nutzung der Fläche durch einen GG erteilt.
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Schlagwort: Streuobstwiese
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Bad Homburg: Fläche wird nicht für GG zur Verfügung gestellt
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Karlsruhe: Mitmach Garten Rüppurr baute zwei Brunnen
(Antrag, Antworten)
Was war vorher auf der Fläche, ist diese umzäunt und woher kam bisher das Wasser?
Das Grundstück wurde seit ca. 70 Jahren als Pferdewiese benutzt und lag die letzten 10 Jahre
brach, wurde lediglich einmal im Jahr gemäht/gemulcht, das Schnittgut auf der Fläche
belassen.
Die Fläche grenzt von drei Seiten an umzäunte Gärten, eine Seite, über die die Erschließung
erfolgt, wurde mit einer Benjes-Hecke von uns begrenzt.
Das Wasser wurde uns letztes Jahr (das war das erste unseres Projekts) von benachbarten
Gärtner*innen nach Bedarf in zwei 1000l-Tanks gepumpt, dies war auf ein Jahr befristet.
2. Wie groß ist der Teil mit den Beeten (individuelle und gemeinschaftliche Beete)?
Die Gesamtfläche von 1,4 ha ist in drei Bereiche geteilt, die alle auch Beete besitzen, d.h.
Bewässerungsbedarf haben.
– Wiese mit Benjes-Hecke, Kräuterspirale und frisch gepflanzter Streuobstwiese, 6000qm
– Aktionsfläche, (siehe unten) ca. 3000 qm und
– Gartenbereich mit ca. 35-40 Parzellen in diesem Jahr, für Einzelne, Paare, Familien,
Gruppen, dazu Kompostpost- und mistplatz, Gerätehaus, Gemeinschaftsfläche, ca. 5000 qm
Was für Bildungsangebote und Veranstaltungen sollen auf der Aktionsfläche stattfinden und
wer ist dafür die Zielgruppe? Was für Schaugärten sind geplant?
bisherige Veranstaltungen waren z.B.:
Bestimmung vorhandener Wiesenblumen,
Bodenuntersuchung und Bestimmung,
Feuermachen mit Bogen und Spindel
Veredeln von Obstbäumen
Singen am Feuer
Flachsernte und -verarbeitung
Spinnen und Weben von Wolle und Flachs
Masterstudiengang „Biodiversität“ der PH-Karlsruhe mit Arbeiten und Aktionstagen.
Kleine Ziegenherde zur Landschaftspflege mit vielen Mitmach-Möglichkeiten.
3. Was für Bildungsangebote und Veranstaltungen sollen auf der Aktionsfläche stattfinden und
wer ist dafür die Zielgruppe? Was für Schaugärten sind geplant?
bisherige Veranstaltungen waren z.B.:
Bestimmung vorhandener Wiesenblumen,
Bodenuntersuchung und Bestimmung,
Feuermachen mit Bogen und Spindel
Veredeln von Obstbäumen
Singen am Feuer
Flachsernte und -verarbeitung
Spinnen und Weben von Wolle und Flachs
Masterstudiengang „Biodiversität“ der PH-Karlsruhe mit Arbeiten und Aktionstagen.
Kleine Ziegenherde zur Landschaftspflege mit vielen Mitmach-Möglichkeiten.
Geplant sind neu für dieses Jahr:
Ferienbetreuung für Schulkinder,
Weiterbildung „kreative Seniorenarbeit“ der Ev. Erwachsenenbildung Baden
Zielgruppen sind von Kleinkindern bis Senioren alle Altersgruppen,
inklusive Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen im Bereich Förderpädagogik und
Integration in den Arbeitsmarkt für Bürgergeld-Bezieher*innen
Schaugärten gibt es für Flachsanbau, ein Heilkräuterbereich ist am Entstehen und eine
Wildfruchthecke, darüber hinaus gibt es eine funktionstüchtige Flachsdarre, eine
Feuerschale, ein Zirkuszelt, einen Materialcontainer, eine Matschgrube für Kinder und ein
Kinderhaus, eine Sitzecke im Schatten, zusammen auf ca. 3000qm
4. Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?
Der Jahresbeitrag beträgt für Einzelmitglieder 30 €, für Familien 50 €. Für den Brunnenbau
wurde vom Verpächter eine Rückbaubürgschaft von 2500 € gefordert, dazu haben sich die
Gärtern*innen verpflichtet je Person 50 € zu spenden. Diese Summe ist vollständig auf diese
Weise zuammengekommen.
5. Haben Sie bei der Stadt nach Fördermöglichkeiten für das Brunnenbauprojekt nachgefragt?
Ja, aber da wir nicht auf städtischem Boden gärtnern, sondern auf einem Grundstück des
Landes, fühlt sich die Stadt Karlsruhe dafür nicht zuständig.
6. Wie ist der Garten organisiert, wie laufen die Entscheidungs- und Informationswege? Gibt es
Arbeitsgruppen?
Der Garten ist formal ein e.V. mit anerkannter Gemeinnützigkeit. Wir sind dabei ihn nach den
Ideen der Soziokratie 3.0 zu organisieren und haben dazu in Kürze (04.05.2024) einen
Workshop in der Kulturküche Karlsruhe. Außerdem fühlen wir uns der Gewaltfreien
Kommunikation und kooperativer Planung verpflichtet. Perspektivisch möchten wir auch
DragonDreaming als Methode benutzen.
Es gibt fortlaufende Arbeitsgruppen zum Gärtnern, Streuobstwiese, Ziegen (letztes Jahr),
Kräutersammeln und Kräuterbeete, 14-tägliche Orga-Treffen, Verwaltung,
Öffentlichkeitsarbeit, Willkommensgruppe,
Projektteams z.B. zum Bau einer Trockentoilette, Brunnenbau, Zeltaufbau,
Containerbeschaffung
7. Wie entsteht Gemeinschaft?
Für Neumitglieder Aufnahmeverfahren (Fragebogen) mit Treffen auf der Wiese und
Kennenlernen. Seit neuestem auch mit Pat*innenprogramm.
Gärtner*innen-Gruppe trifft sich jeden 2. Samstagnachmittag im Monat, jede Arbeitsgruppe
organisiert Treffen selbst,
14-tägiges Orga-Treffen, offen für alle Mitglieder aus allen Bereichen.
Mitgliederversammlung einmal im Jahr,
Mitgliederbrief, ca. alle 2 Wochen,
Wiesenbrief für alle Interessierten auch ca. alle 2 Wochen, nach Bedarf,
Internetseite mit internem Bereich, auf dem Material und Texte gepostet werden können.
www.mitmach-garten.de
8. Wie viel Gärtner*innen können bei dem Brunnenbauprojekt mitmachen?
Alle werden eingeladen und können mitmachen, da wir von Hand bohren, gibt es genügend
Arbeit für alle, die da sind. Wir gehen pro Brunnen von je 10-15 Personen aus.Einbezug von Migrant*innen:
wir haben bis jetzt kein Extra-Programm für Migrant*innen, das Internationale Begegnungszentrum (IBZ), zu dem wir bei der Gründung Kontakt aufgenommen hatten, war zwar interessiert mitzuarbeiten, sah sich aber aufgrund von Personalmangel nicht dazu in der Lage. Allerdings haben wir für den Fall einer Vereinsauflösung in unsere Satzung aufgenommen, dass dann das Vereinsvermögen ans IBZ geht.Wir fragen bei der Aufnahme von Mitgliedern nicht nach Staatsangehörigkeit und Migrationshintergrund, so dass ich Ihnen dazu nur sagen kann, dass wir zumindest eine Frau mit indischen Wurzeln aus britisch Guayana haben, einen Iren, zwei Französ*innen und sicher auch Menschen mit osteuropäischem Migrationshintergrund.
Ich denke, dass unser Mitmach-Garten in der Zukunft sicher gerade für diese Zielgruppe interessant sein wird (mehr …)
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Stuttgart: Kleine Wildnis kümmert sich um Obstbäume
(ANtrag)
Seit drei Jahren pflückt der Gemeinschaftsgarten „Kleine Wildnis“ Obst in und um die Stadt
Stuttgart und verschenkt es auf Klimademos, bei der Nachbarschaftsarbeit und die Schule und Kindertagesstätte im Stadtteil Hedelfingen. Diese Aktivitäten haben wir ausweiten können und haben in diesem Jahr „Essbare Region Verschenke-Tütchen“ im Netzwerk der Urbanen Gärten etabliert. Wir haben dafür Hochstammbäume auf einer Streuobstwiese zur Verfügung mit einer Höhe von bis zu 7 Metern. Wir pflücken zusammen mit Klimabewegten, NachbarInnen, Kindern und dieses Jahr auch mit Schulklassen.Außerdem bieten wir einen Sensenkurs rund um die Bäume an. Dazu haben wir die Stuttgarter Sensenschwinger gewinnen können (mehr …)
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Marbach: Mitmachgarten hat Träger gefunden
(Antrag, Antworten)
alsBUND–Ortsgruppe Marbach–Bottwartal setzen wir uns lokal und regional für Klima–und
Umweltschutz ein. Dabei pflegen wir selbst zahlreiche Biotope (z.B. Streuobstwiesen) und
unterstützen gleichgesinnte Nachhaltigkeitsakteure mit Know–how und Tatkraft. So auch den
Mitmach–Garten für Alle, ein offenes Gemeinschaftsgartenprojekt, das die Bürgerinnen und
Bürger Marbachs dazu einlädt, gemeinsam zu gärtnern und lokalen Obst–und Gemüseanbau
kennenzulernen. Die Gruppe setzt auf Wissensaustausch, Learning by doing und Beisammensein,
sie hat einen Ort des Experimentierens und der Vielfalt in Marbach geschaffen. Sie gärtnert ohne
Kunstdünger und Pestizide und legt viel Wert auf Artenreichtum, indem sie gezielt Naturmodule
errichtet und auch alte Obst–und Gemüsesortenausprobiert. Das städtische 1750 m2 große
Grundstück wird in der unteren Hälfte vom Mitmach–Garten für alle bewirtschaftet. Die Beete
werden frei bepflanzt und gepflegt, es gibt keine Pacht oder Reservierung–der Gedanke ist, dass
jeder jedem hilft. Im oberen Teil kümmert sich unsere BUND–Ortsgruppe um eine extensive
Wiesenpflege, die die Biodiversität stärkt.m vergangenen Jahr wurde gemeinsam einekleine Gartenhütte gebaut, um dort Gerätschäften
und Gartenequipment unterstellen und vor der Witterung schützen zu können. Die Geräte
(Spaten und Co.) standen seit der Gründung des Mitmach–Gartens 2018 im Freien und waren
entsprechend schnell verschlissen. Die Gruppe möchte die neue Hütte gerne zum Anlass
nehmen, um sich um eine solide und langlebige Grundausstattung an Gartengeräten zu
bemühen. Das Gärtnern mit gutem Werkzeug ist sicherer und macht mehr Freude–insofern ist
zu hoffen, dass durch eine gute Ausstattung auch die Gemeinschaft der Gärtnerinnen und
Gärtnern wächst und sich das Projekt professionalisiert.1
Wie groß ist denn die Fläche des Mitmachgartens?
Insgesamt 1750 m², etwa1/2davon ‚bewirtschaftet‘, 1/2davon Mähwiese/Hecken usw.
Ist die Fläche ganz offen?
Ja, es gibt keine Zäune, Tore o.ä.An einer Seite ist sie durch eine HeckezumNachbargrundstück
begrenzt.
Wie viele Beete gibt es dort und was wird in etwa angebaut?
Es gibt 12 eingefasste Beete plus etwa7weitere Beetflächen, direkt in der Erde. Zudem gibt es eine
Sträucherecke mit Beerenobst. Angebaut werden/wurden z.B.: Mangold, Spinat, Bohnen, Erbsen,
Rosenkohl, Erdbeeren, Kürbis, Zucchini, Tomaten, Kräuter.
Wie groß ist die Gruppe, die regelmäßig gärtnert, wie groß ist die Steuerungsgruppe und was
schätzen Sie, wie viele Menschenden Garten nutzen?
Regelmäßig gärtnern etwa 10–15 Leute, ebenso viele kommen mindestens zu offenen
Gemeinschaftsaktionen. In der Steuerungsgruppe sindmomentanvierLeute. Wie viele Menschen
den Garten insgesamt nutzen, ist schwer zu sagen, da es ein offener Garten ist.Ab diesem Gartenjahr
werdenzweiKlassen der Marbacher Grundschule den Garten nutzen und Kartoffeln, Bohnen,
Radieschen anbauen, um ihre Beobachtungen für den Sachunterricht zu nutzen. Diese
Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. Gemeinsam mit demVereinElternforum wird Ende April ein
Barfußpfad wieder an–/freigelegt, sodass mehr Eltern mit Kindern den Garten nutzen werden.Die
Mitarbeiter:innendes nahegelegenen Literaturarchivs unddieBewohner:innendes zugehörigen
Collegienhauses nutzen den Garten in ihrer Mittagspause bzw. am Feierabend zum Erholen.
Marbacher:innenkommen vorbei und erfreuen sich über die Initiative und kommen mit den
Gärtner:innen ins Gespräch. Kinder nutzen den Garten zum Naschen, Staunen, Spielen. Daher
würden wirsagen, dass den Garten überdas Jahr schon um die 50–100 Menschen den Garten in
irgendeiner Form nutzen.
Wie setzt sich die Gartengruppe zusammen?
Sie istbuntgemischtvom Kind bis zum Rentner, unterschiedlicher sozialer Schichten und
verschiedener Nationalitäten
Wie laufen die Arbeits–und Entscheidungsprozesse, wie können die Gärtner*innen
mitentscheiden? Wer bestimmt, was wo angebaut wird, wie laufen die Informationen?
Bei denregelmäßigenoffenen Gartentreffen wird sich über Pläne und Vorhaben ausgetauscht. Es
gibt einen Info–Schaukasten, der über Aktuelles informiert. Die Beetbepflanzung erfolgt first come
first serve. Mit Schildern oder Steinen wird markiert, dass die Fläche schon bepflanzt wurde. Ein paar
Mal im Jahr gibt es auch in der Lokalpresse angekündigte größereAktionen (z.B. Wildkräuterführung,
Beete winterfit machen, Barfußpfad anlegen usw.), bei denen auchstetsdas Prinzip und die Idee des
Gartens informiert wird.Da die Fläche derStadt Marbach gehört, werden größere Eingriffe und
Vorhaben immer auch mit der Stadt abgestimmt.
Wie bekommen Menschen mit, dass sie bei Garten dabei sein können?
Es gibt Flyer zum Mitnehmen in einer Infobox, Aushänge im Stadtgebiet, eine Facebook–Gruppe und–
Seite,Hinweise auf der städtischen Homepage,Lokalpresse, über das Gespräch mit Passant:innen
und Mund–zu–Mund–Propaganda.Was an Infrastruktur gibt es im Garten?
Die angelegten Beete und Wege (mit Holzhackschnitzel), eine Sitzbank, Stühle und Tischeund eine
Gartenhütte. Eine Wasserversorgung findet über ein nebenan gelegenes Gebäude statt(über einen
Schlauch wird Wasser in die Fässer geleitet).
Was passiert noch, außer dem Gärtnern?
Der Garten hat von Anfang an wert auf Beisammensein und Austauschgelegt. Manche bringen
Kuchen mit und man stößt auf das Wochenende an. Außerdem gibt es Kooperationen mit anderen
Initiativen und Vereinen, z.B. wurden für eine Aktion des Stadtmarketings verwendete, im
Stadtgebiet aufgestellte Hochbeete zur Weiternutzungin den Garten gebracht.Ein wichtiger Aspekt
ist immer auch der Artenschutz. Es gibt eine separat angelegte Blühfläche, mehrere
Insektennisthilfen,Steinpyramiden und weitere wichtige Strukturen für biologische Vielfalt.
Wie finanziert sich der Garten?Zahlen die Gärtner*innen einen Beitrag?
Der Garten finanziert sich durch Spenden und Bewerbungen auf Förderausschreibungen. Es gibt
keinen Mitgliedsbeitrag o.ä.
Was passiert mit der Ernte?
Das Gartenteam hofft, dass es bei der Ernte fair zu geht, dass also vor allem die zugreifen, die auch
mitgeholfen haben–jeder erntet dann von jedem. Da der Garten aber frei zugänglich ist, gibt es
keine Kontrolle o.ä.
Wer kümmert sich um die Gartengeräte?
Bisher wurden die Gartengeräte wenn noch möglichin Eigeninitiativeder Gruppenmitglieder
repariert. Es waren meist ausrangierte Spenden, die ohnehin ihre beste Zeit schon hinter sich hatten
und dann der Witterung ausgesetzt waren. Die neu angeschafften Geräte könnten nun in der Hütte
stehen. Denkbar ist auch, dasMarbacher Repair–Café zu kontaktieren und bspw. eine gemeinsame
offene Aktion zur Pflege und Reparatur von Gartengeräte zu veran (mehr …) -
10 Jahre IG Darmstadt
(Gu, alerts)
KRANICHSTEIN – Seit zehn Jahren sind die Mitglieder des Vereins „Internationale Gärten Kranichstein“ nun schon dabei, Gemüse, Obst und Salat auf ihren Parzellen an der Fasaneriemauer zu hegen und zu pflegen. Das soll gefeiert werden und so versammelten sich die Gärtnerinnen und Gärtner unterschiedlichster Nationen am vergangenen Wochenende zum Vorbereitungstreffen. „Ich backe und helfe saubermachen“, verspricht eine Frau. „Es wäre toll, wenn ein paar Männer die Toilette aufbauen könnten“, sagt eine andere.
Wenig später ist ein Gärtnertrupp am Zusammenschrauben der Kompost-Toilette, die der Verein gerade – ermöglicht durch eine Spende – anschaffen konnte. „Es ist immer wieder toll, zu sehen, wie viel Engagement gerade auch in die Gemeinschaftseinrichtungen gesteckt wird“, sagt die Vereinsvorsitzende Marion Olsowski. Egal, ob es um den Bau einer Pergola oder die Erhaltung der beiden Bauwagen geht, in denen Werkzeuge untergebracht sind, um das Anlegen einer Kräuterspirale oder eines gemeinschaftlichen Komposthaufens. Auch um die an das Gelände anschließende städtische Streuobstwiese kümmert sich der Verein, der Menschen aus Russland, Chile, Kuwait, Thailand, Deutschland, Nepal und dem Iran – um nur einige der vertretenen Nationen zu nennen – umfasst.
Das seit zehn Jahren währende gemeinsame Gärtnern feiern die Internationalen Gärten am Samstag, 8. September, von 14 bis 18 Uhr. Gäste sind willkommen. Die Mitglieder sorgen für Köstlichkeiten aus der ganzen Welt. Das Jubiläumsfest findet auf dem Gartengelände „An der Fasaneriemauer“ statt. (kaw)„Ich hatte damals von einem solchen Projekt in Göttingen gehört und außerdem das Buch „Wurzeln schlagen in der Fremde“ gelesen“, erinnert sich Doro Neidhart an die Anfangsjahre. Zusammen mit Susanne Neumeyer-Seekatz und Barbara Mayer, der späteren langjährigen Vorsitzenden, hat sie die Idee des gemeinschaftlichen Gärtnerns von Menschen unterschiedlicher Herkunft vorangetrieben. Unterstützt aus Mitteln des Bund-Länder-Projekts Soziale Stadt wurde für die Idee die Werbetrommel gerührt – in der Stadtteilrunde Kranichstein, in Vereinen, in Kitas und beim internationalen Frauenfrühstück. „In Kranichstein, wo wir alle drei wohnen, leben so viele Nationen zusammen, da bot sich dieses Projekt einfach an“, meint Doro Neidhart. Und außerdem: „Und wir alle lieben Gärten.“
Mit Hilfe der Stadt war dann auch bald ein geeignetes Grundstück gefunden: Eine Wiese auf der einst der mittlerweile verstorbene Peter Gleichauf seine Oberwaldhaus-Ponys grasen ließ. Mit Unterstützung des Ketteler-Cardijn-Werks, einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft des Bistums Mainz, wurden 16 Parzellen auf dem 2500 Quadratmeter großen Gelände angelegt. Später kam der Wildschutzzaun hinzu und 2008 konnten die Gärtnergemeinschaft loslegen – zunächst ohne den mittlerweile eingerichteten Wasseranschluss.
Fast von Anfang an dabei ist Ibrahim Karimpur. Der aus dem Iran stammende Kurde ist froh, einen eigenen Garten bewirtschaften zu können: „Meine Familie hatte früher auch immer einen Garten. Das hier ist damit ein Stück Heimat für mich.“ Als gelernter Koch baut er auf seiner Parzelle hauptsächlich Kräuter an: Schnittlauch, Petersilie, Pfefferminze. Bei handwerklichen Einsätzen ist seine Unterstützung stets sehr gefragt. „Wir sind hier wie eine große Familie“, sagt Karimpur. Man helfe sich gegenseitig. Sei bei jemandem die Ernte sehr üppig ausgefallen, werde an andere verschenkt.
Das bestätigt auch Erna Lenz. Sie stammt aus Kasachstan und ist erst seit Jahresbeginn bei den Internationalen Gärten mit dabei. „Ich esse gerne Obst und Tomaten. Aber die aus dem Supermarkt sind nicht so gut.“ Tomaten, Erbsen, Weintrauben, Johannis- und Himbeeren kann sie nun im eigenen Garten ernten. „Die Gemeinschaft hier funktioniert gut“, sagt sie. Sie freut sich, dass der Nachbar die Pflanzen mitwässert, wenn sie nicht dazu kommt. Man könne jederzeit mit Unterstützung rechnen.
Wie in jeder Kleingärtnergemeinschaft gibt es für das Zusammenleben feste Regeln: So werden nicht mehr als zwei Familien einer Nationalität aufgenommen. Die Errichtung fester Hütten ist untersagt, lediglich Pergolen sind auf den Parzellen erlaubt. Bäume dürfen nicht gepflanzt werden, damit Nachbargrundstücke nicht verschattet werden. „Und wenn es Probleme gibt, dann wird das gemeinsam besprochen“, betont Marion Olsowski. Beim Treffen am letzten Wochenende sind die für die Festvorbereitung wichtigen Punkte schnell abgehakt und es bleibt noch Raum für einen wichtigen Hinweis: „Heute können wir die Pfirsiche auf der Streuobstwiese pflücken.“ (mehr …)
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Obst-und Gartenbauverein in Kirchheim (Heidelberg) will Gemeinschaftsgarten anlegen
(Gu aus alerts, 29.9.)
Im nächsten Frühjahr kann man es wahrscheinlich schon sehen: wie ein großer Acker in Kirchheim beginnt, sich zu einer ökologischen Oase zu entwickeln. Das Projekt „Ein Garten für alle“ stellte jetzt der Obst- und Gartenbauverein Kirchheim interessierten Bürgern, einigen Gemeinderatsmitgliedern sowie dem Stadtteilvereinsvorsitzenden Jörn Fuchs im südlichen Kirchheim im Gewann Lochäcker vor.Auf 2400 Quadratmetern, die man vor zwei Jahren für eine beträchtliche Summe erworben hat, soll in drei Abschnitten eine Streuobstwiese, ein Gemüsegarten sowie ein Obstgarten entstehen. Mit dem Aufbau der notwendigen Infrastruktur, also dem Wasseranschluss, den Zäunen, Hecken und Toren beginnt man im November und hofft dann, im Frühjahr mit den Bodenvorbereitungen, der Einteilung und der Bepflanzung zu beginnen. Dann, so der erste Vorsitzende Hans-Peter Vierling, wäre es schön, wenn schon die ersten Gartenfreunde aus Kindergärten, Schulen und Seniorenzentren dabei wären, um vielleicht sogar tatkräftig mitzumachen.
Dann könnten auch die geplanten Veranstaltungen für Jung und Alt beginnen. Schulen und Kindergärten sowie Seniorenzentren möchte man schwerpunktmäßig ansprechen, beschrieben Hans-Peter Vierling und Michael Frauenfeld ihr Vorhaben, das sie „Erlebnisgärtnern für Kinder“ und „Aktiv im Garten für 60 Plus“ nennen.
Gedacht ist auch daran, Schnitt- und Veredlungskurse, Seminare für Fachwarte sowie Workshops zum Gemüseanbau abzuhalten. Dabei setzen sie auf den Trend, dass Gärtnern wieder in Mode kommt – aktuell in Form von „Urban Gardening“. Da die Altersstruktur im Verein ziemlich hoch sei, hoffe man, mit dem neuen Projekt auch die Jüngeren anzusprechen und das Wissen an sie weiterzugeben.
12.000 Euro will der Verein für die Neuanlage ausgeben, wobei rund 6000 Euro für die Verlegung der Wasserleitung gedacht sind. Bei Nennung dieser hohen Summe ging ein Blick in Richtung der Stadträte“
http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Kirchheimer-Obst-und-Gartenbauverein-stellt-Ein-Garten-fuer-alle-vor-_arid,130046.html(Gu, Mail, 6.10.)
Unser Projekt richtet sich in erster Linie an Kindergärten, Schulen, Seniorenzentren, natürlich an unsere Mitglieder und an alle “Obst- und Garteninteressierten”. Für diese Zielgruppen werden wir Seminare und Workshops anbieten und Fachwissen vermitteln, z.B. Erlebnisgärtnern für Kinder, Streuobst und Ernährung, Vögel der Streuobstwiesen, pflegeleicht und ergonomisch Gärtnern, Gemüseanbau im Hochbeet, Schnitt- und Veredelungskurse, Workshops Gemüseanbau, Fachwartefortbildung und vieles mehr.
Bis Martini 2015 ist das Grundstück noch an einen Bauern verpachtet, danach geht es los…“ (mehr …) -
Verwaltungsausschuß stellt 16.000 Euro für IG Böblingen bereit
(Gu, Mail, 10.12.)
In Böblingen entsteht ein Interkultureller Garten. „Die Interessengemeinschaft, die aktuell aus 8 Personen + 3 Gruppen/Vereinen besteht, hat in Böblingen das Glück, bereits über ein Grundstück mit rund 1200qm in zentraler Lage zu verfügen, das als städtisches Grundstück zur Verfügung gestellt wurde. Außerdem wurden für 2015 vom Verwaltungsausschuss insgesamt 16.000,-€ für die ersten erforderlichen Arbeiten bereit gestellt und die Stadtgärtnerei übernimmt die ein und andere vorbereitende Aufgabe.“ Es handelt sich um eine innerstädtische Streuobstwiese. Eine erste Planung, wo was hin soll, haben sie gerade gemacht. Noch wird die Gruppe von der Integrationsbaeauftragten begleitet – geplant bis zur offiziellen Eröffnung/Übergabe des Grundstücks.