Schlagwort: Trauer

  • Lengenfeld: Mitmachgarten wird von vielen Gruppen genutzt

    (Antrag, Antworten)
    […]

    Vergangenes Jahr haben wir den Mitmachgarten im Hinterhof aufgebaut, mit einem großen
    Gewächshaus, Hochbeeten, Pavillon, Bar, Teich und einem Hühnergehege um Alt und Jung
    durch Gartenarbeit und Tierpflege zu verbinden und Teilhabe zu gewährleisten.
    Um auch dieses Jahr unsere Flächen versorgen zu können, möchten wir biologisches
    Saatgut, Jungpflanzen sowie Zubehör wie Urgesteinsmehl & Dünger auf EM-Basis,
    Rankhilfen und Vlies (zur Verlängerung der Anbauzeiträume) besorgen. Ebenfalls benötigen
    wir für die Hochbeete frische Erde, da sie sich über den Winter gesetzt hat. Für eine
    Erweiterung, die wir gern mit Vorschülern bzw. Hortkindern umsetzen wollen, möchten wir
    Beerensträucher und kleine Gartengeräte organisieren.

    • Wer hatte die Idee zum Garten und mit wem wurde die Idee umgesetzt? Wann wurde die Nachbarschaft einbezogen? Was ist Ihre Rolle? Sind Sie auch Gärtnerin im Mitmachgarten? Idee kam vom HERZkraftwerk e.V. von damaliger Vorständin und Vereinsmitglied Frederike Eisenkolb, Umsetzung vom Verein mit Hilfe der SAB-„Förderung von Sozialen Orten“, beauftragten Firmen und Ehrenamtlern. Ich bin Ehrenamtlerin und gärtnere mit.
    • Wie groß ist die Gruppe, die den Garten nun zusammen weiter plant und die neuen Ideen umsetzt? Etwa 8 Menschen.
      Wie groß ist die Gruppe, die gärtnert? Gibt es eine Gartengruppe aus der Nachbarschaft oder sind es eher Gruppen (Schulen, Kita, Senioreneinrichtungen, Firmen etc.), die zu bestimmten Zeiten oder auch nur zu einer Veranstaltung/einem Workshop kommen? Hauptsächlich Gruppen: es kommt wöchentlich eine Seniorengruppe in den Garten, 1x im Monat verbringt die Gruppe vom Trauercafé Zeit im Garten. Kindergeburtstage und Firmen-Team Buildings können unter einem Gartenthema stattfinden.
    • Wie offen ist die Fläche? Sieht man den Garten von der Straße aus? Wier kommt man rein? Gibt es ein Schild, das auf den Garten hinweist und auf die Mitmachmöglichkeiten? Wie viele Beete gibt es? Es gibt eine große Anschlag- und Infotafel an der Straße aus, Hühnerhaus und -auslauf sind direkt sichtbar. Es gibt ein großes Gewächshaus, 6 Hochbeete und einige Kräuter- und Erdbeerflächen.
    • Wie ist der Garten organisiert? Gibt es individuelle Beete oder wird alles gemeinschaftlich begärtnert? Wer entscheidet, wo was angebaut wird? Wie ist es organisiert, dass Gruppen den Garten (auch?) nutzen? Wie laufen Kommunikations- und Entscheidungswege? Wege laufen über HERZkraftwerk e.V. 
    • Was passiert mit der Ernte? Verarbeitet in Veranstaltungen vom Verein, wie Heldenküche, Kochtreff, wöchentliche Senorengruppe. Oder verkauft an’s Café Mehrwert bzw. an Nachbarn & Bürger – Infos am Aushang bzw. über Instagram.
    • Wie beteiligen sich die Gruppen an den Kosten des Gartens? Spenden.
    • Sind Sie in Kontakt mit dem Grünflächenamt der Stadt und könnten Sie ggf. Erde bekommen? Müssten wir noch ansprechen.
    • Wie wurde der Garten bisher finanziert? 2024 SAB-Förderung, ab 2025 aus eigenen Mitteln (Geld- und Sachspenden, selbst gezogenes Saatgut, Kaffee- und Kuchenverkauf bei Veranstaltungen wie dem Frühlingsmarkt)

    SAB = Sächsische Aufbaubank
    Die Gruppen gärtnern teilweise (Trauergruppe, Seniorengruppe), teilweise nutzen sie den Garten eher als Erholungs- und Feierraum

    Die acht Kerngärtner*innen entscheiden miteinander, wo was gepflanzt wird und kümmern sich hauptsächlich um den Garten

    Kindergeburtstage laufen auf Spendenbasis, die Firmen spenden auch was. Die Einnahmen aus dem Verkauf eines Teils des Gemüses fließen wieder in den Garten zurück – doch reicht das Geld/die Einnahmen nicht, um alle Kosten zu decken.
    Sie wollen gerne regelmäßige Angebote für Kindergruppen im Garten machen.

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  • Berlin: Hevrin Xelef Garten weitet Heilkräuter aus

    Die Heilpflanzen haben wir von der Hirschgärtnerei  bekommen.
    Weitere Pflanzen, wie türkischer Drachenkopf, Agastache, Tegetes und
    Sonnenblumen konnten wir von dem Gewächshaus der Prinzessinnen Gärten
    abkaufen.
    Denn für unsere offenen Gartentage (immer mittwochs von 15-18 Uhr) benötigen
    wir für unsere Hochbeete neue und frische Jungpflanzen. Unser Schwerpunkt sind
    Heilkräuter und auch die Zubereitung von Heilkräuterprodukten.
    Hierzu kommen immer Interessierte aus der Nachbarschaft, Menschen aus
    Unterkünften, andere Vereine (wie Zentrum Überleben oder Xenion e.V.).
    Wir sind gerade dabei, den Bauwagen und den Container als Heilkräuterlager
    auszubauen und haben durch die Pergola gleich am Eingang des Gartens und eine
    Sitzecke weiter hinten im Garten Möglichkeiten geschaffen, um Workshops im
    Garten zu geben.
    Für die im letzten Jahr aufgebaute Pergola haben wir zudem im Mai 2025
    6 Weinreben gekauft, die an der Pergola hoch wachsen sollen. Sie sollen in Zukunft
    sowohl Schatten bieten, als auch durch die Verarbeitung der Blätter zu gefüllten
    Weinblättern (Sarma) für gemeinsames Essen und Workshops dienen.
    Um den Gemeinschaftsgarten nachhaltig aufzubauen, benutzen wir Neemöl als
    Spritzmittel, Rindenmulch zum Schutz der Pflanzen und ein Öko-Kräuter-
    Langzeitdünger. Diese Mittel haben wir von Prinzessinnengärten bekommen für
    Zudem haben wir einen neuen Gedenkbaum von der Baumschule Fischer gekauft:
    Eine schon hoch gewachsene Zwetschge. Sie steht jetzt unweit der schwarzen
    Maulbeere und soll an den Genozid 2014 an den Ezid*innen erinnern. Der
    befreundete Verein „women for justice“ hat diesen mit uns zusammen eingepflanzt, (mehr …)

  • Stuttgart: Kleine Wildnis als Klimaaktion

    (Besuch)
    In Stuttgart Hedefingen gibt es eine kleine Gruppe, die sich für die essbare Region Stuttgart einsetz. Bisland zu viert, nun zu sechst (da es wohl 2 Stellen geben wird). Es gibt ein paar kleine Beete, die von Nachbar*innen gepflegt werden. An der Kirche mussten sie ein wenig zurück rudern, da sie ungefragt einen kleinen Obstbaum gepflanzt hatten auf einer angrenzenden Fläche (neben dem Beet) und die Kirchengemeinde nun skeptisch ist.
    Sie haben 4 große verwilderte Gärten übernommen, in einem wird richtig viel angebaut, die anderen haben Obstbäume und Beeren und an manchen kleinen Stellen auch Gemüse. Sie zahlen Pacht und sind Teil der Kleingartenvereinsstruktur und darüber versichtert. Die Verträge haben sie privat abgeschlossen, einen Träger nutzen sie nur für Anträge.In einem steht eine Jurte, es gibt es (edle) selbstgebaute Komposttoilette, Lauben mit Werkzeug und vieles mehr. In einem der Gärten sind drei Bäume gepflanzt für verstorbene Menschen oder Gruppen. Eine Kurdin (bei der Gedenkfeier kamen über 50 Leute und der Baum wird immer mal wieder besucht), für eine Transperson, die sich wegen Diskriminiserungen verbrannt hat (bei der Feier kam niemand aus der Transcommunity) und für die Gruppe nigerianischer Widerstandkämpfer gegen die Umweltkatastophe im Delta, die (länger her) gehängt wurden.

    Flächen für die Beete (außerhalb der Gärten) zu bekommen, was recht schwierig. Das Friedhofs/Garten/Forstenamt hat immer abgelehnt. Die Gruppe ging über den Bezirksausschuss und dann ging es. Inzwischen gibt es auch einen Stadtbeschluss (?) dass Stuttgart essbare Stadt werden soll und dafür ist Geld eingestellt, das u.a. für 2 Stellen für die Aktiven und 1 Stelle im Amt gewidment ist. Noch ist das Geld nicht da.

    Die Gruppe ist klein, aber dedicated. Sie verstehen ihr Engagement als absolut notwendig in Abgesicht der Klimakrise. Ein Bildungsprojekt, ein Projekt, das vernetzt und Bezüge herstellt. Sie haben ein eigenes Logo entwickelt und verschenken alles, was geerntet wird, auch den Saft und die Marmelade, die aus dem Obst gemacht wird. Sie wollen, dass es in jedem Stadtteil ein essbares Projekt gibt.

    Sie verstehen ihre Gärten als Stadtteilgärtnerei, die Pflanzen für all die essbaren Inseln in Hedelfingen züchtet und dann abgbt.

    Sie sind gut vernetzt mit den anderen Gärten in Stuttgart und recht unzufrieden mit der kommunalen Anlaufstelle. Diese empfinden sie als sehr schwach, die machen nur das mit den Anträgen und 2x p.a. eine Austauchrunde. Keine Workshops o.ä., es geht nix weiter voran. Sie zucken auch immer mit den Achseln, wenn die Gärten Unterstützung bei der Verhandlung mit anderen Ämtern wollen (denen die Flächen gehören). Die Kleine Wildnis Gruppe wird immer wieder auf die Ansprechpartnerinnen verwiesen, die dann aber nicht weiter helfen.

    Sie wollen einen Humusworkshop für das Netzwerk machen, haben schon alles organisiert, wollen einen gemeinsamen Kompostplatz für die Gärten anlegen. Die Stadt macht das nicht, doch fördern wollen sie diese Initiative auch nicht. Bei uns wollen sie das nicht beantragen, da sie das nicht zielführend finden, das NICHT über die Fördermittel der Stadt laufen zu lassen.

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