Wir hatten das Glück für den Ernährungsrat Tübingen Kurse zu geben und somit Geld zu generieren. Unsere Verbrauch geldmäßig im Jahr ist nicht so hoch. (mehr …)
Schlagwort: Tübingen
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Tübingen: im GG Wanne sind Familien dabei
Wir betreiben bereits im sechsten Jahr den Gemeinschaftsgarten mit viel Freude und Engagement. Ein fester Stamm, bestehend aus fünf Familien und mir, leistet regelmäßig Gartenarbeit. Sporadisch betreue ich eine Gruppe von 4 bis 6 Grundschülern, die im Rahmen der Sozialen Gruppenarbeit gärtnerisch aktiv werden können. Zwei Mitgärtner_innen sind aus gesundheitlichen Gründen und wegen Wegzugs aus Tübingen aus der Gartengruppe ausgeschieden. Kontakte mit Geflüchteten aus der Ukraine und Syrien führten nicht zur Teilnahme, da die Interessent_innen eigene Parzellen zur Bewirtschaftung wünschten.
Wir bepflanzen in der Zwischenzeit 5 Hochbeete und haben für die Kinder noch 3 kleine und niedere Hochbeete aufgestellt. Zudem haben wir der Wiese einen kleinen Acker (ca. 4 auf 6 m) abgerungen und wir haben vor 3 Jahren ein Gewächshaus geschenkt bekommen. Das hat einen leichten Hagelschaden und die Vorbesitzer wollten sich ein neues zulegen. Im Rahmen des Klimawandels ist man aber für jedes Lüftungsloch dankbar.
Um Gartengeräte besser unterstellen zu können, haben wir die Geschirrhütte durch einen Schreiner erweitern lassen. Wir nutzen die zusätzliche Dachfläche zum Regenwassersammeln. Ursprünglich war ein 1000 l Fass vorhanden, wir haben durch Neuanschaffung von 3 weiteren Fässern die mögliche Sammelmenge mehr als verdoppelt. Als weitere Baumaßnahme haben wir ein Tippi aus Stangen errichtet, an dem die Stangenbohnen hochwachsen und sich die Kinder darin verstecken können.
Jedes Jahr erstellen wir zusammen einen Pflanzplan, damit auf den Beeten Wechselwirtschaft betrieben wird. Es gibt für alles was wächst und gedeiht eine ungeschriebene aber allgemein geachtete Ernteregel: Jeder kann sich für den eigenen Bedarf Früchte mitnehmen. Wenn gleichzeitig mehrere Früchte geerntet werden müssen, macht man von der Ernte ein Foto und legt sie zur Abholung durch andere in der Hütte bereit. So verfahren wir auch mit dem Obst, das zu Gelee, Marmelade oder Mus verarbeitet wird. Die Gläser stellt man in die Hütte und alle dürfen sich bedienen. Was nicht abgeholt wird, wandert in den Weihnachtsbazar des Stadtteiltreffs Wanne.
Zwischenzeitlich haben alle Teilnehmer_innen einen Baumschnitt- und Sensenkurs absolviert. Den Baumschnitt haben wir dieses Jahr deshalb selbstständig durchgeführt.
Positiv möchte ich noch erwähnen, dass die Teilnehmer_innen auch ohne meine Anleitung und Anweisung selbstständig im Garten arbeiten. Im allgemeinen werden dabei gute Erfolge erzielt. Wenn mal etwas schief geht, wird aus Fehlern gelernt.
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Tübingen: GG in Obst- und Gartenbauverein startet
(Mail)
Die Mitgliederversammlung des OGV hatte das Vorhaben ohne Gegenstimmen unterstützt. Jetzt sind schon zwei Hochbeete vom OGV finanziert, aufgebaut und bepflanzt.
Es sollen im Weiteren noch verschiedene Varianten von Hochbeeten aufgestellt werden, auch um zu zeigen, was alles geht und was wie haltbar ist.Da der Garten dem OGV gehört, haben wir die Devise ausgegeben, dass Mitarbeitende dem OGV beitreten. So vermeiden wir Probleme und Diskussionen mit „Alt-Mitgliedern“ bezüglich Ausgabe von Schlüsseln an und Nutzung durch „Vereinsfremde“.
Ich hoffe, das ist kein Hinderungsgrund für die Einstufung als Gemeinschaftsgarten und die Zusammenarbeit mit der Anstiftung.Denn der Garten ist natürlich für alle Interessierten – zu diesen Bedingungen, aber auch für Gäste der Mitglieder in deren Beisein – offen. So ist von den Beteiligten aus dem Stadtteiltreff auch angedacht, den Garten für Asylbewerber*innen in einer Art „Patenschaft“ gemeinsam nutzbar zu machen.
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Werkstatthaus Tübingen ist Träger von 2 GGs
(Gu aus Antrag und Antworten)
ein neuer GG: Grüner Tilsiter
1. Die Gartenfläche beträgt ca. 250 qm, gehört der Stadt, Zahl der Beete z. Zt. 8
2. Die Pacht beträgt 50 €/a und wird vom Werkstadthaus gezahlt. Der Nutzungsvertrag ist befristet auf 2 Jahre und wird automatisch verlängert, falls die Stadt nicht eine Änderung der Nutzung auf der im Plan ausgewiesenen öffentlichen Grünfläche in Angriff nimmt. Hier ist aber mit der Stadt vereinbart, dass es für die angestrebte öffentliche Nutzung ein Beteiligungsverfahren gibt, in dem mit Anwohnenden und Pächtern ein Gesamtkonzept erarbeitet wird. Ziel des Werkstadthauses ist es, in die zukünftige öffentliche Nutzung der Grünanlage den Gemeinschaftsgarten zu integrieren.
3. In der Erde kann gearbeitet werden, es dürfen nach Pachtvertrag nur keine festen Bauten errichtet werden.
4. Die Beete werden, bis auf das Kindergartenbeet und ein experimentelles Beet, gemeinschaftlich bearbeitet. Für Gießen gibt es eine Geißplan, an dem sich alle beteiligen.
5. Zur Zeit gibt es 12 GärtnerInnen, die in der näheren Nachbarschaft wohnen und keinen eigenen Garten haben sowie die Kindergartengruppe mit den Erzieherinnen. Da die Freifläche des Kindergartens außerhalb der Öffnungszeiten als öffentlicher Spielplatz genutzt wird, gibt es direkt an der Einrichtung keine Möglichkeit zur Gartennutzung. Gartenorganisation, Pflege und Gießen werden untereinander koordiniert. In unregelmäßigen Abständen gibt es eine Austauschrunde im und mit den Verantwortlichen im Werkstadthaus.
6. Die Fläche ist noch umzäunt, da es keine Zäune zu den unmittelbar benachbarten, privat genutzten Pachtgärten gibt. Die GemeinschaftsgärtnerInnen haben einen Code für die Tür, geöffnet für Interessierte ist immer Mittwochs zwischen 15 und 18 Uhr, und natürlich, wenn die GärtnerInnen anwesend sind. Vor dem Garten wird wieder im Sommer ein- oder zweimal ein öffentlicher Hock zum Kennenlernen und Austausch mit den Nachbarn und Spaziergängern geben.
7. Für die Gartengeräte wird eine bereits vom vorigen Pächter errichtete Gerätehütte genutzt. Finanziell ist das Werkstadthaus als offizieller Pächter für die Pachtzahlung verantwortlich, für die Kosten für Geräte, Pflanzen und Sämereien ist ein Förderantrag gestellt.
Wilde Linde, „alter“ GG
Historie: die wilde Linde war ein blühendes Projekt mit Kultur und Veranstaltungen und Volksküche und natürlich Gärtnern mit 20 bis
30 Aktiven, bis…..
die „historischen“ Linden um die wilde Linde herum wurden als lebensgefährlich, weil umfall- und astbruchanfällig, eingestuft.
Fällen nicht möglich wegen „Denkmalschutz“.
Wir sollten also weg. Die gebotenen Alternativen waren gartenunwürdig. Alle Kultur- und Veranstaltungsfreudigen sprangen ab. Ein kleiner Teil gab nicht auf, wir erfüllten die später erhobenen Auflagen der Stadt, gaben den „Kulturteil“ unter den Bäumen auf und konzentrierten uns auf den Gartenteil, der in genügendem Abstand zu den Linden ist, und verzichten auf weitere Ausdehnung.
Nun sind wir harter Kern 60+ der Georg und ich, Jürgen, und 5 bis 10 Studenten. Allerdings wächst jetzt in der Wachstumszeit wieder das Interesse von Passanten und auch Anfragen auf unserer email, so dass wir mit Zuwachs rechnen. Ab Mai sind dann erfahrungsgemäß wieder viele auch spontan dabei.
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66.000 Euro Förderung für GG in Tübingen
(gu, alerts)
Gurken, Tomaten, Zucchini und Kürbis, Möhren und bunte Blumen, die Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen sind – so soll absehbar ein asphaltierter Parkplatz im Ulmer Dichterviertel hinter dem Bahnhof aussehen. Hinter der Metamorphose steckt ein Antrag der Sanierungstreuhand (SAN) ans Regierungspräsidium Tübingen, einen Quartiersgarten in dem seit 2011 ausgewiesenen Sanierungsgebiet zu fördern.
Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das Projekt mit rund 66.000 Euro. Dirk Feil, Geschäftsführer der SAN, freut sich: „Jetzt können wir loslegen.“ Mit „wir“ meint Feil unter anderen Partner wie das Schubart-Gymnasium, die Spanische Vereinigung, das Behandlungszentrum für Folteropfer und die AG West.
„Sie beteiligen sich an der Umsetzung und Begleitung des künftigen Quartiergartens.“ Die Fläche – ein unbewirtschafteter Parkplatz – gehört zu den Glacisanlagen entlang der B 10. […]
Ergänzt werde das Projekt durch den bestehenden Quartierstreff, das Café Blau, wo man wetterunabhängig Veranstaltungen organisieren könne. Ein Ziel dieses Gartens ist natürlich, einen dicht bebauten Stadtteil grüner zu gestalten […]
Begleitet werde das Projekt von einer pädagogischen Fachkraft – „am besten mit grünem Daumen“, sagt Feil. Sie soll das Konzept erstellen, Kontakt zu den Kooperationspartnern halten und vor allem Bewohner gewinnen, die gärtnern wollen. Ihre Stelle – auf Minijobbasis, das sind fünf Stunden pro Woche, würde unter anderem vom Zuschuss des Landes finanziert. „Nach den Sommerferien geht es los.“
http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/gemeinschaftsgarten-im-dichterviertel-geplant-15591342.html (mehr …)