Schlagwort: Studierende

  • Potsdam: Gemeinschaftsgarten an Studi-Wohnheim

    (Antrag, Antworten)

    FRAGEN und ANTWORTEN

    Wir haben eine dauerhafte Genehmigung vom Studierendenwerk West:Brandenburg für die Anlage des Gartens, da die Fläche auch zum Grundstück des Wohnheimes gehört und wir das Projekt ja zusammen mit dem Studierendenwerk umsetzen.

    Wie viele Beete es geben wird und in welcher Form diese bewirtschaftet werden, hängt von den Teilnehmenden und deren Wünschen ab. Wir wollen sie dazu anregen die Beete gemeinschaftlich zu nutzen und haben auch Vorschläge, wie ein Kräuterbeet und Insektenbeet für das gesamte Wohnheim, letztendlich wollen wir die Mitwirkenden aber selbst entscheiden lassen, welche Form für sie am besten passt. 

    Damit die Beete trotz hoher Fluktation im Wohnheim nicht vergessen werden, werden der Residenceworker und die Tutor*innen regelmäßig Veranstaltungen, wie beispielsweise Anpflanzaktionen im Frühjahr, stattfinden lassen und das Studierendenwerk in E-Mails immer zum Semesterstart informieren, sodass auch neu eingezogene Bewohner*innen darüber Bescheid wissen. Außerdem hängen wir noch ein Plakat im Schaukasten des Wohnheims auf und wollen auch im Garten ein Schild mit Infos und QR Code zur Gruppe aufstellen. 

    Wie offen ist der Garten? Kann die Nachbarschaft auch mitmachen?
    Zu deiner Frage können wir sagen, dass der Garten jetzt während der Erstellung erstmal nur für die Studierenden des Wohnheims Forststraße geplant ist, da wir einige Förderungen haben die sich besonders auf Projekte für Studierende fokussieren. 

    Eine Ausweitung der Nutzung ist, von unserer Seite aus, langfristig gesehen erwünscht. Da der Garten allerdings auf dem Gelände des Studierendenwerks West:Brandenburgs ist, müssen wir das noch abklären

    Wir möchten gemeinsam mit den Studierenden des Wohnheims in der Forststraße in
    Potsdam einen Gemeinschaftsgarten auf dem Gelände anlegen. Der Garten soll von den
    Bewohner*innen gemeinschaftlich genutzt und gepflegt werden sowie allen als
    Aufenthaltsort offen stehen. Fachlich unterstützt uns dabei Alexa Junge, die umfassende
    Erfahrung in Gemeinschaftsgärten und Permakultur einbringt und bereits bei einer ersten
    Besichtigung verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten mit uns erarbeitet hat.
    Über die Tutorinnen des Wohnheims wurde bereits das Interesse der Bewohnerinnen
    abgefragt – mit sehr positiver Resonanz. Als nächstes laden wir über die WhatsApp-Gruppe
    des Wohnheims sowie den E-Mail-Verteiler des Studierendenwerks zu einem
    Planungstreffen ein. Dort stellt Alexa Junge verschiedene Gartengestaltungen vor und gibt
    Input zu Permakultur und nachhaltigem Gartenbau. Auf dieser Basis entsteht ein
    gemeinsamer Plan für Beete, Bepflanzung und weitere Gestaltungselemente.
    Anschließend beschaffen wir die benötigten Materialien wie Erde, Saatgut, Holz und
    vorzugsweise recycelte Baustoffe.
    Die praktische Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Arbeitseinsatzes zwischen Februar und
    April 2026. Die genauen Termine werden bei den Planungstreffen gemeinsam festgelegt,
    damit möglichst viele Bewohner*innen teilnehmen können. Ziel ist es, den Garten so
    vorzubereiten, dass direkt im Anschluss die Bepflanzung starten kann.
    Nach Fertigstellung wird der Garten an den Residenceworker des Studierendenwerks sowie
    die beteiligten Tutorinnen übergeben, damit langfristig eine gute Betreuung gesichert ist.
    Zusätzlich informieren Plakate, regelmäßige E-Mails und ein Beitrag auf der Website der
    Bürgerstiftung Potsdam über das Projekt und Möglichkeiten zum Mitmachen. Für die
    zukünftige Vernetzung der Gärtnerinnen wird eine Messenger-Gruppe eingerichtet, die über
    QR-Codes im Garten und online erreichbar ist.

    Kooperationspartner*innen
    Studierendenwerk West:Brandenburg
    Facetten der Kulturarbeit e. V. (Träger)
    Alexa Junge
    > Expertise beim Anlegen von (Gemeinschafts-)gärten
    Potsdamer Bürgerstiftung & freiGarten im freiLand (CULTUS UG)
    Art Department Studio Babelsberg GmbH

    Förder*innen
    Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Fachhochschule Potsdam
    Studierendenrat des Fachbereichs Stadt Bau Kultur (Stura) der Fachhochschule Potsdam
    Stiftung Anstiftung (Materialförderung)
    ProPotsdam GmbH (Sponsoring)

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  • München: Gassengarten gibt es nicht mehr

    der Gassengarten existiert leider nicht mehr, der war einigen Personen im Studierendenwerk ein Dorn im Auge…
    Der Garten an der Hochschule existiert weiterhin (auch wenn es dort Finanzierungsprobleme gibt), die mail ist aber nicht mehr aktiv. Uns kann man aber über Instagram (@eatyourcampus) erreichen.

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  • Bremen: Garten im Irgendwo

    (ANtrag, Antworten)

    • Wem gehört die Fläche und wie sieht die vertragliche Regelung dafür aus? Gibt es eine Nutzungsbegrenzung oder haben Sie eine langfristige Nutzungsdauer?

    Die Fläche gehört der Wirtschaftsförderung Bremen (Stadt). Wir haben als Verein Kulturbeutel e.V. einen auf 10 Jahre unkündbaren Mietvertrag mit Aussicht auf weitere 10 Jahre.

    • Muss der Verein Pacht zahlen und wenn ja, wie viel? 

    Wir zahlen einen Betrag von 600 Euro pro Jahr an die Stadt.

    • Wie groß ist die Fläche, auf der gegärtnert wird?

    Die Hochbeetfläche beträgt ca. 23m2, dazu kommt ein Beerenbeet (4m2), eine Kräuterspirale, ein Quittenbaum, 5 Kübel mit Kartoffeln je ca 60l und ein Gewächshaus mit ca. 13 großen Wannen je ca. 90l.

    • Sind die Hochbeete, das Gewächshaus, die Bäume etc. an einem Ort auf der Fläche oder ist der Garten sozusagen verteilt im „Irgendwo“

    Der Garten ist eine abgegrenzte Fläche, die nicht bei allen Veranstaltungen zum Veranstaltungsgelände gehört. Es wird hier meist an seperaten Terminen gegärtnert, außer zu Familientagen, wo auch mal ein Workshop im Garten stattfinden kann. 

    • Wie lange gibt es den Garten schon?

    Seit 2017.

    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten plant, weiterentwickelt und die gärtnert? Wie groß ist die Kerngruppe? Wie setzt sich die Gruppe zusammen, sind z.B. auch Menschen mit Fluchtgeschichte oder Migrationshintergrund dabei?

    Die Gruppe ist besteht aus aktuell 5-8 Menschen, die sich über eine Telegramgruppe organisieren. Je nach Zeit und Kapazität wird sich an der Planung der kommenden Gartensaison beteiligt. Die Hauptorganisation liegt momentan bei einer Person, welche als Überblicksperson zu größeren Aktionen aufruft und darüber Bescheid weiß, welche Aufgaben momentan anliegen könnten. Die Gruppenmitglieder sind hauptsächlich studentisch. Wir haben aber auch schon Schulklassen und geflüchtete Kinder aus der naheliegenden Unterkunft an besonderen Tagen miteingebunden und einen schönen Tag im Garten angeleitet.

    • Gab es Fluktuation und wenn ja, woran lag das?

    Es gibt durchaus Fluktuation – weshalb auch Überblickspersonen für eine erfolgreiche Gartensaison wichtig sind. Das liegt dann meist daran, dass die Personen nach dem Studium wegziehen oder auch einfach den Stadtteil wechseln. Andere Gründe sind uns nicht bekannt. Es finden sich aber immer wieder neue Personen.

    • Wie machen Sie auf den Mitmachgarten aufmerksam, wie erfahren Menschen aus der Nachbarschaft davon?

    Es gibt ein Holzschild am Zaun mit Kontaktdaten. Außerdem ist auch in unsere Onlinepräsenz einsehbar, dass der Gemeinschaftsgarten auf der Fläche existiert.

    • Wird alles gemeinschaftlich begärtnert oder gibt es auch Patenbeete oder individuelle Beete?

    Bisher wurde alles gemeinschaftlich angepflanzt und es wurde sich um alles von allen gekümmert, da Mischkultur und Fruchtfolge beachtet wurde und der Garten als mehrjähriges System. Patenbeete sind in nächster Zeit allerdings auch angedacht. 

    • Wie entsteht Gemeinschaft?

    Durch gemeinsame Aktionen, Gärtnern und Kochen der geernteten Lebensmittel. 

    • Wie beteiligen sich die Gärtner*innen an den Kosten des Gartens?

    Es wird eigenes Saatgut gekauft/mitgebracht/vermehrt/getauscht und auch Werkzeuge und teilweise Jungpflanzen Zugesteuert. Auch wird gemeinsam zu Kleinanzeigen “Zu Verschenken” Aktionen gefahren, wo Dinge aus Gärten abgeholt werden können – dabei wird beispielsweise neben Zeit auch das Fahrzeug und Benzin gestellt.

    • Haben Sie Kontakt zum Grünflächenamt und dort nach Möglichkeiten der Unterstützung (z.B. Kompost) gefragt?

    Bisher nicht, das ist eine gute Idee!

    • Wo würden die Pflanzlichter hängen? Wer kümmert sich im Garten um die Anzucht?

    Das Anzuchtregal ist in einem Teil des Hauses aufgebaut, in dem auch das Büro des Vereins ist. Dort haben alle Ehrenamtlichen Zugang. 

    • Aus welchem Material bestehen die Schneckenkragen?

    Aus recyceltes Polypropylen – es gibt auch welche aus rostfreiem Stahlblech, diese sind allerdings viel teurer.

    • Sind Sie mit anderen Gärten in Bremen vernetzt? Da gibt es ja recht viele.

                     Wir tauschen mit dem Stadtgarten Lucie öfter Saatgut aus und es gab auch die Idee,                dass Workshops in Zukunft auch mal bei uns stattfinden,

    Ein Gemeinschaftsgarten in der Airportcity Bremen!
    Ein Gemüsegarten, der frei zugänglich ist mitten in der Stadt ist gelebte Subkultur im
    urbanen Gebiet, in dem sonst alle im Supermarkt einkaufen und Selbstversorgung auf dem
    Balkon nur sehr begrenzt möglich ist. Nicht zuletzt bietet der Garten einen Aufenthaltsort, an
    dem wir uns von der Stadt erholen und gleichzeitig dem grauen Beton immer mehr Grün
    abringen!
    Die Fläche an der Amelie-Beese-Straße, auf der seit 2017 das IRGENDWO seinen Platz
    findet, ist das beste Beispiel einer Vision der grünen Oase mitten in der Stadt mitten in der
    Airportcity.
    Ab dem Frühjahr erblüht im IRGENDWO ein Stadtgarten, an dem jede*r teilhaben kann! In
    Hochbeeten, Kräuterspirale und Gewächshaus können Gemüse- und Obstpflanzen gepflanzt
    und gepflegt werden. Dabei nutzen wir die Saat der Pflanzen aus dem Vorjahr, organisieren
    Saatgutbörsen und sammeln kostenlose Pflänzchen ein, wo immer wir sie finden. Wir
    reproduzieren hier Saatgut selbst, tauschen es untereinander, statt Hybridsorten im
    Baumarkt zu kaufen, kultivieren alte Sorten, ziehen lokales Gemüse, bereiten es im Idealfall
    gleich vor Ort zu und kochen damit.
    Die Ernte können die Gärtner*innen selbst genießen und das Gemüse wird auch genutzt, um
    gemeinsam zu kochen und so ein schönes Miteinander zu schaffen. Zu den Projekten
    gehören je nach Interesse der am Garten beteiligten weitere DIY-Projekte: wir möchten einen
    Wasserturm bauen, permakulturelle Ansätze erproben und unsere Pflanz- und Erntestrategie
    weiterentwickeln und erproben. Welche dieser Projekte wir umsetzen, wird kollektiv und
    basisdemokratisch entschieden. Wir laden zu wöchentlichen Treffen im Garten ein (dort
    warten gepflegte Hochbeete, Gewächshaus und eine Werkstatt) auf Mitnutzung.
    Was ist aktuell geplant? ca. 15 m2 Hochbeete, die Erneuerung der Kräuterspirale, zwei
    kleine Obstbäume, ein Beerenbeet, sechs Kartoffelkübel und ein 8m2 Gewächshaus. Die vor
    ungefähr vier Jahren gebauten Hochbeete aus Paletten und anderem Holz, müssen dieses
    Jahr teilweise repariert werden. Manche sind abgesackt, manche lösen sich an einigen
    Stellen. Die Beete sollen mit Kompost aufgefüllt werden, sowie mit organischem Bio-Dünger
    unterstützt werden (Bodenaktivator und Dünger) Es sollen weitere Rankgitter gebaut werden
    (für Stangenbohnen, Gurken und Kürbisse). Ein langfristiger Kompost soll angelegt werden.
    Da letztes Jahr ein hoher Verlust durch Schnecken verursacht wurde, soll eine nachhaltige
    Schneckenabwehr durch Schneckenkragen etc. angeschafft werden Außerdem möchten wir
    chemiefrei gegen Blattläuse vorgehen mit Marienkäferlarven. Für die Jungpflanzenanzucht
    braucht es Pflanzenlicht und wiederverwendbares Zubehör (Anzuchtschalen, Ballbrause etc).
    Da wir nicht genug Platz haben für die Jungpflanzenanzucht, soll ein Teil der Jungpflanzen
    bei einem lokalen, biologischen und inklusiv arbeitendem Bertieb gekauft werden. Die
    geplanten Anschaffungen und Kosten haben wir im Kostenplan zusammengestellt.

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  • Göttingen: Waldgarten startet

    (Antrag, Antworten)

    1. Wie viele Menschen sind in der Kerngruppe und in der Gartengruppe?

    Die aktive Gruppe besteht derzeit aus 30 Leuten. Die meisten sind Studierende, es gibt aber auch 3 berufstätige Personen und 1 Schüler, der nun aber für ein Jahr ins Ausland geht. Ca. die Hälfte davon sind sehr eng mit dem Projekt verbandelt und kümmern sich um die interne Organisation und Aufgabenverteilung. Die Kerngruppe besteht aus ca. 15 Personen und wir sind in 6 verschiedenen Arbeitsgruppen organisiert.
    Ein Jugendbildungsreferent von JANUN e.V., Herr Felix Möller, ist auch eine der aktivsten Personen im Projekt, dies vorwiegend als Ehrenamtlicher und nur in sehr geringem Umfang in seiner Rolle als JuBiRef.


    2. Die Mitwirkenden sind hauptsächlich Studierende, wie wollen Sie mit der erwartbaren Fluktuation umgehen? Wie wird gewährleistet, dass Wissen weitergegeben wird und Aufgaben nicht liegen bleiben?

    Um Wissensherrschaft zu vermeiden und allen Beteiligten den Zugriff auf alle nötigen Ressourcen und Informationen zu ermöglichen arbeiten und dokumentieren wir alles online auf Trello (6 verschiedene Boards) mit angeknüpfter Cloud. Dort wird alles dokumentiert, damit wir es auch später noch heranziehen können. 
    Um der Fluktuation entgegenzuwirken bemühen wir uns auch darum eine gute Gruppenatmosphäre zu schaffen und den Zusammenhalt in der Gruppe zu fördern, so dass sich alle wohl fühlen und gerne lange bleiben. Wir haben dazu auch Gruppenausflüge zu spannenden Orten wie andere Waldgärten und auch ein Soziokratieseminar in Planung. Da die Fluktuation in einer Unistadt wie Göttingen aber trotzdem immer ein wichtiger Faktor bleiben wird haben wir uns dafür entschieden, die Finanzierung einer zentralen Projektkoordinations-Stelle in Teilzeit über eine weitere Stiftung zu beantragen.
    Darüber hinaus sind 6 der Kern-Mitglieder Göttinger:innen (oder aus der näheren Umgebung) die auch vorhaben hier langfristig zu bleiben und mitzuwirken.
    Es ist auch mit unser Ziel jederzeit neue Menschen einzubinden und Menschen, die nur 2-3 Jahre in Göttingen sind, die Möglichkeit zu geben an so einem Projekt mitzuwirken. Mitglieder des Kernteams haben jahrelange Erfahrung in fluktuierenden Gruppen, z.B. aus dem Uni-Alltag oder anderen Vereinen.
    Die Gruppe wird über die Zeit aber weiterhin wachsen und es werden mehr Menschen dazukommen, die dauerhaft in Göttingen bleiben.

    3. Wie beteiligt sich die Schule(n) oder die Stadt finanziell an den Aktivitäten für die Schulkinder?

    Die Schulen und die Stadt beteiligen sich nicht finanziell an diesen Aktivitäten. Wir haben für die Lernräume in den Schulferien Honorargelder und in geringem Umfang Materialgelder vom Kultusministerium Niedersachsen beantragt und den anderen Teil bei der Anstiftung. Hier weitere Informationen: https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/lernraume_2021/lernraume-2021-202006.html

    4. Beteiligen sich die Menschen, die bei den Workshops mitmachen, finanziell an Workshops/dem Projekt?

    In der Regel tun sie das nicht. Der Gedanke dahinter ist, dass jede:r es sich leisten können soll. Teilnehmende arbeiten bei Workshops geistig und körperlich mit. Diesen Beitrag betrachten wir im Garten als Teilnahmebeitrag. Ausnahmen gibt es bei teuren Honorarkosten (z.B. bei professionellen Permakulturworkshops, Soziokratieworkshops) oder wenn die Teilnehmenden etwas materielles privat mitnehmen (Bsp. Nistkasten).

    5. Wie lange braucht der Haseldom, bis er Dom ist und was passiert dann damit, gibt es eine Nutzungsidee?

    Ein Haseldom braucht ähnlich wie ein Weidendom ein paar Jahre (4-5) bis er tief gewurzelt hat und üppig begrünt ist. Er soll als Aufenthaltsort dienen und im Sommer Schatten spenden. Gleichzeitig soll er natürlich Haselnüsse abwerfen. Die Idee ist, verschiedene Nutzungsmöglichkeiten zusammen zu denken: Ein essbarer Aufenthaltsort. Schön wäre es auch, wenn anwesende Kinder den Dom als magischen Naturspielplatz wahrnehmen und nutzen würden.

    6. Woher kommen Bäume und Sträucher, die Sie pflanzen wollen?

    Sie kommen aus unterschiedlichen Quellen. Wir haben z.B. Kontakte zu regionalen Baumschulen und Gärtnereien, sowie auch zum botanischen Garten der Universität, wo wir Pflanzgut beziehen wollen. Wenn möglich kaufen wir das Pflanzgut in Bioqualität und regional. Bestimmte Pflanzen, die wir regional nicht bekommen können werden wir in anderen Baumschulen in Deutschland kaufen. Maximale Vielfalt an Arten und Sorten ist unser Ziel um diese in den Folgejahren zu vergleichen, zu vermehren und an andere urbane Gartenprojekte weiterzugeben. Wir vermehren auch selber Beerensträucher. Wir haben aber nur eine sehr begrenzte Vielfalt. Diese Pflanzen sind für Flächen vorgesehen, die später durch Bäume sukzessiert werden. Zudem nehmen wir Pflanzenspenden an.

    7. Was für Werkzeuge und Maschinen werden gebraucht und können diese nicht aus den anderen Gärten auf der Fläche geliehen werden?

    Einen Teil der Werkzeuge werden wir uns leihen, so wie wir es bisher gemacht haben. Aktuell stellt Felix Möller den Großteil des Werkzeugs und der Maschinen privat zur Verfügung (das ist als Dauerzustand aber ungünstig). Insgesamt herrscht im benachbarten Friedensgarten akuter Gartengeräte- und Werkzeugmangel. Der Friedensgarten ist chronisch unterversorgt mit Werkzeug und verfügt derzeit nicht über die entsprechenden Gelder zur Anschaffung. Das Leihen funktioniert deswegen hin und wieder, ist aber keine Dauerlösung. Umgekehrt wollen andere Gärten sich auch Geräte bei uns leihen (erste Anfragen gab es bereits) und wenn die Mitglieder des Friedensgartens ihr Werkzeug benötigen wenn wir unsere Workshops zeitgleich abhalten, kommt das Leihkonzept an seine Grenzen.
    Jedoch ist die Anschaffung nicht sofort in vollem Umfang nötig. Wir können sie zumindest teilweise auch auf später verschieben und erstmal noch mit privatem und geliehenem Werkzeug arbeiten. Auf diese Position im Antrag könnten wir also ggf. verzichten oder die beantragte Summe verringern.
    Lediglich ausreichend Gartengeräte für Kinder und Jugendliche gibt es in der Nähe nicht. Die müssen wir neu anschaffen.


    8. Was meinen Sie mit Wasserleitsystem und was für Kosten fallen dabei an?

    Die Stadt finanziert anteilig den Anschluss des EWG, des Friedensgartens und der neu gegründeten Stadtsolawi an die städtische Wasserversorgung. Das wird ein gemeinsamer Anschluss und dieser wird in der Nähe der Solawi-Fläche angebracht.
    Den Kostenanteil, den die Stadt nicht übernimmt, werden wir 3 Initiativen unter uns aufteilen – das haben wir nicht bei der Anstiftung beantragt. Was in unserem Antrag steht sind die Kosten für alle Komponenten die wir brauchen, um eine Leitung vom zentralen Wasseranschluss zur Grenze zwischen unserem Garten und dem Friedensgarten zu installieren. Von diesem zweitem Anschluss können dann beide Gärten profitieren. Derzeit bewässern wir lediglich über 3 IBC Tanks, die wir hinter unserer Hütte aufgestellt haben.


    9. Wie machen die Gärtner*innen der anderen Gärten auf der Fläche das mit der Toilette? Wer würde die Komposttoilette bauen und was wird da an Material und an extra Werkzeug gebraucht?

    Der Friedensgarten als Teil der internationalen Gärten verfügt über eine Komposttoilette. Diese dürfen wir vom EWG derzeit freundlicherweise mitbenutzen. Aufgrund der Größe der Gruppen ist das aber keine Dauerlösung, da die vorhandene Toilette nicht für eine häufig Nutzung konzipiert wurde.

    Sie ist auch unter einem anderen Aspekt nicht optimal konzipiert, es erfolgt nämlich keine Trennung zwischen nass und trocken Das begünstigt die Geruchsbildung und der Urin als wertvoller Lieferant von Stickstoff und anderen Pflanzennährstoffen geht verloren. Da wir den Urin fermentieren und als Flüssigdünger ausbringen möchten, brauchen wir auf jeden Fall eine Toilette die diesen getrennt auffängt. Die Komposttoilette werden wir in einem Workshop Ende April zusammen bauen und diesen Workshop auch extern bewerben. Einige unserer Aktiven haben bereits Erfahrung mit der Konzeption und dem Bau von Komposttoiletten und übernehmen in einer AG derzeit die Vorbereitungen. Als Material brauchen wir vor allem Holz, Pfostenanker/Einschlaghülsen, Schrauben, Nägel, Winkel, einen mobilen Container und eine umweltfreundliche Versiegelung für die Haltbarkeit. An Werkzeug bräuchten wir hier mindestens eine Handsäge und einen Akkubohrschrauber.


    10. Wo sollen die Werkzeuge untergebracht werden und wie kommen die Gärtner*innen da jederzeit dran?

    Das Werkzeug wird in unserer Hütte am oberen Eingang zur Fläche gelagert. Die Hütte kann man abschließen. Es ist immer eine Person mit Schlüssel auf der Fläche. Auf Dauer werden wir mehr Schlüssel nachmachen, sobald wir das Geld haben um ein besseres Schloss und die entsprechenden Schlüssel zu finanzieren. Die Gartengeräte kommen in einen Anbau an unsere Hütte. Dort gibt es bisher einen vergitterten Dachvorstand, der eine Tür und Verschalung braucht, damit es richtig nutzbar ist. Bis dahin werden unsere Gartengeräte auch im Hauptraum gelagert.


    11. Wer kümmert sich um die Werkzeuge?

    Das machen wir gemeinschaftlich. Nach jedem Gebrauch werden sie gesäubert und verräumt. Die Wartung und besondere Pflege wird unsere Materialgruppe organisieren und die Erstellung eines fact sheets zu allen Werkzeugen ist in Planung. Eine Inventarisierung der mit Fördergeldern erworbenen Werkzeuge ist selbstverständlich.

    12. Was passiert mit der Ernte? Und wann ist mit einer ersten Ernte zu rechnen?

    Geerntet werden kann quasi kontinuierlich aufgrund der gestaffelten Blüh- und Reifezeiten. Damit externe Besucher:innen wissen, welche Teile von welchen Pflanzen wann geerntet und wie verwendet werden können, wollen wir Tafeln mit den wichtigsten Informationen zu den jeweiligen Pflanzen anbringen. Wir werden aber z.B. ein Erntedankfest und auch andere Feste und Aktivitäten organisieren, wo gemeinsam geerntet und bspw. mit dem Geernteten gekocht wird. Zudem ist ein Ernteverteiler Teil der Planung.
    Die ersten Pflanzen werden voraussichtlich nächstes Jahr im Frühjahr zum Ernten bereit sein, Kräuter und vereinzelte Pflanzen vielleicht auch schon dieses Jahr.

    13. Sollen auch Gemüse angebaut werden?

    Klassische einjährige Gemüsepflanzen haben wir bisher nicht eingeplant, da ein Hauptfokus darauf gesetzt werden soll zu zeigen, welche mehrjährigen Pflanzen in natürlichen Sukzessionen essbar sind.

    14. Haben Sie einen unbefristeten Vertrag für die Fläche?

    Ja, unser Pachtvertrag ist auf Dauer angelegt. Die Fläche ist bei der Stadt Göttingen gepachtet. Die Stadt hat das Projekt 2020 im Klimaschutzplan der Stadt Göttingen ausgezeichnet und unterstützt das Projekt ideell. Die Stadt macht auch bereits Werbung mit unserem Projekt. Es ist also nicht zu erwarten, dass sie den Vertrag kündigt. Unser Projekt ist auf mindestens 50 Jahre ausgelegt.

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  • forschungsgestütztes Projektstudium im Madamengarten Peine

    (Gu, Mail)

    Der Madamengarten wurde vom Verein Familien für Familien e.V. initiiert – gemeinsam mit geflüchteten Familien. Ziel ist es, gemeinsam einen Begegnungsraum zu schaffen, der für alle offen ist und in dem alle im Verein Mitwirkenden gärtnern, miteinander sprechen und feiern können. Das Grundstück ist seit 2016 vom Verein gepachtet; trotz diverser Veranstaltungen in 2016 (Eroberung, Eröffnungsfeier, Hochbeetanlage und Lichterfest im November) wird erst in 2017 eine echte Aufbereitung des Grundstücks als Garten möglich sein.

    Die HAWK hat Studierende des Studiengangs Soziale Arbeit mit eingebunden – Ziel ist ein forschungsgestütztes Projektstudium, welches Urban Gardening Potenziale untersucht.

    Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
    HAWK – HHG
    Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
    Hildesheim/Holzminden/Göttingen


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  • Leute vom CampusGarten Münster legen Garten an Flüchtlingsunterkunft an

    (Gu, RSS)

    Start des Projektes OxfordBeete

    In dieser Saison haben wir neben der üblichen Gartenarbeit in unserem Garten am Leonardo-Campus ein weiteres Projekt ins Leben gerufen:

    Gemeinsam mit und für die Bewohner der Landesnotunterkunft Oxfordkaserne bauen wir zusammen mit Oecotrophologie-Studierenden der FH Münster einen urbanen Garten mit Hochbeeten und Sitzgelegenheiten aus Paletten.

    Letzte Woche Mittwoch (4. Mai) war es nach zwei intensiven Planungswochen soweit – mit Schippe, Bohrer und Gießkanne ausgestattet, errichteten wir mit tatkräftigen Bewohnern das Gerüst eines großen Hochbeetes mit Sitzgelegenheit und säten mit einer Kindertruppe die ersten essbaren Blütenblumen. Bei sonnigem Wetter und strahlenden Gesichtern entstanden so nicht nur die ersten Elemente des Gartens, sondern auch die ersten Begegnungen.

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  • Planungen für einen ersten GG in Zittau finden viel Zuspruch

    (Gu, alters)

    Amaliengarten“ – Erster Gemeinschaftsgarten in Zittau

    „Mit der Unterzeichnung der Vereinbahrung zwischen der HSZG und der Stadt, wurde das Gemeinschaftsprojekt „Amaliengarten“ besiegelt.
    Das Thema des diesjährigen „Tag der Umwelt“ sprach viele Studierende und erfreulicherweise auch Zittauer Einwohner an. Erstmals in der Tradition dieser Veranstaltung reichten die Sitzplätze im Hörsaal der Hochschule bei weitem nicht aus. Diese erfreuliche Tatsache könnte schon darin begründet sein, dass Impulsgeber für das Thema „Urban Gardening:  „Deine Stadt. Dein Garten“ eine studentische Umweltinitiative, die sich Anfang des Jahres gegründet hat, war, welche den Gedanken aus unserer Bürgerbeteiligung zum städtischen Handlungskonzept für Zittaus Innenstadt bis 2020 aufgriff. Der Tag der Umwelt am 14. Oktober war sozusagen der Startschuss für alle interessierten Studierenden und Zittauer Anwohner. Eine geeignete innerstädtische Brachfläche ist dafür schon auf der Amalienstraße gefunden. Diese stellt die Stadt Zittau für einen solchen Gemeinschaftsgarten zur Verfügung. Zunächst stand aber die Frage, warum sich Stadt und Hochschule mit diesem Thema, dass weltweit kein neues und seit ca. fünf Jahren auch in Deutschland präsent ist, beschäftigen.
    […] Die bereits vor Beginn der Veranstaltung von Stadt und Hochschule unterzeichnete Vereinbarung zur Ermöglichung von Stadtgärten als Zwischennutzung von Baulücken und der Schaffung eines Gemeinschaftsprojektes unter dem Motto: „Zittau is(s)t Grün – Deine Stadt. Dein Garten“ ist nun die Grundlage für die weitere Projektarbeit. Im Herbst und Winter werden Studierende des Internationalen Hochschulinstitutes Zittau den Boden des künftigen Amaliengartens untersuchen und alle künftigen „Gemeinschaftsgärtner“ zu einem ersten Workshop zusammen kommen.“

    http://www.hszg.de/news/amaliengarten_erster_gemeinschaftsgarten_in_zittau.html

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  • Hofgrün: Studis lernen urban gardening

    (Gu aus alerts,

    […] spielt sich in Wirklichkeit im Innenhof des UdK-Gebäudes in der Straße des 17. Juni 118 ab: Dort, wo die beiden Studiengänge Mode- und Produktdesign der UdK Berlin ihren Sitz haben, zeigt Landschaftsarchitekt Frank Riebesell den Studierenden die Grundlagen des Gartenbaus.

    Säen, Wässern, Wurzeln einkürzen, Pikieren oder Ausgeizen sind nur einige der vielfältigen Aufgaben, die seit mehreren Jahren in die Hände der angehenden Gestalter gelegt werden. „Chefkoch“ Riebesell vom Büro für Landschaftsarchitektur hochC nimmt dabei zusammen mit seinen beiden studentischen Mitarbeitern Cathryn McAnespy und Daniel Valencia Ferrá allerdings nur eine beratende Rolle ein – für die Pflege der Beete sind die Studierenden das ganze Jahr über selbst verantwortlich.
    Bei Hofgrün, so der Name des Projektes, handelt es sich um eine Initiative, die den Studierenden die Grundlagen zum Anbau und Gewinn lokaler Lebensmittel vermitteln soll. Urban gardening – ein immer wichtiger werdendes Thema in städtischen Ballungsräumen. Die Studierenden übernehmen dabei die Gestaltung und Nutzung des Hofes selbst: Sechs Wochen lang ist eine kleine Gruppe des zweiten Semesters der Bachelorstudiengänge Mode- und Produktdesign für die Pflanzen verantwortlich, bis eine neue Gruppe die Leitung übernimmt.
    Zwar wird nur Dienstagnachmittags gesät, pikiert oder umgetopft, aber auch an anderen Tagen benötigt der Garten Aufmerksamkeit, da er natürlich regelmäßig bewässert werden will. Hierbei zeigt sich, dass das Hofgrün-Projekt nicht nur als Pflichtmodul gesehen, sondern von den Studierenden mit viel freiwilligem Engagement umgesetzt wird. […    ] Als das Projekt 2010 initiiert wurde, entschied man, dass alles, was bei Hofgrün angebaut werden würde, nützlich sein soll. […]
    In den großen Trögen befinden sich jedoch nicht nur essbare Pflanzen, sondern auch solche, die in weiteren Bereichen des Studiums Verwendung finden. Japanischer Indigo und Färberkamille beispielsweise werden von der Werkstattleiterin Julia Kunz zusammen mit den Modedesign-Studierenden geerntet und die Blätter beziehungsweise Blüten zum Färben von Textilien in der Siebdruck-Werkstatt „All About Plants“ eingesetzt.
    Doch der Hofgarten ist keineswegs ausschließlich den Studierenden des zweiten Semesters vorbehalten. In der Tat dürfen sich alle an den Erzeugnissen bedienen – sei es für den bunten Salat nach getaner Arbeit oder für den entspannten Tee zwischen zwei Unterrichtseinheiten. Somit entsteht ein studienfach- und semesterübergreifendes Gemeinschaftsgefühl, wo Verantwortung anerkannt und Begegnung gefördert wird.
    Nach Ablauf der sechs Wochen werden im wahrsten Sinne des Wortes die Früchte der Arbeit geerntet und die aktuellen Gruppenmitglieder bei einem kleinen Fest verabschiedet.
    http://www.tagesspiegel.de/wissen/gestalten-urban-gardening-und-ein-hauch-von-minze/12054932.html (mehr …)