Schlagwort: Trockenheit

  • Köln: Pflanzstelle kämpft gegen Trockenheit

    (Antrag, ANtworten)

    Die Trockenheit der letzten Monate hat unserem Gemeinschaftsgarten Pflanzstelle
    (https://pflanzstelle.de/) in Köln-Kalk stark zugesetzt. Der Wassermangel wirkt sich aktuell besonders
    stark aus, weil die in den letzten Jahren mögliche Mitnutzung des Wasseranschlusses einer
    benachbarten Schule nicht mehr vorhanden ist, und weil wir aufgrund ausbleibender Regenfälle auch
    kein Regenwasser sammeln konnten. Zum Problem mit der Wasserversorgung der Gemüsebeete
    kommt hinzu, dass die offenen, nicht bewachsenen Flächen und Wege des Gartens stark austrocknen
    und große Mengen Staub freisetzen, insbesondere wenn sich Menschen darauf bewegen, wie z.B.
    spielende Kinder.
    Wir gärtnern grundsätzlich in Hochbeeten, da seit der Gründung des Gemeinschaftsgartens bekannt
    war, dass im Boden des auf einem ehemaligen Industriegelände befindlichen Gartens erhöhte
    Schwermetall-Werte nachgewiesen wurden. Zwei Proben, die letztes Jahr entnommen wurden, haben
    ebenfalls erhöhte Schwermetall-Werte festgestellt, die aber noch unterhalb der laut
    Bodenschutzverordnung erlaubten Prüfwerte lagen und nur die sog. Vorsorgewerte überschritten. Bei
    großer Trockenheit und hoher Staubfreisetzung besteht generell die Gefahr, Schwermetalle über die
    Atemwege aufzunehmen, dieses Risiko wollen wir minimieren.
    Wir sind noch dabei, das Ausmaß der Schwermetallbelastung festzustellen, da die Lage nicht ganz
    eindeutig ist. Um Klarheit zu schaffen, sind weitere Bodenproben notwendig. Deshalb wollen wir zwei
    Bodenanalyse-Sets bestellen, um den Boden an den besonders von Staubbelastung betroffenen
    Stellen speziell auf Schwermetalle zu kontrollieren.
    Bis wir sichergehen können, dass die Schwermetallbelastung im Boden unterhalb der für Menschen
    schädlichen Grenzwerte liegt, aber auch generell zum Schutz gegen das Einatmen des sehr feinen
    Staubes, der auch unahängig von der Schwermetallbelastung Beschwerden wie Husten und
    Augenreizungen verursachen kann, müssen wir die von der starken Staubentwicklung betroffenen
    Flächen vorsorglich abdecken, mit Mulchmaterial wie z.B. Holzhackschnitzeln.
    Wir würden daher gerne von einem lokalen Baumpfleger 12 qm von den als Abfall anfallenden
    Holzhackschnitzeln als Mulchmaterial für Beete und zum Abdecken von Wegen und offenen Flächen
    bestellen. Der Mulch wird benötigt, um die Beete vor dem Austrocknen zu schützen und die Wege und
    offenen Flächen abzudecken um die Staubfreisetzung zu unterbinden. Langfristig kann aus dem sich
    zersetzenden Mulchmaterial eine Humusschicht entstehen, die dann einen Bewuchs mit z.B. Gräsern
    ermöglicht, was auch der Staubbelastung entgegenwirkt.

    • die Gruppe ist seit letztem Jahr deutlich gewachsen, es sind einige Menschen aus der Nachbarschaft hinzugekommen. Aktuell sind wir 22 Aktive, zusätzlich kommt eine Eltern-Kind-Gruppe mit ca. 20 Mitgliedern hinzu, die jeden Donnerstag Nachmittag auf der Pflanzstelle ist. Ausserdem nutzen verschiedene politische und interkulturelle Gruppen die Pflanzstelle für Treffen und Veranstaltungen.
    • Es gibt Fluktuation, aber diese hält sich in Grenzen, schon seit Längerem gibt es einen aktiven Kern, der sehr beständig auf der Pflanzstelle präsent ist.
    • Wir machen regelmäßig auf den Garten aufmerksam, z.B. über Instagram und auf unserer Website und sind auch im Stadtteil Kalk immer wieder mit Infoständen auf z.B. Strassenfesten vertreten. Es finden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen auf der Pflanzstelle statt (wie z.B. das kommende Sommerfest am 14.6.), auf die wir zusätzlich zu Social Media und Website auch auf Plakaten im Stadtteil aufmerksam machen. Wir sind im Netzwerk der Kölner Gemeinschaftsgärten (https://gemeinschaftsgaerten-koeln.de/) sowie im Netzwerk Essbare Stadt Köln (https://essbare-stadt.koeln/) aktiv.
    • Im Winter gab es noch Probleme mit Vandalismus, aber nach mehreren Aufräumaktionen und mit einer verstärkten Präsenz auf der Pflanzstelle seit dem Frühjahr kommt Vandalismus nicht mehr vor und wir hoffen dass es so bleibt.

    (mehr …)