Schlagwort: Stuttgart

  • Stuttgart: Waldgarten als Allmende entsteht in Uhlbach

    Uhlbach: Einen Waldgarten pflanzen. Wir pflanzen auf einer Flächer eines ehemahligen Obstbetriebes eine dynamische Obst- und Nussbaumwiese und verschiedene Beerensträucher und Stauden.

    Aktionstage Uhlbacher Allmenden 20.11.2024-24.11.2024

    In den Weinbergen Stuttgart-Uhlbachs sollen eine neue Allmende und ein Waldgarten entstehen, der von der Öffentlichkeit beerntet werden soll. Zusammen mit euch wollen wir im November diesen Waldgarten pflanzen und dabei Wissen und Fähigkeiten austauschen, sowie über die Notwendigkeit neuer Allmenden ins Gespräch kommen.

    Seit einem Jahr werden in Uhlbach mehrere Flächen gemeinschaftlich und ökologisch umsorgt. Anknüpfend an die Kultur traditioneller Allmendeflächen, also gemeinschaftlich genutzte Flächen und Räume im Sinne der Belange der Gemeinschaft, hat sich der Verein Uhlbacher Allmenden e.V. gegründet. Die Uhlbacher Allmenden sind ein gemeinsames Projekt verschiedener Initiativen des Netzwerks Essbare Region Stuttgart, die für einen lebenswerten und ökologischen Alltag schon heute stehen. Ganz nach dem Motto Verantwortung für einander und unsere Umwelt zu übernehmen, starten wir im November 2024 offiziell das Projekt Uhlbacher Allmenden. An den Aktionstagen vom 20.11.2024-24.11.2024 wollen wir die Fläche gemeinsam vorbereiten (Wassermanagement durch Keylines, Pflanzlöcher graben, Wege anlegen, Sitzgelegenheiten bauen, uvm.) und am Ende mit verschiedenen essbaren Gehölzen wie Esskastanien, Birnen, Holunder, Haselnuss, Feige und vielem mehr bepflanzen.

    Dazu rufen wir alle Uhlbacher*innen, alle Aktiven und Freund*innen der Projekte in der Essbaren Region Stuttgart, alle Agroförster*innen und Waldgarten-Begeisterte und alle Menschen darüber hinaus, die unser Projekt kennenlernen wollen und in den Aktionstagen tatkräftig unterstützen möchten, auf! Melde dich gern an und kontaktier uns bei Fragen. Du hast eine kleine Baumschule mit besonderen Sorten und möchtest unterstützen? Wir haben einen Pflanzplan und freuen uns auch, wenn du dem Projekt eine bestimmte, gesuchte Sorte für die Fläche spenden möchtest!
    Die Aktionstage sind selbstorganisiert.

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  • Stuttgart: Grüne Knolle wächst gut an

    Recherche:
    Ein urbaner Garten bereichert nun den Innenhof des Quartiers Knollstraße der LBG Landes-Bau-Genossenschaft Württemberg eG im Stuttgarter Norden. Auf Initiative engagierter Mieterinnen und Mieter entstand in Kooperation mit dem Verein Stadtacker Wagenhallen e.V. die „Grüne Knolle“. Wo bisher nur Rasen und wenige Bäume wenig Aufenthaltsqualität boten, soll nun eigenes Obst und Gemüse frisch und direkt vor der Haustüre wachsen. Gleichzeitig soll der der Garten mehr Möglichkeiten bieten, die Zeit draußen zu verbringen mit Gleichgesinnten und Freunden oder einfach der Natur beim Wachsen und Gedeihen zuzusehen. Zur feierlichen Eröffnung stärkten sich die Anwohner und Projektpartner mit leckeren, mitgebrachten Speisen und machten sich voller Elan ans Gärtnern. Sie pflanzten Tomaten, Auberginen, Paprika und viele verschiedene Gewürze. Die Wege wurden mit Steinen markiert und es fand ein reger Wissensaustausch statt. Auch die Kinder aus der Nachbarschaft waren mit Begeisterung dabei und halfen fleißig mit.
    https://www.vbw-online.de/presse-und-information/aktuelles/artikel/gruene-knolle-urban-gardening-in-stuttgart-nord

    zur Eröffnung: https://www.wohnungsbaugenossenschaften.de/regionen/baden-wuerttemberg/news/2024-06-17-eroeffnung-des-urbanen-gartens-gruene-knolle-stuttgart-nord

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  • Stuttgart: GG essbarer Fahrradübungsplatz gibt es nicht mehr

    (Tel)
    Die Fläche wurde umgebaut. Die Jugendverkehrsschule „Westbahnhof“ wurde neu gebaut. EInen Garten gibt es dort nun nicht mehr. (mehr …)

  • Stuttgart: Zusammenwachsen gibt es nicht mehr

    Garten an einer Unterkunft vom Helferkreis „Freundeskreis Neckarpark“
    , aktuell liegt das Thema „Urban Gardening“ bei uns auf Eis. Die beiden, die das bisher gemacht haben, sind nicht mehr dabei (mehr …)

  • Stuttgart: erster Spatenstich für neuen Grüne Knolle

    (Stadtacker Wagenhallen):

    Heute haben die Bewohner der Knollstraße 26, Landes-Bau-Genossenschaft Württemberg eG in Kooperation mit dem Stadtacker Wagenhallen e.V. den neuen urbanen Garten „Grüne Knolle“ eröffnet.
    Das Projekt, im großen Innenhof, wo bisher nur Rasen und wenige Bäume standen, begann am 18. Sept. 2023, angeregt durch die Mieterinnen und Mieter des Wohnquartiers.
    Martin Abelmann, Natalie Säckler (LBG) und Jennifer Reich (LBG) eröffneten das Projekt mit einer Ansprache. Anschließend stärkten sich die Anwohner und die Projektpartner mit leckeren, mitgebrachten Speisen um sofort begeistert mit dem Gärtnern zu beginnen.
    Tomaten, Auberginen, Paprika und viele Gewürze wurden eingepflanzt. Die Wege wurden mit Steinen markiert und es fand ein reger Wissensaustausch statt. Auch die Kinder aus der Nachbarschaft hatten begeistert mitgemacht.

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  • Stuttgarte: Bunter Kräutergarten existiert nicht mehr

    (Mail)

    die Unterkunft wurde abgerissen und der Garten damit gleich mit. Auch die Bäume wurden ausgepflanzt und entfernt – ich konnte bis heute nicht herausfinden, wohin unsere Beete und die Bäume gebracht worden sind.
    Wir haben nie eine Förderung vom Stadtplanungsamt erhalten, dafür aber vom Bezirksrathaus und anderen Quellen (mehr …)

  • Stuttgart: Tag der offenen Gemeinschaftsgärten

    Die Stadt Stuttgart und die Ökostation der Volkshochschule veranstalten am Sonntag, 16. Juni, gemeinsam mit Stuttgarter Gemeinschaftsgarten‐Initiativen einen Tag der offenen Gärten. Verschiedene Urbane Gärten in Stuttgart öffnen von 14 bis 16 Uhr ihre Türen.

    Es wird auch eine geführte Entdeckungstour mit dem ÖPNV angeboten. Urbane Gärten sind wichtig für das Stadtklima, die Biodiversität und die Lebensqualität in Städten. Sie fördern Erholung, Bildung und Integration und tragen zur lokalen Nahrungsmittelproduktion bei. Außerdem leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Klimaanpassung. Bereits seit 2014 können Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger bei der Gründung eines Gemeinschaftsgartens über das „Förderprogramm Urbane Gärten“ Unterstützung in Form von Beratung und finanziellen Zuschüssen erhalten.

    Die Stuttgarter Garten‐Initiativen und ihre Konzepte sind sehr vielfältig. In den Urbanen Gärten engagieren sich Gruppen in der Größe von drei bis hundert Aktiven auf Flächen von fünf bis fünftausend Quadratmetern. Sie tun das überwiegend auf städtischen Flächen, wobei sie vor allem Gemüse, Kräuter und Obst anbauen. Allerdings ist die Lebensmittelproduktion meist ein nachrangiges Ziel. Die Initiativen wollen unter anderem den Austausch und das Miteinander von Menschen verschiedener Kulturen und Generationen fördern und einen aktiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt leisten. Darüber hinaus werden gezielt Maßnahmen zur Förderung von Tieren und Pflanzen umgesetzt. Beispielsweise werden mehrjährige Stauden und Kräuter für ein hohes Blühangebot angepflanzt, sodass die Insektenvielfalt gefördert und ein Nahrungsangebot für Vögel geschaffen wird. Außerdem leisten Gärten einen Beitrag zur Klimaanpassung, lindern die Hitzebelastung im Sommer und reinigen die Luft von Schadstoffen.

    Der Tag der offenen Gärten gibt einen Einblick in die Vielfalt der Stuttgarter Gemeinschaftsgarten‐Szene. Interessierte haben die Gelegenheit, einige dieser Gärten und ihre Macherinnen und Macher selbstständig oder im Rahmen einer geführten ÖPNV‐Tour kennenzulern

    https://www.stuttgart.de/pressemitteilungen/juni/tag-der-offenen-gemeinschaftsgaerten-oekostation-der-vhs.php (mehr …)

  • Stuttgart: gemeinsam Gärtnern vor Foodsharing-Café

    Kleine Wildnis hat in der „Raupe Immersatt“ ein Vernetzungstreffen zu essbare Stadt gemacht
    Vor dem Café gärtnern Anwohner*innen in einem vorhandenen Beet am Hölderlinplatz
    https://kleinewildnisstuttgart.de/2024/05/05/mit-der-raupe-immersatt-den-hoelerlinplatz-essbar-gemacht/ (mehr …)

  • Stuttgart: Netzwerkpartner machen Pesto

    (Mail)

    am Wochenende hatten wir ein weiteres treffen zahlreicher Gemeinschaftsgärten der Region. Als gemeinsame Perspektive für die Klimakrise haben wir die Essbare Region (essbare Gartenstadt). Als einen nächsten Schritt dahin haben wir folgendes beschlossen: Alle Projekte machen bei sich einen Pestotag. Dort wird aus Brennnesseln Pesto gemacht. Das wird verschenkt. Dazu gibt es Informationen über Brenneseln und unsere Perspektive einer essbaren Region. Wir wollen damit Appetit auf die essbare Region machen. Parallel dazu veranstalten wir bereits zahlreiche Sammel- und Pflück-Tage in denen wir Obst aus der Umgebung pflücken und verschenken. Vieles in der Region ist ja schon essbar, es kommt ja auch darauf an Menschen zu begeistern auch selbst zu pflücken. Als Kleine Wildnis übernehmen wir zur Zeit die Koordination zwischen den Projekten dafür.


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  • Stuttgart: El Palito – Stollen unter dem Haus entdeckt

    (Mail)

    Wir haben im Zuge eure Förderung angefangen das baufälliges Haus zu räumen.

    Dabei haben wir ein Stollen entdeckt.

    Wir mussten also unsere Iddeen erstmal auf Eis legen und haben den Eingang gesichert und das Areal soweit gestaltet wie wir konnten.

    Das Haus, wie es sich heraustellte war nur eingetragen worden (Bestandsaufnahme) und hatte keine Genehmigung aber es hat ein Bestandschutz.

    Jetzt kommt noch hinzu. 

    Der große Eingang ist genau da wo das Haus steht daher müssen wir uns noch ganz gut gedanken machen ob wir den Stollen richtig nutzen wollen und können und wie wir es verbinden.


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  • Stuttgart: Gemeiderat bewilligt 180.000 Euro für drei Gemeinschaftsgärten

    (Tel mit V. Remmler)

    Stadtacker Wagenhallen hat Gelder für den Umzug und für 1,5 Stellen bekommen. Eine Stelle, die den Umzug koordiniert und die halbe Stelle, um das pädagogische  Angebot u.a. mit zwei Grundschulen weiter zu führen bzw. auch auszubauen.
    Diese Förderung läuft nicht über das Förderprogramm des Stadtplanungamts und die V. Remmel, die Ansprechpartnerin für die GGs in Stuttgart war nicht involviert. Selbst nun zu beraten ist für sie schwierig, da das nun bei einer anderen Behörde aufgehängt ist.
    Auch Chloroplast hat 2 x 10.000 Euro vom Gemeinderat bekommen und im Rahmen des GartenleistungsFoPro sind nochmal 60.000 Euro vom Gemeinderat bewilligt worden: für einen neuen Garten am Hasenspielplatz.

    Die Zusammenarbeit mit anderen Behörden ist schwierig und vieles ist einfach unbekannt. So gibt es auch Gelder vom Umweltamt, die einfacher für die Initiativen zu bekommen sind, doch davon hat Viviann (die offizielle Ansprechpartnerin der Verwaltung) nur durch Zufall mitbekommen.

    Es gibt weitere Neuigkeiten aus Stuttgart: eine Initiative (in der auch Mitarbeiter*innen der Verwaltung privat dabei sind), hat ein großes Grundstück aufgetan, auf dem u.a. zwei baufällige Gewächshäuser stehen. Sie wollen gärtnern und es gibt genug Platz für weitere Gruppen. Nun geht es um die Finanzierung der Instandsetzung, der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 30.000 Euro – Dienstleistung durch einen Handwerker. (mehr …)

  • Reifengarten Untertürkheim: aufgelöst wegen Bebauung

    (Mail)
    seit dem 1. Dezember gibt es in Stuttgart-Untertürkheim keinen Reifengarten mehr.

    Der Karl Benz-Platz wird für 2 Jahre zur Baustelle und ist nicht mehr begehbar.

    Die Beete sind geräumt. Wir werden nach Beendigung der Baustelle keinen Neuanfang mehr machen.


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  • Stadtacker und Inselgrün: sollen erhalten bleiben, doch wo ist ungewiss

    (alerts)

    Beim urbanen Gärtnern gedeihen nicht nur Kürbis und Petersilie, sondern auch Gemeinschaftssinn, Kultur und Bildung, verkündet die Stadt Stuttgart auf ihrer Website. Warum stehen dann die wichtigsten Urban-Gardening-Projekte vor einer ungewissen Zukunft?

    Die Kohlrabi in den Kästen wachsen prächtig, auch der Mangold. Die Tomaten sind noch grün, die Paprika und die Kürbisse noch nicht reif. Minze, Schnittlauch und weitere Kräuter gibt es reichlich. Ansonsten sieht das Inselgrün Anfang Juli bei brütender Hitze ein wenig trocken und verstaubt aus. Kein Wunder, rundherum ist Ödland, seit vielen Jahren.

    Als sich Stuttgart 2002 um die Olympischen Spiele bewarb, war der frühere Cannstatter Güterbahnhof für das olympische Dorf vorgesehen. Der damalige Oberbürgermeister Wolfgang Schuster kam zu spät zur Präsentation mit verknackstem Daumen, der Traum war ausgeträumt, nun sollte hier das Wohngebiet Neckarpark entstehen. Basierend auf 17 Jahre alten Gemeinderatsbeschlüssen, die nun endlich umgesetzt werden sollen. Und deshalb soll das Inselgrün hier weg.

    Inselgrün (links) und Stadtacker (rechts).
    Inselgrün (links) und Stadtacker (rechts).

    "Vorhang zu" heißt es hier wohl bald.
    „Vorhang zu“ heißt es hier wohl bald.

    Das Inselgrün ist das Herzstück der 2012 von Joachim Petzold ins Leben gerufenen Kulturinsel: eines der wichtigsten Urban-Gardening-Projekte in Stuttgart. Wichtig ist es nicht in erster Linie wegen des Gemüses, wichtig ist es als Freiraum, als soziales Projekt. Das sieht man: es gibt eine kleine Bühne, davor stehen Holzbänke und Tische und eine Tribüne. Einmal im Monat, das nächste Mal am 20. Juli, findet hier das Jangala statt – entspannte elektronische Musik zum Tanzen von 15 bis 22 Uhr. „Gemeinsam“, „Schwingung“, „Harmonie“ steht auf drei Schildern. 

    Zwar hat der Gemeinderat sich zu dem Urban-Gardening-Projekt bekannt. Aber da wo es ist, sollen die Baufahrzeuge für das Wohngebiet anrollen. Die Zufahrt zu verlegen, scheint der Stadt undenkbar. Ein Beschluss von vor 17 Jahren kann nicht noch einmal abgewandelt werden. Aber wo soll das Gartenprojekt hin? Hier ist es organisch gewachsen, direkt verbunden mit der Kulturinsel, mit den bunten Aktivitäten, die dort stattfinden. Jeder kann kommen und gehen wie er oder sie will, rund um die Uhr. Man kann vor oder nach den Veranstaltungen noch ein wenig Unkraut jäten, es gibt Wasser, ein paar Bäume und Sträucher schützen vor Sonne, Wind und Staub. Undenkbar, das irgendwo nach da draußen zu verlagern, wo es im Moment aussieht wie in der Trockensavanne.

    Wozu etwas aufbauen, das weg soll?

    „Respect the Location!“ steht auf einem Schild, „hier feiert ihr in einem wundervollen Nutzgarten.“ Das klappt ziemlich gut, Vandalismus hat es auf dem Inselgrün so gut wie noch nie gegeben. Es muss ziemlich viel gegossen werden. Jeden zweiten Sonntag ist Helfertreff, erzählt Hannah Becker, die in Freiburg Kulturanthropologie studiert und seit März auf der Kulturinsel ein Praktikum absolviert. Eigentlich hätten es nur sechs Wochen sein sollen, jetzt bleibt sie bis Ende Juli. Zehn aktive und regelmäßige Helfer sind wenig, meint sie. Wenn das Haus der Familie und die Caritas nicht einzelne Beete in Obhut genommen hätten, würde es noch trauriger aussehen. Immerhin kann sie von der Kulturinsel aus immer wieder mal nach dem Rechten sehen. Aber dass das Inselgrün nur noch diesen Sommer hierbleiben soll, bremst das Engagement. Wozu etwas aufbauen, das weg soll?

    Hannah Becker, Kulturinsel-Praktikantin.
    Hannah Becker, Kulturinsel-Praktikantin.

    Hannah Becker meint, es könnte besser organisiert sein: wenn die Verantwortlichkeiten klarer geregelt wären. Aber das Inselgrün ist vor allem ein soziales Projekt. Schulklassen, demente Senioren, Jugendliche auf der Suche nach einer Lebensperspektive, die Daimler-IT-Tochter, die hier ihren Social Day veranstaltet, Anwohner aus dem benachbarten Veielbrunnenviertel, Migranten und Flüchtlinge: beim Urban Gardening kommen alle zusammen. Es gibt nichts, was besser geeignet wäre, den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Und es gibt im großen und bunten Stadtteil Cannstatt kein zweites solches Projekt.

    Seit April ist das Inselgrün Teil des Forschungsprojekts GartenLeistungen. Nach dem Prinzip eines Reallabors sollen praktische Versuche mit wissenschaftlicher Begleitung durchgeführt werden. Unter Federführung des Berliner Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung suchen zwei Universitäten, die Stadt Stuttgart und die Umlandentwicklungsgesellschaft Terra Urbana nach dem vielfachen Nutzen des Urban Gardening. Ihre Versuchsfelder sind das „Himmelbeet“ in Berlin-Wedding und das Inselgrün. Nur: welche „vieldimensionalen Leistungen“ kann ein Projekt erbringen, das vor einer unklaren Perspektive steht?

    Ein Migrant hat die größten Himbeeren – für alle

    Auch der Stadtacker ist ein soziales Projekt. Doch hier stehen nicht Veranstaltungen und soziale Programme, hier steht das Gärtnern selbst im Mittelpunkt. Etwa 100 Personen ackern auf dem ungefähr 4000 Quadratmeter großen Gelände zwischen dem Containerdorf der Wagenhallen-Künstler, den Containern, in denen die Stuttgart-21-Bauarbeiter wohnen, und dem Pragfriedhof. Sie kommen ungefähr zur Hälfte aus der näheren Umgebung, die anderen von weiter weg und arbeiten zum Teil auf eigenen Parzellen, zum Teil aber auch gemeinsam. Ein Migrant hat die größten Himbeeren. Er bietet allen davon an. Ein kleines Paradies.

    Elisa Bienzle hält ein wenig die Fäden in der Hand. Man kann nicht sagen, dass sie den Stadtacker leitet, es gibt keine Chefin, es ist ein selbst organisiertes, sich selbst organisierendes Projekt. Aber Selbstorganisation heißt nicht, dass alles einfach von selber passiert, jemand muss es in die Hand nehmen. „Wie kann man das Engagement fördern und steigern“, fragt Bienzle. Immer am ersten Sonntag im Monat um 15 Uhr gibt es ein Nutzertreffen. Da bringen Viele ihre Ideen ein. Bienzle fragt dann gleich nach: Was braucht man dazu? Wer ist bereit, die Verantwortung zu übernehmen?

    Stephan Gerdes zum Beispiel kommt von außerhalb Stuttgarts. Auf den Stadtacker stieß er, weil er einmal ein paar Pflanzen übrig hatte, die er weitergeben wollte. Doch dann hat es ihm so gut gefallen, dass er immer wieder kam. Von ihm stammt die Idee mit der Kräuterspirale. Von Steinen begrenzt, windet sich nun ein kleiner Hügel mit Küchenkräutern bergan: unten die, die es gern feucht mögen wie Brunnenkresse; dann fünf oder sechs Minzsorten; oben Mittelmeer-Pflanzen wie Thymian oder Lavendel. Sogar ein Ingwer ist dabei, die Wurzel hatte ausgeschlagen, da hat Gerdes sie einfach mit eingesetzt.

    Stadtacker-Mitorganisatorin Elisa Bienzle.
    Stadtacker-Mitorganisatorin Elisa Bienzle.

    Jeden Tag passiert etwas. Einer will Weinstöcke holen, für einen Torbogen. Bienzle sagt, er soll sich die Rechnung geben lassen, ein bisschen Geld sei da. Am einen Ende gibt es ein Feuchtbiotop, am anderen 13 Bienenstöcke. Es gibt aber auch Wildbienen. Kürzlich war ein Biologe da, erzählt Gerdes, der im Auftrag der Stadt eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführt. Er war überrascht: So viele Wildbienen habe er in Stuttgart noch nirgendwo gesehen.

    Die Umweltverträglichkeitsprüfung wird durchgeführt, weil die Absicht besteht, das Operninterim an die Stelle des Stadtackers zu setzen. Zwar hat der Stadtacker schon viele Preise erhalten: den Umweltpreis der Stadt, zwei vom Verschönerungsverein, einen vom Land und zuletzt als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt. Und das Wagenhallenquartier soll ein Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) 2027 werden, einschließlich des Stadtackers, auch nach Auskunft der Stadt. Aber ein Opern-Interim braucht Platz. Viel Platz. Die Stuttgarter Oper hat nach eigener Auskunft 1364 Mitarbeiter und 1404 Zuschauerplätze. Bisher haben die Staatstheater nicht erkennen lassen, dass sie bereit wären, für das Interim auf irgendetwas zu verzichten.

    Man muss sich das vorstellen: Ungefähr 100 Künstler sind an der Wagenhalle aktiv, 100 Hobbygärtner im Stadtgarten. Abend für Abend würden weit über tausend Opernbesucher das Containerdorf durchqueren, wenn sie von der nächstgelegenen Straßenbahnhaltestelle Pragfriedhof kommen. Vor der Sanierung der Wagenhalle gab es kontroverse Diskussionen, ob die Parkplätze für den Kulturbetrieb ausreichen. Nun sollen mehr als doppelt so viele Besucher auf das Gelände strömen, aber Parkplätze sind kein Thema.

    Eine vergiftete Gesellschaft braucht urbanes Gärtnern

    Wenn der Stadtacker von seinem jetzigen Standort weichen muss, sagt Elisa Bienzle, müsste er noch einmal ganz von vorn anfangen. Alles was hier, wortwörtlich wie im übertragenen Sinne, gewachsen ist, müsste weg: die Himbeeren, die Wildbienen, die Kräuterspirale, das Feuchtbiotop. Alles ist in den letzten sieben Jahren entstanden, außer einer riesigen Weide, unter deren herabhängenden Zweigen, von der Außenwelt abgeschirmt, die Versammlungen stattfinden. Ein einzigartiger Ort.

    Auf dem Areal stand einmal ein Eisenbahn-Ausbesserungswerk. 2012 wurde es dekontaminiert, also mehrere Meter tief abgegraben. Mit dem Architekturfestival „72 Hours Urban Action“ begann das Urban Gardening. Der Stadtacker arbeitet nicht mit Kunstdünger. Alles ist biologisch. Es kommt auf die Fruchtfolge an, aber auch auf die Nachbarschaften. Zwischen den Pflanzen, aber auch zwischen den Menschen. Ein Geben und Nehmen.

    Eben deshalb sind Urban-Gardening-Projekte ein Modell für die ganze Gesellschaft, ein Modell der Ökologie, aber auch der Demokratie. Genau das, was eine in vielfacher Hinsicht vergiftete Gesellschaft am meisten benötigt. Wenn es allerdings nach Bauvorschriften und Grundstückswerten geht, nach fest zementierten Gemeinderatsbeschlüssen oder mächtigen Flächenkonkurrenten, stehen sie auf verlorenem Posten. Deshalb benötigt Urban Gardening einen besonderen Schutz. Die Stadt Stuttgart muss sich entscheiden.

    Und das scheint ein äußerst schwieriges Unterfangen zu sein. Nach neun Tagen und mehrfachem Nachfragen lässt Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) antworten. Die beiden Projekte Inselgrün und Stadtacker sollen „weiter bestehen bleiben und nicht verschwinden“, teilt die Pressestelle mit. Ob sie ihre Standorte verlassen müssen und wo sie dann hinsollen, sagt sie nicht. Zum Inselgrün heißt es lediglich, es gebe Überlegungen, „wie man in der Sanierungs- und Umbauphase die Flächen nutzen kann“. Beim Stadtacker sei „man noch in Gesprächen“.

    https://www.kontextwochenzeitung.de/schaubuehne/433/vertreibung-aus-dem-paradies-6061.html

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  • Stuttgart: UGs haben eigene Kategorie bei Wettbewerb „Stuttgart blüht auf“

    (Mail)

    Die Veranstaltung erfolgt mit fachlicher und finanzieller Unterstützung
    des Garten-, Friedhofs- und Forstamts der Landeshauptstadt
    Stuttgart und mit Unterstützung des Kreisverbandes
    der Obst- und Gartenbauvereine Stuttgart e.V.
    sowie der Kreisgruppe Stuttgart im Gartenbauverband Baden
    – Württemberg – Hessen e.V. und des Verbandes ehem.
    Hohenheimer Schüler der Staatsschule für Gartenbau e. V.

    alle 2 Jahre stattfindenden Wettbewerb zur Stadtverschönerung des Verschönerungsvereins Stuttgart e.V

    Flyer ist bei Netzwerke abgelegt (mehr …)

  • Stand der Dinge Inselgrün, Stuttgart

    (gu, mail)
    Der Stand der Dinge in unserem Garten: die Kulturinsel ist noch Mieter bei der Stadt bis Ende 2018. Wir hoffen, dass wir uns finanziell bis dahin halten können. Wir haben gerade eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, mithilfe welcher wir 30.000 Euro sammeln möchten. In diesem Jahr können wir uns zum ersten Mal nicht mehr aus eigener Kraft refinanzieren. […] wir leider noch keinen vergleichbaren Nachfolger gefunden. Wir haben eine Handvoll Ehrenamtliche, die ab und zu zum Gießen oder Gärtnern kommen, aber uns fehlt ein festes Team aus Gärtnern, die sich wirklich regelmäßig dem Garten widmen (mehr …)

  • El Palito ausgezeichnet

    (gu, fb)

    der gg el palito aus stuttgart
    Kein automatischer Alternativtext verfügbar. (mehr …)

  • Wettbewerb Stadtverschönerung Stuttgart 2017: 26 Presie für die Kategorie „urban gardening“

    (Gu, alerts)

    Der Wettbewerb wird veranstaltet mit Unterstützung des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine Stuttgart e. V. sowie der Kreisgruppe Stuttgart im Gartenbauverband Baden – Württemberg – Hessen e.V. und mit Förderung durch die Landeshauptstadt Stuttgart.

    Erhard Bruckmann, Vorsitzender des Verschönerungsvereins Stuttgart, wird die Gäste begrüßen. Danach wird OB Kuhn eine Ansprache halten und anschließend persönlich die 26 Preise für die Kategorie „Urban Gardening“ vergeben. Gegenüber den elf Projekten 2015 ist das eine deutliche Steigerung. Es folgt die Vergabe der Sonderpreise im Blumenschmuckwettbewerb. Eine Präsentation des Projektes Stadtacker Wagenhallen sowie Musik des Bernd-Baur-Trios runden die Veranstaltung ab.

    http://www.focus.de/regional/stuttgart/landeshauptstadt-stuttgart-wettbewerb-stadtverschoenerung-stuttgart-2017_id_7673197.html


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  • Gartenprojekt für wohnungslose Männer von Wohnungsbauplänen bedroht

    (Gu, alerts)

    Stuttgart

    Die SWSG möchte auf dem Gelände des 1,2 Hektar großen Gartens des Immanuel-Grötzinger-Hauses Wohnungen bauen. Doch die Einrichtung für wohnungslose Männer möchte ihr preisgekröntes Gartenprojekt an Ort und Stelle behalten.

    Rot – Der Bürgerstiftung war das Gartenprojekt des Immanuel Grötzinger Hauses (IGH) in diesem Jahr eine Auszeichnung wert. In der Kategorie Nachhaltigkeit gab es den Bürgerpreis. Nachhaltig wirkt es vor allem auf das Selbstwertgefühl der Männer, die in dem 1,2 Hektar großen Garten mit seinen Obstbäumen, Beerensträuchern, Blumenbeeten und Bienenstöcken arbeiten und so Struktur in ihren Alltag bringen. Doch die Bewohner des Männerwohnheims müssen derzeit bangen. Bangen um den Fortbestand des Gartens an seinem jetzigen Standort. Denn geht es nach den Wünschen der Stadt und der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG), sollen dort in Zukunft Wohnungen statt Gewächshäuser stehen.

    Zum Verhängnis könnte dem Gartenprojekt an der Böckinger Straße werden, dass es auf einem von acht Gebieten steht, die zum 2013 von Oberbürgermeister Fritz Kuhn vorgestellten Konzept „Wohnen in Stuttgart“ gehören. Die Gebiete sind dafür vorgesehen, dass auf ihrem Boden unter anderem bezahlbarer und öffentlich geförderter Wohnraum entstehen soll. Denn an dem mangelt es in der Stadt. Noch gehört das Areal, das sich von der Böckinger Straße bis zum Bahn-Viadukt erstreckt, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Die Stadt Stuttgart möchte es von der BIMA erwerben. Mit der Bebauung soll dann die SWSG betraut werden.

    „Wir wussten, dass das Gebiet zu diesem Wohnraumkonzept gehört und haben von Anfang an gesagt, dass wir mitreden wollen“, sagt der Bereichsleiter des IGH, Axel Glühmann. Denn das Gartenprojekt des von der Evangelischen Gesellschaft (Eva) unterhaltenen IGH möchte man unter allen Umständen fortsetzen. Derzeit arbeiten circa 30 Bewohner des IGH und des benachbarten Christoph-Ulrich-Hahn-Hauses im Garten. Den alleinstehenden Männern, die meist aus problematischen Lebensverhältnissen kommen, arbeitslos sind und Sucht und Obdachlosigkeit hinter sich haben, bietet die Gartenarbeit eine Tagesstruktur und eine Aufgabe. Vielen hilft es dabei, sich vom Alkohol und von Sorgen abzulenken. „Wir haben hier gewachsene Strukturen und deshalb ist es uns wichtig, am Standort zu bleiben“, betont Glühmann.

    Viele Gespräche hat es zwischen der Eva, der Stadt und der SWSG in den vergangenen sechs Monaten gegeben. Laut einer gut unterrichteten Quelle aus der Stadtverwaltung hätten sich die allerdings im Kreis gedreht, denn gehe es nach der Eva, so wolle man den ganzen Garten erhalten. Das könnte allerdings dazu führen, dass 50 Wohnungen weniger gebaut würden, was nicht im Interesse der Wohnungsbaupolitik sei. Nach der Sommerpause möchte man einen Knopf an die Sache machen und zu einer Entscheidung kommen.

    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.immanuel-groetzinger-haus-in-stuttgart-rot-preisgekroentes-gartenprojekt-in-gefahr.50cf3e3e-83f3-43f2-a21a-e4523d0fdf7d.html (mehr …)

  • Planung für Garten an einem Flüchtlingsheim eingestellt

    (Info von Shimeles)

    ‚Internationalen Garten am Flüchtlingsheim in Stuttgart-Möhringen‘: hat sich leider nicht wie geplant entwickelt
    Die Initiatorin nennt folgende Gründe: mangelnde Motivation Seite der Flüchtlinge, mangelnde Beteiligung der Bewohner, mangelnde Interesse der Freundeskreises für den Garten (mehr …)

  • IÖW und Uni Stuttgart suchen Praxispartner

    (Gu, Mail)

    Bei der Uni Stuttgart ging eine Kooperationsanfrage vom IÖW zum Thema „Urbane Gärten“ ein. Sie suchen nun ein Gartenprojekt, mit dem sie im Rahmen eines Reallabors forschend kooperieren können. Entweder ein Projekt in der Aufbauphase oder aber ein Projekt, das unter Verdrängungsdruck steht oder beides. Gut wäre auch, wenn die Garteninitiative gegebenenfalls daran interessiert wäre, als Projektpartner mit beispielsweise einer 30%-Stelle gefördert zu werden.


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  • Auch bei Chloroplast Stuttgart sind Geflüchtete dabei

    (Gu, alerst)

    […]Seit rund zwei Jahren leben Städter auf dem ehemaligen Gärtnereigelände aus, was ihre kleinen und oft gartenlosen Wohnungen verbieten. Sie gärtnern für den Eigenbedarf, tauschen Pflanzen und bauen mit gespendetem Werkzeug Hochbeete aus recycelten Paletten. Total nachhaltig möchte man sagen. „Nachhaltigkeit ist heutzutage so eine Worthülse. Wir versuchen die hier zu füllen“, sagt Zeger. Urban Gardening sei dabei nur ein Teil davon. Und so betreiben einige der Hochbeete Geflüchtete aus der Solitudestraße, jeden Mittwochabend machen Flüchtlingskinder mit Kindern aus Weilimdorf gemeinsam Zirkus auf dem Areal und auch für Tüftler ist Platz: einer hat gerade eine Aquaponikanlage – also eine Kombination der Fisch- und Pflanzenzucht – in Eigenregie gebaut. Auch arbeitet man für Projekte mit Stuttgarter Universitäten zusammen.
    Jüngst gab es gar eine Förderung in Höhe von 2000 Euro durch „What’sUB Stuttgart: Kreative Stadt gestalten – Subkultur erhalten“. Das Projekt wird von der Hochschule für Technik Stuttgart und der Stadt Stuttgart, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung durchgeführt. […]
    http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.walz-areal-in-weilimdorf-eine-chance-das-betongrau-hinter-sich-zu-lassen.29ee6fcf-9909-4dc1-a985-48571e741464.html (mehr …)

  • Mimachgarten Uni Stuttgart ggf Teil einer Lehrveranstaltung

    (Gu, Mail)

    Zunächst wurden Hochbeete gebaut und bepflanzt, mittlerweile haben wir aber noch ein Tomatenbeet und einen Kartoffelacker ergänzt. Einen Kompost haben wir auch. Der Garten soll neben dem Gärtnern auch zum Verweilen, zum Austausch und für Veranstaltungen bereitstehen. 
    Im Winter stehen meist die anderen Projekte unserer Hochschulgruppe im Vordergrund. Allerdings fängt derzeit schon wieder die Zeit des Vorziehens an. 
    2017 werden wir den Garten wieder beackern und ggf. erweitern. Es wird ein paar Veranstaltungen und vielleicht ein Projekt innerhalt unserer eigenen Lehrveranstaltung geben.


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  • Reifestuhlgarten kämpft gegen Müll

    (Gu, Mail)
    Ja, wir waren auf der Suche nach MitgärtnerInnen. Aber außer schöner Worte tut sich da nichts. 

    Wir haben hier auch einen sehr schwierigen Stadtteil. Auf unserem Platz, der ja offen für alle ist, finden viele Trinkgelage statt.

    Zwei mal wurde schon unser Gerätehäuschen zerstört. Und eine unserer Hauptaufgabe besteht im Müll sammeln.

    Aber wir raffen uns immer wieder auf. Jetzt hat die Stadt gerade die Veranstaltung Eat&Meet genehmigt, die auf diesem Platz stattfinden soll.

    Dort, wo wir die Beete haben, waren auf dem Plan vom Amt für öffentliche Ordnung die Trucks eingezeichnet.

    Das Gartenbauamt hatte mich am Freitag darauf aufmerksam gemacht. Sonst hatte es keiner gemerkt.

    Da wundert es einen wenig, wie viel unsinniges so genehmigt wird. (mehr …)

  • Statt Demenzgarten legen Kleingärtnern eine Nachbarschaftsgarten an

    (Gu, alters)

    Die Gartenfreunde Botnang geben nicht auf. Seit Jahren versuchen sie, vier Parzellen zwischen der Paul-Lincke-Straße und dem Gerhard-Winkler-Weg sinnvoll zu nutzen. Die rund 1000 Quadratmeter große Fläche ist stark abschüssig. Zudem liegen viele und teilweise sehr große Wurzeln unter der Erde, sagt der Vorsitzende Wolfgang Zaumseil. Kleingärtner habe es schon lange keine mehr gegeben, die diese Grundstücke pachten wollten. 2013 fanden dann erste Gespräche mit den Humanisten Baden-Württemberg statt, die in Kooperation mit der Demenzinitiative Stuttgart-West, den Demenzlotsen und eben den Botnanger Gartenfreunden den ersten Garten für Menschen mit Demenz in Stuttgart schaffen wollten. Bis zu 30 000 Euro wollten die Humanisten in dieses Pilotprojekt investieren. „Doch nach rund zwei Jahren ist das Vorhaben an zu hohen Auflagen gescheitert“, sagt Zaumseil. Die Gründe sind vielschichtig: Unter anderem war die gewünschte Anfahrt über den Gerhard-Winkler-Weg ein Problem. Die Frage nach den sanitären Anlagen war noch nicht geklärt. Und im Hinterkopf war dann auch noch die eventuelle Erweiterung des benachbarten Friedhofes. Zwar weiß auch beim Garten-, Friedhofs- und Forstamt niemand, ob sie jemals kommt, aber wenn es irgendwann doch einmal passieren sollte, wären die rund 30 000 investierten Euro wohl verloren. Botnang kommt also für die Humanisten und für den Garten für Menschen mit Demenz nicht mehr in Frage, aber das Projekt ist deshalb noch nicht beerdigt. „Wir sind an anderer Stelle dran“, sagt Projektleiterin Heike Degen-Hientz von den Humanisten. Ende April könne sie mehr sagen.

    Doch auch die Gartenfreunde haben nach dem Scheitern des Gartens für Menschen mit Demenz den Kopf nicht in den Sand gesteckt. „Wir haben nun ein anderes Projekt für diese Flächen in Arbeit“, sagt Wolfgang Zaumseil. Es gehe um einen Nachbarschaftsgarten. Verschiedene Projektpartner sollen auf der Fläche der Gartenfreunde kleine Beete bekommen, die sie selbst bepflanzen und beackern können. Der benachbarte Kindergarten Spitalwald, das Familien- und Nachbarschaftszentrum, die Arbeitsgemeinschaft Dritte Welt als Träger in der Betreuung der Flüchtlinge sowie die beiden Grundschulen hätten schon Interesse bekundet, sich an dem Projekt beteiligen zu wollen. Zudem sollen auf einem Teil der Fläche Imker die Gelegenheit bekommen, Bienenvölker unterzubringen.

    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgart-botnang-gartenfreunde-wollen-ort-der-begegnung-schaffen.410fb573-8e8a-40cf-bf44-e7c6eec57391.html (mehr …)

  • Bosch Führungskräfte legen top-down Projekt in Stuttgart an

    (Gu, alerts)
    […]
    auf dem 3,8 Hektar großen Areal zwischen Wiener Straße/Kitzbüheler Weg und oberer Stuttgarter Straße befand sich früher das Feuerbacher Krankenhaus. Nach der Klinik-Schließung wurde das Gelände neu bebaut. Etwa 160 Wohnungen entstanden. In der Mitte des Karrees wurde eine neue Kindertagesstätte des Christlichen Jugenddorfwerks (CJD) eröffnet. In einem der Gebäude betreibt das Bhz mehrere Wohngemeinschaften. Dort können behinderte Menschen gemeinsam relativ selbstständig leben. Gleichzeitig betreibt die Samariterstiftung ein Service- und Quartiershaus, es gibt ambulante Hilfs- und Serviceangebote für Senioren. Und es entwickelten sich mehrere ehrenamtliche Initiativen vor Ort, in denen auch einige Bürger aus den angrenzenden Wohngebieten eingebunden und aktiv sind.

    Das Gartenprojekt startet am 1. und 2. April

    Nun wollen die Samariterstiftung und das Förderkreisteam Bosch das „Gartenprojekt Quartiershaus“ gemeinsam mit den Bewohnern des Gebietes starten. „Mit Bosch sind wir schon länger in guter Verbindung und engem Kontakt“, sagt Andreas Schlegel, Referent für Quartiersarbeit bei der Samariterstiftung. Bosch engagiere sich unter anderem auch in der Feuerbacher Stiftung „Zeit für Menschen“ und helfe vor Ort, Strukturen für bürgerschaftliches Engagement mitaufzubauen, betont Andreas Schlegel. Bei dem neuen Projekt fungieren die Bosch-Mitarbeiter lediglich als Starthelfer.

    „Zukünftige Führungskräfte engagieren sich im Rahmen ihrer Weiterentwicklung im Förderkreis selbstständig in gemeinnützigen Projekten“, erklärt Bosch-Mitarbeiterin Christine Dahl den Hintergrund. Dazu gehört auch, nach Finanzierungsmöglichkeiten für das Vorhaben zu suchen. „Die Projektbetreiber haben bei der Koordinationsstelle ,Urbanes Gärtnern‘ beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung der Stadt einen Zuschussantrag eingereicht, der auch bewilligt wurde“, sagt Magdalena Heinrichs, Koordinatorin der Quartiersentwicklung im Samariterstift. So konnte das Projekt auf den Weg gebracht werden. Zudem bietet das Christliche Jugenddorfwerk (CJD) in Feuerbach praktische Hilfe an: „Auszubildende aus der Gärtnerei unterstützen uns bei der Pflege und Anlage des Gartens“, berichtet Heinrichs. Auch die Kinder der CJD-Kindertagesstätte am Kitzbüheler Weg 9 wollen sich beteiligen. „Vielleicht haben auch die Bewohner des Bhz Interesse, mitzumachen“, hofft Heinrichs.

    Sechs Hochbeete und ein Bohnenzelt sind geplant

    Mitte Februar stellten die Bosch-Beschäftigten ihr Konzept den interessierten Bewohnern vor. Am 1. und 2. April werden nun die sechs Hochbeete gebaut. Ein Bohnenzelt soll zudem errichtet werden. Christine Müller-Kaiser wird eines der Hochbeete als Patin betreuen und freut sich schon auf die gemeinsame Bepflanzungsaktion, die am 8. und 9. April stattfindet. […]
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.gemeinsames-gartenprojekt-in-stuttgart-feuerbach-sechs-hochbeete-und-viele-gruene-daumen.1207fa65-6dda-4ebd-82e6-8af54a00a80e.html

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  • Ausschreibung der zweiten Stelle UG der Stadt Stuttgart

    (Gu, Mail, 1.3.)
    leider ist die Stelle nur sehr kurz ausgeschrieben, anbei der Link für kurz entschlossene gerne weitergeben (bis 04.03.16).
    http://www.stuttgart.de/stellenangebote?stellenangebotid=423327048

    Ich habe den Link an die mir bekannten lokalen/regionalen VernetzerInnen weitergeleitet (mehr …)

  • Stuttgart rüstet nach: weitere Stelle für urban gardening geplant

    (Gu, Tel, 9.2.)
    Die Stadt Stuttgart will laut Alexander Schmid noch eine Stelle für „urban gardening“ schaffen. Die Ausschreibung sollte zunächst rund um Stadtbäume gehen (wegen der besonderes Lage von Stuttgart), wurde nun aber so formuliert, wie auch die Stelle von Alexander. Sobald er sie hat, schickt er sie mir, da er gerne Empfehlungen hätte, wer dafür in Frage käme (mehr …)

  • Gartenprojekt an Flüchtlingsunterkunft in Zuffenhausen: viel positive Resonanz

    (Gu, Mail, 26.11.)
    In Stuttgart/Zuffenhausen ist dieses Jahr ein Gartenprojekt an einer Flüchtlingsunterkunft entstanden.
    „Das Projekt wurde über den Flüchtlingsfreundeskreis gestartet und durch interessierte Menschen aus unterschiedlichen Bereichen unterstützt. So zum Beispiel aus der Unterkunft und aus dem Freundeskreis selbst, sowie aus der Nachbarschaft und der mobilen Jugendarbeit Rot. Die Erfahrungen bisher sind ausschließlich positiv. Anwohner der Flüchtlingsunterkunft sind begeistert, genau wie Anwohner aus der Nachbarschaft die die Beete mit nutzten.“
    Es gibt den Anwohnern aus der Unterkunft, aber auch Anwohner aus der Nachbarschaft die Möglichkeit der Begegnung und der Zusammenarbeit im Kräutergarten. Im nächstem Jahr entsteht noch eine Fahrradwerkstatt und eine Tischtennisplatte, sowie Sitzmöglichkeiten. Das Projekt stößt überall auf großes Interesse.“
    Sie begärtnern bisher 20m², die Gartenfläche hat insgesamt 150m²


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  • Gemeinschaftsgarten in LKW-Reifen in Stuttgart

    (Gu, Mails, 21.11.)
    In Stuttgart-Untertürkheim entsteht seit 1.5.2015 der „Reifengarten“ auf 200 Quadratmeter Grundfläche mit derzeit 27 LKW_Reifen,
    „in diesem Jahr hatten wir Himbeeren, Jostabeeren, Tomaten, Kartoffeln, Schnittlauch, Petersilie, Borretsch, Rucula, Feldsalat und Rhabarber als Nutzpflanzen und viele Blumensorten.

    Wir benutzen biologisches Saatgut und verwenden keinen Kunstdünger.
    Alles kann von jedem geerntet, gepflegt und gepflückt werden.
    Für das kommende Jahr planen wir, in einige Reifenbeete verschiedene Weizensorten zu säen und so einen Lehrpfad für die Kinder vor Ort zu erstellen“ (mehr …)

  • Gartenprojekt für nur 1 Saison in Stuttgart

    (Gu aus alerts, 26.3.)
    Im Gemeinschaftsgarten [beim Fellbacher Bahnhof in Fellbach], den engagierte Bürger auf einem Teil der Brachfläche beim Bahnhof anlegen wollen, wird es ein Jahr lang blühen und grünen. Dann kommt dort Wohnbebauung hin. Doch die ehrenamtliche Projektgruppe „Fellbacher Beete“ ist voller Enthusiasmus und will für kurze Zeit eine Oase in der Stadt schaffen, die als interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte und Plattform für Veranstaltungen dient, auch während der Weltwoche im September.Die erste „Gartenwerkstatt“ mit interessierten Gärtnern für das „Zauberbeet“ fand am Montag im Henri-Dunant-Saal der Stadtwerke statt. Zur Info-Veranstaltung kamen auch Anlieger, die wissen wollten, was vor ihrer Haustür passiert. Ein Mann aus der Theodor-Heuss-Straße meldete Bedenken an, weil im Boden Altlasten seien. […]Marion Maiwald vom städtischen Baurechtsamt versicherte, dass an der östlichen Stelle, an der das Gartenprojekt geplant ist, keine Verunreinigungen seien. Zudem sei nicht geplant, in den Boden zu gehen, sondern Hochbeete auf Paletten anzulegen, sagte Birgit Läpple-Held von der Stabsstelle Bürgerschaftliches Engagement. Das Projekt des Container-Gartens auf Zeit, eines kollektiv betriebenen Gemeinschaftsgartens, bringe „Guerilla-Gardening in die durchgestylte Stadt“. […] Auf den rund 360 Quadratmetern, die die Stadt kostenlos zur Verfügung stellt, sollen kleine Hochbeete entstehen, die kostenlos gepachtet und nach Belieben bepflanzt und gestaltet werden können. Dazu gibt es einen Gemeinschaftsteil, eine Fläche für Workshops und einen Bereich, der frei zur Gestaltung ist. „Und das Schöne ist, das Wasser bekommen wir von den Stadtwerken geschenkt“, sagte Tobias Biehle.


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  • offener Mitmachgarten entsteht auf dem Campus-Gelände in Stuttgart

    (Gu, Mail, 9.2.2015)
    Die Hochschulgruppe Greening Stuttgart ist dabei, einen MitMachGarten auf dem Campusgelände anzulegen. Derzeit werden für eine geeignete Fläche die nötigen Verträge aufgesetzt und ab März/ April werden sie dann den Garten anlegen und bewirtschafte (mehr …)

  • Stuttgart schafft Stelle für Koordination der Gartenprojekte

    (Gu, Tel 28.7.)
    Alexander Schmid ist seit Juni mit einer 50% Stelle für die urbanen Gärten in Stuttgart da. Nächsten Do hat er zu der ersten „Gartenwerkstatt“ eingeladen, bei der er die Bedürfnisse an Unterstützung der Projekte herausfinden möchte. Die Stelle in Stuttgart wird offiziell wie folgt bezeichnet: Koordinationsstelle für Urbanes Gärtnern und das kommunale Grünprogramm und ist beim Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung angesiedelt.
     
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  • Gartenprojekt entsteht am Stuttgarter Theater Rampe

    (Gu aus google alerts vom 5.5.)
    Die Gruppe Inselgrün in Stuttgart, die seit 2012 auch auf dem Gelände des Clubs Zollamt in Bad Cannstatt gärtnert, macht an 4 Tagen Aufräum- und Pflanzaktionen am Theater Rampe. Die ersten, die in den Genuß des angebauten Gemüses kommen sollen, sind Akteure des dort 7.-28.6. stattfindenden Vagabundenkongresses. Martina Grohmann, die Co-Intendantin im Theater Rampe. „Wir wollen diese Idee wieder aufleben lassen, und uns mit der Frage beschäftigen, inwieweit Kunst Gesellschaft und Stadt mitgestaltet.“ Neben Aktionen im öffentlichen Raum gehören zum Programm auch Vorträge, Workshops und Partys. Das Gemüse, das nun am Theater wächst, soll daher den Künstlern zur Verfügung stehen, die im Rahmen des Vagabundenkongresses im Theater untergebracht sein werden. „Uns geht es aber auch um die Nachhaltigkeit“, sagt Grohmann. Sprich: auch nach dem Kongress sollen die Kübel und die Grünfläche begärtnert werden. Zum einen vom Team des Theaters Rampe, zum anderen aber auch von Menschen aus der Nachbarschaft“
    http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.urban-gardening-in-stuttgart-am-zahnradbahnhof-wachsen-tomaten-und-kraeuter.19267209-0601-4b5c-ba48-e218b323cc91.html
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