Schlagwort: Terra Preta

  • Berlin: Bodenverbesserung im Lichtenberger Stadtgarten

    (Antrag, Antworten)

    Also:

    * Die gesamte Gruppe besteht aus etwa 10 bis 15 Personen. Die Kerngruppe, die regelmäßig gärtnerisch aktiv ist, umfasst 7-8 Personen.

    * Die Gruppe besteht hauptsächlich aus FLINTAs aus Europa, insbesondere aus Deutschland und Italien, sowie einer Person aus Indien. Aktuell sind keine Personen mit Fluchtgeschichte aktiv dabei.

    * Der Garten ist teilweise inklusiv, jedoch nicht vollständig barrierefrei. Die vorhandene Ökotoilette ist beispielsweise nicht barrierearm. Ein Gesamtkonzept für Inklusion existiert derzeit nicht, könnte aber ein spannendes Entwicklungsthema für die Zukunft sein.

    * Seit 2021, wenn ich mich nicht irre, pflegt die Stiftung SPI (ehemalige Suchtkranke) eine Beete bei uns, die sind normalerweise montags da.

    * Unser Nachbar:innen von Leben Lernen haben bis 2023 circa unser Garten genossen und leider seitdem wegen Personalmangel nicht mehr.

    * Die Bekanntmachung erfolgt überwiegend über persönliche Netzwerke, Mundpropaganda sowie vereinzelt über online Plattformen, unter anderem Langer tag der Stadtnatur, Urbane Garten, Kulturkarte Lichtenberg, Berlin Spart Energie, Mit Vergnügen, Gratis in Berlin, Garten Flora usw.

    * Neuinteressierte werden herzlich empfangen und erhalten eine Einführung im Garten. Sie werden in bestehende Gartenarbeiten eingebunden und können sich je nach Interesse an verschiedenen Aufgaben beteiligen.

    * Die Wasserversorgung erfolgt aus einer eigene Wasseranschluss, der über das Krankenhaus KEH normal abgerechnet wird. Außerdem versuchen wir weniger Wasser wie möglich zu nutzen (tropf-Bewässerungssystem, Molch, Ollas..)

    * Die Gartengeräte sind in einer gemeinschaftlich genutzten Holzhütte untergebracht. Unser Würmkiste wird Winterfest gemacht damit es in Garten auch unter minus grad in SIcherheit bleiben kann.

    * Bislang gibt es keine größeren Probleme mit Vandalismus oder Diebstahl, jedoch kommt es gelegentlich zu kleineren Vorfällen. Zum Beispiel nascht der Waschbeere unsere ganze Trauben, die Spechte die ganze Kirschen und ab und zu mal kommt eine Katze und „spielt“ mit die Frösche. Aber es sind hauptsächlich die Nachtschnecken, die uns ausrauben.

    Seit 2011 ist der Lichtenberger Stadtgarten ein gemeinschaftlich bewirtschafteter Nutzgarten mit Obst und Gemüse. Ein Jahr später wurde der Lichtenberger Stadtgarten e.V. gegründet. Der Lichtenberger Stadtgarten ist ein gemeinschaftlich bewirtschafteter Nutzgarten.
    Die Bewirtschaftung des Gartens erfolgt nach ökologischen Prinzipien sowie unter Einbezug von Techniken der Permakultur. Unser Garten ist ca. 450 qm groß. Neben einer mit Obstbäumen bestandenen Wiese, mehr als 100 Quadratmeter Gemüsebeete, einem duftenden Kräuterbeet gibt es auch eine Picknickstelle mit Sitzbänken und einen Teich für Molche und andere wasserliebende Tiere.
    Wir bewirtschaften die Anbaufläche gemeinschaftlich, ohne Beete oder Parzellen an einzelne Personen zu vergeben. Alle haben immer im Blick, dass der Garten ein schöner Ort ist und das Gemüse auf allen Beeten gut wächst.
    Die Mitgärtner:innen teilen die Gartenarbeit, finanzielle Beiträge und die Ernte fair untereinander. Entscheidungen werden von den aktiven Stadtgärtner:innen im Team getroffen, entweder beim gemeinsamen Gärtnern oder auf regelmäßig stattfindenden Gartentreffen. Wenn Stadtgärtner:innen vor Ort im Garten sind, steht der Garten interessierten Gästen offen, und es besteht die Möglichkeit, bei den Gartenaktivitäten mitzuwirken.
    Als grüner Lernort sind Begegnung und Inklusion ein weiteres zentrales Anliegen des Stadtgartens. Der Lichtenberger Stadtgarten Berlin ist ein Gemeinschaftsgarten, der als Ort der Begegnung, des nachhaltigen Anbaus und der ökologischen Bildung dient.
    Unsere gemeinsamen Gartentage finden immer sonntags statt und bieten eine offene, einladende Atmosphäre für alle, die sich beteiligen möchten. Interessierte finden auf unserer Website umfassende Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten, um mehr über den Garten und unsere Aktivitäten zu erfahren. Beim „Langen Tag der StadtNatur“ laden wir Besucher:innen zu spannenden Workshops ein, in denen wir praktische Einblicke in nachhaltiges Gärtnern, ökologische Vielfalt und gemeinschaftliches Gärtnern geben.
    Unser Ziel ist es, eine grüne Oase für alle Interessierten zu schaffen und nachhaltige Gartenprojekte zu fördern. Um die Qualität unserer Arbeit und die Vielfalt der Bepflanzung zu erhalten und zu verbessern, benötigen wir finanzielle Unterstützung für die Anschaffung wichtiger Materialien.
    Der Stadtgarten finanziert sich größtenteils durch Spenden und Mitgliederbeiträge. Diese Mittel decken jedoch nicht alle anfallenden Kosten für die Instandhaltung und Erweiterung des Gartens. Daher sind wir auf zusätzliche finanzielle Unterstützung angewiesen, um unser Angebot weiter auszubauen und nachhaltig zu sichern.

    2. Förderzweck und beantragte Mittel

    Der Stadtgarten dient als Ort des Austauschs, der Bildung und der aktiven Mitgestaltung für Bürger:innen. Die geförderten Materialien tragen dazu bei, die Gartenprojekte zu optimieren und langfristig zu erhalten. Zudem fördern sie nachhaltige Anbaumethoden und stärken das Umweltbewusstsein der Gemeinschaft.

    Der Lichtenberger Stadtgarten engagiert sich für nachhaltige Bodenverbesserung und Kreislaufwirtschaft. Um die Bodenqualität langfristig zu verbessern, die Wasserspeicherfähigkeit unserer Beete zu erhöhen und das Bodenleben zu fördern, möchten wir Terra Preta einsetzen. Obwohl wir bereits unseren eigenen Kompost produzieren, jedoch fehlt uns die notwendige Pflanzenkohle und die spezielle Fermentationstechnik, um daraus Terra Preta zu machen. Dazu, um eine spürbare Bodenverbesserung zu erzielen, bräuchten wir große Mengen, die wir mit Eigenproduktion nicht erreichen können. Daher beantragen wir eine Förderung zur Anschaffung hochwertiger Terra Preta von Wandlitzerde.

    Wir beantragen eine finanzielle Förderung für folgende Anschaffungen:

                     Terra Preta: Verbesserung der Bodenqualität zur Förderung eines nachhaltigen Pflanzenwachstums.

                     Apfelbaum: Erweiterung der Obstvielfalt und langfristige Nutzung durch die Gemeinschaft.

                      Heidelbeere: Erweiterung der Beerenvielfalt und langfristige Nutzung durch die Gemeinschaft.

                     Äste- und Rosenscheren: Fachgerechte Pflege der Bäume, Sträucher und Rosen im Garten.

    Diese Materialien sind essenziell für die langfristige Entwicklung des Gartens und die aktive Beteiligung der Gemeinschaft. Die Nutzung von Terra Preta trägt maßgeblich zur Bodenverbesserung und Nachhaltigkeit bei, während der Apfelbaum ein Symbol für Wachstum und gemeinschaftliche Ernte darstellt. Die benötigten Scheren helfen uns, die Pflanzen gesund und gepflegt zu halten.

    3. Ziele

    Unser Ziel ist die nachhaltige Verbesserung der Bodenqualität, die Erweiterung der Obstvielfalt und die Pflege der bestehenden Pflanzen und Bäume. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die ökologische Vielfalt zu erhalten und das Gemeinschaftsgefühl im Stadtgarten zu stärken.

            Terra Preta: Diese nährstoffreiche Erde verbessert die Bodenqualität erheblich, indem sie Wasser speichert, die Bodenfruchtbarkeit erhöht und die Humusbildung fördert. Sie trägt maßgeblich zu nachhaltigem Pflanzenwachstum bei und unterstützt den ökologischen Anbau.

            Alte Apfelsorte: Die Pflanzung eines Apfelbaums mit einer traditionellen, alten Sorte ist wichtig, um die biologische Vielfalt zu erhalten. Alte Sorten sind oft robuster, widerstandsfähiger gegen Krankheiten und tragen zum Erhalt genetischer Vielfalt bei. Zudem bieten sie wertvollen Lebensraum für Insekten.

            Gartenscheren und Astscheren: Die fachgerechte Pflege von Bäumen und Pflanzen ist essenziell für ihr gesundes Wachstum. Mit den richtigen Scheren können Äste und Triebe gezielt geschnitten werden, was die Blüten- und Fruchtbildung fördert und Krankheiten vorbeugt.

    (mehr …)

  • Ffm: Stadt.Land.Wirtschaft: GG auf Fläche einer SolaWi

    (Antrage/ANtworten)

    Ziel: Bepflanzung der Ränder des Gartens mit essbaren Obst-Gehölzen für „Naschstreifen“
    Gärtner*innen: 80-100
    Größe: 4000 qm²

    Nach dem Vorbild der Waldgartensysteme möchten wir als Gemeinschaftsgarten lang,- bzw.
    mehrjährige essbare Gehölze und Stauden in unseren Garten integrieren, um so die Vielfalt der
    Selbstversorgung weiter voranzutreiben. Dabei wollen wir ein ehemaliges 55m langes Spalier
    wiederbeleben, die 7 bestehenden Obstbäume neu-veredeln und erziehen, sowie an diesem
    Spalier 14 neue Obstbäume (Buschbäume) an der nördlichen Begrenzung des Gartens zu
    setzen. Hierbei haben wir vor die Obstbäume so zu setzen, dass von Westen nach Osten die
    Obstbäume Monat für Monat reif werden, um zu verhindern, dass wir zu bestimmten
    Zeitpunkten zu viel Obst haben, sondern gleichmäßig den ganzen Sommer/Herbst hinweg
    ernten können. Außerdem wollen wir eine zweite Grenze (östliche Seite) des Gartens nutzen und
    dort 8 Obstbäume mit Baumscheiben anlegen (Hochstämme), hier ebenfalls von Nord nach Süd
    aufeinander folgende Reifung. Gerahmt, unterstützt und ergänzt werden soll dies durch eine
    große Vielfalt an mehrjährigen, ess- und nutzbaren Pflanzen, die als Baumscheiben und als
    Abgrenzung zu den Gemüsebeeten dienen sollen.
    Mit diesem Projekt erhoffen wir uns mehrere Ziele gleichzeitig anzugehen und so im Sinne der
    Permakultur multifunktional zu denken. In allererster Linie wollen wir einen Schritt in Richtung
    vielfältiger Selbstversorgung gehen und uns neben Gemüse auch mit Obst, Beeren und Kräutern
    versorgen. Darüber hinaus wollen wir lernen, wie wir Obstbäume und die anderen Gehölze
    sinnvoll und überlebensfähig in bestehende Gemüsegärten integrieren können. Im Sinne der
    Agroforstwirtschaft zielen wir ebenfalls auf eine Verbesserung des Bodens ab, insbesondere
    dem Schutz vor Erosion und der Wasserspeicherfähigkeit. Ebenfalls wollen wir Insektenhotels in
    die Strukturen, bzw. im Spalier integrieren, um die Biodiversität in unserem Garten und damit die
    Produktivität jedes einzelnen Teils zu steigern.
    Um die Bäume sinnvoll in den Garten integrieren zu können, sichtbar und geschützt benötigen
    wir ebenfalls Robinienpfähle zum Bau von Baumschutz und Holzhäcksel zum Anlegen von
    Wegen. Zur Bewässerung verlegen wir einen Tropfschlauch. Dazu erarbeiten wir ebenfalls gerade
    einen Pflanz-, Pflege- und Bewässerungsplan, sowie Obstbaumschnitt- und Veredlungskurse zu
    organisieren. Die Pflanzung erfolgt in organisierten Gemeinschaftsaktionen, die organisiert und
    vorbereitet werden, um so professionell und artenangepasst wie möglich vorzugehen.
    Darüber hinaus ist uns die Verbesserung unseres Bodens ein sehr wichtiges Anliegen, da dieser
    die Produktivität einzelner Pflanzen um den Faktor 100 steigern kann. Deshalb würden wir gerne
    ebenfalls Pflanzenkohle bzw. Terra-Preta, Silage zum Mulchen und Blühwiesenmischungen in
    die Pflanzung der Bäume integrieren.
    Beschreibung des Gemeinschaftsgartens:
    Der Gemeinschaftsgarten des Vereins Stadt.Land.Wirtschaft. ist ein offenes und solidarisches
    Projekt auf den gepachteten Flächen der Solawi „Die Kooperative“. Das Projekt ist eine
    Kooperation unseres Vereins, den Mitgliedern der Kooperativen, sowie interessierten
    Gärtner*innen. Wir haben den Anspruch alle Menschen in Frankfurt niedrigschwellig zur
    ermöglichen beim Garten mitzumachen und zu lernen, wie Permakultur und Selbstversorgung
    auch konkret in der Stadt gelebt werden kann. Hierbei liegt auch ein großer Fokus auf Bildung,
    um so vor Ort eigenständiges Projektmanagement, Selbstorganisation, den Umgang mit
    Ressourcen und der Natur sowie gemeinschaftlichen Gemüse- und Obstanbau in der Stadt
    lernen. Der Gemeinschaftsgarten hat aktuell rund 80-100 Menschen, die mitgärtnern auf 4000
    qm. Dabei gibt es verschiedene Modelle, teilweise gibt es Menschen, die sich um eigene
    Parzellen kümmern, aber auch Bereiche, die von der ganzen Gemeinschaft bewirtschaftet und
    umsorgt werden. Die Fläche an sich gehört der Genossenschaft „Die Kooperative“, die die
    Flächen zunächst den Genoss*innen der Kooperative zum Selbstgärtnern zur Verfügung stellte.
    Durch ein immer größer werdendes Interesse entschied man sich dann dazu, die Flächen der
    Stadtgesellschaft insgesamt zur Verfügung zu stellen und einen Verein zu gründen, um den
    Gemeinschaftsgarten Stadt.Land.Wirtschaft. zu ermöglichen. Der Boden ist auf Grund der Lage
    an der Furt des Mains sehr fruchtbar, hauptsächlich lehmig-humos, in einer Senke eher sandig-
    humos. Da Frankfurt eine geringe Durchschnittsniederschlagsmenge aufweist haben wir
    ebenfalls Zugang zu einem Brunnen. Einen Zaun haben wir bisher nicht vollständig. Auf der Süd-
    und Westseite ist dieser vorhanden, an der Nord- und Ostseite noch nicht, doch auch da
    befinden wir uns in Planung und Absprachen mit der Solawi. Bisher fokussieren wir uns auf den
    Gemüseanbau, wollen nun aber den nächsten Schritt machen und unsere Strukturen um
    Obstanbau erweitern.
    Um schnelle Kommunikation zu ermöglichen haben wir einen gemeinsamen Discord-Channel
    und treffen uns einmal im Monat für das „monatliche Gartentreffen“. Ebenfalls sind wir in engem
    Kontakt mit den Gärtnern der Genossenschaft, die uns beim Aufbau des Gartens unterstützen.
    Neue Menschen melden sich bisher bei den Kontaktmöglichkeiten der Kooperativen, seit der
    Vereinsgründung und Aufbau der Mailadresse werden wir dies kontinuierlich umstellen.
    Beantwortung meiner Fragen:
    Die Nutzung der Fläche ist nicht befristet.

    Die Solawi pachtet 1 Hektar.

    Ja es sind zwei eigenständige Projekte, man muss nicht Mitglied der Solawi sein, um im Gemeinschaftsgarten mitzugärtnern. Die Gärtner zahlen eine Gebühr an die Solawi um dort zu gärtnern. Der Verein wurde von Mitgliedern der Solawi gegründet und zahlt keine Nutzungsgebühr.

    Es gibt um die 100 a 30 m² individuelle Gemüsebeete, und dann gibt es 200 qm² die gemeinschaftlich bewirtschaftet werden. Die restliche Fläche wollen wir nun mit Obstbäumen bestücken.

    Es gibt ein Banner zur Straße hin, wir wollen ebenfalls ein Schild installieren, das auf den Garten hinweist. Die einzelnen Beete sind mit Hölzern abgesteckt. Wir folgen das Prinzip eines offenen Gartens ohne Zäune.

    Ja wir haben Expert*innen in den eigenen Reihen und es gibt bereits einige zuständige Personen, die sich dauerhaft darum kümmern würden. Das notwendige Werkzeug haben wir teilweise selbst (bsw. Veredlungsmesser) teilweise können wir das bei der Solawi ausleihen.

    Die Obsternte soll im besten Fall direkt verzehrt werden und Überschuss soll in Gemeinschaftsaktionen weiterverarbeitet werden. Das Ziel ist nicht daraus Saft zu machen, deswegen Busch und Hochstamm, sondern Tafelobst zu erzeugen. Um so effizient wie möglich vorzugehen haben wir die Reifezeit der Bäume/Sorten miteinbezogen (mehr …)

  • Berlin: Leitsysestem für blinde Menschen im Menschenkindergarten

    (Besuch)
    Der Menschenkindergarten in Friedrichshain ist als offener Nachbarschaftsgarten Teil einer inkusiven Kita. Es gibt einige Beete, die an bestimmte Personen vergeben sind – und diese müssen neben einem kleinen Obolus auch eine bestimmte Anzahl an Stunden pro Jahr für die Gemeinschaftsarbeiten aufwenden – und Gemeinschaftsflächen.
    Der Garten nimmt an Bürgerwissenschaftsprojekten teil, hat sich mit und durch H. Piplow rund um Terra Preta und Pflanzenkohle weiterbilden lassen, es gibt Keyholebeete, es wird bokaschisiert, einen Benjeshecke wächst, der Lehmofen wird viel genutzt etc.
    Außerdem haben Sie ein Leitsystem für blinde Menschen. Es gibt einen Gartenplan mit Brailleschrift und die verschiedenen Bereiche des Gartens sind mit Schildern gekennzeichnet, auf denen auch Brailleschrift Hinwise gibt. Zudem kommt man über einen QR-Code zu professionell gesprochenen Infos über den Garten und die Bereiche.

    (mehr …)

  • Leipzig: Stadtgarten H17

    Vor allem die Befüllung des Moorbeetes hat uns viel Kopfzerbrechen bereitet. Torffreie Moorbeeterde war für uns nirgends zu bekommen außer bei einem Betrieb in Bayern, wo dann aber die Anlieferung viel mehr als die Erde selbst kosten würde. Wir haben schließlich nach Möglichkeiten gesucht selber Moorbeeterde herzustellen, also z.B. den sauren PH-Wert zu erreichen. Auch im großen Biogarten-Buch von Andrea Heistinger/Arche Noah haben wir eine Anleitung gefunden. Die Bestellung der benötigten Substrate hat dann aber im Herbst für den Garten keinen Sinn mehr gemacht und wir wollen diese im Frühjahr 2024 anliefern lassen. Um eine Lieferung von Erde effizient zu halten, können wir dann gleich mehr Erde auch Kompost für die anderen Beete bestellen.

    Da das Beet noch nicht befüllt werden konnte, wurden auch die Karnivoren noch nicht gekauft und noch keine Beschilderung am Moorbeet angebracht. Material für die Schautafel (vom NABU und der Wildtierstiftung) wurde aber bereits beschafft und liegt zum Anbringen bereit.

    Gleichzeitig wurde im Frühjahr 2023 aber unser „altes“ Moorbeet neu befestigt und wieder mit der bereits vorhandenen Erde, sowie Nadelbaumverschnitt befüllt. Die Heidelbeeren und Walderdbeeren in dem Beet gedeihen seitdem prächtig. Auch wenn das Beet als Moor-Schaubeet falsch steht, im Schatten, erfüllt es so noch einen Zweck, indem es einen eher sauren, schattigen Waldboden nachahmt.  

    Auch die Bepflanzung der Pflanzen für den Grauwasserturm haben ich leider nicht vollständig geschafft, da ich einen neuen Job angenommen habe und die Umsetzung eines städtischen Förderprojektes viele Ressourcen gebunden hat. Die benötigten Pflanzen und die Bezugsquelle sind aber recherchiert und ich werde den Grauwasserturm bepflanzen, sobald die Witterung den Jungpflanzen nicht mehr zusetzen kann.

    Einzelne Teilprojekte konnten wir dagegen erfolgreich abschließen:

    Im Rahmen eines städtischen Förderprojektes konnten wir den für die Herstellung von Pflanzenkohle benötigten Pyrolyseofen anschaffen und in 2023 endlich selbst Pflanzenkohle im Stadtgarten H17 herstellen. Um diese letztlich zu Terra Preta wiederzuverwerten kooperieren wir seit letztem Jahr mit einer SoLaWi. Denn letztlich kommt bei uns noch zu wenig Material zum Verkohlen und auch aus dem Bokashi zusammen. Die Praxis der Kompostfermentierung muss sich unter den Gartenmitgliedern erst noch weiteretablieren. Die bisher erzeugte Pflanzenkohle haben wir aber in den Kompost eingearbeitet. Wenn wir den im Frühjahr auf die Beete bringen, werden wir sehen, ob es sichtbare Unterschiede gibt.

    Das Wassermanagement im Garten konnten wir durch den Einsatz der mit Förderung der anstiftung gebauten Ollas durchaus spürbar verbessern. Das gesammelte Wissen zum Ollabau kam im Anschluss noch Teilnehmenden eines Workshops zum wassersparenden Gärtnern zu Gute. Vor allem für neue Gärtnern war die Anleitung zum Befüllen der vergrabenen Ollas leicht zu befolgen und konnte so ohne viel Erfahrungswissen ausreichend, aber verdunstungsarm gewässert werden, z.B. auf dem Tomatenbeet und in den Ausstellungsbeeten. Die den beiden Ausstellungen „Fruchtbare Erde“ und „Zukunf(s)Essen“ haben wir erfolgreich aufgebaut.

    (mehr …)

  • Wandelgarten Freiburg stellt wieder auf gemeinschaftliches Gärtnern um

    (Antrag/Antworten)

    Wandelgarten hat derzeit 25 – 30 Aktive, 5 sind in der Orga/Kerngruppe aktiv.
    Sie sind aktiv mit Herstellung von Terra Preta, haben einen großen Wurmkompost, machen viel Bildungsarbeit u.a. für Schulen.
    Sie haben den Träger gewechselt (der alte hat sich aufgelöst) und eine neuen, nun schriftlichen, Vertrag ausgehandelt.

    1. Unsere Homepage ist noch im Wachsen. Dort sollen die Ausleihmöglichkeiten veröffentlicht werden. Es gibt noch keinen Link. Wir könnten die anderen urbanen Gärten aber auch per Email informieren. Bisher haben wir Werkzeugausleihen (die wir immer wieder gemacht haben) ganz einfach organisiert: Es wurde ein Termin zur Abholung vereinbart und ein Termin für die Rückgabe. Reparaturen sind bisher nie nötig gewesen. Wir haben für Ausleihen auch nie etwas verlangt. Bei den Waffeleisen würde ich eine Kaution verlangen, da sie gute Pflege bedürfen und ohne sie leicht rosten.

    2. Gründe für die Umstellung auf Gemeinschaftsbeete waren:

    a) Fruchtfolge ermöglichen: auf kleinen Flächen (1-4 qm) lässt sich kaum eine Fruchtfolge einhalten.

    b) Viele der Beetpaten hatten kein Interesse an der Gemeinschaft. Es war schwierig mit ihnen Absprachen zu treffen. Einige hatten wenig Erfahrung im Gärtnern. In der Bildungsarbeit war es widersprüchlich z.B. für Mulchen zu werben und vor allem ungemulchte Beete im Garten zur Ansicht zu haben. Der WandelGarten drohte ein kleiner Kleingarten zu werden. Gerade durch ein Gespräch mit Steffi Koch von zusammen gärtnern, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir einen Rückschritt gemacht hatten: bei zusammen gärtnern werden Beetpatenschaften angeboten, um Mitgärtner*innen anzulocken, mit der Absicht sie zum gemeinschaftlichen Gärtnern zu gewinnen. Wir hatten gemeinschaftlich gegärtnert und waren durch die Beetpatenschaften davon abgekommen. Das entsprach auch nicht unseren Gründungswerten.

    Durch das gemeinschaftliche Gärtnern sind viele neue Mitgärtnerinnen dazugekommen. Es waren viele Frauen (vor allem Studentinnen) und nur ein Mann (der sich für die Herstellung von Pflanzenkohle sehr interessiert und uns beim Zersägen großer Baumstämme mit seiner Motorsäge sehr geholfen hat – er hatte mich über einen Bokashi Workshop kennengelernt)! Es gab noch zwei Männer, die aus privaten Gründen nur vorübergehend im WandelGarten sein konnten. Wir würden gerne noch ein paar Männer im Garten haben. Bei den Beetpaten waren zwei Männer dabei gewesen, die den Garten aber verlassen haben, als es darum ging, gemeinschaftlich zu gärtnern. Besonders gefreut hat mich, dass eine Mitgärtnerin, die im Rollstuhl fährt, wieder zum WandelGarten zurückgekommen ist. Für sie war eine Beetpatenschaft nicht in Frage gekommen – aber ab und zu etwas mitzuhelfen tat sie mit großer Freude.

    Wir sind aber auch mit der jetzigen Variante noch nicht wirklich zufrieden. Im kommenden Jahr werden wir möglicherweise eine Kombination aus gemeinschaftlichem Gärtnern und „Projektpatenschaften“ ausprobieren. Wir wollen Mitgärtner*innen anregen auch eigene Ideen und Projekte im Garten zu realisieren, bei denen die Verantwortung bei den Projektpat*innen liegt, sie sich Unterstützung der Mitgärtner*innen einholen können, die Fruchtfolge und Bodenpflege beachtet wird und die Ernte mit allen geteilt wird.


    (mehr …)

  • Garten der Vielfalt Ginsheim will Terra Preta produzieren

    (Mail)

    Im letzten Sommer haben wir zu viel Wasser geschleppt und beschäftigen uns jetzt intensiver mit der Permakultur und wollen selbst terra preta herstellen .
    Heute Nachmittag haben wir unser Wintertreffen und freuen uns auf die aktiven deutschen Gärntnerinnen  aus unserer Nachbarschaft und die FreundInnen aus dem Iran und Syrien. Wir haben und leben eine intensive und sehr schöne Gemeinschaft in unserem Gartgen. Im letzten Sommer haben wir 5 große Hochbeete selbst gebaut. Finanziell unterstützt wurden wir durch die Kreisverwaltung Groß-Gerau, die vergeben Mittel an Vereine und Gruppen, die ehrenamtlich mit geflüchteten Menschen arbeiten. Wenn wir bald  die terra preta Produktion angehen, wollen wir auch in diesem Jahr wieder einen Antrag auf Unterstützung stellen.  


    (mehr …)

  • Pallasgärten: Vernetzung durch KonTiKi

    (Gu, aus Sachbericht)

    Der u.a. von uns finanzierte Kontiki für die Pallasgärten bringt Leute zusammen.

    Am 15.07.2017 fand schließlich die feierliche Einweihung des Kon-Tikis als Programmpunkt
    des jährlichen Sommerfestes (schöne(w)ort_tage) der Pallasgärten statt. Neugierig
    bestaunten die BesucherInnen des Festes den Holzkohlemeiler und diskutierten lebhaft über
    die richtige Nutzung des Geräts.

    Hier findet sich ein Bericht der Bloggerin, Initiatiorin und Vorsitzenden der
    Interessengemeinschaft Potsdamer Straße und Initiatiorin des Projekts “Die Potsdamer
    Straße wird grün” Regine Wosnitza:
    http://potseblog.de/2017/07/16/kon-tiki-pallas-lilli-flora-terra-petra/
     
    Der Kon-Tiki-Meiler befindet sich derzeit im Gartenhaus des Gemeinschaftsgartens und
    steht den Berliner Gemeinschaftsgärten zur freien Nutzung zur Verfügung. 2018 sind u.a.
    eine Kooperation mit einer Gartenkolonie am Priesterweg angedacht. Die GärtnerInnen
    dieser Kolonie sollen im Herbst/Frühling ihren (getrockneten) Baumschnitt zur gemeinsamen
    Herstellung von Pflanzenkohle in die Pallasgärten bringen und mehr über den Einsatz von
    Biokohle lernen. Die gewonnene Kohle soll zwischen Pallasgärten und den GärtnerInnen der
    Kolonie geteilt werden. Weiterhin soll das Wissen über Biokohle und Terra Preta zunehmend
    unter den Berliner Gemeinschaftsgärten verbreitet werden. Im Rahmen des gerade
    entstehenden lokalen Netzwerks von Pallasgärten e.V., Wachsenlassen e.V.  und den
    Rosenduftgärten im Gleisdreieckpark werden wir im Januar/Februar einen Vortrag zu
    Kon-Tiki, Pflanzenkohle und Terra Preta in der Grünen Bibliothek bei Wachsenlassen halten.
    Daran anschließen sollen sich im Frühjahr Praxisworskhops unter Einsatz des Kon Tiki.
    Beim Urban Gardening Summer Camp in Stuttgart wurde auch der Vorstand des
    Allmendekontors auf das Kon Tiki aufmerksam und auch hier wurde eine Zusammenarbeit
    geplant.
    Ein weiteres Ziel ist die verstärkte Erschließung und Verwertung von Biomasse (die sonst im
    Abfall landen würde) zu Terra Preta; hierzu möchten wir Kooperationen z.B. mit
    (Bio)-Märkten, -Cafés schließen (mehr …)

  • P-Gärten bei DBU-Projekt dabei

    (Gu)

    Der Prinzessinnengarten-Gartenbau ist beteiligt an dem Projekt „https://bodenberufsbildung.wordpress.com/“
    Aufgaben:
    Die PrinzessinnenGartenBau UG kompostiert die Abfälle der Berliner Tafel e.V. und der Bebra mit Pflanzenkohle auf dem Gut Hellersdorf. Das gewonnene Pflanzenkohlesubstrat wird durch ein Erdenwerk in der Region Berlin Brandenburg vertrieben und vermarktet.
    Zugleich ist der Kompost ein Lernort an dem Auszubildenden und Multiplikatoren aus den Berufsfeldern Garten- und Landschaftsbau und -planung, Ressourcenmanagement, kommunale Klimabeauftragte, Landwirt/-in weitergebildet werden.
    AUgust 2017: Gemeinsam mit Svenja Nette vom Gutsgarten Hellersdorf wurde ein Workshopkonzept zum Thema Kompost mit Pflanzenkohle entwickelt. Im Workshop soll praxisnah und handlungsorientiert Fähigkeiten und Kenntnisse zum Thema Kompost mit Pflanzenkohle vermittelt werden. Zielgruppen des Workshops sind Auszubildende und Mitarbeiter*innen von Galabetrieben, Grünflächenämtern, aber auch Interessierte aus Gemeinschaftsgärtner*innen und CSA.

    Dieses Projekt wird

    Antragstitel: Verwertung von Gemüse- und Grünschnittabfällen zur
    Herstellung von Pflanzenkohlesubstrat für ein klimafreundliches Gärtnern –
    Modellprojekte in der Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung

    Bewilligungsempfänger: Arbeitsgruppe Geoökologie an der Freien Universität Berlin
    Projektzeitraum: 01.04.2017 – 31.09.2019 (mehr …)

  • o pflanzt is! München will mit Kon-tiki Planzenerde herstellen

    (Gu aus Antrag)

    o´pflanzt is holt die Ausstellung „Bodenschutz Urban“ nach München – diese findet dann vom 20. April bis zum 18. Mai bei ihnen statt, es wird ein Rahmenprogramm geben, in dem sie den bei uns beantragten Kessel „Kon-tiki“ auch einsetzen wollen.
    „Es geht darum, vor Ort im Garten Pflanzenkohle herzustellen“ Vorteilen:
    – Aus unterschiedlichsten Materialien wie Brennholz, Astwerk, Strauchschnitt, Chinaschilf, teilweise auch grünes Holz, etc. kann in ausreichendem Umfang Pflanzenkohle hergestellt werden.
    – Der Kessel ist so groß, bzw. klein, dass er mit einem PKW-Kombi transportiert werden kann.
    – Nebenbei besitzt er durch ein schwenkbares Gitter eine Grillfunktion (inzwischen ist auch ein Topf zum Kochen einsetzbar)
    – durch einen Geka-Anschluß kann von unten mit Wasser gelöscht werden, was die Porengröße der entstehenden Pflanzenkohle positiv beeinflusst.

    Bei o´pflanzt is wurde von Anfang an kompostiert. Seit letzten Sommer geschieht dies wieder intensiver, indem wir den Inhalt der ansässigen Vollcorner-Filiale wöchtenlich zusammen mit Häckselgut, Laub, anderem eigenen Material, Urgesteinsmehl und Tongranulat mischen.
    Es hat sich ein Zwischending zwischen klassischer Heißkompostierung und Wurmfarm eingestellt, da die ursprünglichen Würmer der Wurmfarm in die Komposte eingewandert sind.
    Was uns für einen Dauerhumus fehlt ist die Pflanzenkohle. Neben einer Vielzahl von positiven Aspekten, trägt sie auch zu einem besserem Wasserspeichervermögen der entstehenden Erde bei. Dies würde sich positiv auf unsere Hochbeete auswirken.
    Mit Patrick im Vorstand haben wir jemanden im Garten, der sich intensiv darum bemüht, junge Flüchtlinge in unsere Gartengemeinschaft einzuführen. Ein erster Schritt dazu ist, sie mit einfachen Dingen, wie Brennholz machen, zu beauftragen. Dies funktioniert bisher ganz gut. Zwei ehrentlich engagierte Landschaftsgärtner bei o´pflanzt is können immer wieder brennbares Material von ihren privaten Baustellen bringen. Das Betreiben des Kon-Tikis wäre ein weiterer Baustein zur Integration dieser jungen Menschen. Ferner würde es durch das gemeinsame Grillen am Kessel natürlich auch intern die Geselligkeit und Kommunikation fördern. 😉
    Interessant ist auch die Idee, die Gemeinschaftsgärten in München über die Verleihung des Kon-Tiki zu vernetzen. Sprich der Kon-Tiki steht zwar bei o´pflanzt is, kann nach Absprache aber jederzeit vom ÖBZ, dem Umweltzentrum Gauting und anderen Gemeinschaftsgärten in und um München ausgeliehen werden.

    Die Kompostierung auf unserem Gelände ist der erste Schritt zur eigenen Erdenherstellung in unserem Garten. Den fertigen Kompost wollen wir schon dieses Jahr mit Ziegelsplitt eines ortsansässigen Werks im Norden von München mischen, etwas lehmigen Sand beigeben und so eigene Erfahrungen mit unterschiedlichen Substraten sammeln.

    (mehr …)

  • Gartenprojekt in der Alten Gießerei ist umgezogen und produziert Terra Preta

    (Gu, Mail, 29.1.0)

    Die OW Alte Gießerei in Berlin-Lichtenberg schreibt:
    „wir sind eine offene Werkstatt für: Metall, Holz, Tief- und Siebdruck, Sounddesign- Mastering, Schmuck, Web- und Appentwicklung, Soft- und Hardware, Elektronik, Formenbau, Bootsbau, Ateliers, Fotolabor, und bald auch Keramik, unser Garten (war nur angemietet und auch irgendwann zu klein) ist uns irgendwann zu teuer geworden, ein Teil davon ist nun in unserem Hof, ein anderer Teil an die Spree und Tempelhofer Feld umgezogen, wir produzieren und liefern Terra Preta https://vimeo.com/114037620 (der Film ist auch bei uns entstanden)“

    (mehr …)

  • Neuer Garten gut angegangen. Transition Town Garten /Bielefeld

    (AB, Gartenbesuch, Gespräch mit Reinhold und Michael, 3.5.2014)

    Der Garten startet jetzt in die zweite Saison und sieht schon richtig gut aus. Sie kaprizieren sich auf alte Sorten, bauen inzwischen über 200 verschiedene Gemüse- und Obstpflanzen an. Es gibt ein Trockenklo, eine Terrapreta-Produktionsanlage (J), ein Weidentipi (noch nicht ganz fertig), ein Gerätehaus, wo sie auch ihr sonstiges Werkzeug aufbewahren, das sie für ihre diversen Baumaßnahmen im Garten brauchen (sie planen u.a. noch ein Gewächshaus). In ihrer unmittelbaren Umgebung sind sie als Guerilla GärtnerInnen unterwegs, sowohl auf dem angrenzenden Bahndamm als auch auf der von der Stadt angelegten Wiese haben sie Obstbäume gepflanzt. Der Garten bietet einen offenen Gartennachmittag an (samstags), steht auch auf dem Gartenschild, GärtnerInnen, die sich verbindlich im Garten engagieren, die „man kennt“, bekommen den Code vom Zahlenschloss. Es gibt eine kleine Kerngruppe von ca. fünf, einen erweiterten mittleren Kreis von zehn, und einen ansprechbaren Kreis von zwanzig Personen, die alle mehr oder weniger im Transition Town Kontext in Bielefeld aktiv sind. Viele engagieren sich über den Garten hinaus auch noch in anderen Projekten, z. B. Reinhold im Repair Café, Doris in der Kochgruppe und auch im Repair Café. Im Wesentlichen wurde der Garten von Reinhold, dem studierten Landwirt, angelegt, aber immer in Absprache mit der Gruppe. Der Garten ist sehr gut einsichtig, liegt quasi auf dem Präsentierteller, obwohl er zu einer Gartenanlage (Grabeland) gehört.
    Außer diesem Garten an der Heeperstraße (am neu angelegten Grünzug) bewirtschaften sie diese Saison auch noch Garten in der Bleichstraße, der absehbar aber Baumaßnahmen weichen soll (deshalb wurden sie in die Heeperstraße umgesiedelt), und einen Garten im Bielefelder Westen. Perspektivisch wollen sie so viel Gemüse produzieren und verarbeiten, dass sie ihre Vereinskasse damit aufbessern können. Was man hier gut beobachten kann, ist, wie hier verschiedene Aktivitäten – Garten, Kochgruppe, Repair Café – ineinandergreifen und sich gegenseitig inspirieren.

    (mehr …)