Schlagwort: Strohballen

  • Stadtoase Bad Säckingen: Lehmstrohhaus wird gebaut

    (ANtrag/ANtworten)

    Unser Projekt, ein 3000 m2 grosses Grundstück für einen öffentlichen Gemeinschaftsgarten anzulegen, der auch als Bildungsgarten für und mit Schulen und Kindergärten dient, geht ins 3. Bestehungsjahr. Die Anstiftung hat dazu bereits einmal Fördermittel bereitgestellt. Wir haben mittlerweile ein Bildungsprogramm entwickelt „gesunde Lebensmittel in der Stadt“, welches von unseren kleinen GärtnerInnen  begeistert aufgenommen wurde.

    Unser Verein leistet einen wertvollen Beitrag zu den Themen Bürgerbeteiligung, gemeinsames Gestalten der Stadt durch die Einwohner und das Fördern eines Generationen- und kulturübergreifenden Miteinander. Das Projekt fördert die Stadtökologie und schafft Orte der Nachhaltigkeitsbildung. Durch Infostände am Wochenmarkt binden wir die lokale Bevölkerung in den Gestaltungsprozess mit ein.

    Nun möchten wir unser nächstes Projekt angehen:

    Bau einer Stroh-Lehm Hütte auf dem Areal des Gemeinschaftsgartens Stadtoasen Bad Säckingen e.V.

    Die Hütte wird aus organischen Materialien gebaut (Stroh, Lehm, Holz). Wir benötigen die Hütte für Gemeinschaftsanlässe und zur Abhaltung von öffentlichen Kursen und Workshops für Kinder/Jugendliche und Erwachsene (Permakulturkurse z.B.) Weiters planen wir den Aufbau und das Aufbewahren einer eigenen Samenbank mit alten Sorten.

    Die Workshops und Veranstaltungen werden auf unserer Homepage und mittels Flyer und Plakaten in der Stadt angekündigt. In den vergangenen zwei Jahren haben wir diverse Workshops bereits im Freien durchgeführt (Die Reise in die Vesperbox. Ökologische Bewirtschaftung eines Hochbeetes).

    Zum Teil wird uns das Holz vom Stadtforst gespendet. Auf dem Dach der Hütte soll dann eine PV-Anlage errichtet werden, wofür wir bereits einen Spender gewinnen konnten.

    Für die professionelle Durchführung konnten wir einen erfahrenen Architekten und einen Schreinermeister gewinnen, deren Beratung durch einen Beratungsgutschein der Allianz für Beteiligungen honoriert werden sollen. Die Bauarbeiten sollen von unseren Mitgliedern unter der Anleitung der beiden Profis durchgeführt werden. Dazu wurde ein Bauteam gegründet.

    Im September 2017 bestand die Gartengruppe ja aus 35 Leuten und 60 Menschen waren Vereinsmitglieder. Wie ist denn Stand der Dinge derzeit? Wir haben bis jetzt 79 Mitglieder.

    Wie viele Leute sind aktiv mit im Garten dabei und wie setzt sich diese Gruppe zusammen? Die aktive Gruppe, welche gärtnert, ist ein bisschen geschrumpft. Einerseits, da einige weggezogen sind, andererseits da die meisten Flüchtlinge nun vom Flüchtlingsheim in Bad Säckingen in Wohnungen in der ganzen Region verteilt wurden. Zusätzlich zur aktiven Gruppe haben wir nun eine Baugruppe gebildet, welche aus 6 Mitgliedern besteht. Die Baugruppe hat die Errichtung des Lehmofens, der ökologischen Toilette, des Bienenhotels übernommen und wird auch beim Bau der Strohlehmhütte tätig sein.

    Hat sich bei der Kernorga-Gruppe etwas verändert? Sind Leute aus der Gartengruppe mit eingestiegen? Ja, seit der letzten Hauptversammlung am 1.3.2019 hat der Vorstand Zuwachs durch 3 Beisitzer bekommen. Der Vorstand ist gleichgeblieben. Durch die 3 Beisitzer können wir die Aufgaben und Verantwortungen ein bisschen besser verteilen.

    Sind noch Geflüchtete mit im Projekt dabei und ggf. noch mehr geflüchtete Menschen dazu gekommen? Wir haben derzeit nur mehr 2 Flüchtlinge dabei, eben aus dem Grund, da alle anderen bereits auf Wohnungen im Grossraum Hochrhein verteilt wurden.

    Wie viele Beete gibt es inzwischen und wie groß ist der Anteil der Beete/gärtnerischen Nutzung an der Gesamtfläche? Es gibt einerseits die Hochbeete (5) und dann die Erdbeete (ich würde Ihnen das gerne auf einem Foto zeigen, den zählen lässt sich das schlecht) Der Anteil der Beete/gärtnerische Nutzung beträgt 50 % der Gesamtfläche.

    Hat es sich für die Gruppe bewährt, alles gemeinschaftlich zu machen oder gibt es inzwischen auch individuelle Beete oder Mischformen? Nein, es wird weiterhin alles gemeinschaftlich bepflanzt, außer 2 niedrige Hochbeete, welche von dem Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt betreut werden.

    Wie beteiligen sich Schulen und Kindergärten an den Kosten des Gartenprojekts? Die Kindergartenkinder bepflanzen und betreuen ihre beiden Hochbeete. Die Anton-Graber Schule wird in nächster Zeit ihr eigenes Hochbeet bauen und bewirtschaften. Weiters finden Veranstaltungen im Garten statt, wie z.B. „Die Reise in die Vesperbox“. Kosten entstehen dabei keine, ausser eventuelle Setzlinge oder Samenkäufe durch die Schulen und Kindergärten.

    Handelt es sich bei der Strohlehmhütte um das Vorhaben, das Sie im Antrag von 2017 mit erwähnt haben? Das wollte der Verein ja ursprünglich 2018 realisieren, was hat denn zur Änderung der Planungen geführt? Ja, es handelt sich um das selbe Vorhaben. Wir konnten es aus Geldmangel 2018 nicht realisieren. Ausserdem hatten wir andere Projekte vorgezogen, wie den Lehmofen, die Toilette, Bienenhotel, Bienenstock.

    Bitte skizieren Sie mir in etwa wie viele Kurse es geben soll, ob diese kostenfrei für die Zielgruppen sind und wie der Anteil an speziellen Angeboten für Kinder und Jugendlichen dabei liegt. Es gab und wird geben bis zu 10 Kurse im Jahr, woran etwa 50 Kinder teilgenommen hatten und teilnehmen werden. Diese Kurse sind kostenfrei für die Zielgruppen. Brauchen Sie eine genaue Aufstellung der Kurse? Es sind aber auch Workshops für Erwachsene angeboten worden und werden auch in Zukunft angeboten. Diese Workshops sind für Mitglieder gratis und für Nichtmitglieder stellen wir eine Spendenbox auf.

    Soll die Samendatenbank in das Strohballenhaus einziehen? Ja, wir brauchen die Hütte auch zur Aufbewahrung der Samen.  

    Dann interessiert mich noch, woher die Strohballen und der Lehm kommen werden und wie viele Strohballen und auch wie viel Lehm gebraucht werden. Den Landwirt hatten Sie wahrscheinlich schon gefragt, ob er die Ballen spenden würde? Die Strohballen kommen von Markus Fliegauf Strohballen in Bad Krotzingen (100 Stk. Kleinballen). Der Lehm wird voraussichtlich einem regionalen Lehmhersteller in der Nähe von Schopfheim geliefert (3 ½ m3). Wir werden sicher fragen, ob beide einen Teil für eine gemeinnützige Sache spenden wollen. Wir können ja auch Spendenbestätigungen ausstellen. Dann brauchen wir noch 15 m3 Kies in unterschiedlicher Grösse für Fundament und Boden und Sand. Letzteres werden wir voraussichtlich gratis vom Stadtforst bekommen, wie schon die Holzbalken.

    Wäre es denkbar, dass vom Bau des Hauses eine Bauanleitung erstellt wird, die wir dann hier hochladen können? https://anstiftung.de/urbane-gaerten/praxisseiten-urbane-gaerten/107-praxisblaetter/urbane-gaerten/102481:infrastrukturen-selberbauen. Ja, sehr gerne, wenn wir dann fertig sind und alles gelungen ist, machen wir das. Es wird auch ein Video gedreht.

    Wie viele Menschen sind in der Baugruppe und wie lange würde der Bau dauern? Wir sind 6 Leute in der Baugruppe und es wird ca. 3 Monate dauern (witterungsabhängig). Jedoch wird die Zeit um die Lehmtrocknung um 2-3 Wochen verlängert.

    Und was sind Beratungsgutscheine der Allianz für Beteiligungen?Für den Bau der Hütte brauchen wir einen Architekten und einen Schreiner vom Fach, die uns beraten. Für solche Experten fördert die Allianz für Beteiligungen Vereine oder Initiativen mit einem Beratungsgutschein für die eventuellen Honorare dieser Experten für ihre Beratungstätigkeit.


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  • Brand im Strohballenhaus in Leipzig

    Telefongespräch (Andrea mit Tino Neufert, Di, 18.11.2014) zum Brand im Strohballenhaus in Leipzig. Brandstiftung war es wohl nicht, sagt Tino, sagt die Polizei, sondern vermutlich ein defektes Kabel. Auch dieses Unglück hat die Gartengruppe aber nur noch mehr aktiviert. Es gab ein Treffen, was jetzt zu tun sei, einige Materialien konnten sie retten, und das Fundament steht ja noch. Es wird wohl wieder aufgebaut werden. Der Garten sei zurzeit sowieso „mehr so ein Projektort“, statt einfach nur ein Ort zum Gärtnern, sagt Tino Neufert. Die Gefahr, dass sie in nächster Zukunft vertrieben werden, scheint nicht mehr ganz so akut, die interessierten Investoren sind erst einmal alle wieder abgesprungen, vermutlich weil sie so viel Wirbel veranstaltet haben. Seit einiger Zeit trifft sich eine Gruppe kontinuierlich, um ein Konzept zu erarbeiten, das eine Bebauung des Geländes mit dem Erhalt des Gartens kombinieren soll.

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  • IG Wolgast hat losgelegt

    (Gu, Mail, 4.11.)

    Der geplante IG Wolgast hat losgelegt und auch schon die erste Ernte gehabt. Fürs nächste Jahr haben sie 2 Stellen beantragt (Bundesfreiwilligendienst), so dass sie ständig Ansprechpartner auf dem Gelände haben. Sie haben außerdem ein Strohballenhaus geplant und wollen in die Umsetzung gehen.

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  • Bürgergarten Helle Oase will Strohballenhaus mit integrierter Komposttoilette bauen

    (Gu aus Antrag vom 23.5.)
    Die Koordinatorin des Bürgergartens Helle Oase in Berlin Hellersdorf beantragt bei uns die Kosten für den Bau eines Strohballenhauses mit Komposttoilette (Permakultur). Das Projekt ist u.a. ein Gemeinschaftsgarten, es gibt einen Spielplatz und Bauten für Jugendliche.
    Sie wollen gerne eine eigenen Toilette für das Projekt – bisher nutzen sie die Toiletten im benachbarten Jugendzentrum. Der Garten hat Permakultur als einen Schwerpunkt und so möchten sie die Toilette auch in diesem Sinne bauen: aus Strohballen und Lehm. Das soll in einem einwöchigen Workshop in den Sommerferien stattfinden, an dem max 20 Leute teilnehmen können. Bei 10 Anmeldungen wird der Workshop stattfinden.
    Das Fundament sollen Jugendliche bauen, die in „Maßnahmen der Berufsorientierung“ sind und so ein Praxisprojekt hätten. Schon einiges im Garten ist durch Jugendliche solcher Maßnahmen gebaut worden.

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